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Der bekannteste Burgberg des 21. Jahrhunderts, die Akropolis in Athen

Der Begriff Akropolis („Oberstadt“) bezeichnet im ursprünglichen Sinn den zu einer Stadt gehörigen Burgberg beziehungsweise die Wehranlage, die zumeist auf der höchsten Erhebung nahe der Stadt erbaut wurde.[1][2]

Inhaltsverzeichnis

Die Akropolis im antiken GriechenlandBearbeiten

Zu einer antiken griechischen Stadt gehörte meist eine Akropolis. Aus Verteidigungsgründen wählten die frühen Siedler einer Stadt Erhöhungen und Hügel aus, wenn möglich mit steilen Hängen. Die Akropolis entsprach somit einer Zitadelle, jedoch entwickelte sie sich im Laufe der Geschichte von einer Wehranlage auf dem Burgberg auch zum Kultplatz mit den wichtigsten Heiligtümern. Die frühen Siedlungen entwickelten sich dagegen vielerorts zu den Zentren großer Städte, die sich über die angrenzenden Täler ausbreiteten. Die bekannteste Akropolis ist die Akropolis von Athen.

Herkunft und Verwendung des BegriffsBearbeiten

Das Wort stammt aus dem Altgriechischen: ἀκρόπολις akrópolis ist zusammengesetzt aus ἄκρος ákros „höchster“, „oberster“ und πόλις pólis „Stadt“ und bedeutet „Hochstadt“ oder „Oberstadt“.[1]

Der Begriff „Akropolis“ war früher ausschließlich auf den antiken griechischen Kulturkreis beschränkt, wird aber heute auch für art- und zweckverwandte Bauwerke anderer antiker Kulturen wie Etrusker, Kelten oder Maya verwendet. Mit einigem Grund könnte man auch das römische Kapitol als Akropolis bezeichnen.

Bei mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Anlagen spricht man von Zitadellen, Bergforts (z. B. Chittorgarh und andere Bergfestungen von Rajasthan) oder von Kasbahs – so könnten auch die Alhambra von Granada oder die Alcazaba von Málaga als Akropolis angesehen werden.

BeispieleBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Reclam-Verlag: Kleines Wörterbuch der Architektur. ISBN 3-15-009360-0, S. 8, Absatz Akropolis
  2. Akropolis bei Duden online

WeblinksBearbeiten

  Commons: Acropolis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien