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Brunnen (Bayern)

Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

GeografieBearbeiten

Brunnen liegt in der Planungsregion Ingolstadt.

Die Gemeinde hat neun amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es existieren die Gemarkungen Brunnen und Hohenried.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Brunnen, am Rande des tertiären Hügellandes zum Donaumoos gelegen, ist ein Ort mit 4000 bis 6000 Jahren Siedlungsgeschichte, was von diversen Ausgrabungsfunden bestätigt wurde. Zwischen den Wasserburgen Ober- und Niederarnbach, an den Wegeverbindungen von Hohenwart und Neuburg sowie Pöttmes und Reichertshofen gelegen, war Brunnen im 13. Jahrhundert Zollstation. Brunnen war Teil des Kurfürstentums Bayern, dadurch hatte auch das kurbayerische Moosamt in Brunnen einen Sitz. Brunnen war ein Teil der geschlossenen Hofmark Niederarnbach der Freiherren von Pfetten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

ReligionenBearbeiten

Die Gemeinde Brunnen ist überwiegend katholisch geprägt.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1292 Einwohner
  • 1970: 1297 Einwohner
  • 1987: 1440 Einwohner
  • 1991: 1485 Einwohner
  • 1995: 1493 Einwohner
  • 2000: 1549 Einwohner
  • 2005: 1600 Einwohner
  • 2010: 1577 Einwohner
  • 2015: 1656 Einwohner
  • 2016: 1672 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Thomas Wagner (CSU/Freie Wählergemeinschaft) wurde am 15. Juli 2012 zum 1. Bürgermeister gewählt; er ist Nachfolger von Johann Wenger (Freie Wählergemeinschaft, im Amt Mai 1996 bis Juli 2012). Dessen Vorgänger war Willhelm Kopold.

WappenBearbeiten

Die Blasonierung des 1967 angenommenen Gemeindewappens lautet: „Geteilt von Silber und Schwarz; oben ein schreitender, herschauender, rot bewehrter schwarzer Löwe, unten eine silberne Kartoffelblüte mit goldenen Staubgefäßen.“

Wappengeschichte: Der Löwe ist aus dem Wappen der Familie von Pfetten übernommen. Die Freiherren von Pfetten erwarben 1665 die Hofmark Niederarnbach, die sich weitgehend mit dem späteren Gemeindegebiet von Brunnen deckt. Auch das Gebiet der bis 1978 selbstständigen Gemeinde Hohenried befand sich seit 1665 in Besitz der Familie Pfetten. Seit 1838 waren die Patrimonialgerichte am Gerichts- und Verwaltungssitz Niederarnbach zusammengelegt. Die Familie von Pfetten übte bis zur Abschaffung der Patrimonialgerichtsbarkeit 1848 Herrschaftsrechte im heutigen Gemeindegebiet von Brunnen aus.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Wasserschloss Niederarnbach

VereineBearbeiten

  • Sportverein DJK Brunnen
  • Hohenrieder Musibuam

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche St. Michael in Brunnen
  • Kirche St. Margaretha in Hohenried
  • Wasserschloss Niederarnbach

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft elf, im produzierenden Gewerbe 114 und im Bereich Handel und Verkehr 34 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 17 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 553. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 104 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2309 ha, davon waren 2025 ha Ackerfläche und 279 ha Dauergrünfläche.

VerkehrBearbeiten

Am westlichen Ortsrand verläuft seit 1875 die Paartalbahn ohne Haltepunkt in Brunnen. Im Jahre 2009 übernahm die Bayerische Regiobahn (BRB) den Betrieb auf der Strecke von Augsburg nach Ingolstadt. In diesem Jahr wurden gleichzeitig Forderungen in der Gemeinde laut, in Brunnen einen Haltepunkt einzurichten. Die Gemeinde leitete daraufhin die notwendigen Verfahrensschritte ein und beschloss auch den Bau einer P+R-Anlage. Nach mehrjähriger Verzögerung wird der Bau und die Inbetriebnahme des Haltepunktes voraussichtlich 2019 erfolgen.[3]

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2015):

  • Kindergärten: zwei Einrichtungen mit 80 Kindergartenplätzen und 72 betreuten Kindern

WeblinksBearbeiten

  Commons: Brunnen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Brunnen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 13. September 2019.
  3. Gemeinderat Brunnen: Bahnhaltepunkt verzögert sich weiter. In: Schrobenhausener Zeitung. 13. April 2018, abgerufen am 28. Mai 2018.