Hauptmenü öffnen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Egglkofen
Egglkofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Egglkofen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 24′ N, 12° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf am Inn
Verwaltungs­gemeinschaft: Neumarkt-Sankt Veit
Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 13,99 km2
Einwohner: 1172 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84546
Vorwahl: 08639
Kfz-Kennzeichen: MÜ, VIB, WS
Gemeindeschlüssel: 09 1 83 115
Gemeindegliederung: 12 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Johannesstraße 9
84494 Neumarkt-Sankt Veit
Website: www.egglkofen.de
Bürgermeister: Johann Ziegleder (Unabhängige Liste)
Lage der Gemeinde Egglkofen im Landkreis Mühldorf am Inn
Mühldorfer HartZangbergWaldkraiburgUnterreitTaufkirchen (Landkreis Mühldorf am Inn)SchwindeggSchönberg (Oberbayern)ReichertsheimRechtmehringRattenkirchenPolling (bei Mühldorf am Inn)ObertaufkirchenOberneukirchen (Oberbayern)OberbergkirchenNiedertaufkirchenNiederbergkirchenNeumarkt-Sankt VeitMühldorf am InnMettenheim (Bayern)MaitenbethLohkirchenKraiburg am InnKirchdorf (bei Haag in Oberbayern)Jettenbach (Oberbayern)HeldensteinHaag in OberbayernGars am InnErhartingEgglkofenBuchbach (Oberbayern)Aschau am InnAmpfingLandkreis LandshutLandkreis Rottal-InnLandkreis RosenheimLandkreis EbersbergLandkreis AltöttingLandkreis ErdingLandkreis TraunsteinKarte
Über dieses Bild

Egglkofen bildet die nördlichste Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn und ist ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Neumarkt-Sankt Veit.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Egglkofen liegt in der Region Südostoberbayern in einem Seitental der Rott im Alpenvorland. Der Ort befindet sich etwa 31 km südöstlich von Landshut, 23 km nördlich von Mühldorf sowie nur 6 km von Neumarkt-Sankt Veit und 9 km von Vilsbiburg entfernt.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Egglkofen hat zwölf Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Egglkofen, Harpolden und Tegernbach.

NachbargemeindenBearbeiten

GeschichteBearbeiten

 
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt

Die erste urkundliche Erwähnung Egglkofens erfolgte im Jahr 1200. Egglkofen war Sitz einer geschlossenen Hofmark der Freiherrn von Dachsberg. Von 1797 bis 1838 waren die Grafen von Lerchenfeld Besitzer der Hofmark, die 1820 in ein Patrimonialgericht 2. Klasse umgewandelt wurde. Am 30. Dezember 1833 erwarb Maximilian Joseph Graf von Montgelas (1759–1838) durch Kauf für 107.100 Gulden von Max Freiherr von Lerchenfeld Egglkofen (heute Landkreis Mühldorf am Inn). 1833 wurden auch die ehemaligen Hofmarken Gerzen und Aham (heute Landkreis Landshut) zusammen mit Mangern, Johannesbrunn und Loizenkirchen von Karl Lorenz Ritter und Edler Mayer von Mayerfeld angekauft. Montgelas verstarb am 14. Juni 1838 in seinem Münchner Palais. Am 16. Juni wurde der Leichnam feierlich nach Aham im heutigen Landkreis Landshut geleitet. In der Gruft der Schlosskapelle von Aham fand er seinem eigenen Wunsch gemäß die letzte Ruhestätte. Die Nachfolge des Vaters als Fideikomißherr auf Egglkofen (mit zugehörigen Besitzungen) hatte der älteste Sohn Maximilian Joseph Philipp von Montgelas (1807–1870) angetreten.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, am 21. April 1945, stürzte ein deutsches Passagierflugzeug der Type Focke-Wulf 200 B-2 Condor im Gemeindeteil Piesenkofen ab. Die 25 Leichen wurden erst 1952 geborgen.

Im Juni 2005 wurde bekannt gegeben, dass der Freistaat Bayern das Schloss Egglkofen gekauft hat.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1934 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Harpolden und Tegernbach eingegliedert.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr Einwohner
1840 686
1900 814
1925 873
1950 1303
1961 1004
1970 942
1987 984
1991 1089
1995 1173
2000 1220
2005 1231
2010 1221
2015 1185
2016 1177

Die Tabellenangaben beziehen sich sämtlich auf den Gebietsstand nach 1994.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Johann Ziegleder (Unabhängige Liste). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Peter Reiter (CSU/Freie Wählergemeinschaft).

GemeindefinanzenBearbeiten

Im Jahr 2009 betrugen die Steuereinnahmen der Gemeinde 551 T€, die Bruttoausgaben erreichten mit 2530 T€ einen Rekordstand. Die Verschuldung lag bei 557 T€.

Wappen und FlaggeBearbeiten

Blasonierung: „In Rot über einem silbernen Granatapfel ein mit drei silbernen Pfauenfedern besteckter silberner Spitzhut.“

Der Spitzhut entstammt dem Wappen der Herberger zu Herbergen, die von 1215 bis 1563 im Besitz der Hofmark waren, der Granatapfel erinnert an die seit 1833 in Egglkofen ansässigen Grafen von Montgelas. Die rot-silberne Tingierung ist dem Wappen der Dachsberg entnommen, die von 1702 bis 1797 in Egglkofen nachweisbar sind.

Die gleichzeitig genehmigte rot-weiß-rote Gemeindeflagge wird nicht verwendet.[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schloss Egglkofen

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Beschäftigte und BetriebeBearbeiten

Es gab 2017 nach der amtlichen Statistik 185 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort waren es insgesamt 520, so dass die Zahl der Auspendler um 335 höher war als die der Einpendler. 15 Einwohner waren arbeitslos. Im Bauhauptgewerbe waren sechs Unternehmen tätig.

Im Jahr 2016 gab es 17 landwirtschaftliche Betriebe; 1991 waren es noch 50, 2003 noch 29. Von der Gemeindefläche waren 764 ha landwirtschaftlich genutzt, davon 684 ha Ackerland und 80 ha Dauergrünland (2016).

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Egglkofen

Egglkofen befindet sich verkehrsgünstig direkt an der B 299, welche allerdings auch eine hohe Lärmbelastung und Luftverschmutzung mit sich bringt. Darüber hinaus existiert eine Anbindung an das Schienennetz der Deutschen Bahn mit einem Bahnhof an der Bahnstrecke Neumarkt-Sankt Veit–Landshut. Die Züge der Südostbayernbahn fahren dort mindestens stündlich Richtung Landshut und Mühldorf am Inn.

BildungBearbeiten

In der Kindertagesstätte mit 68 Plätzen wurden im Jahr 2018 46 Kinder betreut. In den Jahren 2013 bis 2018 war der Höchststand der betreuten Kinder 54 (2013), der niedrigste Stand war 38 Kinder (2015 und 2017).

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Egglkofen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 17. Juni 2017
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 525.
  4. Eintrag zu Egglkofen auf der Seite kommunalflaggen.eu

WeblinksBearbeiten

  Commons: Egglkofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien