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Blessing Okagbare-Ighoteguonor

Nigerianische Sprinterin, Weit- und Dreispringerin
(Weitergeleitet von Blessing Okagbare)
Blessing Okagbare-Ighoteguonor Leichtathletik

Blessing Okagbare (2016)
Blessing Okagbare in Rio de Janeiro 2016

Nation NigeriaNigeria Nigeria
Geburtstag 9. Oktober 1988 (30 Jahre)
Geburtsort Sapele, Nigeria
Größe 1,80 cm
Gewicht 68 kg
Karriere
Disziplin 100 m, 200 m, Weitsprung
Trainer John Smith
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Commonwealth Games 2 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Afrikaspiele 3 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
Afrikameisterschaften 7 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Silber0 Peking 2008 6,91 m
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
0Silber0 Moskau 2013 6,99 m
0Bronze0 Moskau 2013 200 m
Logo der Commonwealth Games Federation Commonwealth Games
0Gold0 Glasgow 2014 100 m
0Gold0 Glasgow 2014 200 m
0Silber0 Glasgow 2014 4 × 100 m
0Bronze0 Gold Coast 2018 4 × 100 m
Logo der Afrikaspiele Afrikaspiele
0Silber0 Algier 2007 6,46 m
0Gold0 Maputo 2011 6,50 m
0Gold0 Maputo 2011 4 × 100 m
0Silber0 Maputo 2011 100 m
0Gold0 Brazzaville 2015 4 × 100 m
Logo der CAA Afrikameisterschaften
0Gold0 Nairobi 2010 100 m
0Gold0 Nairobi 2010 6,62 m
0Gold0 Nairobi 2010 4 × 100 m
0Gold0 Porto Novo 2012 6,96 m
0Silber0 Porto Novo 2012 100 m
0Gold0 Marrakesch 2014 100 m
0Gold0 Marrakesch 2014 4 × 100 m
0Gold0 Asaba 2018 4 × 100 m
letzte Änderung: 14. März 2019

Blessing Okagbare-Ighoteguonor (* 9. Oktober 1988 in Sapele als Blessing Okagbare) ist eine nigerianische Weitspringerin und Sprinterin. Okagbare war die erste Afrikanerin, die den 100-Meter-Lauf unter 10,80 s bestritt und ist aktuell (Stand 2018) Afrikarekordhalterin im 200-Meter-Lauf mit 22,04 s.

Inhaltsverzeichnis

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Erste internationale Erfahrungen sammelte Blessing Okagbare bei den Juniorenweltmeisterschaften 2006 in Peking, bei denen sie im Weit- und Dreisprung jeweils in der Qualifikation ausschied. Ein Jahr später gewann sie bei den Afrikaspielen in Algier mit 6,46 m die Silbermedaille im Weitsprung hinter der Südafrikanerin Janice Josephs und wurde im Dreisprung mit 13,77 m Vierte. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gewann sie mit ihrem persönlichen Rekord von 6,91 m ursprünglich die Bronzemedaille im Weitsprung hinter Maurren Higa Maggi aus Brasilien und Tatjana Lebedewa aus Russland. Da diese aber am 25. Januar 2017 des Dopings überführt wurde, wurde ihr die Silbermedaille aberkannt und Okagbare zugesprochen.

2009 qualifizierte sie sich über 100 Meter und im Weitsprung für die Weltmeisterschaften in Berlin, trat dort aber kurzfristig in beiden Bewerben nicht an. 2010 gewann Okagbare bei den Afrikameisterschaften in Nairobi drei Goldmedaillen, im Weitsprung, im 100-Meter-Lauf und mit der nigerianischen 4-mal-100-Meter-Staffel. Beim Continental-Cup im selben Jahr wurde sie Dritte über 100 Meter und Sechste im Weitsprung. 2011 erreichte Okagbare bei den Weltmeisterschaften in Daegu den fünften Platz über 100 Meter und trat über 200 Meter nicht an. Im Weitsprung scheiterte sie mit 6,36 m bereits in der Qualifikation, belegte aber mit der nigerianischen Stafette den sechsten Finalplatz. Bei den Afrikaspielen in Maputo gewann sie mit 6,50 m die Goldmedaille im Weitsprung sowie die Silbermedaille im 100-Meter-Lauf hinter ihrer Landsfrau Oludamola Osayomi.

2012 erfolgte die Teilnahme an den Afrikameisterschaften in Porto-Novo, bei denen sie mit 6,96 m die Goldmedaille im Weitsprung und Silber über 100 Meter hinter Ruddy Zang Milama aus Gabun gewann. Sie qualifizierte sich erneut für die Olympischen Spielen in London und belegte im Finale über 100 Meter mit 11,01 s den achten Rang. Im Weitsprung scheiterte sie mit 6,34 m in der Qualifikation und belegte mit der nigerianischen 4-mal-100-Meter-Staffel den vierten Rang. Weitere Bestleistungen und Rekorde folgten dann 2013. Im Weitsprung stellt sie am 19. Juli in Monaco mit 7,00 m eine neue persönliche Bestleistung auf, über die 100-Meter-Distanz verbesserte sie eine Woche darauf in London den Afrikarekord erst auf 10,86 s und dann auf 10,79 s. Bei den Weltmeisterschaften in Moskau gewann sie im Weitsprung mit 6,99 m die Silbermedaille hinter der US-Amerikanerin Brittney Reese sowie die Bronzemedaille über 200 Meter. Im 100-Meter-Lauf belegte sie im Finale mit 11,04 s den sechsten Platz.

2014 nahm Okagbare zum ersten Mal an den Commonwealth Games in Glasgow teil und gewann dort die Goldmedaillen über 100 und 200 Meter, sowie die Silbermedaille mit der nigerianischen Stafette. Im 100-Meter-Lauf stellte sie mit 10,85 s zudem einen neuen Meisterschaftsrekord auf.[1] Daran anschließend gewann sie bei den Afrikameisterschaften in Marrakesch die Goldmedaillen über 100 Meter und mit der nigerianischen Staffel.[2] 2015 qualifizierte sich Okagbare-Ighoteguonor über 100 und 200 Meter für die Weltmeisterschaften in Peking. Während sie über 100 Meter im Finale den achten Platz belegte, ging sie über 200 Meter nicht an den Start und wurde dafür vom Direktor der Nationalen Sportkommission Nigerias, Al Hassan Yakmu, kritisiert und vorläufig für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro suspendiert.[3] Diese Entscheidung wurde vom Nigerianischen Leichtathletikverband aber selben Tag aufgehoben.[4] 2015 bestritt sie noch das Staffelrennen bei den Afrikaspielen in Brazzaville und gewann dort die Goldmedaille.

2016 erfolgte die Teilnahme an den Olympischen Spielen und schied dort über 100 und 200 Meter jeweils im Halbfinale aus. Mit der nigerianischen Staffel belegte sie im Finale den achten Rang. 2017 erreichte sie bei den Weltmeisterschaften in London über 100 Meter das Halbfinale und belegte im Weitsprungfinale mit 6,55 m den achten Rang. 2018 verbesserte sie bei einem Meeting in Texas den Afrikarekord von Evette de Klerk aus dem Jahr 1989 auf 22,04 Sekunden. Anschließend nahm sie erneut an den Commonwealth Games im australischen Gold Coast teil und gewann dort mit der nigerianischen Stafette in 42,75 s die Bronzemedaille hinter England und Jamaika. Im August siegte sie zudem mit der Staffel in 43,77 s bei den Afrikameisterschaften im heimischen Asaba und damit ihre siebte Goldmedaille bei diesen Wettkämpfen.

Okagbare ist 18-fache nigerianische Meisterin im Weit- und Dreisprung, sowie über 100 und 200 Meter. Blessing Okagbare studiert an der University of Texas at El Paso (UTEP). 2014 heiratete sie den nigerianischen Fußballer Igho Otegheri und startet seitdem unter dem Namen Okagbare-Ighoteguonor

Persönliche BestleistungenBearbeiten

  • 100 Meter: 10,79 s (+1,1 m/s), 27. Juli 2013, London (Nigerianischer Rekord), ehemaliger Afrikarekord
    • 60 Meter (Halle): 7,18 s, 26. Februar 2010 in Houston
  • 200 Meter: 22,04 s (+0,5 m/s), 24. März 2018 in Abilene (Afrikarekord)
    • 200 Meter (Halle): 23,52 s, 6. Februar 2010 in Lincoln
  • Weitsprung: 7,00 m (0,0 m/s), 19. Juli 2013 in Monaco
  • Dreisprung: 14,13 m (+2,0 m/s), 19. Mai 2007 in Lagos, ehemaliger nigerianischer Rekord
    • Dreisprung (Halle): 13,64 m, 16. Februar 2008 in Fayetteville

WeblinksBearbeiten

  Commons: Blessing Okagbare – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Chris Broadbent: Okagbare breaks Games record en route to Commonwealth 100m title (englisch) IAAF. 28. Juli 2014. Abgerufen am 26. März 2018.
  2. Jon Mulkeen: More gold medals and records for Okagbare and Bourrada at African Championships (englisch) IAAF. 11. August 2014. Abgerufen am 26. März 2018.
  3. Dan Palmer: Nigerian star Blessing Okagbare "banned" from Rio 2016 after injury row (englisch) Inside the Games. 9. September 2015. Abgerufen am 26. März 2018.
  4. Christopher Maduewesi: Blessing Okagbare NOT banned from 2016 Olympics – AFN (englisch) Making of Champions. 9. September 2015. Abgerufen am 26. März 2018.