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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pörnbach
Pörnbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pörnbach hervorgehoben

Koordinaten: 48° 37′ N, 11° 28′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Pfaffenhofen an der Ilm
Verwaltungs­gemeinschaft: Reichertshofen
Höhe: 396 m ü. NHN
Fläche: 22,63 km2
Einwohner: 2170 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 96 Einwohner je km2
Postleitzahl: 85309
Vorwahl: 08446
Kfz-Kennzeichen: PAF
Gemeindeschlüssel: 09 1 86 144
Gemeindegliederung: 6 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchplatz 1
85309 Pörnbach
Website: www.poernbach.de
Bürgermeister: Helmut Bergwínkel (FUW)
Lage der Gemeinde Pörnbach im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm
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Über dieses Bild
Pfarrkirche

Pörnbach ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm und bildet mit dem Markt Reichertshofen die Verwaltungsgemeinschaft Reichertshofen.

GeografieBearbeiten

Pörnbach liegt in der Planungsregion Ingolstadt.

Die Gemeinde hat sechs amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es existieren die Gemarkungen Puch, Pörnbach und Raitbach.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Pörnbach gehörte den Grafen von Toerring-Gronsfeld. Das Toerring’sche Schloss wurde erstmals 1558 urkundlich erwähnt, wird aber seit spätestens Mitte des 18. Jahrhunderts nicht mehr von Mitgliedern der Familie bewohnt. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern, bildete aber eine geschlossene Hofmark. Die Grafen von Törring besaßen von 1663 bis 1848 mit der Hofmark Pörnbach einen aus neun ursprünglich selbstständigen Hofmarken bestehenden Besitzkomplex. Der Verwaltungsmittelpunkt der Hofmarken Pörnbach, Euernbach, Göbelsbach, Tegernbach, Ritterswörth, Burgstall, Eschelbach, Förnbach und Puch, die seit 1819/20 als Patrimonialgerichte der Grafen von Törring-Jettenbach geführt wurden, lag in Pörnbach. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

VerwaltungsgemeinschaftBearbeiten

Mit dem Markt Reichertshofen besteht seit dem 1. Januar 1978 eine Verwaltungsgemeinschaft.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Raitbach eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1978 kam Puch hinzu.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1321 Einwohner
  • 1970: 1365 Einwohner
  • 1987: 1485 Einwohner
  • 1991: 1696 Einwohner
  • 1995: 1751 Einwohner
  • 2000: 1817 Einwohner
  • 2005: 1976 Einwohner
  • 2010: 2116 Einwohner
  • 2015: 2140 Einwohner

Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf das heutige Gemeindegebiet.

PolitikBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2014 Helmut Bergwinkel (Fortschrittliche Unabhängige). Bis 2014 amtierte Alois Ilmberger (Dorfgemeinschaft).

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Silber ein blauer Wellenbalken, darüber drei, zwei zu eins gestellte, rote Rosen mit goldenen Butzen, darunter ein rotes Posthorn.[5]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 129 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Die zum Toerring’schen Schloss gehörige Brauerei produziert mittlerweile ausschließlich nichtalkoholische Getränke am Standort Pörnbach. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 44 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 590. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe drei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 63 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1060 ha, davon waren 799 ha Ackerfläche.

VerkehrBearbeiten

Pörnbach liegt am Schnittpunkt der Bundesstraße 13 (München-Ingolstadt) und der Bundesstraße 300 (Augsburg-Richtung Regensburg). Der Anfang des 19. Jahrhunderts errichtete Gasthof zur Post weist auf die zentrale Lage von Pörnbach an der Kreuzung ehemaliger Poststraßen von und nach Ingolstadt, Regensburg, München und Augsburg hin. Seit 1803 bestand die Poststation Pörnbach. Das Posthorn im Pörnbacher Wappen symbolisiert die einstige verkehrsgeographische Bedeutung des Ortes. Diese Poststraßen waren Vorgänger der heutigen Bundesstraßen 13 und 300. Bis in die 1970er Jahre verlief auch die B 300 noch mitten durch den Ort (Oberkreut-Pörnbach-Puch-Langenbruck), bis die Umfahrung von der A9 an Reichertshofen und Pörnbach vorbei gebaut wurde. Eine Umgehung von Pörnbach im Verlauf der B13 konnte bislang noch nicht realisiert werden.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2013):

  • Kinderkrippe: zwei Gruppen mit je zwölf Kindern
  • Kindergarten: 50 Kindergartenplätze mit 57 Kindern
  • Volksschule: Grundschule (1.–4. Klasse)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Pörnbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Pörnbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. September 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 550.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 586.
  5. Haus der Bayerischen Geschichte - Bayerns Gemeinden. Abgerufen am 18. September 2019.