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Olympische Sommerspiele 2012/Leichtathletik

Wettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 2012

Bei den XXX. Olympischen Spielen 2012 in der britischen Hauptstadt London wurden vom 3. bis 12. August im Olympiastadion 47 Wettbewerbe in der Leichtathletik ausgetragen, 23 davon für Frauen und 24 für Männer. Alle fünf Straßenwettbewerbe, drei im Gehen und zwei im Marathonlauf, begannen und endeten auf der Prachtstraße The Mall im Zentrum Londons.

Leichtathletik bei den
XXX. Olympischen Spielen 2012
Logo der Olympischen Spiele 2012.svg
Athletics pictogram.svg
Information
Austragungsort Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich London
Wettkampfstätte Olympiastadion, The Mall
Nationen 201
Athleten 2.079 (1.088 Blue Mars symbol.svg, 991 Symbol venus.svg)
Datum 3. bis 12. August 2012
Entscheidungen 47
Peking 2008

Inhaltsverzeichnis

BilanzBearbeiten

MedaillenspiegelBearbeiten

Platz Land       Gesamt
1 Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten 9 12 7 28
2 Jamaika  Jamaika 4 5 3 12
3 Athiopien  Äthiopien 3 2 3 8
4 Kenia  Kenia 2 4 7 13
5 Australien  Australien 2 1 3
6 Polen  Polen 2 2
7 Deutschland  Deutschland 1 5 2 8
8 China Volksrepublik  Volksrepublik China 1 4 4 9
9 Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago 1 1 2 4
10 Frankreich  Frankreich 1 1 1 3
11 Dominikanische Republik  Dominikanische Republik 1 1 2
12 Tschechien  Tschechien 1 2 3
13 Algerien  Algerien 1 3
Bahamas  Bahamas 1 1
Bahrain  Bahrain 1 1
Grenada  Grenada 1 1
Kasachstan  Kasachstan 1 1
Kroatien  Kroatien 1 1
Neuseeland  Neuseeland 1 1
Sudafrika  Südafrika 1 1
Tunesien  Tunesien 1 1
Uganda  Uganda 1 1
Ungarn  Ungarn 1 1
Kuba  Kuba 1 2 3
25 Botswana  Botswana 1 1
Finnland  Finnland 1 1
Guatemala  Guatemala 1 1
Iran  Iran 1 1
Kolumbien  Kolumbien 1 1
Slowenien  Slowenien 1 1
31 Ukraine  Ukraine 3 3
32 Estland  Estland 1 1
Irland  Irland 1 1
Italien  Italien 1 1
Japan  Japan 1 1
Kanada  Kanada 1 1
Katar  Katar 1 1
Litauen  Litauen 1 1
Marokko  Marokko 1 1
Puerto Rico  Puerto Rico 1 1
Im Hochsprung der Männer wurden drei Bronzemedaillen vergeben.

MedaillengewinnerBearbeiten

MännerBearbeiten

Disziplin Gold Silber Bronze
100 m Jamaika  Usain Bolt Jamaika  Yohan Blake Vereinigte Staaten  Justin Gatlin
200 m Jamaika  Usain Bolt Jamaika  Yohan Blake Jamaika  Warren Weir
400 m Grenada  Kirani James Dominikanische Republik  Luguelín Santos Trinidad und Tobago  Lalonde Gordon
800 m Kenia  David Rudisha Botswana  Nijel Amos Kenia  Timothy Kitum
1500 m Algerien  Taoufik Makhloufi Vereinigte Staaten  Leonel Manzano Marokko  Abdalaati Iguider
5000 m Vereinigtes Konigreich  Mo Farah Athiopien  Dejen Gebremeskel Kenia  Thomas Pkemei Longosiwa
10.000 m Vereinigtes Konigreich  Mo Farah Vereinigte Staaten  Galen Rupp Athiopien  Tariku Bekele
110 m Hürden Vereinigte Staaten  Aries Merritt Vereinigte Staaten  Jason Richardson Jamaika  Hansle Parchment
400 m Hürden Dominikanische Republik  Félix Sánchez Vereinigte Staaten  Michael Tinsley Puerto Rico  Javier Culson
3000 m Hindernis Kenia  Ezekiel Kemboi Frankreich  Mahiedine Mekhissi-Benabbad Kenia  Abel Kiprop Mutai
4 × 100 m Staffel Jamaika  Jamaika
Nesta Carter
Michael Frater
Yohan Blake
Usain Bolt
Kemar Bailey-Cole (Vorlauf)
Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago
Keston Bledman
Marc Burns
Emmanuel Callender
Richard Thompson
Frankreich  Frankreich
Jimmy Vicaut
Christophe Lemaitre
Pierre-Alexis Pessonneaux
Ronald Pognon
4 × 400 m Staffel Bahamas  Bahamas
Chris Brown
Demetrius Pinder
Michael Mathieu
Ramon Miller
Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten
Bryshon Nellum
Joshua Mance
Tony McQuay
Angelo Taylor (Vorlauf)
Manteo Mitchell
Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago
Lalonde Gordon
Jarrin Solomon
Ade Alleyne-Forte
Deon Lendore
20 km Gehen China Volksrepublik  Chen Ding Guatemala  Erick Barrondo China Volksrepublik  Wang Zhen
50 km Gehen Australien  Jared Tallent China Volksrepublik  Si Tianfeng Irland  Robert Heffernan
Marathon Uganda  Stephen Kiprotich Kenia  Abel Kirui Kenia  Wilson Kipsang
Weitsprung Vereinigtes Konigreich  Greg Rutherford Australien  Mitchell Watt Vereinigte Staaten  Will Claye
Dreisprung Vereinigte Staaten  Christian Taylor Vereinigte Staaten  Will Claye Italien  Fabrizio Donato
Hochsprung Russland  Iwan Uchow Vereinigte Staaten  Erik Kynard Vereinigtes Konigreich  Robert Grabarz
Katar  Mutaz Essa Barshim
Kanada  Derek Drouin
Stabhochsprung Frankreich  Renaud Lavillenie Deutschland  Björn Otto Deutschland  Raphael Holzdeppe
Kugelstoßen Polen  Tomasz Majewski Deutschland  David Storl Vereinigte Staaten  Reese Hoffa
Diskuswurf Deutschland  Robert Harting Iran  Ehsan Hadadi Estland  Gerd Kanter
Speerwurf Trinidad und Tobago  Keshorn Walcott Finnland  Antti Ruuskanen Tschechien  Vítězslav Veselý
Hammerwurf Ungarn  Krisztián Pars Slowenien  Primož Kozmus Japan  Kōji Murofushi
Zehnkampf Vereinigte Staaten  Ashton Eaton Vereinigte Staaten  Trey Hardee Kuba  Leonel Suárez

FrauenBearbeiten

Disziplin Gold Silber Bronze
100 m Jamaika  Shelly-Ann Fraser-Pryce Vereinigte Staaten  Carmelita Jeter Jamaika  Veronica Campbell-Brown
200 m Vereinigte Staaten  Allyson Felix Jamaika  Shelly-Ann Fraser-Pryce Vereinigte Staaten  Carmelita Jeter
400 m Vereinigte Staaten  Sanya Richards-Ross Vereinigtes Konigreich  Christine Ohuruogu Vereinigte Staaten  DeeDee Trotter
800 m Sudafrika  Caster Semenya Russland  Jekaterina Poistogowa Kenia  Pamela Jelimo
1500 m Bahrain  Maryam Yusuf Jamal Russland  Tatjana Tomaschowa Athiopien  Abeba Aregawi
5000 m Athiopien  Meseret Defar Kenia  Vivian Cheruiyot Athiopien  Tirunesh Dibaba
10.000 m Athiopien  Tirunesh Dibaba Kenia  Sally Kipyego Kenia  Vivian Cheruiyot
100 m Hürden Australien  Sally Pearson Vereinigte Staaten  Dawn Harper Vereinigte Staaten  Kellie Wells
400 m Hürden Russland  Natalja Antjuch Vereinigte Staaten  Lashinda Demus Tschechien  Zuzana Hejnová
3000 m Hindernis Tunesien  Habiba Ghribi Athiopien  Sofia Assefa Kenia  Milcah Cheywa
4 × 100 m Staffel Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten
Tianna Madison
Allyson Felix
Bianca Knight
Carmelita Jeter
Jeneba Tarmoh (Vorlauf)
Lauryn Williams (Vorlauf)
Jamaika  Jamaika
Shelly-Ann Fraser-Pryce
Sherone Simpson
Veronica Campbell-Brown
Kerron Stewart
Samantha Henry-Robinson (Vorlauf)
Schillonie Calvert (Vorlauf)
Ukraine  Ukraine
Olesja Powch
Chrystyna Stuj
Marija Rjemjen
Jelysaweta Bryshina
4 × 400 m Staffel Vereinigte Staaten  Vereinigte Staaten
DeeDee Trotter
Allyson Felix
Francena McCorory
Sanya Richards-Ross
Keshia Baker (Vorlauf)
Diamond Dixon (Vorlauf)
Jamaika  Jamaika
Christine Day
Rosemarie Whyte
Shericka Williams
Novlene Williams-Mills
Shereefa Lloyd (Vorlauf)
Ukraine  Ukraine
Alina Lohwynenko
Olha Semljak
Hanna Jaroschtschuk
Natalija Pyhyda
20 km Gehen Russland  Jelena Laschmanowa China Volksrepublik  Qoijing Gyi China Volksrepublik  Liu Hong
Marathon Athiopien  Tiki Gelana Kenia  Priscah Jeptoo Russland  Tatjana Petrowa
Weitsprung Vereinigte Staaten  Brittney Reese Russland  Jelena Sokolowa Vereinigte Staaten  Janay DeLoach
Dreisprung Kasachstan  Olga Rypakowa Kolumbien  Caterine Ibargüen Ukraine  Olha Saladucha
Hochsprung Russland  Anna Tschitscherowa Vereinigte Staaten  Brigetta Barrett Russland  Swetlana Schkolina
Stabhochsprung Vereinigte Staaten  Jennifer Suhr Kuba  Yarisley Silva Russland  Jelena Issinbajewa
Kugelstoßen Neuseeland  Valerie Adams China Volksrepublik  Gong Lijiao China Volksrepublik  Li Ling
Diskuswurf Kroatien  Sandra Perković China Volksrepublik  Li Yanfeng Kuba  Yarelys Barrios
Speerwurf Tschechien  Barbora Špotáková Deutschland  Christina Obergföll Deutschland  Linda Stahl
Hammerwurf Polen  Anita Włodarczyk Deutschland  Betty Heidler China Volksrepublik  Zhang Wenxiu
Siebenkampf Vereinigtes Konigreich  Jessica Ennis Deutschland  Lilli Schwarzkopf Litauen  Austra Skujytė

TeilnehmerBearbeiten

Bezüglich der teilnehmenden Nationen gab es diesmal im Vergleich zu früheren Spielen relativ wenige Einschränkungen. Das IOC hatte dem Nationalen Olympischen Komitee – NOK – der Niederländischen Antillen die Anerkennung entzogen, aber deren Sportler durften als sogenannte unabhängige Olympiateilnehmer teilnehmen, insofern sie die Qualifikationsbedingungen erfüllt hatten. Darüber hinaus gab es lediglich noch eine weitere Einschränkung. Diese betraf den Südsudan, der noch nicht über ein eigenes NOK verfügte. Aber auch deren Athleten konnten unter denselben Bedingungen in London dabei sein wie die Sportler aus den Niederländischen Antillen. Davon machte der in den USA lebende Marathonläufer Guor Marial auch Gebrauch.

Auch bei diesen Spielen war das Thema Süd- und Nordkorea zumindest am Rande wieder einmal aktuell. Bei einem Fußballspiel der Frauen zwischen Kolumbien und Nordkorea in Glasgow wurde versehentlich die südkoreanische Flagge gezeigt anstelle der nordkoreanischen und es dauerte eine geraume Zeit, bis das Malheur korrigiert werden konnte.[1]

WettbewerbeBearbeiten

Das Wettkampfprogramm war identisch mit dem der Olympischen Spiele 2008 in Peking. Die Wettbewerbe für Frauen und Männer waren weitestgehend angeglichen. Es gab und gibt im Frauenbereich nur noch eine im Vergleich zum Männerangebot fehlende Disziplin: im Gehen wird nur eine Distanz im Gegensatz zu zwei Strecken bei den Männern ausgetragen. Weitere Unterschiede finden sich in der Hürdenhöhe auf den beiden Hürdendistanzen sowie der Länge der kürzeren Hürdenstrecke, die bei den Männern 110 Meter und bei den Frauen 100 Meter beträgt, um den unterschiedlichen Schrittlängen der Geschlechter Rechnung zu tragen. Außerdem wurde und wird bei den Frauen als Mehrkampf ein Siebenkampf, bei den Männern ein Zehnkampf ausgetragen.

OlympiastadionBearbeiten

Das Olympiastadion von London wurde im Gegensatz zu vielen bei früheren Spielen neu gebauten Stadien deutlich schneller fertiggestellt als ursprünglich geplant. Das hatte auch Einfluss auf die Kosten, die ebenfalls niedriger waren als zunächst veranschlagt – ein Novum in der olympischen Geschichte. Auch den Ansprüchen Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit wurde durch eine Leichtbauweise unter Verwendung von weniger Stahl als üblich und durch langfristige Überlegungen zur Einbindung des Stadions in ein naturverträgliches Freizeit-Gesamtkonzept in besonderem Maße Rechnung getragen.[2]

Zeitplan der einzelnen DisziplinenBearbeiten

 
Olympiastadion – Schauplatz von 42 Leichtathletikwettbewerben
 
Prachtstraße The Mall – Start und Ziel der Straßenwettbewerbe im Gehen und Marathon
Wettbewerbe und Zeitplan Leichtathletik
Tag Morgenprogramm
11:00 Uhr bis 14:45 Uhr MESZ
Abendprogramm
19:30 Uhr bis 23:10 Uhr MESZ
Freitag
3. August 2012
Vorläufe 400 m Hürden Männer
Vorläufe 3000 m Hindernis Männer
Qualifikation Hammerwurf Männer
Qualifikation Kugelstoßen Männer
Vorläufe 400 m Frauen
Qualifikation Dreisprung Frauen
Siebenkampf der Frauen 100 m Hürden und Hochsprung
Vorläufe 1500 m Männer
Qualifikation Weitsprung Männer
Finale Kugelstoßen Männer
Vorläufe 100 m Frauen
Finale 10.000 m Frauen
Qualifikation Diskuswurf Frauen
Siebenkampf der Frauen Kugelstoßen und 200 m
Samstag
4. August 2012
Vorläufe 100 m Männer
Vorläufe 400 m Männer
Vorläufe 3000 m Hindernis Frauen
Qualifikation Stabhochsprung Frauen
Siebenkampf der Frauen Weitsprung und Speerwurf
20 km Gehen Männer
Halbfinale 400 m Hürden Männer
Finale 10.000 m Männer
Finale Weitsprung Männer
Halbfinale und Finale 100 m Frauen
Halbfinale 400 m Frauen
Finale Diskuswurf Frauen
Siebenkampf der Frauen 800 m
Sonntag
5. August 2012
Marathon Frauen Halbfinale und Finale 100 m Männer
Halbfinale 400 m Männer
Halbfinale 1500 m Männer
Finale 3000 m Hindernis Männer
Qualifikation Hochsprung Männer
Finale Hammerwurf Männer
Finale 400 m Frauen
Vorläufe 400 m Hürden Frauen
Finale Dreisprung Frauen
Montag
6. August 2012
Vorläufe 800 m Männer
Qualifikation Diskuswurf Männer
Vorläufe 100 m Hürden Frauen
Vorläufe 1500 m Frauen
Qualifikation Kugelstoßen Frauen
Finale 400 m Männer
Finale 400 m Hürden Männer
Vorläufe 200 m Frauen
Halbfinale 400 m Hürden Frauen
Finale 3000 m Hindernis Frauen
Finale Stabhochsprung Frauen
Finale Kugelstoßen Frauen
Dienstag
7. August 2012
Vorläufe 110 m Hürden Männer
Vorläufe 200 m Männer
Qualifikation Dreisprung Männer
Vorläufe 5000 m Frauen
Qualifikation Speerwurf Frauen
Halbfinale 800 m Männer
Finale 1500 m Männer
Finale Diskuswurf Männer
Finale Hochsprung Männer
Halbfinale und Finale 100 m Hürden Frauen
Halbfinale 200 m Frauen
Qualifikation Weitsprung Frauen
Mittwoch
8. August 2012
Vorläufe 5000 m Männer
Qualifikation Stabhochsprung Männer
Zehnkampf der Männer 100 Meter, Weitsprung und Kugelstoßen
Vorläufe 800 m Frauen
Qualifikation Hammerwurf Frauen
Halbfinale und Finale 110 m Hürden Männer
Halbfinale 200 m Männer
Qualifikation Speerwurf Männer
Zehnkampf der Männer Hochsprung und 400 Meter
Finale 200 m Frauen
Finale 400 m Hürden Frauen
Halbfinale 1500 m Frauen
Finale Weitsprung Frauen
Donnerstag
9. August 2012
Vorläufe 4 × 400-m-Staffel Männer
Zehnkampf der Männer 110 Meter Hürden, Diskuswurf und Stabhochsprung
Qualifikation Hochsprung Frauen
Finale 200 m Männer
Finale 800 m Männer
Finale Dreisprung Männer
Zehnkampf der Männer Speerwurf und 1500 Meter
Halbfinale 800 m Frauen
Vorläufe 4 × 100-m-Staffel Frauen
Finale Speerwurf Frauen
Freitag
10. August 2012
Vorläufe 4 × 100-m-Staffel Männer
Finale 4 × 400-m-Staffel Männer
Finale Stabhochsprung Männer
Finale 1500 m Frauen
Finale 5000 m Frauen
Vorläufe 4 × 400-m-Staffel Frauen
Finale 4 × 100-m-Staffel Frauen
Finale Hammerwurf Frauen
Samstag
11. August 2012
50 km Gehen Männer 20 km Gehen Frauen
Finale 5000 m Männer
Finale 4 × 100-m-Staffel Männer
Finale Speerwurf Männer
Finale 800 m Frauen
Finale 4 × 400-m-Staffel Frauen
Finale Hochsprung Frauen
Sonntag
12. August 2012
Marathon Männer

QualifikationBearbeiten

QualifikationskriterienBearbeiten

Es nahmen insgesamt etwa 2000 Athleten an den Wettbewerben teil. Jedes NOK durfte pro Disziplin drei Athleten einsetzen, wenn diese im Qualifikationszeitraum den A-Standard erreicht hatten oder pro Disziplin einen Athleten, wenn er den B-Standard erreicht hatte. In beiden Fällen durfte jeweils noch ein Reserveathlet nominiert werden, wenn dieser ebenfalls den jeweiligen Standard erreicht hatte. Hatte sich aus einem Land keine Frau oder kein Mann qualifiziert, so durfte dieses unabhängig vom Standard jeweils einen Athleten in einer beliebigen Disziplin einsetzen, mit Ausnahme der 10.000 Meter, dem Hindernislauf und dem Mehrkampf.

Die Normen für 10.000 Meter, Marathon, Gehen und Mehrkampf mussten zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 8. Juli 2012 erreicht werden, für alle weiteren Disziplinen zwischen dem 1. Mai 2011 und dem 8. Juli 2012. Die IAAF verkündete die Normen im April 2011. Qualifikationswettkämpfe waren alle von der IAAF und den einzelnen Mitgliedsverbänden veranstalteten Wettbewerbe, wenn sie die Anforderungen der IAAF erfüllten. Dazu zählten u. a. der Einsatz ausgebildeter Kampfrichter, elektronische Zeitmessung bei Laufentscheidungen, Windmessung bei den Sprints oder öffentliche Zugängigkeit zum Wettkampf. Für Gehen und Marathon waren nur von der IAAF zum 1. Januar 2011 verkündete Qualifikationswettkämpfe zugelassen.

Zur Qualifikation der Staffeln wurden die zwei besten Zeiten, die eine Staffel eines NOKs zwischen dem 1. Januar 2011 und 2. Juli 2012 erreicht hatte, zusammengerechnet. Es qualifizierten sich für alle vier Wettbewerbe die jeweils 16 zeitbesten Staffeln.

Athleten, die zum Stichtag 31. Dezember 2012 18 oder 19 Jahre alt waren, durften nicht am Marathon und am 50 km Gehen teilnehmen. Waren Athleten zum Stichtag 16 oder 17 Jahre alt, durften sie nicht am Marathon, dem 10.000-Meter-Lauf, Gehen, Zehnkampf und den Wurfdisziplinen der Männer teilnehmen. Athleten, die zum Stichtag keine 16 Jahre alt waren, durften generell nicht an den Wettbewerben teilnehmen.[3]

Wettbewerbe und QualifikationsstandardsBearbeiten

Olympia-Qualifikationsstandards 2012[4]
Disziplin Männer Frauen
  A-Standard B-Standard A-Standard B-Standard
100 m 10,18 s 10,24 s 11,29 s 11,38 s
200 m 20,55 s 20,65 s 23,10 s 23,30 s
400 m 45,30 s 45,90 s 51,55 s 52,35 s
800 m 1:45,60 min 1:46,30 min 1:59,90 min 2:01,30 min
1500 m 3:35,50 min 3:38,00 min 4:06,00 min 4:08,90 min
5000 m 13:20,00 min 13:27,00 min 15:20,00 min 15:30,00 min
10.000 m 27:45,00 min 28:05,00 min 31:45,00 min 32:10,00 min
Marathonlauf 2:15,00 h 2:18,00 h 2:37,00 h 2:43,00 h
20 km Gehen 1:22,30 h 1:24,30 h 1:33,30 h 1:38,00 h
50 km Gehen 3:59,00 h 4:09,00 h
100 m Hürden 12,96 s 13,15 s
110 m Hürden 13,52 s 13,60 s
400 m Hürden 49,50 s 49,80 s 55,50 s 56,65 s
3000 m Hindernis 8:23,10 min 8:32,00 min 9:43,00 min 9:48,00 min
4 × 100 m Platz 16 oder besser in der
Weltbestenliste des Qualifikationszeitraums
4 × 400 m
Hochsprung 2,31 m 2,28 m 1,95 m 1,92 m
Stabhochsprung 5,72 m 5,60 m 4,50 m 4,40 m
Weitsprung 8,20 m 8,10 m 6,75 m 6,65 m
Dreisprung 17,20 m 16,85 m 14,30 m 14,10 m
Kugelstoßen 20,50 m 20,00 m 18,30 m 17,20 m
Diskuswurf 65,00 m 63,00 m 62,00 m 59,50 m
Hammerwurf 78,00 m 74,00 m 71,50 m 69,00 m
Speerwurf 82,00 m 79,50 m 61,00 m 59,00 m
Siebenkampf 6150 Pkt. 5950 Pkt.
Zehnkampf 8200 Pkt. 7950 Pkt.

DopingBearbeiten

Die Zahl der Dopingfälle steigerte sich bei diesen Spielen in ungeahnte Dimensionen. Davon war auch die Leichtathletik in nicht akzeptabler Weise betroffen. Einige betroffene Sportler wurden zeitnah im Anschluss an ihren Wettkampf überführt, andere durften wegen positiver Dopingproben, deren Ergebnis vor Beginn der Spiele offiziell wurde, gar nicht erst antreten und zahlreiche weitere Sportler wurden erst viele Jahre später bei Nachkontrollen der konservierten Proben mittels neuer Überprüfungsmethoden erwischt. Das hatte für die Betreffenden in der Regel die Aberkennung ihres Resultats, eine Rückgabeforderung eventuell erhaltener Medaillen und häufig auch unterschiedlich lange Sperren zur Folge. In dem in diesem Artikel aufgeführten Medaillenspiegel sind die entsprechend veränderten Ergebnisse in den einzelnen Disziplinen komplett berücksichtigt. Der Sumpf, in den die Leichtathletik geraten war, setzte sich in verstärkter Weise fort, ein Ende war immer noch nicht wirklich absehbar. Die Dummen waren und sind die ehrlichen Sportler, die erst Jahre später ihre Medaillen erhielten, denen die Teilnahme an Finalkämpfen durch die Dopingbetrüger verwehrt wurden und denen eigentlich zustehende Fördergelder entgingen, weil die wahren Platzierungen erst lange Zeit nach den Wettbewerben verifiziert wurden.

Die Liste der Dopingsünder ist noch deutlich länger als bei den vorangegangenen Spielen:

  • Tyson Gay, USA100-Meter-Lauf (zunächst Vierter) und 4-mal-100-Meter-Staffel (zunächst Silber). Ihm wurden infolge eines positiven Dopingtests alle Wettkampfergebnisse seit dem 15. Juli 2012 aberkannt.[5]
  • Auch die weiteren Läufer, die am Erfolg der US-amerikanischen 4-mal-100-Meter-Staffel beteiligt waren, mussten ihre Medaillen nach einer Entscheidung von Mai 2015 abgeben.[6]
  • Diego Palomeque, Kolumbien400-Meter-Lauf (bereits vor dem Start von der Teilnahme ausgeschlossen). Er durfte nach positiver A- und B-Probe auf Testosteron nicht antreten.[7]
  • Amine Laalou, Marokko1500-Meter-Lauf (Einreise nach Großbritannien verweigert). Nach einem positiven Dopingbefund Anfang August im Zusammenhang mit der Diamond League-Veranstaltung in Monaco wurde ihm die Einreise nach Großbritannien zu den Spielen verweigert.[8] Anschließend wurde er für zwei Jahre gesperrt.[9]
  • Hassan Hirt, Frankreich5000-Meter-Lauf (im Vorlauf ausgeschieden). Er wurde positiv auf EPO getestet. Die Dopingprobe wurde bereits am 3. August in Rouen vor dem olympischen Wettkampf genommen. Erst nach dem 5000-m-Vorlauf lag das Ergebnis vor. Hirt wurde vom französischen Verband gesperrt und nachträglich disqualifiziert.[10][11]
  • Hussain Jamaan Alhamdah, Saudi-Arabien5000-Meter-Lauf (im Vorlauf ausgeschieden). Er wurde nachträglich disqualifiziert, weil er seinen biologischen Pass manipuliert hatte.[12]
  • Waleri Bortschin, Russland20-km-Gehen (Wettkampf aufgegeben). Er wurde wegen Dopingvergehens am 20. Januar 2015 rückwirkend vom 15. Oktober 2012 an für acht Jahre gesperrt. Seine Resultate wurden für drei Perioden annulliert: 14. Juli bis 15. September 2009, 16. Juni bis 27. September 2011 und 11. April bis 3. September 2012.[13]
  • Wladimir Kanaikin Russland – 20-km-Gehen (Wettkampf aufgegeben). Er wurde mittels seines Blutpasses des Dopingmissbrauchs überführt und wegen seiner Wiederholungstäterschaft lebenslang gesperrt.[14]
  • Andrei Kriwow Russland – 20-km-Gehen (wegen Verstoßes gegen die Gehregeln disqualifiziert). Seine Resultate zwischen dem 20. Mai 2011 und dem 6. Juli 2013 wurden annulliert.[15]
  • Sergei Kirdjapkin, Russland – 50-km-Gehen (zunächst Erster). Ihm wurde wegen Dopingvergehens der erste Platz durch eine Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs CAS nachträglich aberkannt.[16]
  • Igor Jerochin Russland – 50-km-Gehen (zunächst Fünfter bzw. nachgerückter Vierter). Er wurde mittels seines Blutpasses des Dopingmissbrauchs.[17]
  • Sergei Bakulin Russland – 50-km-Gehen (zunächst Sechster bzw. nachgerückter Fünfter). Er wurde ebenfalls mittels seines Blutpasses des Dopingmissbrauchs überführt.[18]
  • Maksym Masuryk, UkraineStabhochsprung (in der Qualifikation ausgeschieden). Er wurde 2016 nachträglich disqualifiziert, nachdem bei der Überprüfung seiner Dopingprobe Dehydrochlormethyltestosteron festgestellt worden war.[19]
  • Andrej Michnewitsch, WeißrusslandKugelstoßen (in der Qualifikation ausgeschieden). Anfang März 2013 wurden bei einem nachträglichen Dopingtest in seiner Probe von den Weltmeisterschaften 2005 Spuren von verbotenen Substanzen gefunden. Die IAAF bestätigte im Juli 2013 eine lebenslange Sperre, die daraufhin von der Disziplinar-Kommission der weißrussischen Anti-Doping-Agentur verhängt worden war.[20]
  • Iwan Zichan, Weißrussland – Hammerwurf (bereits vor dem Start von der Teilnahme ausgeschlossen). Nachdem bei ihm bereits vor den Spielen zum wiederholten Male positive Tests bekannt wurden, durfte er nicht an teilnehmen.[21]
  • Pavel Kryvitski, Weißrussland – Hammerwurf (in der Qualifikation ausgeschieden). Er wurde vom IOC nachträglich disqualifiziert. Bei Nachuntersuchungen seiner Dopingprobe wurden die verbotenen Substanzen Dehydrochlormethyltestosteron und Stanozolol nachgewiesen.[22]
  • Kirill Ikonnikow, Russland – Hammerwurf (zunächst Fünfter). Er wurde ebenfalls vom IOC nachträglich wegen Dopingmissbrauchs disqualifiziert. Bei Nachuntersuchungen seiner Dopingprobe wurde die verbotene Substanz Dehydrochlormethyltestosteron nachgewiesen.[23]
  • Oleksandr Pjatnyzja, Ukraine – Speerwurf (zunächst Zweiter). Er wurde 2016 als Dopingsünder entlarvt und nachträglich disqualifiziert. Bei Nachuntersuchungen seiner Dopingprobe wurde die verbotene Substanz Dehydrochlormethyltestosteron nachgewiesen.[24]
  • Tameka Williams, St. Kitts und NevisSprint (bereits vorher von der Teilnahme ausgeschlossen). Nach einem positiven Test gab die Einnahme verbotener Mittel zu und musste das olympische Dorf verlassen.[25]
  • Marija Sawinowa, Russland – 800-Meter-Lauf (zunächst Erste). Sie wurde aufgrund von Dopingmissbrauch am 9. November 2015 disqualifiziert.[26]
  • Jelena Arschakowa, Russland – 800-Meter-Lauf (zunächst Sechste). Sie wurde wegen anomaler Werte in ihrem biologischen Pass gesperrt. Ihr Ergebnis nachträglich annulliert.[27]
  • Mariem Alaoui Selsouli. Marokko – 1500-Meter-Lauf (bereits kurz vor Beginn der Spiele gesperrt). Bei einer Kontrolle im Juli 2012 wurde sie positiv auf das Diuretikum Furosemid getestet, das zur Verschleierung von anderen Dopingsubstanzen dienen kann. Die Folge war eine Sperre für acht Jahre bis zum 24. Juli 2012.[28]
  • Aslı Çakır Alptekin, Türkei – 1500-Meter-Lauf (zunächst Erste). Im Mai 2013 wurde bekannt, dass bei ihr Blutwerte, die auf Doping hinweisen, gefunden wurden.[29] Da der türkische Verband keine Sperre verhängte, klagte die IAAF vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS. So wurde die Athletin im August 2015 für acht Jahre gesperrt, ihre Ergebnisse ab dem 29. Juli 2010 wurden annulliert.[30]
  • Natallja Karejwa, Weißrussland – 1500-Meter-Lauf. Sie geriet im Juli 2010 in den Verdacht der Manipulation ihres biologischen Passes und wurde bis August 2016 gesperrt. Ihre Resultate seit 2010 wurden gestrichen.[31]
  • Jekaterina Kostezkaja, Russland – 1500-Meter-Lauf. Sie geriet im August 2011 ebenfalls in den Verdacht der Manipulation ihres biologischen Passes und wurde bis Januar 2015 gesperrt. Ihre Resultate seit 2011 wurden annulliert.[31]
  • Gamze Bulut, Türkei – 1500-Meter-Lauf (zunächst Zweite, dann nachgerückte Siegerin). Sie wurde Ende März 2017 wegen Blutunregelmäßigkeiten in ihrem Blutpass von der IAAF gesperrt, die Goldmedaille wurde ihr aberkannt.[32]
  • Jelisaweta Gretschischnikowa, Russland – 10.000-Meter-Lauf (zunächst Neunzehnte). Sie wurde 2013 des Dopings überführt und bis August 2015 gesperrt, alle ihre Ergebnisse seit August 2009 wurden annulliert.[33]
  • Nevin Yanıt, Türkei – 100-Meter-Hürdenlauf (zunächst Fünfte). Sie wurde im August 2013 des Dopings mit Stanozolol und Testosteron überführt und für drei Jahre gesperrt.[34] Ihre Ergebnisse wurden rückwirkend vom 28. Juni 2012 an annulliert.[35]
  • Ghofrane Mohamed (oft auch als Ghfran Almouhamad benannt), Syrien400-Meter-Hürdenlauf (Achte und Letzte ihres Vorlaufs). Sie wurde nach ihrem Rennen positiv auf Methylhexanamin getestet mit der Folge einer sechsmonatigen Sperre.[36]
  • Julija Saripowa, Russland – 3000-Meter-Hindernislauf (zunächst Erste). wurde 2016 rückwirkend die Goldmedaille wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[37]
  • Marta Domínguez, Spanien – 3000-Meter-Hindernislauf (zunächst Zwölfte). Ihre Wertung wurde gestrichen, da sie des Dopingmissbrauchs überführt worden war.[38]
  • Svetlana Schmidt, Ukraine – 3000-Meter-Hindernislauf (im Vorlauf als Elfte ihres Rennens ausgeschieden). Im Mai 2015 wurde sie wegen Auffälligkeiten in ihrem biologischem Pass nachträglich disqualifiziert.[39]
  • Binnaz Uslu, Türkei – 3000-Meter-Hindernislauf (im Vorlauf als Letzte ihres Rennens ausgeschieden). Sie erhielt 2014 eine lebenslange Sperre wegen wiederholten Dopings, die rückwirkend vom 30. August 2011 an wirksam wurde.[40][41]
  • Antonina Kriwoschapka, Russland – 4-mal-400-Meter-Staffel (zunächst Zweite mit der Staffel Russlands). Sie wurde bei Nachkontrollen positiv auf das anabole Steroid Dehydrochlormethyltestosteron (Turinabol) getestet. Somit verloren die russischen Staffelläuferinnen ihre Medaillen.[42]
  • Natalja Nasarowa, Russland – 4-mal-400-Meter-Staffel (nur im Vorlauf eingesetzt, aber ebenfalls zunächst Silbermedaillengewinnerin). Am 30. November 2017 gab das IOC bekannt, dass auch Nasarowa bei Nachtests der Einnahme von Dehydrochlormethyltestosteron überführt wurde.[43]
  • Olga Kaniskina, Russland – 20-km-Gehen. Sie wurde im Jahr 2016 nachträglich des Dopingmissbrauchs überführt und disqualifiziert.[44]
  • Anna Nasarowa, Russland – Weitsprung (zunächst Fünfte). Ihr wurde Dopingmissbrauch mittels Dehydrochlormethyltestosterone (Oral-Turinabol) nachgewiesen, was ihre Disqualifikation zur Folge hatte.[45]
  • Nastassja Mirontschyk-Iwanowa, Weißrussland – Weitsprung (zunächst Siebte). Sie wurde nach positiver Dopingprobe disqualifiziert.[46]
  • Karin Melis Mey, Türkei – Weitsprung (zunächst für das Finale qualifiziert, dann jedoch von der Teilnahme daran ausgeschlossen). Sie wurde wegen einer Dopingprobe, die bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki positiv getestet worden war, vom Finale ausgeschlossen. Der Leichtathletikweltverband IAAF hatte zu spät vom Dopingverstoß der Athletin erfahren, um die Teilnahme an der Weitsprung-Qualifikation in London zu verhindern.[47]
  • Wiktorija Waljukewitsch, Russland – Dreisprung (zunächst Achte). Im März 2017 wurde sie nachträglich wegen Dopingmissbrauchs disqualifiziert.[48]
  • Nadseja Astaptschuk, Russland – Kugelstoßen (zunächst Erste). Ihr wurde ihre Goldmedaille wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[49]
  • Jewgenija Kolodko, Russland – Kugelstoßen (zunächst Zweite). Auch sie musste ihre Medaille im Jahr 2016 wegen Dopingmissbrauchs abgeben.[50]
  • Darja Pischtschalnikowa, Russland – Diskuswurf (zunächst Zweite). Als Wiederholungstäterin wurde sie vom russischen Leichtathletikverband WFLA für zehn Jahre gesperrt. Ihre Silbermedaille wurde ihr aberkannt.[51]
  • Tatjana Lyssenko, Russland – Hammerwurf (zunächst Erste). Ihr wurde im Jahr 2016 ihre Goldmedaille wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[52]
  • Aksana Mjankowa, Weißrussland – Hammerwurf (zunächst Sechste). Sie wurde wegen Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen wie schon 2008 disqualifiziert.[46]
  • Zalina Petrivskaya, Republik Moldau – Hammerwurf (zunächst Siebte). Ihr wurde ihr zunächst siebter Platz wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[53]
  • Marija Bespalowa, Russland – Hammerwurf (zunächst Zehnte). Sie erhielt wegen Steroid-Dopings eine vierjährige Wettkampfsperre und ihr Resultat wurde annulliert.[54]
  • Gulfija Chanafejewa, Russland – Hammerwurf (in der Qualifikation ausgeschieden). Ihr Ergebnis von den Spielen in London wurde nach einer positiven Dopingprobe annulliert.[55]
  • Marina Marghieva, Republik Moldau – Hammerwurf (bereits vorher suspendiert), Zalina Petrivskayas Schwester. Sie war nach einer positiven Dopingprobe aus dem moldawischen Olympia-Team gestrichen worden.[56]
  • Tatjana Tschernowa, Russland – Siebenkampf (zunächst Dritte). Der Sportgerichtshof bestätigte die Annullierung sämtlicher Ergebnisse Tschernowas zwischen dem 15. August 2011 und 22. Juli 2013. Dadurch bleiben auch der WM-Titel 2011 und Olympiabronze 2012 aberkannt.[57]
  • Ljudmyla Jossypenko, Russland – Siebenkampf (zunächst Vierte). Im September 2013 wurde sie durch ihren Blutpass des Dopings überführt und bis März 2017 von allen Wettkämpfen ausgeschlossen, zusätzlich wurden alle Ergebnisse von den Spielen 2012 an rückwirkend gestrichen.[58]

Sportliche ErfolgeBearbeiten

Das Leistungsniveau bei diesen Olympischen Spielen war sehr hoch. Die Qualität minderte sich zwar nach der großen Anzahl von Athleten, die im Laufe der Jahre nach den Spielen dopingbedingt disqualifiziert werden mussten, hatte jedoch auch danach ein hohes Level. Es wurden vier Weltrekorde aufgestellt:

> 800-Meter-Lauf: David Lekuta Rudisha (Kenia) – 1:40,91 min

> 4-mal-100-Meter-Staffel: Jamaika (Nesta Carter, Michael Frater, Yohan Blake, Usain Bolt) – 36,84 s

> 4-mal-100-Meter-Staffel: USA (Tianna Madison, Allyson Felix, Bianca Knight, Carmelita Jeter) – 40,82 s

> 20-km-Gehen: Jelena Laschmanowa (Russland) – 1:25:02 h

Darüber hinaus wurde der olympische Rekord in elf Disziplinen fünfmal verbessert, bei den Frauen zweimal und bei den Männern dreimal.

Erfolgreichste Nation waren wieder einmal die Vereinigten Staaten mit neun Olympiasiegern und insgesamt 28 Medaillen. Jamaika, Großbritannien und Russland hatten jeweils vier Goldmedaillen auf ihrem Konto. Dahinter folgte Äthiopien mit drei Olympiasiegen. Je zwei Goldmedaillen gab es für Kenia, Australien und Polen. Alle anderen Nationen errangen in der Leichtathletik höchstens eine Goldmedaille.

Bei den einzelnen Sportlern sind besonders folgende Leistungen zu nennen.

Resultate MännerBearbeiten

100 mBearbeiten

 
Usain Bolt aus Jamaika gewann beide Sprintstrecken und die 4 × 100 m Staffel
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Usain Bolt Jamaika  JAM 09,63 OR
2 Yohan Blake Jamaika  JAM 09,75
3 Justin Gatlin Vereinigte Staaten  USA 09,79
4 Ryan Bailey Vereinigte Staaten  USA 09,88
5 Churandy Martina Niederlande  NED 09,94
6 Richard Thompson Trinidad und Tobago  TTO 09,98
7 Asafa Powell Jamaika  JAM 11,99
DOP Tyson Gay Vereinigte Staaten  USA

Finale: 5. August 2012, 22:50 Uhr (MESZ)
Wind: +1,5 m/s

Erstmals blieben in einem olympischen Finale sechs Läufer unter zehn Sekunden. Asafa Powell zog sich beim Lauf eine Zerrung zu und humpelte ins Ziel.

Tyson Gay kam im Finale in 9,80 s als Vierter ins Ziel, infolge eines positiven Dopingtests jedoch wurden ihm alle Wettkampfergebnisse seit dem 15. Juli 2012 aberkannt.[5]

200 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Usain Bolt Jamaika  JAM 19,32
2 Yohan Blake Jamaika  JAM 19,44
3 Warren Weir Jamaika  JAM 19,84
4 Wallace Spearmon Vereinigte Staaten  USA 19,90
5 Churandy Martina Niederlande  NED 20,00
6 Christophe Lemaitre Frankreich  FRA 20,19
7 Álex Quiñónez Ecuador  ECU 20,52
8 Anaso Jobodwana Sudafrika  RSA 20,69

Finale: 9. August 2012, 21:55 Uhr (MESZ)
Wind: +0,4 m/s

400 mBearbeiten

 
Kurz vor dem Ziel des 400-m-Finales: Kirani James vor Lugelin Santos
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Kirani James Grenada  GRN 43,94 NR
2 Luguelín Santos Dominikanische Republik  DOM 44,46
3 Lalonde Gordon Trinidad und Tobago  TTO 44,52
4 Chris Brown Bahamas  BAH 44,79
5 Kevin Borlée Belgien  BEL 44,81
6 Jonathan Borlée Belgien  BEL 44,83
7 Demetrius Pinder Bahamas  BAH 44,98
8 Steven Solomon Australien  AUS 45,14

Finale: 6. August 2012, 22:30 Uhr (MESZ)

In dieser Disziplin gab es einen Dopingfall. Der Kolumbianer Diego Palomeque durfte nach positiver A- und B-Probe auf Testosteron gar nicht erst antreten.[7]

800 mBearbeiten

 
Olympiasieger in Weltrekordzeit: der Kenianer David Rudisha
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 David Lekuta Rudisha Kenia  KEN 1:40,91 WR
2 Nijel Amos Botswana  BOT 1:41,73 NR/JWR
3 Timothy Kitum Kenia  KEN 1:42,53
4 Duane Solomon Vereinigte Staaten  USA 1:42,82
5 Nick Symmonds Vereinigte Staaten  USA 1:42,95
6 Mohammed Aman Athiopien  ETH 1:43,20 NR
7 Abubaker Kaki Sudan  SUD 1:43,32
8 Andrew Osagie Vereinigtes Konigreich  GBR 1:43,77

Finale: 9. August 2012, 21:00 Uhr (MESZ)

Deutscher Teilnehmer:

Sören Ludolph Deutschland  GER (1:48,57 min / als 7. seines Vorlaufs ausgeschieden)

1500 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Taoufik Makhloufi Algerien  ALG 3:34,08
2 Leonel Manzano Vereinigte Staaten  USA 3:34,79
3 Abdalaati Iguider Marokko  MAR 3:35,13
4 Matthew Centrowitz Vereinigte Staaten  USA 3:35,17
5 Henrik Ingebrigtsen Norwegen  NOR 3:35,43 NR
6 Mekonnen Gebremedhin Athiopien  ETH 3:35,44
7 Silas Kiplagat Kenia  KEN 3:36,19
8 İlham Tanui Özbilen Turkei  TUR 3:36,72

Finale: 7. August 2012, 22:15 Uhr (MESZ)

Deutscher Teilnehmer:

Carsten Schlangen Deutschland  GER (3:38,23 min / als 11. seines Halbfinales ausgeschieden)

Österreichischer Teilnehmer:

Andreas Vojta Osterreich  AUT (3:43,52 min / als 12. seines Vorlaufs ausgeschieden)

Dem für diesen Wettbewerb gemeldeten Marokkaner Amine Laalou wurde nach einem positiven Dopingbefund Anfang August im Zusammenhang mit der Diamond League-Veranstaltung in Monaco die Einreise nach Großbritannien zu den Spielen verweigert.[8] Anschließend wurde er für zwei Jahre gesperrt.[9]

5000 mBearbeiten

 
Im 5000-Meter-Finale liegt Olympiasieger Mo Farah bereits ganz vorn
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mo Farah Vereinigtes Konigreich  GBR 13:41,66
2 Dejen Gebremeskel Athiopien  ETH 13:41,98
3 Thomas Pkemei Longosiwa Kenia  KEN 13:42,36
4 Bernard Lagat Vereinigte Staaten  USA 13:42,99
5 Isiah Kiplangat Koech Kenia  KEN 13:43,83
6 Abdalaati Iguider Marokko  MAR 13:44,19
7 Galen Rupp Vereinigte Staaten  USA 13:45,04
8 Juan Luis Barrios Mexiko  MEX 13:45,30

Finale: 11. August 2012, 20:30 Uhr (MESZ)

Deutscher Teilnehmer:

Arne Gabius Deutschland  GER (13:28,01 min; als 7. seines Vorlaufs ausgeschieden)

In diesem Wettbewerb waren zwei Athleten von einer Disqualifikation wegen Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen betroffen.

Der Franzose Hassan Hirt wurde positiv auf EPO getestet. Die Dopingprobe wurde schon am 3. August in Rouen vor dem olympischen Rennen genommen. Erst nach dem Wettkampf lag das Ergebnis vor. Hirt wurde vom französischen Verband gesperrt und nachträglich disqualifiziert.[10][11]

Auch Hussain Jamaan Alhamdah aus Saudi-Arabien wurde nachträglich disqualifiziert, weil er seinen biologischen Pass manipuliert hatte.[12]

10.000 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mo Farah Vereinigtes Konigreich  GBR 27:30,42
2 Galen Rupp Vereinigte Staaten  USA 27:30,90
3 Tariku Bekele Athiopien  ETH 27:31,43
4 Kenenisa Bekele Athiopien  ETH 27:32,44
5 Bedan Karoki Muchiri Kenia  KEN 27:32,94
6 Zersenay Tadese Eritrea  ERI 27:33,51
7 Teklemariam Medhin Eritrea  ERI 27:34,76
8 Gebregziabher Gebremariam Athiopien  ETH 27:36,34

4. August 2012, 22:15 Uhr (MESZ)

MarathonBearbeiten

 
Marathon-Olympiasieger Stephen Kiprotich aus Uganda
Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Stephen Kiprotich Uganda  UGA 2:08:01
2 Abel Kirui Kenia  KEN 2:08:27
3 Wilson Kipsang Kenia  KEN 2:09:37
4 Meb Keflezighi Vereinigte Staaten  USA 2:11:06
5 Marílson dos Santos Brasilien  BRA 2:11:10
6 Kentarō Nakamoto Japan  JPN 2:11:16
7 Cuthbert Nyasango Simbabwe  ZIM 2:12:08
8 Paulo Roberto Paula Brasilien  BRA 2:12:17

12. August 2012, 12:00 Uhr (MESZ)

Schweizer Teilnehmer:

Viktor Röthlin Schweiz  SUI (2:12:48 h / 11.)

Liechtensteinischer Teilnehmer:

Marcel Tschopp Liechtenstein  LIE (2:28:54 h / 75.)

Österreichischer Teilnehmer:

Günther Weidlinger Osterreich  AUT (DNF)

Die Goldmedaille für Stephen Kiprotich war erst der zweite Olympiasieg für Uganda, den ersten hatte vierzig Jahre zuvor, 1972, John Akii-Bua im 400-Meter-Hürdenlauf errungen.

110 m HürdenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Aries Merritt Vereinigte Staaten  USA 12,92
2 Jason Richardson Vereinigte Staaten  USA 13,04
3 Hansle Parchment Jamaika  JAM 13,12 NR
4 Lawrence Clarke Vereinigtes Konigreich  GBR 13,39
5 Ryan Brathwaite Barbados  BAR 13,40
6 Orlando Ortega Kuba  CUB 13,43
7 Lehann Fourie Sudafrika  RSA 13,53
DSQ Dayron Robles Kuba  CUB

Finale: 8. August 2012, 22:15 Uhr (MESZ)
Wind: −0,3 m/s

Deutsche Teilnehmer:

Alexander John Deutschland  GER (13,67 s / als 6. seines Vorlaufs ausgeschieden)

Matthias Bühler Deutschland  GER (13,68 s / als 6. seines Vorlaufs ausgeschieden)

Erik Balnuweit Deutschland  GER (13,77 s / als 6. seines Vorlaufs ausgeschieden)

400 m HürdenBearbeiten

 
Nach acht Jahren wurde Félix Sánchez zum zweitenmal Olympiasieger
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Félix Sánchez Dominikanische Republik  DOM 47,63
2 Michael Tinsley Vereinigte Staaten  USA 47,91
3 Javier Culson Puerto Rico  PUR 48,10
4 David Greene Vereinigtes Konigreich  GBR 48,24
5 Angelo Taylor Vereinigte Staaten  USA 48,25
6 Jehue Gordon Trinidad und Tobago  TTO 48,86
7 Leford Green Jamaika  JAM 49,12
8 Kerron Clement Vereinigte Staaten  USA 49,15

Finale: 6. August 2012, 21:45 Uhr (MESZ)

Deutscher Teilnehmer:

Silvio Schirrmeister Deutschland  GER (50,21 s / als 4. seines Vorlaufs ausgeschieden)

Félix Sánchez erzielte die gleiche Zeit wie beim Olympiasieg 2004 in Athen.

3000 m HindernisBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Ezekiel Kemboi Kenia  KEN 8:18,56
2 Mahiedine Mekhissi-Benabbad Frankreich  FRA 8:19,08
3 Abel Kiprop Mutai Kenia  KEN 8:19,73
4 Roba Gari Athiopien  ETH 8:20,00
5 Brimin Kiprop Kipruto Kenia  KEN 8:23,03
6 Evan Jager Vereinigte Staaten  USA 8:23,87
7 Hamid Ezzine Marokko  MAR 8:24,90
8 Donald Cabral Vereinigte Staaten  USA 8:25,91

Finale: 5. August 2012, 22:25 Uhr (MESZ)

Deutscher Teilnehmer:

Steffen Uliczka Deutschland  GER (8:41,08 min / als 13. seines Vorlaufs ausgeschieden)

4 × 100 m StaffelBearbeiten

 
Ergebnistafel mit dem Staffelresultat
Platz Land Athleten Zeit (s)
1 Jamaika  Jamaika Nesta Carter
Michael Frater
Yohan Blake
Usain Bolt
im Vorlauf außerdem:
Kemar Bailey-Cole
36,84 WR
2 Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago Keston Bledman
Marc Burns
Emmanuel Callender
Richard Thompson
38,12
3 Frankreich  Frankreich Jimmy Vicaut
Christophe Lemaitre
Pierre-Alexis Pessonneaux
Ronald Pognon
38,16
4 Japan  Japan Ryōta Yamagata
Masashi Eriguchi
Shinji Takahira
Shōta Iizuka
38,35
5 Niederlande  Niederlande Brian Mariano
Churandy Martina
Giovanni Codrington
Patrick van Luijk
38,39
6 Australien  Australien Anthony Alozie
Isaac Ntiamoah
Andrew McCabe
Joshua Ross
38,43
DSQ Kanada  Kanada Gavin Smellie
Oluseyi Smith
Jared Connaughton
Justyn Warner
DOP Vereinigte Staaten  USA Trell Kimmons
Justin Gatlin
Tyson Gay (DOP)
Ryan Bailey
im Vorlauf außerdem:
Jeffery Demps
Darvis Patton

Finale: 11. August 2012, 22:00 Uhr (MESZ)

Deutschland  Deutschland (38,37 s / als 6. ihres Vorlaufs ausgeschieden)

Die kanadische Stafette lief auf dem dritten Platz ein, wurde aber wegen Betretens der Bahnbegrenzung disqualifiziert.

Der US-Amerikaner Tyson Gay musste seine Medaille wegen eines Dopingfalles abgeben.[5] Im Mai 2015 wurde der gesamten US-amerikanischen Staffel die Silbermedaille aberkannt.[6]

4 × 400 m StaffelBearbeiten

Platz Land Athleten Zeit (min)
1 Bahamas  Bahamas Chris Brown
Demetrius Pinder
Michael Mathieu
Ramon Miller
2:56,72 NR
2 Vereinigte Staaten  USA Bryshon Nellum
Joshua Mance
Tony McQuay
Angelo Taylor
im Vorlauf außerdem:
Manteo Mitchell
2:57,05 
3 Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago Lalonde Gordon
Jarrin Solomon
Ade Alleyne-Forte
Deon Lendore
2:59,40 NR
4 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Conrad Williams
Jack Green
David Greene
Martyn Rooney
2:59,53
5 Russland  Russland Maxim Dyldin
Denis Alexejew
Wladimir Krasnow
Pawel Trenichin
3:00,09
6 Belgien  Belgien Kevin Borlée
Antoine Gillet
Jonathan Borlée
Michael Bultheel
im Vorlauf außerdem:
Nils Duerinck
3:01,83
7 Venezuela  Venezuela Arturo Ramírez
Alberto Aguilar
Albert Bravo
Omar Longart
im Vorlauf außerdem:
José Melendez
3:02,18
8 Sudafrika  Südafrika Shaun de Jager
Willem de Beer
Louis Jacobus van Zyl
Oscar Pistorius
im Vorlauf außerdem:
Ofentse Mogawane
3:03,46
DNF Kuba  Kuba William Collazo
Raidel Acea
Noel Ruíz
Omar Cisneros
im Vorlauf außerdem:
Orestes Rodríguez

Finale: 10. August 2012, 22:20 Uhr (MESZ)

Deutschland  Deutschland (3:03,50 min / als 6. ihres Vorlaufs ausgeschieden)

Der Endlauf wurde mit neun Stafetten gestartet, da im Vorlauf der Südafrikaner Ofentse Mogawane durch den Kenianer Vincent Mumo behindert worden war und deshalb seine Mannschaft das Rennen nicht beenden konnte. Manteo Mitchell (USA) hatte im Vorlauf trotz eines Beinbruchs das Ziel erreicht, den er sich drei Tage zuvor bei einem Sturz im olympischen Dorf zugezogen hatte und der zunächst nicht als solcher diagnostiziert worden war.

20 km GehenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Chen Ding China Volksrepublik  CHN 1:18:46 OR
2 Erick Barrondo Guatemala  GUA 1:18:57
3 Wang Zhen China Volksrepublik  CHN 1:19:25
4 Cai Zelin China Volksrepublik  CHN 1:19:44
5 Miguel Ángel López Spanien  ESP 1:19:49
6 Eder Sánchez Mexiko  MEX 1:19:52
7 Jared Tallent Australien  AUS 1:20:02
8 Bertrand Moulinet Frankreich  FRA 1:20:12

4. August 2012, 18:00 Uhr (MESZ)

Deutscher Teilnehmer:
André Höhne Deutschland  GER (1:22:02 h / 21.)

Sämtliche russische Geher wurden wie auch im 50-km-Gehen in diesem Wettbewerb wegen Dopingvergehens disqualifiziert. Dies waren Waleri Bortschin, der den Wettkampf wenige Kilometer vor dem Ziel aufgab[13], Wladimir Kanaikin, der den Wettkampf ebenfalls aufgegeben hatte[14] und Andrei Kriwow, der wegen Verstoßes gegen die Gehregeln disqualifiziert worden war.[15]

50 km GehenBearbeiten

 
Der Australier Jared Tallent gewann das 50 km Gehen
Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Jared Tallent Australien  AUS 3:36:53 OR
2 Si Tianfeng China Volksrepublik  CHN 3:37:16
3 Robert Heffernan Irland  IRL 3:37:54 NR
4 Li Jianbo China Volksrepublik  CHN 3:39:01
5 Matej Tóth Slowakei  SVK 3:41:24
6 Łukasz Nowak Polen  POL 3:42:47
7 Koichiro Morioka Japan  JPN 3:43:14
8 André Höhne Deutschland  GER 3:46:26

11. August 2012, 10:00 Uhr (MESZ)

Deutsche Teilnehmer:

André Höhne Deutschland  GER (3:44:26 h / 8.)

Christopher Linke Deutschland  GER (3:49:19 h / 21.)

Sämtlichen Russen wurden wie schon über 20-km-Gehen in diesem Wettbewerb wegen Dopingvergehens ihre Medaillen und Platzierungen aberkannt. Dies waren Sergei Kirdjapkin, der zunächst als Erster im Ziel war[16], sowie die zunächst fünft- und sechstplatzierten Igor Jerochin[17] und Sergei Bakulin.[18]

HochsprungBearbeiten

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Iwan Uchow Russland  RUS 2,38
2 Erik Kynard Vereinigte Staaten  USA 2,33
3 Robert Grabarz Vereinigtes Konigreich  GBR 2,29
Mutaz Essa Barshim Katar  QAT
Derek Drouin Kanada  CAN
6 Jamie Nieto Vereinigte Staaten  USA 2,29
7 Bohdan Bondarenko Ukraine  UKR 2,29
8 Michael Mason Kanada  CAN 2,29

Finale: 7. August 2012, 20:00 Uhr (MESZ)

StabhochsprungBearbeiten

 
Renaud Lavillenie: verdienter Sieger in einem bis zum Schluss spannenden Wettbewerb
Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Renaud Lavillenie Frankreich  FRA 5,97 OR
2 Björn Otto Deutschland  GER 5,91
3 Raphael Holzdeppe Deutschland  GER 5,91
4 Dmitri Starodubzew Russland  RUS 5,75
5 Steven Lewis Vereinigtes Konigreich  GBR 5,75
Jewgeni Lukjanenko Russland  RUS
7 Konstandinos Filippidis Griechenland  GRE 5,65
8 Jan Kudlička Tschechien  CZE 5,65

Finale: 10. August 2012, 20:00 Uhr (MESZ)

Weiterer deutscher Teilnehmer:

Malte Mohr Deutschland  GER (5,50 m / 9. im Finale)

Der Ukrainer Maksym Masuryk wurde 2016 nachträglich disqualifiziert, nachdem bei der Überprüfung seiner Dopingprobe Dehydrochlormethyltestosteron festgestellt worden war.[19]

WeitsprungBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Greg Rutherford Vereinigtes Konigreich  GBR 8,31
2 Mitchell Watt Australien  AUS 8,16
3 Will Claye Vereinigte Staaten  USA 8,12
4 Michel Tornéus Schweden  SWE 8,11
5 Sebastian Bayer Deutschland  GER 8,10
6 Christopher Tomlinson Vereinigtes Konigreich  GBR 8,07
7 Mauro Vinícius da Silva Brasilien  BRA 8,01
8 Godfrey Khotso Mokoena Sudafrika  RSA 7,93

Finale: 4. August 2012, 20:55 Uhr (MESZ)

Weitere deutsche Teilnehmer:

Christian Reif Deutschland  GER (7,92 m / als 9. seiner Qualifikationsgruppe ausgeschieden)

Alyn Camara Deutschland  GER (7,72 m / als 13. seiner Qualifikationsgruppe ausgeschieden)

DreisprungBearbeiten

 
Der US-Amerikaner Christian Taylor gewann den Dreisprung mit starker Leistung
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Christian Taylor Vereinigte Staaten  USA 17,81
2 Will Claye Vereinigte Staaten  USA 17,62
3 Fabrizio Donato Italien  ITA 17,48
4 Daniele Greco Italien  ITA 17,34
5 Leevan Sands Bahamas  BAH 17,19
6 Benjamin Compaoré Frankreich  FRA 17,08
7 Tosin Oke Nigeria  NGR 16,95
8 Alexis Copello Kuba  CUB 16,92

Finale: 9. August 2012, 20:20 Uhr (MESZ)

KugelstoßenBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Tomasz Majewski Polen  POL 21,89
2 David Storl Deutschland  GER 21,86
3 Reese Hoffa Vereinigte Staaten  USA 21,23
4 Christian Cantwell Vereinigte Staaten  USA 21,19
5 Dylan Armstrong Kanada  CAN 20,93
6 Germán Lauro Argentinien  ARG 20,84 NR
7 Asmir Kolašinac Serbien  SRB 20,71
8 Pawel Lyschyn Weissrussland  BLR 20,69

Finale: 3. August 2012, 21:30 Uhr (MESZ)

Weiterer deutscher Teilnehmer:

Ralf Bartels Deutschland  GER (20,00 m / als 7. seiner Qualifikationsgruppe ausgeschieden)

Der Weißrusse Andrej Michnewitsch, Bronzemedaillengewinner von Peking, belegte in der Qualifikation mit 19,89 m Platz acht und war damit ausgeschieden. Anfang März 2013 wurden bei einem nachträglichen Dopingtest in einer Probe von den Weltmeisterschaften 2005 Spuren von verbotenen Substanzen gefunden. Die IAAF bestätigte im Juli 2013 eine lebenslange Sperre, die daraufhin von der Disziplinar-Kommission der weißrussischen Anti-Doping-Agentur verhängt worden war.[20]

DiskuswurfBearbeiten

 
Robert Harting – nach Weltmeister- und Europameister-Titel jetzt auch Olympiasieger
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Robert Harting Deutschland  GER 68,27
2 Ehsan Hadadi Iran  IRI 68,18
3 Gerd Kanter Estland  EST 68,03
4 Virgilijus Alekna Litauen  LTU 67,38
5 Piotr Małachowski Polen  POL 67,19
6 Martin Wierig Deutschland  GER 65,85
7 Frank Casañas Spanien  ESP 65,56
8 Vikas Gowda Indien  IND 64,79

Finale: 7. August 2012, 20:45 Uhr (MESZ)

Weiterer deutscher Teilnehmer:

Markus Münch Deutschland  GER (59,95 m / als 14. seiner Qualifikationsgruppe ausgeschieden)

Österreichischer Teilnehmer:

Gerhard Mayer Osterreich  AUT (60,81 m / als 14. seiner Qualifikationsgruppe ausgeschieden)

HammerwurfBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Krisztián Pars Ungarn  HUN 80,59
2 Primož Kozmus Slowenien  SLO 79,36
3 Kōji Murofushi Japan  JPN 78,71
4 Oleksij Sokyrskyj Ukraine  UKR 78,25
5 Kirill Ikonnikow Russland  RUS 77,86
6 Lukáš Melich Tschechien  CZE 77,17
7 Szymon Ziółkowski Polen  POL 77,10
8 Nicola Vizzoni Italien  ITA 76,07

Finale: 5. August 2012, 21:20 Uhr (MESZ)

In dieser Disziplin gab es drei Dopingfälle: Der Weißrusse Iwan Zichan, der bereits mehrfach von dopingbedingten Aberkennungen seiner unrechtmäßig gewonnenen Medaillen betroffen war, durfte nach positiven Dopingtests gar nicht erst zu den Spielen anreisen.[21]

Der Weißrusse Pavel Kryvitski, der in der Qualifikation ausgeschieden war, wurde vom IOC nachträglich disqualifiziert. Bei Nachuntersuchungen seiner Dopingprobe wurden die verbotenen Substanzen Dehydrochlormethyltestosteron und Stanozolol nachgewiesen.[22]

Der im Finale zunächst fünftplatzierte Russe Kirill Ikonnikow wurde ebenfalls vom IOC nachträglich wegen Dopingmissbrauchs disqualifiziert. Bei Nachuntersuchungen seiner Dopingprobe wurde die verbotene Substanz Dehydrochlormethyltestosteron nachgewiesen.[23]

SpeerwurfBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Keshorn Walcott Trinidad und Tobago  TTO 84,58 NR
2 Antti Ruuskanen Finnland  FIN 84,12
3 Vítězslav Veselý Tschechien  CZE 83,34
4 Tero Pitkämäki Finnland  FIN 82,80
5 Andreas Thorkildsen Norwegen  NOR 82,63
6 Spiridon Lebesis Griechenland  GRE 81,91
7 Tino Häber Deutschland  GER 81,21
8 Stuart Farquhar Neuseeland  NZL 80,22

Finale: 11. August 2012, 20:20 Uhr (MESZ)

Weiterer deutscher Teilnehmer:

Matthias de Zordo Deutschland  GER (kein gültiger Versuch in der Qualifikation)

Der zunächst zweitplatzierte Ukrainer Oleksandr Pjatnyzja wurde 2016 als Dopingsünder entlarvt und nachträglich disqualifiziert. Bei Nachuntersuchungen seiner Dopingprobe wurde die verbotene Substanz Dehydrochlormethyltestosteron nachgewiesen.[24]

ZehnkampfBearbeiten

 
Der US-Amerikaner Ashton Eaton krönte sich zum König der Athleten
Platz Athlet Land Punkte
1 Ashton Eaton Vereinigte Staaten  USA 8869
2 Trey Hardee Vereinigte Staaten  USA 8671
3 Leonel Suárez Kuba  CUB 8523
4 Hans Van Alphen Belgien  BEL 8447
5 Damian Warner Kanada  CAN 8442
6 Rico Freimuth Deutschland  GER 8320
7 Oleksij Kasjanow Ukraine  UKR 8283
8 Sergei Swiridow Russland  RUS 8219

8./9. August 2012, 10:00 Uhr (MESZ)

Weitere deutsche Teilnehmer:

Pascal Behrenbruch Deutschland  GER (8126 Punkte / 10.)

Jan Felix Knobel Deutschland  GER (verletzt abgebrochen)

Resultate FrauenBearbeiten

100 mBearbeiten

 
Sieg mir drei Hundertstelsekunden für Shelly-Ann Fraser-Pryce aus Jamaika
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Shelly-Ann Fraser-Pryce Jamaika  JAM 10,75
2 Carmelita Jeter Vereinigte Staaten  USA 10,78
3 Veronica Campbell-Brown Jamaika  JAM 10,81
4 Tianna Madison Vereinigte Staaten  USA 10,85
5 Allyson Felix Vereinigte Staaten  USA 10,89
6 Kelly-Ann Baptiste Trinidad und Tobago  TTO 10,94
7 Murielle Ahouré Elfenbeinküste  CIV 11,00
8 Blessing Okagbare Nigeria  NGR 11,01

Finale: 4. August 2012, 22:55 Uhr (MESZ)
Wind: +1,5 m/s

Deutsche Teilnehmerinnen:

Verena Sailer Deutschland  GER (11,25 s / als 6. ihres Halbfinales ausgeschieden)

Tatjana Pinto Deutschland  GER (11,39 s / als 4. ihres Vorlaufs ausgeschieden)

Die Sprinterin Tameka Williams aus St. Kitts und Nevis gab die Einnahme verbotener Mittel nach einem positiven Test zu und musste das Olympische Dorf vor Beginn der Wettkämpfe verlassen.[25]

200 mBearbeiten

 
Über 200 Meter ging das Duell USA gegen Jamaika umgekehrt aus: Die US-Amerikanerin Allyson Felix siegte mit klarem Vorsprung
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Allyson Felix Vereinigte Staaten  USA 21,88
2 Shelly-Ann Fraser-Pryce Jamaika  JAM 22,09
3 Carmelita Jeter Vereinigte Staaten  USA 22,14
4 Veronica Campbell-Brown Jamaika  JAM 22,38
5 Sanya Richards-Ross Vereinigte Staaten  USA 22,39
6 Murielle Ahouré Elfenbeinküste  CIV 22,57
7 Myriam Soumaré Frankreich  FRA 22,63
8 Semoy Hackett Trinidad und Tobago  TTO 22,87

Finale: 8. August 2012, 22:00 Uhr (MESZ)
Wind: −0,2 m/s

Schweizer Teilnehmerin:

Léa Sprunger Schweiz  SUI (23,27 s / als 4. ihres Vorlaufs ausgeschieden)

Die Sprinterin Tameka Williams aus St. Kitts und Nevis gab die Einnahme verbotener Mittel nach einem positiven Test zu und musste das olympische Dorf verlassen.[25]

400 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Sanya Richards-Ross Vereinigte Staaten  USA 49,55
2 Christine Ohuruogu Vereinigtes Konigreich  GBR 49,70
3 DeeDee Trotter Vereinigte Staaten  USA 49,72
4 Amantle Montsho Botswana  BOT 49,75
5 Novlene Williams-Mills Jamaika  JAM 50,11
6 Antonina Kriwoschapka Russland  RUS 50,17
7 Francena McCorory Vereinigte Staaten  USA 50,33
8 Rosemarie Whyte Jamaika  JAM 50,79

Finale: 5. August 2012, 22:10 Uhr (MESZ)

800 mBearbeiten

 
Die Südafrikanerin Caster entschied das Rennen über 800 Meter für sich
Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Caster Semenya Sudafrika  RSA 1:57,23
2 Jekaterina Poistogowa Russland  RUS 1:57,53
3 Pamela Jelimo Kenia  KEN 1:57,59
4 Alysia Montaño Vereinigte Staaten  USA 1:57,93
5 Francine Niyonsaba Burundi  BDI 1:59,63
5 Janeth Jepkosgei Busienei Kenia  KEN 2:00,19
DOP Jelena Arschakowa Russland  RUS
Marija Sawinowa Russland  RUS

Finale: 11. August 2012, 21:00 Uhr (MESZ)

In diesem Wettbewerb gab es zwei gedopte Finalistinnen.

2013 wurde Jelena Arschakowa, die in 1:59,21 min auf den sechsten Platz gekommen war, wegen anomaler Werte in ihrem biologischen Pass gesperrt. Ihr Ergebnis wurde nachträglich annulliert.[27]

Im Februar 2017 wurde auch der Russin Marija Sawinowa Ihre ursprünglich gewonnene Goldmedaille vom CAS wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[26] Silber erhielt daraufhin die später selbst wegen Dopingmissbrauchs für zwei Jahre gesperrte Russin Jekaterina Poistogowa.[59]

1500 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Maryam Yusuf Jamal Bahrain  BRN 4:10,74
2 Tatjana Tomaschowa Russland  RUS 4:10,90
3 Abeba Aregawi Athiopien  ETH 4:11,03
4 Shannon Rowbury Vereinigte Staaten  USA 4:11,26
5 Lucia Klocová Slowakei  SVK 4:12,64
6 Lisa Dobriskey Vereinigte Staaten  USA 4:13,02
7 Laura Weightman Vereinigtes Konigreich  GBR 4:15,60
8 Hellen Obiri Kenia  KEN 4:16,57

Finale: 10. August 2012, 21:55 Uhr (MESZ)

Deutsche Teilnehmerin:

Corinna Harrer Deutschland  GER (4:05,70 min / als 5. ihres Halbfinales ausgeschieden)

Es gab insgesamt fünf Dopingfälle für diese Disziplin, vier davon betrafen Finalteilnehmerinnen:

Die Marokkanerin Mariem Alaoui Selsouli war wegen Dopings kurz vor den Spielen gesperrt worden.[28]

Im Mai 2013 wurde öffentlich, dass bei Aslı Çakır Alptekin, die mit 4:10,23 min als Erste ins Ziel gekommen war, Blutwerte, die auf Doping hinweisen, gefunden wurden.[29] Da der türkische Verband keine Sperre verhängte, klagte die IAAF vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS. So wurde die Athletin im August 2015 für acht Jahre gesperrt, ihre Ergebnisse ab dem 29. Juli 2010 wurden annulliert.[30]

Zwei weitere Dopingfälle wurden bekannt, die Sünderinnen wurden nachträglich disqualifiziert, die Weißrussin Natallja Karejwa nach Manipulation ihres biologischen Passes – Sperre bis August 2016, Streichung ihrer Resultate seit 2010 – sowie die Russin Jekaterina Kostezkaja, die im August 2011 auffällig wurde – Sperre bis Januar 2015, Streichung ihrer Resultate seit 2011.[31]

Ende März 2017 wurde auch die zunächst nachgerückte Siegerin Gamze Bulut aus der Türkei wegen Blutunregelmäßigkeiten in ihrem Blutpass von der IAAF gesperrt, der Olympiasieg wurde ihr aberkannt.[32]

5000 mBearbeiten

 
Schlussphase im 5000-m-Lauf mit Tirunesh Dibabe vor der späteren Siegerin Mesert Defar und Vivian Cheruiyot
Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Meseret Defar Athiopien  ETH 15:04,25
2 Vivian Jepkemoi Cheruiyot Kenia  KEN 15:04,73
3 Tirunesh Dibaba Athiopien  ETH 15:05,15
4 Sally Kipyego Kenia  KEN 15:05,79
5 Gelete Burka Athiopien  ETH 15:10,66
6 Viola Jelagat Kibiwot Kenia  KEN 15:11,59
7 Joanne Pavey Vereinigtes Konigreich  GBR 15:12,72
8 Julia Bleasdale Vereinigtes Konigreich  GBR 15:14,55

Finale: 10. August 2012, 21:05 Uhr (MESZ)

10.000 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Tirunesh Dibaba Athiopien  ETH 30:20,75
2 Sally Kipyego Kenia  KEN 30:26,37
3 Vivian Cheruiyot Kenia  KEN 30:30,44
4 Werknesh Kidane Athiopien  ETH 30:39,38
5 Belaynesh Oljira Athiopien  ETH 30:45,56
6 Shitaye Eshete Bahrain  BRN 30:47,25 NR
7 Joanne Pavey Vereinigtes Konigreich  GBR 30:53,20
8 Julia Bleasdale Vereinigtes Konigreich  GBR 30:55,63

3. August 2012, 22:25 Uhr (MESZ)

Deutsche Teilnehmerin:

Sabrina Mockenhaupt Deutschland  GER (31:50,35 min / 17. im Finale)

Die zunächst auf Platz neunzehn eingelaufene Russin Jelisaweta Gretschischnikowa wurde 2013 des Dopings überführt und bis August 2015 gesperrt, alle ihre Ergebnisse seit August 2009 wurden annulliert.[33]

MarathonBearbeiten

 
Marathon-Olympiasiegerin Tiki Gelana aus Äthiopien
Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Tiki Gelana Athiopien  ETH 2:23:07 OR
2 Priscah Jeptoo Kenia  KEN 2:23:12
3 Tatjana Petrowa Russland  RUS 2:23:29
4 Mary Jepkosgei Keitany Kenia  KEN 2:23:56
5 Tetjana Hamera-Schmyrko Ukraine  UKR 2:24:32 NR
6 Zhu Xiaolin China Volksrepublik  CHN 2:24:48
7 Jéssica Augusto Portugal  POR 2:25:11
8 Valeria Straneo Italien  ITA 2:25:27

5. August 2012, 12:00 Uhr (MESZ)

Deutsche Teilnehmerinnen:

Irina Mikitenko Deutschland  GER (2:26:44 h / 14.)

Susanne Hahn Deutschland  GER (2:30:22 h / 32.)

Schweizer Teilnehmerin:

Maja Neuenschwander Schweiz  SUI (2:34:50 h / 53.)

Österreichische Teilnehmerin:

Andrea Mayr Osterreich  AUT (2:34:51 h / 54.)

100 m HürdenBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Sally Pearson Australien  AUS 12,35 OR
2 Dawn Harper Vereinigte Staaten  USA 12,37
3 Kellie Wells Vereinigte Staaten  USA 12,48
4 LoLo Jones Vereinigte Staaten  USA 12,58
5 Phylicia George Kanada  CAN 12,65
6 Jessica Zelinka Kanada  CAN 12,69
7 Beate Schrott Osterreich  AUT 13,07
DOP Nevin Yanıt Turkei  TUR

Finale: 7. August 2012, 22:10 Uhr (MESZ)
Wind: −0,2 m/s

Deutsche Teilnehmerinnen:

Cindy Roleder Deutschland  GER (13,02 s / 7. ihres Halbfinales)

Carolin Nytra Deutschland  GER (13,31 s / 7. ihres Halbfinales)

Schweizer Teilnehmerin:

Noemi Zbären Schweiz  SUI (13,33 s / 6. ihres Vorlaufs)

Die zunächst auf Platz fünf ins Ziel gekommene Türkin Nevin Yanıt wurde im August 2013 des Dopings mit Stanozolol und Testosteron überführt und für drei Jahre gesperrt.[34] Ihre Ergebnisse wurden rückwirkend vom 28. Juni 2012 an annulliert.[35]

400 m HürdenBearbeiten

 
Im 400-Meter-Hürdenlauf war am Ende der Startkurve noch alles offen
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Natalja Antjuch Russland  RUS 52,70
2 Lashinda Demus Vereinigte Staaten  USA 52,77
3 Zuzana Hejnová Tschechien  CZE 53,38
4 Kaliese Spencer Jamaika  JAM 53,66
5 Georganne Moline Vereinigte Staaten  USA 53,92
6 T’erea Brown Vereinigte Staaten  USA 55,07
7 Denisa Rosolová Tschechien  CZE 55,27
8 Muizat Ajoke Odumosu Nigeria  NGR 55,31

Finale: 8. August 2012, 20:45 Uhr (MESZ)

Die syrische Teilnehmerin Ghofrane Mohamed (oft auch als Ghfran Almouhamad benannt) wurde nach ihrem Rennen positiv auf Methylhexanamin getestet mit der Folge einer sechsmonatigen Sperre.[36]

3000 m HindernisBearbeiten

 
Die Hindernisolympiasiegerin Habiba Ghribi aus Tunesien
Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Habiba Ghribi Tunesien  TUN 9:08,37 NR
2 Sofia Assefa Athiopien  ETH 9:09,84
3 Milcah Chemos Cheywa Kenia  KEN 9:09,88
4 Hiwot Ayalew Athiopien  ETH 9:12,98
5 Etenesh Diro Athiopien  ETH 9:19,89 PB
6 Antje Möldner-Schmidt Deutschland  GER 9:21,78 SB
7 Gesa Felicitas Krause Deutschland  GER 9:23,52 PB
8 Emma Coburn Vereinigte Staaten  USA 9:23,54 PB

Finale: 6. August 2012, 22:05 Uhr (MESZ)

Hier kam es zu vier dopingebdingten Disqualifikationen:

Der ursprünglichen russischen Erstplatzierten, Julija Saripowa, wurde 2016 rückwirkend die Goldmedaille wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[37]

Die Wertung der auf Platz zwölf eingelaufenen Spanierin Marta Domínguez wurde gestrichen, da diese ebenfalls des Dopingmissbrauchs überführt worden war.[38]

Im Mai 2015 wurde die Ukrainerin Svetlana Schmidt – als Elfte des dritten Vorlaufs ausgeschieden – wegen Auffälligkeiten in ihrem biologischem Pass nachträglich disqualifiziert.[39] Die Türkin Binnaz Uslu – im ersten Vorlauf als Letzte ins Ziel gekommen – erhielt 2014 eine lebenslange Sperre wegen wiederholten Dopings, die rückwirkend vom 30. August 2011 an wirksam wurde.[40][41]

4 × 100 m StaffelBearbeiten

Platz Land Athletinnen Zeit (s)
1 Vereinigte Staaten  USA Tianna Madison
Allyson Felix
Bianca Knight
Carmelita Jeter
im Vorlauf außerdem:
Jeneba Tarmoh
Lauryn Williams
40,82 WR
2 Jamaika  Jamaika Shelly-Ann Fraser-Pryce
Sherone Simpson
Veronica Campbell-Brown
Kerron Stewart
im Vorlauf außerdem:
Samantha Henry-Robinson
Schillonie Calvert
41,41 NR
3 Ukraine  Ukraine Olesja Powch
Chrystyna Stuj
Marija Rjemjen
Jelysaweta Bryshina
42,04 NR
4 Nigeria  Nigeria Christy Udoh
Gloria Asumnu
Oludamola Osayomi
Blessing Okagbare
42,64
5 Deutschland  Deutschland Leena Günther
Anne Cibis
Tatjana Pinto
Verena Sailer
42,67
6 Niederlande  Niederlande Kadene Vassel
Dafne Schippers
Eva Lubbers
Jamile Samuel
42,70
7 Brasilien  Brasilien Ana Cláudia Silva
Franciela Krasucki
Evelyn Dos Santos
Rosângela Santos
42,91
DNF Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago Michelle-Lee Ahye
Kelly-Ann Baptiste
Kai Selvon
Semoy Hackett

Finale: 10. August 2012, 21:40 Uhr (MESZ)

Schweiz  Schweiz (43,54 s / 7. ihres Vorlaufs)

4 × 400 m StaffelBearbeiten

 
Die über 4 × 400 m siegreiche US-Staffel
Platz Land Athletinnen Zeit (min)
1 Vereinigte Staaten  USA DeeDee Trotter
Allyson Felix
Francena McCorory
Sanya Richards-Ross
im Vorlauf außerdem:
Keshia Baker
Diamond Dixon
3:16,87
2 Jamaika  Jamaika Christine Day
Rosemarie Whyte
Shericka Williams
Novlene Williams-Mills
im Vorlauf außerdem:
Shareefa Lloyd
3:20,95
3 Ukraine  Ukraine Alina Lohwynenko
Olha Semljak
Hanna Jaroschtschuk
Natalija Pyhyda
3:23,57
4 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Shana Cox
Lee McConnell
Perri Shakes-Drayton
Christine Ohuruogu
im Vorlauf außerdem:
Eilidh Doyle
3:24,76
5 Frankreich  Frankreich Phara Anacharsis
Muriel Hurtis
Marie Gayot
Floria Gueï
3:25,92
6 Tschechien  Tschechien Denisa Rosolová
Zuzana Bergrová
Jitka Bartoničková
Zuzana Hejnová
3:27,77
DSQ Nigeria  Nigeria Omolare Omotosho
Muizat Ajike Odumosum
Regina George
Bukola Abogunloko
im Vorlauf außerdem:
Idara Otu
DOP Russland  Russland Julija Guschtschina
Antonina Kriwoschapka
Tatjana Firowa
Natalja Antjuch
im Vorlauf außerdem:
Natalja Nasarowa
Anastassja Kapatschinskaja

Finale: 11. August 2012, 21:25 Uhr (MESZ)

Deutschland  Deutschland (3:31,06 min / 8. ihres Vorlaufs)

Am 1. Februar 2017 gab das IOC bekannt, dass die russische Läuferin Antonina Kriwoschapka bei Nachkontrollen positiv getestet wurde. Bei der verbotenen Substanz handelt es sich um das anabole Steroid Dehydrochlormethyltestosteron (Turinabol). Somit verloren die russischen Staffelläuferinnen ihre Medaillen, Jamaika rückte auf den Silberrang und die Ukraine auf den Bronzerang vor.[42]

Am 30. November 2017 gab das IOC bekannt, dass auch die im Vorlauf eingesetzte Natalja Nasarowa bei Nachtests der Einnahme von Dehydrochlormethyltestosteron überführt wurde.[43]

20 km GehenBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Jelena Laschmanowa Russland  RUS 1:25:02 WR
2 Qoijing Gyi China Volksrepublik  CHN 1:25:16 AS
3 Liu Hong China Volksrepublik  CHN 1:26:00
4 Anissja Kirdjapkina Russland  RUS 1:26:26
5 Lü Xiuzhi China Volksrepublik  CHN 1:27:10
6 Elisa Rigaudo Italien  ITA 1:27:36
7 Beatriz Pascual Spanien  ESP 1:27:56
8 Ana Cabecinha Portugal  POR 1:28:03

11. August 2012, 18:00 Uhr (MESZ)

Deutsche Teilnehmerinnen:

Melanie Seeger Deutschland  GER (1:30:44 h / 19.)

Sabine Krantz Deutschland  GER (DNF)

Im Jahr 2016 wurde die Russin Olga Kaniskina (Silber) nachträglich des Dopingmissbrauchs überführt und disqualifiziert.[44]

HochsprungBearbeiten

 
Die Russin Anna Tschitscherowa gewann die Hochsprung-Goldmedaille
Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Anna Tschitscherowa Russland  RUS 2,05
2 Brigetta Barrett Vereinigte Staaten  USA 2,03
3 Swetlana Schkolina Russland  RUS 2,03
4 Ruth Beitia Spanien  ESP 2,00
5 Tia Hellebaut Belgien  BEL 1,97
6 Chaunté Lowe Vereinigte Staaten  USA 1,97
7 Svetlana Radzivil Usbekistan  UZB 1,97
8 Emma Green Tregaro Schweden  SWE 1,93

Finale: 11. August 2012, 20:00 Uhr (MESZ)

Deutsche Teilnehmerin:

Ariane Friedrich Deutschland  GER (1,93 m / als 8. ihrer Qualifikationsgruppe ausgeschieden)

StabhochsprungBearbeiten

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Jennifer Suhr Vereinigte Staaten  USA 4,75
2 Yarisley Silva Kuba  CUB 4,75 NRe
3 Jelena Issinbajewa Russland  RUS 4,70
4 Silke Spiegelburg Deutschland  GER 4,65
5 Martina Strutz Deutschland  GER 4,55
6 Lisa Ryzih Deutschland  GER 4,45
Jiřina Ptáčníková Tschechien  CZE
Holly Bleasdale Vereinigtes Konigreich  GBR

Finale: 6. August 2012, 20:00 Uhr (MESZ)

Schweizer Teilnehmerin:

Nicole Büchler Schweiz  SUI (4,25 m / 11. ihrer Qualifikationsgruppe)

WeitsprungBearbeiten

 
Weitsprung-Siegerin Brittney Reese aus den Vereinigten Staaten
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Brittney Reese Vereinigte Staaten  USA 7,12
2 Jelena Sokolowa Russland  RUS 7,07
3 Janay DeLoach Vereinigte Staaten  USA 6,89
4 Ineta Radēviča Lettland  LAT 6,88
5 Ljudmila Koltschanowa Russland  RUS 6,76
6 Éloyse Lesueur Frankreich  FRA 6,67
7 Shara Proctor Vereinigtes Konigreich  GBR 6,55
8 Weranika Schutkowa Weissrussland  BLR 6,54

Finale: 8. August 2012, 21:05 Uhr (MESZ)

Deutsche Teilnehmerin:

Sosthene Moguenara Deutschland  GER (6,23 m / 10. ihrer Qualifikationsgruppe)

Schweizer Teilnehmerin:

Irene Pusterla Schweiz  SUI (6,20 m / 12. ihrer Qualifikationsgruppe)

In dieser Disziplin kam es zu drei Dopingfällen:

Die ursprünglich fünftplatzierte Russin Anna Nasarowa wurde des Dopingmissbrauchs mittels Dehydrochlormethyltestosterone (Oral-Turinabol) überführt, was ihre Disqualifikation zur Folge hatte.[45]

Auch die Weißrussin Nastassja Mirontschyk-Iwanowa, die ursprünglich Rang sieben belegt hatte, wurde nach positiver Dopingprobe disqualifiziert.[46]

Die für das Finale qualifizierte Türkin Karin Melis Mey wurde wegen einer Dopingprobe, die bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki positiv getestet worden war, vom Finale ausgeschlossen. Der Leichtathletikweltverband IAAF hatte zu spät vom Dopingverstoß der Athletin erfahren, um die Teilnahme an der Weitsprungqualifikation in London zu verhindern.[47]

Schon vor den Spielen war die Griechin Paraskevi Papachristou wegen eines rassistischen Kommentars auf Twitter vom griechischen NOK ausgeschlossen worden.[60]

Ein vierter Dopingfall könnte sich bei der Viertplatzierten Radēviča ergeben, denn im November 2018 wurde sie provisorisch suspendiert, da bei ihr in einer nachträglichen Probe das verbotene Mittel Oxandrolon nachgewiesen wurde.[61]

DreisprungBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Olga Rypakowa Kasachstan  KAZ 14,98
2 Caterine Ibargüen Kolumbien  COL 14,80
3 Olha Saladucha Ukraine  UKR 14,79
4 Hanna Knjasjewa Ukraine  UKR 14,56
5 Yamilé Aldama Vereinigtes Konigreich  GBR 14,48
6 Kimberly Williams Jamaika  JAM 14,48
7 Trecia Smith Jamaika  JAM 14,35
8 Yargelis Savigne Kuba  Kuba 14,12

Finale: 5. August 2012, 20:35 Uhr (MESZ)

Im März 2017 wurde die Russin Wiktorija Waljukewitsch, die zunächst Rang acht belegt hatte, nachträglich wegen Dopingmissbrauchs disqualifiziert.[48]

KugelstoßenBearbeiten

 
Die Neuseeländerin Valerie Adams setzte auch hier ihre Erfolgsserie fort
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Valerie Adams Neuseeland  NZL 20,70
2 Gong Lijiao China Volksrepublik  CHN 20,22
3 Li Ling China Volksrepublik  CHN 19,63
4 Michelle Carter Vereinigte Staaten  USA 19,42
5 Liu Xiangrong China Volksrepublik  CHN 19,18
6 Geisa Arcanjo Brasilien  BRA 19,02
7 Irina Tarassowa Russland  RUS 19,00
8 Natalia Duco Chile  CHI 18,80

Finale: 6. August 2012, 20:15 Uhr (MESZ)

Deutsche Teilnehmerinnen:

Christina Schwanitz Deutschland  GER (18,47 m / 9. im Finale)

Nadine Kleinert Deutschland  GER (18,36 m / als 7. ihrer Qualifikationsgruppe ausgeschieden)

Josephine Terlecki Deutschland  GER (17,78 m / als 8. ihrer Qualifikationsgruppe ausgeschieden)

Am 13. August 2012 wurde der Weißrussin Nadseja Astaptschuk (21,36 m) die Goldmedaille wegen Dopingmissbrauchs aberkannt. Sie war zweimal positiv auf Anabolika getestet worden.[49]

Im August 2016 wurde auch der ursprünglich zweitplatzierten Russin Jewgenija Kolodko die Medaille aberkannt, da auch sie gedopt war.[50]

DiskuswurfBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Sandra Perković Kroatien  CRO 69,11 NR
2 Li Yanfeng China Volksrepublik  CHN 67,22
3 Yarelys Barrios Kuba  CUB 66,38
4 Nadine Müller Deutschland  GER 65,94
5 Mélina Robert-Michon Frankreich  FRA 63,98
6 Krishna Poonia Indien  IND 63,62
7 Stephanie Brown Trafton Vereinigte Staaten  USA 63,01
8 Zinaida Sendriuté Litauen  LTU 61,68

Finale: 4. August 2012, 20:30 Uhr (MESZ)

Weitere deutsche Teilnehmerinnen:

Anna Rüh Deutschland  GER (61,36 m / 9. im Finale)

Julia Fischer Deutschland  GER (60,23 m / als 8. ihrer Qualifikationsgruppe ausgeschieden)

Der zunächst zweitplatzierten Russin Darja Pischtschalnikowa wurde ihre Silbermedaille nach einer positiven Dopingprobe aberkannt. Als Wiederholungstäterin wurde sie vom russischen Leichtathletikverband WFLA für zehn Jahre gesperrt.[51]

HammerwurfBearbeiten

 
Die Polin Anita Wlodarczyk gewann ihren nächsten Titel
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Anita Włodarczyk Polen  POL 77,60 OR
2 Betty Heidler Deutschland  GER 77,12
3 Zhang Wenxiu China Volksrepublik  CHN 76,34
4 Kathrin Klaas Deutschland  GER 76,05
5 Yipsi Moreno Kuba  CUB 74,60
6 Stéphanie Falzon Frankreich  FRA 73,06
7 Joanna Fiodorow Polen  POL 72,37
8 Sophie Hitchon Vereinigtes Konigreich  GBR 69,33

Finale: 10. August 2012, 20:35 Uhr (MESZ)

Betty Heidlers Weite im fünften Versuch wurde aufgrund eines Softwarefehlers zunächst nicht berücksichtigt. Die Weite wurde vom elektronischen Messsystem nicht angenommen, da sie exakt mit der Weite der vor ihr werfenden Lyssenko übereinstimmte und deshalb als Fehler der Kampfrichter interpretiert wurde. Für Heidler wurde dann die Weite der nach ihr werfenden Athletin registriert. Erst durch Nachmessung per Hand konnte die Weite von 77,12 m bestätigt werden.

In diesem Wettbewerb kam es zu gleich sechs Dopingfällen. Betroffen davon waren vier der Finalistinnen sowie eine in der Qualifikation ausgeschiedene Athletin. Darüber hinaus war eine Werferin dopingbedingt bereits vor dem Wettkampf aus ihrem Team gestrichen worden.

Im Oktober 2016 wurde der ursprünglichen Goldmedaillengewinnerin Tatjana Lyssenko aus Russland ihre Medaille wegen Dopings aberkannt.[52]

Die zunächst sechstplatzierte Weißrussin Aksana Mjankowa wurde wegen Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen wie schon 2008 disqualifiziert.[46]

Auch der Moldawierin Zalina Petrivskaya wurde ihr zunächst siebter Platz wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[53]

Marija Bespalowa, ebenfalls aus Russland, hatte sich zunächst auf Rang zehn platziert. Sie erhielt wegen Steroid-Dopings eine vierjährige Wettkampfsperre und ihr Resultat wurde annulliert.[54]
Gulfija Chanafejewa, eine weitere Russin, war in der Qualifikation ausgeschieden. Ihr Ergebnis von den Spielen in London wurde nach einer positiven Dopingprobe annulliert.[55]

Bereits vor Beginn der Spiele war Marina Marghieva aus der Republik Moldau nach einer positiven Dopingprobe aus ihrem Olympia-Team gestrichen worden.[56]

SpeerwurfBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Barbora Špotáková Tschechien  CZE 69,55
2 Christina Obergföll Deutschland  GER 65,16
3 Linda Stahl Deutschland  GER 64,91
4 Sunette Viljoen Sudafrika  RSA 64,53
5 Lü Huihui China Volksrepublik  CHN 63,70
6 Katharina Molitor Deutschland  GER 62,89
7 Martina Ratej Slowenien  SLO 61,62
8 Madara Palameika Lettland  LAT 60,73

Finale: 9. August 2012, 22:00 Uhr (MESZ)

Österreichische Teilnehmerin:

Elisabeth Eberl Osterreich  AUT (49,66 m / als 17. ihrer Qualifikationsgruppe ausgeschieden)

SiebenkampfBearbeiten

 
Heimsieg für die Britin Jessica Ennis als neue Königin der Athletinnen
Platz Athletin Land Punkte
1 Jessica Ennis Vereinigtes Konigreich  GBR 6955 NR
2 Lilli Schwarzkopf Deutschland  GER 6649
3 Austra Skujytė Litauen  LTU 6599
4 Antoinette Nana Djimou Ida Frankreich  FRA 6576
5 Jessica Zelinka Kanada  CAN 6480
6 Kristina Sawizkaja Russland  RUS 6452
7 Laura Ikauniece Lettland  LAT 6414
8 Hanna Kasjanowa Ukraine  UKR 6392

3./4. August 2012

Weitere deutsche Teilnehmerinnen:

Jennifer Oeser Deutschland  GER (5455 Punkte / 30.)

Julia Mächtig Deutschland  GER (5338 Punkte / 31.)

Österreichische Teilnehmerin:

Ivona Dadic Osterreich  AUT (5935 Punkte / 25.)

Schweizer Teilnehmerin:

Ellen Sprunger Schweiz  SUI (6107 Punkte / 19.)

Lilli Schwarzkopf wurde zunächst wegen einer angeblichen Berührung der Bahnmarkierung beim 800-Meter-Lauf disqualifiziert. Es stellte sich jedoch bei der Überprüfung der Videoaufzeichnung heraus, dass ihr irrtümlich der Fuß einer anderen Athletin zugeordnet worden war.

Die ursprünglich Viertplatzierte Ukrainerin Ljudmyla Jossypenko wurde 2013 nachträglich wegen Dopings disqualifiziert und für fünf Jahre gesperrt.[58]

Am 29. November 2016 verlor auch die Bronzemedaillengewinnerin Tatjana Tschernowa ihre Medaille aufgrund des Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen.[57]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Olympische Sommerspiele 2012/Leichtathletik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

VideoBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Falsche Flagge bei Olympia, ntv 26. Juli 2012, abgerufen am 25. September 2018
  2. London 2012 - Olympiastadion, Peter Popp und Emilia Margaretha auf detail.de, 27. Juli 2012, abgerufen am 25. September 2018
  3. IAAF: Qualification System – Games of the XXX Olympiad (Memento vom 23. Oktober 2012 im Internet Archive) (PDF; 118 kB)
  4. IAAF: Entry Standards (Memento vom 23. Oktober 2012 im Internet Archive) (PDF; 13 kB)
  5. a b c US-Staffel muss Olympia-Medaillen zurückgeben, Süddeutsche Zeitung 13. Mai 2015, abgerufen am 25. September 2018
  6. a b US-Staffel verliert Silbermedaille auf sport1.de, 14. Mai 2015, abgerufen am 25. September 2018
  7. a b Kolumbianischer Läufer ausgeschlossen, RP Online, 12. August 2012, abgerufen am 25. September 2018
  8. a b Laalou wegen Doping ausgeschlossen, RP Online, 3. August 2012, abgerufen am 25. September 2018
  9. a b Doping-"Aufdecker" freut sich über Teilerfolg, derStandard (Österreich), 5. August 2012, abgerufen am 25. September 2018
  10. a b Meldung auf France 24 vom 10. August 2012 (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  11. a b Liste der Dopingsünder bei Olympischen Spielen in der Datenbank SportsReference (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  12. a b Meldung der Nachrichtenagentur Associated Press vom 22. November 2013 (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  13. a b Valeriy Borchin magazinos.com (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  14. a b Drastische Strafen für russische Olympiasieger, Süddeutsche Zeitung 20. Januar 2015, abgerufen am 25. September 2018
  15. a b CAS confirms sanctions for Russia’s Evdokimova & Krivov, Sports Integrity Initiative 14. August 2017, abgerufen am 25. September 2018
  16. a b Doping: Russischer Geher Kirdjapkin verliert Olympia-Gold, Süddeutsche Zeitung 24. März 2016, abgerufen am 25. September 2018
  17. a b Olympia-Teilnehmer: Blutpass führt zu Doping-Sperre, Westfälische Nachrichten 24. September 2013, abgerufen am 25. September 2018
  18. a b Doping: Auch sechster russischer Olympia-Geher von 2012 gesperrt, Die Presse 8. August 2017, abgerufen am 25. September 2018
  19. a b Meldung des IOC vom 18. Oktober 2016 (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  20. a b Mitteilung der IAAF vom 31. Juli 2013 (englisch/französisch), abgerufen am 25. September 2018
  21. a b Doping-Betrüger Tichon gewinnt Silber, ntv, 20. August 2016, abgerufen am 25. September 2018
  22. a b IOC-Mitteilung vom 9. August 2016 (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  23. a b Meldung im Portal Sputniknews vom 27. Oktober 2016 (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  24. a b Wegen Doping: Pjatnyzja verliert Medaille, Kicker online 10. August 2016; abgerufen am 25. September 2018
  25. a b c Doping: Sprinterin aus St. Kitts & Nevis gesperrt Frankfurter Rundschau 29. Juli 2012, abgerufen am 25. September 2018
  26. a b The Court of Arbitration for Sport (CAS) imposes four-year period of ineligibility on Russian athlete Mariya Savinova-Farnosova, Internationaler Sportgerichtshof CAS 10. Februar 2017, englisch (PDF; 210 kB), abgerufen am 25. September 2018
  27. a b Caster Semenya in line for 2012 800-meter gold after Mariya Savinova banned. auf espn.com. 10. Februar 2017 (englisch), abgerufen am 25. September 2018.
  28. a b 2012: Prominenter Doping-Fall aus Marokko: Mariem Alaoui Selsouli auf sportschau.de 17. August 2015, abgerufen am 25. September 2018
  29. a b London Olympic 1,500m champion Asli Cakir Alptekin facing life ban after doping charge von Simon Hart, in: The Daily Telegraph. 3. Mai 2013, abgerufen am 25. September 2018
  30. a b Turkey’s Asli Cakir Alptekin stripped of Olympic 1500m title for doping, in: The Guardian, 17. August 2015, abgerufen am 25. September 2018
  31. a b c Verratene Betrüger, verzweifelte Opfer Frankfurter Allgemeine Zeitung 8. März 2016, abgerufen am 25. September 2018
  32. a b Doping – auch neue Siegerin Bulut muss Olympiagold abgeben, Hamburger Abendblatt vom 29. März 2017, abgerufen am 25. September 2018
  33. a b Meldung bei SportingLive vom 25. Oktober 2013 (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  34. a b Pressemitteilung des CAS (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  35. a b Meldung auf YönHaber vom 1. Juli 2015 (türkisch.), abgerufen am 25. September 2018
  36. a b IAAF News 139 auf iaaf.org 18. Dezember 2012, abgerufen am 25. September 2018
  37. a b Doping: Saripowa verliert Hindernis-Gold, Abendzeitung 21. November 2015, abgerufen am 25. September 2018
  38. a b Doping: Läuferin Dominguez verliert ihren WM-Titel, spiegel.de vom 20. November 2015, abgerufen am 25. September 2018
  39. a b Meldung der IAAF vom Mai 2015 (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  40. a b Doping History of: Binnaz Uslu auf olympicgamesstats.com, aktualisiert: 22. September 2018 (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  41. a b Doping overshadows Turkish athletics Daily Sabah vom 20. August 2015 (englisch), abgerufen am 25. September 2018
  42. a b IOC Sanctions three Athletes for Failing Anti-Doping Test at London 2012, IOC Olympic News, 1. Februar 2017, abgerufen am 6. September 2018
  43. a b Pamela Ruprecht: Flash-News des Tages – Nachtests von London 2012: Nazarova und Gushchina disqualifiziert@1@2Vorlage:Toter Link/www.leichtathletik.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Notizen, vom 30. November 2017, abgerufen am 6. September 2018
  44. a b Doping-Urteil Russische Geher müssen Medaillen abgeben. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 24. März 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 6. September 2018]).
  45. a b Russinnen Nasarowa und Guschtschina disqualifiziert Focus online 13. November 2017, abgerufen am 25. September 2018
  46. a b c d IOC sanctions seven athletes for failing anti-doping tests at Beijing 2008 and London 2012, auf olympic.org, 25. November 2016, abgerufen am 25. September 2018
  47. a b Focus Online am 19. September 2012, abgerufen am 25. September 2018
  48. a b Drei weitere Russinnen bei Olympia 2012 gedopt auf orf.at 22. März 2017, abgerufen am 25. September 2018
  49. a b Kugelstoßerin Ostaptschuk verliert Gold Focus online 13. August 2012, abgerufen am 25. September 2018
  50. a b Wegen Dopings bei Olympia 2012: IOC disqualifiziert Jewgenia Kolodko. IOC disqualifiziert russische Silbergewinnerin www.spox.com. 20. August 2016; abgerufen am 21. August 2016
  51. a b Doping: Olympia-Zweite Pischtschalnikowa gesperrt Frankfurter Rundschau 30. April 2013; abgerufen am 21. August 2016
  52. a b Schmerzhaftes Silber für Betty Heidler. auf tagesspiegel.de, 24. Dezember 2018, abgerufen am 25. September 2018
  53. a b All-time women's hammer throw. performances annulled due to doping offense (Nr. 30) auf alltime-athletics.com, 27. Mai 2018, abgerufen am 25. September 2018
  54. a b Fünf Athleten wegen Dopings suspendiert - WADA-Report. Süddeutsche Zeitung, 5. November 2015, abgerufen am 25. September 2018
  55. a b IOC disqualifiziert vier russische Athleten auf tz.de 30. März 2017, abgerufen am 25. September 2018
  56. a b Doping: Hammerwerferin aus Moldau positiv getestet. Focus online, 3. August 2012, abgerufen am 25. September 2018
  57. a b Doping: CAS bestätigt Sperre gegen Siebenkämpferin Tschernowa (Memento des Originals vom 7. September 2018 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zeit.de Zeit online, 18. Juli 2017, abgerufen am 25. September 2018
  58. a b Flash-News vom 25. September 2013 - Zwei Olympia-Athleten nach Blutpass-Kontrolle gesperrt auf leichtathletik.de, abgerufen am 25. September 2018
  59. Medaillen-Upgrade für zwei russische Doperinnen RP online 29. August 2018, abgerufen am 25. September 2018
  60. Hamburger Abendblatt am 26. Juli 2012, abgerufen am 25. September 2018
  61. Pamela Lechner: Flash-News des Tages – Vier Jahre Doping-Sperre für Kipyegon Bett@1@2Vorlage:Toter Link/www.leichtathletik.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Notizen, auf: leichtathletik.de, vom 24. November 2018, abgerufen am 26. November 2018