Pogoń Stettin

polnischer Sportverein

Pogoń Stettin (offiziell Morski Klub Sportowy Pogoń Szczecin S.S.A) ist ein polnischer Sportklub aus der an der Oder gelegenen Hafenstadt Stettin (Westpommern). Er wurde am 21. April 1948 gegründet. Im Verein werden mehrere Mannschaftssportarten betrieben. Die erste Fußballmannschaft spielt derzeit in der Ekstraklasa, der höchsten Spielklasse im polnischen Fußball, die erste Herren-Handballmannschaft in Polens höchster Handballliga.

Fußball (Herren)Bearbeiten

Pogoń Szczecin
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Basisdaten
Name Morski Klub Sportowy Pogoń Szczecin SSA
Sitz Stettin
Gründung 21. April 1948
Farben dunkelblau – bordeauxrot
Präsident Polen  Jarosław Mroczek
Website pogonszczecin.pl
Erste Fußballmannschaft
Cheftrainer Deutschland  Kosta Runjaic
Spielstätte Florian-Krygier-Stadion
Plätze 14.400
Liga Ekstraklasa
2020/21 3. Platz
Heim
Auswärts
Ausweich

Der Fußballklub Pogoń Szczecin wurde am 21. April 1948 gegründet und spielte ab 1959 in der Ekstraklasa, Polens erster Fußballliga. Derzeit spielt die erste Mannschaft in der Ekstraklasa, der höchsten Spielklasse im polnischen Fußball.

Größte sportliche Erfolge waren die polnischen Vizemeisterschaften in den Jahren 1987 und 2001 sowie das Erreichen der polnischen Pokalfinals in den Jahren 1981, 1982 und 2010.

GeschichteBearbeiten

Pogoń Stettin ist ein sehr bekannter Verein in Polen. Die Geschichte des Vereins ist durch zahlreiche Ab- und Wiederaufstiege, finanzielle Schwierigkeiten und Investoren mit fragwürdigen Absichten geprägt.

Im Jahre 1948 kam es zur Gründung des Vereins „Klub Sportowy Sztorm“. Die bordeauxroten und dunkelblauen Vereinsfarben wurden vom damaligen Traditionsklub Pogoń Lwów übernommen, welcher vor dem Krieg im mittlerweile ukrainischen Lemberg existiert hatte. Sieben Jahre und einige Namenswechsel später einigte man sich schließlich auf „MKS Pogoń Szczecin“. Der Verein spielte damals erfolgreich in einer regionalen Liga und stieg zehn Jahre nach der Gründung erstmals in die höchste polnische Spielklasse auf. Seine Spiele bestritt Pogoń im heute noch bestehenden Stadion „przy ulicy Twardowskiego“, dessen Bauzeit etwa acht Jahre dauerte und das 1955 fertiggestellt wurde. Das erste Flutlichtspiel fand ebenfalls im Jahre 1955 statt: Pogoń verlor vor ca. 11.000 Zuschauern mit 2:4 gegen Kolejarz Poznań. Mittlerweile beläuft sich die Kapazität auf knapp 15.000 Zuschauer, wobei alles Sitzplätze sind.

Nach der Saison 1959/60 musste der MKS zum ersten Mal den Gang in Liga 2 antreten. Nach zwei Jahren der Zweitklassigkeit stieg man wieder in das Oberhaus auf. Dieser Prozess von Auf- und Abstiegen ereignete sich bis zur Saison 1997/98 insgesamt fünf Mal. Zwischen 1966 und 1979 spielte Pogoń dreizehn Jahre lang erstklassig, was für den Verein den längsten Aufenthalt am Stück in der polnischen Ekstraklasa darstellt. Die Saison 1986/87 war bis dato die erfolgreichste für die Hafenstädter, da man Platz zwei in der Liga belegte. Doch schon zwei Jahre später war Pogoń erneut nur zweitklassig.

Die Jahre 1999–2003 zählen zu den kontrastreichsten Jahre der Vereinsgeschichte. Die Stadt Stettin verweigerte dem Verein die finanzielle Unterstützung, was einen enormen Schuldenberg bedeutete. Der türkische Geschäftsmann Sabri Bekdas übernahm die Schulden und bekam im Gegenzug das Stadionumfeld geschenkt. Sabri kaufte neue, sowohl auf polnischer als auch auf internationaler Ebene erfolgreiche Spieler ein (darunter auch den Torschützenkönig der Fußball-Weltmeisterschaft 1994, Oleg Salenko) und wiederholte den bislang größten Vereinserfolg: Vizemeister 2001. Im UEFA-Cup scheiterte Pogoń jedoch bereits in der Qualifikation an Fylkir Reykjavík. Danach kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen der Stadt und Bekdas. Während Bekdas seine finanzielle Unterstützung einstellte, nahmen Pogońs Schulden zum wiederholten Mal enorme Dimensionen an und Bekdas ließ den Verein fallen.

Der schwedische Geschäftsmann Les Gondor betätigte sich nun als Investor, doch durch seine Verwicklungen in etliche Affären verzichtete man auf die Zusammenarbeit mit Gondor und Pogoń Stettin stand nun zum dritten Mal innerhalb kürzester Zeit ohne Geld da. 2003, zwei Jahre nach der Vizemeisterschaft, stieg Pogoń Stettin in die zweite Liga ab. Niederlagen wie z. B. das 0:9 gegen Górnik Zabrze oder das 1:7 gegen Odra Wodzisław machten den Abgang unrühmlich.

 
Florian Krygier Stadion (im Umbau, Stand Mai 2021)

In der zweiten Liga angekommen, löste man den Verein noch vor Saisonbeginn endgültig auf. Alles was blieb, war die Erinnerung an vergangene Zeiten. Bis zu jenem Zeitpunkt spielte in Polens zweiter Liga ein Verein namens Piotrkovia, ein aus einer Stadt mit knapp 80.000 Einwohnern stammender, für seine Verhältnisse recht stabiler Verein. Der Besitzer Piotrkovias war Antoni Ptak. Seine Idee, den Verein Piotrkovia in Stettin unterzubringen und mit „MKS Pogoń Szczecin“ zu fusionieren, stieß auf enorme Proteste und Aufstände, sowohl auf Seiten der Piotrkovia-Anhänger als auch auf Seiten der ehemaligen Pogoń-Fans. Doch bis zum Saisonbeginn blieb nicht mehr viel Zeit und man einigte sich darauf, es „zu versuchen“. Im selben Jahr wurde durch die Pogoń-Fanklubs aber auch der Verein Pogoń Szczecin Nowa gegründet, der in den niedrigeren Ligen spielte. Ptak hielt sein Versprechen, den neuen Verein innerhalb kürzester Zeit in Liga eins zu bringen. Bereits im Sommer 2004 feierten tausende von Pogoń-Stettin-Fans den Wiederaufstieg. Das Stadion war bei nahezu jedem Heimspiel ausverkauft.

Seit diesem Aufstieg spielte Pogoń Stettin in Polens höchster Spielklasse. Der Besitzer Antoni Ptak wollte eine Mannschaft, die nur aus brasilianischen Spielern bestehen sollte. Folglich verzichtete Ptak auf die Dienste etlicher polnischer Spieler, darunter auch die der aktuellen polnischen Nationalspieler Przemysław Kaźmierczak und Rafał Grzelak, die zu Boavista Porto in die portugiesische Liga wechselten. Ptaks Absichten lockten zum Spiel zwischen der brasilianischen Pogoń und Wisła Kraków im März 2006 Vertreter der Vereine Manchester United, FC Barcelona und Borussia Dortmund ins Stadion przy ulicy Twardowskiego. Das Spiel der drittklassigen Brasilianer weckte bei ihnen kein Interesse. Ptaks Spielerpolitik führte den Verein in eine Krise: mittlerweile spielten die Brasilianer vor nahezu leeren Rängen, die Einnahmen fielen aus, Sponsoren sprangen ab und die Spieler beklagen sich des Öfteren über nicht gezahlte Gehälter.

Der Zuschauerzahlen in der Saison 2006/07 sanken auf knapp 3.000 Fans, mit Ausnahme einiger Klassiker wie z. B. gegen den Erzrivalen Lech Poznań oder den befreundeten Verein Legia Warszawa. Der Verein wurde zur Spottnummer für die Medien. Viele erfolgversprechende Talente aus der Region, für die Pogoń immer ein Sprungbrett in den großen Fußball darstellte, sahen keine Entwicklungschancen mehr und wechselten in andere Teile Polens. Die Fans verloren die Identifikation mit der Mannschaft und es kam zu massiven Protesten, die sogar in direkten Drohungen gegen Antoni Ptak in Internetforen ausarteten.

Ptak meldete den Verein nicht mehr für die Saison 2007/2008 der 2. Liga beim Verband an. Schließlich meldeten die Pogoń-Fan-Clubs und zwei örtliche Geschäftsleute, die sich selbst als Pogoń-Anhänger bezeichnen, den Verein neu für die 4. Liga an. Der Verein fusionierte mit dem Verein Pogoń Szczecin Nowa und innerhalb von einer Woche wurde eine Truppe aus ehemaligen Pogoń-Routiniers und Talenten aus der Region zusammengerufen, die ohne jegliche Vorbereitungen in die Saison startete. Nach einigen sportlichen und organisatorischen Schwierigkeiten zu Beginn lag der Verein nach der Hinrunde auf Rang 1 und zog mit 5.000 Zuschauern trotz 4. Liga mehr Zuschauer als mancher Erstligist in Polen an. Die Stadt beteiligte sich auch am Wiederaufbau und der Verein konnte ob der Transferpolitik, des Marketingkonzeptes sowie der Finanzsituation nun mit Zweitliga-Vereinen mithalten. Zudem pflegte der Verein im Gegensatz zur Ptak-Ära sorgfältig die Traditionen des Klubs, u. a. durch mehrere Aktionen und Veranstaltungen rund um das 60-jährige Vereinsjubiläum 2008.

Im Juni 2008 erreichte der Verein nach einem sicheren 1. Platz in der Liga und anschließendem 0:1 und 4:1 in der Relegation gegen Zatoka Puck den Aufstieg in die neue 2. Liga, die nach Umbenennung der polnischen Ligen zur Saison 2008/2009 die ehemalige 3. Liga war. Nach dem Ende der Saison liefen Gespräche über ein mögliches Engagement des Groclin-Besitzers und Multimillionärs Zbigniew Drzymała als Investor, die jedoch erfolglos blieben. In der 2. Liga konnte sich Pogoń nach anfänglichen Schwierigkeiten einen 4. Platz in der Hinrunde sichern; durch eine starke Rückrunde belegte Pogoń den 2. Platz und konnte so am letzten Spieltag vor 8.000 Zuschauern seinen zweiten Aufstieg hintereinander feiern. Pogoń Stettin hatte in der 2008/2009 Saison mit 62.000 Zuschauern, ca. 3440 pro Spieltag, den höchsten Zuschauerschnitt der 2. Polnischen Liga, mit bis zu 8.000 Zuschauern an einem Spieltag. Auch Auswärts zog Pogoń mehr Zuschauer als sonst ins Stadion der Heimmannschaft. Insgesamt war Pogoń statistisch die am stärksten spielende Auswärtsmannschaft der Liga.

In der Saison 2009/2010 spielte Pogoń wieder in der 1. Polnischen Liga, wo sie zum Ende der Hinrunde als Liganeuling mit einem fast komplett erneuerten Kader den 2. Platz belegten, nach einer etwas schwächeren Rückrunde den Aufstieg aber nicht schafften. Im Polnischen Pokal schaffte es Pogoń, nachdem sie u. a. Polonia Warszawa und Piast Gliwice sowie Rekordmeister Ruch Chorzów eliminierten, bis ins Finale, wo sie gegen Jagiellonia Białystok mit 0:1 verloren. Nachdem Pogoń in der Saison 2010/11 lediglich Sechster wurde, belegte man eine Saison später nach einer starken Hinrunde den ersten Platz und sicherte sich so die Herbstmeisterschaft.

ErfolgeBearbeiten

  • Polnischer Juniorenmeister: 1986, 2021
  • Polnischer Vize-Meister (2): 1987, 2001
  • Polnischer Pokal-Finalist (3): 1981, 1982, 2010
  • Polnischer Ligapokal-Finalist: 2000

EuropapokalbilanzBearbeiten

Saison Wettbewerb Runde Gegner Gesamt Hin Rück
1984/85 UEFA-Pokal 1. Runde Deutschland Bundesrepublik  1. FC Köln 1:3 1:2 (A) 0:1 (H)
1987/88 UEFA-Pokal 1. Runde Italien  Hellas Verona 2:4 1:1 (H) 1:3 (A)
1995 UEFA Intertoto Cup Gruppenphase Frankreich  AS Cannes 1:2 1:2 (H)
Rumänien  Farul Constanța 1:2 1:2 (A)
Belarus  Dnjapro Mahiljou 3:3 3:3 (H)
Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  FK Bečej 1:2 1:2 (A)
2001/02 UEFA-Pokal Qualifikation Island  Fylkir Reykjavík 2:3 1:2 (A) 1:1 (H)
2005 UEFA Intertoto Cup 1. Runde Moldau Republik  CS Tiligul-Tiras Tiraspol 9:2 3:0 (A) 6:2 (H)
2. Runde Tschechien  SK Sigma Olomouc 0:1 0:1 (A) 0:0 (H)
2021/22 UEFA Europa Conference League 2. Qualifikationsrunde Kroatien  NK Osijek 0:1 0:0 (H) 0:1 (A)
Legende: (H) – Heimspiel, (A) – Auswärtsspiel, (N) – neutraler Platz, (a) – Auswärtstorregel, (i. E.) – im Elfmeterschießen, (n. V.) – nach Verlängerung

Gesamtbilanz: 16 Spiele, 2 Siege, 5 Unentschieden, 9 Niederlagen, 20:23 Tore (Tordifferenz −3)

Kader 2020/21Bearbeiten

Stand: 5. März 2021[1]

Nr. Position Name
1 Kroatien  TW Dante Stipica
2 Polen  AB Jakub Bartkowski
6 Polen  AB Bartłomiej Mruk
7 Polen  MF Rafał Kurzawa
8 Polen  MF Damian Dąbrowski
9 Polen  ST Adam Frączczak ((C) )
10 Slowenien  ST Luka Zahović
13 Griechenland  AB Konstantinos Triantafyllopoulos
14 Polen  MF Kamil Drygas
15 Polen  AB Hubert Matynia
16 Finnland  MF Santeri Hostikka
17 Polen  ST Mariusz Fornalczyk
18 Polen  MF Michał Kucharczyk
19 Polen  ST Adrian Benedyczak
20 Osterreich  MF Alexander Gorgon
22 Osterreich  AB David Stec
Nr. Position Name
23 Osterreich  AB Benedikt Zech
25 Schweden  ST Paweł Cibicki
26 Polen  TW Jakub Bursztyn
27 Polen  MF Sebastian Kowalczyk
28 Portugal  MF Tomás Podstawski
33 Polen  AB Mariusz Malec
41 Polen  AB Pawel Stolarski
55 Polen  AB Igor Łasicki
61 Polen  MF Kacper Smolinski
63 Polen  ST Hubert Turski
64 Polen  MF Kacper Kozłowski
71 Polen  MF Marcel Wędrychowski
75 Polen  AB Filip Balcewicz
97 Portugal  AB Luís Mata
99 Polen  MF Mateusz Łęgowski

Spieler und TrainerBearbeiten

Ehemalige SpielerBearbeiten

TrainerBearbeiten

VereinsstatistikenBearbeiten

EkstraklasaBearbeiten

Pogoń Stettin verbrachte insgesamt 43 Spielzeiten (1959/60, 1962/63–1964/65, 1966/67–1978/79, 1981/82–1988/89, 1992/93–1995/96, 1997/98–2002/03, 2004/05–2006/07, 2012/13– ) in Polens höchster Spielklasse, mit der Bilanz von 1269 Spielen bei 408 Siegen, 359 Unentschieden und 502 Niederlagen. Die Torbilanz beträgt 1462:1724 (Stand 2016). In der Ewigen Tabelle der Ekstraklasa liegt man mit 1583 Punkten auf Rang 8.

Internationale SpieleBearbeiten

Im UEFA Intertoto Cup war Pogoń zweimal vertreten, nämlich 1995 & 2005. 1995 war es schon in der Gruppenphase vorbei, 2005 schaffte man es in die zweite Runde. Die Bilanz hier: 8 Spiele, 2 Siege, 2 Unentschieden und 4 Niederlagen bei 15:9 Toren. Im UEFA Cup war man in der Saison 1984/85, 1987/88 und 2001/02 dabei. Immer war in der ersten Runde Schluss. Die Bilanz: 6 Spiele, 2 Unentschieden und 4 Niederlagen.

Torschützenkönige der EkstraklasaBearbeiten

SonstigesBearbeiten

  • Debüt in der Ekstraklasa: 15. März 1959 gegen Gwardia Warschau
  • Höchste Siege: 15. Mai 1984 gegen Szombierki Bytom 8:1 & 29. August 2003 Polar Wrocław 7:1 (1. Liga)
  • Höchste Niederlage: 9. April 2003 gegen Górnik Zabrze 0:9
  • Meiste Punkte in einer Saison: 44 in 30 Spielen in der Saison 1986/87
  • Wenigste Punkte in einer Saison: 9 in 30 Spielen in der Saison 2002/03
  • Meiste Tore in einer Saison: 64 in 30 Spielen in der Saison 1986/87
  • Wenigste Tore in einer Saison: 14 in 30 Spielen in der Saison 2002/03
  • Meiste Spiele für Pogoń in der Ekstraklasa: Leszek Wolski – 348 (1971–1987)
  • Meiste Tore für Pogoń in der Ekstraklasa: Leszek Wolski – 88 (1971–1986)

FansBearbeiten

Die Fans von Pogoń Stettin haben in Polen den Ruf, leidenschaftlich zu sein, immer wieder mit tollen Choreografien die polnische Fußball-Welt zu begeistern und dem Verein treu zu sein, was einige Auszeichnungen beweisen[2]. Das zeigten auch die letzten sehr harten Jahre, in denen der Verein am Rande der Existenz stand und trotzdem immer noch mit der Anfeuerung und der Treue der Fans rechnen konnte. Die Fans von Pogon verband eine 20-jährige Freundschaft mit Legia Warschau, die jedoch am 27. September 2013 beendet wurde[3]. Überall in der Stadt kann man die Wappen des Vereins sehen, ob auf Mauern oder am Hafen.

Die bekanntesten Fanklubs sind:

  • Młode Wilki
  • Lads from Szczecin
  • Old Boys Pogodno
  • Stowarzyszenie Kibiców Pogoni Szczecin Pogoń Walcząca
  • Stowarzyszenie Kibiców Pogoni Szczecin Portowcy
  • Wierni Tradycji

Handball (Damen)Bearbeiten

Unter dem Namen SPR Pogoń Baltica Szczecin spielt die erste Damenmannschaft. Sie war 2011/2012 in der ersten polnischen Liga, der PGNiG Superliga, aktiv.

Handball (Herren)Bearbeiten

 
Handballplakat

GeschichteBearbeiten

Unter dem Namen Pogoń Handball Szczecin spielt ein eigenständiger Handballverein; der Name wird dabei dem jeweiligen Hauptsponsor angepasst. In der Saison 2020/2021 lautet er "Sandra SPA Pogoń Szczecin".

Im Jahr 1954 wurde in Szczecin eine Männer-Handballgruppe unter dem Namen "Zryw" gebildet. Diese wurde im Oktober 1957 in den Schulsportverband umgewandelt. Eine Abteilung war die für Handball, die unter dem Namen "Kusy" geführt wurde und sich in der Tradition von "Zryw" sah. Nachdem diese Mannschaft polnischer Vize-Jugendmeister wurde, wechselte die Abteilung zu Pogoń Szczecin. In den Jahren 1976 und 1992 belegte Pogoń zweimal den dritten Platz der polnischen Meisterschaften, im Jahr 1987 gewann sie den polnischen Pokal. Ende 1994 beschloss der Vorstand des MKS Pogoń Szczecin, fortan ausschließlich die Fußballer zu finanzieren.

Die Handballer gründeten im Jahr 1995 einen eigenständigen Verein, der kurz darauf nach dem Sponsor in "SKS Paria Szczecin" umbenannt wurde. Nach der Spielzeit 1999/2000 stieg das Team allerdings aus der obersten Liga ab; fortan spielte der Verein lange unterklassig. Als sich der Hauptsponsor zurückzog wurde im Jahr 2001 die Herrenmannschaft von Łącznościowiec Szczecin übernommen.

Im Juli 2007 gründeten Freunde und ehemalige Spieler des ehemaligen Vereins einen neuen Verein, der den Namen Pogoń Handball Szczecin erhielt und in der Liga II antrat. Zur Saison 2008/2009 stieg der Verein in die Liga I auf, dem folgte allerdings der direkte Abstieg in die Liga II. Nach Abschluss der Spielzeit 2009/2010 gelang der erneute Aufstieg in die Liga I. Der erreichte 2. Platz in Gruppe A der Liga I in der Saison 2010/2011 hätte zur Teilnahme an den Play-offs gereicht, das Startrecht wurde aber nicht genutzt. In der Saison darauf, 2011/2012, wurde das Team von Pogoń Handball Szczecin Sieger der Gruppe A der Liga I, in den Play-offs gewann die Mannschaft gegen Czuwaj Przemyśl und Piotrkowianina Piotrków Trybunalski und stieg in die oberste Spielklasse, die PGNiG Superliga, auf, in der der Verein seitdem vertreten ist.[4]

HalleBearbeiten

Heimspielstätte ist die Arena Szczecin.

Spieler und TrainerBearbeiten

Zu den bekannten Spielern und Trainern des Teams zählen Janusz Brzozowski, Michal Brůna, Łukasz Gierak, Mariusz Jurasik, Filip Kliszczyk, Bartosz Konitz, Zbigniew Kwiatkowski, Szymon Ligarzewski, Marek Suszka, Siarhiej Szyłowicz, Patryk Walczak und Mateusz Zaremba.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kader 2021 in der 90minut.pl
  2. Auszeichnung für die Fans von Pogoń Szczecin (polnisch)
  3. [1]
  4. /handball.szczecin.pl, abgerufen am 7. Februar 2021

WeblinksBearbeiten

Commons: Pogoń Stettin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 53° 26′ 13,8″ N, 14° 31′ 0,8″ O