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Sporting Cristal

peruanischer Fußballverein

Sporting Cristal ist ein peruanischer Fußballverein aus dem Stadtteil Rímac der Hauptstadt Lima. Aktuell spielt der Klub in der höchsten peruanischen Klasse, der Primera División.

Sporting Cristal
Escudo del Club Sporting Cristal.svg
Basisdaten
Name Club Sporting Cristal S.A.C
Gründung 13. Dezember 1955
Farben blau-weiß
Präsident Carlos Benavides
Website clubsportingcristal.com.pe
Erste Mannschaft
Cheftrainer Alexis Mendoza
Spielstätte Estadio Alberto Gallardo,
Lima
Plätze 18.000
Liga Primera División
2018 Meister
Heim
Auswärts

Inhaltsverzeichnis

AllgemeinesBearbeiten

Die Vereinsfarben des Klubs sind Blau-Weiß. Das Heimtrikot ist überwiegend hellblau mit weißen Akzenten. Die Stutzen sind ebenfalls hellblau, während die Hose weiß ist. Die dominierende Farbe der Auswärtstrikots ist gelb.

GeschichteBearbeiten

1954 verkaufte Backus und Johnston, britischer Besitzer der örtlichen Brauerei, die ansässige Firma an peruanische Unternehmer, welche beschlossen, einen Fußball-Werksverein zu gründen. Im Ort gab es bereits einen Fußballverein, dessen Name Sporting Tabaco lautete. Nach dem Aufkauf des Klubs durch die örtliche Brauerei Cristal wurde der Verein in Sporting Cristal umbenannt. Die Gründung des neuen Klubs wird auf den 13. Dezember 1955 datiert. Neben Universitario de Deportes und Alianza Lima gilt der Klub als einer der populärsten und erfolgreichsten Vereine in Peru. Bereits ein Jahr nach dessen Gründung konnte die Mannschaft die nationale Meisterschaft gewinnen.

ErfolgeBearbeiten

Ihre besten Jahre waren in den 90er, als es ihr gelang, viermal die Primera División zu gewinnen (1991, 1994, 1995 und 1996). Den bisher größten internationalen Erfolg gab es im Jahr 1997, als das Team bis ins Finale der Copa Libertadores vorstoßen konnte. In der Gruppe vier der Vorrunde setzte man sich noch glücklich mit zwei Siegen und zwei Unentschieden in sechs Spielen als Tabellendritter durch und zog damit in die Runde der letzten 16 gegen den Sieger der Gruppe zwei, den argentinischen Vertreter CA Vélez Sársfield. Nach einem 0:0 im Hinspiel folgte ein 1:0-Sieg im Rückspiel. Nachdem man es geschafft hatte, das Viertel- und Halbfinale gegen die bolivische Mannschaft Club Bolívar bzw. gegen die Argentinier von Racing Club Avellaneda nach Hinspielniederlagen im Rückspiel wieder zu drehen, stand Sporting Cristal im Finale. Gegen den brasilianischen Klub Cruzeiro Belo Horizonte erkämpfte man sich in der ersten Begegnung ein 0:0, musste aber im zweiten Spiel durch ein 0:1 den Traum platzen lassen.

WissenswertesBearbeiten

  • Der Uruguayer Miguel Ximénez erzielte in der Saison 2008 32 Tore. Damit stellte er den Vereinsrekord für die meisten Treffer in einer Spielzeit auf und löste Juan Cabellero ab, der 1983 insgesamt 29 Tore in einem Jahr erzielte.
  • Alberto Gallardo ist der bisher einzig Stürmer, der im Dienste von Sporting Cristal zweimal die Torjägerkanone (1961, 1962) gewinnen konnte.

Sponsoren und AusstatterBearbeiten

Bisherige TrikotsponsorenBearbeiten

  • aktuell: Cervecerías Peruanas Backus S.A (Cerveza Cristal)

Bisherige BekleidungsausstatterBearbeiten

  • Marathon 2005–2006
  • Joma 2007–2009
  • Umbro 1995–1997 und 2010–2012
  • Adidas 1998–2004 und (aktuell)

StadionBearbeiten

Der Verein trägt zum großen Teil seine Heimspiele im Estadio Alberto Gallardo aus. Die Kapazität des Fußballstadions beläuft sich auf 18.000 Zuschauer. Erbaut wurde die Sportstätte in den 1960er Jahren. In den ersten Jahrzehnten wurde es vor allem von Amateur- und unterklassigen Mannschaften genutzt. Erst 1995 nahm sich Sporting Cristal dem Stadion an und renovierte es. Am 24. September 1995 trug der Klub erstmals dort ein Spiel aus. Seither nutzt es der Verein als Heimstätte. Einzig gegen Universitario de Deportes und Alianza Lima zieht das Team aus Sicherheitsgründen in das Estadio Nacional um.

ErfolgeBearbeiten

  • Primera División (17): 1956, 1961, 1968, 1970, 1972, 1979, 1980, 1983, 1988, 1991, 1994, 1995, 1996, 2002, 2005, 2012, 2014, 2016, 2018
    • Apertura (2): 1994, 2003
    • Clausura (5): 1998, 2002, 2004, 2005, 2014
  • Marlboro Cup (1): 1988 (zwischen 1987 und 1990 acht Mal in den USA ausgetragen)
  • Copa El Gráfico-Perú (2): 2001, 2006

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

(Auswahl)

TrainerBearbeiten

Sporting wurde bisher von 58 Trainern aus acht Nationen betreut. Erste Person auf diesem Posten war der Chilene Luis Tirado. Er hatte das Traineramt zwischen 1956 und 1958 inne. Alberto Gallardo nahm in fünf verschiedenen Perioden Platz auf dem Cheftrainersessel. Mit vier je vier Beschäftigungsverhältnissen folgen Víctor Pasache und Juan Carlos Oblitas. Bisher schaffte es noch kein Coach länger als drei Spielzeiten seinen Posten zu halten. Einziger Nicht-Südamerikaner war im Jahr 1971 der Deutsche Rudi Gutendorf.

Zeitraum Nationalität Name
1956–1958 Chile  Luis Tirado
1958–1959 Argentinien  César Viccino
1960 Argentinien  Carlos Peucelle
1960 Peru  Víctor Pasache
1961–1962 Peru  Juan Honores
1962 Peru  Víctor Pasache
1962–1964 Brasilien  Didí
1964–1966 Peru  Alberto „Toto“ Terry
1966 Brasilien  Yeldo Barbalho
1967–1969 Brasilien  Didí
1969 Peru  Víctor Pasache
1969–1970 Argentinien  Sabino Bártoli
1971 Deutschland  Rudi Gutendorf
1972–1974 Peru  Marcos Calderón
1974 Peru  Rafael Asca
1974–1975 Peru  Eloy Campos
1976 Peru  Juan Honores
1976 Peru  Víctor Pasache
1976–1977 Peru  Diego Agurto
1977 Peru  Alberto Gallardo
1977–1978 Uruguay  Roque Máspoli
1978 Peru  Alberto Gallardo
1978–1979 Peru  José Fernández
1979–1981 Peru  Marcos Calderón
1981–1982 Peru  Alberto Gallardo
1982–1983 Paraguay  César Cubilla
1984 Peru  José Chiarella
1985 Peru  Alberto Gallardo
1985 Peru  José del Castillo
Zeitraum Nationalität Name
1985–1986 Peru  Héctor Chumpitaz
1987–1988 Peru  Miguel Company
1988 Peru  Óscar Montalvo
1988–1989 Peru  Alberto Gallardo
1989–1990 Argentinien 
Argentinien 
Oscar López
Oscar Caballero
1990 Peru  Fernando Mellán
1990 Chile  Eugenio Jara
1990–1992 Peru  Juan Carlos Oblitas
1993 Brasilien  José Carlos Amaral
1993–1995 Peru  Juan Carlos Oblitas
1996 Brasilien  José Luis Carbone
1996 Peru  Roberto Mosquera
1996–1997 Uruguay  Sergio Markarián
1997–1998 Chile  Miguel Angel Arrué
1998 Kolumbien  Luis García
1998–1999 Peru  Franco Navarro
1999 Argentinien  Rodolfo Motta
1999–2001 Peru  Juan Carlos Oblitas
2001 Argentinien  Horacio Magalhaes
2002 Brasilien  Paulo Autuori
2003 Brasilien  Renê Weber
2003–2004 Peru  Wilmar Valencia
2004 Peru  Eduardo Asca
2004–2005 Argentinien  Edgardo Bauza
2005–2006 Peru  José del Solar
2007 Argentinien  Jorge Sampaoli
2007 Argentinien  Walter Fiori
2007– Peru  Juan Carlos Oblitas
Peru  Juan Reynoso
0000–2016 Peru  Mariano Soso
2017– Peru  José „Chemo“ Del Solar[1]

PräsidentenBearbeiten

Erster Präsident der Vereinsgeschichte wurde 1956 Blas Loredo Bascones. Er wurde 1960 durch Alfonso Raul Villegas abgelöst. Jaime Noriega Zegarra betreute dieses Amt insgesamt acht Jahre. Damit hält er den Rekord, gefolgt von seinem Vorgänger Josue Grande Fernandez, der zwischen 1972 und 1979 die Geschicke des Klubs führte. Francisco Lombardi Oyarzub ist der bisher einzige Präsident, der diesen Posten in zwei Amtszeiten besetzte.

Name Zeitraum
Blas Loredo Bascones 1956–1959
Alfonso Raul Villegas 1960–1963
Augusto Moral Santisteban 1964
Cesar Freundt 1965
Augusto Galvez Velarde 1966–1971
Josue Grande Fernandez 1972–1979
Jaime Noriega Zegarra 1980–1988
Name Zeitraum
Federico Cuneo De La Pierda 1989–1993
Francisco Lombardi Oyarzub 1994–1995
Alfonso Grados Carrara 1996–1999
Francisco Lombardi Oyarzub 2000–2001
Jaime Noriega Bentin 2002–2004
Francisco Mujica Serelle 2005–

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Hombre de la casa (spanisch) auf futbol.com.uy vom 26. Dezember 2016, abgerufen am 27. Dezember 2016