FC Zürich

Schweizer Fussballverein

Der FC Zürich (abgekürzt FCZ) ist ein Fussballverein aus der Stadt Zürich und amtierender Schweizer Meister der Saison 2021/22. Er wurde am 1. August 1896 von ehemaligen Mitgliedern des FC Excelsior und des FC Turicum gegründet[2] und ist einer der ältesten Sportvereine der Schweiz. Die Vereinsfarben sind seit 1909 die Zürcher Stadtfarben Blau und Weiss (vorher Rot und Weiss).

FC Zürich
Clublogo
Basisdaten
Name Fussballclub Zürich
Sitz Zürich
Gründung 1. August 1896
Farben Blau und Weiss
Mitglieder 5800 (Stand: 2015)[1]
Präsident Ancillo Canepa
Website fcz.ch
Erste Fussballmannschaft
Cheftrainer Franco Foda
Spielstätte Letzigrund
Plätze 26'104
Liga Super League
2021/22 Meister
Heim
Auswärts

Die erste Mannschaft spielt nach einem Jahr Unterbruch seit der Saison 2017/18 wieder in der Super League. Sie hat die Schweizer Meisterschaft bisher 13 Mal und den Schweizer Cup zehn Mal gewonnen. International feierte der FCZ 1964 und 1977 die grössten Erfolge, als er jeweils bis in den Halbfinal des Europapokals der Landesmeister kam. 2009/10 qualifizierte sich der FC Zürich für die Gruppenphase der Champions League und erreichte 2007/08 sowie 2018/19 jeweils den Sechzehntelfinal in der Europa League.

Die Heimspiele trägt die erste Fussballmannschaft des FC Zürich seit 1925 im Letzigrund aus. Der FCZ besitzt eine grosse und erfolgreiche Juniorenabteilung. Die U21-Mannschaft spielt als eines von nur vier Reserveteams der Schweiz in der Promotion League (dritthöchste Spielklasse).

GeschichteBearbeiten

1896–1924Bearbeiten

 
Diplom von 1926 zum 30-jährigen Jubiläum des Fussballclubs Zürich

Im Sommer 1896 gründeten Schüler und Junioren des seit 1893 bestehenden FC Excelsior den Fussball-Club Turicum (Turicum ist der römische Name der Stadt Zürich). Gegen Ende August 1896 trat fast die gesamte Juniorenmannschaft aus dem FC Excelsior aus und tat sich mit Turicum zum FC Zürich zusammen; erster Trainer (bezeichnet als 1. Captain) der Vereinsgeschichte wurde der Mitgründer Hans Gamper, der wenige Jahre später als Gründer des FC Barcelona berühmt werden sollte.[3] Das offizielle Gründungsdatum 1. August 1896 wurde erst später festgelegt.

Sein erstes Spiel bestritt der neu gegründete Club am 30. August 1896 auf der Velorennbahn Hardau in Zürich gegen den FC Phönix St. Gallen (3:3). Dieses Datum ist auf einem Trinkhorn vermerkt, das sich der FCZ zu diesem Anlass selber schenkte.[4] Der FC Zürich trat bei seiner Premiere gemäss Zeitungsberichten in den Farben Blau/Weiss an. Später wechselte er auf Rot/Weiss, vermutlich auch, um sich vom Lokalrivalen Grasshopper Club Zürich abzugrenzen.[5] 1898 fusionierte der FC Excelsior mit dem FC Zürich, wobei der Name und die Farben des jüngeren Clubs beibehalten wurden.[2] Wenig später stiessen auch die Mitglieder des FC Viktoria zum FCZ. Nachdem sich der Grasshopper Club in der Spielzeit 1909/10 vorübergehend von der Meisterschaft zurückgezogen hatte, wechselte der FC Zürich seine Clubfarben zurück auf Blau/Weiss.[6] Die ersten beiden Meistertitel (im Jahr 1902 und 1924) wurden in dieser Zeit realisiert.

1925–1960Bearbeiten

Bis in die 1930er-Jahre war der FC Zürich auch in anderen Sportarten wie Rudern, Boxen, Leichtathletik, Handball usw. tätig. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten des FCZ stimmten die Delegierten an einer ausserordentlichen Generalversammlung des FCZ am 25. Mai 1934, dass sich die Leichtathletik sowie Rudern und Schwimmen vom FCZ loslösten.[7] Die Leichtathleten gründeten mit den Handballern den LC Zürich[8] und die Ruderer den Ruderclub Zürich.[9] Der FC Zürich ist seit dieser Zeit ein reiner Fussballverein.

1934, 1946 und 1957 folgten Abstiege in die 1. Liga bzw. die Nationalliga B und 1941, 1947 und 1958 Aufstiege in die Nationalliga A.

1960–1981Bearbeiten

 
Jakob Kuhn, hier als Trainer der Schweizer Fussballnationalmannschaft im Jahr 2008

Unter dem Präsidenten Edwin Nägeli und mit Spielern wie Klaus Stürmer, Jakob Kuhn, Fritz Künzli, Ilija Katić, René Botteron und vielen mehr erlebte der FCZ seine «goldenen Jahre». Sieben Meistertitel und fünf Cuptitel holte der FC Zürich in dieser Zeit. Europäisch sind folgende Erfolge zu vermerken: Im Jahr 1964 im Europapokal der Landesmeister stiess der FCZ bis in den Halbfinal gegen Real Madrid vor. 1977 scheiterte er wiederum in den Halbfinals, diesmal gegen den FC Liverpool.

1981–2005Bearbeiten

In diesen Jahren platzierte sich der FCZ immer wieder im Mittelfeld und musste am Ende der Saison 1988 in die Nationalliga B absteigen. Negativer Höhepunkt dieser Saison war ein 1:4 in Martigny, auch wenn für die Walliser damals einer wie Georges Bregy wirkte. Zum letzten Heimspiel des Absteigers kamen dann noch 700 Zuschauer in den Letzigrund. Sie sahen ein 3:1 gegen Locarno. Der Aufstieg in die Nationalliga A folgte in der Saison 1989/90. Europäisch konnte der FCZ Ende 1998 einen kleinen Erfolg feiern, denn im UEFA-Cup schaffte er es bis in die Achtelfinals und wurde erst dort von AS Rom gestoppt. Zwei Cupsiege waren in dieser Zeit die einzigen nationalen Titel (in den Jahren 2000 und 2005).

Saison Platz Liga Ø Zuschauer[10]
2006 01/10 SL 10'008[11]
2007 01/10 SL 10'870
2008 03/10 SL 12'186
2009 01/10 SL 09'829
2010 07/10 SL 10'700
2011 02/10 SL 11'750
2012 06/10 SL 10'511
2013 04/10 SL 10'741
2014 05/10 SL 09'564
2015 03/10 SL 09'389
2016 10/10 SL 08'701
2017 01/10 CL 09'702
2018 04/10 SL 10'726
2019 07/10 SL 10'660
2020 07/10 SL 6'422
2021 08/10 SL 78[12]
2022 01/10 SL

Seit 2005Bearbeiten

Am 13. Mai 2006 gewann der FC Zürich auswärts das letzte Saisonspiel gegen den FC Basel dank einem Tor in der 93. Minute durch Iulian Filipescu mit 2:1 und sicherte sich so, nach 25-jähriger «Durststrecke», den 10. Meistertitel und somit auch den ersten goldenen Meisterstern.[13]

In der Saison 2006/07 gewann der FCZ den 11. Meistertitel ebenfalls in der letzten Spielrunde und wieder gegen den FC Basel, diesmal aber im Fernduell.[14]

Am Ende dieser Saison gab es einen Umbruch im Verein. Trainer Lucien Favre wechselte zusammen mit Co-Trainer Harald Gämperle und den Spielern Raffael und Steve von Bergen zu Hertha BSC nach Berlin. Zudem wurden Leistungsträger wie Gökhan Inler (zu Udinese Calcio), Blerim Džemaili (zu den Bolton Wanderers) und Xavier Margairaz (zu CA Osasuna, von 2009 bis 2012 wieder beim FC Zürich) verkauft.

Als Nachfolger Favres wurde Bernard Challandes als Trainer verpflichtet.[15] Unter dem neuen Trainer zeigte der FC Zürich bis zum Dezember 2007 gute Spiele, musste danach aber immer wieder Rückschläge einstecken. Der FCZ konnte nicht mehr um den Meistertitel mitspielen und beendete die Saison auf dem dritten Schlussrang mit 18 Punkten Rückstand auf den Meister FC Basel.

Der FCZ spielte in der Saison 2007/08 auch auf internationaler Bühne mit. In der dritten und letzten Qualifikationsrunde zur UEFA Champions League schied er gegen Beşiktaş Istanbul aus,[16] spielte dann aber im UEFA-Cup weiter. Dort traf der FCZ in der ersten Runde auf den FC Empoli. Nach einer 1:2-Auswärtsniederlage gewann er im Letzigrund das Rückspiel mit 3:0 und zog so in die Gruppenphase ein. Nach Siegen gegen Sparta Prag (2:1) und den FC Toulouse (2:0) verlor er gegen Spartak Moskau (0:1) und Bayer 04 Leverkusen (0:5). Der FCZ qualifizierte sich für die Sechzehntelfinals, dort schied er gegen den Hamburger SV (1:3 und 0:0) aus.

In der Saison 2008/09 wurde der FCZ, dank eines 1:0-Auswärtssieges gegen die AC Bellinzona und der gleichzeitigen Niederlage des Rivalen FC Basel beim Grasshopper Club Zürich (1:4), in der zweitletzten Runde zum zwölften Mal Schweizer Meister.[17][18][19]

In der Saison 2009/10 qualifizierte sich der FCZ, nachdem der NK Maribor und FK Ventspils in der Qualifikation bezwungen worden waren, erstmals in der Clubgeschichte für die UEFA Champions League. Die Gruppengegner waren Real Madrid, der AC Mailand und Olympique Marseille. Gegen Real Madrid und Olympique Marseille verlor der FCZ beide Spiele. Gegen die AC Milan gewann er auswärts mit 1:0.[20] Vor eigenem Publikum verbuchte er ebenfalls einen Punktegewinn.[21] Dennoch schied der FC Zürich als Gruppenletzter aus. Im Sommer 2011 konnte er sich unter Trainer Urs Fischer, der ab April 2010 als Übungsleiter verpflichtet wurde, mit einem 1:1 und einem 1:0 gegen Standard Lüttich für die Playoffs der Champions League qualifizieren, wo er letztlich gegen den FC Bayern München unterlag.[22] Die anschliessende Gruppenphase der Europa League beendete er auf dem 4. Platz. Am 7. August 2011 siegte der FC Zürich im Letzigrund mit 6:0 gegen GC, dies ist bislang der höchste Derby-Sieg für den FCZ.

Im Jahr 2012 erfuhr der FC Zürich eine hohe Zahl von Trainerwechseln. So wurde Urs Fischer im März 2012 freigestellt und zunächst für einige Monate durch Harald Gämperle ersetzt, bis im Juni 2012 Rolf Fringer als neuer Vereinstrainer vorgestellt wurde. Auch Fringer blieb nur wenige Monate in der Verantwortung, er wurde im November 2012 freigestellt, Urs Meier übernahm das Training. Unter Meier beendete der FCZ in der Saison 2012/13 die Meisterschaft auf dem 4. Schlussrang. Am 21. April 2014 gewann der FC Zürich zum achten Mal den Schweizer Cup, im Final wurde der FC Basel in der Verlängerung mit 2:0 besiegt.

Die Saison 2014/15 begann vielversprechend; zeitweise führte der FCZ die Tabelle an. Im August 2015 wurde Trainer Maier entlassen und durch Sami Hyypiä ersetzt. In der Rückrunde fiel der Verein wegen einer Niederlagenserie von der Tabellenspitze zurück und beendete die Saison auf Platz 3.

Die Saison 2015/16 endete für den FC Zürich nicht wunschgemäss. Nach den 36 Spieltagen stand der Stadtzürcher Verein auf dem letzten Tabellenplatz und stieg ab. Die Rolle des Club-Präsidenten, Ancillo Canepa, der zusammen mit seiner Frau 90 % der Aktien besitzt und über zahlreiche Einflussmöglichkeiten verfügt, wurde danach in den Medien diskutiert.[23] Trotz des Abstiegs gewann der FC Zürich den Schweizer Cup 2015/16 nach einem 1:0-Sieg im Final gegen den FC Lugano und qualifizierte sich dadurch als künftiger Zweitligist für die Europa-League-Gruppenphase.

Die Saison 2016/17 bestritt der Club in der Challenge League. Dabei wurde er seiner Favoritenrolle gerecht und stand bereits nach 33 von 36 Runden als sofortiger Wiederaufsteiger fest.[24]

In der ersten Saison nach dem Aufstieg war der FC Zürich überraschend erfolgreich. Die Meisterschaft beendete er auf dem vierten Platz, zudem gewann er den Schweizer Cup 2017/18 nach einem starken Auftritt im Final gegen den neuen Schweizer Meister YB, wodurch er sich direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifizieren konnte. Dort erreichte der FCZ die Sechzehntelfinals, wo er beide Spiele gegen die SSC Neapel verlor (1:3 und 0:2) und ausschied.

Die Saisons 2018/19 und 2019/20 beendete der FCZ auf dem siebten, die Saison 2020/21 auf dem achten Platz.

Nach den drei mehrheitlich erfolglosen Saisons von 2018 bis 2021 gelang es dem FC Zürich in der Saison 2021/22 nach einer grossen Umstrukturierung und Reorganisation des Vereins überraschend, den 13. Meistertitel der Vereinsgeschichte zu gewinnen. Baumeister dieses Erfolges waren unter anderem das Präsidentenpaar Heliane und Ancillo Canepa, Trainer André Breitenreiter, der im Sommer 2021 verpflichtet wurde, sowie Mittelfeldspieler Blerim Džemaili, der 2003 seine Karriere in Zürich begonnen hatte und nach diversen Stationen im Ausland seit Saisonbeginn 2021/22 wieder für den FC Zürich spielt.

Die 1. MannschaftBearbeiten

Kader der Saison 2021/22Bearbeiten

Stand: 23. Februar 2022[25]

Nr. Nat. Spieler Im Verein seit Letzter Verein

Torhüter

01 Schweiz  Bosnien und Herzegowina  Živko Kostadinović 2020 FC Wil
25 Schweiz  Yanick Brecher 2015 FC Wil1
34 Schweiz  Italien  Gianni De Nitti 2021 eigene Jugend

Verteidigung

02 Schweiz  Kosovo  Lindrit Kamberi 2021 FC Winterthur1
03 Spanien  Adrián Guerrero 2021 FC Lugano
04 Schweiz  Bećir Omeragić 2018 Servette FC U18
05 Schweiz  Osterreich  Silvan Wallner 2020 eigene Jugend
06 Kosovo  Schweiz  Fidan Aliti 2020 Kalmar FF
16 Deutschland  Marc Hornschuh 2021 Hamburger SV II
19 Serbien  Nikola Boranijašević 2021 FC Lausanne-Sport
23 Schweiz  Fabian Rohner 2020 FC Wil1
31 Kosovo  Schweiz  Mirlind Kryeziu 2021 SC Kriens1
36 Schweiz  Serbien  Filip Frei 2020 Ajax Amsterdam U191
28 Estland  Karol Mets 2022 ZSKA Sofia

Mittelfeld

07 Schweiz  Kosovo  Bledian Krasniqi 2021 FC Wil1
10 Schweiz  Italien  Antonio Marchesano 2016 FC Biel-Bienne
17 Schweiz  Chile  Nils Reichmuth 2020 eigene Jugend
20 Elfenbeinküste  Ousmane Doumbia 2020 FC Winterthur
21 Schweiz  Nordmazedonien  Blerim Džemaili 2020 Shenzhen FC
24 Kroatien  Ante Ćorić 2021 AS Roma2
26 Tunesien  Schweiz  Salim Khelifi 2020 Holstein Kiel1
33 Schweiz  Brasilien  Stephan Seiler 2020 eigene Jugend
78 Deutschland  Osterreich  Moritz Leitner 2021 Norwich City

Stürmer

09 Gambia  Assan Ceesay 2020 VfL Osnabrück1
11 Schweiz  Elfenbeinküste  Henri Koide 2021 FC Wil1
14 Niederlande  Kanada  Carson Buschman-Dormond 2021 JK Tulevik Viljandi2
15 Nigeria  Benin  Aiyegun Tosin 2019 FK Ventspils
18 Slowenien  Blaž Kramer 2019 VfL Wolfsburg II
22 Italien  Elfenbeinküste  Wilfried Gnonto 2020 Inter Mailand U19
39 Deutschland  Georgien  Akaki «Andi» Gogia 2021 Union Berlin
1 war ausgeliehen
2 ausgeliehen
3 definitive Übernahme

Betreuerstab und Vorstand 2021Bearbeiten

Vorname, Name Funktion
Vorstand
Ancillo Canepa Präsident
René Steiner Vizepräsident
Daniel Engel Generalsekretär Verwaltungsrat
Trainerstab
André Breitenreiter Chef-Trainer
Darius Scholtysik Co-Trainer
Davide Taini Torhütertrainer

[26]

Ehemalige Spieler, Trainer und FunktionäreBearbeiten

SpielerBearbeiten

TrainerBearbeiten

 
Lucien Favre (hier als Trainer von Hertha BSC)

VereinspräsidentenBearbeiten

  • 1896–1900 Hans Enderli
  • 1900–1902 Louis Rossi
  • 1902–1906 Hans Enderli
  • 1906–1909 Heinrich Weilenmann
  • 1909–1910 Hans Enderli
  • 1910–1911 Hubert Allemann
  • 1911–1913 Jakob Schlegel
  • 1913–1916 Meinrad Ott
  • 1916–1917 Hans Enderli
  • 1917–1920 Ernst Nievergelt
  • 1920–1921 Jakob Schlegel
  • 1921–1922 Jakob Schlegel / Paul Wiederkehr
  • 1922–1923 Hans Fenner / Ad. Hedinger
  • 1923–1925 Hans Enderli / Gottlieb Corrodi
  • 1925–1926 Hans Enderli / A. Rümmeli
  • 1926–1927 Hans Enderli / Ernst Nievergelt
  • 1927–1929 Hans Enderli / A. Rümmeli
  • 1929–1930 Hans Enderli / Gottlieb Corrodi
  • 1930–1931 Jakob Schnetzer-Meier / Gottlieb Corrodi
  • 1931–1933 Konsul A. Simon / Eugen Schuepp
  • 1933–1934 H. Bühler
  • 1934–1936 Hans Enderli
  • 1936–1941 Willy Baumeister
  • 1941–1945 Karl Wolflisberg
  • 1945–1949 Otto Seiler
  • 1949–1951 Karl Müller
  • 1951–1954 Emil Suger
  • 1954–1957 Gottlieb Corrodi
  • 1957–1979 Edwin Nägeli
  • 1979–1984 Alfred Zweidler
  • 1984–1986 Hans Stanek
  • 1986–2006 Sven Hotz
  • 2006–0000 Ancillo Canepa

Weitere Spieler, Trainer und Funktionäre sind in der Kategorie:Person (FC Zürich) zu finden.

Erfolge und TitelBearbeiten

 
Meisterfeier 2009 auf dem Helvetiaplatz

MeisterschaftBearbeiten

PokalBearbeiten

Internationale ErfolgeBearbeiten

LigazugehörigkeitBearbeiten

 
Diagramm: Platzierungen des FC Zürich

Ewige TabelleBearbeiten

Der FC Zürich liegt derzeit (Ende Saison 2020/21) auf dem 5. Rang der ewigen Tabelle der Super League.

StadionBearbeiten

 
Eröffnungszeremonie des neuen Stadions während Weltklasse Zürich 2007

Das Heimstadion des FC Zürich ist der Letzigrund mit einer Kapazität von 26'500 Zuschauern. Vom Sommer 2006 bis Sommer 2007 wurde dieses Stadion für die Fussball-Europameisterschaft 2008 umgebaut. Während dieser Zeit trug der FC Zürich seine Heimspiele im Hardturm aus, der zu diesem Zeitpunkt noch die Heimstätte des Erzrivalen Grasshopper Club Zürich war. Seit dem Umbau spielt auch der Grasshopper Club im Letzigrund, da der Hardturm 2008 abgerissen wurde und ein Neubau geplant ist.

Der neue Letzigrund wurde am 30. August 2007 offiziell eingeweiht. Bereits eine Woche später wurde mit dem Leichtathletik-Meeting Weltklasse Zürich die erste grosse Veranstaltung im neuen Stadion durchgeführt. Das erste Fussballspiel im neuen Letzigrund fand am 23. September statt. Der FC Zürich spielte gegen den benachbarten Grasshopper Club. Das erste Tor im neuen Stadion markierte bereits nach 37 Sekunden Yassine Chikhaoui vom FC Zürich. Am Ende gewann der Gastgeber das Spiel mit 4:0. Das letzte Derby im alten Letzigrund-Stadion hatte am 30. April 2006 ebenfalls der FCZ mit 2:0 für sich entschieden.

Am 22. September 2013 stimmten die Zürcher Stimmberechtigten über ein neues Stadion (reines Fussballstadion mit 16'000 Plätzen) auf dem Hardturm-Areal ab. 2015 wäre der Spatenstich geplant gewesen, zum Saisonstart 2017/18 hätte das neue Stadion für den FC Zürich und den Grasshopper Club Zürich eröffnet werden sollen. Dieses Projekt wurde von den Stimmberechtigten der Stadt Zürich mit 50,8 % abgelehnt.

Am 25. November 2018 kam in der Stadt Zürich ein neues Projekt an die Urne, das mit 53,8 % der Stimmen angenommen wurde. Daher soll in Zukunft der FC Zürich zusammen mit dem Grasshopper Club im neuen Stadion mit Sitz- und Stehplätzen für 18'000 Besucher auf dem Areal des ehemaligen Hardturms spielen. Die Eröffnung ist für die Saison 2022/23 geplant.

RivalitätenBearbeiten

Grasshopper Club ZürichBearbeiten

 
Anhänger des FC Zürich beim 208. Stadtderby gegen den Grasshopper Club (2009)

Seit seiner Gründung kämpft der FC Zürich mit dem Nachbarschaftsclub Grasshopper Club Zürich um die fussballerische Vorherrschaft in der Stadt. Während der Grasshopper Club dabei als Verein der Oberschicht galt, haftet dem FC Zürich das Image des Arbeiterclubs an. Obwohl diese soziale Trennung heutzutage nicht mehr zu beobachten ist, bleibt die Rivalität gross. Die Begegnungen zwischen beiden Vereinen, das Zürcher Derby, bilden das einzige echte Derby in der schweizerischen Super League.

FC BaselBearbeiten

Die Rivalität zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel gilt als eine der grössten im Schweizer Clubfussball. Vor allem die Antipathie zwischen den Fans beider Clubs artet dabei oft in Ausschreitungen und Schlägereien aus.[27][28][29]

Die Begegnungen der beiden Clubs endeten in den letzten Jahren eher zu Gunsten des FC Basel. Der FC Zürich konnte jedoch eines der wichtigsten Spiele für sich entscheiden. Er gewann am 13. Mai 2006, dank einem Tor von Iulian Filipescu in der 93. Minute, das Spiel im St. Jakob Park 2:1 und sicherte sich so den ersten Meistertitel nach 25 Jahren.[30] Nach einem weiteren Sieg am 26. November 2006 konnte der FC Zürich bis zum 13. August 2011 nicht mehr gegen den FC Basel gewinnen.[31]

EuropapokalbilanzBearbeiten

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1963/64 Europapokal der Landesmeister Vorrunde Irland  Dundalk FC 4:2 3:0 (A) 1:2 (H)
1. Runde Turkei  Galatasaray Istanbul (L)4:400 2:0 (H) 0:2 n. V. (A)
2:2 n. V. in Rom
Viertelfinal Niederlande  PSV Eindhoven 3:2 0:1 (A) 3:1 (H)
Halbfinal Spanien 1945  Real Madrid 1:8 1:2 (H) 0:6 (A)
1966/67 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Schottland  Celtic Glasgow 0:5 0:2 (A) 0:3 (H)
1967/68 Messestädte-Pokal 1. Runde Spanien 1945  CF Barcelona 3:2 3:1 (H) 0:1 (A)
2. Runde England  Nottingham Forest (a)2:2(a) 1:2 (A) 1:0 (H)
3. Runde Portugal  Sporting Lissabon 3:1 3:0 (H) 0:1 (A)
Viertelfinal Schottland  FC Dundee 0:2 0:1 (A) 0:1 (H)
1968/69 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Danemark  Akademisk BK Gladsaxe 3:4 1:3 (H) 2:1 (A)
1969/70 Messestädte-Pokal 1. Runde Portugal  Académica Coimbra 4:5 3:2 (H) 1:3 (A)
1970/71 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Island  ÍBA Akureyri 14:10 7:1 (H) 7:0 (A)
2. Runde Belgien  FC Brügge 3:4 0:2 (A) 3:2 (H)
1972/73 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Wales  AFC Wrexham 2:3 1:1 (H) 1:2 (A)
1973/74 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Belgien  RSC Anderlecht (a)4:4(a) 2:3 (A) 2:1 (H)
2. Runde Schweden  Malmö FF (a)1:1(a) 0:0 (H) 1:1 (A)
Viertelfinal Belgien  RSC Anderlecht 1:4 0:3 (A) 1:1 (H)
1974/75 Europapokal der Landesmeister 1. Runde England  Leeds United 3:5 1:4 (A) 2:1 (H)
1975/76 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Ungarn 1957  Újpesti Dózsa SC (a)5:5(a) 0:4 (A) 5:1 (H)
1976/77 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Schottland  Glasgow Rangers 2:1 1:1 (A) 1:0 (H)
2. Runde Finnland  Turun Palloseura 3:0 2:0 (H) 1:0 (A)
Viertelfinal Deutschland Demokratische Republik 1949  Dynamo Dresden (a)4:4(a) 2:1 (H) 2:3 (A)
Halbfinal England  FC Liverpool 1:6 1:3 (H) 0:3 (A)
1977/78 UEFA-Pokal 1. Runde Bulgarien 1971  ZSKA Sofia 2:1 1:0 (H) 1:1 n. V. (A)
2. Runde Deutschland Bundesrepublik  Eintracht Frankfurt 3:7 0:3 (H) 3:4 (A)
1979/80 UEFA-Pokal 1. Runde Deutschland Bundesrepublik  1. FC Kaiserslautern 2:8 1:3 (H) 1:5 (A)
1981/82 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Deutschland Demokratische Republik 1949  BFC Dynamo (a)3:3(a) 0:2 (A) 3:1 (H)
1982/83 UEFA-Pokal 1. Runde Zypern Republik  Pezoporikos Larnaka 3:2 2:2 (A) 1:0 (H)
2. Runde Ungarn 1957  Ferencváros Budapest 2:1 1:1 (A) 1:0 (H)
3. Runde Portugal  Benfica Lissabon 1:5 1:1 (H) 0:4 (A)
1983/84 UEFA-Pokal 1. Runde Belgien  Royal Antwerpen 3:8 1:4 (H) 2:4 (A)
1998/99 UEFA-Pokal 2. Qualifikationsrunde Ukraine  Schachtar Donezk 6:3 4:0 (H) 2:3 (A)
1. Runde Zypern Republik  Anorthosis Famagusta 7:2 4:0 (H) 3:2 (A)
2. Runde Schottland  Celtic Glasgow 3:5 1:1 (A) 2:4 (H)
3. Runde Italien  AS Rom 2:3 0:1 (A) 2:2 (H)
1999/2000 UEFA-Pokal Qualifikation Malta  Sliema Wanderers 4:0 3:0 (A) 1:0 (H)
1. Runde Belgien  Lierse SK 5:3 1:0 (H) 4:3 (A)
2. Runde England  Newcastle United 2:5 1:2 (H) 1:3 (A)
2000/01 UEFA-Pokal 1. Runde Belgien  KRC Genk 1:4 1:2 (H) 0:2 (A)
2002 UEFA Intertoto Cup 1. Runde Bosnien und Herzegowina  NK Brotnjo Čitluk 8:2 7:0 (H) 1:2 (A)
2. Runde Estland  FC Levadia Maardu 1:0 1:0 (H) 0:0 (A)
3. Runde England  Aston Villa 2:3 2:0 (H) 0:3 (A)
2005/06 UEFA-Pokal 2. Qualifikationsrunde Polen  KP Legia Warschau 5:1 1:0 (A) 4:1 (H)
1. Runde Danemark  Brøndby IF 2:3 0:2 (A) 2:1 (H)
2006/07 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Osterreich  FC Salzburg 2:3 2:1 (H) 0:2 (A)
2007/08 UEFA Champions League 3. Qualifikationsrunde Turkei  Beşiktaş Istanbul 1:3 1:1 (H) 0:2 (A)
2007/08 UEFA-Pokal 1. Runde Italien  FC Empoli 4:2 1:2 (A) 3:0 (H)
Gruppenphase Tschechien  Sparta Prag 2:1 2:1 (A)
Frankreich  FC Toulouse 2:0 2:0 (H)
Russland  Spartak Moskau 0:1 0:1 (A)
Deutschland  Bayer 04 Leverkusen 0:5 0:5 (H)
Sechzehntelfinal Deutschland  Hamburger SV 1:3 1:3 (H) 0:0 (A)
2008/09 UEFA-Pokal 2. Qualifikationsrunde Osterreich  SK Sturm Graz 2:2
(4:2 i. E.)
1:1 (H) 1:1 n. V. (A)
1. Runde Italien  AC Mailand 1:4 1:3 (A) 0:1 (H)
2009/10 UEFA Champions League 3. Qualifikationsrunde Slowenien  NK Maribor 5:3 2:3 (H) 3:0 (A)
Play-offs Lettland  FK Ventspils 5:1 3:0 (H) 2:1 (A)
Gruppenphase Spanien  Real Madrid 2:6 2:5 (H) 0:1 (A)
Italien  AC Mailand 2:1 1:0 (A) 1:1 (H)
Frankreich  Olympique Marseille 1:7 0:1 (H) 1:6 (A)
2011/12 UEFA Champions League 3. Qualifikationsrunde Belgien  Standard Lüttich 2:1 1:1 (A) 1:0 (H)
Play-offs Deutschland  FC Bayern München 0:3 0:2 (A) 0:1 (H)
2011/12 UEFA Europa League Gruppenphase Portugal  Sporting Lissabon 0:4 0:2 (H) 0:2 (A)
Rumänien  FC Vaslui 4:2 2:2 (A) 2:0 (H)
Italien  Lazio Rom 1:2 1:1 (H) 0:1 (A)
2013/14 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde Tschechien  Slovan Liberec 2:4 1:2 (A) 1:2 (H)
2014/15 UEFA Europa League Play-offs Slowakei  FC Spartak Trnava 4:2 3:1 (A) 1:1 (H)
Gruppenphase Zypern Republik  Apollon Limassol 5:4 2:3 (A) 3:1 (H)
Deutschland  Borussia Mönchengladbach 1:4 1:1 (H) 0:3 (A)
Spanien  FC Villarreal 4:6 1:4 (A) 3:2 (H)
2015/16 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde Belarus  FK Dinamo Minsk 1:2 0:1 (H) 1:1 n. V. (A)
2016/17 UEFA Europa League Gruppenphase Spanien  FC Villarreal 2:3 1:2 (A) 1:1 (H)
Turkei  Osmanlıspor FK 2:3 2:1 (H) 0:2 (A)
Rumänien  Steaua Bukarest 1:1 1:1 (A) 0:0 (H)
2018/19 UEFA Europa League Gruppenphase Zypern Republik  AEK Larnaka 2:2 1:0 (A) 1:2 (H)
Bulgarien  Ludogorez Rasgrad 2:1 1:0 (H) 1:1 (A)
Deutschland  Bayer 04 Leverkusen 3:3 3:2 (H) 0:1 (A)
Sechzehntelfinal Italien  SSC Neapel 1:5 1:3 (H) 0:2 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschiessen, (n. V.) – nach Verlängerung

Wettbewerb Spiele S U N T+ T-
UEFA Champions League 45 17 05 23 56 77
Europapokal der Pokalsieger 12 04 04 04 25 17
Messepokal 10 04 00 06 12 12
UEFA-Pokal / Europa League 78 24 18 36 1000 1270
UEFA Intertoto Cup 06 03 01 02 11 05
Gesamt 1510 52 28 71 2040 2380

Stand: 21. Februar 2019

GönnervereinigungenBearbeiten

Der FC Zürich wird von mehreren Gönnervereinigungen unterstützt. Namentlich sind dies:

  • Supportervereinigung
  • FCZ 1000er Club
  • 50er Club
  • FCZ Business Club

SupportervereinigungBearbeiten

Die Supportervereinigung wurde 1960 gegründet. Sie pflegt nicht nur Kontakte auf geschäftlicher und privater Ebene unter ihren Mitgliedern, sondern unterstützt auch die Interessen des FC Zürich. Der Jahresbeitrag für die Supportervereinigung beträgt 3000 Franken. Die Supportervereinigung verfügt über ein eigenes Clublokal. Im alten Letzigrund war dies der Treffpunkt der Supporter. Diese verfolgen nebst den Spielen des FC Zürich weitere Aktivitäten wie den Supporterball und diverse andere Unternehmungen. Die Mitglieder der Supportervereinigung sassen im alten Letzigrund auf der Westtribüne.

FCZ 1000er ClubBearbeiten

Der 1995 gegründete FCZ 1000er Club pflegt sein gesellschaftliches Netz über die Spiele des FC Zürich hinaus und schafft eine Plattform für private und geschäftliche Aktivitäten respektive Partnerschaften.[32] Das Hauptziel ist aber die Unterstützung des FC Zürich, insbesondere von dessen Juniorenabteilung, sowie das Erreichen von 1000 Mitgliedern.[33] Die Mitglieder des FCZ 1000er Clubs sassen im alten Letzigrund auf der Osttribüne und hatten Gastrecht im Lokal der Supportervereinigung. Die Aktivitäten über die Spiele des FCZ hinaus umfassen eigene Veranstaltungen wie Ausflüge, Talkshows mit Prominenten, Galas, Apéros usw.[34] Der FCZ 1000er Club hatte einen grossen Zuwachs an jungen Fans, die bereit waren, etwas mehr Geld für den Verein auszugeben. Der Jahresbeitrag betrug bis im Jahr 2006 1000 Franken. An der Generalversammlung 2006 wurde entschieden, aufgrund des neuen Letzigrunds und der damit verbundenen höheren Kosten (Stadionmiete) den Mitgliederbetrag provisorisch auf 1300 Franken zu erhöhen. 2007 standen mehr Fakten bezüglich des Letzigrundstadions zur Verfügung. Insbesondere die massiv teurere Stadionmiete des Letzigrunds zwang den FCZ, die Kosten auf die Zuschauer und Gönnervereinigungen abzuwälzen. So war auch der 1000er Club betroffen. Er sah sich gezwungen, den Mitgliederbeitrag auf 1500 Franken zu erhöhen. Gleichzeitig strich der Vorstand des FC Zürich dem 1000er Club viele Vorteile. So wird er nicht mehr im Supporterlokal geduldet. Auch können 1000er-Club-Mitglieder nicht mehr gratis an Cup-, UEFA-Cup- und Champions-League-Qualifikationsspiele. Die Reaktion des 1000er Clubs ist ein eigenes Clublokal in der Titan-Garage beim Letzigrund. Da aber das Stadion während des Spieles (bspw. in der Pause) nicht verlassen werden darf, wird dies von vielen (ehemaligen) 1000er-Club-Mitgliedern als Lösung nicht akzeptiert. Aufgrund des immer schlechter gewordenen Preis-Leistungs-Verhältnisses haben viele Mitglieder den 1000er Club wieder verlassen.

50er ClubBearbeiten

1988 wurde der FCZ 50er Club gegründet. Diese Gönnervereinigung stellt neben den gemeinsamen FCZ-Interessen die privaten und auch geschäftlichen Gemeinsamkeiten ihrer Mitglieder in den Vordergrund. Der FCZ 50er Club fördert die fussballerischen Belange des FCZ und stellt dem FCZ auch Kaderspieler zur Verfügung. Auch die Juniorenabteilung ist dem FCZ 50er Club ein wichtiges Anliegen. Der Netto-Verkaufserlös eines dem FCZ zur Verfügung gestellten Spielers wird wiederum vollumfänglich in den FCZ investiert. Der 50er Club verfügte über ein eigenes Clublokal in der alten Letzigrund-Haupttribüne. Die Mitgliederanzahl betrug (Stand 2003) 53 und ist auf 59 limitiert.

FCZ-Business ClubBearbeiten

Der FCZ-Business Club ist die zweitjüngste Gönnervereinigung des FCZ und hat sich zum Ziel gesetzt, den Verein wieder an die «ruhmreichen alten Zeiten» heranzuführen. Dies will er durch ideelle und finanzielle Unterstützung des FC Zürich erreichen. Er dient auch der Pflege und Förderung der Beziehungen seiner Mitglieder untereinander. Die Gründung war im Frühjahr 2004. Im alten Letzigrund war das Heim des Business Clubs eine Lounge im Westtribünen-Trakt. Zeitweise wurde auch ein FCZ-Business-Club-Zelt in der Ecke der Westtribüne/Südkurve aufgestellt.

FanclubsBearbeiten

Der FCZ wird von fünf offiziellen Fanclubs unterstützt. Dies sind der Fanclub Letzi, der Fanclub Tigers, der Fanclub 1896, der Fanclub Region Solothurn sowie der Fanclub Letzi Junxx.[35]

Jugendabteilung und JuniorenförderungBearbeiten

Der FC Zürich besitzt eine grosse Juniorenabteilung, die unter dem Namen FCZ – Academy läuft. Zu dieser gehören die U13a-, U13b-, U14-, U15-, U16-, U18- und U21-Mannschaften. Ausserdem arbeitet der FC Zürich seit über fünf Jahren am Projekt LetziKids. Dieses ist für Kinder zwischen dem achten und zwölften Lebensjahr gedacht. Die gut ausgebaute Nachwuchsabteilung bringt auch regelmässig Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft, so unter anderem Blerim Džemaili, Ricardo Rodríguez und Josip Drmić.

Die U21-Mannschaft des FC Zürich spielt in der für sie höchstmöglichen Promotion League.

FrauenfussballBearbeiten

Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem FC Zürich und dem Frauenfussballclub Zürich Seebach wurde im Sommer 2008 durch den angepassten Vereinsnamen unterstrichen. Der Schweizerische Fussballverband bestätigte die Namensänderung von FFC Zürich Seebach zu FC Zürich Frauen.[36]

Die Verantwortlichen in Muri bei Bern stimmten somit dem Antrag des FFC Zürich Seebach zu, ab der Saison 2008/09 als FC Zürich Frauen die Meisterschaften aller Frauen- und Nachwuchsteams zu bestreiten. Die E- und D-Juniorinnen werden in den FC Zürich zu den FCZ LetziKids integriert.

MedienBearbeiten

FCZ-TVBearbeiten

Im Juli 2006 lancierte der FC Zürich eine eigene TV-Sendung, die von einem 5-köpfigen Team um Moderator Nick Laederach realisiert, produziert und auf der Vereinswebsite ausgestrahlt wurde. Nach einer Änderung des Sendekonzepts im Juni 2009 wurden nur noch kurze, tagesaktuelle Beiträge ausgestrahlt.[37] Die bisherige, rund 30-minütige Sendung, die auch auf dem Lokalsender Tele Züri zu sehen war, wurde eingestellt.

Die Sendung wurde ursprünglich ins Leben gerufen, um den Fans einen intensiven Einblick in das Vereinsleben des FC Zürich zu geben.

Sponsoren und InvestorenBearbeiten

Im April 2021 verlor der FCZ seinen Hauptsponsor Antepay (Herausgeber von Prepaid-Kreditkarten), nachdem dieser wegen der COVID-19-Pandemie seinen Betrieb hatte einstellen müssen. Zudem stellte der Energiekonzern Axpo, bisher Sponsor der Super League und der Clubs FCZ, BSC Young Boys und FC Basel, 2021 sein gesamtes Engagement im Fussball ein.[38] Leading Partner ist nun Nike, Arena-Partner die Credit Suisse, und Premium Partners sind Finam und Cerruti Caffè neben weiteren Partnern.[39]

LiteraturBearbeiten

  • Günther Furrer: 100 Jahre Fussball Club Zürich. Herausgeber: Fussballclub Zürich.
  • Michael Lütscher u. a.: Eine Stadt, ein Verein, eine Geschichte. Verlag NZZ, Zürich 2010, ISBN 978-3-03823-643-6.

WeblinksBearbeiten

Commons: FC Zürich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Céline Feller: So will der FC Basel seine Mitgliederzahl verdreifachen. In: Aargauer Zeitung. 15. Dezember 2015.
  2. a b Hans Enderli: 30 Jahre F. C. Zürich. In: Der Kicker. Heft 41 (Oktober 1926), S. 1565 f.
  3. Hans Gamper – FC Winterthur (Memento vom 11. Oktober 2016 im Internet Archive). Website des FC Winterthur 1896 (Biographie).
  4. Trinkhorn. In: FCZ Archiv. Abgerufen am 8. Februar 2019.
  5. «Erinnerung an unser erstes Matsch». Website des FCZ (News), 7. Februar 2019, abgerufen am 8. Februar 2019)
  6. Michael Lütscher (Hrsg.): Eine Stadt, ein Verein, eine Geschichte. Verlag Neue Zürcher Zeitung, Zürich 2010, ISBN 978-3-03823-643-6, S. 47.
  7. Die Lage des F.C. Zürich. In: Neue Zürcher Nachrichten. Morgenausgabe Auflage. Band 30, Nr. 142. Zürich 28. Mai 1934, S. 3 (Online [abgerufen am 6. Januar 2022]).
  8. Wie aus Fussballern Leichtathleten wurden. Website des LC Zürich.
  9. Geschichte. Website des Ruderclubs Zürich.
  10. Zuschauerzahlen Super League ab 2003/04. Swiss Football League.
  11. Super League 2005/2006 » Zuschauer » Heimspiele. In: weltfussball.com.
  12. Super League 2020/2021 » Zuschauer » Heimspiele. In: weltfussball.com.
  13. Der FC Zürich ist Schweizer Meister. In: SWI swissinfo.ch. 13. Mai 2006.
  14. FCZ ist Schweizer Meister 2007 (Memento vom 13. Dezember 2013 im Internet Archive). In: SF. 24. Mai 2007.
  15. Erneut ein Westschweizer Trainer für den FC Zürich. In: Neue Zürcher Zeitung. 13. Juni 2007.
  16. FC Zürich verpasst Champions-League. In: SWI swissinfo.ch. 29. August 2007.
  17. Ein Tor reichte dem FCZ zum Titel (Memento vom 14. Dezember 2013 im Internet Archive). In: Tages-Anzeiger. 24. Mai 2009.
  18. Sven Schoch: Tanzender und singender FCZ (Memento vom 30. Mai 2009 im Internet Archive). In: Tages-Anzeiger. 29. Mai 2009.
  19. Stephan Roth: GC macht FCZ zum Meister (Memento vom 27. Mai 2009 im Internet Archive). In: Tages-Anzeiger. 24. Mai 2009.
  20. Thomas Renggli: FCZ schlägt Milan mit 1:0! In: Blick. 30. September 2009.
  21. FC Zürich verabschiedet sich mit Remis gegen Milan (Memento vom 13. Dezember 2009 im Internet Archive). In: SF. 8. Dezember 2009.
  22. «Besser gehts nicht». In: 20 Minuten. 5. August 2011.
  23. Sandro Compagno: 30 Millionen ins Brackwasser gesetzt? In: 20 Minuten. 26. Mai 2016, abgerufen am 26. Mai 2016.
  24. Matchcenter 2016/17. Swiss Football League (Challenge League/Saison-Archiv).
  25. Erste Mannschaft. Website des FCZ (Profis).
  26. Team/Kader. Website des FCZ (Profis).
  27. «Ich kann nicht raus, sonst bin ich tot». In: 20 Minuten. 14. Mai 2006.
  28. Bittere Bilanz: 130 Verletzte – 25 Hooligans festgenommen. In: 20 Minuten. 14. Mai 2006.
  29. Schwere Krawalle nach FCZ-FCB-Match (Memento vom 19. Mai 2009 im Internet Archive) In: Tages-Anzeiger. 17. Mai 2009.
  30. Ein Fussball-Wunder: Filipescu schiesst den FC Zürich ins Glück. In: 20 Minuten. 17. Mai 2006.
  31. FC Zürich in der Datenbank von transfermarkt.de.
  32. Werner Hogg: FCZ-Fussball gemeinsam mit Freunden erleben In: FCZ 1000er Club. Abgerufen am 7. Mai 2021.
  33. Der 1000er Club. In: FCZ 1000er Club. Abgerufen am 7. Mai 2021.
  34. Treffpunkt vor den Heimspielen: Ristorante Da Cono. In: FCZ 1000er Club. Abgerufen am 7. Mai 2021.
  35. Offizielle Fanclubs. Website des FCZ (Über uns/Fans/Offizielle Fanclubs).
  36. Geschichte. Website des FCZ (Frauen/Über uns/Geschichte).
  37. FCZ.TV ändert das Sendekonzept (Memento vom 12. Dezember 2013 im Internet Archive). Website des FCZ (News), 17. Juni 2009.
  38. Zürichs Hauptsponsor Antepay hat den Betrieb zum Monatsbeginn eingestellt. In: sport.ch. 10. April 2021.
  39. Sponsoren. Website des FCZ (Business/Sponsoren).