FC Schaffhausen

Schweizer Fussballclub

Der FC Schaffhausen wurde 1896 – an einem Unterhaltungsabend auf dem Munot – als "Football-Club Viktoria" gegründet und gehört zu den ältesten Schweizer Fussballclubs: Es gibt nur acht heute noch bestehende Vereine, die früher gegründet wurden.

FC Schaffhausen
Logo
Basisdaten
Name Fussballclub Schaffhausen
Sitz Schaffhausen
Gründung 1896
Präsident Roland Klein
Vorstand Josip Krajinovič
Website fcschaffhausen.ch
Erste Fussballmannschaft
Cheftrainer Hakan Yakin
Spielstätte LIPO Park Schaffhausen
Plätze 8'000
Liga Challenge League
2021/22 2. Platz
Heim
Auswärts

GeschichteBearbeiten

Erster Vereinspräsident war der Schaffhauser Kaufmann Robert Sturzenegger, Bruder des bekannten Kunstmalers Hans. Ab 1902 firmierte der Verein – der lange Jahre um sein Überleben kämpfte – dann unter "Fussball-Klub Schaffhausen", später unter "Vereinigte Fussball-Klubs von Schaffhausen" und zwischen 1915 und 1936 unter "Vereinigte FC Schaffhausen-Sparta", bevor er seinen heutigen Namen erhielt. Während der Verein noch bis in die 1920er Jahre keinen eigenen Platz besass, war er bereits im Frühjahr 1901 in die Schweizerische Fussball-Association aufgenommen worden.[1]

Die Schaffhauser gehörten bisher 54 Saisons der zweithöchsten Spielklasse an und spielten von 1955 bis 1957, 1961/62 und 1963/64 in der Nationalliga A. Nach dem erneuten Aufstieg im Jahre 2004 musste der FC Schaffhausen im Sommer 2007 absteigen und spielt nun in der Challenge League, der zweithöchsten Spielklasse der Schweiz.

Am 21. März 2007 trennte sich der FC Schaffhausen von seinem langjährigen Trainer Jürgen Seeberger. Er war bereits in der 7. Saison beim FC Schaffhausen als Cheftrainer tätig und führte die Mannschaft von der 1. Liga bis in die Axpo Super League. Anschliessend übernahm Marco Schällibaum den Trainerposten und kämpfte mit der Mannschaft gegen den Abstieg in die Challenge League. Dieser konnte allerdings nicht verhindert werden, da man im letzten Spiel mit 0:2 gegen den FC Thun verlor. In der Saison 2010/11 folgte ein weiterer Tiefpunkt in der Vereinsgeschichte des FC Schaffhausen, der FCS verlor in der vorletzten Runde im Spiel gegen Stade Nyonnais mit 2:3 und musste deswegen in die 1. Liga absteigen.

Am 29. April 2013 wurde bekanntgegeben, dass der FC Schaffhausen alle benötigten 6 Kriterien (Recht, Infrastruktur, Sport, Administration, Finanzen und Sicherheit) erfüllt, um sich die Spiellizenz für die Challenge League zu sichern. In der letzten Partie der Saison 12/13 gelang dem FCS der Wiederaufstieg in die Challenge League.

Von 1991 bis zu seinem Tod im Januar 2019 war Aniello Fontana Präsident und Förderer des FC Schaffhausen. Er war treibende Kraft hinter dem Bau des neuen Stadions Lipo-Park, das Anfang Januar 2017 eröffnet wurde und das bisherige Stadion Breite ersetzte.[2][3]

Seit Ende Juni 2019 amtet Roland Klein als neuer Präsident des FC Schaffhausen.

Am 21. Februar 2022 gelang dem Verein ein echter Transfercoup. Man konnte den ehemaligen Fußball-Bundesliga Spieler Raul Bobadilla verpflichten.

SaisonbilanzenBearbeiten

Saison Rang Liga Anmerkungen
1950/51 01. 1. Liga Aufstieg NLB
1951/52 n.b. n.b.
1952/53 n.b. n.b.
1953/54 n.b. n.b.
1954/55 02. NLB Aufstieg NLA
1955/56 10. NLA
1956/57 14. NLA Abstieg NLB
1957/58 n.b. n.b.
1958/59 n.b. n.b.
1960/61 02. NLB Aufstieg NLA
1961/62 13. NLA Abstieg NLB
1962/63 01. NLB Aufstieg NLA
1963/64 13. NLA Abstieg NLB
19xx/xx n.b. n.b.
1983/84 01. 1. Liga Aufstieg NLB
19xx/xx n.b. n.b.
1999/2000 n.b. n.b.
2000/01 n.b. n.b.
2001/02 01. 1. Liga Aufstieg Challenge League (Ex NLB)
2002/03 07. Challenge League
2003/04 01. Challenge League Aufstieg Axpo Super League
2004/05 09. Axpo Super League Barragespiel FC Vaduz 1:1 / 1:0, Ligaerhalt
2005/06 08. Axpo Super League
2006/07 10. Axpo Super League Abstieg Challenge League
2007/08 06. Challenge League
2008/09 11. Challenge League
2009/10 11. Challenge League
2010/11 15. Challenge League Abstieg 1. Liga
2011/12 02. 1. Liga Gruppe 3 Aufstieg 1. Liga Promotion
2012/13 01. 1. Liga Promotion Aufstieg Challenge League
2013/14 04. Challenge League
2014/15 04. Challenge League
2015/16 05. Challenge League
2016/17 04. Challenge League
2017/18 02. Challenge League
2018/19 07. Challenge League
2019/20 09. Challenge League
2020/21 04. Challenge League
2021/22 02. Challenge League

Erfolge im CupBearbeiten

  • Cuphalbfinal 2002/03: FC Basel – FC Schaffhausen am 15. April 2003 – 3:0 (1:0)
  • Cupfinal 1993/94: Grasshopper Club Zürich – FC Schaffhausen am 15. Mai 1994 – 4:0 (2:0)
  • Cupfinal 1987/88: Grasshopper Club Zürich – FC Schaffhausen am 23. Mai 1988 – 2:0 (1:0)
  • Cuphalbfinal 1960/61: FC Schaffhausen – La Chaux-de-Fonds am 3. April 1961 – 0:2 (0:2)

StadionBearbeiten

wefox Arena SchaffhausenBearbeiten

Anfangs Januar 2017 wurde das neue Fussballstadion LIPO Park Schaffhausen eröffnet. Es bietet rund 8'000 überdachte Sitzplätze und ist mit einem beheizbaren Kunstrasen ausgestattet. Das erste Spiel fand am 25. Februar 2017 gegen den FC Winterthur statt. Der FC Schaffhausen gewann 2:1. Das erste Tor im neuen Stadion schoss Shkelqim Demhasaj. Zu Beginn der Saison 21/22 hat sich die Versicherungsfirma wefox die Namensrechte gesichert. Das Stadion heisst seit da wefox Arena Schaffhausen. Das Stadion beinhaltet weiterhin einen LIPO Einrichtungsmarkt, sowie ein Fitnessstudio der Kette Clever fit.

Stadion BreiteBearbeiten

Bis Ende 2016 spielte der FC Schaffhausen im Stadion Breite. Es hat 6'010 ungedeckte Stehplätze, 1'028 gedeckte Sitzplätze und 262 ungedeckte Sitzplätze. Insgesamt fasst das Stadion 7'300 Leute. Die Spielfeldgrösse beträgt ca. 104 × 69 Meter. Es hat 4 Eingänge und 11 Kassen sowie eine Kasse für Vorbestellungen. Es gibt diverse Essens- und Getränkestände sowie ein Klubhaus mit Sitzplätzen für 120 Personen.

Die 1. MannschaftBearbeiten

Stand: 16. Juni 2022. Profispieler des FC Schaffhausen, die an einen anderen Club ausgeliehen sind, werden nicht aufgeführt.

Nr. Nat. Spieler Im Verein seit Letzter Verein
Torhüter
026 Schweiz  Matthias Grob 2021 GC Zürich U21|
029 Schweiz Italien  Francesco Ruberto 2021 FC Septemvri Simitli
040 Schweiz  Dario Marzino 2021 FC Winterthur
Verteidigung
03 Schweiz  Louis Lurvink 2022 FC Basel Nachwuchs
05 Schweiz  Serge Müller 2019 GC Zürich U21
013 Italien Uruguay  Guillermo Padula 2020 FC Paradiso 1917
015 Schweiz  Kosovo  Bujar Lika 2017 eigene Jugend
020 Deutschland Uruguay  Axel Müller 2021 Cerro Largo FC
027 Schweiz Kosovo  Jetmir Krasniqi 2019 FC Voluntari
Mittelfeld
008 Schweiz  Nikola Gjorgjev 2022 Grasshopper Club Zürich
008 Uruguay  Agustín González 2021 Club Nacional
010 Frankreich Algerien  Yassine Maouche 2021 FC Zürich
011 Deutschland  Robin Kalem 2021 Grasshoppers Club Zürich
0140 Brasilien  Paulinho 2016 FC Winterthur
024 Schweiz Kosovo  Drilon Kastrati 2019 SC Freiburg U19
025 Schweiz Kosovo  Uran Bislimi 2019 FC Basel
0340 Kosovo  Valon Hamdiu 2020 FC Winterthur
045 Schweiz  Luka Stevic 2022 FK Metalac
064 Schweiz Kroatien  Miro Soldo 2022 Lokomotiva Zagreb U19
079 Elfenbeinküste  Siriky Sanogo 2022 Benevento Calcio
Stürmer
090 Uruguay  Joaquín Ardaiz 2021 FC Lugano
0220 Kamerun  Yvan Alounga 2022 FC Luzern
023 Schweiz  Leonit Sahitaj 2021 Grasshoppers Club Zürich
032 Argentinien  Paraguay  Raúl Bobadilla 2022 Fluminense FC

Bekannte Spieler und TrainerBearbeiten

Bekannte SpielerBearbeiten

Bekannte TrainerBearbeiten

Weitere Spieler und Trainer sind in der Kategorie:Person (FC Schaffhausen) zu finden.

LiteraturBearbeiten

  • Max Brunner (ehem. Präsident): 50 Jahre FC Schaffhausen. In: Schaffhauser Schreibmappe, Jg. 1947.
  • Matthias Wipf: Fussball – ein Sport ringt um seine Anerkennung. Schaffhausen in den Jahren 1890 bis zum Ersten Weltkrieg. Seminararbeit, Universität Bern, 1995 (in: Stadtarchiv Schaffhausen).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Matthias Wipf: Fussball - ein Sport ringt um seine Anerkennung. Schaffhausen in den Jahren 1890 bis zum Ersten Weltkrieg, Bern 1995.
  2. Schaffhausens Präsident Aniello Fontana verstorben. In: St. Galler Tagblatt vom 27. Januar 2019.
  3. FC Schaffhausen: Präsident Aniello Fontana ist gestorben. In: Toponline vom 27. Januar 2019.
  4. Hakan Yakin Trainer

Koordinaten: 47° 41′ 39,6″ N, 8° 38′ 1,6″ O; CH1903: 689719 / 283319