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12. Leichtathletik-Weltmeisterschaften
Logo der Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009
Das Berliner Olympiastadion
Das Berliner Olympiastadion
Stadt DeutschlandDeutschland Berlin, Deutschland
Stadion Olympiastadion Berlin
Teilnehmende Länder 201[1]
Teilnehmende Athleten 2013[1]
Wettbewerbe 47
Eröffnung 15. August 2009
Schlusstag 23. August 2009
Eröffnet durch Horst Köhler[2]
Bundespräsident
Chronik
Leichtathletik-WM 2007 Leichtathletik-WM 2011
Medaillenspiegel (Endstand nach 47 Entscheidungen)
Platz Land G S B Gesamt
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 10 6 6 22
2 JamaikaJamaika Jamaika 7 4 2 13
3 KeniaKenia Kenia 4 6 1 11
4 DeutschlandDeutschland Deutschland 2 4 3 9
5 PolenPolen Polen 2 4 2 8
6 Athiopien 1996Äthiopien Äthiopien 2 2 4 8
7 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 2 2 2 6
8 RusslandRussland Russland 2 1 7 10
9 China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 2 1 1 4
10 SudafrikaSüdafrika Südafrika 2 1 3
Vollständiger Medaillenspiegel  

Die 12. Leichtathletik-Weltmeisterschaften (offiziell 12th IAAF World Championships in Athletics berlin 2009™ oder 12. IAAF Leichtathletik Weltmeisterschaften berlin 2009™) fanden vom 15. bis 23. August 2009 im Olympiastadion von Berlin statt. Eine Ausnahme bildeten die Veranstaltungen im Marathon sowie das 20- bzw. 50-Kilometer-Gehen, die am Brandenburger Tor gestartet wurden und auch dort ihr Ziel fanden.

Die Organisatoren gaben einen Etat von 45 Millionen Euro bekannt, der unter anderem durch 17 Millionen Euro aus dem Ticketverkauf und 7 Millionen Euro aus dem Marketing gedeckt wurde.

Die Athleten waren während der Veranstaltung in den Hotels Estrel im Ortsteil Neukölln (950 gebuchte Zimmer) und Berlin, Berlin im Ortsteil Tiergarten (650 gebuchte Zimmer) untergebracht.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt das Maskottchen Berlino.

Inhaltsverzeichnis

Bewerbungen um den Austragungsort

 
Maskottchen „Berlino“

Für die Austragung hatten zunächst acht Städte ihr Interesse bekundet: Berlin (Deutschland), Brisbane (Australien), Brüssel (Belgien), Casablanca (Marokko), Daegu (Südkorea), Delhi (Indien), Split (Kroatien) und Valencia (Spanien). Bis zum 30. Juni 2004 mussten die Bewerbungsunterlagen der Städte beim Leichtathletik-Weltverband IAAF eingereicht werden. Kurz vor dem Stichtag zogen Brisbane, Casablanca, Daegu und Delhi ihre Bewerbung zurück, sodass nur die vier europäischen Kandidatenstädte verblieben. Am 4. Dezember 2004 vergaben die Mitglieder des IAAF-Rates während ihrer Sitzung in Helsinki die Veranstaltung mit 24 von 26 möglichen Stimmen nach Berlin.

Berichterstattung

ARD und ZDF traten als Fernsehanstalten des Gastgeberlandes auf, produzierten die Fernsehbilder in hochauflösendem Format (HDTV 1080i50[3], und produzierten somit nicht nach der EBU-Empfehlung in 1080p50[4]) und stellten das Signal für über 190 Fernsehmärkte weltweit zur Verfügung. Gesendet wurde von ARD und ZDF in der Auflösung 720p50. Hierzu wurden im Olympiastadion ca. 90 Fernsehkameras aufgebaut, was deutlich mehr als bei der Übertragung von Fußballspielen ist.[5]

Außerdem gab es ausführliche live-Übertragungen durch den Privatsender Eurosport. in der Schweiz durch SF zwei.

Die Sender Das Erste und ZDF boten, sich täglich abwechselnd, eine Live-Übertragung sämtlicher Wettkämpfe in Echtzeit über das Internet in der ARDmediathek und ZDFmediathek an. Der Anbieter Zattoo ermöglichte Internetnutzern in Deutschland und der Schweiz den Empfang des laufenden Programms von ARD und ZDF und somit auch den Empfang der Weltmeisterschafts-Berichterstattung über das Internet.

Einige Medien, darunter die taz, boykottierten die Berichterstattung, da sich alle Journalisten zum Erhalt der Akkreditierung mit einer polizeilichen und geheimdienstlichen Durchleuchtung einverstanden erklären mussten. Dafür wurden Anfragen beim LKA Berlin und darauffolgend beim Verfassungsschutz des Bundes und der Länder, beim Bundesnachrichtendienst und in verschieden Gewalttäterdateien gestellt[6]. Der Deutsche Journalisten-Verband verurteilte das Prozedere als „mit der Pressefreiheit nicht vereinbar.“[7] Diese Praxis brachte dem Organisationskomitee im Oktober 2009 auch einen Big Brother Award ein.[8]

Rekorde

Während der Weltmeisterschaften wurden drei Weltrekorde aufgestellt:

Des Weiteren gab es vier Kontinentalrekorde:

Folgende Championship-Records – Weltmeisterschaftsrekorde – wurden darüber hinaus verzeichnet:

Zusätzlich wurden 48 nationale Rekorde verbessert und 16 Weltjahresbestleistungen aufgestellt.[9]

Teilnehmende Nationen

Liste der teilnehmenden Nationen (in Klammern steht die Anzahl der qualifizierten Athleten):

Liechtenstein entsandte keine Athleten.

Doping

Wie schon die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton, 2003 in Paris 2005 in Helsinki und 2007 in Osaka wurde auch diese WM bedingt durch nachträgliche Untersuchungen und Erkenntnisse von der leidigen Dopingproblematik belastet. Vier Sportlern wurden bei dieser WM aufgrund von Verstößen gegen die Dopingbestimmungen ihre Platzierungen / Medaillen aberkannt. Darunter befanden sich zwei zunächst als Weltmeisterinnen gekürte Athletinnen.

Wettkampfrunden

Die Teilnehmer am Finalwettkampf wurden in bis zu drei Ausscheidungswettkämpfen ermittelt. Im 10.000-Meter-Lauf, Marathonlauf, den drei Wettbewerben im Gehen, Sieben- und Zehnkampf fanden keine Vorausscheidungen statt.

Termine der Wettkampfrunden
Disziplin Männer Frauen
  Vorlauf (VL),
Qualifikation (Q)
Zwischen-
lauf
Halb-
finale
Finale Vorlauf (VL),
Qualifikation (Q)
Zwischen-
lauf
Halb-
finale
Finale
100 m 15.08. (VL) 15.08. 16.08. 16.08. 16.08. (VL) 16.08. 17.08. 17.08.
200 m 18.08. (VL) 18.08. 19.08. 20.08. 19.08. (VL) 19.08. 20.08. 21.08.
400 m 18.08. (VL)   19.08. 21.08. 15.08. (VL)   16.08. 18.08.
800 m 20.08. (VL)   21.08. 23.08. 16.08. (VL)   17.08. 19.08.
1500 m 15.08. (VL)   17.08. 19.08. 19.08. (VL)   21.08. 23.08.
5000 m 20.08. (VL)     23.08. 19.08. (VL)     22.08.
10.000 m   17.08.   15.08.
Marathonlauf   22.08.   23.08.
20-km-Gehen   15.08.   16.08.
50-km-Gehen   21.08.  
100 m Hürden   18.08. (VL)   19.08. 19.08.
110 m Hürden 19.08. (VL)   20.08. 20.08.  
400 m Hürden 15.08. (VL)   16.08. 18.08. 17.08. (VL)   18.08. 20.08.
3000 m Hindernis 16.08. (VL)     18.08. 15.08. (VL)     17.08.
4 × 100 m 21.08. (VL)     22.08. 22.08. (VL)     22.08.
4 × 400 m 22.08. (VL)     23.08. 22.08. (VL)     23.08.
Hochsprung 19.08. (Q)     21.08. 18.08. (Q)     20.08.
Stabhochsprung 20.08. (Q)     22.08. 15.08. (Q)     17.08.
Weitsprung 20.08. (Q)     22.08. 21.08. (Q)     23.08.
Dreisprung 16.08. (Q)     18.08. 15.08. (Q)     17.08.
Kugelstoßen 15.08. (Q)     15.08. 16.08. (Q)     16.08.
Diskuswurf 18.08. (Q)     19.08. 19.08. (Q)     21.08.
Hammerwurf 15.08. (Q)     17.08. 20.08. (Q)     22.08.
Speerwurf 21.08. (Q)     23.08. 16.08. (Q)     18.08.
Siebenkampf         15./16.08.
Zehnkampf       19./20.08.  

Erfolgreichste Sportler

  • Der erfolgreichste Athlet der Weltmeisterschaften 2009 war der Sprinter Usain Bolt aus Jamaika. Der dreifache Goldmedaillengewinner der Olympischen Spiele von Peking 2008 wiederholte seinen Triumph auch bei den Welttitelkämpfen in Berlin. Bolt gewann über 100 Meter seinen ersten Weltmeistertitel. Zudem siegte er über 200 Meter und gewann Gold mit der jamaikanischen Mannschaft in der 4-mal-100-Meter-Staffel. Bolt stellte auf den beiden Einzelstrecken jeweils nicht für möglich gehaltene Weltrekorde auf und lief als erster Mensch unter 9,6 Sekunden über 100 Meter und unter 19,2 Sekunden über 200 Meter. Im Staffelrennen erzielte das Team von Jamaika zwar keinen Weltrekord, lief aber die zweitschnellste jemals erzielte und schnellste jemals bei Weltmeisterschaften erzielte Zeit. Für seine beiden Weltrekorde erhielt Bolt neben der Siegerprämie von 60.000 US-Dollar ein zusätzliches Preisgeld eines Sponsors, der für jeden bei den Weltmeisterschaften erzielten Weltrekord einen Siegerscheck in Höhe von 100.000 US-Dollar auslobte.
  • Bei den Herren gewannen jeweils zwei Goldmedaillen der 400-Meter-Läufer LaShawn Merritt aus den USA (400 Meter, 4-mal-400-Meter-Staffel), der Äthiopier Kenenisa Bekele über 5000 und 10.000 Meter sowie der US-Amerikaner Kerron Clement über 400 Meter Hürden und in der 4-mal-100-Meter-Staffel.
  • Bei den Damen errangen jeweils zwei Weltmeistertitel die Sprinterin Shelly-Ann Fraser aus Jamaika (100 Meter, 4-mal-100-Meter-Staffel), Allyson Felix (USA) über 200 Meter und in der 4-mal-400-Meter-Staffel sowie Sanya Richards aus den USA (400 Meter, 4-mal-400-Meter-Staffel)
  • Einen weiteren Weltrekord erzielte die Polin Anita Włodarczyk mit 77,96 m im Hammerwurf.

Resultate Männer

100 m

 
Zieleinlauf beim 100-Meter-Finale
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Usain Bolt Jamaika  JAM 09,58 WR
2 Tyson Gay Vereinigte Staaten  USA 09,71 NR
3 Asafa Powell Jamaika  JAM 09,84
4 Daniel Bailey Antigua und Barbuda  ANT 09,93
5 Richard Thompson Trinidad und Tobago  TRI 09,93
6 Dwain Chambers Vereinigtes Konigreich  GBR 10,00
7 Marc Burns Trinidad und Tobago  TRI 10,00
8 Darvis Patton Vereinigte Staaten  USA 10,34

Finale: 16. August, 21:35 Uhr
Windgeschwindigkeit: +0,9 m/s

WR: Usain Bolt (JAM), 9,69 s, 2008
WJB: Tyson Gay (USA), 9,77 s

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Viertelfinale ausgeschieden: Martin Keller (GER), 10,40 s
Im Vorlauf ausgeschieden: Ryan Moseley (AUT), 10,42 s; Cédric Nabe (SUI), 10,51 s; Stefan Schwab (GER), 10,50 s; Tobias Unger (GER), 10,42 s

200 m

 
Usain Bolt nach dem Zieleinlauf im 200-Meter-Finale
Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Usain Bolt Jamaika  JAM 19,19 WR
2 Alonso Edward Panama  PAN 19,81 AM
3 Wallace Spearmon Vereinigte Staaten  USA 19,85
4 Shawn Crawford Vereinigte Staaten  USA 19,89
5 Steve Mullings Jamaika  JAM 19,98
6 Charles Clark Vereinigte Staaten  USA 20,39
7 Ramil Quliyev Aserbaidschan  AZE 20,61
8 David Alerte Frankreich  FRA 20,68

Finale: 20. August, 20:35 Uhr
Windgeschwindigkeit: −0,3 m/s

WR: Usain Bolt (JAM), 19,30 s, 2008
WJB: Tyson Gay (USA), 19,58 s

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Halbfinale ausgeschieden: Robert Hering (GER), 20,52 s
Im Viertelfinale ausgeschieden: Aleixo-Platini Menga (GER), 20,68 s; Marco Cribari (SUI), 20,81 s; Marc Schneeberger (SUI), 20,91 s
Im Vorlauf ausgeschieden: Alexander Kosenkow (GER), 20,99 s

400 m

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 LaShawn Merritt Vereinigte Staaten  USA 44,06 (WJB)
2 Jeremy Wariner Vereinigte Staaten  USA 44,60
3 Renny Quow Trinidad und Tobago  TRI 45,02
4 Tabarie Henry Jungferninseln Amerikanische  ISV 45,42
5 Chris Brown Bahamas  BAH 45,47
6 David Gillick Irland  IRL 45,53
7 Michael Bingham Vereinigtes Konigreich  GBR 45,56
8 Leslie Djhone Frankreich  FRA 45,90

Finale: 21. August, 21:20 Uhr

WR: Michael Johnson (USA), 43,18 s, 1999
WJB: LaShawn Merritt (USA), 44,50 s

Im Finale ging Titelverteidiger Jeremy Wariner nach schnellem Beginn zunächst in Führung. In der letzten Kurve holte ihn der Favorit und Olympiasieger LaShawn Merritt ein und zog auf der Zielgeraden davon. Zum insgesamt neunten Mal bei zwölf Weltmeisterschaften und zum vierten Mal in Folge ging der Titel über 400 Meter an einen US-Amerikaner.

800 m

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mbulaeni Mulaudzi Sudafrika  RSA 1:45,30
2 Alfred Kirwa Yego Kenia  KEN 1:45,35
3 Yusuf Saad Kamel Bahrain  BRN 1:45,35
4 Juri Borsakowski Russland  RUS 1:45,57
5 Amine Laalou Marokko  MAR 1:45,66
6 Nick Symmonds Vereinigte Staaten  USA 1:45,71
7 Bram Som Niederlande  NED 1:45,86
8 Marcin Lewandowski Polen  POL 1:46,17

Finale: 23. August, 17:25 Uhr

WR: Wilson Kipketer (DEN), 1:41,11 min, 1997
WJB: Abubaker Kaki (SUD), 1:43,09 min

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Vorlauf nach einem Sturz ausgeschieden: Robin Schembera (GER), 1:54,47 min
Im Vorlauf ausgeschieden: Mike Schumacher (LUX), 1:48,18 min

1500 m

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Yusuf Saad Kamel Bahrain  BRN 3:35,93
2 Deresse Mekonnen Athiopien 1996  ETH 3:36,01
3 Bernard Lagat Vereinigte Staaten  USA 3:36,20
4 Asbel Kiprop Kenia  KEN 3:36,47
5 Augustine Kiprono Choge Kenia  KEN 3:36,53
6 Mohamed Moustaoui Marokko  MAR 3:36,57
7 Mehdi Baala Frankreich  FRA 3:36,99
8 Lopez Lomong Vereinigte Staaten  USA 3:37,62

Finale: 19. August, 20:25 Uhr

WR: Hicham El Guerrouj (MAR), 3:26,00 min, 1998
WJB: Augustine Kiprono Choge (KEN), 3:29,47 min

Das Rennen begann sehr langsam mit zwei 400-Meter-Abschnitten in 59,54 s und 60,64 s. Bis gut 200 Meter vor dem Ziel blieb das Feld zusammen, bevor die Entscheidung im Schlussspurt fiel. Deresse Mekonnen kam als Führender auf die Zielgerade, wurde jedoch noch von Yusuf Saad Kamel abgefangen. Dahinter konnte sich Bernard Lagat aus der Mitte des Feldes noch auf den dritten Rang vorschieben. Olympiasieger Asbel Kiprop musste in der letzten Kurve den langen Weg über die dritte Bahn gehen, weil die Innenbahnen von anderen Läufern blockiert waren. So kam er nicht mehr rechtzeitig in die Position, um in den Kampf um die Medaillen entscheidend eingreifen zu können.

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern und Regionen:
Im Vorlauf ausgeschieden: Stefan Eberhardt (GER), 3:40,05 min; Christian Obrist (ITA), 3:43,41 min; Carsten Schlangen (GER), 3:44,00 min

5000 m

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Kenenisa Bekele Athiopien 1996  ETH 13:17,10
2 Bernard Lagat Vereinigte Staaten  USA 13:17,33
3 James Kwalia C’Kurui Katar  QAT 13:17,78
4 Moses Ndiema Kipsiro Uganda  UGA 13:18,11
5 Eliud Kipchoge Kenia  KEN 13:18,95
6 Ali Abdosh Athiopien 1996  ETH 13:19,11
7 Mohammed Farah Vereinigtes Konigreich  GBR 13:19,69
8 Matthew Tegenkamp Vereinigte Staaten  USA 13:20,23

Finale: 23. August, 16:25 Uhr

WR: Kenenisa Bekele (ETH), 12:37,35 min, 2004
WJB: Kenenisa Bekele (ETH), 12:56,23 min

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Vorlauf ausgeschieden: Arne Gabius (GER), 13:49,13 min

10.000 m

 
Kenenisa Bekele auf der Ehrenrunde nach dem 10.000-Meter-Finale
Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Kenenisa Bekele Athiopien 1996  ETH 26:46,31 CR
2 Zersenay Tadese Eritrea  ERI 26:50,12
3 Moses Ndiema Masai Kenia  KEN 26:57,39
4 Imane Merga Athiopien 1996  ETH 27:15,94
5 Bernard Kiprop Kipyego Kenia  KEN 27:18,47
6 Dathan Ritzenhein Vereinigte Staaten  USA 27:22,28
7 Micah Kipkemboi Kogo Kenia  KEN 27:26,33
8 Galen Rupp Vereinigte Staaten  USA 27:37,99

Datum: 17. August, 20:50 Uhr

WR: Kenenisa Bekele (ETH), 26:17,53 min, 2005
WJB: Josphat Muchiri Ndambiri (KEN), 26:57,36 min

Der Titelverteidiger und dominierende 10.000-Meter-Läufer der vergangenen Jahre, Kenenisa Bekele, ging als hoher Favorit an den Start. Dies umso mehr, als sein Landsmann Sileshi Sihine verletzt ausfiel. Schon in der ersten Rennhälfte versuchten die Läufer aus Katar und Kenia Bekele durch hohes Tempo in Bedrängnis zu bringen. Vor allem Nicholas Kemboi leistete einen Großteil der Führungsarbeit. Die 5000-Meter-Marke wurde in 13:40,45 min erreicht. Bekele behielt jedoch stets die Kontrolle über den Rennverlauf. Etwa vier Kilometer vor dem Ziel griff Zersenay Tadese an. Seiner Tempoverschärfung konnte schließlich nur noch Bekele folgen. Obwohl sich Tadese nach Kräften mühte, gelang es ihm nicht, Bekele abzuschütteln. Zu Beginn der letzten Runde startete Bekele seinen typischen Schlussspurt, um so Tadese scheinbar mühelos abzuhängen und in Weltmeisterschaftsrekordzeit zu gewinnen. Moses Ndiema Masai, der bis zu Tadeses Angriff der Führungsgruppe angehört hatte, wurde abgeschlagener Dritter. In dem typischerweise von Afrikanern bestimmten Wettbewerb konnten sich bemerkenswerterweise mit Dathan Ritzenhein und Galen Rupp zwei US-Amerikaner unter den besten Acht platzieren.

Marathon

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Abel Kirui Kenia  KEN 2:06:55 CR
2 Emmanuel Kipchirchir Mutai Kenia  KEN 2:07:48
3 Tsegay Kebede Athiopien 1996  ETH 2:08:35
4 Yemane Tsegay Athiopien 1996  ETH 2:08:42
5 Robert Kipkoech Cheruiyot Kenia  KEN 2:10:46
6 Atsushi Satō Japan  JPN 2:12:05
7 Adil Annani Marokko  MAR 2:12:12
8 José Manuel Martínez Spanien  ESP 2:14:04

Datum: 22. August, 11:45 Uhr

WR: Haile Gebrselassie (ETH), 2:03:59 h, 2008
WJB: Duncan Kibet Kirong (KEN), 2:04:27 h

 
Atsushi Satō

Einige der stärksten Athleten wie Weltrekordler Haile Gebrselassie, Olympiasieger Samuel Kamau Wanjiru sowie Titelverteidiger Luke Kibet waren hier nicht am Start. Dennoch entwickelte sich von Beginn an trotz warmer Temperaturen um 21 °C ein schnelles Rennen. Eine achtköpfige Führungsgruppe erreichte die Halbmarathonmarke in 1:03:03 h. Nach dreißig Kilometern in 1:29:43 h führten die drei Kenianer Abel Kirui, Robert Kipkoech Cheruiyot und Emmanuel Kipchirchir Mutai sowie Deriba Merga aus Äthiopien, dessen Landsmann Tsegay Kebede acht Sekunden zurücklag. Kebede überholte auf den nächsten ca. fünf Kilometern erst Cheruiyot und dann Merga, der später das Rennen aufgab. An der Spitze konnte sich der Sieger Kirui in der Endphase von Mutai absetzen, der trotz Magenproblemen den zweiten Platz vor Kebede verteidigte. Dabei unterbot Kirui den alten Meisterschaftsrekord des verletzt fehlenden Jaouad Gharib um 1:36 min. Von 91 gestarteten Läufern erreichten 70 das Ziel.
In der Mannschaftswertung – nicht Teil dieser WM – des Weltcups, die aus der Summe der Zeiten der drei schnellsten Läufer eines Landes errechnet wird, gewann Kenia (6:25:28 h) vor Äthiopien (6:32:26 h) und Japan (6:41:05 h). Deutschland belegte den neunten Platz (6:56:20 h).

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 18: André Pollmächer (GER), 2:15:36 h; Platz 34: Martin Beckmann (GER), 2:18:08 h; Platz 50: Falk Cierpinski (GER), 2:22:36 h; Platz 66: Tobias Sauter (GER), 2:35:43 h

110 m Hürden

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Ryan Brathwaite Barbados  BAR 13,14 NR
2 Terrence Trammell Vereinigte Staaten  USA 13,15
3 David Payne Vereinigte Staaten  USA 13,15
4 William Sharman Vereinigtes Konigreich  GBR 13,30
5 Maurice Wignall Jamaika  JAM 13,31
6 Petr Svoboda Tschechien  CZE 13,38
7 Dwight Thomas Jamaika  JAM 13,56
8 Ji Wei China Volksrepublik  CHN 13,57

Finale: 20. August, 20:55 Uhr
Windgeschwindigkeit: +0,1 m/s

WR: Dayron Robles (CUB) 12,87 s, 2008
WJB: Dayron Robles (CUB) 13,04 s

400 m Hürden

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Kerron Clement Vereinigte Staaten  USA 47,91 (WJB)
2 Javier Culson Puerto Rico  PUR 48,09 NR
3 Bershawn Jackson Vereinigte Staaten  USA 48,23
4 Jehue Gordon Trinidad und Tobago  TRI 48,26 NR
5 Periklis Iakovakis Griechenland  GRE 48,42
6 Danny McFarlane Jamaika  JAM 48,65
7 David Greene Vereinigtes Konigreich  GBR 48,68
8 Félix Sánchez Dominikanische Republik  DOM 50,11

Finale: 18. August, 20:50 Uhr

WR: Kevin Young (USA), 46,78 s, 1992
WJB: L. J. van Zyl (RSA), 47,94 s

3000 m Hindernis

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Ezekiel Kemboi Kenia  KEN 8:00,43 CR
2 Richard Kipkemboi Mateelong Kenia  KEN 8:00,89
3 Bouabdellah Tahri Frankreich  FRA 8:01,18 ER
4 Paul Kipsiele Koech Kenia  KEN 8:01,26
5 Yacob Jarso Athiopien 1996  ETH 8:12,13
6 Roba Gary Athiopien 1996  ETH 8:12,40
7 Brimin Kiprop Kipruto Kenia  KEN 8:12,61
8 Jukka Keskisalo Finnland  FIN 8:14,47

Finale: 18. August, 19:50 Uhr

WR: Saif Saaeed Shaheen (QAT) 7:53,63 min, 2004
WJB: Ezekiel Kemboi (KEN), 7:58,85 min

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Vorlauf ausgeschieden: Steffen Uliczka (GER), 8:37,83 min

4 × 100 m Staffel

 
Die jamaikanische Siegerstaffel (von links: Frater, Powell, Bolt, Mullings)
Platz Land Athleten Zeit (s)
1 Jamaika  Jamaika Steve Mullings
Michael Frater
Usain Bolt
Asafa Powell
Vorlauf:
Lerone Clarke
Dwight Thomas
37,31 CR
2 Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago Darrel Brown
Marc Burns
Emmanuel Callander
Richard Thompson
Vorlauf:
Keston Bledman
37,62 NR
3 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Simeon Williamson
Tyrone Edgar
Marlon Devonish
Harry Aikines-Aryeetey
38,02
4 Japan  Japan Masashi Eriguchi
Naoki Tsukahara
Shinji Takahira
Kenji Fujimitsu
38,30
5 Kanada  Kanada Sam Effah
Oluseyi Smith
Jared Connaughton
Bryan Barnett
Vorlauf:
Hank Palmer
38,39
6 Italien  Italien Roberto Donati
Simone Collio
Emanuele Di Gregorio
Fabio Cerutti
38,54
7 Brasilien  Brasilien Vicente de Lima
Sandro Viana
Basílio de Moraes
José Carlos Moreira
38,56
8 Frankreich  Frankreich Ronald Pognon
Martial Mbandjock
Eddy De Lépine
Christophe Lemaitre
Vorlauf:
Pierre-Alexis Pessonneaux
39,21

Finale: 22. August, 20:50 Uhr

WR: Jamaika, 37,10 s, 2008
WJB: USA, 37,85 s

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Schweiz (Pascal Mancini, Marc Schneeberger, Reto Schenkel, Marco Cribari), 39,47 s; Deutschland (Tobias Unger, Marius Broening, Alexander Kosenkow, Martin Keller), DNF

4 × 400 m Staffel

Platz Land Athleten Zeit (min)
1 Vereinigte Staaten  USA Angelo Taylor
Jeremy Wariner
Kerron Clement
LaShawn Merritt
Vorlauf:
Lionel Larry
2:57,86 (WJB)
2 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Conrad Williams
Michael Bingham
Robert Tobin
Martyn Rooney
Vorlauf:
David Greene
3:00,53
3 Australien  Australien John Steffensen
Ben Offereins
Tristan Thomas
Sean Wroe
Vorlauf:
Joel Milburn
Sean Wroe
3:00,90
4 Belgien  Belgien Antoine Gillet
Kevin Borlée
Nils Duerinck
Cédric Van Branteghem
3:01,88
5 Polen  Polen Marcin Marciniszyn
Piotr Klimczak
Kacper Kozłowski
Jan Ciepiela
Vorlauf:
Rafał Wieruszewski
3:02,23
6 Dominikanische Republik  Dominikanische Republik Arismendy Peguero
Yon Soriano
Yoel Tapia
Félix Sánchez
Vorlauf:
Gustavo Cuesta
3:02,47
7 Frankreich  Frankreich Leslie Djhone
Teddy Venel
Yannick Fonsat
Yoann Décimus
3:02,65
8 Nigeria  Nigeria Saul Weigopwa
Noah Akwu
Cristian Morton
Bola Gee Lawal
3:02,73

Finale: 23. August, 18:15 Uhr

WR: Vereinigte Staaten, 2:54,29 min, 1993
WJB: Bahamas, 3:00,29 min

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Deutschland (Martin Grothkopp, Kamghe Gaba, Eric Krüger, Ruwen Faller), 3:03,52 min

20 km Gehen

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 - - -
2 Wang Hao China Volksrepublik  CHN 1:19:06
3 Eder Sánchez Mexiko  MEX 1:19:22
4 Giorgio Rubino Italien  ITA 1:19:50
5 Luis Fernando López Kolumbien  COL 1:20:03
6 Jared Tallent Australien  AUS 1:20:27
7 Erik Tysse Norwegen  NOR 1:20:38
8 Jesús Sánchez Mexiko  MEX 1:20:52

Datum: 15. August, 13:00 Uhr

WR: Wladimir Kanaikin (RUS), 1:17:16 h, 2007

Der Wettkampf fand im Stadtzentrum auf einer 2-Kilometer-Runde beim Brandenburger Tor statt, die von den Athleten 10-mal durchlaufen werden musste, und zog rund 15.000 Zuschauer an. Bei 25 °C starteten 50 Geher, von denen 45 das Ziel erreichten. Der Olympiasieger von 2004, Ivano Brugnetti (Italien), schied ebenso aus wie der Olympiazweite 2004 und dreimalige Weltmeisterschafts-Zweite, Francisco Javier Fernández (Spanien). Die Erstplatzierten gingen nach Kilometer 14 in Führung.

Der ursprünglich erstplatzierte Russe Waleri Bortschin wurde wegen Auffälligkeiten in seinem Biologischen Pass rückwirkend zum 15. Oktober 2012 für acht Jahre gesperrt.[14]

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 14: André Höhne (GER), 1:21:59 h

50 km Gehen

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 - - -
2 Trond Nymark Norwegen  NOR 3:41:16
3 Jesús Ángel García Spanien  ESP 3:41:37
4 Grzegorz Sudoł Polen  POL 3:42:34
5 André Höhne Deutschland  GER 3:43:19
6 Luke Adams Australien  AUS 3:43:39
7 Jared Tallent Australien  AUS 3:44:50
8 Marco De Luca Italien  ITA 3:46:31

Datum: 21. August, 09:10 Uhr

WR: Denis Nischegorodow (RUS), 3:34:14 h, 2008
WJB: Yohann Diniz (FRA), 3:38:45 h

Der ursprünglich erstplatzierte Russe Sergei Kirdjapkin wurde wegen Auffälligkeiten in seinem Biologischen Pass nachträglich disqualifiziert.[15]

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern und Regionen:
Alex Schwazer (ITA), DNF

Hochsprung

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Jaroslaw Rybakow Russland  RUS 2,32
2 Kyriakos Ioannou Zypern Republik  CYP 2,32
3 Raúl Spank Deutschland  GER 2,32
Sylwester Bednarek Polen  POL 2,32
5 Jaroslav Bába Tschechien  CZE 2,23
5 Mickael Hanany Frankreich  FRA 2,23
5 Martijn Nuyens Niederlande  NED 2,23
5 Linus Thörnblad Schweden  SWE 2,23

Finale: 21. August, 19:15 Uhr

WR: Javier Sotomayor (CUB), 2,45 m, 1993
WJB: Andra Manson (USA), Iwan Uchow (RUS) und Jaroslaw Rybakow (RUS), 2,35 m

Aufgrund starken Regens verzögerte sich der Beginn des Finales um etwa eine Stunde. Danach hatten viele Springer Probleme, auf der nassen Anlaufbahn ihr volles Leistungsvermögen abzurufen. Nur vier Athleten übersprangen 2,28 m und in der Folge auch 2,32 m. Da alle vier schließlich an 2,35 m scheiterten, entschied die Anzahl der Fehlversuche über die Medaillenvergabe. Hinter dem Sieger Jaroslaw Rybakow und dem Zweiten Kyriakos Ioannou, teilten sich Sylwester Bednarek und Raúl Spank den dritten Platz. Für Rybakow war es nach drei zweiten Plätzen das erste Weltmeisterschafts-Gold. Bednarek übertraf seine bisherige persönliche Bestleistung um vier Zentimeter, Raul Spank stellte seine ein. Dagegen war Titelverteidiger Donald Thomas bereits in der Qualifikation ausgeschieden.

Stabhochsprung

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Steven Hooker Australien  AUS 5,90
2 Romain Mesnil Frankreich  FRA 5,85
3 Renaud Lavillenie Frankreich  FRA 5,80
4 Maksym Masuryk Ukraine  UKR 5,75
5 Alexander Gripitsch Russland  RUS 5,75
6 Damiel Dossevi Frankreich  FRA 5,75
7 Steven Lewis Vereinigtes Konigreich  GBR 5,65
Alexander Straub Deutschland  GER 5,65
Giuseppe Gibilisco Italien  ITA 5,65

Finale: 22. August, 18:15 Uhr

WR: Serhij Bubka (UKR), 6,14 m, 1994
WJB-Outdoor: Renaud Lavillenie (FRA), 6,01 m
WJB-Indoor: Steven Hooker (AUS) 6,06 m

Steven Hooker gewann die Konkurrenz trotz einer schmerzhaften Oberschenkelverletzung, die ihn daran hinderte, den vollen Bewerb zu absolvieren. Er machte lediglich zwei Sprünge, einen Fehlversuch bei 5,85 m und dann einen weiteren erfolgreichen Sprung bei 5,90 m. Dieser reichte für die Goldmedaille, da keiner der beiden im Bewerb verbliebenen Franzosen die 5,95 m überspringen konnte. Insbesondere Renaud Lavillenie mit einer Saisonbestleistung von 6,01 m hätte von der Höhe her noch deutlich mehr Potential besessen, scheiterte aber nach Fehlversuchen bei 5,85 m und 5,90 m auch in seinem einzigen verbliebenen Versuch über 5,95 m an einer geringen seitlichen Berührung.

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Nach erfolgreicher Qualifikation im Hauptbewerb leicht verletzt angetreten: Malte Mohr (GER), 5,50 m
In der Qualifikation ausgeschieden: Björn Otto (GER), 5,55 m

Weitsprung

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Dwight Phillips Vereinigte Staaten  USA 8,54
2 Godfrey Khotso Mokoena Sudafrika  RSA 8,47
3 Mitchell Watt Australien  AUS 8,37
4 Fabrice Lapierre Australien  AUS 8,21
5 Greg Rutherford Vereinigtes Konigreich  GBR 8,17
6 Salim Sdiri Frankreich  FRA 8,07
7 Gable Garenamotse Botswana  BOT 8,06
8 Christopher Tomlinson Vereinigtes Konigreich  GBR 8,06

Finale: 22. August, 18:05 Uhr

WR: Mike Powell (USA), 8,95 m, 1991
WJB: Dwight Phillips (USA), 8,74 m

Mitfavorit und Titelverteidiger Irving Saladino schied im Vorkampf des Finales ohne gültigen Versuch aus.

Die Siegerehrung wurde durch die Enkelinnen von Jesse Owens und Luz Long vorgenommen.

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Sebastian Bayer (GER), 7,98 m; Nils Winter (GER), 7,69 m;

Dreisprung

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Phillips Idowu Vereinigtes Konigreich  GBR 17,73 (WJB)
2 Nelson Évora Portugal  POR 17,55
3 Alexis Copello Kuba  CUB 17,36
4 Leevan Sands Bahamas  BAH 17,32
5 Arnie David Giralt Kuba  CUB 17,26
6 Li Yanxi China Volksrepublik  CHN 17,23
7 Igor Spassowchodski Russland  RUS 16,91
8 Jadel Gregório Brasilien  BRA 16,89

Finale: 18. August, 18:05 Uhr

WR: Jonathan Edwards (GBR), 18,29 m, 1995
WJB: Nelson Évora (POR), 17,66 m

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ohne gültigen Versuch ausgeschieden: Charles Friedek (GER)

Kugelstoßen

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Christian Cantwell Vereinigte Staaten  USA 22,03 (WJB)
2 Tomasz Majewski Polen  POL 21,91
3 Ralf Bartels Deutschland  GER 21,37
4 Reese Hoffa Vereinigte Staaten  USA 21,28
5 Adam Nelson Vereinigte Staaten  USA 21,11
6 Pawel Lyschyn Weissrussland 1995  BLR 20,98
7 Miroslav Vodovnik Slowenien  SLO 20,50
8 Hamza Alić Bosnien und Herzegowina  BIH 20,00

Finale: 15. August, 20:15 Uhr

WR: Randy Barnes (USA), 23,12 m, 1990
WJB: Tomasz Majewski (POL), 21,95 m

Christian Cantwell, 2008 Olympiazweiter und Hallenweltmeister, setzte sich mit dem ersten Versuch an die Spitze und erzielte im fünften Versuch den einzigen 22-Meter-Stoß des Wettkampfes, zugleich Jahresweltbestleistung. Ralf Bartels verbesserte seinen persönlichen Rekord um einen Zentimeter. Er gewann wie schon bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2005 Bronze und schlug die hochfavorisierten US-Amerikaner Hoffa und Nelson.
Der Weißrusse Andrej Michnewitsch, der ursprünglich den siebten Platz mit 20,74 m belegt hatte, wurde nachträglich wegen Dopings disqualifiziert.[12]

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Im Finale ohne gültigen Versuch: Peter Sack (GER)
In der Qualifikation ausgeschieden: David Storl (GER), 19,19 m

Diskuswurf

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Robert Harting Deutschland  GER 69,43
2 Piotr Małachowski Polen  POL 69,15 NR
3 Gerd Kanter Estland  EST 66,88
4 Virgilijus Alekna Litauen  LTU 66,36
5 Casey Malone Vereinigte Staaten  USA 66,06
6 Zoltán Kővágó Ungarn  HUN 65,17
7 Bogdan Pischtschalnikow Russland  RUS 65,02
8 Gerhard Mayer Osterreich  AUT 63,17

Finale: 19. August, 20:10 Uhr

WR: Jürgen Schult (GDR), 74,08 m, 1986
WJB: Gerd Kanter (EST), 71,64 m

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Markus Münch (GER), 60,55 m; Daniel Schaerer (SUI), 58,50 m

Hammerwurf

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Primož Kozmus Slowenien  SLO 80,84
2 Szymon Ziółkowski Polen  POL 79,30
3 Alexei Sagorny Russland  RUS 78,09
4 Krisztián Pars Ungarn  HUN 77,45
5 Sergej Litvinov Deutschland  GER 76,58
6 Markus Esser Deutschland  GER 76,27
7 Andraš Haklits Kroatien  CRO 76,26
8 Pawel Krywizki Weissrussland 1995  BLR 76,00

Finale: 17. August, 18:05 Uhr

WR: Jurij Sedych (URS), 86,74 m, 1986
WJB: Krisztián Pars (HUN), 81,43 m

Speerwurf

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Andreas Thorkildsen Norwegen  NOR 89,59
2 Guillermo Martínez Kuba  CUB 86,41
3 Yukifumi Murakami Japan  JPN 82,97
4 Vadims Vasiļevskis Lettland  LAT 82,37
5 Tero Pitkämäki Finnland  FIN 81,90
6 Antti Ruuskanen Finnland  FIN 81,87
7 Ainārs Kovals Lettland  LAT 81,54
8 Mark Frank Deutschland  GER 81,32

Finale: 23. August, 16:20 Uhr

WR: Jan Železný (CZE), 98,48 m, 1996
WJB: Vadims Vasiļevskis (LAT), 90,71 m

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Tino Häber (GER), 74,11 m; Stefan Müller (SUI), 72,83 m

Zehnkampf

 
Hardee während des Wettbewerbs in Berlin
Platz Athlet Land Punkte
1 Trey Hardee Vereinigte Staaten  USA 8790 (WJB)
2 Leonel Suárez Kuba  CUB 8640
3 Alexander Pogorelow Russland  RUS 8528
4 Oleksij Kasjanow Ukraine  UKR 8479
5 Alexei Syssojew Russland  RUS 8454
6 Pascal Behrenbruch Deutschland  GER 8439
7 Nicklas Wiberg Schweden  SWE 8406
8 Yordani García Kuba  CUB 8387

Datum: 19./20. August

WR: Roman Šebrle (CZE), 9026 Punkte, 2001
WJB: Leonel Suárez (CUB), 8654 Punkte

Weitere Teilnehmer aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 16: Norman Müller (GER), 8096 Punkte; Platz 27: Moritz Cleve (GER), 7777 Punkte; Platz 30: Simon Walter (SUI), 7649 Punkte
Nach der zweiten Disziplin verletzt aufgegeben: Roland Schwarzl (AUT)

Resultate Frauen

100 m

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Shelly-Ann Fraser Jamaika  JAM 10,73 (WJB)
2 Kerron Stewart Jamaika  JAM 10,75
3 Carmelita Jeter Vereinigte Staaten  USA 10,90
4 Veronica Campbell-Brown Jamaika  JAM 10,95
5 Lauryn Williams Vereinigte Staaten  USA 11,01
6 Debbie Ferguson-McKenzie Bahamas  BAH 11,05
7 Chandra Sturrup Bahamas  BAH 11,05
8 Aleen Bailey Jamaika  JAM 11,16

Finale: 17. August, 21:35 Uhr
Windgeschwindigkeit: +0,1 m/s

WR: Florence Griffith-Joyner (USA), 10,49 s, 1988
WJB: Kerron Stewart (JAM), 10,75 s

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Im Halbfinale ausgeschieden: Verena Sailer (GER), 11,24 s
Im Viertelfinale ausgeschieden: Marion Wagner (GER), 11,64 s

200 m

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Allyson Felix Vereinigte Staaten  USA 22,02
2 Veronica Campbell-Brown Jamaika  JAM 22,35
3 Debbie Ferguson-McKenzie Bahamas  BAH 22,41
4 Muna Lee Vereinigte Staaten  USA 22,48
5 Anneisha McLaughlin Jamaika  JAM 22,62
6 Simone Facey Jamaika  JAM 22,80
7 Emily Freeman Vereinigtes Konigreich  GBR 22,98
8 Eleni Artymata Zypern Republik  CYP 23,05

Finale: 21. August, 21:00 Uhr
Windgeschwindigkeit: −0,1 m/s

WR: Florence Griffith-Joyner (USA), 21,34 s, 1988
WJB: Allyson Felix (USA), 21,88 s

400 m

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Sanya Richards Vereinigte Staaten  USA 49,00 (WJB)
2 Shericka Williams Jamaika  JAM 49,32
3 Antonina Kriwoschapka Russland  RUS 49,71
4 Novlene Williams-Mills Jamaika  JAM 49,77
5 Christine Ohuruogu Vereinigtes Konigreich  GBR 50,21
6 Debbie Dunn Vereinigte Staaten  USA 50,35
7 Anastassija Kapatschinskaja Russland  RUS 50,53
8 Amantle Montsho Botswana  BOT 50,65

Finale: 18. August, 19:35 Uhr

WR: Marita Koch (GDR), 47,60 s, 1985
WJB: Sanya Richards (USA), 49,23 s

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Im Halbfinale ausgeschieden: Sorina Nwachukwu (GER), 51,98 s

800 m

 
Caster Semenya
Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Caster Semenya Sudafrika  RSA 1:55,45 (WJB)
2 Janeth Jepkosgei Busienei Kenia  KEN 1:57,90
3 Jennifer Meadows Vereinigtes Konigreich  GBR 1:57,93
4 Julija Krewsun Ukraine  UKR 1:58,00
5 Marija Sawinowa Russland  RUS 1:58,68
6 Elisa Cusma Piccione Italien  ITA 1:58,81
7 Mayte Martínez Spanien  ESP 1:58,81
8 Marilyn Okoro Vereinigtes Konigreich  GBR 2:00,32

Finale: 19. August, 21:35 Uhr

WR: Jarmila Kratochvílová (TCH), 1:53,28 min, 1983
WJB: Caster Semenya (RSA), 1:56,72 min

Die Siegerin Caster Semenya hatte erstmals drei Wochen vor den Leichtathletik-Weltmeisterschaften mit der Weltjahresbestzeit von 1:56,72 min auf sich aufmerksam gemacht. Im Finale lief sie von der Spitze aus die erste Runde in schnellen 56,83 Sekunden. Etwa 250 Meter vor dem Ziel konnte Semenya einen Angriff erfolgreich abwehren und lief erneut Weltjahresbestzeit, wobei sie der zweitplatzierten Titelverteidigerin Janeth Jepkosgei Busienei aus Kenia 2,45 Sekunden abnahm. Aufgrund ihres männlichen Erscheinungsbildes ordnete die IAAF einen Geschlechtstest bei Semenya an.[16] Am 6. Juli 2010 gab die IAAF bekannt, dass Semanya wieder bei den Frauen starten darf.[17]

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Im Vorlauf ausgeschieden: Jana Hartmann (GER), 2:04:99 min

1500 m

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Maryam Yusuf Jamal Bahrain  BRN 4:03,74
2 Lisa Dobriskey Vereinigtes Konigreich  GBR 4:03,75
3 Shannon Rowbury Vereinigte Staaten  USA 4:04,18
4 Nuria Fernández Spanien  ESP 4:04,91
5 Christin Wurth-Thomas Vereinigte Staaten  USA 4:05,21
6 Anna Willard Vereinigte Staaten  USA 4:06,19
7 Lidia Chojecka Polen  POL 4:07,17
8 Natalja Jewdokimowa Russland  RUS 4:07,71

Finale: 23. August, 17:00 Uhr

WR: Qu Yunxia (CHN), 3:50,46 min, 1993
WJB: Maryam Yusuf Jamal (BRN), 3:56,55 min

Natalia Rodríguez aus Spanien erreichte das Ziel zwar als Erste, wurde jedoch nachträglich disqualifiziert, weil sie während des Rennens die Äthiopierin Gelete Burka schuldhaft zu Fall gebracht hatte. Alle Läuferinnen, die das Ziel hinter Rodríguez erreicht hatten, rückten in der Wertung um einen Rang auf.

5000 m

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Vivian Jepkemoi Cheruiyot Kenia  KEN 14:57,97
2 Sylvia Jebiwott Kibet Kenia  KEN 14:58,33
3 Meseret Defar Athiopien 1996  ETH 14:58,41
4 Sentayehu Ejigu Athiopien 1996  ETH 15:03,38
5 Meselech Melkamu Athiopien 1996  ETH 15:03,72
6 Iness Chepkesis Chenonge Kenia  KEN 15:06,06
7 Silvia Weissteiner Italien  ITA 15:09,74
8 Genzebe Dibaba Athiopien 1996  ETH 15:11,12

Finale: 22. August, 19:35 Uhr

WR: Tirunesh Dibaba (ETH), 14:11,15 min, 2008
WJB: Tirunesh Dibaba (ETH), 14:33,65 min

10.000 m

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Linet Chepkwemoi Masai Kenia  KEN 30:51,24
2 Meselech Melkamu Athiopien 1996  ETH 30:51,34
3 Wude Ayalew Athiopien 1996  ETH 30:51,95
4 Grace Kwamboka Momanyi Kenia  KEN 30:52,25
5 Meseret Defar Athiopien 1996  ETH 30:52,37
6 Amy Yoder Begley Vereinigte Staaten  USA 31:13,78
7 Yurika Nakamura Japan  JPN 31:14,39
8 Kimberley Smith Neuseeland  NZL 31:21,42

Datum: 15. August, 19:25 Uhr

WR: Wang Junxia (CHN), 29:31,78 min, 1993
WJB: Meselech Melkamu (ETH), 29:53,80 min

Das Feld der 22 Läuferinnen lag nach langsamen sieben Kilometern (3:08 min/km) beisammen, als drei Äthiopierinnen und zwei Kenianerinnen das Tempo auf dem achten Kilometer verschärften (2:56 Minuten) und einen großen Vorsprung herausholten, den die restlichen Läuferinnen nicht mehr aufholen konnten. Im Endspurt wähnte sich die Äthiopierin Meselech Melkamu als Siegerin und jubelte schon vor dem Zielstrich, als Linet Masai sich an ihr vorbeischob und damit die seit 1999 ununterbrochene Siegesserie der Äthiopierinnen beendete.

Weil neun Athletinnen der äußeren Startgruppe, unter ihnen Linet Chepkwemoi Masai (Erste), Wude Ayalew (Dritte), Grace Kwamboka Momanyi (Vierte) und Yurika Nakamura (Siebte), vorzeitig nach innen zogen, liefen sie eine zu kurze Strecke. Die von ihnen erzielten Zeiten werden daher nicht für statistische Zwecke herangezogen, obwohl sich an den Platzierungen nichts ändert.[18]

Marathon

 
Marathon Frauen (2009)
Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Bai Xue China Volksrepublik  CHN 2:25:15
2 Yoshimi Ozaki Japan  JPN 2:25:25
3 Aselefech Mergia Athiopien 1996  ETH 2:25:32
4 Zhou Chunxiu China Volksrepublik  CHN 2:25:39
5 Zhu Xiaolin China Volksrepublik  CHN 2:26:08
6 Marisa Barros Portugal  POR 2:26:50
7 Yuri Kanō Japan  JPN 2:26:57
8 Alewtina Biktimirowa Russland  RUS 2:27:39

Datum: 23. August, 11:15 Uhr

WR: Paula Radcliffe (GBR), 2:15:25 h, 2003
WJB: Irina Mikitenko (GER), 2:22:11 h

Die Weltrekordhalterin Paula Radcliffe, die Weltjahresbeste Irina Mikitenko und die Titelverteidigerin Catherine Ndereba gingen in Berlin nicht an den Start. Auch wegen der warmen Temperaturen um 23 °C im Schatten war das Renntempo eher langsam. Die Halbmarathonmarke erreichte eine vergleichsweise große Führungsgruppe von 24 Läuferinnen in 1:13:39 h. Nach und nach fielen immer mehr Läuferinnen aus der Spitzengruppe, bis bei Kilometer 35 nur noch die drei späteren Medaillengewinnerinnen das Rennen anführten. Die beiden Chinesinnen Zhou und Zhu liefen zwar bis zum Schluss nur wenige Sekunden dahinter, konnten das Führungstrio aber nicht einholen. Die Mitfavoritin Kara Goucher aus den USA verlor in dieser Phase aufgrund von Magenproblemen den Anschluss an die Verfolgergruppe. Die Entscheidung über die Medaillenvergabe fiel erst auf dem letzten Kilometer, als sich die Siegerin Bai Xue erst von Aselefech Mergia und dann von Yoshimi Ozaki lösen konnte. Von 71 gestarteten Läuferinnen erreichten 60 das Ziel.

Die Russin Nailja Julamanowa, die in 2:27:08 h auf den achten Platz gekommen war, wurde nachträglich wegen Dopingvergehens disqualifiziert.[13]

Die Russinnen fielen dadurch in der Mannschaftswertung des Weltcups, die aus der Summe der Zeiten der drei schnellsten Läuferinnen eines Landes errechnet wird, vom dritten auf den fünften Platz. Den Weltcup, der als Wettbewerb nicht zu den Weltmeisterschaften gehört, gewann China (7:17:02 h) vor Japan (7:22:15 h), Äthiopien (7:28:17 h) und den Vereinigten Staaten (7:32:20 h). Mit nur zwei Läuferinnen im Ziel kam Deutschland nicht in diese Wertung.

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 17: Sabrina Mockenhaupt (GER), 2:30:07 h; Platz 34: Susanne Hahn (GER), 2:38:39 h; Platz 38: Patricia Morceli (SUI), 2:39:37 h; Rennen aufgegeben: Ulrike Maisch (GER), Luminita Zaituc (GER)

100 m Hürden

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Brigitte Foster-Hylton Jamaika  JAM 12,51
2 Priscilla Lopes-Schliep Kanada  CAN 12,54
3 Delloreen Ennis-London Jamaika  JAM 12,55
4 Derval O’Rourke Irland  IRL 12,67 NR
5 Sally McLellan Australien  AUS 12,70
6 Ginnie Powell Vereinigte Staaten  USA 12,78
7 Dawn Harper Vereinigte Staaten  USA 12,81
8 Perdita Felicien Kanada  CAN 15,53

Finale: 19. August, 21:15 Uhr
Windgeschwindigkeit: +0,2 m/s

WR: Jordanka Donkowa (BUL), 12,21 s, 1988
WJB: LoLo Jones (USA), 12,47 s

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Im Halbfinale ausgeschieden: Carolin Nytra (GER), 12,94 s
Im Vorlauf ausgeschieden: Lisa Urech (SUI), 13,36 s

400 m Hürden

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Melaine Walker Jamaika  JAM 52,42 CR
2 Lashinda Demus Vereinigte Staaten  USA 52,96
3 Josanne Lucas Trinidad und Tobago  TRI 53,20 NR
4 Kaliese Spencer Jamaika  JAM 53,56
5 Tiffany Williams Vereinigte Staaten  USA 53,83
6 Natalja Antjuch Russland  RUS 54,11
7 Anastassija Rabtschenjuk Ukraine  UKR 54,78
8 Angela Moroșanu Rumänien  ROU 55,04

Finale: 20. August, 20:15 Uhr

WR: Julija Petschonkina (RUS), 52,34 s, 2003
WJB: Lashinda Demus (USA), 52,63 s

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Im Halbfinale ausgeschieden: Jonna Tilgner (GER), 57,11 s

3000 m Hindernis

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Julija Sarudnewa Russland  RUS 9:08,39
2 Milcah Chemos Cheywa Kenia  KEN 9:08,57
3 Gulnara Galkina Russland  RUS 9:11,09
4 Jennifer Barringer Vereinigte Staaten  USA 9:12,50 AM
5 Habiba Ghribi Tunesien  TUN 9:12,52 NR
6 Ruth Bisibori Nyangau Kenia  KEN 9:13,16
7 Gladys Jerotich Kipkemoi Kenia  KEN 9:14,62
- Antje Möldner Deutschland  DEU 9;18,54 DR

Finale: 17. August, 20:30 Uhr

WR: Gulnara Galkina (RUS), 8:58,81 min, 2008
WJB: Marta Domínguez (ESP), 9:09,39 min

Von Beginn an war das Rennen von einem hohen Tempo geprägt. Der erste Kilometer wurde in 3:01,26 min absolviert, der zweite in 3:05,19 min. Die Olympiasiegerin von 2008 und Weltrekordhalterin, Gulnara Galkina, galt als Favoritin, wurde jedoch am Ende nur Dritte. Auf der letzten Runde verlor sie überraschend den Anschluss an die Spitze. Stattdessen attackierte ihre Landsfrau Julija Sarudnewa rund 200 Meter vor dem Ziel. Nur Marta Domínguez und Milcah Chemos Cheywa konnten ihr folgen. Sarudnewa hatte dem Schlussspurt der gedopten Domínguez nach dem letzten Hindernis jedoch nichts mehr entgegenzusetzen und konnte ihren Platz vor Cheywa nur mit Mühe verteidigen. Dank kluger Renneinteilung verbesserte Antje Möldner, die nach der Disqualifikation der Dopingsünderin Marta Domínguez auf Platz acht kam, ihren eigenen deutschen Rekord noch einmal, nachdem ihr das bereits zwei Tage zuvor in der Qualifikationsrunde gelungen war.

Im November 2015 wurde der Spanierin Marta Domínguez nach einem Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs der Weltmeistertitel wegen Dopingvergehens aberkannt.[10]

4 × 100 m Staffel

Platz Land Athletinnen Zeit (s)
1 Jamaika  Jamaika Simone Facey
Shelly-Ann Fraser
Aleen Bailey
Kerron Stewart
42,06
2 Bahamas  Bahamas Sheniqua Ferguson
Chandra Sturrup
Christine Amertil
Debbie Ferguson-McKenzie
42,29
3 Deutschland  Deutschland Marion Wagner
Anne Möllinger
Cathleen Tschirch
Verena Sailer
42,87
4 Russland  Russland Jewgenija Poljakowa
Alexandra Fedoriwa
Julija Guschtschina
Julija Tschermoschanskaja
43,00
5 Brasilien  Brasilien Rosemar Maria Neto
Lucimar Aparecida de Moura
Thaissa Presti
Vanda Gomes
43,13
6 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Laura Turner
Montell Douglas
Emily Freeman
Emma Ania
43,16
7 Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago Reyare Thomas
Kelly-Ann Baptiste
Ayanna Hutchinson
Semoy Hackett
43,43
8 Kolumbien  Kolumbien Yomara Hinestroza
Felipa Palacios
Darlenys Obregón
Norma González
43,43

Finale: 22. August, 20:00 Uhr

WR: DDR, 41,37 s, 1985
WJB: USA, 41,58 s

Die Staffel aus Trinidad und Tobago stellte im Vorlauf mit 43,22 s einen Landesrekord auf.

4 × 400 m Staffel

Platz Land Athletinnen Zeit (min)
1 Vereinigte Staaten  USA Debbie Dunn
Allyson Felix
Lashinda Demus
Sanya Richards
Vorlauf:
Jessica Beard
Natasha Hastings
3:17,83 (WJB)
2 Jamaika  Jamaika Rosemarie Whyte
Novlene Williams-Mills
Shereefa Lloyd
Shericka Williams
Vorlauf:
Kaliese Spencer
3:21,15
3 Russland  Russland Anastassija Kapatschinskaja
Tatjana Firowa
Ljudmila Litwinowa
Antonina Kriwoschapka
Vorlauf:
Natalja Antjuch
Natalja Nasarowa
3:21,64
4 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Lee McConnell
Christine Ohuruogu
Vicki Barr
Nicola Sanders
Vorlauf:
Jennifer Meadows
3:25,16
5 Deutschland  Deutschland Fabienne Kohlmann
Sorina Nwachukwu
Esther Cremer
Claudia Hoffmann
3:27,61
6 Nigeria  Nigeria Endurance Abinuwa
Muizat Ajoke Odumosu
Josephine Ehigie
Folashade Abugan
3:28,55
7 Frankreich  Frankreich Virginie Michanol
Aurélie Kamga
Symphora Béhi
Solen Désert-Mariller
3:30,16
8 Kuba  Kuba Diosmely Peña
Daisurami Bonne
Zulia Calatayud
Indira Terrero
Vorlauf:
Susana Clement
3:36,99

Finale: 23. August, 17:50 Uhr

WR: UdSSR, 3:15,17 min, 1988
WJB: USA, 3:23,08 min

20 km Gehen

Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Olive Loughnane Irland  IRL 1:28:58
2 Liu Hong China Volksrepublik  CHN 1:29:10
3 Anissija Kirdjapkina Russland  RUS 1:30:09
4 Vera Santos Portugal  POR 1:30:35
5 Beatriz Pascual Spanien  ESP 1:30:40
6 Masumi Fuchise Japan  JPN 1:31:15
7 Kristina Saltanovič Litauen  LTU 1:31:23
- Elisa Rigaudo Italien  ITA 1:31:52

Datum: 16. August, 12:00 Uhr

WR: Olimpiada Iwanowa (RUS), 1:25:41 h, 2005
WJB: Olga Kaniskina (RUS), 1:24:56 h

Die zunächst als Weltmeisterin gekürte Russin Olga Kaniskina wurde wegen Vergehens gegen die Dopingbestimmungen disqualifiziert.[11]

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 25: Marie Polli (SUI), 1:36:44 h
Aufgegeben: Sabine Krantz (GER)

Hochsprung

 
Ariane Friedrich und Meike Kröger nach dem Hochsprung-Finale
Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Blanka Vlašić Kroatien  CRO 2,04
2 Ariane Friedrich Deutschland  GER 2,02
3 Antonietta Di Martino Italien  ITA 1,99
4 Ruth Beitia Spanien  ESP 1,99
5 Swetlana Schkolina Russland  RUS 1,96
6 Emma Green Schweden  SWE 1,96
Chaunté Howard Lowe Vereinigte Staaten  USA 1,96
0- Anna Tschitscherowa Russland  RUS DSQ

Finale: 20. August, 19:10 Uhr

WR: Stefka Kostadinowa (BUL), 2,09 m, 1987
WJB: Ariane Friedrich (GER), 2,06 m

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 11: Meike Kröger (GER), 1,87 m

Stabhochsprung

 
Monika Pyrek und Anna Rogowska nach dem polnischen Doppelerfolg im Stabhochsprung
Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Anna Rogowska Polen  POL 4,75
2 Monika Pyrek Polen  POL 4,65
Chelsea Johnson Vereinigte Staaten  USA 4,65
4 Silke Spiegelburg Deutschland  GER 4,65
5 Fabiana Murer Brasilien  BRA 4,55
6 Kate Dennison Vereinigtes Konigreich  GBR 4,55
7 Anna Battke Deutschland  GER 4,40
Tatjana Polnowa Russland  RUS 4,40

Finale: 17. August, 18:45 Uhr

WR: Jelena Issinbajewa (RUS), 5,05 m, 2008
WJB: Jelena Issinbajewa (RUS), 4,85 m

Die Titelverteidigerin Jelena Issinbajewa ging als hohe Favoritin in den Wettkampf. Während alle anderen Teilnehmerinnen im Finale mit einer Höhe von 4,25 m oder 4,40 m begannen, wählte Issinbajewa mit 4,75 m wie gewohnt einen späten Einstieg in den Wettkampf. Da sie an dieser Höhe zunächst scheiterte, während Anna Rogowska sie im ersten Versuch überquerte, ließ Issinbajewa 4,80 m auflegen. Auch diese Marke konnte Issinbajewa zweimal nicht bewältigen und blieb so als einzige Finalteilnehmerin ohne gültigen Versuch. Rogowska reichten die übersprungenen 4,75 m zum Sieg. Dahinter gewannen Monika Pyrek und die bis dahin unbekannte Chelsea Johnson, mit 4,65 m im ersten Versuch höhengleich, beide die Silbermedaille. Silke Spiegelburg übersprang zwar auch 4,65 m. Da ihr dies jedoch erst im zweiten Versuch gelang, wurde sie Vierte. Eine Bronzemedaille wurde nicht vergeben.

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 10: Kristina Gadschiew (GER), 4,40 m
In der Qualifikation ausgeschieden: Nicole Büchler (SUI), 4,50 m

Weitsprung

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Brittney Reese Vereinigte Staaten  USA 7,10
2 Tatjana Lebedewa Russland  RUS 6,97
3 Karin Mey Melis Turkei  TUR 6,80
4 Naide Gomes Portugal  POR 6,77
5 Olga Kutscherenko Russland  RUS 6,77
6 Shara Proctor Anguilla  AIA 6,71
7 Maurren Higa Maggi Brasilien  BRA 6,68
8 Ksenija Balta Estland  EST 6,62

Finale: 23. August, 16:15 Uhr

WR: Galina Tschistjakowa (URS) 7,52 m, 1988
WJB: Brittney Reese (USA) 7,06 m

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Melanie Bauschke (GER), 6,32 m; Bianca Kappler (GER), 6,29 m; Beatrice Marscheck (GER), 6,19 m

Dreisprung

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Yargelis Savigne Kuba  CUB 14,95
2 Mabel Gay Kuba  CUB 14,61
3 Anna Pjatych Russland  RUS 14,58
4 Biljana Topić Serbien  SRB 14,52 NR
5 Trecia Smith Jamaika  JAM 14,48
6 Tatjana Lebedewa Russland  RUS 14,37
7 Cristina Bujin Rumänien  ROU 14,26
8 Dana Velďáková Slowakei  SVK 14,25

Finale: 17. August, 20:00 Uhr

WR: Inessa Krawez (UKR) 15,50 m, 1995
WJB: Nadeschda Aljochina (RUS), 15,14 m

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Katja Demut (GER), 11,38 m

Kugelstoßen

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Valerie Vili Neuseeland  NZL 20,44
2 Nadine Kleinert Deutschland  GER 20,20
3 Gong Lijiao China Volksrepublik  CHN 19,89
4 Natallja Michnewitsch Weissrussland 1995  BLR 19,66
5 Anna Awdejewa Russland  RUS 19,66
6 Michelle Carter Vereinigte Staaten  USA 18,96
7 Li Meiju China Volksrepublik  CHN 18,76
8 Misleydis González Kuba  CUB 18,74

Finale: 16. August, 20:20 Uhr

WR: Natalja Lissowskaja (URS) 22,63 m, 1987
WJB: Valerie Vili (NZL), 20,69 m

Die beiden späteren Erstplatzierten machten den Sieg unter sich aus: Nadine Kleinert ging mit Einstellung ihrer persönlichen Bestleistung von 20,06 m (im dritten Versuch verbessert auf 20,20 m) im ersten Versuch in Führung. Die Titelverteidigerin Valerie Vili setzte sich in der dritten Runde an die Spitze und lag mit drei ihrer fünf gültigen Versuche an der Siegposition. Sie ist die erste Neuseeländerin, der zwei Weltmeistertitel gelangen. Ihr erster Medaillengewinn bei einem Welt-Jahreshöhepunkt gelang der 20-jährigen Chinesin Gong Lijiao, die 2007 und 2008 schon als Finalteilnehmerin bei Weltmeisterschaften und Olympia aufgefallen war. Die Weißrussin Natallja Michnewitsch, unter den Finalteilnehmerinnen diejenige mit der höchsten persönlichen Bestleistung (20,70 m, 2008), blieb weit unter ihren Möglichkeiten.

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 11: Denise Hinrichs (GER), 18,39 m; Platz 12: Christina Schwanitz (GER), 17,84 m

Diskuswurf

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Dani Samuels Australien  AUS 65,44
2 Yarelis Barrios Kuba  CUB 65,31
3 Nicoleta Grasu Rumänien  ROU 65,20
4 Żaneta Glanc Polen  POL 62,66
5 Song Aimin China Volksrepublik  CHN 62,42
6 Nadine Müller Deutschland  GER 62,04
7 Natalja Sadowa Russland  RUS 61,78
8 Mélina Robert-Michon Frankreich  FRA 60,92

Finale: 21. August, 20:20 Uhr

WR: Gabriele Reinsch (GDR), 76,80 m, 1988
WJB: Stephanie Brown Trafton (USA), 66,21 m

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Franka Dietzsch (GER), 58,44 m

Hammerwurf

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Anita Włodarczyk Polen  POL 77,96 WR
2 Betty Heidler Deutschland  GER 77,12 DR
3 Martina Hrašnová Slowakei  SVK 74,79
4 Kathrin Klaas Deutschland  GER 74,23
5 Zhang Wenxiu China Volksrepublik  CHN 72,57
6 Tatjana Lyssenko Russland  RUS 72,22
7 Jessica Cosby Vereinigte Staaten  USA 72,17
8 Clarissa Claretti Italien  ITA 71,56

Finale: 22. August, 19:30 Uhr

WR: Tatjana Lyssenko (RUS), 77,80 m, 2006
WJB: Anita Włodarczyk (POL), 77,20 m

 
Betty Heidler (Platz zwei) nach ihrer Ehrenrunde

Titelverteidigerin Betty Heidler hatte in der Qualifikation mit 75,27 m einen neuen Meisterschaftsrekord aufgestellt und ging auch im Finale nach dem ersten Versuch in Führung. Im zweiten Durchgang konnte Anita Włodarczyk jedoch mit der neuen Weltrekordweite von 77,96 m kontern. Beim Jubel über diesen Wurf verletzte sie sich am Sprunggelenk und setzte die nächsten drei Versuche aus. Kathrin Klaas rückte mit einer persönlichen Bestleistung im dritten Versuch zwischenzeitlich auf den dritten Rang vor, von dem sie Martina Hrašnová allerdings im fünften Durchgang noch verdrängen konnte. Im letzten Versuch verbesserte Heidler ihren eigenen Deutschen Rekord um 67 Zentimeter, konnte jedoch Włodarczyk den Sieg nicht mehr nehmen. Die entthronte Weltrekordhalterin Tatjana Lyssenko kam nach einer kurz zuvor abgelaufenen zweijährigen Dopingsperre nicht über den sechsten Platz hinaus. Die Olympiasiegerin Aksana Mjankowa schied bereits in der Qualifikation aus.

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Andrea Bunjes (GER), 67,01 m

Speerwurf

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Steffi Nerius Deutschland  GER 67,30
2 Barbora Špotáková Tschechien  CZE 66,42
3 Marija Abakumowa Russland  RUS 66,06
4 Monica Stoian Rumänien  ROU 64,51
5 Christina Obergföll Deutschland  GER 64,34
6 Linda Stahl Deutschland  GER 63,23
7 Osleidys Menéndez Kuba  CUB 63,11
8 Savva Lika Griechenland  GRE 60,29

Finale: 18. August, 19:25 Uhr

WR: Barbora Špotáková (CZE), 72,28 m, 2008
WJB: Christina Obergföll (GER), 68,59 m

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
In der Qualifikation ausgeschieden: Elisabeth Pauer (AUT), 50,88 m

Siebenkampf

Platz Athletin Land Punkte
1 Jessica Ennis Vereinigtes Konigreich  GBR 6731 (WJB)
2 Jennifer Oeser Deutschland  GER 6493
3 Kamila Chudzik Polen  POL 6471
4 Natalja Dobrynska Ukraine  UKR 6444
5 Ljudmyla Jossypenko Ukraine  UKR 6416
6 Hanna Melnytschenko Ukraine  UKR 6414
7 Antoinette Nana Djimou Ida Frankreich  FRA 6323
8 Tatjana Tschernowa Russland  RUS 6288

Datum: 15./16. August

WR: Jackie Joyner-Kersee (USA), 7291 Punkte, 1988
WJB: Jessica Ennis (GBR), 6587 Punkte

Die Weltjahresbeste Jessica Ennis ging nach Siegen im 100-Meter-Hürdenlauf und im Hochsprung sofort deutlich in Führung. Mit dem besten Ergebnis im Kugelstoßen konnte die Olympiasiegerin von 2008, Natalja Dobrynska, ihren Rückstand zwischenzeitlich verkürzen. Jessica Ennis beendete den ersten Wettkampftag jedoch mit der schnellsten Zeit im 200-Meter-Lauf. Der Sieg im Weitsprung ging an Kamila Chudzik. Linda Züblin gewann den Speerwurf und stellte dabei sogar einen neuen Landesrekord für die Schweiz auf, spielte jedoch in der Gesamtwertung keine Rolle. Vor dem abschließenden 800-Meter-Lauf lag Jessica Ennis komfortabel in Führung, dahinter kämpften jedoch Kamila Chudzik, Jennifer Oeser und Natalja Dobrynska um Silber und Bronze. Trotz eines Sturzes eine Runde vor dem Ziel gelang es Oeser, Chudzik noch vom zweiten Rang der Gesamtwertung zu verdrängen, während Dobrynska auf dem vierten Rang blieb. Die beste Zeit über 800 Meter erzielte Tatjana Tschernowa, die als Gesamtachte jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb. Jessica Ennis hatte keine Mühe ihre Gesamtführung bis zum Ende zu verteidigen. Ennis und Oeser stellten neue persönliche Bestleistungen im Siebenkampf auf.

Weitere Teilnehmerinnen aus deutschsprachigen Ländern:
Platz 9: Julia Mächtig (GER), 6265 Punkte; Platz 16: Linda Züblin (SUI), 5934 Punkte.
Nach der dritten Disziplin verletzt aufgegeben: Lilli Schwarzkopf (GER)

Weblinks

  Commons: Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2009 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Videos

Einzelnachweise

  1. a b Teilnehmende Athleten – Offizielle Website der IAAF, 17. August 2009
  2. Startschuß für die Leichtathletik-WM, Bundesministerium des Innern, 18. August 2009
  3. HDTV bei ARD und ZDF: Leichtathletik-WM wird im "falschen Format" produziert auf: heise.de
  4. EinsFestival HD beendet Weihnachtsshowcase – Drei weitere Showcases zusammen mit ARD und ZDF für 2009 geplant auf: HDTVTotal.com
  5. BOC unterbricht WM-Aufbau vom 1. Juli 2009
  6. taz: Protest gegen Akkreditierung, abgerufen am 26. Oktober 2009
  7. Deutscher Journalisten-Verband: DJV kritisiert Schnüffelpraxis, abgerufen am 26. Oktober 2009
  8. Laudatio für die Vergabe des Negativpreises auf der Seite der Big Brother Awards, abgerufen am 22. August 2014
  9. gemäß IAAF-Webseite vom 23. August 2009
  10. a b Doping: Läuferin Dominguez verliert ihren WM-Titel, spiegel.de vom 20. November 2015, abgerufen am 20. November 2015
  11. a b Russische Geher müssen Medaillen abgeben, Frankfurter Allgemeine Zeitung 24. März 2016 auf .faz.net, abgerufen am 18. Juli 2017
  12. a b Michnewitsch gesperrt, Focus Online 1. August 2013 auf focus.de, abgerufen am 18. Juli 2017
  13. a b Leichtathletik-Verband sperrt neun Athleten, Tagesspiegel Potsdamer Neue Nachrichten 25. Juli 2012 auf pnn.de, abgerufen am 13. August 2016
  14. Russian athletes (athletics) recognized ineligible Rusada 20. Januar 2015
  15. Russian athletes (athletics) recognized ineligible Rusada 20. Januar 2015
  16. Die Presse: Test verordnet: Ist Leichtathletin Caster Semenya eine Frau? 20. August 2009
  17. IAAF: Caster Semenya may compete (Memento vom 8. Juli 2010 im Internet Archive). 6. Juli 2010
  18. IAAF: Newsletter. Edition 107, 21. Oktober 2009 (PDF; 325 KB)