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Axpo Holding AG

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Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 2001
Sitz Baden, Schweiz
Leitung Andrew Walo
(CEO)
Thomas Sieber
(VR-Präsident)
Mitarbeiterzahl 4'231 (2016/2017)
Umsatz 5,567 Mrd. CHF (2016/17)
Branche Stromversorgung
Website www.axpo.com

Die Axpo produziert Strom im Klöntalersee
… und mit Kernkraft

Die Axpo Holding AG mit Hauptsitz in Baden AG ist ein Schweizer Energiedienstleistungskonzern.

Inhaltsverzeichnis

UnternehmenBearbeiten

Die Axpo-Gruppe versorgt in der Nordostschweiz und der Zentralschweiz rund 3 Millionen Menschen und mehrere tausend Industrie- und Gewerbebetriebe mit Energie und energienahen Dienstleistungen. Eigentümer der Axpo Holding sind die Nordostschweizer Kantone und deren Kantonswerke.

Die Unternehmensgruppe ist auch international tätig, insbesondere mit ihrem Tochterunternehmen Axpo Solutions AG im internationalen Stromhandel. Insgesamt erbrachte die Axpo-Gruppe im Geschäftsjahr 2016/2017 78'374 Millionen Kilowattstunden Energie in Form von Strom und Gas, davon entfielen 42'542 Millionen Kilowattstunden auf das Versorgungsgebiet und 35'832 Millionen Kilowattstunden auf dritte Unternehmen und Handel.[1] Die Axpo Gruppe ist mit eigenen Tochtergesellschaften in mittel-, ost- und südeuropäischen sowie skandinavischen Ländern vertreten und hat in einigen Ländern auch eigene Anlagen.

UnternehmenszahlenBearbeiten

Die folgende Tabelle zeigt Unternehmenszahlen von Axpo für die Geschäftsjahre 2011/12 bis 2016/17:[1]

GJahr Umsatz Gew./Verl. Beschäftigte
2011/12 7'346 329 4'368
2012/13 7'025 364 4'430
2013/14 6'705 –838 4'435
2014/15 5'860 –867 4'312
2015/16 5'416 –1'226 4'293
2016/17 5'567 269 4'231

TochterunternehmenBearbeiten

Die Axpo Holding hält namhafte Anteile an folgenden Unternehmen:

AktionäreBearbeiten

Die Aktien der Axpo Holding sind vollständig in der Hand der nordostschweizerischen Kantone bzw. Kantonswerke. Im Detail sind dies:[1]

Beteiligungen an Schweizer KernkraftwerkenBearbeiten

Anlage Axpo Power AG Axpo Solutions AG CKW AG Axpo
Kernkraftwerk Beznau 100,0 %
Kernkraftwerk Gösgen 25,0 % 12,5 % 37,5 %
Kernkraftwerk Leibstadt 22,8 % 16,3 % 13,6 % 52,7 %

Die CKW AG hält 13,57 Prozent der Aktien am KKL, 5,43 Prozent sind im Besitz der AEW Energie AG, die Miteigentümerin der Axpo ist. Dadurch sind indirekt 58,1 Prozent des Kernkraftwerks Leibstadt im Besitz der Axpo und Axpo-naher Gesellschaften.

Zukünftige AusrichtungBearbeiten

Axpo plante bis 2011, möglichen zukünftigen Energieengpässen in der Schweiz mit dem Bau eines Kernkraftwerkes entgegenzutreten. Um die laut der Axpo Holding drohende Stromlücke zu schliessen, sei der Bau von Ersatz-Kernkraftwerken „unumgänglich“.

Die Energiepolitik der Schweiz sieht nunmehr den Ausstieg der Schweiz aus der Atomkraft bis ins Jahr 2050 vor.

Der Konzern wurde per Anfang Oktober 2012 neu formiert. Die Aktivitäten der früheren Axpo AG und der EGL AG wurden Axpo-intern in den Bereichen Produktion und Netze sowie Handel und Vertrieb zusammengefasst.

Aufgrund des niedrigen Strompreises in Europa ist die Ertragslage seit 2013 für alle Schweizer Elektrizitätsunternehmen schwierig.

Ende 2016 setzte die UBS das Kreditrating der Axpo auf "BBB+" herunter.[2]

KritikBearbeiten

Die Axpo war 2011 nominiert für den Public Eye Award, mit welchem Konzerne ausgezeichnet werden, welche sich laut den Initianten besonders verantwortungslos gegenüber Mensch und Umwelt verhalten. Der Award ging jedoch an ein anderes Unternehmen. Gemäss Nominationstext ist die russische Anlage Majak, Bezugsort der Kernkraft-Brennelemente, der „verstrahlteste Ort der Welt“[3]. Die Neue Zürcher Zeitung schrieb dazu: Dass Umweltschützer besser über die Herkunft Bescheid wussten als die Axpo-Spezialisten, wirkt peinlich.[4] Die Axpo wollte die Anlage besuchen, was jedoch selbst den Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation verwehrt wird.[5][6] Am 12. November 2011 kommunizierte Axpo, „vorübergehend den Auftrag erteilt“ zu haben, auf Brennelemente aus Majak zu verzichten. Axpo behauptete, es gebe „keine Belege für eine unzulässige Belastung“. Die Anlagen entsprächen „international akzeptierten Vorschriften“ und würden „die gesetzlichen Anforderungen“ erfüllen.[7] 2018 hat die Axpo durchschnittlich 103 Gramm CO2-Äquivalente und 29 Kubikmillimeter Atommüll pro Kilowattstunde erzeugt. Unter den vier grössten Energiekonzernen in der Schweiz – neben der Axpo sind dies Alpiq, BKW und Repower – schnitt die Axpo mit durchschnittlich 316 Umweltbelastungspunkten (UBP) im Mittelfeld ab.[8]

Anlagen in DeutschlandBearbeiten

 
Mast der Leitung Schlattingen-Thayngen südlich von Bietingen auf deutschem Boden
 
Schild an einem Mast der Leitung Schlattingen-Thayngen südlich von Bietingen auf deutschem Grund

Die Hochspannungsleitung Thayngen-Schlattingen der Axpo verläuft teils über deutsches Gebiet, versorgt aber keine Umspannwerke in Deutschland.

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VariaBearbeiten

Die Axpo Holding war bis zum Jahr 2012 Hauptsponsor der höchsten Schweizer Fussballliga, der Axpo Super League.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Axpo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten