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Franziskanische Orden

Verschiedene vornehmlich römisch-katholische Ordensgemeinschaften
Der Ordensgründer Franziskus von Assisi (Tafelbild von Guido di Graciano, nach 1270, Siena, Pinacoteca Nazionale)

Franziskanische Orden sind verschiedene vornehmlich römisch-katholische Ordensgemeinschaften, die sich an der von Franziskus von Assisi (1181/1182 bis 1226) für den von ihm gegründeten Bettelorden verfassten Ordensregel orientieren.

Zu den bedeutendsten franziskanischen Theologen und Philosophen des 13. und 14. Jahrhunderts gehörten Antonius von Padua, Alexander von Hales, Bonaventura von Bagnoregio, Roger Bacon, Johannes Duns Scotus und Wilhelm von Ockham. Der Franziskaner-Publizist Thomas Murner war Martin Luthers wortgewandtester Gegner in der Reformationszeit.

Inhaltsverzeichnis

OrdensgemeinschaftenBearbeiten

Die Gemeinschaften, die sich auf den heiligen Franziskus berufen, teilen sich in drei Gruppen.

  1. Der erste Orden, der auf die von Franziskus gegründeten Orden der Minderen Brüder zurückgeht, umfasst die Minoriten, die Franziskaner (OFM) und die Kapuziner.
  2. Der zweite Orden besteht aus den Nonnen der verschiedenen Zweige der Klarissen, der Coletinnen und der Kapuzinerinnen, deren Regel auf die heilige Klara von Assisi zurückgeht.
  3. Der 1221 gegründete dritte Orden (Terziaren) bestand ursprünglich aus Menschen, die die franziskanischen Ideale außerhalb der Klausur eines Klosters umsetzen wollten. In Deutschland ist der franziskanische Drittorden unter der Bezeichnung Franziskanische Gemeinschaft (FG) organisiert; seit 2012 nennt er sich Ordo Franciscanus Saecularis („franziskanischer Orden in der Welt“). Innerhalb des dritten Ordens bildeten sich besonders im 19. Jahrhundert eine Vielzahl neuer Ordensgemeinschaften, die in sogenannten regulierten dritten Orden zusammengefasst sind, darunter praktisch alle Gemeinschaften der Franziskanerinnen sowie weitere männliche und weibliche Verbände wie die Amigonianer, Elisabethinen, Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, Franziskusbrüder oder Liebfrauenschwestern.

Auch in anderen Konfessionen gibt es franziskanische Gemeinschaften, so anglikanische Franziskaner und evangelische Terziaren.

Heute betrachten sich alle genannten Gemeinschaften als Äste der franziskanischen Familie; im deutschsprachigen Raum haben sie sich in der INFAG (Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft) organisiert und treten seit 2005 unter dem logo clara.francesco (Ökumenisch-geschwisterliche Netzwerkinitiative franziskanischer Orden) etwa bei Kirchentagen, beim Weltjugendtag oder bei der Europäischen Ökumenischen Versammlung auf.

Gemeinsamer UrsprungBearbeiten

OrdensgründungBearbeiten

Franziskus von Assisi hatte zunächst nicht den Plan, einen Orden zu gründen; er wollte lediglich in vollständiger Nachfolge Christi leben gemäß dem Gebot des Evangeliums:

„Wer vollkommen sein will unter Euch, verlasse alles, und was er hat, gebe er den Armen, dann komme er und folge mir nach. (Mt 19,21 EU)“

Als charismatische Persönlichkeit fand er jedoch begeisterte Gefährten, vor allem unter seinen zahlreichen Freunden. Der schließlich von Franziskus gegründete Orden der Minderen Brüder wurde um 1210 von Papst Innozenz III. bestätigt. Die Gemeinschaft lebte auf dem Gelände der kleinen Kirche Portiunkula unterhalb von Assisi. 1212 gelobte hier Klara von Assisi, die 1216/1217 das Regelwerk des 2. Ordens schrieb, ein Leben nach den Evangelischen Räten.

 
Franziskus von Assisi vor dem Sultan (Giotto di Bondone zugeschriebenes Fresko, ab 1296, Assisi, Basilika San Francesco)

Der Orden der Minderen Brüder entwickelte sich zu einem der vier großen Bettelorden des Mittelalters. Mit der Zeit stellte sich allerdings heraus, dass zu große Freiheit zu Verweltlichung und Auflösung führte. Deshalb wurden die Brüder nach und nach immer fester organisiert und die Ordensregeln stärker an den „klassischen“ benediktinischen Regeln ausgerichtet. Schon zu Lebzeiten von Franziskus von Assisi machte der Orden den Schritt von einer Wanderbewegung zur Sesshaftigkeit; Franziskus selbst geht in seinem Testament am Ende seines Lebens davon aus, dass die Brüder „Kirchen und ärmliche Wohnungen“ haben.[1] 1212 wurde das erste Franziskanerkloster in der Toskana gegründet: der Convento di San Francesco bei Cetona, derzeit als Frateria di Padre Eligio in Verwendung. Schon zwischen 1215 und 1217 fasste der Orden auch außerhalb Italiens Fuß; frühe Chroniken berichten über die – zunächst erfolglose – Ausbreitung nach Deutschland und England.[2] Ab 1217 teilte man den Orden in Provinzen und Kustodien ein. Obere werden als ministri (von lat. minister „Diener“) und custodes (lat. custos „Hüter“) bezeichnet[3], da Franziskus die in anderen Orden übliche Bezeichnung Prior (von lat. prior „vorderer, bevorzugter“) ausdrücklich abgelehnt hatte zugunsten des Dienstcharakters des Oberenamtes.[4][5]

Alle Brüder trafen sich jährlich zu sogenannten Ordenskapiteln, um miteinander zu diskutieren und Beschlüsse zu fassen. Mit dem schnellen Anwachsen der Zahl der Brüder und der räumlichen Ausdehnung wurde jedoch schon bald die Beschränkung der Kapitelsteilnehmer auf „Kapitulare“ üblich, und eine gewisse Hierarchisierung setzte ein. Für größere Reisen musste der Obere eine förmliche Erlaubnis erteilen, ab etwa 1225 sind Versetzungsschreiben von einer Kustodie in eine andere sowie Ernennungsschreiben für Oberenämter bekannt. Von England her setzte sich ab etwa 1230 die Praxis durch, Oberenämter mit Priestern zu besetzen.[6]

Das Generalkapitel 1219 beschloss, auch heidnische Länder zu besuchen und die Heiden zu missionieren. Franziskus selbst zog in die Kustodie des Heiligen Landes, die damals den gesamten südöstlichen Mittelmeerraum umspannte. Er predigte und versuchte unter anderem, den Sultan zu bekehren. Diese Missionsversuche in Damiette und später in Jerusalem blieben aber ohne Erfolg. Nach seiner Rückkehr 1220 aufgrund von Nachrichten über Streitigkeiten bestimmte er Pietro Catanii zum Leiter des Ordens. 1221 starb Bruder Pietro, und Elias von Cortona übernahm die Ordensleitung.

Die erste Niederlassung in Deutschland gründeten die Franziskaner 1221 in Augsburg, nachdem eine Reise 1217 erfolglos geblieben war, weil man die Brüder für Ketzer (Katharer) gehalten und vertrieben hatte. Die Brüder wurden auf dem großen Mattenkapitel an Pfingsten 1221 an der Portiuncula-Kapelle in Assisi ausgesandt, und am 16. Oktober 1221 fand in Augsburg ein erstes Kapitel der nach Deutschland gekommenen Brüder statt. Im selben Jahr wurden von dort aus Niederlassungen in Würzburg[7] und Regensburg gegründet, am 30. November brachen die Franziskaner nach Köln auf[8], wo sie sich 1222 niederließen. 1225 wurden Bremen und Lübeck erreicht, 1230 Riga.[9] Binnen weniger Jahre breitete sich der Orden im Reich bis zur Ostsee aus. Bei ihrer Ankunft in Deutschland war bereits die Lebensweise in eigenen Häusern üblich, die jedoch im Eigentum der bisherigen Besitzer blieben. Mancherorts kamen die Brüder in Spitälern oder in verlassenen Klöstern anderer Orden unter. Häufig wurde ihnen eine Kirche überlassen, mitunter bevor sie ein Wohnhaus an dem Ort hatten.[10][11]

Auf Anweisung der römischen Kurie verfasste Franziskus 1223 in der Einsiedelei Fonte Colombo eine dritte Fassung der Ordensregel. Sie wurde im Juni auf dem Generalkapitel behandelt und am 29. November von Papst Honorius III. mit der Bulle Solet annuere bestätigt (darum „Bullierte Regel“). 1226 starb der Ordensgründer.

Franziskus hatte die Bestellung von Brüdern für höhere kirchliche Ämter abgelehnt; kein Bruder dürfe, so die nicht bestätigte Regel 1221, ein leitendes Amt in dem Haus versehen, in dem er diene. Die Aufforderung von Kardinal Hugolin von Ostia, Bischöfe aus dem Kreis seiner Brüder vorzuschlagen, wies er zurück mit der Begründung: „Mindere sind meine Brüder deswegen genannt, damit sie sich nicht herausnehmen, Höhere zu werden. Lasset sie daher unter keinen Umständen zu kirchlichen Ämtern emporsteigen, damit sie nicht umso stolzer werden, je ärmer sie sind, und gegen die übrigen sich überheblich zeigen.“[12] Im Zuge der Klerikalisierung des Ordens wurden jedoch bereits ab der Mitte des 13. Jahrhunderts Ernennungen von Minderbrüdern zu Bischöfen üblich, einige wurden zu Kardinälen erhoben wie etwa der Ordensgeneral Bonaventura 1273. Der erste Papst aus dem Franziskanerorden war Girolamo Masci d’Ascoli als Nikolaus IV. (Papst) (1288–1292).

InquisitionBearbeiten

Hauptartikel: Inquisition

Neben den Dominikanern beteiligten sich ab der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts unter anderem auch die Franziskaner an der Untersuchung und Verurteilung von Häretikern im Rahmen der Inquisition, vor allem in Italien, Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich. Da Dominikaner und Franziskaner aus christlichen Laienbewegungen hervorgegangen waren und sich ebenso wie die zeitgenössischen häretischen Bewegungen an persönlicher Armut orientierten, eigneten sie sich nach damaliger Meinung besonders gut, um inhaltliche Unterschiede zwischen rechtgläubigen und häretischen Standpunkten aufzuzeigen.

ArmutsstreitBearbeiten

 
Konvent und Basilika San Francesco (Assisi)
Hauptartikel: Armutsstreit

Die Zählung der franziskanischen Generalminister begann erst mit Franziskus’ Tod. Der dem Armutsideal anhängende Johannes Parenti wurde zum 1. Generalminister gewählt und hatte das Amt 1227–1232 inne. Sein Gegenspieler war Elias von Cortona, der den Orden bereits in den Jahren vor Franziskus’ Tod geleitet hatte. Er und Papst Gregor IX. trieben die Idee voran, über dem Grab des Ordensgründers in dessen Geburtsstadt Assisi eine Basilika mit Klosteranlage zu bauen. Am 16. Juli 1228, nur zwei Jahre nach seinem Tod, wurde Franziskus heiliggesprochen, und am 17. Juli legte der Papst den Grundstein zur Basilika San Francesco. Zahlreiche Brüder störten sich an der Pracht des Kirchenbaus und an der Größe des Sacro Convento, die im Widerspruch zu den Armutsidealen des Ordens standen. Dennoch löste Elias von Cortona 1232 Johannes Parenti als Generalminister ab und hielt sich bis 1239 in dieser Position. Um den heftig entbrannten sogenannten Armutsstreit einzudämmen, verfügte Gregor IX., dass die gewählte Ordensverwaltung Gelder besitzen dürfe und der Bau von Klöstern den Absichten des Ordensgründers nicht widerspreche. Aber erst Bonaventura von Bagnoregio, Generalminister 1257–1274, gelang es, im Armutsstreit wirkungsvoll zu vermitteln und den Orden auf einen gemäßigten Kurs zu bringen.

Dennoch schwelte der Streit weiter und führte zu Konflikten mit den Päpsten, insbesondere unter Michael von Cesena, Generalminister 1316–1328. Die Minderen Brüder gaben ihre strenge Armut und ihre seelsorgerische Ausrichtung mehr und mehr auf zugunsten von Besitz und Gelehrsamkeit, zugunsten des Lebens in großen städtischen Konventen und des Wirkens an bedeutenden Universitäten.

Observanzbewegung und OrdensteilungBearbeiten

 
Darstellung eines Kapuziners (Schwäbisch Haller Chronik, um 1590)

Gegen diese Tendenzen wandte sich eine Bewegung innerhalb des Ordens, die für eine Rückkehr zu einer strengeren Beachtung (Observanz) der ursprünglichen Ordensregel eintraten. Dazu gehörten eine radikale Befolgung des Armutsideals, eine Abwendung von den Städten und die Niederlassung in Einsiedeleien. Erste Gruppen entstanden etwa um die Mitte des 14. Jahrhunderts in Italien, bald aber auch in Spanien und Frankreich. Diese Gruppen, denen im 15. Jahrhundert beispielsweise Bernhardin von Siena, Johannes von Capestrano, Albert von Sarteano (1385–1450) und Jakobus von der Mark (1394–1476) angehörten, erfreuten sich regen Zulaufs und bildeten schon bald die Mehrheit im Minderbrüderorden. Das Konzil von Konstanz erlaubte 1414 in seiner Konstitution Supplicationibus den Brüdern der strengen Observanz (stricta observantia regularis), sich in allen Provinzen des Ordens niederzulassen und reformwillige Ordensmänner aufzunehmen.[13] Zur Schwächung des ursprünglichen Stammordens, der so genannten Konventualen, trugen auch äußere Einflüsse bei, etwa der Hundertjährige Krieg, die in den Städten wütende Pest und das Abendländische Schisma.

Im Jahr 1517 reagierte Papst Leo X., indem er die Teilung des Ordens in Konventualen und Observanten anerkannte. Ein Generalkapitel des Ordens zu Pfingsten 1517, das auf Anordnung des Papstes die Separationsbewegungen im Orden beenden sollte, blieb erfolglos. Papst Leo X. verfügte in seiner Bulle Ite et vos am 29. Mai 1517 die Trennung des Ordens in zwei eigenständige Ordenszweige: die Konventualen einerseits und die Observanten andererseits, die eine Vereinigung mehrerer unterschiedlicher Reformgruppen wie die Klarener, Amadener und Martinianer darstellen. Wenig später spalteten sich auch die Observanten, sodass sich der franziskanische Männerorden (Erster Orden) heute in drei Untergruppen gliedert:

  • Den Konventualen oder Minoriten (Ordo fratrum minorum conventualium) ist gemeinschaftlicher Besitz erlaubt; sie sind an ihrem schwarzen Habit zu erkennen.
  • Die Observanten oder Franziskaner (OFM) (Ordo fratrum minorum (regularis observantiae)) streben eine möglichst enge Befolgung der Franziskusregel an und tragen einen braunen Habit. Mit weltweit derzeit rund 18.000 Brüdern bilden sie die größte Gruppe.
  • Ebenfalls braun gekleidet sind die 1528 von den Observanten abgespalteten Kapuziner, zunächst Fratres minores de vita eremitica, ab etwa 1534 zunehmend Scapuccini genannt. Die Kapuze des Habits weicht in der Form von der der Franziskaner und Minoriten ab und ist direkt am Habit befestigt.[14]

AnnäherungBearbeiten

Vom 12. bis 14. Juni 2017 fand aus Anlass des 500. Jahrestages der Ordensteilung und des Reformationsgedenkens in Hofheim am Taunus ein gemeinsames Mattenkapitel mit 70 Brüdern der drei Männerorden in Deutschland statt, an dem auch die Provinziale der Deutschen Franziskanerprovinz, der Deutschen Kapuzinerprovinz und der Deutschen Minoritenprovinz teilnahmen. Man hielt eine künftige Wiedervereinigung der Minderbrüder für möglich und vereinbarte konkrete Schritte einer weiteren Annäherung.[15] Die drei deutschen Provinzen haben zusammen 552 Mitglieder in 79 Niederlassungen (Franziskaner 321, Minoriten 112 und Kapuziner 117).[16]

Kirchen- und KlosterbautenBearbeiten

ItalienBearbeiten

  • Der Überlieferung nach vernahm Franziskus im Jahr 1205, vor dem Kreuz von San Damiano in der aufgegebenen Kapelle San Damiano bei Assisi kniend, die Worte „Franziskus, geh und baue mein Haus wieder auf, das, wie du siehst, ganz und gar in Verfall gerät“, worauf er mit der Wiedererrichtung begann.
  • Das Kirchlein Portiuncula erhielt Franziskus 1208 von Benediktinern. Heute steht diese Kirche im Zentrum der 1569–1679 erbauten Basilika Santa Maria degli Angeli bei Assisi.
  • Um 1215 erhielt Franziskus, wohl ebenfalls von Benediktinern, den kleinen Klosterbau Eremo delle Carceri bei Assisi. Um 1400 ließ hier Bernhardin von Siena die Kirche Santa Maria delle Carceri errichten.
  • Ab 1227 entstand die Basilika Santa Chiara (Assisi). In der Kreuzeskapelle befindet sich die Kreuzikone aus San Damiano.
  • 1228 begonnen wurde die bereits erwähnte Basilika San Francesco mit dem Grab des Heiligen und das zugehörige Sacro Convento (Assisi).
  • Die franziskanische Basilika Santa Maria in Aracoeli (Rom) entstand ab 1250.
  • Der Grundstein der franziskanischen Basilika Santa Croce (Florenz) wurde 1294 oder 1295 gelegt.
  • 1318–1377 wurde innerhalb der Stadtmauern von Arezzo die Kirche San Francesco erbaut. Das Kreuz über dem Hochaltar, gestaltet vom so genannten Franziskusmeister, stammt noch aus einem Vorgängerbau außerhalb der Stadtmauern.

Deutschsprachiger RaumBearbeiten

Weitere LänderBearbeiten

  • Das Kloster der Minderen Brüder in Paris wurde 1230 gegründet. Heute ist nur noch ein spätgotischer Bau erhalten.
  • Das Franziskanerkloster in Esztergom wurde um 1230 gegründet; 1270 wurden der ungarische König Béla IV. und dessen Frau Maria Laskaris in der Klosterkirche beigesetzt. Das heutige Kloster ist eine Anlage aus der Barockzeit.
  • Das Franziskanerkloster in Oslo wurde 1290 gegründet und beherbergt heute das Oslo Hospital. Bereits die Franziskaner hatten das Kloster zur Versorgung von Kranken genutzt.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Horst von der Bey, Johannes-Baptist Freyer: Die Franziskanische Bewegung.
    • Bd. 1: Geschichte und Spritualität. Mainz 1996.
    • Bd. 2: Weltweites Engagement heute. Mainz 1996.
  • Thomas Ertl: Religion und Disziplin. Selbstdeutung und Weltordnung im frühen deutschen Franziskanertum (= Arbeiten zur Kirchengeschichte. Bd. 96). De Gruyter, Berlin u. a. 2006, ISBN 3-11-018544-X (Zugleich: Berlin, Freie Universität, Habilitations-Schrift, 2005/2006).
  • Helmut Feld: Die Franziskaner (= UTB 3011 Profile). Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-3011-1.
  • Johannes-Baptist Freyer (Hrsg.): Mystik in den franziskanischen Orden. Butzon und Bercker, Kevelaer 1993, ISBN 3-7666-9801-X.
  • Anton Grabner-Haider: Die großen Ordensgründer. Marix, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-86539-921-2.
  • Heribert Holzapfel: Handbuch der Geschichte des Franziskanerordens. Freiburg/Breisgau 1909.
  • Lázaro Iriarte: Der Franziskusorden. Handbuch der franziskanischen Ordensgeschichte. Aus dem Spanischen übersetzt von Ferdinand Litschka und Hans Norbert Huber. Verlag der Bayerischen Kapuziner, Altötting 1984.
  • Niklaus Kuster, Thomas Dienberg, Marianne Jungbluth (Hrsg.): Inspirierte Freiheit. 800 Jahre Franziskus und seine Bewegung. Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 2009, ISBN 978-3-451-31053-9.
  • Justin Lang, Helmuth Nils Loose, Toni Schneiders: Die großen Ordensgründer. Benedikt – Dominikus – Franziskus – Ignatius. Hohe, Erftstadt 2007, ISBN 978-3-86756-042-9.
  • Achim Todenhöfer: Apostolisches Ideal im sozialen Kontext. Zur Genese der europäischen Bettelordensarchitektur im 13. Jahrhundert. In: Marburger Jahrbuch für Kunstwissenschaft. Bd. 34, 2007, ISSN 0342-121X, S. 43–75.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Franziskanische Orden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Lothar Hardick OFM: Die Entwicklung des Ordens der Minderbrüder nördlich der Alpen. (Testament des hl. Franziskus, Nr. 7). In: Geistliches Vermächtnis IV. Studientag der Franziskanischen Arbeitsgemeinschaft 1977. Werl 1977 (Wandlung in Treue Bd. 20), S. 18–29, jetzt auch in: Dieter Berg (Hrsg.): Spiritualität und Geschichte. Festgabe für Lothar Hardick OFM zu seinem 80. Geburtstag., Werl 1993, ISBN 3-87163-195-7, S. 137–146, hier S. 137.
  2. Chronica fratris Iordani a Iano – deutsch: Nach Deutschland und England. Die Chroniken der Minderbrüder Jordan von Giano und Thomas von Eccleston. (Franziskanische Quellenschriften Band 6) Werl 1957; Hrsg.: Lothar Hardick OFM.
  3. Karl Suso Frank: Franziskaner. I. Idee und Grundstruktur. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche (LThK). 3. Auflage. Band 4. Herder, Freiburg im Breisgau 1995, Sp. 30 f.
    franziskaner.de, Bullierte Regel (deutscher Text)
  4. Regula non bullata 6, dazu: Alfred Dollmann: Bruder und Diener. Das Apostolat bei Franziskus und in der Frühzeit seines Ordens. Dietrich-Coelde-Verlag, Werl 1968, S. 128.
  5. Lothar Hardick OFM: Das franziskanische Amtsverständnis (Testament Nr. 12). In: Geistliches Vermächtnis VI. Studientag der Franziskanischen Arbeitsgemeinschaft 1979. Werl 1980 (Wandlung in Treue Bd. 22), S. 46–59, jetzt auch in: Dieter Berg (Hrsg.): Spiritualität und Geschichte. Festgabe für Lothar Hardick OFM zu seinem 80. Geburtstag., Werl 1993, ISBN 3-87163-195-7, S. 91–102, hier S. 94.
  6. Lothar Hardick OFM: Die Entwicklung des Ordens der Minderbrüder nördlich der Alpen. (Testament des hl. Franziskus, Nr. 7). In: Geistliches Vermächtnis IV. Studientag der Franziskanischen Arbeitsgemeinschaft 1977. Werl 1977 (Wandlung in Treue Bd. 20), S. 18–29, jetzt auch in: Dieter Berg (Hrsg.): Spiritualität und Geschichte. Festgabe für Lothar Hardick OFM zu seinem 80. Geburtstag., Werl 1993, ISBN 3-87163-195-7, S. 137–146, hier S. 143f.145f.
  7. Bruno Rottenbach: Würzburger Straßennamen. Band 1, Fränkische Gesellschaftsdruckerei, Würzburg 1967, S. 102 f. (Franziskanergasse).
  8. kolumba.de.
  9. Bayerische Franziskanerprovinz (Hrsg.): 1625 – 2010. Die Bayerische Franziskanerprovinz. Von ihren Anfängen bis heute. Furth 2010, S. 6f.
    Dieter Berg (Hrsg.): Spuren franziskanischer Geschichte. Werl 1999, S. 19.
    Bernd Schmies: Aufbau und Organisation der Sächsischen Franziskanerprovinz und ihrer Kustodie Thüringen von den Anfängen bis zur Reformation. In: Thomas T. Müller, Bernd Schmies, Christian Loefke (Hrsgg.): Für Gott und die Welt. Franziskaner in Thüringen. Paderborn u.a. 2008, S. 38–49, hier S. 39ff.
  10. Dieter Berg (Hrsg.): Spuren franziskanischer Geschichte. Werl 1999, S. 19.
    Bernd Schmies: Aufbau und Organisation der Sächsischen Franziskanerprovinz und ihrer Kustodie Thüringen von den Anfängen bis zur Reformation. In: Thomas T. Müller, Bernd Schmies, Christian Loefke (Hrsg.): Für Gott und die Welt. Franziskaner in Thüringen. Paderborn u. a. 2008, S. 38–49, hier S. 39ff.
  11. Lothar Hardick OFM: Die Entwicklung des Ordens der Minderbrüder nördlich der Alpen. (Testament des hl. Franziskus, Nr. 7). In: Geistliches Vermächtnis IV. Studientag der Franziskanischen Arbeitsgemeinschaft 1977. Werl 1977 (Wandlung in Treue Bd. 20), S. 18–29, jetzt auch in: Dieter Berg (Hrsg.): Spiritualität und Geschichte. Festgabe für Lothar Hardick OFM zu seinem 80. Geburtstag., Werl 1993, ISBN 3-87163-195-7, S. 137–146, hier S. 138f.
  12. Thomas von Celano: Das Leben des heiligen Franciscus von Assisi: Cap. CIX, nach: Andreas Rüther: Bettelorden in Stadt und Land. Die Straßburger Mendikantenkonvente und das Elsaß im Spätmittelalter. (= Berliner historische Studien, Band 26: Ordensstudien XI) Duncker & Humblot, Berlin 1997, ISBN 3-428-09235-X (Dissertation, Freie Universität Berlin, 1994), S. 177f., auch zum folgenden.
  13. Bernd Schmies und Volker Honemann: Die Franziskanerprovinz Saxonia von den Anfängen bis 1517: Grundzüge und Entwicklungslinien. In: Volker Honemann (Hrsg.): Von den Anfängen bis zur Reformation. Paderborn 2015, S. 21–44, hier S. 66.
  14. Dieter Berg (Hrsg.): Spuren franziskanischer Geschichte. Werl 1999, S. 245.277.
  15. Provinzialat der Deutschen Franziskaner (Hrsg.): Franziskaner. Magazin für franziskanische Kultur und Lebensart. Sommer 2017, S. 29.
    franziskaner.net: Franziskaner auf dem Weg zur Ordensvereinigung? Die drei Zweige des Ersten Ordens des heiligen Franziskus denken offen über einen Zusammenschluss nach (19.06.2017); franziskaner.net: Bericht vom Mattenkapitel der Minderbrüder (19.06.2017)
  16. orden.de: Statistik Männerorden, Stand 31.12.2016, abgerufen am 11. Juli 2017.
  17. Bayerische Franziskanerprovinz (Hrsg.): 1625–2010. Die Bayerische Franziskanerprovinz. Von ihren Anfängen bis heute. Furth 2010, S. 6f.
    Willibald Kullmann: Die Sächsische Franziskanerprovinz, ein tabellarischer Leitfaden ihrer Geschichte. Düsseldorf 1927, 9.14–20.
  18. Historischer Abriss (Memento vom 23. September 2013 im Internet Archive) auf www.franziskanerkloster-wuerzburg.de, Stand 2. Februar 2010. Ein Ansiedlungsversuch in Salzburg scheiterte zunächst, vgl. Vortragstext auf franziskaner.members.cablelink.at, abgerufen am 20. Dezember 2014.
  19. Franziskanerkirche auf denkmalpflege-hessen.de
  20. Horst Schweigert, Die Franziskaner- und Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Graz. Ehemalige Minoritenkirche. Reihe Christliche Kunststätten Österreichs, Band 170, ZDB-ID 2182605-5, Verlag St. Peter, Salzburg 1989, S. 2.