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Gong Lijiao Leichtathletik

Gong Lijiao (2011)
Gong Lijiao in Oslo 2011

Nation China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China
Geburtstag 24. Januar 1989 (30 Jahre)
Geburtsort Luquan, China
Größe 175 cm
Gewicht 110 kg
Karriere
Disziplin Kugelstoßen
Bestleistung 20,43 m
Verein Hebei Provincial Athletics Team
Trainer Dieter Kollark
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Weltmeisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 3 × Bronze
Hallenweltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Asienspiele 2 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Asienmeisterschaften 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Hallenasienmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Bronze0 Peking 2008 19,20 m
0Silber0 London 2012 20,22 m
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
0Bronze0 Berlin 2009 19,89 m
0Bronze0 Daegu 2011 19,97 m
0Bronze0 Moskau 2013 19,95 m
0Silber0 Peking 2015 20,30 m
0Gold0 London 2017 19,94 m
Logo der IAAF Hallenweltmeisterschaften
0Bronze0 Sopot 2014 19,24 m
0Bronze0 Birmingham 2018 19,08 m
Logo der Asian Games Asienspiele
0Silber0 Guangzhou 2010 19,67 m
0Gold0 Incheon 2014 19,06 m
0Gold0 Jakarta 2018 19,66 m
Asienmeisterschaften
0Gold0 Guangzhou 2009 19,04 m
0Gold0 Doha 2019 19,18 m
Hallenasienmeisterschaften
0Gold0 Doha 2008 18,12 m
letzte Änderung: 22. April 2019

Gong Lijiao (chinesisch 鞏立姣 / 巩立姣, Pinyin Gǒng Lìjiāo; * 24. Januar 1989 in Luquan, Shijiazhuang) ist eine chinesische Kugelstoßerin.

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Erste internationale Erfahrungen sammelte Gong Lijiao bei den Weltmeisterschaften 2007 in Osaka, bei denen sie mit 18,66 m Siebte wurde. 2008 gewann sie bei den Hallenasienmeisterschaften in Doha mit 18,12 m die Goldmedaille und damit ihren ersten internationalen Titel. Während der Freiluftsaison qualifizierte sie sich erstmals für die Olympischen Spielen in Peking, bei denen sie mit 19,20 m im Finale ursprünglich den fünften Rang belegte. Seit 2017 wird sie wegen Dopingvergehen der vor ihr platzierten weißrussischen Athletinnen Natallja Michnewitsch und Nadseja Astaptschuk als Bronzemedaillengewinnerin geführt. Bei den Weltmeisterschaften im darauffolgenden Jahr in Berlin gewann sie mit 19,89 m die Bronzemedaille. Im November desselben Jahres siegte sie zudem bei den Asienmeisterschaften im heimischen Guangzhou mit 19,04 m vor ihrer Landsfrau Liu Xiangrong und der Iranerin Leila Rajabi.

2010 kam Gong bei den Hallenweltmeisterschaften in Doha zunächst den achten Platz und rückte nach den Doping-Disqualifikationen der bereits erwähnten Weißrussinnen auf den sechsten Rang vor. Bei den Asienspielen in Guangzhou gewann sie mit 19,67 m die Silbermedaille und musste sich dabei nur ihrer Landsfrau Li Ling geschlagen geben. Zuvor kam sie beim Continentalcup in Split ebenfalls auf den zweiten Platz, auf den sie aber auch erst nachträglich nachrückte. 2011 nahm sie erneut an den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Daegu teil und belegte dort mit 19,97 m ursprünglich den vierten Platz. Jedoch lag auch diesmals die Weißrussin Astaptschuk vor ihr, der ihre Silbermedaille später aberkannt wurde und Gong demnach auf den Bronzerang nachrückte. 2012 erfolgte die neuerliche Teilnahme an den Olympischen Spielen in London, bei denen sie zunächst den vierten Platz mit 20,22 m belegte, rückte aber eine Woche später nach der Disqualifikation der weißrussischen Olympiasiegerin Nadseja Astaptschuk um einen Rang nach vorne und erhielt die Bronzemedaille.[1] Da im August 2016 auch die Russin Jewgenija Kolodko ihre nachträglich zugesprochene Silbermedaille von 2012 wegen Dopings verlor,[2] kam die Chinesin am Ende auf den zweiten Platz.

2013 gewann sie bei den Weltmeisterschaften in Moskau mit 19,95 m ihre dritte Bronzemedaille hinter der Neuseeländerin Valerie Adams und Christina Schwanitz aus Deutschland. Im März 2014 nahm sie erstmals an den Hallenweltmeisterschaften im polnischen Sopot teil und gewann dort mit 19,24 m die Bronzemedaille. Anfang September erreichte sie auch beim Continentalcup in Marrakesch den dritten Platz und siegte kurz darauf bei den Asienspielen im südkoreanischen Incheon mit 19,06 m. Bei den Weltmeisterschaften 2015 gewann sie in der Abwesenheit von Valerie Adams hinter Christina Schwanitz mit 20,30 m im Finale die Silbermedaille. Nachdem sie bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro mit 19,39 m den vierten Platz belegte und eine Medaille verpasst hatte, gewann sie bei den Weltmeisterschaften 2017 in London mit 19,94 m im Finale die Goldmedaille vor Anita Márton aus Ungarn und der US-Amerikanerin Michelle Carter.

2018 erfolgte die erneute Teilnahme an den Hallenweltmeisterschaften in Birmingham, bei denen sie mit 19,08 m wie schon vier Jahre zuvor die Bronzemedaille gewann. Ende August nahm sie zum dritten Mal an den Asienspielen in der indonesischen Hauptstadt Jakarta teil und siegte dort mit 19,66 m überlegen vor ihrer Landsfrau Liu Tingting und der Bahrainerin Noora Salem Jasim. Auch bei den Asienmeisterschaften in Doha 2019 siegte sie mit 19,18 m überlegen vor Jasim und sicherte sich ihren zweiten kontinentalen Titel und erhielt damit ein Freilos für die Weltmeisterschaften ebendort, für die sie als Titelverteidigerin aber ohnehin gesetzt war.[3]

Zwischen 2007 und 2010 sowie 2012, 2014, 2017 und 2018 wurde Gong chinesische Meisterin im Kugelstoßen im Freien sowie 2011 in der Halle.

Persönliche BestleistungenBearbeiten

  • Kugelstoßen: 20,43 m, 21. Mai 2016 in Halle
    • Kugelstoßen (Halle): 19,93 m, 19. März 2011 in Chengdu

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gong Lijiao – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Doping – Weißrussin verliert Gold im Kugelstoßen. Die Welt, 13. August 2012, abgerufen am 13. August 2012.
  2. Wegen Dopings bei Olympia 2012: IOC disqualifiziert Jewgenia Kolodko. IOC disqualifiziert russische Silbergewinnerin www.spox.com. 20. August 2016; abgerufen am 21. August 2016
  3. Bob Ramsak: Gong and Hadadi dominate, Bahrain takes four titles on the track as Asian Championships kick off in Doha. iaaf, 21. April 2019, abgerufen am 22. April 2019.
  Anmerkung: Bei diesem Artikel wird der Familienname vor den Vornamen der Person gesetzt. Das ist die übliche Reihenfolge im Chinesischen. Gong ist hier somit der Familienname, Lijiao ist der Vorname.