SC Kriens

schweizer Fußballverein

Der Sportclub Kriens ist ein Schweizer Fussballverein aus Kriens in der Agglomeration Luzern. Der Klub wurde im Jahre 1944 gegründet und spielt seit 2018 wieder in der zweithöchsten Schweizer Spielklasse, der Challenge League. Die Klubfarben sind grün-weiss.

SC Kriens
Logo des SC Kriens
Basisdaten
Name Sportclub Kriens
Sitz Kriens, Kanton Luzern
Gründung 1. Juli 1944
Farben Grün-Weiss
Präsident Werner Baumgartner
Website sckriens.ch
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Bruno Berner
Spielstätte Sportzentrum Kleinfeld
Plätze 3'200
Liga Challenge League
2019/20 5. Rang
Heim
Auswärts

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1920 wurde von einigen Fussballfreunden der erste Versuch unternommen einen Fussballverein zu gründen. Mehr als sein sechsjähriges Bestehen konnte der Verein allerdings nicht feiern. Aufgrund eines Bauvorhabens wurde das Spielfeld enteignet und der Klub aufgelöst.

1931 wurde der Rasensportklub Kriens ins Leben gerufen. Allerdings stand das Unterfangen wiederum unter einem schlechten Stern, da mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges das Spielfeld fortan als Kartoffelfeld dienen musste und der Sportklub zum zweiten Mal aufgelöst wurde. Ein dritter Anlauf kurz vor Ende des Krieges im Jahre 1944, die Gründung des Sportclub Kriens, hatte dann mehr Erfolg.

 
Ehemaliges Logo

Die ersten Erfolge feierte der Verein allerdings erst rund 15 Jahre später mit dem Aufstieg in die 2. Liga. Dort verblieb man jahrelang, bis in der Saison 1971/1972 der Aufstieg in die 1. Liga gelang. Bereits zwei Saisons später schaffte der SC Kriens erstmals den Sprung in die zweithöchste Spielklasse der Schweiz – die NLB. In der Saison 1980/81 kam dann ein Rückschlag mit dem Abstieg in die 1. Liga. Dort blieb man dann die nächsten neun Jahre mit Ausnahme der Saison 1985/86 (NLB). 1990 kam die Rückkehr in die NLB und am 12. Juni 1993 schaffte der Verein dann gar den Aufstieg in die höchste Spielklasse, die NLA. Es folgt der sofortige Wiederabstieg in die NLB. Dort verblieb man für die nächsten drei Jahre, ehe ein zweiter Aufstieg in die höchste Schweizer Liga gelang.

Die Saison 1996/97 begann mit Siegen gegen die Grasshoppers aus Zürich und andere Spitzenteams zwar erfolgreich, doch folgte in der zweiten Saisonhälfte der Einbruch. Auch dieser Höhenflug endete mit dem sofortigen Wiederabstieg. Bis zur Saison 2007/08 spielte der Verein in der Challenge League, stieg dann aber in die 1. Liga ab. In der Saison 2009/10 spielt der SC Kriens wieder in der Challenge League, nachdem das Team in der Aufstiegsrunde alle Spiele für sich entscheiden konnte. Nach Rang 15 in der Saison 2011/12 musste der SC Kriens erneut absteigen, diesmal in die neu gegründete 1. Liga Promotion. Nach dem Abstieg aus der Promotion League 2013/2014 in die 1. Liga, gelang dem SC Kriens ein Jahr später Ende Saison 2014/2015 der sofortige Wiederaufstieg zurück in die Promotion League. Am vorletzten Spieltag der Saison 2017/18 sicherte sich der SC Kriens den Wiederaufstieg in die Challenge League nach sechsjähriger Abwesenheit.[1]

Im Laufe der Jahre schafften zahlreiche Spieler des SC Kriens den Sprung in höhere Spielklassen. Darunter befinden sich Fabio Coltorti (GC), Francisco Neri (YB), Mark Disler (FCS), Michel Renggli (GC), Thomas Häberli (YB), David Sène (heute Assistenztrainer bei Neuchâtel Xamax), Claudio Lustenberger (FCL), Gonzalo Zárate (GC) und Valentin Stocker (FC Basel)

Grösste ErfolgeBearbeiten

Als grösste Erfolge können die beiden Aufstiege in die oberste Spielklasse (Saisons 92/93 und 96/97) angesehen werden. Im Rahmen des SRS-Turniers in Kriens, heute Autorama-Cup genannt, besiegte der SC den deutschen Rekordmeister FC Bayern München.

Ein neuerlicher Grosserfolg für den ambitionierten Sport-Club Kriens war der erstmalige Vorstoss in die Halbfinals des Schweizer Fussball-Cups (des sogenannten Swisscom-Cup). Dort gab es am 5. April 2010 gegen den «Goliath» des Schweizer Fussballs, dem FC Basel, eine knappe 0:1-Niederlage.

Kader der Saison 2020/21Bearbeiten

Stand 3. März 2021[2]

Nr. Position Name
1 Schweiz  TW Pascal Brügger
18 Schweiz  TW Rafael Zbinden
20 Schweiz  TW Fabio Zizzi
2 Schweiz  AB Elia Alessandrini
3 Kosovo  AB Mirlind Kryeziu
4 Schweiz  AB Baba Souare
8 Schweiz  AB Liridon Berisha
14 Kroatien  AB Marijan Urtić
25 Schweiz  AB Robin Busset
5 Schweiz  MF David Mistrafovic
6 Schweiz  MF Anthony Bürgisser
7 Schweiz  MF Liridon Mulaj
11 Schweiz  MF Daniel Follonier
13 Albanien  MF Burim Kukeli
Nr. Position Name
15 Ghana  MF Ransford Selasi
16 Schweiz  MF Enes Yesilcayir
19 Schweiz  MF Oan Djorkaeff
21 Schweiz  MF Izer Aliu
23 Schweiz  MF Diogo Costa
25 Schweiz  MF Oan Djorkaeff
44 Schweiz  MF Albin Sadrijaj
9 Schweiz  ST Mark Marleku
10 Schweiz  ST Igor Tadic
20 Schweiz  ST Hélios Sessolo
24 Deutschland  ST Progon Maloku
31 Brasilien  ST Patrick Luan
Schweiz  AB Daniel Fanger

Ehemalige SpielerBearbeiten

Weitere ehemalige Trainer/Spieler sind in der Kategorie:Person (SC Kriens) zu finden.

StadionBearbeiten

Von 1970 bis 2017 spielte der Klub im Stadion Kleinfeld, welches ein Fassungsvermögen von rund 5'100 Plätzen besass. Das Stadion wurde 2016 komplett abgerissen. Auf den Wiederaufstieg in die Challenge League wurde 2018 das Sportzentrum Kleinfeld mit 3'200 Plätzen eröffnet.

NachwuchsBearbeiten

Der Sportklub Kriens ist ein typischer Ausbildungsverein und hat eine der grössten Nachwuchsabteilungen der Schweiz. So wurden bereits einige namhafte Spieler hervorgebracht. Mit Fabio Coltorti, momentan bei RB Leipzig unter Vertrag und Valentin Stocker (momentan beim FC Basel) schafften es zwei Krienser Eigengewächse in den Kreis der Nationalmannschaft.[3]

BreitensportBearbeiten

Beim SC Kriens spielt der Breitensport ebenfalls eine gewichtige Rolle, wobei die Infrastruktur aus allen Nähten platzt. Dem ganzen Verein stehen neben dem Hauptfeld, drei Nebenfelder und ein Allwetterplatz zur Verfügung. Dies bei 37 Mannschaften.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Der SC Kriens ist in der Challenge League!! zentralplus.ch, 19. Mai 2018, abgerufen am 19. Mai 2018.
  2. Kaderliste des SC Kriens. SFL.ch, abgerufen am 18. September 2020.
  3. SC Kriens - Vereinsprofil. Abgerufen am 4. Februar 2020.