Bayerische Staatsgemäldesammlungen

betreuen einen wesentlichen Teil des Gemälde- und Kunstbesitzes des Freistaates Bayern

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen betreuen einen wesentlichen Teil des Gemälde- und Kunstbesitzes des Freistaates Bayern. Kunsthistoriker verschiedener Spezialgebiete, Naturwissenschaftler und Restauratoren des angeschlossenen Doerner Instituts wirken zusammen mit zahlreichen weiteren Helfern daran, den großen Bestand von mehr als 30.000 Objekten zu verwalten, zu erhalten und wissenschaftlich zu erschließen.

MuseenBearbeiten

Zu den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen gehören folgende Museen und Sammlungen:

und als Filialgalerien:

VerwaltungBearbeiten

 
Schild „Direktion der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen“

Vorgänger der Direktion der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen war die 1799 errichtete „Centralgemäldegaleriedirektion“. Der Verwaltungssitz der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen befindet sich im Gebäude der Neuen Pinakothek in München.

Generaldirektor ist seit 1. April 2015 Bernhard Maaz[2] als Nachfolger von Klaus Schrenk (März 2009 bis Oktober 2014), Reinhold Baumstark (1999–2009), Peter-Klaus Schuster (1998–1999) Johann Georg Prinz von Hohenzollern (1991–1998), Hubertus Falkner von Sonnenburg (1987–1991), Erich Steingräber (1969–1987), Halldor Soehner 1965–1969, Kurt Martin (1957–1964), Eberhard Hanfstaengl (1945–1953), Ernst Buchner (1933–1945), Friedrich Dörnhöffer (1912–1933) und Hugo von Tschudi (1909–1912).
Der Generaldirektor erhält heute Bezüge der Besoldungsgruppe 5 der Besoldungsordnung B.[3] Martin Schawe ist stellvertretender Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.[2] Die Direktion ist organisatorisch im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst angesiedelt.

Werke und SammlungenBearbeiten

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen zählen zu den bedeutendsten Gemäldesammlungen weltweit. Zahlreiche Exponate sind in den Gebäuden im Kunstareal München ausgestellt. Wichtige Einzelsammlungen sind:

NS-RaubkunstBearbeiten

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben NS-Raubkunst, die von den Nazis geraubt wurde, bis in die 1970er Jahre verkauft. Die Kunstwerke waren ihnen von den Amerikanern nach 1945 überlassen worden mit der Auflage, sie den ursprünglichen Besitzern wieder zurückzugeben. Dies wurde jedoch ignoriert und die Kunstwerke entweder verkauft oder sogar an Angehörige oder die NS-Funktionäre selbst, welche die Kunstwerke geraubt hatten, zurückgegeben.[4]

In einer Pressemitteilung wiesen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen 2016 darauf hin, dass sie seit Jahrzehnten eine intensive Provenienzforschung im Sinne der Washingtoner Erklärung betreiben und dabei proaktiv alle Gemälde und Skulpturen untersuchen, die nach 1933 erworben und vor 1945 entstanden sind. Von den aus Sammlungen der NSDAP und hochrangiger Nationalsozialisten übernommenen Werken sind 236 wegen Raubkunstverdacht bei der Lost-Art-Datenbank der Koordinierungsstelle Magdeburg gemeldet. Die Archive der Staatsgemäldesammlungen sind für Erben, Erbenvertreter und externe Forscher einsehbar, Ergebnisse der Provenienzforschung wurden mehrmals veröffentlicht. Zudem ist es in mehreren Fällen gelungen, Werke an ihre rechtmäßigen Eigentümer oder deren Erben zu restitutieren.[5]

WeblinksBearbeiten

Commons: Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Süddeutsche Zeitung: Ausstellungen ohne Publikum. Abgerufen am 11. Dezember 2019.
  2. a b Mitarbeiter. In: Über uns. Auf Pinakothek.de, abgerufen am 30. August 2019.
  3. Besoldungsordnung B – Bayern. In: Publikationen für den öffentlichen Dienst. Auf Beamten-Magazin.de, abgerufen am 30. August 2019.
  4. Jörg Häntzschel: Spaenle: Bayerische Behörden haben NS-Raubkunst verkauft. In: Sueddeutsche.de. 12. Oktober 2016, abgerufen am 30. August 2019.
  5. Zum Artikel von Catrin Lorch und Jörg Häntzschel: „Münchner Raubkunst-Basar“, Süddeutsche Zeitung vom 25./26. Juni 2016. Richtigstellung der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. 28. Juni 2016 (pinakothek.de [PDF; 76 kB]).