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Péter Szabó (Fußballspieler)

ungarischer Fußballspieler und Trainer

Laufbahn als SpielerBearbeiten

Péter Szabó spielte in Ungarn schon mit 16 Jahren für die erste Mannschaft[1] des MTK Budapest, mit dem er 1917, 1918 und 1919 ungarischer Meister wurde.[2] Als die Mannschaft des MTK im Sommer 1919 eine Freundschaftsspielreise durch Europa machte, blieb er im Ausland und bestritt zunächst einige Spiele für den Wiener AF, ehe er im Oktober jenen Jahres auf Vermittlung des ebenfalls abgewanderten Alfréd Schaffer zum 1. FC Nürnberg wechselte, die Mannschaft, welche er noch mit dem MTK am 22. Juli 1919 mit 3:0 besiegt hatte.[3]

In Nürnberg lief es für den Linksaußen hervorragend. Er absolvierte bis 1920 insgesamt 43 Spiele für den Club[4] und war maßgeblich am Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft im Fußball für den 1. FCN beteiligt. In allen drei Endrundenspielen 1920 eingesetzt, erzielte er zwei Treffer, darunter das Tor zum 2:0-Endstand im Endspiel gegen die SpVgg Fürth.[2]

Nach nur einem Jahr in Nürnberg zog es Szabó weiter nach Frankfurt am Main zur dortigen Eintracht, für die er von 1920 bis 1923 spielte.[2] Für ihn sind aus dieser Zeit mindestens 42 Spiele und mindestens 23 Tore für die Riederwälder verzeichnet.[5]

Weitere Stationen als Spieler waren für Szabó, den das Fachblatt Fußball einmal als „beste(n) Linksaußen Mitteleuropas in den Nachkriegsjahren um 1920“[6] bezeichnete, der Chemnitzer BC, der Zwickauer SC (1923/24)[7], FC Wacker München und in Polen Ruch Chorzów.[2]

Szabó spielte von 1916 bis 1919 zwölf Mal für die ungarische Fußballnationalmannschaft.[2]

Laufbahn als TrainerBearbeiten

Wie als Spieler war Szabó auch als Trainer ein Wandervogel. Zu den überlieferten Trainerstationen gehören in Deutschland der VfB Dillingen, Borussia Neunkirchen, Rot-Weiß Frankfurt, Eintracht Frankfurt, FSV Frankfurt, Ulmer FV 94, Teutonia München und der BV Osterfeld[2] sowie der 1. FC Köln. Letzteren Verein trainierte er von 1958 bis 1959.[8] Bei der Frankfurter Eintracht war er gleich zwei Mal für das Training verantwortlich. Zunächst von 1939 bis zum 25. Mai 1941 und noch einmal vom März 1942 bis 1943 als Leiter des Frankfurter Gemeinschaftstrainings.[5]

Er war auch in der Türkei bei Galatasaray Istanbul (1938) sowie in Polen und der Schweiz als Trainer tätig.[2]

LiteraturBearbeiten

  • Szabó, Péter in: Lorenz Knierim, Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1890 –1963. Agon Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7, S. 386.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fremden-Blatt (Wien) diverse Ausgaben des 3./4. Quartals 1915.
  2. a b c d e f g Lorenz Knierim, Hardy Grüne: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1890 – 1963. Agon Sportverlag, Kassel 2006, ISBN 3-89784-148-7, S. 386.
  3. Peter Szabo, www.glubberer.de (30. Dezember 2007)
  4. Christoph Bausenwein, Bernd Siegler, Harald Kaiser: Die Legende vom Club. Die Geschichte des 1. FC Nürnberg, Göttingen: Verlag Die Werkstatt, 2006, hier: S. 433. ISBN 3-89533-536-3.
  5. a b Peter Szabo, in: Frank Gotta: Eintracht Frankfurt Archiv (abgerufen am 30. Dezember 2007)
  6. zitiert nach Knierim/Grüne 2006, S. 386.
  7. Zwickauer Tageblatt und Anzeiger vom 6. August 1923 sowie Mitteldeutsche Sportzeitung vom 4. September 1923.
  8. Die FC-Trainer, Website der 1. FC Köln GmbH & Co. KGaA (30. Dezember 2007)