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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Hohenwart
Hohenwart
Deutschlandkarte, Position des Marktes Hohenwart hervorgehoben
Koordinaten: 48° 36′ N, 11° 23′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Höhe: 395 m ü. NHN
Fläche: 52,23 km2
Einwohner: 4699 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 90 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86558
Vorwahl: 08443
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 128
Marktgliederung: 23 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Marktplatz 1
86558 Hohenwart
Website: www.markt-hohenwart.de
Bürgermeister: Manfred Russer (CSU)
Lage des Marktes Hohenwart im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
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Über dieses Bild
Hohenwart von Nordwesten
Klosterkirche in Klosterberg
Markttor
Rathaus (ehemaliges Schulhaus)
Katholische Marktkirche

Hohenwart ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm.

GeographieBearbeiten

Hohenwart liegt in der Region Ingolstadt.

Die Gemeinde hat 23 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es existieren die Gemarkungen Deimhausen, Freinhausen, Haidforst, Hohenwart, Klosterberg, Koppenbach, Lindach, Seibersdorf, Weichenried, Thierham und Schlott.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Der Ursprung Hohenwarts lag bei einer ehemaligen Burg der Rapotonen. Die Letzten dieses Geschlechts gründeten in der Wehranlage 1074 ein Frauenkloster. 1356 erhielt Hohenwart das Marktrecht und wurde Ende des 14. Jahrhunderts vom Klosterberg an die Ufer der Paar verlegt. Der Markt Hohenwart gehörte zum Rentamt München und zum Landgericht Pfaffenhofen des Kurfürstentums Bayern. Hohenwart besaß ein Marktgericht mit magistratischen Eigenrechten. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

19. und 20. JahrhundertBearbeiten

Das ehemalige Kloster Hohenwart befindet sich seit 1878 im Besitz der Regens-Wagner-Stiftungen Dillingen und beherbergt Einrichtungen für lernbehinderte Hörgeschädigte.

Bei der Kreisgebietsreform wurde Hohenwart am 1. Juli 1972 vom Landkreis Schrobenhausen dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm zugeordnet.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Oktober 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Deimhausen eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Seibersdorf und Weichenried hinzu.[3] Schließlich folgten Freinhausen, Klosterberg und Koppenbach am 1. Januar 1978.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1970: 3336 Einwohner
  • 1987: 3407 Einwohner
  • 1991: 3580 Einwohner
  • 1995: 3899 Einwohner
  • 2000: 4112 Einwohner
  • 2005: 4327 Einwohner
  • 2010: 4523 Einwohner
  • 2015: 4569 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit Mai 1996 Manfred Russer (CSU), sein Stellvertreter ist Thomas Reis aus Deimhausen.

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahl 2014 ergab diese Sitzverteilung.[5]

  • Christlich Soziale Union: 9 Sitze
  • Freie Wähler Hohenwart (FW): 7 Sitze

WappenBearbeiten

Wappenbeschreibung: Das Wappen zeigt auf goldenem Hintergrund den Heiligen Georg auf einem schwarzen Ross. Er durchbohrt mit seiner Lanze einen sich am Boden windenden, grünen Lindwurm.

Wappengeschichte: Der heilige Georg war der Patron des ehemaligen Benediktinerinnenstifts auf dem Klosterberg und galt deshalb auch als Schutzpatron des Marktes Hohenwart, der sich als Siedlung um das Kloster entwickelt hatte. Der Markt führte schon Mitte des 14. Jahrhunderts ein eigenes Siegel, das 1349 erstmals in einer Urkunde erwähnt wurde und seit 1374 in Abdrucken überliefert ist. Das Marktsiegel zeigte bis 1606 als Bild den heiligen Georg auf einem Fußgestell stehend, nimbiert, im Kettenpanzer mit kurzem Waffenrock, in der Rechten eine Lanze, am linken Arm ein Kreuzschild, haltend, jedoch ohne Lindwurm. Da das alte Siegel durch jahrhundertelangen Gebrauch abgenutzt und nicht mehr lesbar war, baten Bürgermeister und Rat um Erneuerung und Verbesserung ihres Abzeichens. Ein Entwurf für das neue Wappen mit dem Ortspatron wurde vorgelegt. Herzog Maximilian I. verlieh dem Markt das verbesserte Wappen, auf dem der heilige Georg über dem grünen Lindwurm in blauer Rüstung und roter Lanze auf dem Pferd reitend gezeigt wird. In dieser Form findet sich das Wappen auch in der Folgezeit in den Siegeln und in der heraldischen Literatur.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 116 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 693. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 55 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 640 Hektar (ha), davon waren 192 ha Ackerfläche und 445 ha Dauergrünfläche.

KindergärtenBearbeiten

  • Kindergarten S.Wolfoldus an der Schulstraße, Hohenwart
  • Kindergarten St.Johannes, Weichenried
  • Kinderkrippe S.Richildis an der Schulstraße, Hohenwart
  • Schulvorbereitende Einrichtung für hörgeschädigte Kinder (Regens Wagner)

SchulenBearbeiten

  • Grund- und Mittelschule Hohenwart
  • Regens-Wagner-Schule Hohenwart – privates Förderzentrum für lernbehinderte Hörgeschädigte

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hohenwart – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Hohenwart in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. September 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 567.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.
  5. http://www.markt-hohenwart.de/gemeinde/rathaus/gemeinderaete.php