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Oberhausen (bei Neuburg/Donau)

Gemeinde im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen, Bayern, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Oberhausen
Oberhausen (bei Neuburg/Donau)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Oberhausen hervorgehoben
Koordinaten: 48° 43′ N, 11° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Neuburg-Schrobenhausen
Höhe: 434 m ü. NHN
Fläche: 31,99 km2
Einwohner: 2992 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 94 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86697
Vorwahlen: 08431, 08435Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ND, SOB
Gemeindeschlüssel: 09 1 85 150
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 4
86697 Oberhausen
Website: https://oberhausen-donau.de/
Bürgermeister: Fridolin Gößl (CSU)
Lage der Gemeinde Oberhausen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen
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Über dieses Bild

Oberhausen ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Oberhausen liegt in der Planungsregion Ingolstadt. Die Gemeinde ist durch die Bundesstraße 16 (eigene Einfahrt) und die Donautalbahn mit einem Bahnhof im Ortsteil Unterhausen verkehrsmäßig erschlossen.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde hat neun Gemeindeteile: Die Pfarrdörfer Oberhausen, Sinning und Unterhausen, den Weiler Kreut, die Einöden Beutmühle, Höfelhof, Kastlmühle, Sankt Wolfgang und Stelzhof.[2]

Das Gemeindegebiet besteht aus den Gemarkungen

  • Oberhausen (mit Beutmühle, Höfelhof und Kreut),
  • Sinning (mit Kastlmühle, Stelzhof und Sankt Wolfgang),
  • Unterhausen und
  • Unterhauser Forst.

GeschichteBearbeiten

 
Das La Tour Denkmal

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Oberhausen gehörte zum ehemaligen Herzogtum Neuburg-Sulzbach und dessen Gericht Neuburg; seit 1777 war das Gebiet Teil des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. und 20. JahrhundertBearbeiten

Bei Oberhausen stand im Mittelalter eine Kaiserburg. Von ihr sind heute nur noch Reste zu sehen. Zwischen den Dörfern Oberhausen und Unterhausen befindet sich ein Denkmal für Frankreichs Grenadier Théophile Malo Corret de la Tour d’Auvergne aus den 1830er Jahren. Das etwa 300 Quadratmeter große Areal ist französisches Staatsgebiet.[3]

Bei US-Luftangriffen auf das Wifo-Tanklager Oberhausen am Ende des Zweiten Weltkrieges kamen mehrere Einwohner von Ober- und Unterhausen ums Leben und in beiden Orten waren Zerstörungen zu verzeichnen. Die Angriffe fanden am 9. April 1945 durch die 8th USAAF und am 18. April 1945 durch die 1st TAF (Prov.) statt.[4] Auf dem Gemeindegebiet von Oberhausen befand sich von 1959 bis 1994 die Tilly-Kaserne der Bundeswehr mit Standortübungsplatz, für dessen Errichtung der Weiler Kreut Ende der 1950er Jahre abgesiedelt wurde.

ReligionenBearbeiten

Die katholische Pfarrei Sankt Clemens in Oberhausen gehört zur Pfarreiengemeinschaft Sinning. Zur Pfarrei gehören noch die Einöde Höfelhof und der Bahnhof.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Sinning und Unterhausen eingegliedert.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1873 1991 1800 1996 2118 2363 2592 2639 2829

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Dem Gemeinderat gehören 14 Personen an. Die Gemeinderatswahl am 16. März 2014 führte zu folgender Sitzverteilung:[6]

Partei / Liste Sitze
CSU 5
SPD 3
Freie Wähler Oberhausen-Unterhausen 3
Freie Wähler Sinnig 2
Bürger für Oberhausen (BfO) 1

Weiteres Mitglied des Gremiums ist qua Amt der gesondert gewählte Bürgermeister.

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Fridolin Gößl (CSU). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Xaver Schiele (SPD).

BaudenkmälerBearbeiten

 
Weinberg mit St. Wolfgang von Osten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

TourismusBearbeiten

Am 21. September 2011 bildeten die acht Kommunen Dollnstein, Wellheim, Nassenfels, Egweil, Oberhausen, Burgheim, Rennertshofen und Neuburg an der Donau die ARGE Urdonautal, eine Arbeitsgemeinschaft, deren Zweck in der Förderung und Koordinierung des Tourismus im Urdonautal liegt.

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

2016 gab es in der Gemeinde 600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Von der Wohnbevölkerung standen 1220 Personen in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Die Zahl der Auspendler war damit um 620 höher als die der Einpendler. 22 Einwohner waren im gleichen Jahr arbeitslos. 2010 gab es 29 landwirtschaftliche Betriebe.

VerkehrBearbeiten

Der Gemeindeteil Unterhausen liegt an der Donautalbahn. Dort besteht ein Kreuzungsbahnhof mit einem Abzweig zum Privatausbesserungswerk Unterhausen der EuroMaint. In diesem Werk werden Kesselwagen instand gesetzt.

Internet/BreitbandBearbeiten

Die Gemeinde besitzt ein eigenes passives Glasfasernetz[7] (PON) welches der Ausbaustufe von FTTH (Fiber To The Home) entspricht, also bis in die Wohnhäuser bzw. Firmen reicht. Dabei ist das passive Netz komplett in Gemeindebesitz, die aktiven Komponenten und das nötige technische Know-how brachten der Partner Sacoin GmbH (nun Deutsche Glasfaser GmbH) mit. Die Gemeinde war eine der ersten in Bayern welche diesen Weg beim Breitbandbau ging und bekam dafür unter anderem auch den Bayerischen Qualitätspreis 2012.

BildungBearbeiten

Im Jahr 2017 existierten folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: zwei (Oberhausen (seit 1994) und Sinning (seit 1979)) mit insgesamt 171 Plätzen und 142 angemeldeten Kindern.
  • Grundschule: Im Schuljahr 2016/2017 wurden vier Jahrgangsstufen mit insgesamt 128 Schülern geführt (davon drei Jahrgangsstufen doppelzügig und eine Jahrgangsstufe einzügig). Es werden die Kinder aus den Ortsteilen Oberhausen, Kreut, Unterhausen und Sinning unterrichtet.

LiteraturBearbeiten

  • Petra Stengel: Morbide Mystik und schwere Schicksale. Der Kreuter Friedhof erinnert an einen Weiler, den es schon lange nicht mehr gibt. In: Donaukurier Ingolstadt vom 31. Oktober/1. November 2009

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Oberhausen in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 9. September 2017
  3. Stefan Mayr Oberhausen: Oberhausen: 300 Quadratmeter Frankreich. In: sueddeutsche.de. ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 6. Juni 2016]).
  4. Daten und Hinweise bei usaaf.net (Memento des Originals vom 7. März 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.usaaf.net abgerufen am 15. November 2012
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 532.
  6. Website Schrobenhausen – Stadtrat
  7. http://www.oberhausen-donau.de/Gewerbe/Glasfaser-in-Oberhausen

WeblinksBearbeiten

  Commons: Oberhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien