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Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken

Das Geographische, Statistisch-Topographische Lexikon von Franken ist ein von Johann Kaspar Bundschuh herausgegebenes sechsbändiges Lexikon, das von 1799 bis 1804 erschienen ist. Der vollständige Titel lautet: „Geographisches, Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken oder vollständige alphabetische Beschreibung aller im ganzen Fränkischen Kreis liegenden Städte, Klöster, Schlösser, Dörfer, Flekken, Höfe, Berge, Thäler, Flüsse, Seen, merkwürdiger Gegenden u. s. w. mit genauer Anzeige von deren Ursprung, ehemaligen und jezigen Besitzern, Lage, Anzahl und Nahrung der Einwohner, Manufakturen, Fabriken, Viehstand, merkwürdigen Gebäuden, neuen Anstalten, vornehmsten Merkwürdigkeiten etc. etc.“ Hauptverfasser ist Johann Kaspar Bundschuh. Er wurde hierbei von zahlreichen Mitverfassern unterstützt.

Das Werk bietet neben einem Vorwort eine alphabetische Liste der Toponyme. Am sechsten Band sind Berichtigungen und Ergänzungen der vorhergehenden Artikel und ein Register beigefügt. Außer dem „Versuch einer Historisch-Topographisch-Statistischen Beschreibung der unmittelbaren freyen Reichs-Ritterschaft in Franken“, der sich im 4. Band befindet, hat das Lexikon keinen systematischen Teil.

Bundschuhs Lexikon ist nach der 1648 erstmals erschienen „Topographia Franconiae“ von Matthias Merian die zweite vollständige Beschreibung des Fränkischen Reichskreises. Andere Ortslexika beschränkten sich auf die Beschreibung einzelner Herrschaftsbereiche (Fürstentum Ansbach, Hochstift Bamberg etc.). Entgegen seinem Titel bietet das Lexikon nur bezüglich der Ortschaften eine annähernd vollständige Beschreibung. Sämtliche Artikel sind unsystematisch gehalten. Meistens enthalten sie Angaben zur politischen Verwaltung, die oft aber unvollständig sind. Teilweise werden anstatt der preußischen Verwaltungseinheiten die zu dieser Zeit schon obsoleten Verwaltungseinheiten des Heiligen Römischen Reiches angegeben. In nur wenigen Artikeln finden sich Zusatzinformationen aus den Bereichen Geschichte und Ökonomie. Genaue Quellenangaben fehlen meistens. Besonders auffällig ist, dass die Toponyme aus den katholischen Herrschaftsbereichen meist viel ausführlicher behandelt werden.

Im Projekt „Topographia Franconiae“ der Universität Würzburg ist u. a. auch Bundschuhs Lexikon durch ein Ortsregister erschlossen. Hierbei ist zu beachten, dass nur die heute amtlich benannte Ortsteile verlinkt sind.

QuelleBearbeiten

  • Johann Kaspar Bundschuh: Geographisches, Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. 6 Bände. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799 (Digitalisat).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien