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FK Partizani Tirana

albanischer Fußballverein

Der FK Partizani Tirana ist ein albanischer Fußballverein aus der Hauptstadt Tirana. Aktuell spielt er in der höchsten Liga Kategoria Superiore.

Partizani Tirana
Vereinslogo
Basisdaten
Name FK Partizani Tirana
Sitz Tirana
Gründung 1946
Präsident Gazmend Demi
Website partizani.net
Erste Mannschaft
Cheftrainer Klevis Dalipi
Spielstätte Qemal-Stafa-Stadion
Plätze 18.500
Liga Kategoria Superiore
2017/18 5. Platz
Heim
Auswärts

Partizani Tirana galt lange als einer der erfolgreichsten Fußballklubs des Landes: Der Verein hat jeweils 16 Meistertitel und Pokalsiege aufzuweisen und gewann zudem zweimal den albanischen Supercup. Im neuen Jahrtausend stieg Partizani hingegen zwei Mal ab, bis sie 2019 ihren sechzehnten Meistertitel gewannen.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der am 16. August 1946 gegründete Verein unterstand zur Zeit des kommunistischen Regimes wie alle Sportvereine Albaniens dem Staat. Partizani wurde dabei der albanischen Armee untergeordnet und somit vom Verteidigungsministerium kontrolliert. Daher war es üblich, gute Spieler anderer Mannschaften zum Militär einzuziehen, damit diese für Partizani auflaufen konnten.

Mitte der 1990er wurde Partizani als erstes albanisches Team privatisiert. Allerdings musste zur Klärung der Besitzfrage vor ein Gericht gezogen werden, und der Verein geriet infolgedessen in wirtschaftliche Probleme. Während vor Gericht gestritten wurde, landete der Verein in der Saison 1999/2000 auf dem letzten Platz und musste absteigen. Albert Xhani gewann den Rechtsstreit und übernahm auch die Präsidentenrolle im Verein.

2001 gelang die Meisterschaft in der zweiten Liga und damit der direkte Wiederaufstieg. Bis 2009 spielte Partizani wieder in der höchsten Liga. Nach der Niederlage gegen KS Kastrioti Kruja im Relegationsspiel stieg der Verein in die Kategoria e parë ab. 2011 musste Partizani als Ligaletzter sogar in die Kategoria e dytë absteigen. Allerdings schaffte man in der folgenden Saison mit dem ersten Platz den sofortigen Wiederaufstieg und es gelang sogar der sofortige Durchmarsch zurück in die erste Liga.

Die Saison 2016 beendete man auf dem zweiten Platz und qualifizierte sich für die Europa League. Nach dem ersten Qualifikationsspiel, das zu Hause torlos ausging, rückte Partizani aber in die UEFA Champions League nach, weil KF Skënderbeu Korça vom Wettbewerb ausgeschlossen worden war.[1] 2017 konnte erneut der zweite Platz erreicht werden.

NamensänderungenBearbeiten

  • 1946 – Ushtria Kombetare Tiranë
  • 1946 – KS Partizani Tiranë
  • 1998 – FK Partizani Tiranë

ErfolgeBearbeiten

EuropapokalbilanzBearbeiten

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1962/63 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Schweden  IFK Norrköping 1:3 0:2 (A) 1:1 (H)
1963/64 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Bulgarien 1948  Spartak Plowdiw 2:3 1:0 (H) 1:3 (A)
1964/65 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Deutschland Bundesrepublik  1. FC Köln 0:2 0:0 (H) 0:2 (A)
1968/69 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Italien  FC Turin 1:3 0:0 (H) 1:3 (A)
1970/71 Europapokal der Pokalsieger Vorrunde Schweden  Åtvidabergs FF 3:1 1:1 (A) 2:0 (H)
1. Runde Osterreich  Wacker Innsbruck 3:5 2:3 (A) 1:2 (H)
1971/72 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Bulgarien 1971  ZSKA Sofia 0:4 0:3 (A) 0:1 (H)
1979/80 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Schottland  Celtic Glasgow 2:4 1:0 (H) 1:4 (A)
1980/81 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Schweden  Malmö FF 0:1 0:1 (A) 0:0 (H)
1981/82 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Osterreich  FK Austria Wien 2:3 1:3 (A) 1:0 (H)
1987/88 Europapokal der Landesmeister 1. Runde Portugal  Benfica Lissabon 0:7 0:4 (A) 00:3 (H)1
1990/91 UEFA-Pokal 1. Runde Rumänien  FC Universitatea Craiova 0:2 0:1 (H) 0:1 (A)
1991/92 Europapokal der Pokalsieger 1. Runde Niederlande  Feyenoord Rotterdam 0:1 0:0 (H) 0:1 (A)
1993/94 UEFA Champions League 1. Runde Island  ÍA Akranes 0:3 0:0 (H) 0:3 (A)
1995/96 UEFA-Pokal Vorrunde Turkei  Fenerbahçe Istanbul 0:6 0:2 (A) 0:4 (H)
2002/03 UEFA-Pokal Qualifikation Israel  Hapoel Tel Aviv 1:5 0:1 (A) 1:4 (H)
2003 UEFA Intertoto Cup 1. Runde Israel  Maccabi Netanja (a)3:3(a) 2:0 (H) 1:3 (A)
2. Runde Moldau Republik  FC Dacia Chișinău 0:5 0:2 (A) 0:3 (H)
2004/05 UEFA-Pokal 1. Qualifikationsrunde Malta  FC Birkirkara 5:4 4:2 (H) 1:2 (A)
2. Qualifikationsrunde Israel  FC Bnei Sachnin 1:6 0:3 (A) 1:3 (H)
2006 UEFA Intertoto Cup 1. Runde Zypern Republik  Ethnikos Achnas 4:5 2:4 (A) 2:1 (H)
2008/09 UEFA-Pokal Vorrunde Bosnien und Herzegowina  NK Široki Brijeg 1:3 0:0 (A) 1:3 (H)
2015/16 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Norwegen  Strømsgodset IF 1:4 1:3 (A) 0:1 (H)
2016/17 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Slowakei  ŠK Slovan Bratislava 2 0:0 (H) – (A)
2016/17 UEFA Champions League 2. Qualifikationsrunde Ungarn  Ferencváros Budapest2 2:2
(3:1 i. E.)
1:1 (H) 1:1 n. V. (A)
3. Qualifikationsrunde Osterreich  FC Red Bull Salzburg 0:3 0:1 (H) 0:2 (A)
2016/17 UEFA Europa League Play-offs Russland  FK Krasnodar 0:4 0:4 (A) 0:0 (H)
2017/18 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Bulgarien  Botew Plowdiw 1:4 1:3 (H) 0:1 (A)
2018/19 UEFA Europa League 1. Qualifikationsrunde Slowenien  NK Maribor 0:3 0:1 (H) 0:2 (A)

Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 57 Spiele, 7 Siege, 12 Unentschieden, 38 Niederlagen, 33:99 Tore (Tordifferenz −66)

1 Wertung durch die UEFA, da der FK Partizani Tirana wegen tätlicher Angriffe auf den Schiedsrichter disqualifiziert wurde.
2 Da KF Skënderbeu Korça von der Champions League ausgeschlossen wurde, rückte Vizemeister Partizani in den Wettbewerb nach.

StadionBearbeiten

Seine Heimspiele trägt Partizani im Selman-Stërmasi-Stadion aus, das 12.500 Zuschauern Platz bietet. Bei bedeutenden Partien wich man früher ins Qemal-Stafa-Stadion, das albanische Nationalstadion, aus; hier konnten 19.000 Anhänger das Spiel verfolgen. 2016 wurde die Partie der UEFA Europa League und UEFA Champions League in der Elbasan Arena ausgetragen.

SpielerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. UEFA Champions League – News – UEFA.com. uefa.com, 6. Juli 2016, abgerufen am 6. Juli 2016.