Neuburg an der Donau

Gemeinde im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen in Bayern

Neuburg an der Donau (amtlich: Neuburg a.d.Donau) ist eine Große Kreisstadt und der Sitz der Kreisverwaltung des oberbayerischen Landkreises Neuburg-Schrobenhausen. Neuburg war jahrhundertelang Residenzstadt für das Herzogtum Pfalz-Neuburg, was sich in der Architektur bis heute widerspiegelt.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neuburg a.d.Donau
Neuburg an der Donau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neuburg a.d.Donau hervorgehoben

Koordinaten: 48° 44′ N, 11° 11′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen
Höhe: 383 m ü. NHN
Fläche: 81,29 km2
Einwohner: 29.662 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 365 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86633
Vorwahl: 08431
Kfz-Kennzeichen: ND, SOB
Gemeindeschlüssel: 09 1 85 149
Stadtgliederung: 27 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Karlsplatz A 12
86633 Neuburg a.d.Donau
Website: www.neuburg-donau.de
Oberbürgermeister: Bernhard Gmehling (CSU)
Lage der Stadt Neuburg a.d.Donau im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
IngolstadtLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis AugsburgLandkreis DachauLandkreis EichstättLandkreis Donau-RiesLandkreis Pfaffenhofen an der IlmAresingBerg im GauBergheim (Oberbayern)Brunnen (Bayern)BurgheimEhekirchenGachenbachKarlshuldKarlskronKönigsmoosLangenmosenNeuburg an der DonauOberhausen (bei Neuburg/Donau)RennertshofenRohrenfelsSchrobenhausenWaidhofen (Oberbayern)WeicheringKarte
Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Neuburg liegt nordöstlich von Augsburg und westlich von Ingolstadt an der Donau, die sich hier teilt und eine bewohnte Donauinsel bildet, die Leopoldineninsel. Ein Abschnitt ist das Bauerwasser. Nördlich von Neuburg liegt das Naturschutzgebiet Finkenstein.

GemeindeteileBearbeiten

Die Gemeinde hat 27 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Fleischnershausen und Herrenwörth sind keine amtlich benannten Gemeindeteile.

Die Große Kreisstadt hat 10 Gemarkungen:[3]

  • Neuburg an der Donau mit Neuburg an der Donau
  • Bergen mit Bergen und Forsthof
  • Bittenbrunn mit Bittenbrunn, Ziegelau, Auschlösschen, Eulahof und Laisacker
  • Bruck mit Rohrenfeld, Maxweiler, Rothheim, dem Jagdschloss Grünau und Bruck
  • Feldkirchen mit Gnadenfeld (Kahlhof), Hardt, Altmannstetten, Sehensand und Feldkirchen
  • Heinrichsheim mit Heinrichsheim und Bürgerschwaige
  • Joshofen mit Joshofen
  • Ried mit Hessellohe, Gietlhausen und Ried
  • Zell mit Marienheim, Rödenhof, Fleischnershausen und Zell
  • Heimberg

KlimaBearbeiten

Neuburg an der Donau
Klimadiagramm
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Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Neuburg an der Donau
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 1 3 9 14 18 22 23 23 20 13 6 2 Ø 12,9
Min. Temperatur (°C) −6 −4 −1 2 6 9 11 10 7 3 0 −4 Ø 2,8
Temperatur (°C) −2 0 4 8 12,5 16 17 16,5 14,5 9 4 0 Ø 8,3
Niederschlag (mm) 41 43 39 48 70 104 92 80 57 48 47 46 Σ 715
Sonnenstunden (h/d) 2 3 4 5 6 7 8 7 6 4 2 2 Ø 4,7
Regentage (d) 17 15 13 14 15 16 15 15 13 13 14 15 Σ 175
Luftfeuchtigkeit (%) 83 82 75 72 72 74 75 77 79 82 86 87 Ø 78,7
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Quelle: climate-data.org[4]

GeschichteBearbeiten

 
Neuburg mit Schloss und Donau
 
Panorama des Karlsplatzes
 
Altstadt
 
Oberes Tor (Bürgertor, Rotes Tor)

VorgeschichteBearbeiten

Bereits in vorgeschichtlicher Zeit befanden sich hier Höhensiedlungen. Darauf weisen urnenfelderzeitliche Befunde[5] (1300–800 v. Chr.), späthallstattzeitliche Keramik (620–450 v. Chr.) und Keramik der Frühlatènezeit 450–380 v. Chr. hin. Außerdem fanden sich Reste eines vorgeschichtlichen Grabenwerks.[6]

RömerzeitBearbeiten

Während der frühen römischen Kaiserzeit, im 1. Jahrhundert n. Chr. bestand am Westende der Felsformation des Stadtberges höchstwahrscheinlich ein kleines Holz-Erde-Lager,[7] das mit einer Kette weiterer Anlagen die Donaugrenze sicherte. Mit der Vorverlegung des Limes über die Donau wurde dieses Kleinkastell aufgegeben. Das zu der Garnison gehörende Lagerdorf, das sich am Fuß des Berges befand, entwickelte sich weiter. Während der Spätantike, nach den Zerstörungen durch einfallende Germanen, zogen die Bewohner auf den Burgberg. Über dem frührömischen Lager wurde ein kleines Steinkastell aus Gußmauerwerk errichtet, das wohl bis in das frühe 5. Jahrhundert bestand.[8]

MittelalterBearbeiten

Neuburg war unter Bischof Simpert von Augsburg (778 bis 809) kurze Zeit Bischofssitz, dann Hauptort einer Pfalzgrafschaft, deren Inhabern die Vogtei über das Reichslehen Neuburg zustand. Sie kam im 10. Jahrhundert an die Grafen von Scheyern und somit an Bayern. In dieser Zeit entstand wohl auch die Alte Burg nahe der Stadt.

Der alte bayerische Herzoghof Neuburg mit einer weiteren Burg innerhalb der Stadt, dem heutigen Schloss, ging 1247 an die Wittelsbacher Herzöge von Bayern über, die in der Folge dort zeitweise residierten. Seit 1214 ist dann auch die städtische Verfassung der alten Herzogspfalz bezeugt, auf die sich später das Stadtrecht Kaiser Ludwigs des Bayern von 1332 berief. 1393 stellte ein Enkel des Kaisers, Stephan III. von Bayern-Ingolstadt, einen Freiheitsbrief für Neuburg aus. Am Dreikönigstag 1395 wurde Neuburg an der Donau im Streit mit Bayern-München von Stephans Gegnern erobert und geplündert. Am 4. Oktober 1443 eroberte Ludwig der Höckrige nach viermonatiger Belagerung Neuburg, in das sich sein Vater Herzog Ludwig der Gebartete geflüchtet hatte. 1450 fiel Neuburg nach dem Aussterben der Ingolstädter Linie im Jahre 1447 endgültig an Bayern-Landshut.

Frühe Neuzeit: Pfalz-NeuburgBearbeiten

1505 entstand in Folge des Landshuter Erbfolgekrieges das Wittelsbacher Herzogtum Pfalz-Neuburg mit Neuburg als Residenzstadt. Unter Pfalzgraf Ottheinrich wurde Neuburg 1542 evangelisch, und unter Pfalzgraf Philipp Ludwig entstand ab 1607 die neue protestantische Hofkirche. Bereits 1616/17 wurde dann aber die Gegenreformation durchgeführt. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt zwischen 1632 und 1634 im Verlauf der Kämpfe um Regensburg mehrmals von durchziehenden schwedischen Truppen, die hier die Donau überwanden, erobert und besetzt und dann von bayerischen Truppen zurückerobert.[9] 1644 übernahm Pfalzgraf Philipp Wilhelm noch zu Lebzeiten seines Vaters Wolfgang Wilhelm, der auch die rheinischen Herzogtümer Jülich und Berg innehatte, die Regierung in Pfalz-Neuburg. 1685 erbte Philipp Wilhelm zudem die Kurpfalz und wurde somit auch noch Kurfürst.

1717–1718 war Neuburg für ein Jahr de facto Residenz der Kurpfalz, bevor Philipp Wilhelms Sohn, der neue Kurfürst Karl III. Philipp seinen Hof aus seiner Geburtsstadt nach Heidelberg und danach nach Mannheim verlegte. Seine Linie Pfalz-Neuburg war eng mit den letzten Habsburgern in Wien verwandt und hatte mit seinen Schwestern nicht nur eine deutsche Kaiserin, sondern auch die Königinnen von Spanien und Portugal gestellt. Nachdem die Linie Pfalz-Neuburg 1742 ausgestorben war, trat die Linie Pfalz-Sulzbach die Erbfolge in der Kurpfalz, in Jülich und Berg sowie in Pfalz-Neuburg an. 1777 erbte mit Karl Philipps Nachfolger Karl IV. Theodor die Linie Pfalz-Sulzbach dann auch noch Bayern und Pfalz-Neuburg wurde nun von München aus verwaltet. 1799 folgte in der Erbfolge die Linie Pfalz-Zweibrücken-Birkenfeld.

Schon 1774 lebte Karl August von Pfalz-Zweibrücken für einige Zeit im Neuburger Schloss, das ansonsten oft auch als Witwensitz diente. Bis 1802 blieb Pfalz-Neuburg formal als Fürstentum mit Landschaft und Regierung in der Stadt Neuburg bestehen, es wurde jedoch 1799 zur Provinz Neuburg erklärt. Die Präsenz der Regierung hatte sich zuvor über Jahrhunderte in einer wenig ausgeprägten Kommunalverwaltung niedergeschlagen. Das Fürstentum Neuburg wurde dann kurz nach Gründung des Königreichs Bayern schließlich 1808 unter Karl Augusts Bruder König Maximilian Joseph durch eine Konstitution aufgehoben und in den Altmühlkreis eingegliedert, was die Eigenstaatlichkeit endgültig beendete.

19. und 20. JahrhundertBearbeiten

In der Folge musste sich Neuburg mit einer geminderten Bedeutung abfinden. Die Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben und Neuburg (seit 1837) hatte die Funktion eines Zentrums für das ländliche Umland und wurde später zum wichtigen Behördensitz. Bis 1932 bestand das Landgericht Neuburg an der Donau. Das örtliche Flurbereinigungsamt zog 1966 nach Regensburg, das Kreis- bzw. Staatsarchiv für Schwaben 1989 nach Augsburg um. Überregional einen Namen hatte auch das Neuburger Gymnasium mit Studienseminar. Lange Zeit war Neuburg allerdings in erster Linie als Militärgarnison bekannt (so in der Zeit der Monarchie bis 1918 für das 15. bayerische Infanterieregiment), an dessen 2085 im Ersten Weltkrieg Gefallene ein Denkmal in der Fünfzehnerstraße erinnert. Besonders die Garnison galt neben den anderen staatlich unterhaltenen Einrichtungen während vieler Jahrzehnte als unverzichtbares Stimulans für die Wirtschaft der Kleinstadt. Die Industrie blieb daneben relativ schwach entwickelt. Bemerkenswert war eigentlich nur die Ausbeutung und Verarbeitung der am nördlichen Stadtrand lagernden Kieselerdevorkommen durch zwei Betriebe.

Erst die Zeit nach 1945 brachte einen fühlbaren Aufschwung des verarbeitenden Gewerbes, besonders in den Bereichen Glas- und Baustoffindustrie sowie Kartonagen. Seit den 1950/60er Jahren hatte noch die Textilindustrie mit mehreren Betrieben Bedeutung als Arbeitgeber; sie ist heute nicht mehr anzutreffen. Dagegen besteht die Filiale eines Unternehmens zur Herstellung von Leonischem Draht als Autozulieferer weiter. Bedingt durch den Zuzug von etwa 4000 Heimatvertriebenen setzte nach dem Zweiten Weltkrieg eine umfangreiche Bautätigkeit der öffentlichen Hand und von Privatleuten ein. Die Bebauung der Stadt erweiterte sich in diesen Jahren bedeutend, besonders durch die neuen Siedlungen im Osten und Süden.

Im Mai 1961 wurde auf dem Fliegerhorst Neuburg das Jagdgeschwader 74 (seit 2013 Taktisches Luftwaffengeschwader 74) der Luftwaffe der Bundeswehr in Dienst gestellt.

Bis zum 30. Juni 1972 war Neuburg an der Donau eine kreisfreie Stadt und gehörte zum Regierungsbezirk Schwaben. Mit Inkrafttreten der bayerischen Landkreisreform am 1. Juli 1972 entstand aus dem Stadtkreis Neuburg und Teilen der Landkreise Neuburg und Schrobenhausen der neue Landkreis Neuburg an der Donau, der am 1. Mai 1973 seinen heutigen Namen erhielt. Dieser neue Landkreis wechselte zum Regierungsbezirk Oberbayern. Als Ausgleich für den Wegfall der Kreisfreiheit erhielt Neuburg ebenso wie vergleichbare Städte den Titel Große Kreisstadt. Damit verbunden ist die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister für das Neuburger Stadtoberhaupt.

Auf dem Gebiet des Gemeindeteils Bittenbrunn befand sich am Nordwestrand ein frühmittelalterliches Gräberfeld aus dem fünften nachchristlichen Jahrhundert, das 1968 ausgegraben und im Rahmen einer Dissertation wissenschaftlich bearbeitet wurde. Darüber hinaus liegen Funde aus dem Neolithikum und der römischen Kaiserzeit (Römerstraße, Gutshöfe) vor.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde Heinrichsheim eingegliedert.[10] Am 1. Januar 1976 kamen Bergen, Joshofen, Ried, Zell und der Hauptteil der aufgelösten Gemeinde Bruck hinzu. Bittenbrunn und Feldkirchen folgten am 1. Januar 1978.[11]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 
Einwohnerentwicklung von Neuburg von 1900 bis 2018 nach nebenstehender Tabelle

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Stadt von 24.502 auf 29.682 um 5.180 Einwohner bzw. um 21,1 %.

  • 1900: 08.036 Einwohner
  • 1910: 09.061 Einwohner
  • 1961: 21.063 Einwohner
  • 1970: 23.758 Einwohner
  • 1987: 24.157 Einwohner
  • 1991: 25.842 Einwohner
  • 1995: 27.203 Einwohner
  • 2000: 27.715 Einwohner
  • 2005: 28.162 Einwohner
  • 2010: 28.197 Einwohner
  • 2015: 29.182 Einwohner
  • 2016: 30.109 Einwohner
  • 2017: 30.147 Einwohner
  • 2018: 30.240 Einwohner
  • 2019: 30.340 Einwohner[12]

PolitikBearbeiten

StadtratBearbeiten

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 führte bei einer Wahlbeteiligung von 47,6 % zu folgendem Ergebnis:[13]

 
Rathaus von Neuburg
Partei / Liste Stimmenanteil G/V Sitze G/V
CSU 45,5 % −2,8 14 −1
SPD 17,4 % −2,7 5 −1
Freie Wähler 25,4 % +6,3 7 +1
FDP/Liberale 5,8 % −0,8 2 ±0
GRÜNE 5,9 % +0,7 2 +1

G/V: Gewinn oder Verlust gegenüber der Wahl 2008

Die Kommunalwahl am 15. März 2020 hatte bei einer Wahlbeteiligung von 51,6 % (4 % mehr als 2014) folgendes Ergebnis:[14]

Partei / Liste Stimmenanteil G/V Sitze G/V
CSU 35,5 % −10,0 11 −3
GRÜNE 16,4 % +10,4 5 +3
Freie Wähler 19,5 % −5,9 6 −1
AfD 4,9 % +4,9 1 +1
SPD 11,4 % −5,9 3 −2
FDP/Liberale 3,9 % −1,9 1 −1
DIE LINKE 1,9 % +1,9 1 +1
WIND 6,4 % +6,4 2 +2

G/V: Gewinn oder Verlust gegenüber der Wahl 2014 WIND: Wähler Initiative Neuburg Donau

OberbürgermeisterBearbeiten

Oberbürgermeister ist Bernhard Gmehling (CSU).[15] Dieser wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Hans Günter Huniar (Die Unabhängigen Freien Wähler), der seit 1984 an der Spitze der Stadt gestanden hatte. Dessen Vorgänger war Theo Lauber, Oberbürgermeister von 1960 bis 1984.

Bei den Wahlen im Jahr 2008 konnte sich Gmehling mit 70,5 % der Wählerstimmen von den anderen Bewerbern absetzen. Bei der Kommunalwahl 2014 wurde er mit 59,0 % der abgegebenen Stimmen erneut im Amt bestätigt. Bei der Wahl am 15. März 2020 erreichte er bei fünf Mitbewerbern 45,6 % der Stimmen; in der Stichwahl vom 29. März 2020 wurde er mit 58,8 % – bei einer Wahlbeteiligung von 62,4 % – für eine vierte Amtszeit gewählt.

GemeindefinanzenBearbeiten

Im Jahr 2017 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 31.407.000 €, davon waren 9.457.000 € Gewerbesteuereinnahmen (netto). Der größte Einnahmeposten war die Beteiligung an der Einkommensteuer mit 15.757.000 €.[16]

StadtwappenBearbeiten

Das heutige Stadtwappen erhielt Neuburg nach dem Landshuter Erbfolgekrieg 1506. Neben dem ursprünglichen Torturm wurden zwei Steckreiterkinder – die beiden Prinzen und späteren Fürsten Ottheinrich und Philipp – und ein Löwe dargestellt. Dominierende Farben sind Weiß, Rot und Grün.

Die Stadtfahne hat die Farben Weiß, Blau und Rot. Darüber hinaus existiert noch ein Stadtlogo.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

PatenschaftBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Kirchen und KlösterBearbeiten

Neuburg an der Donau besaß eine nicht unbedeutende Kloster- und Stiftslandschaft, von der Teile noch erhalten sind. Aus dem Jahre 976 stammt das nahe Neuburg gelegene Benediktinerinnenkloster Bergen, das später mit dem 1002 gegründeten Benediktinerinnenkloster Neuburg zusammengelegt wurde. An der Stelle dieses Klosters stand später ein Jesuitenkolleg und befindet sich heute das Maria-Ward-Institut. Das Kloster St. Wolfgang der Barmherzigen Brüder aus dem Jahre 1623 wurde 1980 aufgelöst. Auf dem ehemaligen Klostergelände befindet sich das Geriatriezentrum Neuburg. 33 Jahre jünger ist mit dem Gründungsjahr 1656 das 1803 säkularisierte Franziskanerkloster. Im Jahre 1661 wurde das Karmelitinnenkloster von Pfalzgraf Philipp Wilhelm gestiftet. Es bestand bis 1802. Das Kollegiatstift St. Peter stammt aus dem Jahr 1681. Seit der Auflösung des Stifts 1803 dient die Kirche als Stadtpfarrkirche. Ebenfalls 1681 wurde das marianische Kollegiatstift Unsere Liebe Frau vom Gnadenaug gegründet. Anlass zur Gründung war das „Wunder der Augenwende“ an einer Muttergottesstatue. Stift und Wallfahrt waren von der Säkularisation von 1803 betroffen. Die Statue besitzen heute die Maria-Ward-Schwestern. Zwischen 1698 und 1701 entstand das Ursulinenkloster St. Maria mit der Studienkirche, das 1813 aufgelöst wurde. Die Elisabethinerinnen bezogen das Kloster St. Elisabeth 1840. Das Kloster besteht noch. Der Betrieb der Kliniken St. Elisabeth in Neuburg wurde der KJF Klinik St. Elisabeth gGmbH übergeben; deren Gesellschafter ist die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V.

Neben der erwähnten Stadtpfarrkirche St. Peter in der oberen Stadt sind besonders die Hofkirche aus dem frühen 17. Jahrhundert aber auch die zwischen 1927 und 1930 von German Bestelmeyer erbaute Christuskirche bedeutende Sakralbauten in Neuburg. Des Weiteren gibt es noch die Kirchen St. Ulrich, die barocke Stadtpfarrkirche Hl. Geist in der unteren Stadt und die Apostelkirche. Zudem besitzen die Neuapostolische Kirche und die Freie evangelische Gemeinde Kirchengebäude in der Stadt. Im Schlosskomplex existiert zudem die 1543 geweihte Schlosskapelle.[20]

ProfangebäudeBearbeiten

Schloss Neuburg, das Stadtschloss von Neuburg, geht auf eine Burganlage aus dem 13. Jahrhundert zurück und wurde später zu einem Renaissanceschloss umgebaut. Teile wurden auch unter Einflüssen des Barock umgestaltet. Das Rathaus der Stadt stammt aus den Jahren 1603 bis 1609 mit Erweiterungen in den Jahren 1640 bis 1642. Als sehenswert gilt auch der ehemalige Marstall, der um 1530 bis 1535 erbaut wurde.

Das barocke Weveldhaus wurde schon 1517 errichtet und von 1713 bis 1715 zu seiner jetzigen Form umgebaut. In der Amalienstraße und am Karlsplatz liegen zahlreiche Häuser mit Renaissance- oder Barockfassaden, wie die Ehemalige Stadt- und Hofapotheke und die Ehemalige Posthalterei sowie das Thurn- und Taxishaus und die Provinzialbibliothek. Dieses Gebäude mit prachtvoller Rokokofassade dient heute der Staatlichen Bibliothek, auch die Stadtbücherei (Bücherturm) ist ein weiterer bekannter Profanbau der Stadt.

Das Ehemalige Landvogtamt und die ehemalige Münze bilden eine Gebäudegruppe um den Münzhof aus unterschiedlichen Zeiten, wobei der sogenannte Hexenturm, ein viergeschossiger Turm der mittelalterlichen Stadtburg, bereits um 1200 errichtet wurde. Viele Bauten der einstigen Residenzstadt wurden später ebenfalls umgewidmet: Das Ehemalige Landschafts- und Regierungsgebäude am Ottheinrichplatz dient jetzt als Amtsgerichtsgebäude. Der ehemalige Hofkasten ist seit 1869 Stadttheater. Das Obere Tor mit zwei flankierenden Rundtürmen und Zeltdach wurde 1541 umgestaltet, während das Untere Tor der Stadtbefestigung 1752 erneuert wurde. Durch das Untere Tor gelangt man von der Donau zum Stadtberg hinauf.

Das Jagdschloss Grünau etwas außerhalb ist ein bedeutendes Ensemble aus der Renaissancezeit.

BaudenkmälerBearbeiten

Einen Überblick über die Baudenkmäler Neuburgs gibt die Liste der Baudenkmäler in Neuburg an der Donau.

TheaterBearbeiten

Mit dem Stadttheater, dem Neuburger Volkstheater e. V., dem Marionettentheater Neuburger Fadenspieler, dem Neuburger Boulevardtheater, sowie den Theatern papp&klapp (Kinder- und Jugendtheater), Mimenfeld (Neues Theater Neuburg) und der Neuburger Kammeroper gibt es sieben Theater in der Stadt.

MuseenBearbeiten

In Neuburg gibt es mehrere Museen: Das staatliche Schloss Neuburg beherbergt im Hauptgeschoss des Ostflügels den Museumstrakt zur Geschichte des Fürstentums Pfalz-Neuburg. Das Archäologie-Museum im zweiten Obergeschoss wird derzeit (2021) überarbeitet. Im dritten Obergeschoss sind kirchliche Schätze ausgestellt, insbesondere die kostbaren Textilien aus dem ehemaligen Neuburger Ursulinenkloster (Antependien). Seit 2005 ist mit der Staatsgalerie Neuburg – Flämische Barockmalerei auch ein Zweigmuseum der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen im Westflügel des Schlosses untergebracht, das u. a. Werke bedeutender Meister wie Peter Paul Rubens, Anthonis van Dyck und Jan Brueghel zeigt. Im Weveldhaus, einem barocken Adelspalais in der Amalienstraße, ist das Stadtmuseum eingerichtet, das vom Historischen Verein Neuburg betrieben wird und der Stadtgeschichte gewidmet ist. Der Verein ist außerdem wichtigster Leihgeber der Ausstellungsstücke des Schlossmuseums. Ebenfalls zu besichtigen ist die Paramentenkammer im Studienseminar. Um die Jahrtausendwende konnte das nichtstaatliche Museum Biohistoricum besichtigt werden.

VeranstaltungenBearbeiten

 
Donaukai bei Nacht

Das Neuburger Schlossfest wird alle zwei Jahre jeweils am letzten Juni- und am ersten Juliwochenende gefeiert und erinnert an die Zeit der Renaissance: Die Bürger schlüpfen in historische Kostüme und lassen in der malerischen Altstadt die Zeit des 15./16. Jahrhunderts wiederaufleben – mit historischem Markttreiben, Sängern, Barden und Gauklern, Fanfarenbläsern und Turnierreitern, Landsknechten und höfischem Gefolge. Zu den Höhepunkten des Schlossfestes zählen die Aufführungen des Steckenreitertanzes im Schlosshof und ein farbenprächtiger Umzug durch die Stadt.

Eine der Kulturveranstaltungen Neuburgs sind die alljährlich im Herbst stattfindenden Neuburger Barockkonzerte im stimmungsvollen Rahmen der Neuburger Residenz mit renommierten Künstlern aus dem In- und Ausland.

Das Neuburger Donauschwimmen ist das größte Winterschwimmen in Europa. Es findet jedes Jahr am letzten Samstag im Januar statt. 2005 waren 2107 Schwimmer bei einer Lufttemperatur von −6 °C in der nur 1,5 °C kalten Donau. Sie legten eine Strecke von etwa vier Kilometern zurück. Mit dabei waren auch etwa 30 Eisschwimmer, die eine Strecke von 300 Metern nur in Badebekleidung schafften.

Das Volksfest beginnt alle Jahre gegen Ende Juli und endet Anfang August. Während dieses Zeitraumes werden auf dem Volksfestplatz im Neuburger Ostend ein Festzelt mit Weißbiergarten, etliche Fahrgeschäfte sowie Essbuden aufgestellt.

Das Fischergasslerfest findet jedes Jahr Ende Mai statt. Es ist ein traditionelles geselliges Fest, bei dem kulinarischen Gerichte und Bier angeboten werden. Am gleichen Tag findet auch das Fischerstechen auf der Donau statt. Das Fest findet in der gesamten Fischergasse statt, die direkt am Donaukai liegt.

Die Neuburger Sommerakademie bietet seit über 30 Jahren jährlich allen Kunst- und Musikinteressierten die Gelegenheit, an Kursen in den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Jazz, Alte Musik und Theater teilzunehmen. Hierzu treffen sich in den ersten zwei Augustwochen international bekannte Dozenten in der Residenzstadt.

Weitere Veranstaltungen sind das Hofgartenfest, die Herrschaftszeiten, das Sèter Weinfest sowie die Neuburger Weihnacht.

SportBearbeiten

Die Fußballabteilung des VfR Neuburg spielt derzeit in der Landesliga Bayern Südwest. Die Heimspiele werden im VfR-Brandl-Stadion ausgetragen, das 4000 Zuschauer fasst.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

BeschäftigtenzahlenBearbeiten

2017 gab es nach der amtlichen Statistik in der Stadt 13.986 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze; von der Wohnbevölkerung standen 12.401 Personen in einem versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Die Zahl der Einpendler war damit um 1585 höher als die der Auspendler. Arbeitslos waren im gleichen Jahr 548 Personen.

TourismusBearbeiten

Am 21. September 2011 bildeten die acht Kommunen Dollnstein, Wellheim, Nassenfels, Egweil, Oberhausen, Burgheim, Rennertshofen und Neuburg an der Donau die ARGE Urdonautal, eine Arbeitsgemeinschaft, deren Zweck in der Förderung und Koordinierung des Tourismus im Urdonautal liegt.

VerkehrBearbeiten

RadfernwegBearbeiten

Neuburg liegt am Donauradweg, der von der Donauquelle über Passau, Wien und Budapest bis zur Mündung in das Schwarze Meer führt und am teils parallel verlaufenden EuroVelo 6-Radweg, welcher als Flüsseroute entlang von sechs europäischen Flüssen vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer verläuft.[21]

Industrie und GewerbeBearbeiten

Die größten Arbeitgeber der Stadt sind die Unternehmen Verallia Deutschland, Rockwool, Faurecia, Leoni[22] sowie die Hoffmann Unternehmensgruppe (Sonax und Hoffmann Mineral) in den Bereichen Glas- und Chemische Industrie. Darüber hinaus erfüllt Neuburg die traditionelle Funktion eines Handels- und Dienstleistungszentrums für das ländliche Umland. Auch das Logistikunternehmen Roman Mayer Logistik Group besitzt eine Niederlassung in Neuburg.

 
Luftaufnahme des Audi Driving Experience Centers in Neuburg an der Donau während der Bauarbeiten 2013. Seit der Fertigstellung 2014 befindet sich auf diesem Areal neben der Anlage für Test- und Erlebnisfahrten auch der Sitz der Motorsport-Abteilung von Audi.

Von August 2012 bis zur Eröffnung im August 2014 baute der Ingolstädter Automobilhersteller Audi ein Fahr- und Präsentationszentrum mit insgesamt 460 Arbeitsplätzen, in dem auch die Motorsportabteilung des Konzerns nach ihrem Umzug angesiedelt ist.[23][24] Die Stadtwerke Neuburg an der Donau sind der regionale Energieversorger.

Taktisches Luftwaffengeschwader 74Bearbeiten

Auf dem Fliegerhorst und in der Wilhelm-Frankl-Kaserne am östlichen Stadtrand ist das Taktische Luftwaffengeschwader 74 (TaktLwG 74) beheimatet. Es ist ein Verband der Luftwaffe der Bundeswehr und als zweites deutsches Einsatzgeschwader mit dem Eurofighter Typhoon ausgestattet worden. Das TaktLwG 74 stellt die Alarmrotte für den süddeutschen Luftraum.

An diesem Standort befand sich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges eine Blindflugschule.

Technisches Hilfswerk (THW) Ortsverband NeuburgBearbeiten

In Neuburg befindet sich ein Ortsverband der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW).[25] Dieser gliedert sich auf in einen Technischen Zug mit Zugtrupp, Bergungsgruppe, Fachgruppe Notversorgung/Notinstandsetzung und Fachgruppe Wassergefahren. In Neuburg ist das THW vor allem im Bereich des Hochwasserschutzes eingebunden. Hierzu zählen der Aufbau des mobilen Hochwasserschutzes im Bereich Donaukai, Brandl und Insel und die Vorhaltung eines Notstrommaggregats mit 165kVA und diverser Großpumpen mit einer Gesamtkapazität von 52.000 l/min. Außerdem engagiert sich der Ortsverband auch in der Jugendarbeit.

Sonstige öffentliche EinrichtungenBearbeiten

 
Justizvollzugsanstalt Neuburg-Herrenwörth

In den Jahren 1985 bis 1990 wurde in Herrenwörth die Justizvollzugsanstalt Neuburg-Herrenwörth errichtet. Auf 54 Millionen Mark wurde das Bauvolumen beziffert, aber zugleich gab dies 125 neue Arbeitsplätze. Am 24. Juli 1985 legten die Behördenvertreter den Grundstein für das Bauvorhaben, unter ihnen der damalige bayerische Justizminister August Lang. Zur Erinnerung an dieses historische Ereignis kamen die Tageszeitungen „Neuburger Rundschau“, „Süddeutsche Zeitung“ sowie der „Donaukurier“ mit einer Urkunde in eine Kupferhülle. Nach einer Bauzeit von knapp fünf Jahren belegten im März 1990 erstmals Strafgefangene das Gebäude. Daneben existiert noch die Justizvollzugsanstalt Neuburg (Altstadt).

SchulenBearbeiten

In Neuburg gibt es elf allgemein bildende Schulen: vier Grundschulen, eine Mittelschule, zwei Förderzentren, eine Wirtschaftsschule, zwei Realschulen sowie ein Gymnasium. Weiter gibt es elf berufliche Schulen: eine Berufsschule, acht Berufsfachschulen, zwei weitere Fachschule sowie je eine Fachoberschule, Berufsoberschule und Fachakademie.

  • Staatliche Berufsschule
  • Staatliche Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung
  • Staatliche Berufsfachschule für Kinderpflege
  • Berufsfachschule für Krankenpflege der KJF Klinik St. Elisabeth
  • Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege der KJF Klinik St. Elisabeth
  • St.-Franziskus-Schule, Berufsfachschule für Pflege der KJF Klinik St. Elisabeth (Schuljahr 2019/20 noch keine Schüler)
  • Berufsfachschule für Pflege der Stiftung St. Johannes (Schuljahr 2019/20 noch keine Schüler)
  • Berufsfachschule für Altenpflege der Stiftung St. Johannes
  • Staatliche Berufsfachschule für Sozialpflege
  • Fachschule für Heilerziehungspflege und Heilerziehungshilfe der Stiftung St. Johannes
  • Katholische Fachschule für Dorfhelferinnen und Dorfhelfer
  • Staatliche Fachoberschule
  • Staatliche Berufsoberschule
  • Staatliche Fachakademie für Sozialpädagogik

KindertageseinrichtungenBearbeiten

Die 19 Kindertagesstätten in der Stadt verfügten am 1. März 2018 über 1129 genehmigte Plätze. 1095 Kinder besuchten die Einrichtungen, davon 111 unter drei Jahren.

Trinkwasserversorgung und AbwasserentsorgungBearbeiten

Die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers wird von den Stadtwerken Neuburg an der Donau übernommen. Das Trinkwasser für Neuburg wird ausschließlich aus Grundwasser gewonnen. Dazu stehen in Sehensand drei Brunnen mit einer Tiefe von 204 bis 220 Metern zur Verfügung. Es werden jährlich 2,2 Mio. m³ Rohwasser gefördert und im Wasserwerk Sehensand   belüftet und einer Enteisenung und Entmanganung unterzogen. Anschließend gelangt das Trinkwasser in das Neuburger Leitungsnetz. Hier ist an der Donauwörther Straße ein Hochbehälter mit 8.000 m³ Speichervolumen eingebunden.[31]

Mit einer Gesamthärte von 20,0 °dH fällt das Wasser in den Härtebereich "hart".[32] Der Brutto-Verbrauchspreis liegt bei 1,78 Euro je Kubikmeter.[33]

Die Ableitung und Reinigung des anfallenden Abwassers fällt in den Zuständigkeitsbereich der Stadt Neuburg. 98,8 % der Stadtbewohner waren 2016 an die Kanalisation angeschlossen.[34] Die Kläranlage Neuburg   wurde 1965 in Betrieb genommen und seitdem mehrfach erweitert. Heute hat sie eine Ausbaugröße von 67.000 Einwohnerwerten. Täglich werden bei Trockenwetter 10.000 m³ Abwasser im Belebtschlammverfahren gereinigt und in die Donau abgegeben. Der anfallende Klärschlamm wird über 18 bis 20 Tage verfault und anschließend mit einer Zentrifuge entwässert und getrocknet. Zum Schluss erfolgt die Verbrennung des Schlamms. Das bei der Faulung entstehende Klärgas wird zur Strom- und Wärmeerzeugung verwendet.[35]

PersönlichkeitenBearbeiten

KuriosaBearbeiten

Im Gemeindeteil Heinrichsheim von Neuburg ereignete sich im Herbst 2001 der Todesfall Rudolf Rupp. Er gilt als einer der bizarrsten Fälle in der jüngeren deutschen Kriminalgeschichte. Denn mit dem späteren Auffinden seiner skelettierten Leiche am Steuer des in der Donau versunkenen Pkws war es erwiesen, dass die Feststellungen im Urteil des Landgerichts Ingolstadt in weiten Teilen nicht stimmen konnten. Infolge dieses Urteils hatten Rupps Ehefrau, seine beiden Töchter sowie der damalige Freund einer der Töchter mehrjährige Haftstrafen verbüßt.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Josef Heider: Geschichtlicher Führer durch die Stadt Neuburg a.d. Donau und Umgebung. Neuburg 1951.
  • Adam Horn, Werner Meyer: Die Kunstdenkmäler von Schwaben; Stadt- und Landkreis Neuburg an der Donau. Oldenbourg, München 1958. ISBN 3-486-50516-5
  • Ernst Pohl: Das frühmittelalterliche Gräberfeld von Bittenbrunn, Ldkr. Neuburg-Schrobenhausen. Bonn 1995 (zugleich Philosophische Dissertation am Institut für Vor- und Frühgeschichte der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn bei Volker Bierbrauer 1993).
  • Reinhard H. Seitz: Die Schloßkapelle zu Neuburg a. d. Donau. Einer der frühesten evangelischen Kirchenräume im Spiegelbild von Reformation und Gegenreformation. Weißenhorn 2016, ISBN 978-3-87437-572-6.
  • Ludwig Wagner: Zeitreise durch Neuburg und die Stadtteile. Pro Business, Berlin 2006, ISBN 3-939533-78-5, S. 135–138.
  • Neuburger Anzeigenblatt Juni 1872.
  • Sonderbeilage der Neuburger Rundschau „Von einem abgelegenen Ortsteil zum Neuburger Vorort“, Ausgabe 23./24. August 1969.
  • Neuburger Rundschau, 4. Februar 1959, 26. Juli 1985.
  • Neuburger Rundschau, 27. Mai 1965.

WeblinksBearbeiten

Commons: Neuburg an der Donau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Große Kreisstadt Neuburg an der Donau in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. September 2019.
  3. Aufteilung der Stadt Neuburg an der Donau in Gemarkungen
  4. Klima Neuburg an der Donau. de.climate-data.org. Abgerufen am 27. Mai 2020.
  5. Cornelia Schütz-Tillmann: Die urnenfelderzeitliche Besiedlung des Neuburger Stadtberges. In: Karl Heinz Rieder, Andreas Tillmann (Hrsg.): Neuburg an der Donau – Archäologie rund um den Stadtberg. Marie Leidorf, Buch am Erlbach 1993, ISBN 3-924734-11-9, S. 51–59.
  6. Jörg Biel: Vorgeschichtliche Höhensiedlungen in Südwürttemberg-Hohenzollern. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 380620778X, S. 214.
  7. Michael Mackensen: Frühkaiserliche Kleinkastelle an der oberen Donau. In: Helmut Weimert (Hrsg.): Zivile und militärische Strukturen im Nordwesten der römischen Provinz Raetien. 3. Heidenheimer Archäologie-Colloquium am 9. und 10. Oktober 1987. Heimat- und Altertumsverein Heidenheim an der Brenz, Heidenheim 1988, S. 13–32; hier: S. 17.
  8. Volker Bierbrauer: Neuburg. In: Heinrich Beck (Hrsg.): Reallexikon der germanischen Altertumskunde. Band 21, de Gruyter, Berlin 2002, ISBN 3-11-017272-0, S. 106–108; hier: S. 106.
  9. Peter Engerisser, Pavel Hrnčiřík: Nördlingen 1634. Die Schlacht bei Nördlingen – Wendepunkt des Dreißigjährigen Krieges. Verlag Späthling Weißenstadt 2009, ISBN 978-3-926621-78-8, S. 29, 30, 32, 33, 55
  10. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 601.
  11. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 601.
  12. Einwohnerzahlen. Abgerufen am 9. April 2020.
  13. Stadt Neuburg an der Donau – Stadtratswahl 2014 (vorläufig)
  14. Stadt Neuburg an der Donau – Stadtratswahl 2020
  15. Ratsinformation (Detailansicht). Gemeinde Neuburg an der Donau, abgerufen am 27. September 2020.
  16. Statistik kommunal: Neuburg a.d. Donau (PDF-Datei; 1,24 MB)
  17. a b Website von Neuburg – Partnerstädte
  18. Chronik Städtepartnerschaft Jeseník – Neuburg
  19. Website der Stadt – Neuburgs auf der Welt mit einer Liste dieser Städte
  20. Schlosskapelle, christuskirche-neuburg.de; Zugriff am 7. April 2017
  21. webmaster: EuroVelo 6: die europäischen Flüsse mit dem Fahrrad erkunden! — EuroVelo. Abgerufen am 29. April 2017.
  22. Standorte, leoni.com; Zugriff am 21. September 2017.
  23. Spatenstich: Neuburg: Offizieller Baubeginn bei Audi, Augsburger Allgemeine vom 28. August 2012.
  24. Audi eröffnet Hightech-Areal (Memento vom 3. September 2014 im Internet Archive), Bayerischer Rundfunk vom 30. August 2014.
  25. THW OV Neuburg. Abgerufen am 13. September 2019.
  26. Grundschule im Englischen Garten in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 7. November 2020.
  27. Grundschule Am Schwalbanger in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 7. November 2020.
  28. Grundschule Neuburg-Ost in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 7. November 2020.
  29. Katholische Freie Grundschule in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 7. November 2020.
  30. Mittelschule Neuburg in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 7. November 2020.
  31. Wassernetz. Stadtwerke Neuburg an der Donau, abgerufen am 21. Oktober 2021.
  32. Trinkwasseranalyse Juli 2020. (PDF; 1,83 MB) Stadtwerke Neuburg an der Donau, abgerufen am 21. Oktober 2021.
  33. Beitrags- und Gebührensatzung zur Wasserabgabesatzung der Stadt Neuburg an der Donau. (PDF; 156 kB) Stadtwerke Neuburg an der Donau, abgerufen am 21. Oktober 2021.
  34. Große Kreisstadt Neuburg a. d. Donau - Eine Auswahl wichtiger statistischer Daten. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 21. Oktober 2021.
  35. Broschüre zum 50-jährigen Jubiläum der Kläranlage. (PDF; 1,85 MB) Stadt Neuburg an der Donau, abgerufen am 21. Oktober 2021.