Zangberg

Gemeinde in Deutschland

Zangberg ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Zangberg
Zangberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Zangberg hervorgehoben

Koordinaten: 48° 16′ N, 12° 26′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Oberbergkirchen
Höhe: 430 m ü. NHN
Fläche: 9,84 km2
Einwohner: 1122 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 114 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84539
Vorwahlen: 08636, 08637
Kfz-Kennzeichen: MÜ, VIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 151
Gemeindegliederung: 20 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Hofmark 28
84564 Oberbergkirchen
Website: www.zangberg.de
Bürgermeister: Georg Auer (Wählervereinigung Zangberg)
Lage der Gemeinde Zangberg im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer HartZangbergWaldkraiburgUnterreitTaufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn)SchwindeggSchönberg (Oberbayern)ReichertsheimRechtmehringRattenkirchenPolling (bei Mühldorf am Inn)ObertaufkirchenOberneukirchen (Oberbayern)OberbergkirchenNiedertaufkirchenNiederbergkirchenNeumarkt-Sankt VeitMühldorf am InnMettenheim (Bayern)MaitenbethLohkirchenKraiburg am InnKirchdorf (bei Haag in Oberbayern)Jettenbach (Oberbayern)HeldensteinHaag in OberbayernGars am InnErhartingEgglkofenBuchbach (Oberbayern)Aschau am InnAmpfingLandkreis LandshutLandkreis Rottal-InnLandkreis RosenheimLandkreis EbersbergLandkreis AltöttingLandkreis ErdingLandkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Zangberg liegt in der Region Südostoberbayern am nördlichen Rand des Isentales und bildet den Eingang zum tertiären niederbayerischen Hügelland.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Zangberg hat 20 Ortsteile[2]:

* Diese Ortsteile haben die Telefonvorwahl 08637.

Es gibt die Gemarkungen Weilkirchen und Zangberg.

GeschichteBearbeiten

 
Michael Wening: Schloss Zangberg, Anfang 18. Jh.

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Zangberg wurde erst im Jahre 1285 urkundlich erwähnt, während der Gemeindeteil Weilkirchen schon 788 bezeugt wird. Der Ort gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt des Kurfürstentums Bayern. Die Gräfin von der Wahl besaß hier um 1800 die offene Hofmark Zangberg. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Das Ortsbild wird bestimmt durch den im 17. Jahrhundert entstandenen Bau des heutigen Klosters St. Josef. In den Räumen der früheren Höhere-Töchter-Schule der Salesianerinnen Zangberg, deren berühmteste Schülerin wohl Zita von Bourbon-Parma war, befinden sich heute auch die BSH Academy der BSH Hausgeräte GmbH sowie Schulungsräume der Capgemini sd&m.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Oktober 1937 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Weilkirchen eingegliedert.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 810 auf 1.116 um 306 Einwohner bzw. um 37,8 %.

  • 1840: 0476 Einwohner[4]
  • 1871: 0673 Einwohner
  • 1900: 0689 Einwohner
  • 1925: 0712 Einwohner
  • 1939: 0596 Einwohner
  • 1950: 0909 Einwohner
  • 1961: 0695 Einwohner
  • 1970: 0569 Einwohner
  • 1987: 0800 Einwohner
  • 1991: 0845 Einwohner
  • 1995: 0922 Einwohner
  • 2000: 0947 Einwohner
  • 2005: 1015 Einwohner
  • 2010: 1082 Einwohner
  • 2015: 1106 Einwohner

PolitikBearbeiten

Gemeinderat und BürgermeisterBearbeiten

Bei den Kommunalwahlen in Bayern 2020 erhielten im Gemeinderat die Wählervereinigung Zangberg 12 Sitze, Bündnis 90/Die Grünen 2 Sitze.[5] Bürgermeister ist Georg Auer (Wählergemeinschaft Zangberg). Er wurde am 15. März 2020 mit 523 von 630 gültigen Stimmen gewählt.[6]

WappenBearbeiten

Offizielle Wappenbeschreibung: In Silber über grünem Dreiberg eine schräggestellte rote Schmiedezange.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft, im Produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 60 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 272. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 5 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 3 Betriebe. Die hohe Differenz zwischen im Ort arbeitenden und im Ort wohnenden Beschäftigten weist Zangberg als typische Pendlergemeinde aus.

Zudem bestanden im Jahr 1999 27 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 767 ha. Davon waren 579 ha Ackerfläche und 188 ha Dauergrünfläche.


BildungBearbeiten

In Zangberg gibt es einen gemeindlichen Kindergarten (35 Plätze) und eine Grundschule (Stand: 2009).

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20120105/190243&attr=OBJ&val=423
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 525.
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, S. 49, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat).
  5. Ergebnisse. Abgerufen am 26. März 2020.
  6. Wahlergebnis Bürgermeisterwahl Zangberg 2020. Abgerufen am 26. März 2020.

WeblinksBearbeiten

Commons: Zangberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien