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Jettenbach (Oberbayern)

Gemeinde im Landkreis Mühldorf am Inn in Bayern

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Jettenbach liegt in der Region Südostoberbayern im Alpenvorland im Tal des Inn. Die Ortschaft befindet sich rund 20 km nordöstlich von Wasserburg, 18 km südwestlich der Kreisstadt Mühldorf und nur 7 km von Waldkraiburg entfernt.

Jettenbach verfügt über einen direkten Anschluss an das Bahnnetz der Südostbayernbahn. Am Jettenbacher Wehr beginnt der Innkanal, der das Kraftwerk Töging speist.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Jettenbach hat 12 Ortsteile[2]:

  • Jettenbach
  • Oberhöhenberg
  • Pfaffenberg
  • Piesenham
  • Schrottwinkl
  • Unterhöhenberg

Es gibt nur die Gemarkung Jettenbach.

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Jettenbach in Oberbayern gehörte den Grafen Toerring-Jettenbach. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Schloss Jettenbach war. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. JahrhundertBearbeiten

Durch die Eröffnung der Bahnstrecke Rosenheim–Mühldorf erhielt Jettenbach am 1. Mai 1876 Anschluss an das Eisenbahnnetz.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 645 722 758 734 743 738 708 731

PolitikBearbeiten

Gemeinderat und BürgermeisterinBearbeiten

Von den am 16. März 2014 gewählten acht Gemeinderät*innen sind drei Frauen. Zusätzliches Mitglied des Rates ist die getrennt gewählte Bürgermeisterin

Bürgermeisterin ist Maria Maier (Jettenbacher Wählergemeinschaft). Sie wurde am 25. Juni 2017 mit 90,2 Prozent der gültigen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 50,6 Prozent gewählt.[3]

WappenBearbeiten

Blasonierung: Unter blauem Schildhaupt, darin ein waagrecht liegendes silbernes Flammenschwert mit goldenem Griff, in Silber drei zwei zu eins gestellte rote Rosen mit goldenen Butzen.[4]

Wappengeschichte: Die drei Rosen stammen vom Wappen des oberbayerischen Adelshauses der Toerring, die bis heute im Ort und der Umgebung Grundbesitz haben und im Laufe der Geschichte große Bedeutung für Jettenbach hatten. Das Flammenschwert verweist auf den heiligen Michael, der Patron einer der Kirchen im Gemeindegebiet ist. Das Wappen wird geführt seit 1974 auf Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Oberbayern.[4]

GemeindefinanzenBearbeiten

Im Jahr 2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 616.000 €, davon waren 71000 € die Gewerbesteuereinnahmen (netto).

 
Schloss Jettenbach

GemeindepartnerschaftBearbeiten

Saint-Saturnin in der französischen Landschaft Auvergne ist seit 1978 Partnergemeinde Jettenbachs.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Es gab 2017 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft, im produzierenden Gewerbe und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Öffentliche und private Dienstleister am Arbeitsort beschäftigten elf sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Am Wohnort gab es insgesamt 287 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) sowie im Bauhauptgewerbe gab es keine Betriebe. Im Jahr 2016 bestanden zudem 14 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 358 ha. Davon waren 264 ha Ackerfläche.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Michael Cappel, Klaus Leonhard: Jettenbach, 1348–1998 – Ortsgeschichte und Hausbesitzerchronik, 1998

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Jettenbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. Juni 2017.
  3. Gut 90 Prozent für Maria Maier. 26. Juni 2017, abgerufen am 29. Juni 2017.
  4. a b Haus der Bayerischen Geschichte: Bayerns Gemeinden – Gemeinde Jattenbach, abgerufen am 26. Juli 2019