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Christlich Demokratische Union Deutschlands

politische Partei in Deutschland
CDU ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Weitere Bedeutungen sind unter CDU (Begriffsklärung) aufgeführt.
Christlich Demokratische Union Deutschlands
Logo der CDU
Angela Merkel
Partei­vorsitzende Angela Merkel
General­sekretär Peter Tauber
Stell­vertretende Vorsitzende Volker Bouffier
Ursula von der Leyen
Julia Klöckner
Armin Laschet
Thomas Strobl
Bundes­geschäfts­führer Klaus Schüler
Bundes­schatz­meister Philipp Murmann
Ehren­vorsitzende Konrad Adenauer (†)
Jakob Kaiser (†)
Ludwig Erhard (†)
Kurt Georg Kiesinger (†)
Helmut Kohl (†)
(Verzicht am 17. Januar 2000)
Gründung 26. Juni 1945 bzw.
20. bis 22. Oktober 1950
(1. Bundesparteitag)
Gründungs­ort Berlin und Rheinland bzw. Goslar
Haupt­sitz Konrad-Adenauer-Haus
Klingelhöferstraße 8
10785 Berlin
Jugend­organisation Junge Union
Zeitung Union Magazin[1]
Parteinahe Stiftung Konrad-Adenauer-Stiftung
Aus­richtung Christdemokratie
Konservatismus
Wirtschaftsliberalismus
Farbe(n) schwarz, blau (Pantone 2955C, Pantone 7462C), orange (Pantone 144C; Akzentfarbe)[3]
Bundestagssitze
253/630
Sitze in Landtagen
530/1821
Staatliche Zuschüsse 49.503.883,38 Euro (2016)[4]
Mitglieder­zahl 431.000
(Stand: Januar 2017)[2]
Mindest­alter 16 Jahre
Durch­schnitts­alter 59 Jahre
(Stand: 2016)[5]
Frauen­anteil 25,9 Prozent
(Stand: 2015)[6]
Internationale Verbindungen Christlich Demokratische Internationale (CDI-IDC) und
Internationale Demokratische Union (IDU)
Europaabgeordnete
29/96
Europapartei Europäische Volkspartei (EVP)
EP-Fraktion Europäische Volkspartei (EVP)
Website www.cdu.de

Die Christlich Demokratische Union Deutschlands (Kurzbezeichnung: CDU) ist eine politische Partei in allen deutschen Ländern mit Ausnahme des Freistaates Bayern. Sie bezeichnet sich als die Volkspartei der Mitte.[7][8] Sie beschreibt als ihre Grundwerte „Freiheit, Solidarität, Gerechtigkeit“, die sich aus „ihren christlich-sozialen, liberalen und wertkonservativen Wurzeln“ ableiten würden.[7][8][9]

Mit ihrer bayerischen Schwesterpartei, der Christlich-Sozialen Union in Bayern (CSU), bildet die CDU im Bundestag eine Fraktionsgemeinschaft, die meist als Union oder Unionsfraktion bezeichnet wird. Seit dem 15. Juni 2014 ist die CDU auf Bundesebene zusammen mit der CSU insgesamt länger in Regierungsverantwortung als jede andere deutsche Partei seit Gründung der Bundesrepublik. Über die längste Zeit koalierte die CDU neben der CSU mit der FDP in schwarz-gelben Koalitionen. In den Jahren 1969–1982 und 1998–2005 mussten sich die Unionsparteien mit der Oppositionsrolle zufriedengeben.

Die CDU bildet mit der CSU und der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) die gegenwärtige Koalitionsregierung der Bundesrepublik Deutschland, deren Bundeskanzlerin die CDU-Bundesvorsitzende Angela Merkel ist.

Die CDU ist derzeit auch in acht Bundesländern an der jeweiligen Landesregierung beteiligt, in sechs davon stellt sie den Ministerpräsidenten.

Auf europäischer Ebene ist die CDU Mitglied der Europäischen Volkspartei (EVP).

Inhaltsverzeichnis

Inhaltliches Profil

Folgende Grundsatzprogramme wurden von der CDU in der Vergangenheit beschlossen:

Religiöse Wurzeln

Die christliche Prägung der CDU ist in ihrer Gründungsgeschichte verwurzelt. 1945 traten Katholiken der Deutschen Zentrumspartei und evangelische Christen in einer konfessionsübergreifenden politischen Bewegung zusammen, aus der die CDU hervorging.[12] Im Gegensatz zur katholisch geprägten Deutschen Zentrumspartei ist die CDU für jeden „offen, der Würde, Freiheit und Gleichheit aller Menschen anerkennt“.[13]

„Nach christlichem Verständnis sind Mensch, Natur und Umwelt Schöpfung Gottes“, heißt es im Grundsatzprogramm der CDU.[14] Gott hat demnach den Menschen nach seinem Bilde geschaffen, woraus sich die Würde des Menschen als schützenswertes Gut herleitet. Der Mensch wird zugleich als Teil der kosmischen Schöpfung angesehen, über die er daher nicht frei verfügen darf, sondern die ihm von Gott zur Bewahrung anvertraut wurde.[15]

Die CDU setzt sich für eine Verankerung des Gottesbezuges in der Charta der Europäischen Union[16], für die Bewahrung christlicher Symbole im öffentlichen Raum und die Erhaltung christlicher Feiertage ein.[17]

Verhältnis zu den Kirchen

Seit ihrer Gründung steht die CDU Menschen aller christlichen Konfessionen und auch Nichtchristen offen. Dass sich die CDU ausdrücklich als christlich bezeichnet, beruht auf dem Entschluss der Partei, sich dem christlichen Menschenbild ausdrücklich verpflichtet zu erklären. Bei der Parteigründung im Jahre 1945 war zudem die Überwindung des politischen Gegensatzes zwischen Katholiken und Protestanten ein Hauptmotiv für die Aufnahme des Adjektivs „christlich“ in den Parteinamen. Oft wird die CDU als eine Nachfolgerin der katholisch orientierten Zentrumspartei genannt.

Laut einer Studie der Freien Universität Berlin von 2005 bekennen sich gegenwärtig 51 Prozent der CDU-Mitglieder zur katholischen Konfession, 33,3 Prozent geben ein evangelisches Bekenntnis an und 15,7 Prozent fühlen sich keiner Kirche zugehörig.

Thematisch gibt es im Verhältnis zu den politischen Äußerungen führender Kirchenvertreter regelmäßig Gemeinsamkeiten, aber auch unterschiedliche Ansätze und Widersprüche zu den Kirchen, etwa in der Sozialpolitik (vgl. Christliche Soziallehre) oder bei der Förderung der Biotechnologie, insbesondere der Genomforschung.

Um die christlichen Werte und die Interessen der Katholiken in der CDU zu bekräftigen, gründete sich am 15. November 2009 der Arbeitskreis Engagierter Katholiken in CDU und CSU.

Wirtschaftspolitik

 
Gedenkmedaille: Ludwig Erhard – Die Soziale Marktwirtschaft

Die CDU setzt sich für die Soziale Marktwirtschaft ein und sieht diese als ein Garant für Freiheit, Wohlstand und Sicherheit in der Zukunft an. Im Zuge der Globalisierung strebt sie nach einer internationalen Ausweitung der Sozialen Marktwirtschaft, wobei die gewonnene wirtschaftliche Freiheit den Menschen dienen solle. Insgesamt sei die CDU auf eine „wirtschaftlich vernünftige und sozial gerechte“ Politik bedacht.

Weiterhin sieht die CDU die Soziale Marktwirtschaft gleichzeitig als ein Gesellschaftsmodell an, das direkt mit einer „freiheitlichen Demokratie“ verbunden sei. Nach ihrem Grundsatz bildeten Freiheit und Verantwortung sowie Wettbewerb und Solidarität eine Einheit, die das Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell sozial machten und für soziale Gerechtigkeit sorgten. Die Stärke der Sozialen Marktwirtschaft begründe sich in „mehr Freiheit und Wettbewerb“. Dabei vertraue die CDU auf die „positive Gestaltungskraft freier Märkte und fairen Wettbewerbs“.

Ziel der Wirtschaftspolitik sei die Vollbeschäftigung der Bevölkerung, ein stetiges und angemessenes Wirtschaftswachstum sowie ein solider Haushalt. Des Weiteren strebt die CDU eine Privatisierung aller Wirtschaftsbetriebe an, die derzeit noch staatliche Beteiligung erfahren. In der Arbeitspolitik setzt die CDU auf eine „Flexibilisierung des Arbeitsmarktes“ und auf Tarifautonomie. Arbeitslosigkeit soll entgegengewirkt werden.

Der Schuldenstand müsse laut CDU entschlossen zurückgeführt werden, wobei „Schulden von heute […] Steuern von morgen“ seien. Öffentliche Investitionen dürften nur noch „über Kredite finanziert werden, die Werte bzw. Vermögen schaffen“.

Familienpolitik

Die CDU sieht in der Ehe zwischen Mann und Frau das Leitbild der Gesellschaft sowie die beste und verlässlichste Grundlage für das Gelingen von Familie. Familie bestehend aus Vater, Mutter und Kindern wird als das Fundament unserer Gesellschaft gesehen. Gleichwohl respektiert die CDU andere Lebensentwürfe. Sie erkennt an, dass auch in anderen nicht-ehelichen Partnerschaften zwischen Mann und Frau oder Personen gleichen Geschlechts Werte gelebt werden, die grundsätzlich für unsere Gesellschaft sind. Zudem wirbt sie für Toleranz und wendet sich gegen jede Form von Diskriminierung.

Eine Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften zwischen Personen gleichen Geschlechts mit der Zivilehe lehnt die CDU ab und begründet dies weiterhin mit Artikel 6 Absatz 1 des Grundgesetzes („Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“), obwohl das Bundesverfassungsgericht bereits im Jahr 2002 geurteilt hat, dass die Benachteiligung von eingetragenen Lebenspartnern gegenüber Eheleuten nicht mit Artikel 6 Absatz 1 des Grundgesetzes begründet werden kann. Die Ehe zwischen Frau und Mann hält die CDU für verfassungsrechtlich geschützt, obwohl im Grundgesetz die Ehe nicht ausdrücklich als Beziehung zwischen Mann und Frau definiert ist.[18] Insbesondere setzt sich die CDU weiterhin gegen eine steuerrechtliche Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnern mit Eheleuten ein, obwohl CDU, CSU und FDP im Koalitionsvertrag aus dem Jahr 2009 vereinbart haben „gleichheitswidrige Benachteiligungen im Steuerrecht abzubauen“. Der von der CDU beibehaltene Widerstand gegen die steuerrechtliche Gleichstellung hat zur Konsequenz, dass eingetragene Lebenspartner bei gleichem Einkommen wie Eheleute weiterhin bis zu 15.000 Euro mehr an Steuern jährlich zahlen mussten als diese Eheleute, selbst wenn bei den eingetragenen Lebenspartnern Kinder aufwachsen und bei den Eheleuten nicht. Im Juni 2013 änderte die Partei ihre Position, nachdem das Bundesverfassungsgericht erklärte, homosexuelle Paare müssen einkommenssteuerlich gleichgestellt werden.[19] Die CDU lehnt weiterhin ein gemeinsames Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare ab.[19][20] Auch lehnt die CDU eine Öffnung der Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare ab.

Der Ausbau von Kindergärtenplätzen soll gestärkt werden.

Bildungspolitik

Das dreigliedrige Schulsystem soll im Wesentlichen beibehalten und im Gegensatz zu den Planungen der SPD keine zusätzlichen Gesamtschulen eingeführt werden. Anstelle dessen soll das bestehende System „durchlässiger“ gemacht, also der Übertritt zwischen den verschiedenen Schulformen erleichtert werden.

Die CDU befürwortet Studiengebühren.[21][22] Studiengebühren wurden zwischen 2007 und 2008 nur in CSU-, CDU- bzw. CDU/FDP-regierten Ländern eingeführt.[23][24] Die Studienbeiträge dürften weder die finanziellen Möglichkeiten der Eltern übersteigen noch die Aufnahme eines Hochschulstudiums verhindern. Die CDU befürwortet eine Kombination von BAföG, Bildungssparen, Bildungsdarlehen und Entgelten bei einkommensabhängiger Darlehensrückzahlung sowie Freiplätze für Begabte und Bedürftige. Die Studiengebühren sollen die finanzielle Situation an den Hochschulen verbessern.[22] Durch die besseren Studienbedingungen soll sich das Studium verkürzen.

Innenpolitik

Verbrechen sollen härter bestraft werden, dadurch soll die Sicherheit erhöht werden. Die Bundeswehr soll im Innern Deutschlands insbesondere bei Katastrophen und Anti-Terror-Einsätzen beteiligt werden.

Netzpolitik

Im Bereich der Netzpolitik setzt sich die CDU für eine stärkere Überwachung des Internets ein und befürwortet die Vorratsdatenspeicherung, die sie seit Juli 2013 „Mindestspeicherfrist“ nennt.[25] Außerdem befürwortet sie Sperrungen von Internetinhalten und Online-Durchsuchungen. Bis zu dem Scheitern wurde ebenfalls das ACTA-Abkommen unterstützt.

Einwanderungspolitik

Die CDU erwartet im Blick auf Ausländerpolitik stärkere Anstrengungen von den Migranten für mehr Integration, befürwortet die Förderung der deutschen Sprache unter den Einwanderern und setzt sich für eine kontrollierte Einwanderungspolitik ein. Ein ganzheitliches Einwanderungsgesetz mit einem Punktesystem ist häufiger Diskussionsgegenstand der Partei. Die Doppelte Staatsbürgerschaft wird nur in Ausnahmefällen befürwortet. 1998/1999 organisierte die CDU gemeinsam mit der CSU eine Unterschriftenaktion gegen die doppelte Staatsbürgerschaft. Die Union befürwortet die Ausweisung krimineller Ausländer.[26]

 
Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama beim Staatsempfang in Baden-Baden, 3. April 2009

Außenpolitik

Außenpolitisch strebt sie vor allem ein intaktes Verhältnis zu den USA an. So warf sie im zeitlichen Umfeld des Irak-Krieges der damaligen rot-grünen Bundesregierung häufig Antiamerikanismus vor. Eine „ominöse Achse“ Paris-Berlin-Moskau-Peking könne nach Aussage des ehemaligen Kanzlerkandidaten Edmund Stoiber (CSU) niemals die Einbindung in das westliche Bündnis ersetzen. Deutschland brauche vielmehr die USA als Garanten von Frieden und Freiheit in der Welt. Außerdem erklärte die CDU/CSU-Fraktion, sie werde immer solidarisch zu Israel stehen.[27]

Europapolitik

Die CDU versteht sich selbst als „die“ Europapartei.[28] Begründet wird dieser Anspruch mit der Europapolitik von Konrad Adenauer und nachfolgenden Kanzlern der Partei, sowie einer Tradition, die programmatisch auf einen europäischen Bundesstaat und auf die Vereinigung des christlichen Abendlandes abzielte.[29] Die Bundesstaatsidee ist mit Einführung der Binnenmarktsregulierung und der deutschen Wiedervereinigung aber zunehmend in den Hintergrund getreten. Eine besondere Rolle spielt für die europapolitische Ausrichtung der CDU noch heute Altbundeskanzler Helmut Kohl. Er wird in der Partei (aber auch über Partei- und Landesgrenzen hinweg) als überzeugter Europäer beschrieben, da in seiner Kanzlerschaft die europäische Integration vorangetrieben wurde, etwa durch die Vertragsabschlüsse zum Euro, zum Binnenmarkt oder zu Schengen.[30] Im Zuge der Eurokrise positioniert sich die CDU neu zur europäischen Integration, aber weniger kritisch als die bayerische Schwesterpartei CSU. Europa-Abgeordnete der Partei setzen sich für eine Fortentwicklung der Europäischen Union zu einer Europäischen Konföderation ein.[31] Die CDU-geführte Bundesregierung unter Angela Merkel setzte zwar ab 2009 stärker auf intergouvernementale Regelungen, etwa im Rahmen des Euro-Plus-Pakts oder der Betonung einer „Unionsmethode“. Auf ihrem Leipziger Parteitag 2011 in Berlin beschloss die CDU hingegen eine Positionierung, die die Gemeinschaftsmethode propagiert und eine politische Union nach bundesstaatlichen Prinzipien fordert.[32] Eine EU-Vollmitgliedschaft der Türkei hält sie für falsch. Stattdessen tritt die Partei für eine privilegierte Partnerschaft ein. Sie argumentiert vor allem, die Türkei verstoße häufig gegen Menschenrechte und die türkische Regierung leugne den Völkermord an den Armeniern des Jahres 1915 noch heute. Des Weiteren müsse die Türkei Zypern als souveränen Staat anerkennen, da es Grundvoraussetzung sei, dass sich die Mitglieder der EU untereinander anerkennen. Die CDU beklagt, es könne bei der Frage, ob die Türkei in die EU eintrete, ein Automatismus entstehen, wenn der Türkei zum jetzigen Zeitpunkt EU-Beitrittsverhandlungen angeboten würden.

Parteipolitik

Bevorzugter Koalitionspartner ist im Regelfall die FDP, da die CDU mit ihr vor allem in der Wirtschafts- und Steuerpolitik am meisten Gemeinsamkeiten sieht, unterschiedliche Ansichten gibt es vor allem in der Frage der Bürgerrechte; insbesondere ist in diesem Zusammenhang die von der CDU befürwortete, von der FDP jedoch vehement abgelehnte Ausweitung der Videoüberwachung sowie die langfristigere Speicherung von Verbindungsdaten zu nennen. Fällt die Möglichkeit einer schwarz-gelben Koalition aus, wird in der Regel eine für die jeweilige Legislaturperiode befristete schwarz-rote Koalition mit der SPD gebildet. Teilweise koaliert die CDU auch auf Landesebene mit der SPD. Sogenannte schwarz-grüne Koalitionen mit Bündnis 90/Die Grünen gab und gibt es auf kommunaler Ebene, unter anderem auch in großen Städten wie Köln, Frankfurt am Main, Kiel oder Saarbrücken. Auf Landesebene gab es eine schwarz-grüne Koalition erstmals von Mai 2008 bis November 2010 in Hamburg. Seit Januar 2014 wird auch Hessen von CDU und Grünen gemeinsam regiert, und mit der Regierungsbildung in Baden-Württemberg vom Mai 2016 wurden die Kräfteverhältnisse erstmals umgekehrt: Seitdem ist die CDU in ihrem einstigen Stammland „Juniorpartner“ in einer Koalition mit den Grünen. Von November 2009 bis Januar 2012 regierte die CDU gemeinsam mit FDP und Bündnis 90/Die Grünen in einer so genannten Jamaika-Koalition im Saarland. Mit den Parteien Die Linke, obgleich auf kommunaler Ebene mit ihr zusammengearbeitet wird[33], und AfD lehnt die CDU ebenso Koalitionen ab wie mit rechts- und linksextremen Parteien wie der NPD oder der DKP.

Innere Struktur

Die CDU ist in allen deutschen Ländern, mit Ausnahme Bayerns, in Landesverbänden organisiert. In allen entsprechenden Landtagen vertritt sie in Fraktionsstärke ihre Wählerschaft. In Niedersachsen bestehen aus geschichtlichen Gründen die drei Landesverbände Hannover, Braunschweig und Oldenburg; darüber hinaus gibt es als Dachverband die CDU in Niedersachsen.

 
Organisationsstruktur und Gremien der CDU

Organe

Parteitag

Hauptartikel: Liste der CDU-Parteitage
 
28. Parteitag 2015 in Karlsruhe

Der Parteitag ist das höchste Organ der CDU. Er tritt mindestens alle zwei Jahre zusammen, bestimmt die Grundlinien der CDU-Politik, verabschiedet das Parteiprogramm und beschließt über das Statut, die Satzung der CDU.

Der erste Parteitag, der damals noch Bundesparteitag genannt und auf dem Konrad Adenauer zum Bundesvorsitzenden gewählt wurde, fand vom 20. bis 22. Oktober 1950 in Goslar statt. Der jüngste (28.) Parteitag fand am 13. bis 15. Dezember 2015 in Karlsruhe statt.[34]

Bundesausschuss

Hauptartikel: CDU-Bundesausschuss

Der Bundesausschuss ist das zweithöchste Gremium und beschäftigt sich mit allen politischen Themen und organisatorischen Angelegenheiten, die nicht ausdrücklich dem Bundesparteitag vorbehalten sind. Aus diesem Grund wird er oftmals auch kleiner Parteitag genannt.

Bundesvorstand

Hauptartikel: CDU-Bundesvorstand

Der CDU-Bundesvorstand leitet die Bundespartei. Er führt die Beschlüsse des Bundesparteitages und des Bundesausschusses durch und beruft den Bundesparteitag ein.

Präsidium

Hauptartikel: CDU-Präsidium

Das CDU-Bundespräsidium ist das oberste Führungsgremium, aber laut Statut kein Organ der CDU Deutschlands. Das Präsidium führt die Beschlüsse des Bundesvorstandes aus. Es erledigt insbesondere die laufenden und dringlichen Geschäfte des Bundesvorstandes und nimmt damit die Aufgaben des geschäftsführenden Vorstandes wahr.

 
Mitgliederentwicklung. Die Daten beziehen sich auf Angaben der Fachliteratur[35], Schätzungen (vor 1966) sowie Parteiangaben zum Stichtag 31. Dezember des jeweiligen Jahres.

Mitglieder

Die CDU Deutschlands gliedert sich in 17 Landesverbände, einen Regionalverband, 27 Bezirksverbände, 327 Kreisverbände und 10.721 Ortsverbände.

Im Juli 2016 zählte die CDU Deutschlands 444.400 Mitglieder. Das Durchschnittsalter der CDU-Mitglieder beträgt 59 Jahre. Das Durchschnittsalter der weiblichen Mitglieder liegt bei 61 Jahren und das der männlichen bei 59 Jahren. 25,8 Prozent der Mitglieder (118.865) sind weiblich und 74,2 Prozent (342.678) männlich. Bei den Neueintritten liegt der Frauenanteil bei 30,8 Prozent.[36]

Nach dem Stand von 2011 war der Frauenanteil in den neuen Ländern mit 28,1 Prozent etwas höher als in den alten Bundesländern mit 25,3 Prozent (Stand 2011).[37]

Anfang der 1990er Jahre erreichte die CDU mit ca. 750.000 Mitgliedern den höchsten Wert ihrer Geschichte, danach nahm die Zahl kontinuierlich ab. Ende Juni 2008 lag sie bei 530.755, die CDU hatte damit erstmals mehr Mitglieder als die SPD und war damit mitgliederstärkste deutsche Partei.[38] Im Mai 2011 sank die Anzahl der Mitglieder der CDU mit 499.646 erstmals unter die 500.000-Marke, lag aber noch vor der SPD.[39] Ende Juni 2012 betrug die Mitgliederzahl der CDU 482.951, sie fiel damit wieder leicht hinter die SPD zurück.[40] Parteiinterne Rechnungen gehen davon aus, dass sich die Mitgliederzahl im Vergleich zum Jahr 2007 im Osten bis 2019, diejenige im Westen bis 2024 halbieren wird.[41] Im Jahr 2013 hatte die CDU einen Rückgang von 1,95 Prozent zu verzeichnen. Der Mitgliederrückgang hat sich im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr weiter abgeschwächt und lag bis September 2014 bei 1,18 Prozent.[36] 2016 betrug der Mitgliederrückgang 2,9 Prozent.[42]

Das notwendige Mindestalter für eine Mitgliedschaft ist mit der Vollendung des 16. Lebensjahres erfüllt.

Der Mindestbeitrag für eine CDU-Mitgliedschaft ist nach dem Bruttoeinkommen gestaffelt und beginnt in den unteren Einkommensgruppen bei fünf Euro monatlich.[43]

Daten der Landesverbände

Landesverband Vorsitzender Mitglieder (Stand: 30. September 2014) Mitglieder im Verhältnis zur Einwohnerzahl Ergebnis der letzten Wahl des Landesparlaments Ergebnis der Bundestagswahl 2013
  Baden-Württemberg   Thomas Strobl 068.618 0,64 % 27,0 % (2016) 45,7 %
  Berlin   Monika Grütters 012.152 0,35 % 17,6 % (2016) 28,5 %
  Brandenburg

 

Ingo Senftleben 006.195 0,25 % 23,0 % (2014) 34,8 %
  Braunschweig   Frank Oesterhelweg 005.283 0,63 %
  Bremen   Jörg Kastendiek 002.634 0,40 % 22,4 % (2015) 29,3 %
  Hamburg Roland Heintze 007.900 0,45 % 15,9 % (2015) 32,2 %
  Hannover   Bernd Althusmann 045.957 0,75 %
  Hessen   Volker Bouffier 040.958 0,68 % 38,3 % (2013) 39,2 %
  Mecklenburg-Vorpommern   Vincent Kokert 005.572 0,35 % 19,0 % (2016) 42,5 %
  Nordrhein-Westfalen   Armin Laschet 140.410 0,80 % 33,0 % (2017) 39,8 %
  Oldenburg   Franz-Josef Holzenkamp 011.749 1,21 %
  Rheinland-Pfalz   Julia Klöckner 043.884 1,10 % 31,8 % (2016) 43,3 %
  Saarland   Annegret Kramp-Karrenbauer 017.338 1,82 % 40,7 % (2017) 37,8 %
  Sachsen   Stanislaw Tillich 011.948 0,30 % 39,4 % (2014) 42,6 %
  Sachsen-Anhalt   Thomas Webel 007.322 0,33 % 29,8 % (2016) 41,2 %
  Schleswig-Holstein   Daniel Günther 021.500 0,76 % 32,0 % (2017) 39,2 %
  Thüringen   Mike Mohring 011.287 0,52 % 33,5 % (2014) 38,8 %
  Auslandsverband Brüssel-Belgien Tim Peters 000217

Hochburgen

Die Hochburgen der Partei konzentrieren sich vor allem auf ländliche und/oder katholische Regionen wie die Eifel, das Sauerland, den Kreis Paderborn, das Münsterland, das Oldenburger Münsterland (Cloppenburg-Vechta), das Emsland, das nördliche Saarland, das thüringische Eichsfeld, Landkreis und Stadt Fulda, die oberschwäbischen Landkreise Biberach, Ravensburg und Sigmaringen, verschiedene südbadische Landkreise sowie Gebiete Mecklenburg-Vorpommerns und Sachsens. Nur geringen Zulauf hat die Partei in den Städten des Ruhrgebietes, in Bremen, in Ostfriesland, Brandenburg und in den östlichen Bezirken Berlins. Insgesamt verlor die CDU in den Großstädten in den letzten Jahren deutlich an Zuspruch, sodass sie dort immer weniger Oberbürgermeister stellt, was zu Debatten in der Partei führte, wie zukünftig großstädtische Milieus als Wähler gewonnen werden können.[44]

In der jüngeren Vergangenheit wurde allerdings in zunehmendem Maße ein „Abschmelzen“ der Hochburgen beobachtet. Zum Beispiel erreichte die CDU (ohne CSU) bei der Bundestagswahl 1983 in 27 Wahlkreisen ein Erststimmenergebnis von über 60 Prozent; Spitzenreiter war Biberach mit 75,1 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2005 jedoch bekam die CDU nur noch in einem einzigen Wahlkreis über 60 Prozent der Erststimmen: in Cloppenburg-Vechta mit 64,4 Prozent.

 
Angela Merkel zwischen den CSU-Politikern Ramsauer (li.) und zu Guttenberg, 2008

Verhältnis zur CSU

CDU und CSU sind als Sammlungsbewegungen nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden und hatten als Leitbild künftiger Politik das christliche Menschenbild im Mittelpunkt. Zunächst schlossen sich dezentral Gruppen zusammen – Schwerpunkte waren Köln, Berlin und München –; daher auch der Begriff „Union“ und nicht „Partei“. Erst 1950, also nach der Wahl von Konrad Adenauer zum ersten Bundeskanzler, kam die CDU zu ihrem ersten Bundesparteitag zusammen. Die Union in Bayern beließ es bei ihrem Engagement auf Landesebene, stellte aber frühzeitig klar, dass die CSU eine Partei mit bundespolitischem Bezug sein und auf Bundesebene mit der CDU eine Einheit bilden wolle. Die beiden Unionsparteien bilden eine gemeinsame Bundestagsfraktion, die programmatisch gemeinsam agiert. Das Verhältnis von CDU und CSU war aber nicht immer unproblematisch. Es gab in der Vergangenheit teilweise heftige Auseinandersetzungen, die ihren Höhepunkt im (letztendlich nicht ausgeführten) Kreuther Trennungsbeschluss fanden.

Teils gibt es zwischen den beiden Parteien starke Meinungsverschiedenheiten und selten auch Anfeindungen, so zuletzt im Rahmen der politischen Auseinandersetzung mit der Flüchtlingskrise in Deutschland ab 2015, wo die CDU-Vorsitzende Angela Merkel den Satz „Wir schaffen das“ prägte, der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer stattdessen aber von der CDU eine Zustimmung zu einer Obergrenze für Flüchtlinge forderte. Erstmals seit Jahren nahm Angela Merkel im Rahmen dieser Auseinandersetzungen 2016 nicht am CSU-Parteitag als Rednerin im Rahmen ihrer Funktion als CDU-Vorsitzende teil.[45]

Vereinigungen und Sonderorganisationen

 
Angela Merkel auf dem Kongress der Europäischen Volkspartei in Bonn, 2009

Neben den Landesverbänden spielen die Vorfeldorganisationen in der CDU eine wichtige innerparteiliche Rolle. Die Vereinigungen sind im Statut der CDU satzungsrechtlich verankert. Dabei kommen ihnen zwei Hauptaufgaben zu: Sie sollen einerseits die Politik der Partei innerhalb ihrer jeweiligen Wirkungskreise verbreiten. Andererseits sollen sie aber auch die Anliegen der von ihnen vertretenen Gruppen in die Politik der CDU einfließen lassen. Die Vereinigungen genießen im Verhältnis zu anderen Parteien eine weitgehende Unabhängigkeit von der Gesamtpartei. Neben dem Recht, sich eine eigene Satzung zu geben, drückt sich dies vor allem darin aus, dass ihre Mitglieder nicht zwangsläufig Mitglieder der Gesamtpartei sein müssen. Zudem haben sie ausdrücklich das Recht auf eigene politische Verlautbarungen, wenn diese nicht den Grundsätzen der Partei widersprechen.

Neben den satzungsmäßig verankerten Vereinigungen gibt es in der CDU noch weitere Vorfeldorganisationen mit unterschiedlichem Status. In der Literatur werden sie teilweise auf eine Stufe mit den Vereinigungen gestellt.

Vereinigungen

Zurzeit verfügt die CDU über sieben Vereinigungen.[46] Ihr Entstehen geht zum größten Teil auf die Anfangszeit der Partei in den 1950er Jahren zurück. Ihr innerparteiliches Gewicht ist unterschiedlich groß. Neben der Jungen Union wird allgemein die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung als besonders einflussreich angesehen. Die Bedeutung der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA oder auch Sozialausschüsse), die noch bis in die 1970er Jahre hinein ein wichtiger innerparteilicher Machtfaktor war, hat seither stark abgenommen. Die erst 1988 gegründete Senioren-Union wird vermutlich schon wegen der demografischen Entwicklung zunehmend an Einfluss gewinnen. Des Weiteren gibt es die Frauen-Union, die Ost- und Mitteldeutsche Vereinigung und die Kommunalpolitische Vereinigung der CDU und CSU.

Sonderorganisationen und sonstige Gruppen

Unter die Sonderorganisationen fallen Zusammenschlüsse von CDU-Mitgliedern oder CDU-Sympathisanten, die nicht den formalen Status einer Vereinigung haben. Von besonders hervorgehobener Bedeutung ist unter ihnen der Wirtschaftsrat der CDU, der 1963 als Zusammenschluss einiger CDU-naher Unternehmer entstand. Er hat großen Einfluss bei der Formulierung der Wirtschaftspolitik der Partei. Auch der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und der Evangelische Arbeitskreis sind keine Parteivereinigungen, stehen der CDU aber nahe. Eine weitere der CDU nahestehende Organisation ist die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Zudem existieren noch folgende sonstige Gruppen der CDU:

Parteifinanzen

Die Gesamteinnahmen der CDU betrugen im Jahr 2014 147.131.380,93 Euro. Zu den wichtigsten Einnahmequellen der CDU gehören staatliche Mittel, Parteispenden und Mitgliedsbeiträge.[47]

Einnahmen der CDU im Jahr 2014 EUR Anteil
Mitgliedsbeiträge 38.191.426,25 025,96 %
Mandatsträgerbeiträge und ähnliche regelmäßige Beiträge 18.885.080,29 012,84 %
Spenden von natürlichen Personen 18.010.761,78 012,24 %
Spenden von juristischen Personen 07.909.842,88 005,38 %
Einnahmen aus Unternehmenstätigkeit und Beteiligungen 00037.340,42 000,03 %
Einnahmen aus sonstigem Vermögen 02.429.284,89 001,65 %
Veranstaltungen, Vertrieb von Druckschriften und Veröffentlichungen und sonstiger mit Einnahmen verbundener Tätigkeit 12.398.073,45 008,42 %
Staatliche Mittel 47.889.305,99 032,55 %
Sonstige Einnahmen 01.380.264,98 000,93 %
Summe ≈ 147.131.381 100 %

Zwischen 25 und 40 Prozent der Spendeneinnahmen von Juristischen Personen setzen sich aus Großspenden von mehr als 20.000 Euro je Spende zusammen. Zu den größten Spendern (Juristische Personen, aufsummierte Spendensummen von 2000 bis 2008, ab 2007 nur Spenden ab 50.000 Euro[48]) zählen folgende Unternehmen und Verbände:

  1. 2.244.096 € Deutsche Bank AG
  2. 1.639.034 € Südwestmetall
  3. 1.461.652 € Daimler AG
  4. 1.452.678 € Altana AG
  5. 1.036.816 € Verband der Chemischen Industrie e. V.
  6. 740.000 € Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie
  7. 665.031 € BMW AG
  8. 663.957 € Allianz AG
  9. 625.516 € Verband der Metall- und Elektroindustrie Nordrhein-Westfalen e. V.
  10. 456.150 € Deutsche Vermögensberatung AG DVAG

Geschichte

Gründung

 
Gedenktafel am Gründungshaus der CDU, Platanenallee 11, in Berlin-Westend

Im Chaos des Zusammenbruchs der nationalsozialistischen Diktatur kam es unmittelbar nach Kriegsende 1945 überall in Deutschland – unter anderem in Berlin, Köln, Frankfurt, Hannover, Stuttgart, Würzburg, München – zu fast gleichzeitigen, spontanen, voneinander unabhängigen Gründungen der Christlich-Demokratischen sowie der Christlich-Sozialen Union. Ihre Idee war in den Widerstandskreisen und Gestapogefängnissen im Bewusstsein gemeinsamer Schicksale, politischer Überzeugungen und Leitbilder unabhängig von der Konfession entstanden.

Unmittelbar nach dem Einmarsch amerikanischer Truppen am 6. März 1945 setzten in Köln konkrete Planungen für eine neue „christlich-demokratische Partei“ ein. Die nach dem 17. Juni 1945 erarbeiteten „Kölner Leitsätze“[49] bildeten die Grundlage für die Programme der neuen Partei in Rheinland und Westfalen vom September 1945. Fast gleichzeitig trat in Berlin am 26. Juni 1945 die Christlich-Demokratische Union (sic!) mit ihrem Gründungsaufruf „Deutsches Volk!“ an die Öffentlichkeit.

Die Gründungsaufrufe waren in der Mehrzahl von NS-Verfolgten, KZ-Häftlingen oder Emigrierten unterschrieben. Der erste Vorsitzende der CDU, Andreas Hermes, war wegen Beteiligung am Attentat des 20. Juli 1944 zum Tode verurteilt worden und erwartete in der Todeszelle von Plötzensee seine Hinrichtung, bevor er im April 1945 befreit wurde. Die neue christliche, interkonfessionelle Partei sollte nach seiner Ansicht die Mängel der katholisch dominierten Zentrumspartei in der Weimarer Republik im künftigen deutschen Staat ausgleichen.

 
Wahlplakat von 1953

Die CDU organisierte sich zwischen 1945 und 1949 in den deutschen Ländern und Besatzungszonen unterschiedlich schnell. Ein erster übergreifender Zusammenschluss erfolgte im gemeinsamen Zonenausschuss der acht Landesverbände der CDU der britischen Zone, der sich am 22. Januar 1946 im ostwestfälischen Herford konstituierte. Zum Vorsitzenden des Zonenausschusses wurde Konrad Adenauer gewählt. In der französischen und amerikanischen Besatzungszone wurde ein Zusammenschluss untersagt. 1947 bildete die CDU deswegen eine Arbeitsgemeinschaft, um die innere Geschlossenheit der Partei trotz der unterschiedlichen Fortschritte zu wahren.[50] Die Kooperation mit der CDU in der Sowjetischen Besatzungszone schwand aufgrund der oktroyierten politischen Ausrichtung. Am 11. Mai 1950 schloss sich bei einer Konferenz der Landesvorsitzenden in Königswinter die CDU auf Bundesebene zusammen.[51] Am 21. Oktober desselben Jahres wurde dies auf dem 1. Bundesparteitag in Goslar bestätigt.

Ein wesentlicher Teil ihrer Mitgliederschaft (unter anderem Konrad Adenauer) entstammt der vor dem Zweiten Weltkrieg existierenden katholisch und süd-/westdeutsch geprägten Zentrumspartei. Auch führende Mitglieder der Deutschnationalen Volkspartei, der rechtsliberalen Deutschen Volkspartei und der liberalen DDP traten der CDU bei, insbesondere in Norddeutschland. Die Gründung der Union als weltliche und interkonfessionelle Partei ermöglichte es im Gegensatz zur ehemaligen Zentrumspartei, weit über das katholische Milieu hinaus auch in protestantischen Kreisen Fuß zu fassen.

Ein erstes stark antimaterialistisch geprägtes Neheim-Hüstener Programm von 1946 für die britische Zone wurde in weiten Teilen von Adenauer formuliert. Das Ahlener Programm aus dem Jahr 1947 wurde maßgeblich von der CDU in den britischen Besatzungszonen geprägt und sah im Sinne eines „christlichen Sozialismus“ vor, sich von einer kapitalistischen Sozial- und Wirtschaftsordnung abzuwenden. Die „Düsseldorfer Leitsätze“ von 1949 befürworteten im Gegensatz dazu die kapitalistische Wirtschaftsordnung im Sinne einer sozialen Marktwirtschaft, die vom ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer sowie dem Bundesminister für Wirtschaft Ludwig Erhard in die Praxis umgesetzt wurde. 1953 manifestierte die Partei diese Ausrichtung im „Hamburger Programm“.

1949–1963: Die Ära Adenauer

 
CDU-Wahlplakat von 1957

Bei der ersten Bundestagswahl 1949 wurden die Unionsparteien mit 31,0 Prozent knapp vor der SPD (29,2 Prozent) die stärkste Fraktion im Bundestag und bildeten zusammen mit FDP (11,9 Prozent) und Deutscher Partei (DP; 4,0 Prozent) eine Koalition. Der frühere Oberbürgermeister von Köln und langjährige Zentrumspolitiker, Konrad Adenauer, wurde am 15. September 1949 mit einer Stimme Mehrheit zum ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland gewählt. 1950 wurde Adenauer auch zum ersten Bundesvorsitzenden der CDU gewählt, als die CDU sich auf Bundesebene formierte.

Adenauers rheinischer Katholizismus und seine Verankerung in der katholischen Soziallehre prägte die deutsche Gesellschaft der 1950er Jahre nachhaltig. Insbesondere durch die erfolgreiche Politik von Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard, die zu einem wirtschaftlichen Aufschwung führte, erlebte die Union bei den Bundestagswahlen 1953 und 1957 zwei glänzende Wahlsiege, wobei der Wahlsieg 1957 ihr und der CSU sogar die absolute Mehrheit einbrachte. Trotzdem bildete sie weiterhin eine Koalition mit der rechtskonservativen und vor allem in Norddeutschland noch präsenten DP. Bei der zweiten und der dritten Bundestagswahl hatte die CDU der DP darüber hinaus geholfen, über die Grundmandatsklausel die Fünf-Prozent-Hürde außer Kraft zu setzen, indem sie in einigen ausgeprägten norddeutschen DP-Hochburgen darauf verzichtet hatte, Direktkandidaten aufzustellen. Da sie sich zur Bundestagswahl 1961 weigerte, der DP derart erneut „unter die Arme zu greifen“, wechselten 1960 die Hälfte der 17 DP-Bundestagsabgeordneten zur CDU, darunter auch die DP-Bundesminister Hans-Christoph Seebohm und Hans-Joachim von Merkatz. Ein Jahr lang führten CDU und CSU somit eine Alleinregierung, da die restlichen DP-Abgeordneten nicht mehr an der Regierung beteiligt waren. Die Wählerschaft der DP wechselte ab Anfang der 1960er Jahre größtenteils ebenfalls zur CDU, sodass die DP fortan keine Rolle mehr spielte.

Die 1950er Jahre waren geprägt vom „Wirtschaftswunder“ und der Debatte um die Westbindung der Bundesrepublik (unter anderem Beitritt zur NATO 1955 und Anlehnung an die USA). Das sowjetische Angebot nach einem vereinten, neutralen Deutschland wurde von der CDU als Tarnmanöver bewertet. Adenauer formulierte die sogenannte Sogtheorie. Nach dieser Theorie bestand für ein neutrales Deutschland die Gefahr, in den Sog der Sowjetunion zu geraten.

Die CDU erlitt bei der Bundestagswahl 1961 empfindliche Verluste (CDU 35,8 Prozent, CSU 9,6 Prozent, SPD 36,2 Prozent, FDP 12,8 Prozent). Unter anderem wurden diese Verluste mit dem Bau der Berliner Mauer 1961 und der angeblich zu zögerlichen Reaktion Adenauers hierauf begründet.

 
Ludwig Erhard (links) und Kurt Georg Kiesinger (rechts), 25. November 1966

1963–1969: Regierungen Erhard und Kiesinger

1963 trat Adenauer zugunsten Ludwig Erhards vom Amt des Bundeskanzlers und später auch vom Parteivorsitz zurück. Erhard konnte bei der Bundestagswahl 1965 die Regierungsverantwortung für die CDU sichern, aber bereits ein Jahr später kam es wegen Querelen um wirtschafts- und finanzpolitische Fragen und der ersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit zum Bruch mit dem Koalitionspartner FDP. Der bisherige baden-württembergische Ministerpräsident Kurt Georg Kiesinger bildete daraufhin mit der SPD die erste Große Koalition auf Bundesebene.

1969–1982: Erstmals in der Opposition

Die Bundestagswahl 1969 brachte einen tiefen Einschnitt in der Geschichte der Bundesrepublik und auch der Geschichte der CDU mit sich: Erstmals musste die CDU in die parlamentarische Opposition gehen, da SPD und FDP eine Koalition unter Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) bildeten. Wegen ihrer Ablehnung der Ostverträge sind zwischen 1970 und 1972 mehrere Abgeordnete aus dem Regierungslager zur CDU/CSU-Opposition übergetreten.

Der Versuch Rainer Barzels im Frühjahr 1972, Brandt durch ein konstruktives Misstrauensvotum abzulösen, scheiterte, obwohl vor der Abstimmung eine rechnerische Mehrheit der Opposition vorzuliegen schien. Die genauen Umstände dieser Abstimmung sind bis heute nicht restlos geklärt, sicher ist inzwischen nur, dass mindestens eine Stimme aus den Reihen der Unionsabgeordneten von der Staatssicherheit der DDR gekauft war (siehe Steiner-Wienand-Affäre). Bei der Bundestagswahl 1972 erfolgte eine deutliche Niederlage: Erstmals stellten CDU und CSU nicht mehr die stärkste Bundestagsfraktion. Barzel, CDU-Vorsitzender seit 1971, verzichtete 1973 auf eine zweite Wahlperiode und übernahm die Verantwortung für die Wahlniederlage, die parteiintern als Debakel angesehen wurde. Nachfolger wurde der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Helmut Kohl, der die Partei bis 1998 führen sollte.

1976 ging die CDU mit den Slogans „Aus Liebe zu Deutschland: Die Freiheit wählen“ und „Freiheit statt Sozialismus“ in den Wahlkampf.[52] Kohls erste Kanzlerkandidatur gegen Bundeskanzler Helmut Schmidt bei der Bundestagswahl 1976 scheiterte jedoch, obwohl CDU und CSU deutliche Gewinne verbuchen konnten, dadurch wieder stärkste Partei geworden waren und nur knapp die absolute Mehrheit verpassten. Mitte November 1976 verkündete dann die CSU den „Kreuther Trennungsbeschluss“, indem sie die Fraktionsgemeinschaft mit der CDU im Bundestag kündigte und eine Ausdehnung auf das gesamte Bundesgebiet anstrebte. Einen Rückzieher machte sie erst, nachdem die CDU ihrerseits angedroht hatte, dann künftig auch in Bayern aktiv zu werden. Bei der Bundestagswahl 1980 unterlag der CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß als gemeinsamer Kanzlerkandidat der beiden Unionsparteien dem amtierenden Bundeskanzler Helmut Schmidt.

 
Helmut Kohl, 11. September 1989

1982–1998: Die Regierung Kohl

 
Helmut Kohl bei der Grenzöffnung am Brandenburger Tor, 22. Dezember 1989

1982 zerbrach die sozialliberale Koalition. Helmut Kohl wurde am 1. Oktober 1982 per konstruktivem Misstrauensvotum zum Nachfolger Helmut Schmidts gewählt. Bei der vorgezogenen Bundestagswahl 1983 erhöhten CDU und CSU unter Kohl mit 48,8 Prozent ihren Stimmenanteil deutlich und setzten ihre mit dem Machtwechsel im Oktober 1982 geschlossene Koalition mit der FDP fort. Das Bundesverfassungsgericht wies Klagen gegen die vorzeitige Auflösung des Bundestages zwar zurück, das Zustandekommen der Bundestagswahl durch eine mit Absicht verlorene Vertrauensfrage blieb jedoch verfassungsrechtlich umstritten. Bei der Bundestagswahl 1987 erlitten CDU und CSU unter der Führung von Kohl deutliche Stimmenverluste, blieben aber die stärkste Fraktion im Bundestag und führten die Regierung mit der FDP fort.

Am 9. November 1989 wurden die Grenzen zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland geöffnet. Kohl weilte zu diesem Zeitpunkt in Warschau und wurde wie die meisten Beobachter von den Ereignissen völlig überrascht. Er brach unverzüglich seinen Aufenthalt ab, um sich nach Bonn und anschließend nach West-Berlin zu begeben. Nach anfänglichem Zögern und Planungen für einen langfristig angelegten Vereinigungsprozess (Zehn-Punkte-Plan) wurde dann im Frühjahr 1990 aufgrund des Drucks in der Bevölkerung klar, dass eine schnelle Wiedervereinigung erreicht werden musste. Kohl schaffte es durch intensive persönliche Gespräche und Verhandlungen, die Zustimmung der Alliierten und die Unterstützung der europäischen Nachbarn zu erhalten. Der zuvor schon in den Meinungsumfragen deutlich zurückgefallene Bundeskanzler konnte so – als „Kanzler der Einheit“ gefeiert – bei der ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl 1990 einen deutlichen Wahlsieg erringen.

Im Zuge der Wiedervereinigung gingen Teile der DDR-Bürgerrechtsbewegung wie der Demokratische Aufbruch, aber auch die bisherigen DDR-Blockparteien Demokratische Bauernpartei Deutschlands und die CDU (Ost) in der CDU auf. Abgesehen von wenigen Führungspersonen wurde die CDU (Ost), die sich noch kurz zuvor als eine „Partei des Sozialismus“ verstanden hatte, ohne größere Rücksichtnahme auf die bisherigen Bekenntnisse der Mitglieder völlig in die CDU der Bundesrepublik integriert. (Ein eigener Artikel gibt einen Überblick über den Verbleib des Vermögens der Ost-CDU und der Bauernpartei nach der Fusion.)

Nachdem sich die CDU bei der Bundestagswahl 1994 mit Helmut Kohl als Führungsfigur noch einmal knapp hatte behaupten können, verlor sie bei der Bundestagswahl 1998 zusammen mit der CSU die Regierungsmehrheit und zum zweiten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik ihre Stellung als stärkste Bundestagsfraktion. Mit 35,1 Prozent erreichte sie nach 1949 das zweitschlechteste Ergebnis bei Bundestagswahlen in ihrer Geschichte. Nachfolger Kohls als Bundeskanzler wurde der bisherige niedersächsische Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD).

Hauptursachen der desaströsen Niederlage waren die schleppende wirtschaftliche Entwicklung mit einhergehender steigender Arbeitslosigkeit. Hinzu kam der Umstand, dass die Deutschen nach 16 Jahren Kanzlerschaft Helmut Kohls überdrüssig wurden. Auch auf Landesebene befand sich die CDU in einer tiefen Krise. So stellte sie im November 1998 lediglich in Baden-Württemberg, Berlin, Sachsen und Thüringen den Regierungschef, wobei sie in Berlin und Thüringen eine Große Koalition mit der SPD bildete. Daneben war sie in Bremen in einer weiteren großen Koalition Juniorpartner der SPD.

1998–2005: Die CDU in der Opposition

 
Edmund Stoiber (CSU) und Friedrich Merz

Neuer Parteivorsitzender wurde Wolfgang Schäuble. 1998/1999 initiierte die CDU/CSU eine Unterschriftenaktion gegen die Reform des deutschen Staatsbürgerschaftsrechts, in der das Abstammungsrecht durch Elemente des ius soli ergänzt werden sollte. Die öffentliche Kampagne verhalf dem hessischen Spitzenkandidaten Roland Koch zum Wahlsieg und zum Amt des Hessischen Ministerpräsidenten.

Ende des Jahres 1999 wurde die CDU von einem Parteispendenskandal erschüttert. Kernpunkt der Affäre waren Geldspenden in Millionenhöhe, deren Spender zu nennen sich Helmut Kohl weigerte. Ebenso wurden einige schwarze Konten unter Umgehung des Fiskus geführt. Die damalige CDU-Generalsekretärin Angela Merkel zwang Kohl zum Rücktritt vom Amt des CDU-Ehrenvorsitzenden. Im Zusammenhang mit diesem Skandal musste Anfang 2000 nach widersprüchlichen Aussagen zu dem Sachverhalt auch Wolfgang Schäuble als Vorsitzender der CDU und der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktreten.[53] Nachfolgerin als Parteivorsitzende wurde Angela Merkel, die damit als erste Frau an der Spitze einer der deutschen Volksparteien rückte. Nachfolger Schäubles als Fraktionsvorsitzender wurde Friedrich Merz. 2000 erfolgte auch der Umzug der Parteizentrale vom Bonner in das Berliner Konrad-Adenauer-Haus.

Bei der Bundestagswahl 2002 trat der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) als Kanzlerkandidat an. Trotz erheblicher Zuwächse in Süd- und Südwestdeutschland blieb die CDU/CSU lediglich zweitstärkste Bundestagsfraktion. Hauptursache war nach Meinung von Analysten, dass der Bayer Stoiber insbesondere im Norden (wie schon Strauß 1980) und Osten Deutschlands die Wähler nicht ausreichend ansprechen konnte.

Die Landtagswahl in Schleswig-Holstein 2005 führte das Ende der Amtszeit von Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) herbei; die CDU führte danach eine Große Koalition mit der SPD an. Am 22. Mai 2005 siegte die CDU in Nordrhein-Westfalen und löste damit die zu diesem Zeitpunkt letzte amtierende rot-grüne Landesregierung in Deutschland ab.

2005–2009: Erste Bundeskanzlerin – Zweite Große Koalition

 
Angela Merkel nach der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig, 3. Juni 2008

Nach der vorgezogenen Bundestagswahl am 18. September 2005 wurde die Fraktionsgemeinschaft aus CDU und CSU unter Angela Merkel zum ersten Mal seit der Wahl 1994 wieder stärkste Fraktion, erhielt jedoch weniger Stimmen als in der vorhergegangenen Wahl und als in Meinungsumfragen vorhergesagt. Die Union erhielt das drittschlechteste Ergebnis ihrer Parteigeschichte. Das erklärte Wahlziel, eine Bundestagsmehrheit für eine Koalition mit der FDP, konnte nicht erreicht werden.

Obwohl die CDU/CSU die stärkste Fraktion bildete, beanspruchte zunächst die SPD das Amt des Bundeskanzlers für sich; da jene jedoch gleichzeitig eine Koalition aus SPD, den Grünen und Linkspartei ausschloss und die FDP nicht zu einer Ampelkoalition bereit war, war eine Regierungsbildung ohne die CDU nicht möglich. Am 11. November 2005 einigten sich CDU, CSU und SPD auf einen Koalitionsvertrag für eine Große Koalition unter Angela Merkel als Bundeskanzlerin. So wurde nach der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags Angela Merkel am 22. November 2005 mit 397 von 614 Stimmen der Abgeordneten des Deutschen Bundestages zur ersten Frau gewählt, die die Position des Bundeskanzlers ausübt. Angela Merkel erhielt bei der Kanzlerwahl mehr Stimmen als jeder ihrer Amtsvorgänger, prozentual fiel ihr Wahlergebnis mit 64,9 Prozent der Stimmen jedoch schlechter aus als das Kurt Georg Kiesingers. Jedoch stellte die Große Koalition bei dessen Wahl zum Bundeskanzler am 1. Dezember 1966 über 90,1 Prozent der Sitze, die Große Koalition unter Merkel stellte nur knapp 73 Prozent der Sitze im 16. Deutschen Bundestag. Dies lag vor allem an den drei weiteren, deutlich stärker als zuvor im Bundestag vertretenen Parteien.

2009–2013: Neuer Koalitionspartner im Kabinett Merkel II

Bei der Bundestagswahl 2009 verlor die CDU zwar noch einmal leicht an Stimmen, war jedoch dank Überhangmandaten mit mehr Abgeordneten im Bundestag vertreten als in der vorigen Legislaturperiode. Da die FDP zugleich das beste Wahlergebnis ihrer Geschichte erzielte, konnte Angela Merkel den Regierungspartner wechseln und sich mit den Stimmen von Union und FDP als Regierungschefin der vierten christlich-liberalen Koalition wiederwählen lassen. Zuvor gelang es keinem Bundeskanzler in der deutschen Geschichte, den Koalitionspartner zu wechseln.

Im Januar 2010 stellte die CDU ihr Zukunftspapier Berliner Erklärung vor.[54] Dieses wurde von einigen Beobachtern als Zeichen für einen Linkstrend der CDU wahrgenommen.[55][56] Auf Initiative von Friedrich-Wilhelm Siebeke[55][57] wurde die Aktion Linkstrend stoppen gegründet, die einen Monat nach der Berliner Erklärung ihr Manifest gegen den Linkstrend[58] in deutschen Tageszeitungen veröffentlichte.

Seit 2013: Erneute Große Koalition im Kabinett Merkel III

Hauptartikel: Kabinett Merkel III

Nach der Bundestagswahl 2013, bei der die Union nur um fünf Mandate die absolute Mehrheit der Sitze im Bundestag verpasste, sondierte sie mit Bündnis 90/Die Grünen und der SPD. Da einige Funktionäre der Grünen und der CSU eine schwarz-grüne Koalition ablehnten, verhandelten CDU/CSU und die SPD erneut über die Bildung einer Großen Koalition. Nach dem erfolgreichen Mitgliederentscheid der SPD wurde der Koalitionsvertrag unterschrieben. Am 17. Dezember 2013 wurde Angela Merkel zum dritten Mal mit großer Mehrheit zur Bundeskanzlerin gewählt.

Da die FDP, die laut Merkel „natürlicher Koalitionspartner“ ist und bleibe,[59] in Wahlumfragen im Jahr 2014 bei ca. 3 Prozent verharrte und ein Wiedereinzug in den Bundestag 2017 vor diesem Hintergrund unsicher erscheint, begann sich die CDU stärker gegenüber den Grünen zu öffnen.

Gegenwart

Bundesregierung

Die CDU ist mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und sechs weiteren Bundesministern im Kabinett Merkel III vertreten.

Name Amt Beginn der Amtszeit
  Angela Merkel   Bundeskanzlerin 22. November 2005
  Thomas de Maizière      Bundesminister des In­nern 17. Dezember 2013
  Wolfgang Schäuble      Bundesminister der Fi­nan­zen 28. Oktober 2009
  Ursula von der Leyen      Bundesministerin der Ver­tei­di­gung 17. Dezember 2013
  Hermann Gröhe      Bundesminister für Ge­sund­heit 17. Dezember 2013
  Johanna Wanka      Bundesministerin für Bil­dung und For­schung 14. Februar 2013
  Peter Altmaier   Bundesminister für be­son­de­re Auf­ga­ben (Chef des Bun­des­kanz­ler­am­tes) 17. Dezember 2013

Regierungschefs in den Ländern

Die CDU stellt derzeit fünf von 16 Ministerpräsidenten.

Name Land Beginn der Amtszeit Kabinett bzw. Senat Zugehörigkeit zu den Landesparlamenten
  Volker Bouffier     Hessen 31. August 2010 Kabinett Bouffier II  
  • nicht vertreten
  • als Oppositionspartei vertreten
  • als kleiner Koalitionspartner in der Regierung
  • als großer Koalitionspartner in der Regierung und stellt den Regierungschef
  Armin Laschet     Nordrhein-Westfalen 27. Juni 2017 Kabinett Laschet
  Annegret Kramp-Karrenbauer     Saarland 10. August 2011 Kabinett Kramp-Karrenbauer III
  Stanislaw Tillich     Sachsen 28. Mai 2008 Kabinett Tillich III
  Reiner Haseloff     Sachsen-Anhalt 19. April 2011 Kabinett Haseloff II

In Baden-Württemberg ist die CDU als kleinerer Koalitionspartner von Bündnis 90/Die Grünen an der Landesregierung beteiligt und stellt mit Thomas Strobl den Stellvertreter des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne). In Mecklenburg-Vorpommern regiert die CDU als Juniorpartner der SPD: Unter Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) hat Lorenz Caffier die Position des stellvertretenden Ministerpräsidenten in Schwerin inne. In Bayern stellt die Schwesterpartei CSU den Ministerpräsidenten.

Parteivorsitzende

Vorsitzende der CDU in der sowjetischen Zone

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
  Andreas Hermes Juli 1945 Dezember 1945
  Jakob Kaiser 1946 1947
  Otto Nuschke 1948 1949

Vorsitzende der CDU in der britischen Zone

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
  Konrad Adenauer 1. März 1946 20. Oktober 1950

Vorsitzende der CDU Deutschlands

Angela MerkelWolfgang SchäubleHelmut KohlRainer BarzelKurt Georg KiesingerLudwig ErhardKonrad Adenauer 
Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
  Konrad Adenauer 21. Oktober 1950 23. März 1966
  Ludwig Erhard 23. März 1966 23. Mai 1967
  Kurt Georg Kiesinger 23. Mai 1967 5. Oktober 1971
  Rainer Barzel 5. Oktober 1971 12. Juni 1973
  Helmut Kohl 12. Juni 1973 7. November 1998
  Wolfgang Schäuble 7. November 1998 16. Februar 2000
  Angela Merkel 10. April 2000 amtierend

Ehrenvorsitzende

Generalsekretäre

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
  Bruno Heck 1967 1971
  Konrad Kraske 1971 1973
  Kurt Biedenkopf 1973 1977
  Heiner Geißler 1977 1989
  Volker Rühe 1989 1992
  Peter Hintze 1992 1998
  Angela Merkel 1998 2000
  Ruprecht Polenz 2000 2000
  Laurenz Meyer 2000 2004
  Volker Kauder 2005 2005
  Ronald Pofalla 2005 2009
  Hermann Gröhe 2009 2013
  Peter Tauber 2013 amtierend

Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Name Beginn der Amtszeit Ende der Amtszeit
  Konrad Adenauer 1. September 1949 20. September 1949
  Heinrich von Brentano 30. September 1949 7. Juni 1955
  Heinrich Krone 15. Juni 1955 24. November 1961
  Heinrich von Brentano 24. November 1961 14. November 1964 (†)
  Rainer Barzel 1. Dezember 1964 9. Mai 1973
  Karl Carstens 17. Mai 1973 1. Dezember 1976
  Helmut Kohl 13. Dezember 1976 4. Oktober 1982
  Alfred Dregger 4. Oktober 1982 25. November 1991
  Wolfgang Schäuble 25. November 1991 29. Februar 2000
  Friedrich Merz 29. Februar 2000 24. September 2002
  Angela Merkel 24. September 2002 21. November 2005
  Volker Kauder 21. November 2005 amtierend

CDU-Mitglieder in politischen Spitzenämtern

Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts

Die nachfolgenden CDU-Politiker amtierten als Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts.

Bundeskanzler

Die nachfolgenden CDU-Politiker amtierten als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Präsidenten des Deutschen Bundestages

Die nachfolgenden CDU-Politiker wurden von den Mitgliedern des Deutschen Bundestages zu Präsidenten des Deutschen Bundestages gewählt.

Bundespräsidenten

Die nachfolgenden CDU-Politiker wurden zu Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Während der Präsidentschaft ruht traditionell die Parteimitgliedschaft.

Präsidenten des Europäischen Parlaments

Die nachfolgenden CDU-Politiker wurden von den Mitgliedern des Europäischen Parlaments zu Präsidenten des Europäischen Parlaments gewählt.[60]

Präsident der Europäischen Kommission

Ein CDU-Politiker amtierte bisher als Präsident der Europäischen Kommission.

EU-Kommissare

Die nachfolgenden CDU-Politiker amtierten als Mitglieder der Europäischen Kommission.

Ergebnisse der CDU bei bundesweiten Wahlen seit 1949

Ergebnisse der CDU bei Bundestagswahlen

Wahljahr Stimmenanteil Stimmen1
1949 25,2 % 05.978.636
1953 36,4 % 10.016.594
1957 39,7 % 11.875.339
1961 35,8 % 11.283.901
1965 38,0 % 12.387.562
1969 36,6 % 12.079.535
1972 35,2 % 13.190.837
1976 38,0 % 14.367.302
1980 34,2 % 12.989.200
1983 38,2 % 14.857.680
1987 34,5 % 13.045.745
1990 36,7 % 17.055.116
1994 34,2 % 16.089.960
1998 28,4 % 14.004.908
2002 29,5 % 14.167.561
2005 27,8 % 13.136.740
2009 27,3 % 11.828.277
2013[61] 34,1 % 14.921.877
1 Ab 1953: Zweitstimmen.

Ergebnisse der CDU bei Europawahlen

Wahljahr Stimmenanteil Stimmen
1979 39,1 % 10.883.085
1984 37,5 % 09.308.411
1989 29,5 % 08.332.846
1994 32,0 % 11.346.073
1999 39,3 % 10.628.224
2004 36,5 % 09.412.997
2009 30,7 % 08.071.391
2014 30,0 % 08.812.653

Literatur

  • Die Politische Meinung 422 (2005): Sechzig Jahre CDU.
  • Winfried Becker (Hg.): Lexikon der Christlichen Demokratie in Deutschland. Schöningh, Paderborn 2002, ISBN 3-506-70779-5.
  • Frank Bösch: Macht und Machtverlust. Die Geschichte der CDU. DVA, Stuttgart 2002, ISBN 3-421-05601-3.
  • Frank Bösch: Die Adenauer-CDU. Gründung, Aufstieg und Krise einer Erfolgspartei 1945–1969. Stuttgart u. a.: Deutsche Verlags-Anstalt, 2001.
  • Matthias Deiß: Die Führungsfrage – CDU und CSU im zwischenparteilichen Machtkampf. Forschungsgruppe Deutschland, München 2003, ISBN 3-933456-27-4.
  • Christian v. Ditfurth: Blockflöten – Wie die CDU ihre realsozialistische Vergangenheit verdrängt. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1991, ISBN 3-462-02179-6.
  • Hans-Otto Kleinmann: Geschichte der CDU. 1945–1982. Herausgegeben von Günter Buchstab, DVA, Stuttgart 1993, ISBN 3-421-06541-1.
  • Helmut Kohl: Berichte zur Lage 1989–1998. Der Kanzler und Parteivorsitzende im Bundesvorstand der CDU Deutschlands. Bearbeitet von Günter Buchstab und Hans-Otto Kleinmann, Droste Verlag, Düsseldorf 2012, ISBN 978-3-7700-1915-1.
  • Ehrhart Neubert: Ein politischer Zweikampf in Deutschland – Die CDU im Visier der Stasi. Verlag Herder, Freiburg 2002, ISBN 3-451-28016-7.
  • Volker Resing: Die Kanzler-Maschine – Wie die CDU funktioniert. Verlag Herder, Freiburg 2013, ISBN 978-3-451-30592-4.
  • Josef Schmid: Die CDU. Organisationsstrukturen, Politiken und Funktionsweisen einer Partei im Föderalismus. Leske&Budrich, Opladen 1990, ISBN 3-8100-0829-X.
  • Hans-Peter Schwarz (Hrsg.): Die Fraktion als Machtfaktor. CDU/CSU im Deutschen Bundestag 1949 bis heute. Pantheon, München 2009, ISBN 978-3-570-55107-3.
  • Udo Zolleis: Die CDU. Das politische Leitbild im Wandel der Zeit. VS Verlag, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-15548-7.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Das Magazin der CDU Deutschlands. Abgerufen am 24. Januar 2016.
  2. DPA Infografik 26307. 24. Februar 2017, abgerufen am 24. Februar 2017.
  3. Corporate Design der Union. Das visuelle Erscheinungsbild der Christlich Demokratischen Union Deutschlands, eingesehen unter http://www.designtagebuch.de/cd-manuals/cdu_design_manual.pdf
  4. bundestag.de: Festsetzung der staatlichen Mittel für das Jahr 2016 (PDF; 479 kB)
  5. Das große Schrumpfen der Parteien; online abrufbar [1]
  6. Parteien haben seit 1990 Hälfte ihrer Mitglieder verloren. Berliner Morgenpost, 12. Juli 2016, abgerufen am 28. Dezember 2016.
  7. a b Selbstverständnis der CDU. In: Christlich Demokratische Union Deutschlands. 5. April 2013, abgerufen am 21. Mai 2016.
  8. a b Freiheit und Sicherheit. Grundsätze für Deutschland. In: Christlich Demokratische Union Deutschlands. 3. Juni 2014, abgerufen am 21. Mai 2016.
  9. Vgl. Grundsatzprogramm der CDU Deutschlands, beschlossen am 3. Dezember 2007 in Hannover, Präambel, S. 5.
  10. Liste der Grundsatzprogramme mit den jeweiligen Texten bei der Konrad-Adenauer-Stiftung
  11. Grundsatzprogramm
  12. Alexander Heit und Georg Pfleiderer (Hrsg.): Sphärendynamik II: Religion in postsäkularen Gesellschaften. Theologischer Verlag Zürich, Zürich 2011, ISBN 978-3-290-22006-8, S. 243.
  13. Grundsatzprogramm der CDU (PDF)
  14. Grundsatzprogramm, § 234.
  15. Vgl. ebenda, § 5 und § 39.
  16. Vgl. Grundsatzprogramm, § 320.
  17. Vgl. Grundsatzprogramm, § 279.
  18. Lisa Caspari: CDU: Nicht mehr über Homo-Ehe reden wollen. In: Zeit Online, 6. März 2013.
  19. a b Nach BVG-Urteil: Union will steuerliche Gleichbehandlung für Homo-Paare. In: Stern.de, 7. Juni 2013.
  20. Wiebke Krohn: Das Problem Kirchlicher Amtshandlungen an Gleichgeschlechtlichen Paaren: Sozialwissenschaftliche, Theologische, Ethische, Poimenische und Liturgiewissenschaftliche Perspektiven. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2011, ISBN 978-3-89971-851-5, S. 192.
  21. Norbert Krause: Die Debatte um Studiengebühren: systematische Rekonstruktion eines rapiden Meinungswandels. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-15901-0, S. 175.
  22. a b Charles B. Blankart, Gerrit B. Koester und Sascha G. Wolf: Studiengebühren: Ein Weg aus der Bildungskrise? (PDF; 164 kB) In: Wirtschaftsdienst, 2005/2.
  23. Björn Kauder und Niklas Potrafke: Government Ideology and Tuition Fee Policy: Evidence from the German States (PDF; 361 kB). In: Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, April 2013.
  24. Hintergrund: Studiengebühren im Bundesländer-Vergleich. In: Mitteldeutsche Zeitung, 20. Oktober 2008.
  25. Martin Holland: Bosbach: Union hält an Vorratsdatenspeicherung fest. heise.de, 5. Juli 2013, abgerufen am 11. Juli 2013.
  26. https://www.welt.de/politik/deutschland/article121943198/Union-will-auslaendische-Verbrecher-rasch-ausweisen.html
  27. http://www.cducsu.de/themen/aussenpolitik/wir-werden-immer-der-seite-israels-stehen
  28. CDU-Website: Die CDU – die deutsche Europapartei.
  29. Vgl. 60 Jahre CDU Verantwortung für Deutschland und Europa. Günter Buchstab, Konrad-Adenauer-Stiftung, abgerufen am 15. Oktober 2011 (PDF; 1,6 MB). S. 29
  30. Konrad-Adenauer-Stiftung: Helmut Kohl
  31. Positionspapier von Elmar Brok MdEP und Werner Langen MdEP: Für ein starkes und stabiles Europa.
  32. Starkes Europa – Gute Zukunft für Deutschland – Beschluss des 24. Parteitages der CDU Deutschlands. Christlich Demokratische Union Deutschlands, abgerufen am 15. November 2011 (PDF; 84 kB).
  33. Brandenburg an der Havel: Links-Partei bleibt der CDU doch noch treu. Märkische Allgemeine, 12. September 2016, abgerufen am 2. April 2017.
  34. Der 28. Bundesparteitag der CDU Deutschlands findet am 13.-15. Dezember 2015 in Karlsruhe statt.
  35. Ulrich von Alemann: Das Parteiensystem der Bundesrepublik Deutschland. Bundeszentrale für politische Bildung: Bonn 2010. S. 171
  36. a b CDU-Bundesgeschäftsstelle: Bericht der Bundesgeschäftsstelle zum 27. Parteitag der CDU Deutschlands, 8.-10. Dezember 2014, Kölnmesse (PDF; 3,1 MB)
  37. CDU-Bundesgeschäftsstelle: Bericht der Bundesgeschäftsstelle zum 24. Parteitag der CDU Deutschlands (PDF; 3,1 MB)
  38. Günter Bannas: CDU hat mehr Mitglieder als die SPD. Pofalla: „Ein historischer Tag“. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. Juli 2008, abgerufen am 28. Oktober 2012.
  39. Auch CDU-Mitgliederzahl unter 500 000 gerutscht. Die Welt, 16. Juni 2011, abgerufen am 28. Oktober 2012.
  40. Robert Roßmann: Mitgliederstatistik der Volksparteien. SPD stirbt langsamer. Süddeutsche.de, 10. Juli 2008, abgerufen am 28. Oktober 2012.
  41. CDU erwartet Halbierung der Mitgliederzahl im Osten bis 2019. WirtschaftsWoche, 21. Juli 2007, abgerufen am 28. Oktober 2012.
  42. Parteienstudie: Vor allem die SPD verliert Mitglieder. 12. Juli 2016, abgerufen am 16. Juli 2016.
  43. Überschrift Seite 3
  44. Das Großstadt-Fiasko der CDU. In: Die Zeit vom 15. März 2013.
  45. Union: Angela Merkel fährt offenbar nicht zum CSU-Parteitag. Spiegel Online, 29. Oktober 2016, abgerufen am 19. April 2017.
  46. Vereinigungen und Sonderorganisationen auf der Homepage der CDU
  47. Drucksache 18/7910: Bekanntmachung von Rechenschaftsberichten politischer Parteien für das Kalenderjahr 2014 (1. Teil – Bundestagsparteien) (PDF), Seite 3. In: Deutscher Bundestag. 17. März 2016, abgerufen am 9. Februar 2017.
  48. Politische Datenbank
  49. Originaldokument (ab S. 16 der PDF-Datei; 562 kB)
  50. Ludwig Bergsträsser: Geschichte der politischen Parteien in Deutschland. Olzog Verlag, München/Wien 1965, S. 241
  51. http://www.konrad-adenauer.de/index.php?menu_sel=13&menu_sel2=&menu_sel3=&menu_sel4=&msg=9891
  52. Wahlprogramme und -slogans online bei der Konrad-Adenauer-Stiftung
  53. Biographie Schäuble, Webseite des Deutschen Historischen Museums
  54. Bundesvorstand der CDU: Berliner Erklärung – Unsere Perspektiven 2010–2013 (PDF; 98 kB), vom 15. Januar 2010.
  55. a b Thomas Steinmann in Financial Times Deutschland: Christlich-Konservative – Die Heimatvertriebenen der CDU (Memento vom 15. Mai 2011 im Internet Archive) vom 6. April 2010, gesehen 13. April 2010.
  56. Märkische Oderzeitung Frankfurt (Oder): Politwissenschaftler Langguth mahnt Merkel (CDU) vom 21. März 2010, gelesen 25. März 2010.
  57. Aktion Linkstrend stoppen: Initiator Friedrich-Wilhelm Siebeke, gesehen 13. April 2010.
  58. Aktion Linkstrend stoppen: Manifest gegen den Linkstrend.
  59. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/cdu-parteitag-merkels-kampfansage-an-die-spd-a-1007548.html
  60. rulers.org: Presidents of the Parliamentary Assembly (from 30 Mar 1962, European Parliament)
  61. Bundestagswahl 2013. Der Bundeswahlleiter, 2013, abgerufen am 12. Januar 2017.
  62. Mitgliedseite im EBD. Abgerufen am 6. Oktober 2010.