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Der FK Krasnodar (russisch Футбольный клуб Краснодар; wiss. Transliteration: Futbol’nyj klub Krasnodar) ist ein russischer Fußballverein aus der Stadt Krasnodar am Kuban.

FK Krasnodar
Fckrasnodar.png
Basisdaten
Name Futbolny klub Krasnodar
Sitz Krasnodar, Russland
Gründung 2008
Präsident Sergei Galizki
Website fckrasnodar.ru
Erste Mannschaft
Cheftrainer Sergei Matwejew
Spielstätte Krasnodar-Stadion
Plätze 33.979
Liga Premjer-Liga
2018/19 3. Platz
Heim
Auswärts

GeschichteBearbeiten

Der FK Krasnodar wurde im Jahr 2008 von Sergei Galizki, dem Eigentümer der Einzelhandelskette Magnit gegründet.[1] In der ersten Saison gelang mit dem dritten Platz in der 2. Division der direkte Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse Russlands, da mehrere Vereine wegen der Finanzkrise nicht teilnehmen konnten.[2] Hier konnte der Verein 2009 den zehnten Rang in der Abschlusstabelle belegen. Da sich Saturn Ramenskoje freiwillig aus der Premjer-Liga zurückzog, wurde der FK Krasnodar als der Fünftplatzierte der 1. Fußball-Division 2010 in die Premjer-Liga aufgenommen.[3] In den ersten beiden Spielzeiten im russischen Fußballoberhaus belegte die Mannschaft aus Krasnodar Plätze im gesicherten Tabellenmittelfeld.

Durch den fünften Tabellenplatz aus der Saison 2013/14 nahm der Verein an der Qualifikation für die UEFA Europa League teil, wo sie JK Kalev Sillamäe, Diósgyőri VTK und Real Sociedad San Sebastián nacheinander besiegt haben. In der Gruppenphase der UEFA Europa League 2014/15 traf der FK Krasnodar neben dem OSC Lille und dem FC Everton auf den Bundesligisten VfL Wolfsburg und schied als Tabellendritter aus dem Wettbewerb aus.[4]

In der Saison 2014/15 kämpfte die Mannschaft bis zum letzten Spieltag um die Vizemeisterschaft in der heimischen Liga, musste allerdings den ZSKA Moskau vorbeiziehen lassen und nahm durch den dritten Tabellenplatz erneut an der Qualifikation für die UEFA Europa League 2015/16 teil. In den beiden Qualifikationsrunden konnte die Mannschaft sich gegen ŠK Slovan Bratislava und HJK Helsinki durchsetzen und wie bereits im Vorjahr die Gruppenphase erreichen. Mit Borussia Dortmund, PAOK Thessaloniki und FK Qäbälä vervollständigte Krasnodar die Gruppe C des Wettbewerbs. Bereits nach dem fünften Spieltag schaffte die Mannschaft zum ersten Mal in seiner Geschichte den Sprung ins Sechzehntelfinale der Europa League, wo sie allerdings gegen Sparta Prag ausschied.

In der Premjer-Liga 2015/16 belegte FK Krasnodar den vierten Platz in der Abschlusstabelle. Somit war der Club berechtigt in der dritten Qualifikationsrunde in den Kampf um die UEFA Europa League 2016/17 einzusteigen, wo sie auf den FC Birkirkara trafen. Beide Partien wurden gegen den maltesischen Club gewonnen (3:0 und 3:1).[5] In der darauffolgenden Play-off-Runde gegen den FK Partizani Tirana gewann Krasnodar im heimischen Stadion mit 4:0 und spielte 0:0 auswärts. Somit spielte das Team aus Krasnodar in der Gruppenphase des Wettbewerbes und traf in der Gruppe I auf FC Schalke 04, FC Red Bull Salzburg und OGC Nizza. Am 6. Oktober 2016 wurde Igor Schalimow als Nachfolger von Oleg Kononow auf dem Cheftrainerposten vorgestellt.[6] In der Europa League wurde FK Krasnodar Tabellenzweiter hinter Schalke und traf somit im Sechzehntelfinale auf Fenerbahçe Istanbul. Krasnodar gewann im heimischen Stadion mit 1:0 und erspielte 1:1 in der Türkei.[7] Der Einzug ins Viertelfinale des europäischen Wettbewerbs blieb dem Verein im Achtelfinaleduell gegen Celta Vigo nach zwei Niederlagen (1:2 in Spanien und 0:2 auf heimischem Boden) verwehrt. In der nationalen Premjer-Liga 2016/17 erzielte FK Krasnodar erneut den vierten Tabellenplatz, der den Club abermals berechtigte, in der dritten Qualifikationsrunde der UEFA Europa League 2017/18 zu starten. Hier trafen sie auf den Lyngby BK, beide Spiele wurden gegen den dänischen Club gewonnen (2:1 und 3:1). In der anschließenden Play-off-Runde gegen den FK Roter Stern Belgrad gewann Krasnodar zwar das Heimspiel mit 3:2, verlor jedoch das Rückspiel in der serbischen Hauptstadt mit 1:2 und schied wegen der Auswärtstorregel aus dem Wettbewerb aus.

StadionBearbeiten

 
Das Kuban-Stadion von 1960

Der Verein trug zunächst seine Heimspiele im 32.000 Zuschauer fassenden Kuban-Stadion aus, das bereits im Jahre 1960 erbaut wurde. Der FK Krasnodar teilte sich seine Heimspielstätte mit dem Stadtrivalen FK Kuban Krasnodar. Sergei Galizki baute seit 2013 in eigener Regie an der Straße Wostotschno-Kruglikowskaja im Nordosten der Stadt das Krasnodar-Stadion mit 34.291 Plätzen, das am 9. Oktober 2016 vor 34.200 Zuschauern mit einem Freundschaftsspiel von Russland gegen Costa Rica (3:4) eingeweiht wurde.[8] Die erste Partie des FK Krasnodar fand im neuen Stadion am 20. Oktober 2016 im Rahmen der UEFA Europa League gegen den FC Schalke 04 (0:1) statt.[9]

ErfolgeBearbeiten

EuropapokalbilanzBearbeiten

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
2014/15 UEFA Europa League 2. Qualifikationsrunde Estland  JK Kalev Sillamäe 9:0 4:0 (A) 5:0 (H)
3. Qualifikationsrunde Ungarn  Diósgyőri VTK 8:1 5:1 (A) 3:0 (H)
Play-offs Spanien  Real Sociedad San Sebastián 3:1 0:1 (A) 3:0 (H)
Gruppenphase Frankreich  OSC Lille 2:2 1:1 (A) 1:1 (H)
England  FC Everton 2:1 1:1 (H) 1:0 (A)
Deutschland  VfL Wolfsburg 3:9 2:4 (H) 1:5 (A)
2015/16 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde Slowakei  ŠK Slovan Bratislava 5:3 2:0 (H) 3:3 (A)
Play-offs Finnland  HJK Helsinki 5:1 5:1 (H) 0:0 (A)
Gruppenphase Deutschland  Borussia Dortmund 2:2 0:1 (A) 2:1 (H)
Aserbaidschan  FK Qäbälä 5:1 2:1 (H) 3:0 (A)
Griechenland  PAOK Thessaloniki 2:1 0:0 (A) 2:1 (H)
Sechzehntelfinale Tschechien  Sparta Prag 0:4 0:1 (A) 0:3 (H)
2016/17 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde Malta  FC Birkirkara 6:1 3:0 (A) 3:1 (H)
Play-offs Albanien  FK Partizani Tirana 4:0 4:0 (H) 0:0 (A)
Gruppenphase Osterreich  FC Salzburg 2:1 1:0 (A) 1:1 (H)
Frankreich  OGC Nizza 6:4 5:2 (H) 1:2 (A)
Deutschland  FC Schalke 04 0:3 0:1 (A) 0:2 (H)
Sechzehntelfinale Turkei  Fenerbahçe Istanbul 1:0 1:0 (H) 0:0 (A)
Achtelfinale Spanien  Celta Vigo 1:4 1:2 (A) 0:2 (H)
2017/18 UEFA Europa League 3. Qualifikationsrunde Danemark  Lyngby BK 5:2 2:1 (H) 3:1 (A)
Play-offs Serbien  FK Roter Stern Belgrad (a)4:4(a) 3:2 (H) 1:2 (A)
2018/19 UEFA Europa League Gruppenphase Turkei  Akhisarspor 3:1 1:0 (A) 2:1 (H)
Spanien  FC Sevilla 2:4 2:1 (H) 0:3 (A)
Belgien  Standard Lüttich 3:3 1:2 (A) 2:1 (H)
Sechzehntelfinale Deutschland  Bayer 04 Leverkusen (a)1:1(a) 0:0 (H) 1:1 (A)
Achtelfinale Spanien  Valencia 2:3 1:2 (A) 1:1 (H)
2019/20 UEFA Champions League 3. Qualifikationsrunde Portugal  FC Porto (a)3:3(a) 0:1 (H) 3:2 (A)
Play-offs Griechenland  Olympiakos Piräus 1:6 0:4 (A) 1:2 (H)
2019/20 UEFA Europa League Gruppenphase Schweiz  FC Basel : : (A) : (H)
Spanien  FC Getafe : : (H) : (A)
Turkei  Trabzonspor : : (A) : (H)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 56 Spiele, 26 Siege, 12 Unentschieden, 18 Niederlagen, 87:66 Tore (Tordifferenz +21)

Aktueller Kader 2019/20Bearbeiten

Stand: August 2019

Nr. Position Name
1 Russland  TW Stanislaw Krizjuk
39 Russland  TW Matwei Safonow
88 Russland  TW Andrei Sinizyn
3 Island  AB Jón Guðni Fjóluson
4 Weissrussland  AB Alexander Martynowitsch
5 Serbien  AB Uroš Spajić
6 Ecuador  AB Cristian Ramírez
11 Russland  MF Dmitri Skopinzew
13 Russland  AB Igor Kalinin
15 Russland  AB Nikolai Markow
98 Russland  AB Sergei Petrow
Nr. Position Name
7 Frankreich  MF Rémy Cabella
8 Russland  MF Juri Gasinski
14 Schweden  MF Kristoffer Olsson
16 Schweden  MF Viktor Claesson
17 Russland  MF Pawel Mamajew
21 Danemark  MF Younes Namli
31 Brasilien  MF Kaio Pantaleão
47 Russland  MF Daniil Utkin
50 Russland  MF Artjom Golubew
52 Niederlande  MF Tonny Vilhena
77 Russland  MF Ruslan Kambolow
89 Russland  MF Dmitri Stozki
9 Russland  ST Ari
10 Brasilien  ST Wanderson
17 Russland  ST Iwan Ignatjew
19 Rumänien  ST Andrei Ivan
33 Schweden  ST Marcus Berg
93 Russland  ST Magomed-Schapi Suleimanow

Bekannte ehemalige SpielerBearbeiten

Russland

GUS und ehemalige Sowjetunion

Europa

Südamerika


Afrika

Bekannte ehemalige TrainerBearbeiten

Zweite MannschaftBearbeiten

FK Krasnodar II ist ebenfalls eine Profimannschaft und spielt seit 2018 im zweitklassigen Perwenstwo FNL. Bis dahin spielte die Mannschaft stets in der dritten Liga.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. zeit.de: FK Krasnodar: Die anderen Russen Artikel vom 23. Oktober 2014
  2. fckrasnodar.ru: ФК «Краснодар» получил письмо из пфл. В нем – просьба сообщить о готовности к выступлению в первом дивизионе. Artikel vom 15. Januar 2009 (russisch)
  3. championat.com: "Краснодар" официально занял место "Сатурна" в Премьер-Лиге (Memento des Originals vom 7. Oktober 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.championat.com Artikel vom 25. Januar 2011 (russisch)
  4. kicker.de: EL-Gruppenauslosung, veröffentlicht und abgerufen am 29. August 2014
  5. timesofmalta.com: Birkirkara suffer 3-1 defeat to Krasnodar, bow out with 6-1 aggregate Artikel vom 4. August 2016 (englisch)
  6. dailymail.co.uk: Caretaker coach Shalimov gets full time job at Krasnodar Artikel vom 6. Oktober 2016 (englisch)
  7. srf.ch: Krasnodar eliminiert Fenerbahce Artikel vom 22. Februar 2017
  8. stadionwelt.de: Neues Stadion in Krasnodar eingeweiht Artikel vom 12. Oktober 2016
  9. fckrasnodar.ru: В премьерном матче на новом стадионе «горожане» уступили Artikel vom 20. Oktober 2016 (russisch)