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Elisabethinen

katholische Kongregation päpstlichen Rechts, die in der Krankenpflege tätig ist
Bildnis einer Ordensfrau des Elisabethinen-Ordens, um 1810

Der Orden der Elisabethinen (Ordo Sorores Hospitalariae Sanctae Elisabethae T. O. S. Francisci / Ordenskürzel: OSE) ist eine katholische Kongregation päpstlichen Rechts, die in der Krankenpflege tätig ist. Er gehört zur großen Familie der Franziskaner-Tertiaren, deren Regeln mit der Bulle Dudum siquidem von Papst Leo X. erneuert wurde.

Geschichte und NiederlassungenBearbeiten

Alle Elisabethinen-Kongregationen gehen auf die Gründerin Apollonia Radermecher zurück, die ein erstes Hospital in Aachen errichtete. Am 13. August 1622 wurde sie in Aachen zur Gasthausmeisterin des Armenspitals ernannt. Benannt ist die Ordensgemeinschaft nach der hl. Elisabeth.

Die Elisabethinen unterhalten oder unterhielten Niederlassungen in Aachen (1622), Düren (1671, von Aachen), Luxemburg (1671, von Aachen), Graz (1693, von Aachen), Wien (1709, von Graz), Klagenfurt (1710, von Graz), Prag (1719, von Wien), Breslau (1736, von Prag), Linz (1745, von Wien), Kaaden (1748, von Breslau), Straubing (1749, von Prag), München (1750, von Straubing), Cieszyn (Teschen, 1753, von Breslau), Brno (Brünn, 1754, von Wien), Bratislava (Preßburg, 1758, von Wien), Budapest (1785, von Wien), Neuburg an der Donau (1840, von Straubing), Jablunkov (1850, von Breslau), Münsterberg (1850, von Breslau), Humboldt/Sask (in Kanada, 1911, von Klagenfurt) und Bad Kissingen (1945, von Breslau).[1]

Die Elisabethinen widmen sich dem Dienst am Nächsten, besonders den Kranken, Armen und Bedürftigen. An den meisten Standorten betreiben sie modernste Krankenhäuser.

KrankenhäuserBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Rudolf Ardelt: Geschichte des Konventes und Krankenhauses der Elisabethinen zu Linz. Wimmer, Linz 1979.
  • 300 Jahre Elisabethinen in Graz. 300 Jahre im Dienste der Kranken. Styria, Graz 1990.
  • Erich Linhardt, Ralf A. Höfer: Die Elisabethinen in Graz. Eine Geschichte des Klosters und Spitals der Elisabethinen in der steirischen Landeshauptstadt, sowie Notizen zu diesem Orden und seiner Namensgeberin. Konvent der Elisabethinen, Graz 1995.
  • Martin Kleber: Vom Institut der Elisabethinen zum Elisabeth-Krankenhaus in Straubing. Attenkofer, Straubing 1991.
  • Peter Tropper (Red.): 300 Jahre Elisabethinen in Klagenfurt, 1710–2010. Konvent der Elisabethinen zu Klagenfurt, Klagenfurt 2010.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der Stammbaum der Elisabethinenklöster, abgerufen am 25. September 2019.