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Buchbach (Oberbayern)

Markt im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Buchbach
Buchbach (Oberbayern)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Buchbach hervorgehoben
Koordinaten: 48° 19′ N, 12° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Höhe: 449 m ü. NHN
Fläche: 28,79 km2
Einwohner: 3197 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84428
Vorwahl: 08086
Kfz-Kennzeichen: MÜ, VIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 114
Marktgliederung: 80 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
84428 Buchbach
Website: www.buchbach.de
Bürgermeister: Thomas Einwang jun. (CSU / Parteifreie-WVR)
Lage des Marktes Buchbach im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer HartZangbergWaldkraiburgUnterreitTaufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn)SchwindeggSchönberg (Oberbayern)ReichertsheimRechtmehringRattenkirchenPolling (bei Mühldorf am Inn)ObertaufkirchenOberneukirchen (Oberbayern)OberbergkirchenNiedertaufkirchenNiederbergkirchenNeumarkt-Sankt VeitMühldorf am InnMettenheim (Bayern)MaitenbethLohkirchenKraiburg am InnKirchdorf (bei Haag in Oberbayern)Jettenbach (Oberbayern)HeldensteinHaag in OberbayernGars am InnErhartingEgglkofenBuchbach (Oberbayern)Aschau am InnAmpfingLandkreis LandshutLandkreis Rottal-InnLandkreis RosenheimLandkreis EbersbergLandkreis AltöttingLandkreis ErdingLandkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild

Buchbach ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

 
Buchbach: Rathaus „erbaut anno 1988“ (1200-Jahr-Feier) und Kirche St. Jakob
 
Buchbach: Marktplatz
 
Mariä Himmelfahrt, Ranoldsberg

Geografische LageBearbeiten

Buchbach liegt in der Region Südostoberbayern im Alpenvorland inmitten des tertiären Hügellandes zwischen den Tälern der Vils im Norden und der Isen im Süden. Buchbach grenzt direkt an die Landkreise Erding und Landshut. Die Landeshauptstadt München ist rund 63 km entfernt.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Buchbach hat 80 Ortsteile[2]:

  • Adlding
  • Au
  • Besenbuchbach
  • Bichlhub
  • Bilberg
  • Breitenau
  • Buchbach
  • Diemeck
  • Dötzkirchen
  • Eiching
  • Einstetting
  • Ella
  • Ellaberg
  • Endsgraben
  • Engolding
  • Erlach
  • Felizenzell
  • Fischbach
  • Geiersberg
  • Geiselbrechting
  • Gosselding
  • Greilhub
  • Grund
  • Gumpolding
  • Hagmering
  • Hasenwinkel
  • Heimpolding
  • Hinterholzen
  • Hohending
  • Höpfing
  • Iglberg
  • Kagen
  • Kastenberg
  • Kienrathing
  • Kindlbuch
  • Konrading
  • Kumpfmühle
  • Langenloh
  • Lehertshub
  • Linden
  • Litzelkirchen
  • Loiperding
  • Mauth
  • Moos
  • Nebelhub
  • Neuhäusl
  • Neuseidlthal
  • Niederhub
  • Niederloh
  • Oberbonbruck
  • Oberhub
  • Oberloh
  • Öd
  • Odering
  • Oseneck
  • Ottenloh
  • Peitzing
  • Pfarrhof
  • Pflegöd
  • Plattenberg
  • Plessenberg
  • Praßl
  • Ranetsham
  • Ranoldsberg
  • Remelberg
  • Rundbuch
  • Schmiedberg
  • Schwaig
  • Sicking
  • Spagelsöd
  • Stadlhub
  • Steeg
  • Sterneck
  • Stifthub
  • Thal
  • Waldpolding
  • Wies
  • Witzling
  • Zeil
  • Zelg

Es gibt die Gemarkungen Buchbach, Felizenzell, Ranoldsberg und Walkersaich.

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Urkundlich erwähnt wurde Buchbach zum ersten Mal 788. Von 928 bis zur Säkularisation 1803, mit einer kurzzeitigen Unterbrechung von 1266 bis 1275 (Herzogtum Bayern), gehörte der Ort Buchbach zum Erzstift Salzburg, und bildete eine geschlossene Hofmark innerhalb des Etters, welche 1803 aufgehoben wurde. Seit 1266 wurde er als Markt urkundlich geführt. Ab 1803 war er ein Teil des Kurfürstentums und späteren Königreichs Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Ranoldsberg eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1973 kamen Gebiete der aufgelösten Gemeinde Walkersaich hinzu.[4] Am 1. Mai 1978 folgte der größere Teil der aufgelösten Gemeinde Felizenzell, die bis dahin dem Landkreis Landshut angehörte.[5]

EinwohnerBearbeiten

Gemäß Bayerischem Landesamt für Statistik haben sich die Einwohnerzahlen jeweils zum 31. Dezember eines Jahres wie folgt entwickelt[6]:

Stand Einwohner
1960 2063
1970 2245
1980 2325
1990 2602
1995 2903
2000 3080
2005 3161
Stand Einwohner
2006 3139
2007 3133
2008 3120
2009 3130
2010 3111
2011 3034
2012 3046
Stand Einwohner
2013 3051
2014 3084
2015 3098
2016 3128
2017 3168

Seit 1972, dem Jahr der Gemeindereform, hat sich die Einwohnerzahl bis 2016 um 854 Personen erhöht. Das entspricht einem Wachstum von 37,55 Prozent. In den letzten zehn Jahre schrumpfte die Einwohnerzahl um 0,16 Prozent. In den letzten fünf Jahren nahm sie um 2,69 Prozent zu.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Thomas Einwang (CSU/Parteifreie).

WappenBearbeiten

Das Wappen von Buchbach zeigt in rotem Schild unten einen Dreiberg, der mittlere ist erhöht und auf ihm steht eine Buche. In der Mitte des Schildes fließt quer ein Bach, dargestellt durch einen Wellenbalken. Baum und Laub tragen die natürlichen Farben.

OstbündnisBearbeiten

Die Gemeinde beteiligt sich am Ostbündnis.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

  • Pfarrkirche Sankt Jakobus der Ältere. Überkuppelter Zentralbau im Barockstil, Neubau 1764-gegen 1770 nach den Plänen des Salzburger Architekten Wolfgang Hagenauer.
  • Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Ranoldsberg. Der erste Kirchenbau geht auf das Ende des 13. Jahrhunderts zurück. 1507 Weihe des spätgotischen Nachfolgebaus, der für notwendig erachtet wurde um dem angewachsenen Strom von Wallfahrern mehr Platz zu bieten. Ab 1723 wurde die Kirche im Zeitgeschmack innen und außen umgestaltet, barockisiert. Das 18. Jahrhundert war die Blüte der Wallfahrt. 1883 fand wiederum innen und außen die neugotische Umwandlung (Regotisierung), das heutige Erscheinungsbild seine Vollendung.
  • Historische Fassaden am Marktplatz mit Marienbrunnen
  • Schlosskapelle des ehemaligen Wasserschlosses Steeg (Filialkirche St. Marien)

SportBearbeiten

Der bekannteste Sportverein Buchbachs ist der Mehrspartenverein TSV Buchbach, der in die Abteilungen Fußball, Stockschießen, Ski, Tennis, Turnen gegliedert ist. Die Fußballabteilung spielt seit 2012 in der Regionalliga Bayern. Die Stockschützen des TSV Buchbach schießen in der höchsten Liga, der Bundesliga-Süd.

FreizeitBearbeiten

Wenige Kilometer westnordwestlich von Buchbach, in der Nähe von Felizenzell, liegt der Badesee Loaner See mit Campingplatz.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Industrie, Handel und GewerbeBearbeiten

Es gab 1998 im produzierenden Gewerbe 467 und im Bereich Handel und Verkehr 173 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 186 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 900. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es keine, im Bauhauptgewerbe acht Betriebe.

Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Zudem bestanden im Jahr 1999 103 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2316 ha. Davon waren 1752 ha Ackerfläche und 562 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2014):

  • 2 Kindertageseinrichtungen mit insgesamt 135 Plätzen und 96 Kindern
  • 2 Volksschulen mit 19 Lehrern und 262 Schülern

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Hans Rambold (* 9. Mai 1954 in Buchbach), 1. Bürgermeister der Gemeinde Buchbach von 1998 bis 2008, Abgeordneter im Bayerischen Landtag (CSU) von 2003 bis 2008.
  • Balthasar Mang (1720–1803), seit 1754 Bürger in Buchbach, Kirchenmaler und Freskant des Spätbarock und Rokoko, bereits zu Lebzeiten bekannt, u. a. durch die Ausmalung der Buchbacher Kirche St. Jakobus.[7]
  • Andreas Strobl (Pfarrer)

LiteraturBearbeiten

  • Max Wallner: Die „Puechpecken“ – Kirche, Adel, Markt, 2001

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Buchbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. Juni 2017
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 525.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 582.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 583.
  6. Bayerisches Landesamt für Statistik: 12111-101z Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinde, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell), Stichtage. Online auf www.statistikdaten.bayern.de, abgerufen am 3. März 2017.
  7. Marieberthe Hoffmann-Falk: Balthasar Mang – Ein Malerleben am Übergang in eine neue Zeit In: Heimat- und Kulturverein Buchbach, abgerufen am 1. Oktober 2017.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Buchbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien