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Metropolregion Nürnberg

Metropolregion in Bayern, Deutschland
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Das Logo der Metropolregion Nürnberg
Karte
Gebiet der Metropolregion Nürnberg
Basisdaten Metropolregion Nürnberg
Bundesland: Bayern, Thüringen
Regierungsbezirke: Oberfranken, Mittelfranken,
Unterfranken,
Oberpfalz
Fläche: 21.785 km²
Einwohner: 3.557.648 (31. Dezember 2018)
Bevölkerungsdichte: 163 Einwohner/km²
Gliederung: 11 kreisfreie Städte, 23 Kreise
Metropolregion Nürnberg (in hellblau) in Deutschland

Die Metropolregion Nürnberg umfasst knapp 3,6 Millionen Einwohner auf 21.800 Quadratkilometern Fläche. Mit einem Bruttoinlandsprodukt von 134 Milliarden Euro und rund 1,9 Millionen Erwerbstätigen zählt sie zu den wirtschaftsstärksten Räumen in Deutschland.[1] Im Kern, der sogenannten Region Nürnberg, leben 2,5 Millionen Menschen mit etwa 1,4 Millionen Erwerbstätigen.[2][3]

Das Europäische Raumentwicklungskonzept (EUREK) von 1999 schreibt der Region eine wichtige Brückenfunktion im Hinblick auf die neuen EU-Mitgliedstaaten im Osten zu.

Seit April 2003 ist die Region Nürnberg Mitglied bei METREX, dem Netz der europäischen Großstadtregionen und Großräume.

Am 28. April 2005 hat die Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) formal über die Anerkennung der Region Nürnberg als Metropolregion entschieden.[4]

Gebiet der Metropolregion NürnbergBearbeiten

 
Bevölkerungsdichte 2018
 
Die Metropolregion wirbt auch an den Autobahnen im Ballungsraum

Zur Metropolregion Nürnberg gehören die elf kreisfreien Städte Ansbach, Amberg, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Erlangen, Fürth, Hof, Nürnberg, Schwabach und Weiden sowie die 23 Landkreise Amberg-Sulzbach, Ansbach, Bamberg, Bayreuth, Coburg, Erlangen-Höchstadt, Forchheim, Fürth, Haßberge, Hof, Kitzingen, Kronach, Kulmbach, Lichtenfels, Neumarkt i.d.OPf., Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim, Neustadt an der Waldnaab, Nürnberger Land, Roth, Sonneberg, Tirschenreuth, Weißenburg-Gunzenhausen und Wunsiedel i. Fichtelgebirge.

Die kreisfreie Stadt Hof sieht sich seit dem Beitritt als Verbindung zwischen den Metropolregionen Nürnberg und Mitteldeutschland.

Geographisch umschließt die Europäische Metropolregion Nürnberg (EMN) damit den Regierungsbezirk Mittelfranken, ganz Oberfranken, zwei Gebietskörperschaften Unterfrankens sowie etwa die Hälfte der Oberpfalz und seit 1. Oktober 2013 hat der Rat der Metropolregion Nürnberg der Aufnahme der Stadt Sonneberg (Thüringen) einstimmig zugestimmt.[5] Am 2. April 2014 hat die Verbandsversammlung der Metropolregion einstimmig für den Beitritt des Landkreises Sonneberg votiert.[6]

Am 15. Juli 2010 beschloss der Würzburger Stadtrat den Austritt der Stadt aus der Metropolregion Nürnberg.[7]

Der geographische, durch eine Mercator-Projektion, ermittelte Mittelpunkt der Metropolregion Nürnberg befindet sich nahe dem Dorf Geschwand der Gemeinde Obertrubach im Kreis Forchheim (49°42'31.3"N 11°19'00.6"O).

Kreisfreie Städte in der Metropolregion Nürnberg
Stadt Einwohner
31. Dez. 2018
Fläche km² Einwohner/km²
Mittelwert
Land
Ansbach 41.847 100 419 Bayern  Bayern
Amberg 41.970 50 837 Bayern  Bayern
Bamberg 77.592 55 1.420 Bayern  Bayern
Bayreuth 74.657 67 1.115 Bayern  Bayern
Coburg 41.294 48 854 Bayern  Bayern
Erlangen 111.962 77 1.455 Bayern  Bayern
Fürth 127.748 63 2.017 Bayern  Bayern
Hof 45.930 58 791 Bayern  Bayern
Nürnberg 518.365 186 2.781 Bayern  Bayern
Schwabach 40.792 41 999 Bayern  Bayern
Weiden in der Oberpfalz 42.520 71 603 Bayern  Bayern
Gesamt 1.164.677 816 1.427
Landkreise in der Metropolregion Nürnberg
Landkreis Einwohner
31. Dez. 2018
Fläche km² Einwohner/km²
Mittelwert
Land
Landkreis Amberg-Sulzbach 103.109 1.256 82 Bayern  Bayern
Landkreis Ansbach 183.949 1.972 93 Bayern  Bayern
Landkreis Bamberg 147.086 1.168 126 Bayern  Bayern
Landkreis Bayreuth 103.656 1.274 81 Bayern  Bayern
Landkreis Coburg 86.906 590 147 Bayern  Bayern
Landkreis Erlangen-Höchstadt 136.271 565 241 Bayern  Bayern
Landkreis Forchheim 116.099 643 181 Bayern  Bayern
Landkreis Fürth 117.387 308 382 Bayern  Bayern
Landkreis Haßberge 84.599 956 88 Bayern  Bayern
Landkreis Hof 95.311 893 107 Bayern  Bayern
Landkreis Kitzingen 90.909 684 133 Bayern  Bayern
Landkreis Kronach 67.135 652 103 Bayern  Bayern
Landkreis Kulmbach 71.845 658 109 Bayern  Bayern
Landkreis Lichtenfels 66.838 520 129 Bayern  Bayern
Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz 133.561 1.344 99 Bayern  Bayern
Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim 100.364 1.268 79 Bayern  Bayern
Landkreis Neustadt an der Waldnaab 94.352 1.428 66 Bayern  Bayern
Landkreis Nürnberger Land 170.365 800 213 Bayern  Bayern
Landkreis Roth 126.958 895 142 Bayern  Bayern
Landkreis Sonneberg 56.196 434 129 Thüringen  Thüringen
Landkreis Tirschenreuth 72.504 1.084 67 Bayern  Bayern
Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 94.393 971 97 Bayern  Bayern
Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge 73.178 606 121 Bayern  Bayern
Gesamt 2.392.971 20.969 114
Metropolregion Nürnberg
Einwohner
31. Dez. 2018
Fläche km² Einwohner/km²
Mittelwert
Kreisfreie Städte 1.164.677 816 1.427
Landkreise 2.392.971 20.969 114
Gesamt 3.557.648 21.785 163

OrganisationBearbeiten

Leitlinien für interne Strukturen sind den elf Europäischen Metropolregionen in Deutschland nicht vorgegeben. Die Art und Weise der regionalen Kooperationen kann also den örtlichen strukturellen Begebenheiten angepasst werden. Die Metropolregion Nürnberg hat sich für eine dezentrale und äußerst demokratische Organisationsstruktur entschieden. Intern ist sie in sechs Fachforen, einen Steuerungskreis und den Rat gegliedert. In den Foren arbeiten über 300 Vertreter aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen – Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung, Kultur und Sport – an gemeinsamen Projekten. Der Steuerungskreis besteht aus Vertretern der genannten Fachforen und übernimmt Aufgaben strategischer Beratung gegenüber dem Rat, dem eigentlichen Entscheidungskörper der EMN. Dieser besteht aus den Oberbürgermeistern der kreisfreien Städte, den Landräten und den Bürgermeistern der jeweils einwohnerstärksten Gemeinden der angeschlossenen Landkreise. Zwei Mitglieder der bayerischen Staatsregierung, drei Staatssekretäre bayerischer Staatsministerien sowie ein Regierungspräsident und ein Bezirkstagspräsident – in Vertretung aller betroffener Regierungs- und Bezirkstage – wurden kooptiert.[8]

Da die Entscheidungsmacht gänzlich in Händen gewählter politischer Vertreter liegt, gilt die Metropolregion Nürnberg als eine Institution regionaler Kooperation von hoher Legitimität. Durch die beratende Wirkung wirtschaftlicher und kultureller Akteure sowie der starken Repräsentation der ländlichen Räume ist sie sowohl gesellschaftlich als auch geographisch dezentral orientiert.

Behandlungsschwerpunkt auf KrebserkrankungenBearbeiten

Die Metropolregion legt seit 2013 einen Schwerpunkt auf die Behandlung der Volkskrankheit Krebs. Die Deutsche Krebshilfe hat das Universitätsklinikum Erlangen in die Liste der Onkologischen Spitzenzentren aufgenommen und fördert sie mit drei Millionen Euro. So bilden nun das Universitätsklinikum Erlangen, die Klinikum Bayreuth und die Sozialstiftung Bamberg gemeinsam das fränkische Comprehensive Cancer Center der Europäischen Metropolregion Nürnberg (CCC Erlangen – EMN).

Bildung und ForschungBearbeiten

FlugverkehrBearbeiten

 
Flughafen Nürnberg

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Europäische Metropolregion Nürnberg. (PDF; 383 kb) Daten und Fakten. In: https://www.metropolregionnuernberg.de. Marketingverein der Europäischen Metropolregion Nürnberg e.V., 1. August 2018, abgerufen am 1. Oktober 2018.
  2. Die Metropolregion auf einen Blick. Daten und Fakten. In: metropolregionnuernberg.de. Abgerufen am 5. Juni 2018.
  3. Statistik-Viewer der Metropolregionen in Deutschland. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte insg. In: ftp.planungsverband.de. Abgerufen am 29. September 2019.
  4. Stadt Nürnberg, Amt für Stadtforschung und Statistik für Nürnberg und Fürth (Hrsg.): Statistisches Jahrbuch der Stadt Nürnberg 2017. Januar 2018, ISSN 0944-1514, 19 Europäische Metropolregion Nürnberg, S. 254 (nuernberg.de [PDF; 4,1 MB; abgerufen am 17. November 2018]).
  5. Bayerischer Rundfunk, 2. Oktober 2013: Metropolregion Nürnberg. Sonneberg wird außerbayerisches Mitglied (Memento vom 4. Oktober 2013 im Internet Archive)
  6. MDR: 2. April 2014: Auch Landkreis Sonneberg in Metropolregion Nürnberg (Memento vom 7. April 2014 im Internet Archive).
  7. Knappe Entscheidung: Stadt tritt aus der Metropolregion wieder aus. In: mainpost.de. 16. Juli 2010, abgerufen am 16. Juli 2010.
  8. Die Metrolpolenregion Nürnberg. Verschiedene Dialekte und ein Ziel. In: https://www.metropolregionnuernberg.de. Marketingverein der Europäischen Metropolregion Nürnberg e.V., abgerufen am 1. Oktober 2018.