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Dieser Artikel behandelt das Tor in Berlin. Zu anderen Bauwerken mit diesem Namen siehe Brandenburger Tor (Begriffsklärung).
Das Brandenburger Tor in heutiger Zeit (2007)
Das Brandenburger Tor im geteilten Berlin (1985)
Das Brandenburger Tor im Königreich Preußen (um 1855)

Das Brandenburger Tor in Berlin ist ein frühklassizistisches Triumphtor, das an der Westflanke des quadratischen Pariser Platzes im Berliner Ortsteil Mitte steht. Es wurde als Abschluss der zentralen Prachtstraße der Dorotheenstadt, der Straße Unter den Linden, in den Jahren von 1789[1] bis 1793[2] auf Anweisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. nach Entwürfen von Carl Gotthard Langhans errichtet. Die das Tor krönende Skulptur der Quadriga ist ein Werk nach dem Entwurf des Bildhauers Johann Gottfried Schadow. Westlich des Brandenburger Tores befinden sich die ausgedehnten Grünflächen des Großen Tiergartens, die in gradliniger Verlängerung der Straße Unter den Linden von der Straße des 17. Juni durchquert werden. Die Platzfläche unmittelbar westlich des Tores trägt den Namen Platz des 18. März.

Das Tor ist das einzig erhaltene von zuletzt 18 Berliner Stadttoren.[3] In der Formensprache stellt es die Hinwendung vom römischen zum griechischen Vorbild dar.[3] Es ist eines der ersten klassizistischen Bauwerke in Preußen und markiert hiermit den Beginn des Klassizismus als staatstragende Architektur in Preußen.

Das Tor ist eines der bekanntesten Berliner Wahrzeichen und nationales Symbol, mit dem viele wichtige geschichtliche Ereignisse des 19. und 20. Jahrhunderts verbunden sind. Heute wird das Tor vor allem als Symbol der deutschen Wiedervereinigung angesehen. Bis zu dieser stand es unmittelbar an der Grenze zwischen Ost- und West-Berlin und damit im Kalten Krieg an der Grenze zwischen dem Warschauer Pakt und der NATO.

Inhaltsverzeichnis

VorgängerbauBearbeiten

 
Zeichnung des alten Brandenburger Tores von Daniel Chodowiecki (1764)

Mit der Errichtung der Dorotheenstadt um 1670 und deren Einbeziehung in die Stadtbefestigung Berlins entstand das erste Tor an der Stelle des heutigen Brandenburger Tores. Dieses bestand aus einem Durchbruch durch den aufgeschütteten Wall und einer Zugbrücke über den ausgehobenen Graben.

Mit dem Bau der Zollmauer der Stadt Berlin wurde 1734 ein Vorgängerbau des heutigen Brandenburger Tores als Stadttor an der Straße nach Brandenburg an der Havel errichtet.[4] Die Toranlage bestand aus zwei mit Pilastern und Trophäen geschmückten barocken Pylonen, an denen die Torflügel befestigt waren. Neben dem Schmucktor befanden sich einfache Durchgänge für Fußgänger in der Mauer, die an dieser Stelle mit Schmuckvasen verziert waren.[4] Bereits innerhalb der Zollmauer befanden sich südlich des Tores das Gebäude für die Wache und nördlich das für die Steuerbehörde.

Für den bevorstehenden Neubau des Tores wurde zuerst ab Mai 1788 das nördlich des Steuerhauses befindliche Spritzenhaus abgebrochen, um an dessen Stelle eine provisorische Umfahrung der Torbaustelle anzulegen. Der Abbruch des alten Brandenburger Tores begann anschließend im Sommer 1788.[1]

SymbolikBearbeiten

Die Neuerrichtung des Brandenburger Tores erfolgte zur innen- und außenpolitischen Herrschaftsrepräsentation Friedrich Wilhelm II. Mit der Gestaltung des Tores nach dem Vorbild der Propyläen der Akropolis in Athen verglich sich Friedrich Wilhelm II. mit Perikles und stellte sich als Herrscher dar, der Preußen ein goldenes Zeitalter bringen würde.[5] Perikles stand für eine kluge Bündnispolitik verbunden mit einer langen Friedenszeit und für die Vorherrschaft Athens im Attischen Seebund. Genau so wollte Friedrich Wilhelm II. wahrgenommen werden, nachdem er 1787 die Republik der Vereinigten Niederlande durch den Einmarsch preußischer Truppen gewaltsam befriedet und eine Allianz zwischen Preußen, den Niederlanden und Großbritannien herbeigeführt hatte.

Ganz in diesem Sinne war der ursprünglich für das Tor gewählte Name „Friedenstor“. Neben Friedrich Wilhelm II. sollte seine Schwester Wilhelmine von Oranien, Erbstatthalterin der Republik der Niederlande, als Friedensbringerin gepriesen werden. Sie war es, die durch ihre Taktik Friedrich Wilhelm II. zum Eingreifen in den Niederlanden bewegte und letztendlich dadurch eine Vormachtstellung Preußens in Europa herbeiführte. Der Begriff des „Friedenstores“ steht nicht im Widerspruch zur Krönung des Tores mit einer Siegesgöttin, sondern harmoniert mit der absolutistischen Herrschaftsvorstellung des 18. Jahrhunderts.[6]

Sowohl von der baulichen Anlage der Flügelbauten als auch von der schmückenden Ausstattung her war das Tor nach innen gerichtet. Es sollte somit nicht dem Ankommenden, sondern dem in der Stadt Wohnenden die Herrschermacht verdeutlicht werden. Gleich einer Theaterkulisse diente das Tor dazu, dem König bei der Ankunft in Berlin schmückendes und erhöhendes Beiwerk zur Seite zu stellen.

ArchitekturBearbeiten

 
Vergleich zwischen den Propyläen als Vorbild und der preußischen Neuinterpretation (Stich um 1795)
 
Grundriss des Brandenburger Tores im ursprünglichen Zustand

Das Brandenburger Tor ist ein frühklassizistisches Gebäudeensemble eines Triumphtores, bestehend aus dem eigentlichen Torbauwerk und zwei flankierenden Flügelbauten. Die Flügelbauten stellen nicht nur den Übergang zwischen dem Tor zur angrenzenden Bebauung her, sondern bilden durch ihre vorgezogene Position eine Art barocken Ehrenhof.[7]

Carl Gotthard Langhans war von Friedrich Wilhelm II. als Leiter des Oberhofbauamtes eingesetzt worden und somit mit der Umsetzung betraut. Er erhielt, wahrscheinlich direkt von Friedrich Wilhelm II.,[8][9] die Vorgabe, das Tor nach dem Vorbild der Propyläen, dem Eingangstor zur Akropolis, zu errichten. Da Langhans selbst nicht in Griechenland war, dienten ihm die Beschreibungen und Zeichnungen von Julien-David Le Roy sowie von James Stuart und Nicholas Revett als Vorlage.[10] Weiterhin forderte Friedrich Wilhelm II. „die großen und schönen Partien der Stadt und des daran liegenden Thiergartens dergestalt miteinander zu verbinden, dass dem Thor soviel möglich freye Öffnung und viel Durchsicht gegeben werde.“[9] Schon deshalb mussten diverse Veränderungen gegenüber dem Vorbild vorgenommen werden. Langhans reduzierte die Tiefe des Tores deutlich. Außerdem führte er die Säulen schmaler und höher als im Vorbild aus. Die Säulen verdecken somit weniger Fläche und durch den höher liegenden Architrav verdeckt dieser auch aus größerer Entfernung nicht den Horizont.

Das Tor besteht aus zwei Säulenreihen mit jeweils sechs kannelierten und mit Basen versehenen dorischen Säulen, wobei die zwischen den Kanneluren eingefügten Stege der ionischen Ordnung entsprechen. Zwischen den Säulenpaaren steht jeweils eine gemauerte und verputzte Wand. Diese war nötig, da die schlanken Säulen alleine die Last des oberen Bauteils mit der Quadriga nicht hätten tragen können.[11] Die sechs Säulen-Mauer-Reihen bilden fünf Durchfahrten, von denen die mittlere – analog zu den Propyläen – breiter ist. Über den Säulen befindet sich das Gebälk, das, anders als beim griechischen Vorbild, nicht aus großen Steinquadern gebildet, sondern waagerecht gemauert wurde. Das Gebälk ist beidseitig mit einem Metopen-Triglyphen-Fries verziert, das vom Geison gefolgt wird. Über dem Geison folgt nun nicht der griechische flache Dreiecksgiebel, sondern eine Attika. Durch der Attika vorgesetzte flache Stufen, die zum Zentrum des Baus hinaufführen, wird aber der griechische Dreiecksgiebel symbolisiert. Auf der Attika steht dann als krönender Anschluss über der mittleren Tordurchfahrt die Quadriga.

Beiderseits des Tores schlossen sich ursprünglich kurze Mauerstücke mit Nischen für die Skulpturen von Mars und Minerva an, die somit vom Quarrée (heute: Pariser Platz) aus gesehen rechts und links das Tor flankierten. Weiter nach außen folgten zweietagige Remisen, die dann in die Akzisemauer übergingen. Die Remisen standen direkt hinter den Flügelbauten, so dass sie vom Quarrée aus nicht zu sehen waren. Remisen und Flügelbauten waren durch ein gemeinsames Dach verbunden, das den inneren Weg an der Stadtmauer überspannte und somit die Fläche vor dem Tor einfasste. Mit dem Fall der Akzisemauer 1867/1868 wurden auch die Remisen abgerissen und das Tor wurde 1868 mit den Flügelbauten durch neue Säulenhallen verbunden, die nach Entwürfen von Heinrich Strack ausgeführt wurden. Hierbei wurde auf beiden Seiten des Tores ein zusätzlicher Durchgang für Fußgänger geschaffen. Die Skulpturen von Mars und Minerva verloren bei diesem Umbau ihre prominenten Positionen und wurden in den Außenwänden des Tores „abgestellt“. Die heutigen Flügelbauten entsprechen auch nicht mehr den Originalen. Diese schlossen mit ihren Außenflanken an die Bebauung an und hatten nur vor den Fassaden zum Platz dorische Kolonnaden. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Flügelbauten zerstört und anschließend mit komplett umlaufenden Kolonnaden wieder aufgebaut. Durch dieses Freistellen ergibt sich heute ein weiterer Fußgänger-Durchgang auf der dem Tor abgewandten Seite der Flügelbauten.

Maße

Das Bauwerk ist 20,3 Meter hoch, die Spitze der Quadriga reicht bis zu einer Höhe von etwa 26 Metern. Die Breite des Tores beträgt 62,5 und die Tiefe 11 Meter. Die Säulen sind 13,5 Meter hoch[12] und haben an der Basis einen Durchmesser von 1,73 Meter.[13] Die mittlere Durchfahrt hat eine Breite von 18 Fuß (5,65 m), die übrigen von 12 Fuß und 1 Zoll (3,80 m).[14]

BildhauereiBearbeiten

Neben der Wirkung durch die Architektur wurde das Tor durch zahlreiche bildhauerische Werke künstlerisch aufgewertet. Es kamen sowohl vollplastische Skulpturen als auch Reliefs zum Einsatz. Entscheidungen zur künstlerischen Ausgestaltung des Tores erfolgten teilweise erst während der Bauphase. Die meisten Entwürfe fertigte Johann Gottfried Schadow in seiner Funktion als Leiter der Hofbildhauerwerkstatt und Direktor der Skulpturen beim Oberhofbauamt. Die Ausführung erfolgte von zahlreichen unterschiedlichen Bildhauern, so dass der Bau des Tores durchaus auch als Beschäftigungsprogramm für die preußische Bildhauerschaft gesehen werden kann.

QuadrigaBearbeiten

 
Quadriga im Zustand von 2006 bei nächtlicher Anstrahlung
 
Detail der Victoria
 
Von Schinkel entworfenes Siegeszeichen nach Restaurierung im Jahr 1991

Die Quadriga ist das künstlerische Hauptschmuckwerk des Brandenburger Tores, das bereits von Langhans bei der architektonischen Ausarbeitung vorgesehen wurde. Als Vorbild diente ihm wahrscheinlich das Mausoleum von Halikarnassos – eines der Sieben Weltwunder.[15] Mit dem Einzug der (römischen) Siegesgöttin Victoria im Streitwagen sollte der Einzug des Friedens nach Berlin dargestellt werden. Bereits im ältesten bekannten Besprechungsprotokoll über die Gestaltung der Quadriga vom 13. März 1789 wird die Göttin Victoria namentlich erwähnt: „[Es] wurde beschlossen, daß von Hr. Schadow ein Modell […] zu fertigen sey, welches die Maaße einer Gruppe von 4 Pferde und einem Wagen nebst der Victoria deutlich ausdrückte.“[16] Auch während der Bauphase fand keine Umdeutung der römischen Siegesgöttin statt und der Klempnermeister Koehler erhielt seine Bezahlung ab 1791 „für die kupferne Figur Victoria“.[17] Andere Deutungen als griechische Siegesgöttin Nike oder griechische Friedensgöttin Eirene[18] sind nicht zeitgenössisch belegt und entsprechen nicht dem aktuellen Forschungsstand. Zitha Pöthe schreibt in ihrer 2014 veröffentlichten Dissertation: „Es ist zu untersuchen, warum eine Siegesgöttin die Triumphalquadriga schmückte und nicht eine Friedensgöttin […]. Unwahrscheinlich ist, dass der Wahl eine rein ästhetische Entscheidung zugrunde lag; der prägnante visuelle Unterschied zwischen beiden ist die Darstellung von Schwingen am Rücken der Victoria. Viel mehr wird es ihre Verwendung in der Antike gewesen sein, die Victoria den repräsentativen Platz auf dem Brandenburger Tor sicherte“[19] und „Victoria konnte als Symbol nahtlos in die Bildsprache des Absolutismus eingegliedert werden. Sie diente Friedrich Wilhelm folglich als […] Legitimierung der eigenen Militäraktion im Herbst 1787 und der anschließenden Bündnispolitik, die eine Friedensabsicht verfolgte.“[6] Ebenso finden sich bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auch in reputablen Veröffentlichungen Aussagen darüber, dass die Quadriga anfangs andersherum, also mit Blickrichtung nach Charlottenburg, gestanden hätte.[20] Emil von Siefart hat dies jedoch bereits 1912 ausführlich widerlegt.[21]

Am 13. März 1789 fand unter Leitung von Langhans eine Konferenz zur Bestimmung der Ausführung der Quadriga („Char de Triomph“), die auf dem Tor aufgestellt werden sollte, statt. Zugegen waren unter anderem der Bildhauer Johann Gottfried Schadow, der wie Langhans beim Oberhofbauamt angestellt war, und Kupferschmied Emanuel Jury. Es wurde beschlossen, dass Schadow ein Modell der Quadriga im Maßstab 1:8 anfertigen sollte.[16] Die Pferde sollten im Original etwa 10 Fuß (3,15 m) hoch sein. Von dem Schadow'schen Modell sollte dann ein Holzmodell in Originalgröße gefertigt werden. Jury hatte die Aufgabe, das Holzmodell in eine Fassung aus Kupfer zu übertragen. Um die Herstellung der Pferde zu vereinfachen, wurde beschlossen, nur zwei Pferde in unterschiedlichen Stellungen, aber vier verschiedene Kopfhaltungen anzufertigen.[22] Die Anfertigung der Holzmodelle wurde an die Bildhauer Johann Christoph Wohler (1748–1799) und Michael Christoph Wohler (1754–1802), Brüder aus Potsdam, vergeben.[23] Bereits während der Ausarbeitung der Holzmodelle legte die Akademie der bildenden Künste veränderte Proportionen der Quadriga fest, nach denen die Pferde nun 12 Fuß (3,77 m) hoch werden sollten.[24]

Da 1791 der Fortschritt an der Quadriga dem Oberhofbauamt nicht genügte, wurde Jury gedrängt, die Fassung der Victoria in Kupfer an den Potsdamer Klempnermeister Koehler zu vergeben, der bereits in Berlin die Figur auf dem Französischen Dom und in Charlottenburg eine Figurengruppe auf dem Belvedere hergestellt hatte.[25]

Mitte 1793 wurde die Quadriga auf das Tor gebracht und dort verankert.[26] Zu diesem Zeitpunkt war immer noch nicht endgültig geklärt, ob die Quadriga kupfern bleiben oder vergoldet werden sollte. Für eine eventuelle Vergoldung war bereits die Oberfläche der Quadriga ermittelt worden (2276 Quadratfuß = 223 Quadratmeter). Die Akademie der bildenden Künste empfahl jedoch die Quadriga nicht zu vergolden und so entschied dann auch am 11. Juli 1793 Friedrich Wilhelm II.[27]

Erst nach der Aufstellung der Quadriga wurden noch zwei Änderungen beschlossen. Ursprünglich bestand das von der Victoria getragene Siegeszeichen „aus einem an einem Speere befestigten Helm, Panzer und zwei Schilden.“[28] Da das Siegeszeichen aus der Ferne jedoch eher wie eine Laterne ausgesehen haben soll, ließ Schadow als Ersatz in Anlehnung an eine römische Aquila eine Stange mit Eichenkranz und Adler fertigen.[29] Ebenfalls relativ kurzfristig wurde auf Anregung von Schadow beschlossen, dass die Victoria mit einem „fliegenden Gewand“ auszustatten sei, da „sie von hinten so steif und kahl aussähe“.[30]

Nach dem Vierten Koalitionskrieg wurde das Siegeszeichen 1814 durch einen Entwurf von Karl Friedrich Schinkel ersetzt. Die Stange war nun gekrönt von einem Eichenkranz, der ein Eisernes Kreuz umschloss und auf dem ein gekrönter Adler mit ausgebreiteten Schwingen saß. Der Grund für die Neufassung des Siegeszeichens ist nicht restlich geklärt. Unter Umständen wurde das alte Siegeszeichen bei einem Sturm 1806 vom Tor geweht und zerstört und erst nach dem Krieg ersetzt.[31]

Von der ursprünglichen Quadriga ist heute nur noch ein Pferdekopf vorhanden, der sich im Märkischen Museum befindet.[32][33] Auf dem Tor befindet sich eine Nachbildung der Quadriga.

AttikareliefBearbeiten

 
Entwurf für das Attikarelief von Bernhard Rode
 
Ausgeführtes Attikarelief

Unterhalb der Quadriga befindet sich auf der Berlin zugewandten Seite des Tores ein großes aus Sandstein gefertigtes Relief in der Attika. Die Vorgabe von Langhans war ein Relief, das „den Schutz der gerechten Waffen, welchen sie der Unschuld leisten“ zeigen sollte.[34] Den Entwurf hierfür führte 1791 Bernhard Rode aus. Schadow fertigte auf dieser Grundlage ein Modell.[34] Mit der Ausführung wurden die Bildhauer Konrad Nikolaus Boy und Christian Unger betraut. Schadow erläuterte in einem Brief vom August 1791 die Bedeutung des Reliefs und beschreibt die dargestellten Figuren: „Der Entwurf zu dem in der Attique des Brandenburger-Thores zu placierenden Basreliefs stellet in einer Reihe von Figuren die Folgen der Tapferkeit dar. – Hercules als das älteste Bild der Tapferkeit verscheucht die Zwietracht, mit Schlangenhaaren und tödet den Neid und andere Ungeheuer. – Die Siegesgöttin reicht ihm Trophäen und Palmen hin. – Die Staatsklugheit steht bei ihr, sie hält den mit der Schlange umwundenen Spiegel in der Hand. – Auf einen Wagen von Genien gezogen kommt die Göttin des Friedens mit dem Oelzweige und dem Lorbeerkranz, ihr folgt Comus der Gott der Freude. – Und die Göttin des Ueberflusses, die ihr Füllhorn dem Volke ausschüttet. – Die Baukunst als die älteste der schönen Künste ist als Matrone gekleidet, sie zeigt zwei Jünglinge, der Mahlerei und Bildhauerei einen Plan, ein junger lehr begieriger Genius steht bei ihr. – Hierauf folgt die Muse der Tonkunst und Urania, die Göttin der Weisheit.“[35] Da sich das Relief komplett auf die griechische Mythologie bezieht, handelt es sich bei der erwähnten Siegesgöttin um Nike, bei der Friedensgöttin um Eirene und bei der Göttin des Überflusses um Euporia.

Auch Bernhard Rode beschrieb inhaltlich identisch die Figuren. Aus seiner Beschreibung geht zusätzlich hervor, dass direkt vor dem Triumphwagen mit der Friedensgöttin die Eintracht und die Freundschaft gehen.[36]

Ursprünglich war auch an der Außenseite des Tores ein Attikarelief geplant. Dieses sollte Bezug auf das innerseitige Relief nehmen und zeigen, wie durch die „gerechten Waffen […] sieben zerstreute Pfeile, wiederum zu eins gebunden werden.“ Mit diesem Relief wäre ganz deutlich auf das Eingreifen Preußens in den niederländischen Konflikt Bezug genommen worden. Die sieben verstreuten Pfeile hätten die sieben niederländischen Provinzen dargestellt, die durch Friedrich Wilhelm II. und seine Schwester Wilhelmina wieder vereint worden waren.[34] Warum das Relief nicht ausgeführt wurde, ist nicht bekannt. Die Stelle an der Außenseite des Tores ist bis heute leer.

Metopen-Triglyphen-FrieseBearbeiten

Die Metopen-Triglyphen-Friese befinden sich sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite am Gebälk des Tores und bestehen aus jeweils 16 etwa einen Quadratmeter großen quadratischen Reliefs. Die Metopenreliefs auf der Westseite sind der einzige Schmuck an der Außenseite des Tores.

Das Thema der Reliefs, die „den Streit der Centauren mit den Lapithen“ zeigen, war von Langhans festgelegt worden und orientierte sich am Metopen-Triglyphen-Fries an der Südseite des Parthenon.[37] Die dort vorhandenen 32 Reliefs wurden zu je 16 auf beide Seiten des Tores verteilt. Der Streit zwischen Kentauren und Lapithen entstand, als auf der Hochzeit des Lapithenkönigs Peirithoos die als Gäste geladenen Kentauren sich an der Braut Hippodameia zu vergehen versuchten. Es kam zum Kampf, in dessen Verlauf die Lapithen, auch dank der Unterstützung des mit Peirithoos befreundeten Theseus, die Oberhand behielten. Seit der Antike gilt dieser Kampf als Parabel für den Angriff der Barbarei auf die Zivilisation, die letztendlich über die Barbarei triumphiert.[29] Am Brandenburger Tor sollten die Reliefs eine Allegorie auf die von dem Hause Brandenburg gegen andere Völker geführten Kriege sein.[38]

Die Metopen auf der Westseite des Tores wurden nach Modellen von Schadow angefertigt. Für die östlichen Metopen war der Bildhauer Johann Eckstein aus Potsdam verantwortlich. Die ersten Metopen waren Ende 1789 fertiggestellt.[39]

Reliefs der DurchgängeBearbeiten

 
Durchgänge mit den Reliefs in unterschiedlicher Form und Größe

Erst etwa zum Zeitpunkt der Eröffnung des Tores im Jahre 1791 beriet eine Kommission, der unter anderem Langhans und Schadow angehörten, über die Ausschmückung des Tores mit Reliefs.[40] Es wurde beschlossen, die fünf Durchgänge je Seite mit zwei Reliefs, also in Summe mit 20 Reliefs, auszuschmücken. Schadow kritisierte die Reliefs später als „Basreliefs in den 5 Durchgängen die aber Niemand sehen kann“.[41] Als Thema für die Durchgangsreliefs wurde die Herkulessage ausgewählt. Die Kräfte und Heldentaten von Herkules sollen als Allegorie auf die Taten Friedrich des Großen dienen.[38] Im März 1792 wurden die Aufträge für die Reliefs an die Bildhauer Emanuel Bardou, Heinrich Bettkober, Konrad Nicolaus Boy, Johann Eckstein, Johann Daniel Meltzer, Johann David Raentz, Johann Christian Wohler, Michael Christian Wohler, Christian Unger und den Sohn des Bildhauers Wilhelm Christian Meyer vergeben. Die Entwürfe zeichnete wiederum Bernhard Rode, der auch schon das Attikarelief entworfen hatte. Die Bildhauer hatten zuerst jeweils Modelle zu fertigen, die Schadow vorzulegen waren, bevor die eigentlichen Arbeiten ausgeführt wurden.

Die Reliefs zeigen folgende Szenen (von Süd nach Nord):[42][43]

  • Herkules im Kampf mit einem Giganten. (oben)
  • Herkules als Jüngling am Scheideweg mit Minerva auf den Tempel des Ruhms zeigend. Hinter beiden liegt Venus. (unten)
  • Herkules bezwingt einem Giganten. (oben)
  • Herkules in der Unterwelt. Herkules besteigt mit Alkestis, die er an die Oberwelt zurückführen will, den Nachen des Fährmanns Charon. Pluton mit Gattin Persephone sehen ihnen nach. Unter deren Thron liegt Cerberus. (unten)
  • Herkules erlegt die stymphalischen Vögel. (oben)
  • Herkules sprengt seine Fesseln und tötet den grausamen ägyptischen König Busiris. (unten)
  • Herkules tötet den Nemeischen Löwen. (oben)
  • Herkules tötet den Kentauren Nessos, der Deïaneira in den Armen trägt. (unten)
  • Herkules erwürgt als Knabe die von Hera gesandten Schlangen. (oben)
  • Herkules rettet Hesione vor dem Meerungeheuer. (unten)
  • Herkules tötet den Drachen Ladon und raubt die Äpfel der Hesperiden. (oben)
  • Herkules im Kampf mit den Kentauren. (unten)
  • Herkules führt die Rosse des Diomedes nach Mykenä. (oben)
  • Herkules unterstützt die olympischen Götter im Kampf gegen die Giganten. (unten)
  • Herkules tötet die Hydra von Lerna. (oben)
  • Herkules im von Deïaneira übersandten Gewand. (unten)
  • Herkules bändigt den kretischen Stier. (oben)
  • Der Tod des Herkules auf dem Scheiterhaufen. Seine Freunde beklagen ihn, Philoktetes mit der Fackel in der Hand. (unten)
  • Herkules erdrückt den Riesen Antaios. (oben)
  • Herkules wird in den Olymp aufgenommen. Merkur, neben Minerva stehend, schmückt Herkules mit einem Lorbeerkranz. Juno reicht ihm eine Schale und Jupiter heißt ihn willkommen. (unten)

Mars und MinervaBearbeiten

 
Minerva-Statue, nördlich des Tores
 
Mars-Statue, heute an der Südflanke des Tores

In den Außenwänden des Tores, den beiden 1868 errichteten Säulenhallen zugewandt, befinden sich Nischen, in denen Skulpturen von Mars (Südseite) und Minerva (Nordseite) aufgestellt sind.

Ursprünglich wurden die beiden Skulpturen deutlich sichtbarer präsentiert. Sie befanden sich mit ihren Nischen in den Mauerstücken, die das Tor mit den Remisen hinter den Flügelbauten verbanden. Optisch standen sie in der Hauptansicht somit zwischen dem Tor und den Flügelbauten.

Im März 1792 war über die Aufstellung von zwei Skulpturen in Nischen beidseits neben dem Tor bereits entschieden, jedoch war die Darstellung noch nicht festgelegt. Schadow schlug vor, den Fleiß und die Wachsamkeit als Statuen darzustellen. Alternativ schlug er die Darstellung von Berlin und Preußen vor. Die Akademie der Künste entschied jedoch, dass Mars und Minerva abzubilden seien. Schadow lieferte im September 1792 hierfür Skizzen und Modelle. Den römischen Kriegsgottes Mars stellte er sitzend, das Schwert in die Scheide steckend dar. Minerva, die Göttin der Weisheit und Beschützerin der Stadttore und Türen, sitzt ebenfalls, den Arm auf dem Schild abgelegt und den Speer in der Hand. Im März 1793 erklärte sich die Akademie der Künste mit Schadows Entwürfen einverstanden und verfügte, dass die Bildhauer Johann David Meltzer und Konrad Nikolaus Boy die Statuen in Sandstein ausführen sollen.[44] Meltzer fertigte die Minerva-Statue und Boy sollte die des Mars herstellen. Da Boy jedoch im Mai 1793 verstarb, fertigte Schadow selbst das Modell des Mars. Die Ausführung in Sandstein wurde dann dem Bildhauer Karl Wichmann übertragen.[45] Im Juli 1794 wurden die Statuen aufgestellt.[44]

Die Minerva-Statue wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und zwischen 1951 und 1952 durch eine Kopie des Bildhauerkollektivs Kranolda ersetzt.[46]

MalereiBearbeiten

 
Deckenmalerei der mittleren Durchfahrt von 1841 kurz vor der Beseitigung 1926

Ursprünglich waren die Decken der Durchgänge des Tores mit Deckenmalereien geschmückt. Diese stellten Trophäen dar und waren grau in grau gemalt. Ausgeführt und entworfen wurden die Arbeiten von Bernhard Rode. Von Süd nach Nord waren folgende Malereien zu sehen:[47]

  • eine kriegerische Trophäe, als Zeichen für Heldenmut und Stärke,
  • die Leier des Herkules neben seiner mit Lorbeer umschlungenen Keule, als Zeichen für die Vereinigung von Tapferkeit und Tonkunst,
  • das Schild der Minerva mit einem Medusenkopf, als Zeichen für die Künste,
  • zwei verschlungene Füllhörner mit einem Merkurstab, als Zeichen für Einigkeit und Überfluss,
  • ein Adler mit Ölkranz, als Zeichen für den Frieden.

Die ursprünglichen Deckengemälde wurden 1841 durch ornamentale Dekorationsmalereien ersetzt. Hierbei zeigte ein rundes Mittelfeld in der Mitteldurchfahrt einen Adler und in den vier seitlichen Durchfahrten jeweils Rosetten.[48] Diese Deckenmalereien wurden 1875 durch Gustav Eilers erneuert. Bei der Sanierung 1926/27 entschied man sich gegen eine nochmalige Erneuerung der Deckenmalereien, da man den Maßstab der Malereien als zu klein gegenüber dem Tor empfand und das kreisförmige Element an der Decke nicht mit den runden Reliefs harmoniere. Die Decken wurde zu dieser Zeit einfarbig hellgrau gestrichen.[48]

AusstattungBearbeiten

 
Westansicht des Tores um 1860 mit Unterstand für den Wachposten und Gasbeleuchtung in den Durchfahrten.

Neben der Repräsentation hatte das Tor auch eine rein funktionale Aufgabe. So wurde beim Passieren des Tores die Akzise erhoben und darüber gewacht, wer die Stadt betritt und verlässt. Die Wache hatte auch die Aufgabe Soldaten an der Desertion zu hindern. Der südliche Flügelbau diente als Unterkunft für die Wache, die Steuerbehörde residierte im nördlichen Flügelbau.

Die Durchfahrten des Tores waren, bis auf die mittlere Durchfahrt jeweils mit zwei Toren bestehend jeweils aus zwei Torflügeln verschließbar. Hierbei handelte es sich um jeweils ein Holztor und ein Gittertor. Die Holztore waren nur nachts verschlossen, um tagsüber die Sicht durch das Tor auf den Tiergarten nicht zu beeinträchtigen. Aus eben diesem Grund, hatten auch die Gittertore einen relativ großen Gitterabstand von 5 Zoll.[49] Die mittlere Durchfahrt war nur mit einem Holztor ausgestattet. Diese Durchfahrt war im Regelfall den „Equipagen des Hofes[14] vorbehalten und auf der Außenseite des Tores befand sich ein Wachstand, um die Durchfahrt zu sichern. In den gemauerten Wänden des Tores waren Nischen für die Tore ausgespart, so dass diese im geöffneten Zustand nicht vorstanden. Diese Nischen sind noch heute in den Tordurchfahrten vorhanden. In das große Holztor der mittleren Durchfahrt war eine kleinere Pforte eingeschnitten worden, um nachts nicht zwei Tore öffnen zu müssen.[40][A 1] Die schweren Tore machten seit Anfang an Schwierigkeiten. Bereits 1795 waren die Holztore reparaturbedürftig und das große Holztor der mittleren Durchfahrt war so windschief geworden, dass es nicht mehr verschlossen werden konnte.[40] Die eisernen Torflügel wurden 1840 endgültig abgeschafft, nachdem sie zuvor schon einige Jahre nicht mehr genutzt wurden.[50] Die hölzernen Tore wurden mit der Stadterweiterung von 1861 überflüssig und abgebaut.[51]

Seit der Errichtung des Tores war dieses auch mit Gaslaternen ausgestattet.[2]

GeschichteBearbeiten

Die Quadriga in ParisBearbeiten

 
Platzansicht ohne Quadriga (1813)
 
Karikatur auf die Niederlage Napoleons und die Rückführung der Quadriga
 
Schinkels Skizze der Quadriga mit dem neuen Siegeszeichen.

Nachdem Preußen den Vierten Koalitionskrieg gegen Frankreich verloren hatte, zog Napoleon mit seinen Truppen am 27. Oktober 1806 durch das Brandenburger Tor nach Berlin ein. Napoleon wurde begleitet von Dominique-Vivant Denon, der in dessen Auftrag in den eroberten Gebieten Kunstschätze für das Musée Napoléon, den heutigen Louvre, zusammentrug. Auf Weisung Napoleons wurde unter Aufsicht Denons die Quadriga Anfang Dezember 1806 vom Brandenburger Tor genommen und nach Paris geschickt. Hierzu wurde sie zerlegt, in zwölf Kisten verpackt und ging am 21. Dezember 1806 auf Reise nach Frankreich.[52] Zunächst ging es auf dem Wasserweg nach Hamburg, von dort mit dem Schiff über die Nordsee. Danach wurde die Quadriga über den Rhein transportiert und gelangte über französische Kanäle nach Paris, wo sie am 17. Mai 1807 im Hafen St. Nicolas eintraf. Ursprünglich wollte Napoleon die Quadriga auf einem neu zu erbauenden Triumphbogen aufstellen lassen. Später verfügte er die Aufstellung auf dem Tor Saint Denis.[53] Durch Abbau, Zerlegung und Transport waren zahlreiche Beschädigungen entstanden, so dass die Quadriga in Paris zuerst restauriert werden musste. Hierzu wurden die Einzelteile der Quadriga in den Louvre gebracht und in der dortigen Orangerie aufgestellt. Die Arbeiten führte der Kupferschmied und Ziseleur des Louvre, Christian Caulers durch.[54] Als im Herbst die Orangerie wieder für die Orangenbäume benötigt wurde, verlegte man die Quadriga in das Hôtel des Menus-Plaisirs. Nach Abschluss der Restaurierung wurde die Quadriga im Juni 1808 wieder zurück in den Louvre gebracht und dort ausgestellt.[55] Zum Aufbau auf dem Tor Saint Denis kam es nicht mehr.

In Preußen wurde die Verbringung der Quadriga allgemein als Schmach empfunden. Nach der Demontage verblieb auf dem Brandenburger Tor nur das senkrecht stehende Befestigungseisen der Viktoria zurück, das wie ein Stachel auf dem Tor wirkte. Mehr als das Fehlen der Quadriga selbst, erinnerte dieser "Stachel" die Berliner immer wieder an die aus ihrer Sicht erduldete Schmach.[56][57]

Nach den gewonnenen Befreiungskriegen marschierte die preußische Armee am 31. März 1814 in Paris ein. Am 4. April meldete der Feldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher[55] (nach anderer Quelle General-Kriegskommissar Friedrich von Ribbentrop[57]) nach Berlin, dass die Quadriga gefunden sei und der König ihre unverzügliche Rückführung nach Berlin befohlen habe. Die Quadriga wurde in 15 Kisten verpackt und Anfang April 1814 auf dem Landweg über Compiègne, Noyon, La Fère, Saint-Quentin (21. April), Beaumont, Brüssel (4. Mai), Louvain, Tirlemont, St. Troud, Lüttich (8. Mai), Aachen (9. Mai), Jülich, Düsseldorf (10. Mai), Elberfeld (12. Mai), Schwelm, Hamm (16. Mai), Bielefeld (20. Mai), Minden (22. Mai), Hannover (24.–27. Mai), Halberstadt (1. Juni), Schönebeck, Magdeburg, Brandenburg, Werder und Potsdam (8. Juni) zurück nach Berlin geschickt. Da die hochbepackten Wagen in Louvain, Tirlemont, St. Troud und Aachen die Stadttore nicht passieren konnten, sollen diese kurzerhand eingerissen worden sein,[58] wobei diese Aussage zumindest zweifelhaft ist.[59] Auf preußischem Gebiet, also ab Düsseldorf, geriet der Transport zum Triumphzug. Die Wagen wurden jubelnd begrüßt und mit Girlanden und patriotischen Inschriften geschmückt. Am 9. Juni traf die Fracht in Zehlendorf bei Berlin ein und wurde zur erneuten Restaurierung in das Jagdschloss Grunewald gebracht. Für die Restaurierung wurde die Küche im Ostflügel des Schlosses in eine Schmiede umgebaut.[57]

Mit der Leitung der Wiederaufstellung war der Bauassessor und spätere Baurat Johann Friedrich Moser beauftragt worden. Bereits am 18. April 1814 ließ Moser die Arbeiten am Brandenburger Tor beginnen. In die Decke der mittleren Durchfahrt wurde eine Öffnung geschnitten, um Baumaterial und Werkzeug in das hohle Gebälk des Tores hinaufzuziehen. Weiterhin wurde die bei der Demontage der Quadriga beschädigte Kupferabdeckung des Tores aufgenommen, ein Schutzgitter aufgestellt und im Gebälk eine provisorische Werkstatt eingerichtet, für die dort auch ein Herd gemauert wurde.[57]

Die Restaurierung der Quadriga dauerte von 19. Juni bis 18. Juli 1814. Durchgeführt wurde sie von Mechanikus Hummel. Einzelne Teile, die neu anzufertigen waren, lieferte wieder Emanuel Jury, der bereits früher Teile der Quadriga angefertigt hatte. Neben der Beseitigung der Transportschäden erhielt auch die Viktoria ein neues Siegeszeichen. Den Entwurf hierfür fertigte Karl Friedrich Schinkel im Auftrag von Friedrich Wilhelm III. an. Der bisherige Lorbeerkranz wurde durch einen Eichenkranz ersetzt, der ein Eisernes Kreuz mit der Jahreszahl 1813 umschließt. Auf der Basis des Entwurfs fertigte der Berliner Bildhauer Haensch ein Holzmodel an. Da die Zeit bis zum Einzug des Königs durch das Brandenburger Tor nicht mehr ausreichte, um das Siegeszeichen in Kupfer auszuführen, wurde das Holzmodell mit Ölfarbe gestrichen, das Eiserne Kreuz mit versilberten Messingstreifen eingefasst und an der Viktoria montiert.[57]

In zwei Wagenzügen wurden die Einzelteile der Quadriga in der Zeit vom 24. bis 27. Juni 1814 vom Jagdschloss Grunewald über Charlottenburg zum Brandenburger Tor gefahren, auch dies wieder unter reger öffentlicher Anteilnahme. Die Teile wurden mit einem Kran auf das Tor befördert, unter einem Zelt von Jury und Hummel zusammengefügt und auf dem Tor befestigt. Am Sonntag, den 7. August 1814 erfolgte dann der feierliche Einzug der Truppen nach Berlin. An ihrer Spitze ritt König Friedrich Wilhelm III., und beim Erreichen des Tores fielen die die Quadriga verdeckenden Zelthüllen. Das Tor hatte zur Feier des Tages zusätzlich einen Festschmuck erhalten. Die Quadriga war mit zwölf Kandelabern umstellt und mit Laub geschmückt. Abends beleuchteten Feuerschalen die Szenerie.[57]

Restarbeiten an der Quadriga dauerten noch bis zum 10. September 1814. Dazu gehörte auch die Herstellung des neuen Siegeszeichens in Kupfer. Den Adler fertige Kupferschmied Thiemann, Eichenkranz und Kreuz wiederum Hummel. Der Kranz besteht aus 169 Eichenblättern in drei verschiedenen Größen und aus 90 Eicheln. Das Eiserne Kreuz war im Feuer schwarz lackiert worden und trug silberplattierte Einfassungen.[57] Für die Berliner war die Quadriga nach ihrer Rückführung im Volksmund die „Retourkutsche“.

Ende der Kaiserzeit und Weimarer RepublikBearbeiten

 
Verfassungsfeier der Weimarer Republik vor dem Brandenburger Tor am 11. August 1923

Bis zur Abdankung Kaiser Wilhelms II. im Jahr 1918 durften nur Mitglieder der kaiserlichen Familie und deren Besucher die mittlere Durchfahrt benutzen.

Aufgrund von Verwitterung und Umweltschäden kam es nach 1900 zunehmend dazu, dass kleinere und größere Steinbrocken vom Tor herabfielen. So begann man 1913 mit umfassenden Sanierungsarbeiten, die durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs unterbrochen werden mussten und erst 1926 zum Abschluss kamen. Inzwischen hatten die Ereignisse der Novemberrevolution zu weiteren erheblichen Schäden, insbesondere an der Quadriga geführt. Die zahlreichen Sandsteinreliefs wurden unter künstlerischer Leitung von Wilhelm Wandschneider, der eine der Kentauren-Metopen in verändertem Motiv neu modellierte, restauriert und teilerneuert.

Nationalsozialismus und Zweiter WeltkriegBearbeiten

Filmaufnahmen von Juli 1945

Am 30. Januar 1933 feierten die Nationalsozialisten mit einem Fackelzug der SA durch das Brandenburger Tor ihre „Machtergreifung“.

Im Rahmen der Umgestaltung Berlins zur sogenannten „Welthauptstadt Germania“ befand sich das Tor auf der Ost-West-Achse. Ein sieben Kilometer langer Abschnitt zwischen Brandenburger Tor und Adolf-Hitler-Platz (heute: Theodor-Heuss-Platz) wurde ausgebaut und 1939 in Betrieb genommen. Beim weiteren Ausbau der Ost-West-Achse, zu dem es nicht mehr gekommen ist, sollten unter anderem die seitlichen Säulenhallen vom Brandenburger Tor abgerückt werden. Der Verkehr wäre dann nicht mehr nur durch, sondern auch um das Tor herumgeführt worden.[60]

Während des Zweiten Weltkriegs wurde von der Quadriga 1942 ein Gipsabguss genommen. Bei den Kämpfen um Berlin wurde die Quadriga mehrfach stark beschädigt. Lediglich ein Pferdekopf blieb von Schadows Original erhalten, der heute im Berliner Märkischen Museum ausgestellt ist. Auch das Gebäude selbst wurde beschädigt, eine Säule zerschossen.

Wiederaufbau und Rekonstruktion der Quadriga nach dem KriegBearbeiten

Am 21. September 1956 beschloss der Ost-Berliner Magistrat, das einzige erhaltene aber beschädigte ehemalige Stadttor wieder aufzubauen. In der entsprechenden Presseerklärung dazu heißt es konkret: „Wiederherstellung des Brandenburger Tores entsprechend der ursprünglichen städtebaulichen Vorstellung seines Baumeisters Langhans, was bedeutet, daß die Bebauung zu beiden Seiten des Tores Grünflächen weichen und der Verkehr darum herumgeleitet werden muß“.[61] Trotz heftiger Auseinandersetzungen und gegenseitiger Vorwürfe arbeiteten beide Teile Berlins bei der Wiederherstellung zusammen. Die Quadriga musste aufgrund der Kriegsschäden vollständig neugeschaffen werden, die Rekonstruktion besorgte der Bildhauer Otto Schnitzer, die Ausführung übernahm die traditionsreiche Gießerei Hermann Noack, damals noch in Friedenau. Am 14. Dezember 1957 war der Wiederaufbau beendet. Die oft gehörte Behauptung, die Quadriga hätte zeitweise in entgegengesetzter Fahrtrichtung gestanden, ist falsch.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1958 wurde die Quadriga heimlich in den Neuen Marstall verbracht und der Preußenadler sowie das Eiserne Kreuz entfernt bzw. herausgelötet. Die Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung erklärte hierzu, die „Embleme des preußisch-deutschen Militarismus“ dürften nicht mehr zur Aufstellung gelangen.

Zeit der TeilungBearbeiten

Mit dem Bau der Berliner Mauer am 13. August 1961 stand das Bauwerk mitten im Sperrgebiet und konnte weder von Westen noch von Osten durchquert werden. Nur die DDR-Grenzsoldaten und die durch das Personal des Informationszentrums Brandenburger Tor zur Besucherplattform geführten Besuchergruppen (meist Staatsgäste in der DDR) konnten an das Bauwerk heran.

 
Aussichtsplattform in West-Berlin vor dem Brandenburger Tor, 1988

Dazu bemerkte der spätere Bundespräsident Richard von Weizsäcker zu Zeiten des Kalten Krieges:

„Solange das Brandenburger Tor geschlossen ist, ist die Deutsche Frage offen.“

Richard von Weizsäcker

Am 12. Juni 1987 sprach der US-amerikanische Präsident Ronald Reagan folgenden Satz anlässlich eines Berlinbesuchs vor dem Brandenburger Tor:

“Mr. Gorbachev, open this gate! Mr. Gorbachev, tear down this wall!”

„Herr Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor! Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer ein!“

Ronald Reagan[62]

Mauerfall und RestaurierungBearbeiten

28 Jahre nach dem Bau der Mauer wurde das Brandenburger Tor während der politischen Wende in der DDR am 22. Dezember 1989 unter dem Jubel von mehr als 100.000 Menschen wieder geöffnet. Die Sperranlagen wurden danach vollständig beseitigt.

In der Silvesternacht 1989/1990 waren Zuschauer auf das Tor geklettert und hatten diverse Anbauteile der Quadriga (z. B. das Zaumzeug) entwendet. Die folgende Untersuchung zeigte jedoch weit gravierendere Schäden: Seit dem Mauerbau war nichts für den Erhalt der Quadriga getan worden und etliche innere Teile aus Stahl waren durchgerostet. Die Quadriga wurde deshalb umgehend demontiert und erhielt bei der folgenden Restaurierung auch das Eiserne Kreuz und den Adler zurück. Die Kosten der Instandhaltung belaufen sich jährlich auf 200.000 Euro.

Das Tor (insbesondere der Sandstein) wurde nach langer Vernachlässigung und wegen deutlicher Umweltschäden umfassend von der Stiftung Denkmalschutz Berlin saniert und nach einer 22-monatigen Restaurierung am 3. Oktober 2002 feierlich wieder enthüllt.

Diskussion um verkehrstechnische An- und Einbindung und heutige SituationBearbeiten

 
Seinerzeitiger Durchgangsverkehr durch das Brandenburger Tor in den 1990er Jahren
 
Blick vom Brandenburger Tor auf den Verkehr bei den Olympischen Sommerspielen 1936
 
Tor mit dem Brunnen auf dem Pariser Platz

In den 1990er Jahren wurde in Berlin immer wieder diskutiert, ob das Tor für den Autoverkehr geöffnet sein soll oder nicht. Argumente gegen die Öffnung waren dabei vor allem eine massive Schädigung des Sandsteintores durch Autoabgase und gewünschte Verkehrsberuhigung des Pariser Platzes. Seit Mai 2002 ist das Tor für den motorisierten Verkehr gesperrt.

Im Bereich des Brandenburger Tores verkehren unterirdisch die S-Bahn-Linien S1, S2 und S25 im sogenannten „Nord-Süd-Tunnel“. Außerdem unterquert die U-Bahn-Linie U55 das Tor. Östlich des Tores befindet sich der – ebenfalls unterirdisch gelegene – Bahnhof Brandenburger Tor, an dem sich diese Strecken kreuzen.

Ursprünglich durchquerten die Bundesstraßen B 2 und B 5 das Brandenburger Tor. Nach der Umgestaltung des Pariser Platzes wurde die Trasse beider Bundesstraßen südlich über Glinka-, Behren- und Ebertstraße um das Brandenburger Tor herumgeführt.

Raum der StilleBearbeiten

Im nördlichen Torhaus befindet sich seit 1994 ein Meditations­raum nach dem Vorbild des Raumes der Stille, den Dag Hammarskjöld im UNO-Gebäude in New York für sich und seine Mitarbeiter einrichten ließ. Das Ziel ist es, einen Ort der stillen Einkehr inmitten der Großstadthektik zu bieten. Der Ort der Toleranz zwischen Nationalitäten und Religionen mahnt an den Frieden.[63]

Ab- und NachbildungenBearbeiten

Das Brandenburger Tor wurde im Laufe der Zeit immer wieder als Symbol der Deutschen Einheit dargestellt:

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Nächtliche Tornutzer durften somit offensichtlich die eigentlich für den Hof reservierte mittlere Durchfahrt nutzen.

BelegeBearbeiten

  1. a b von Siefart 1912, S. 6
  2. a b von Siefart 1912, S. 42
  3. a b Cullen/Kieling 1990, S. 8
  4. a b Demps 1991, S. 20
  5. Pöthe 2014, S. 400
  6. a b Pöthe 2014, S. 221
  7. Ralph Paschke: Das Tor und seine architekturgeschichtliche Stellung. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie., Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 19.
  8. Michael Bollé: »Antiquites of Berlin?« Carl Gotthard Langhans und die Architektur in Berlin um 1800. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie., Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 72.
  9. a b Pöthe 2014, S. 187.
  10. von Siefart 1912, S. 4.
  11. Ralph Paschke: Das Tor und seine architekturgeschichtliche Stellung. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie., Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 16.
  12. Laurenz Demps: Zur Baugeschichte des Tores. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie., Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 57.
  13. Architekten-Verein zu Berlin (Hrsg.): Berlin und seine Bauten. Berlin 1877, S. 97.
  14. a b Samuel Heinrich Spiker: Berlin und seine Umgebungen im neunzehnten Jahrhundert. Berlin 1833, S. 18.
  15. Gert-Dieter Ulferts: Friede nach siegreichem Krieg / Das Bildprogramm – Skulpturen und Malereien. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie. Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 93 f.
  16. a b von Siefart 1912, S. 12
  17. von Siefart 1912, S. 37
  18. Cullen/Kieling 1990, S. 29 f.
  19. Pöthe 2014, S. 218
  20. Architekten-Verein zu Berlin (Hrsg.): Berlin und seine Bauten. Berlin 1877, S. 97 f.
  21. von Siefart 1912, S. 3
  22. von Siefart 1912, S. 13 f.
  23. von Siefart 1912, S. 16 f.
  24. von Siefart 1912, S. 23
  25. von Siefart 1912, S. 27
  26. von Siefart 1912, S. 38 ff.
  27. von Siefart 1912, S. 38
  28. von Siefart 1912, S. 41
  29. a b Gert-Dieter Ulferts: Friede nach siegreichem Krieg / Das Bildprogramm – Skulpturen und Malereien. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie. Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 103.
  30. von Siefart 1912, S. 40
  31. Gert-Dieter Ulferts: Friede nach siegreichem Krieg / Das Bildprogramm – Skulpturen und Malereien. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie. Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 131, Anmerkung Nr. 34.
  32. Ralph Paschke: Das Tor und seine architekturgeschichtliche Stellung. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie. Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 36.
  33. Stadtmuseum Berlin: Pferdekopf der Quadriga vom Brandenburger Tor
  34. a b c Gert-Dieter Ulferts: Friede nach siegreichem Krieg / Das Bildprogramm – Skulpturen und Malereien. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie. Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 109.
  35. Zitiert nach von Siefart 1914, S. 44.
  36. Siefart 1914, S. 53.
  37. von Siefart, S. 4.
  38. a b Helmut Engel: Die Bildhauerwerke des Brandenburger Tores. In: Das Brandenburger Tor. Hrsg. von der Stiftung Denkmalschutz Berlin, jovis Verlag, Berlin 2003, S. 94.
  39. Gert-Dieter Ulferts: Friede nach siegreichem Krieg / Das Bildprogramm – Skulpturen und Malereien. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie. Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 107 f.
  40. a b c von Siefart, S. 44
  41. Gert-Dieter Ulferts: Friede nach siegreichem Krieg / Das Bildprogramm – Skulpturen und Malereien. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie. Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 113.
  42. von Siefart, S. 50–52.
  43. Gert-Dieter Ulferts: Friede nach siegreichem Krieg / Das Bildprogramm – Skulpturen und Malereien. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie. Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 114–119.
  44. a b von Siefart, S. 15 f.
  45. Gert-Dieter Ulferts: Friede nach siegreichem Krieg / Das Bildprogramm – Skulpturen und Malereien. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie. Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 127.
  46. Gert-Dieter Ulferts: Friede nach siegreichem Krieg / Das Bildprogramm – Skulpturen und Malereien. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie. Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 128.
  47. von Siefart, S. 52
  48. a b Georg Krecker: Die Instandsetzung des Brandenburger Tores Berlin 1926–27. In: Denkmalpflege und Heimatschutz, 31. Jahrgang, Nr. 1 und 2 (Januar/Februar 1929), S. 4.
  49. von Siefart, S. 43.
  50. von Siefart, S. 101 f.
  51. Laurenz Demps: Zur Baugeschichte des Tores. In: Das Brandenburger Tor 1791–1991. Eine Monographie., Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 1991, ISBN 3-922912-26-5, S. 48.
  52. von Siefart, S. 75.
  53. von Siefart, S. 76 f.
  54. Julius Kohte: Zur Geschichte des Viergespanns auf dem Brandenburger Tore in Berlin. In: Die Denkmalpflege, 12. Jahrgang, Nr. 7 (1. Juni 1910), S. 54.
  55. a b Christina Petersen: Die Baugeschichte des Brandenburger Tores. In: Das Brandenburger Tor. Hrsgg. von der Stiftung Denkmalschutz Berlin, jovis Verlag, Berlin 2003, S. 57.
  56. von Siefart, S. 93
  57. a b c d e f g Julius Kohte: Die Wiederherstellung des Siegeswagens auf dem Brandenburger Tor in Berlin im Jahre 1814. In: Die Denkmalpflege, 16. Jahrgang, Nr. 10 (29. Juli 1914), S. 73–75.
  58. von Siefart, S. 94.
  59. Hermann Friedrich Macco: Die Rückkehr der Quadriga vom Brandenburger Tor aus Paris. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins, 55. Jahrgang (1938), Heft 3, S. 112–113.
  60. Umgestaltung des Brandenburger Tores. In: Verkehrstechnik, 20. Jg., Heft 10 (20. Mai 1939), S. 255.
  61. Pressekonferenz zu Beschlüssen des Magistrats, abgehalten am 22. September 1956. Berlin-Chronik, Online-Version, hrsg. vom Landesarchiv Berlin.; abgerufen am 24. November 2014.
  62. President Reagan at Berlin Wall (Video, 26 Min.), 12. Juni 1987, C-SPAN
  63. Ziele, Raum der Stille in Berlin, abgerufen am 22. Dezember 2009

Koordinaten: 52° 30′ 59″ N, 13° 22′ 40″ O