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Oberbergkirchen

Gemeinde in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberbergkirchen
Oberbergkirchen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberbergkirchen hervorgehoben

Koordinaten: 48° 18′ N, 12° 23′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Oberbergkirchen
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 27,53 km2
Einwohner: 1688 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84564
Vorwahl: 08637
Kfz-Kennzeichen: MÜ, VIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 132
Gemeindegliederung: 48 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hofmark 28
84564 Oberbergkirchen
Website: www.oberbergkirchen.de
Bürgermeister: Michael Hausperger (CSU / FW)
Lage der Gemeinde Oberbergkirchen im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer HartZangbergWaldkraiburgUnterreitTaufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn)SchwindeggSchönberg (Oberbayern)ReichertsheimRechtmehringRattenkirchenPolling (bei Mühldorf am Inn)ObertaufkirchenOberneukirchen (Oberbayern)OberbergkirchenNiedertaufkirchenNiederbergkirchenNeumarkt-Sankt VeitMühldorf am InnMettenheim (Bayern)MaitenbethLohkirchenKraiburg am InnKirchdorf (bei Haag in Oberbayern)Jettenbach (Oberbayern)HeldensteinHaag in OberbayernGars am InnErhartingEgglkofenBuchbach (Oberbayern)Aschau am InnAmpfingLandkreis LandshutLandkreis Rottal-InnLandkreis RosenheimLandkreis EbersbergLandkreis AltöttingLandkreis ErdingLandkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild
Der Dorfplatz mit dem Rathaus
Die Pfarrkirche St.Bartholomäus mit der Bruder-Konrad-Kapelle

Oberbergkirchen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen mit den weiteren Mitgliedsgemeinden Lohkirchen, Schönberg und Zangberg.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Oberbergkirchen liegt in der Region Südostoberbayern im tertiären Hügelland nördlich des Isentals, in der Nachbargemeinde Wurmsham entspringt die Rott. Die Ortschaft befindet sich etwa 15 km nordwestlich der Kreisstadt Mühldorf, zwölf Kilometer südwestlich von Neumarkt-Sankt Veit und 22 km östlich von Dorfen. Im acht Kilometer entfernten Ampfing besteht Anschluss an die von der Südostbayernbahn betriebenen Bahnstrecke München-Mühldorf.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Oberbergkirchen hat 48 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Irl und Oberbergkirchen.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

 
Schloss Oberbergkirchen im 18. Jahrhundert (Stich von Michael Wening)

Oberbergkirchen wurde im Jahre 788 erstmals in der Notitia Arnonis erwähnt. Der Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt des Kurfürstentums Bayern. Die Gräfin von der Wahl besaß hier um 1800 eine offene Hofmark. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1975 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Irl eingegliedert.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1356 Einwohner
  • 1970: 1256 Einwohner
  • 1987: 1184 Einwohner
  • 1991: 1253 Einwohner
  • 1995: 1527 Einwohner
  • 2000: 1658 Einwohner
  • 2005: 1651 Einwohner
  • 2010: 1630 Einwohner
  • 2015: 1653 Einwohner

PolitikBearbeiten

Bürgermeister der Gemeinde ist Michael Hausperger (CSU/Freie Wähler).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2013 gerundet 1168 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 382 T€.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Ort Oberbergkirchen mit der Pfarrkirche St. Bartholomä, Bruder-Konrad-Kapelle, Vierseithof mit Gasthaus und altem Schulhaus (heutiges Rathaus), Tertiärwelt Aubenham. Die Pfarrkirche, ein spätgotischer Ziegelbau, erhielt ihren Zwiebelturm entweder 1723 bei einem größeren Umbau oder spätestens 1770, nachdem ein Blitzschlag großen Schaden angerichtet hatte. Das Innere wurde barockisiert, die Glasgemälde entstanden um 1908.

Neben der Pfarrkirche steht die spätgotische kleine Kirche, die Bischof Berthold Pürstinger von Chiemsee im Jahr 1518 weihte. Ihren Zwiebelturm erhielt sie erst 1733. Nach einer Restaurierung in den Jahren 1936 bis 1938 wurde sie dem 1934 heiliggesprochenen Bruder Konrad von Parzham geweiht.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier, im produzierenden Gewerbe 65 und im Bereich Handel und Verkehr drei sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 30 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 453. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine Betriebe, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 100 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2034 ha. Davon waren 1532 ha Ackerfläche und 502 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2014):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 55 Kindern
  • Volksschulen: eine mit zehn Lehrern und 150 Schülern

LiteraturBearbeiten

  • Meinrad Schroll: Hofmarksherrn und Bauersleut. Gemeinde Oberbergkirchen – Altgemeinde Irl. Gemeinde Oberbergkirchen, Oberbergkirchen 2007

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120104/224014&attr=OBJ&val=411
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 582.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Oberbergkirchen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien