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Galen Rupp

US-amerikanischer Langstreckenläufer
Galen Rupp Leichtathletik

Galen Rupp Celebrates 2012 Olympics (cropped).jpg
Galen Rupp (2012)

Nation Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag 8. Mai 1986 (33 Jahre)
Geburtsort Vereinigte Staaten
Größe 180 cm
Gewicht 61 kg
Karriere
Disziplin Marathonlauf
Bestleistung 59:47 min (Halbmarathon)
2:06:07 h (Marathon)
Verein Nike Oregon Project
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Silber0 London 2012 10.000 m
0Bronze0 Rio de Janeiro 2016 Marathon
letzte Änderung: 5. Oktober 2018

Galen Rupp (* 8. Mai 1986 in Portland) ist ein US-amerikanischer Langstreckenläufer und Silbermedaillengewinner der Olympischen Sommerspielen 2012.

Sportlicher WerdegangBearbeiten

Galen Rupp besuchte zunächst die private Central Catholic High School in Portland und danach von 2005 bis 2009 die University of Oregon in Eugene. In dieser Zeit entwickelte er sich unter seinem Trainer Alberto Salazar zu einem der herausragenden Nachwuchstalente des Landes. Auf diversen Langstrecken auf der Bahn sowie im Crosslauf sammelte er zahlreiche Titel und Rekorde in Wettbewerben der National Collegiate Athletic Association.

International trat er vor allem im 10.000-Meter-Lauf in Erscheinung. Bei den Weltmeisterschaften 2007 in Ōsaka belegte er den elften Platz über diese Distanz. Ein Jahr später wurde er bei den Olympischen Spielen in Peking Dreizehnter. Bei den Weltmeisterschaften 2009 in Berlin erreichte er den achten Rang. Im selben Jahr wurde er US-amerikanischer Meister im 10.000-Meter-Lauf.

Bei den Hallenweltmeisterschaften 2010 in Doha belegte er im 3000-Meter-Lauf in persönlicher Bestleistung von 7:42,40 min den fünften Rang.

Zudem stellte er beim zur IAAF Diamond League gehörenden Memorial Van Damme-Meeting in Brüssel am 17. September 2011 einen neuen Amerikanischen Rekord im 10.000-Meter-Lauf mit 26:48,00 min auf und ist somit der schnellste nicht-afrikanische Läufer über 10.000 Meter und der Zweite (nach Chris Solinsky, 26:59,60 min, 2010), der die 27-Minuten-Grenze unterbot. Am 31. Mai 2014 verbesserte er beim Prefontaine Classic in Eugene seinen eigenen Rekord nochmals auf 26:44.36 min, was der fünfzehntschnellsten Zeit entspricht, die je über diese Distanz gelaufen wurde.

Olympische Sommerspiele 2012Bearbeiten

Bei den Olympischen Sommerspielen 2012 in London gewann er über 10.000 m hinter seinem Trainingskollegen Mo Farah die Silbermedaille.

Olympische Sommerspiele 2016Bearbeiten

Am 13. Februar 2016 gewann Rupp in 2:11:13 h sein Marathondebüt bei den US-Trials in Los Angeles, und sicherte sich somit seinen Startplatz für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro.
Dort errang er in 2:10:05 h die Bronzemedaille hinter Eliud Kipchoge aus Kenia und Feyisa Lilesa aus Äthiopien. Rupp trat in Rio de Janeiro auch im 10.000-Meter-Rennen an und belegte dort den fünften Platz.

Am 8. Oktober 2017 gewann er den Chicago-Marathon in neuer persönlicher Bestzeit von 2:09:20 h.[1]

Im Frühling 2018 zeigte sich der inzwischen 31-Jährige sehr stark. Am 11. März siegte Rupp beim Roma Ostia Halbmarathon in einer Zeit von 59:47 min. Mit dieser Zeit verfehlte er den US-Rekord von Ryan Hall um nur vier Sekunden (dieser Rekord datiert aus dem Jahr 2007).
Rupp bereitete sich im Frühling intensiv auf den Boston Marathon vor. Der Marathon fand jedoch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und bei regnerischem Wetter statt, sodass Rupp wie die meisten anderen Favoriten das Rennen aufgeben musste. Er startete einige Wochen später beim Prag Marathon. Der Olympia-Dritte Rupp konnte sich in diesem Rennen nach 38 km von seinem letzten afrikanischen Verfolger lösen und gewann den Marathon in einer sensationellen Zeit von 2:06:07 h.[2] Mit dieser Zeit ist Galen Rupp nach Sondre Nordstad Moen der zweitschnellste Nicht-Afrikaner in der Geschichte des Marathon.

Galen Rupp ist 1,80 m groß und hat ein Wettkampfgewicht von 61 kg.

BestleistungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Galen Rupp – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Chicago-Marathon 2017 - Tirunesh Dibaba und Galen Rupp gewinnen Chicago-Marathon. In: RUNNER'S WORLD. (runnersworld.de [abgerufen am 10. Oktober 2017]).
  2. Prag-Marathon 2018 - Galen Rupp gewinnt in Prag statt in Boston. In: RUNNER'S WORLD. (runnersworld.de [abgerufen am 10. August 2018]).