Olympische Sommerspiele 1968/Leichtathletik

Wettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 1968
Leichtathletik bei den
XIX. Olympischen Spielen
Olympische Ringe
Leichtathletik
Informationen
Datum: 13. Oktober bis 20. Oktober
Wettkampfort: Mexiko Mexiko-Stadt
Austragungsort: Estadio Olimpico de la Ciudad Universitaria
Entscheidungen: Männer: 24/Frauen: 12[1]
Teilnehmende Nationen: 93
Teilnehmer: 1031
Tokio 1964 München 1972
Exposição Design & Utopia dos Jogos (28262056573).jpg
Olympische Spiele 1968
(Medaillenspiegel Leichtathletik)
Platz Mannschaft Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen Total
1 Vereinigte Staaten USA 15 6 7 28
2 Kenia Kenia 3 4 1 8
3 Sowjetunion 1955 Sowjetunion 3 2 8 13
4 Australien Australien 2 3 1 6
Deutschland Demokratische Republik 1968 DDR 2 3 1 6
6 Rumänien 1965 Rumänien 2 2 4
7 Ungarn 1957 Ungarn 2 1 4 7
8 Deutschland BR BR Deutschland 1 4 3 8
9 Vereinigtes Konigreich Großbritannien 1 2 1 4
10 Athiopien 1941 Äthiopien 1 1 2
11 Tschechoslowakei Tschechoslowakei 1 1 2
Frankreich Frankreich 1 1 2
Polen 1944 Polen 1 1 2
Tunesien Tunesien 1 1 2
15 Kuba Kuba 2 2
16 Osterreich Österreich 1 1 2
17 Brasilien 1968 Brasilien 1 1
Finnland Finnland 1 1
Jamaika Jamaika 1 1
Japan 1870 Japan 1 1
Mexiko Mexiko 1 1
22 Italien Italien 2 1
23 Niederlande Niederlande 1 1
Neuseeland Neuseeland 1 1
Taiwan Republik China 1 1

Bei den XIX. Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt fanden 36 Wettkämpfe – davon 24 für Männer und 12 für Frauen – in der Leichtathletik statt. Insgesamt nahmen 1031 Sportler aus 93 Nationen an den Leichtathletikwettbewerben teil.

TeilnehmerBearbeiten

Wie auch bei den letzten Olympischen Spielen gab es einige Probleme und Sonderfälle im Hinblick auf die Teilnahme bestimmter Nationen. Folgende Nationen waren nicht zugelassen:

Das geteilte Deutschland trat erstmals mit zwei eigenständigen Mannschaften auf, allerdings noch unter einer gemeinsamen Flagge. Die Bezeichnungen lauteten ‚Deutschland‘ für die Bundesrepublik Deutschland und ‚Ostdeutschland‘ für die DDR.[2]

StadionBearbeiten

 
Das Olympiastadion während der Eröffnungsfeier 1968

Das Olympiastadion verfügte über eine revolutionierende Technik der Wettkampfstätten. Die 400-Meter-Rundbahn sowie die Anlaufbahnen für die verschiedenen Sprung- und Wurfwettbewerbe waren aus dem neuen Material Tartan beschaffen, einem äußerst leistungsfördernden Kunststoff, der von nun an die bis dahin üblichen Aschenbahnen bei allen Großereignissen ablöste. Es standen acht Bahnen zur Verfügung, sodass wie schon 1964 in Tokio acht Teilnehmer an den Endläufen teilnehmen konnten. Dies wurde nun erstmals auch in den Wurfdisziplinen sowie im Weit- und Dreisprung für die letzten drei Finaldurchgänge eingeführt. Zur Weitenmessung wurde erstmals elektronische Technik eingesetzt.

WettbewerbeBearbeiten

Im Wettbewerbsangebot gab es diesmal keine Änderungen, auch im Frauenbereich, der bzgl. der angebotenen Disziplinen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert war, fand in diesem Jahr keine Aufstockung der Wettbewerbe statt.

Es gab 24 Disziplinen im Männerbereich und zwölf für die Frauen, die fünf Einzellaufdisziplinen – 100 Meter, 200 Meter, 400 Meter und 80 Meter Hürden sowie als Mittelstrecke 800 Meter – im Programm vorfanden. Im Laufbereich wurde darüber hinaus nur noch die 4-mal-100-Meter-Staffel ausgetragen. Mit Hoch- und Weitsprung gab es weiterhin zwei Sprungdisziplinen sowie mit Kugelstoßen, Diskuswurf und Speerwurf drei Stoß- und Wurfwettbewerbe. Als Mehrkampf wurde der Fünfkampf ausgetragen. Der 80-Meter-Hürdenlauf stand in Mexiko letztmals auf dem olympischen Programm. Um der Schrittlänge der Athletinnen besser gerecht zu werden, wurde er danach abgelöst durch den 100-Meter-Hürdenlauf. Bis heute – Stand November 2017 – hat sich im Bereich der olympischen Männerdisziplinen nichts mehr verändert. Bei den Frauen dagegen standen noch zahlreiche Ergänzungen für die Zukunft an.

Erstmals fanden auch Dopingtests bei diesen Spielen statt.

Besonderheiten bei den Leichtathletikwettbewerben dieser SpieleBearbeiten

HöhenlageBearbeiten

Im Vorfeld gab es teilweise erheblich Bedenken bzgl. des durch die Höhenlage des Austragungsortes bedingten geringeren Sauerstoffgehalts der Atemluft. Allerdings waren die Athleten dieser Problematik von Ausnahmen abgesehen vor allem durch entsprechend gute Vorbereitung in Höhentrainingslagern gewachsen.

Im Nachhinein wurde die besondere Rekordflut und das hohe Leistungsniveau dem Umstand des geringeren Luftwiderstands zugeschrieben. Das war allerdings nur bedingt der Fall. Die Sprintdisziplinen sowie die Sprungwettbewerbe mit längerem schnellen Anlauf waren und sind deutlich begünstigt durch diese Verhältnisse. Leistungshemmend wirken sich die Bedingungen dagegen auf alle Ausdauerdisziplinen aus, was in Mexiko auch spürbar wurde. Andere Wettbewerbe dagegen sind kaum oder gar nicht betroffen durch eine solche Höhenlage.[3]

Black PowerBearbeiten

Die Siegerehrung des 200-Meter-Laufs wurde zu einer Demonstration für die damals sehr aktuelle afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung Black Power und zu einem Protest gegen die Unterdrückung der Schwarzen in den Vereinigten Staaten. Die US-Athleten Tommie Smith, Olympiasieger, und John Carlos, Olympiadritter, standen ohne Schuhe und mit schwarzen Strümpfen auf dem Siegerpodest. Als die Hymne gespielt wurde, reckte jeder eine Faust mit einem schwarzen Handschuh in den Himmel. Peter Norman, der australische Olympiazweite, wollte mit einem Button seine Sympathie für die Aktion zum Ausdruck bringen, was jedoch niemandem auffiel. Im Umfeld kam dieser Protest insgesamt wenig an. Nach Ende der Zeremonie gab es viele Pfiffe von den Zuschauern, die beiden Athleten wurde von der US-Teamleitung für die weiteren Wettbewerbe gesperrt, sodass sie in den Staffeln nicht teilnehmen konnten.[4]

WindmessungBearbeiten

Exakt die höchstzulässige Windstärke für die Anerkennung eines Rekords bei Sprints sowie beim Weit- und Dreisprung, nämlich 2,0 Meter pro Sekunde, wurde vom Kampfgericht angegeben für insgesamt vier Weltrekorde:

Es wurde die Vermutung geäußert, dass tatsächlich mit größeren Geschwindigkeiten gemessene Rückenwinde absichtlich mit diesem Wert dokumentiert wurden, um die Leistungen als Rekorde werten zu können.[5]

RückwärtsspringerBearbeiten

Ganz besonders auffällig und viel beachtet wurde im Hochsprung der US-Amerikaner Dick Fosbury mit seiner ganz neuen Technik. Nach einem zügigen Anlauf übersprang er die Latte rückwärts. Das sah damals spektakulär aus, und die Sprungtechnik wurde nach ihm als ‚Fosbury-Flop‘ benannt.[6]

Sportliche ErfolgeBearbeiten

Das Leistungsniveau war auch bei dieser Großveranstaltung sehr hoch, von einer Rekordflut war in den Medien die Rede. Es gab 25 neue oder eingestellte Weltrekorde in vierzehn Disziplinen. In 22 Disziplinen wurde der olympische Rekord darüber hinaus 85 Mal verbessert oder egalisiert.

  • Weltrekorde im Einzelnen:
  • Olympische Rekorde im Einzelnen:
    • 100-Meter-Lauf, Männer: 10,0 s (egalisiert) – Hermes Ramírez (Kuba), Viertelfinale bei einem Rückenwind von 0,5 m/s
    • 100-Meter-Lauf, Männer: 10,0 s (egalisiert) – Charles Greene (USA), Viertelfinale bei einem Rückenwind von 2,0 m/s
    • 100-Meter-Lauf, Männer: 10,0 s (egalisiert) – Jim Hines (USA), Halbfinale bei einem Rückenwind von 1,9 m/s
    • 200-Meter-Lauf, Männer: 20,3 s (egalisiert) – Tommie Smith (USA), Vorlauf bei einem Rückenwind von 0,5 m/s
    • 200-Meter-Lauf, Männer: 20,2 s – Peter Norman (Australien), Vorlauf bei einem Rückenwind von 1,2 m/s
    • 200-Meter-Lauf, Männer: 20,2 s (egalisiert) – Tommie Smith (USA), Viertelfinale bei Windstille
    • 200-Meter-Lauf, Männer: 20,1 s – John Carlos (USA), Halbfinale bei einem Rückenwind von 0,2 m/s
    • 200-Meter-Lauf, Männer: 20,1 s (egalisiert) – Tommie Smith (USA), Halbfinale bei einem Rückenwind von 0,6 m/s
    • 400-Meter-Lauf, Männer: 44,8 s – Lee Evans (USA), Halbfinale
    • 1500-Meter-Lauf, Männer: 3:34,9 s – Kipchoge Keino (Kenia), Finale
    • 110-Meter-Hürdenlauf, Männer: 13,5 s (egalisiert) – Eddy Ottoz (Italien), Vorlauf bei einem Rückenwind von 1,7 m/s
    • 110-Meter-Hürdenlauf, Männer: 13,3 s – Ervin Hall (USA), Halbfinale bei einem Rückenwind von 1,8 m/s
    • 110-Meter-Hürdenlauf, Männer: 13,3 s (egalisiert) – Willie Davenport (USA), Finale bei Windstille
    • 400-Meter-Hürdenlauf, Männer: 49,0 s – Ron Whitney (USA), Vorlauf
    • 4-mal-100-Meter-Staffel, Männer: 38,7 s – Kuba (Hermes Ramírez, Juan Morales, Pablo Montes, Enrique Figuerola), Vorlauf
    • 4-mal-400-Meter-Staffel, Männer: 3:00,7 min – USA (Vince Matthews. Ron Freeman, Larry James, Lee Evans), Vorlauf
    • Hochsprung, Männer: 2,18 m – Dick Fosbury (USA), Finale
    • Hochsprung, Männer: 2,18 m – Ed Caruthers (USA), Finale
    • Hochsprung, Männer: 2,20 m – Dick Fosbury (USA), Finale
    • Hochsprung, Männer: 2,20 m – Ed Caruthers (USA), Finale
    • Hochsprung, Männer: 2,20 m – Walentin Gawrilow (Sowjetunion), Finale
    • Hochsprung, Männer: 2,22 m – Dick Fosbury (USA), Finale
    • Hochsprung, Männer: 2,22 m – Ed Caruthers (USA), Finale
    • Hochsprung, Männer: 2,24 m – Dick Fosbury (USA), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,10 m (egalisiert) – Claus Schiprowski (BR Deutschland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,10 m (egalisiert) – Hennadij Blesnizow (Sowjetunion), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,10 m (egalisiert) – Kiyoshi Niwa (Japan), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,10 m (egalisiert) – Heinfried Engel (BR Deutschland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,10 m (egalisiert) – Ignacio Sola (Spanien), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,15 m – Christos Papanikolaou (Griechenland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,15 m – Ignacio Sola (Spanien), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,15 m – Kjell Isaksson (Schweden), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,15 m – Hervé d’Encausse (Frankreich), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,15 m – Kiyoshi Niwa (Japan), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,20 m – Claus Schiprowski (BR Deutschland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,20 m – Wolfgang Nordwig (DDR), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,20 m – Hennadij Blesnizow (Sowjetunion), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,20 m – Heinfried Engel (BR Deutschland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,20 m – Bob Seagren (USA), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,20 m – John Pennel (USA), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,20 m – Ignacio Sola (Spanien), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,25 m – Hervé d’Encausse (Frankreich), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,25 m – Claus Schiprowski (BR Deutschland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,25 m – Christos Papanikolaou (Griechenland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,30 m – Hennadij Blesnizow (Sowjetunion), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,30 m – Claus Schiprowski (BR Deutschland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,30 m – Wolfgang Nordwig (DDR), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,30 m – Christos Papanikolaou (Griechenland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,30 m – John Pennel (USA), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,30 m – Hennadij Blesnizow (Sowjetunion), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,35 m – Wolfgang Nordwig (DDR), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,35 m – Christos Papanikolaou (Griechenland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,35 m – Claus Schiprowski (BR Deutschland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,35 m – John Pennel (USA), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,40 m – Bob Seagren (USA), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,40 m – Claus Schiprowski (BR Deutschland), Finale
    • Stabhochsprung, Männer: 5,40 m – Wolfgang Nordwig (DDR), Finale
    • Weitsprung, Männer: 8,27 m – Ralph Boston (USA), Qualifikation bei Windstille
    • Kugelstoßen, Männer: 20,68 m – Randy Matson (USA), Qualifikation
    • Diskuswurf, Männer: 63,64 m – Jay Silvester (USA), Qualifikation
    • Diskuswurf, Männer: 64,78 m – Al Oerter (USA), Finale
    • Hammerwurf, Männer: 72,60 m – Gyula Zsivótzky (Ungarn), Qualifikation
    • Hammerwurf, Männer: 72,82 m – |Romuald Klim (Sowjetunion), Finale
    • Hammerwurf, Männer: 73,28 m – Romuald Klim (Sowjetunion), Finale
    • Hammerwurf, Männer: 73,36 m – Gyula Zsivótzky (Ungarn), Finale
    • Speerwurf, Männer: 86,30 m – Jorma Kinnunen (Finnland), Finale
    • Speerwurf, Männer: 86,34 m – Jānis Lūsis (Sowjetunion), Finale
    • Speerwurf, Männer: 87,06 m – Gergely Kulcsár (Ungarn), Finale
    • Speerwurf, Männer: 90,10 m – Jānis Lūsis (Sowjetunion), Finale
    • Zehnkampf, Männer: 8193 P (1985er Wertung: 8064 P) – Bill Toomey (USA)
    • 100-Meter-Lauf, Frauen: 11,2 s (egalisiert) – Wyomia Tyus (USA), Vorlauf bei Windstille
    • 100-Meter-Lauf, Frauen: 11,2 s (egalisiert) – Margaret Bailes (USA), Vorlauf bei einem Rückenwind von 1,3 m/s
    • 100-Meter-Lauf, Frauen: 11,2 s (egalisiert) – Barbara Ferrell (USA), Vorlauf bei Windstille
    • 200-Meter-Lauf, Frauen: 23,0 s (egalisiert) – Raelene Boyle (Australien), Vorlauf bei Windstille
    • 200-Meter-Lauf, Frauen: 22,9 s – Barbara Ferrell (USA), Vorlauf bei Windstille
    • 200-Meter-Lauf, Frauen: 22,9 s (egalisiert) – Raelene Boyle (Australien), Halbfinale bei Windstille
    • 200-Meter-Lauf, Frauen: 22,8 s – Barbara Ferrell (USA), Halbfinale bei Windstille
    • 400-Meter-Lauf, Frauen: 52,0 s (egalisiert) – Colette Besson (Frankreich), Finale
    • 800-Meter-Lauf, Frauen: 2:00,9 min – Madeline Manning (USA), Finale
    • 80-Meter-Hürdenlauf, Frauen: 10,4 s – Pam Kilborn (Australien), Vorlauf bei einem Rückenwind von 0,2 m/s
    • 80-Meter-Hürdenlauf, Frauen: 10,4 s (egalisiert) – Maureen Caird (Australien), Vorlauf bei einem Rückenwind von 2,0 m/s
    • 80-Meter-Hürdenlauf, Frauen: 10,4 s (egalisiert) – Pam Kilborn (Australien), Halbfinale bei Windstille
    • 80-Meter-Hürdenlauf, Frauen: 10,3 s – Maureen Caird (Australien), Finale bei Windstille
    • Kugelstoßen, Frauen: 18,78 m – Marita Lange (DDR), Finale
    • Diskuswurf, Frauen: 58,28 m – Lia Manoliu (Rumänien), Finale

Erfolgreichste Nation waren wie bei allen Spielen in der Leichtathletik zuvor die Vereinigten Staaten mit 15 Goldmedaillen. Mit Kenia lag erstmals ein afrikanisches Land auf dem zweiten Platz. Ebenso wie die Sowjetunion errangen die kenianischen Leichtathleten drei Goldmedaillen und hatten sogar eine Silbermedaille mehr als die UdSSR. Dahinter fanden sich vier Nationen mit je zwei Olympiasiegen: Australien, Ostdeutschland, Rumänien und Ungarn. Für alle weiteren Nationen gab es in der Leichtathletik höchstens einen Olympiasieg.

Eine Sportlerin und zwei Sportler errangen je zwei Goldmedaillen in der Leichtathletik bei diesen Spielen:

Darüber hinaus sind weitere drei Leistungen besonders hervorzuheben:

  • Der US-amerikanische Diskuswerfer Al Oerter gewann seine vierte und letzte Goldmedaille nacheinander in dieser Disziplin.
  • Der US-Amerikaner Bob Beamon verbesserte den Weitsprungweltrekord um 55 Zentimeter von 8,35 m auf 8,90 m Die bei Olympischen Spielen erstmals eingesetzte elektronische Messanlage war nur bis maximal 8,60 m ausgelegt, sodass ein Bandmaß beschafft werden musste, um eine Messung vorzunehmen. Dieser Rekord – oft als 'Sprung des Jahrhunderts’ bezeichnet – wurde bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1991 von Beamons Landsmann Mike Powell inzwischen auf 8,95 m verbessert.[7]

Folgende hier siegreiche Leichtathleten hatten bereits bei früher ausgetragenen Olympischen Spielen Goldmedaillen errungen:

Resultate MännerBearbeiten

100 mBearbeiten

 
Jim Hines (hier abgebildet auf einer Briefmarke) siegte mit Weltrekord
Platz Athlet Land Offiz. hand-
gestoppte
Zeit
Inoffiz.
elek-
tron. Zeit
1 Jim Hines Vereinigte Staaten  USA 09,9 s WR 9,95 s
2 Lennox Miller Jamaika  JAM 10,0 s000 10,04 s
3 Charles Greene Vereinigte Staaten  USA 10,0 s000 10,07 s
4 Pablo Montes Kuba  CUB 10,1 s000 10,14 s
5 Roger Bambuck Frankreich  FRA 10,1 s000 10,15 s
6 Mel Pender Vereinigte Staaten  USA 10,1 s000 10,17 s
7 Harry Jerome Kanada  CAN 10,1 s000 10,20 s
8 Jean-Louis Ravelomanantsoa Madagaskar  MAD 10,2 s000 10,27 s

Finale am 14. Oktober

Wind: +0,3 m/s

200 mBearbeiten

 
Olympiasieger Tommie Smith (hier im Jahr 2009) stellte im Finale einen neuen Weltrekord auf
Platz Athlet Land Offiz. hand-
gestoppte
Zeit
Inoffiz.
elek-
tron. Zeit
1 Tommie Smith Vereinigte Staaten  USA 19,8 s WR 19,83 s
2 Peter Norman Australien  AUS 20,0 s000 20,06 s
3 John Carlos Vereinigte Staaten  USA 20,0 s000 20,10 s
4 Edwin Roberts Trinidad und Tobago  TRI 20,3 s000 20,34 s
5 Roger Bambuck Frankreich  FRA 20,5 s000 20,51 s
6 Larry Questad Vereinigte Staaten  USA 20,6 s000 20,62 s
7 Michael Fray Jamaika  JAM 20,6 s000 20,63 s
8 Joachim Eigenherr Deutschland BR  FRG 20,6 s000 20,66 s

Finale am 16. Oktober

Wind: +0,9 m/s

400 mBearbeiten

 
Lee Evans (Foto: 2008) lief mit Weltrekord zum Olympiasieg
Platz Athlet Land Offiz. hand-
gestoppte
Zeit
Inoffiz.
elek-
tron. Zeit
1 Lee Evans Vereinigte Staaten  USA 43,8 s WR 43,86 s
2 Larry James Vereinigte Staaten  USA 43,9 s000 43,97 s
3 Ron Freeman Vereinigte Staaten  USA 44,4 s000 44,41 s
4 Amadou Gakou Senegal  SEN 45,0 s000 45,01 s
5 Martin Jellinghaus Deutschland BR  FRG 45,3 s000 45,33 s
6 Tegegne Bezabeh Athiopien 1941  ETH 45,4 s000 45,42 s
7 Andrzej Badeński Polen 1944  POL 45,4 s000 45,42 s
8 Amos Omolo Uganda  UGA 47,6 s000 47,61 s

Finale am 18. Oktober

800 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Ralph Doubell Australien  AUS 1:44,3 WRe/OR
2 Wilson Kiprugut Kenia  KEN 1:44,5
3 Tom Farrell Vereinigte Staaten  USA 1:45,4
4 Walter Adams Deutschland BR  FRG 1:45,8
5 Jozef Plachý Tschechoslowakei  TCH 1:45,9
6 Dieter Fromm Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 1:46,2
7 Thomas Saisi Kenia  KEN 1:47,5
8 Benedict Cayenne Trinidad und Tobago  TRI 1:54,3

Finale am 15. Oktober

1500 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Kipchoge Keino Kenia  KEN 3:34,9 OR
2 Jim Ryun Vereinigte Staaten  USA 3:37,8000
3 Bodo Tümmler Deutschland BR  FRG 3:39,0000
4 Harald Norpoth Deutschland BR  FRG 3:42,5000
5 John Whetton Vereinigtes Konigreich  GBR 3:43,8000
6 Jacky Boxberger Frankreich  FRA 3:46,6000
7 Henryk Szordykowski Polen 1944  POL 3:46,6000
8 Josef Odložil Tschechoslowakei  TCH 3:48,6000

Finale am 20. Oktober

5000 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Mohamed Gammoudi Tunesien  TUN 14:05,0
2 Kipchoge Keino Kenia  KEN 14:05,2
3 Naftali Temu Kenia  KEN 14:06,4
4 Juan Martínez Mexiko  MEX 14:10,8
5 Ron Clarke Australien  AUS 14:12,4
6 Wohib Masresha Athiopien 1941  ETH 14:17,6
7 Nikolai Swiridow Sowjetunion 1955  URS 14:18,4
8 Fikru Deguefu Athiopien 1941  ETH 14:19,0

Finale am 17. Oktober

10.000 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Naftali Temu Kenia  KEN 29:27,4
2 Mamo Wolde Athiopien 1941  ETH 29:28,0
3 Mohamed Gammoudi Tunesien  TUN 29:34,2
4 Juan Martínez Mexiko  MEX 29:35,0
5 Nikolai Swiridow Sowjetunion 1955  URS 29:43,2
6 Ron Clarke Australien  AUS 29:44,8
7 Ron Hill Vereinigtes Konigreich  GBR 29:53,2
8 Wohib Masresha Athiopien 1941  ETH 29:57,0

13. Oktober

MarathonBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Mamo Wolde Athiopien 1941  ETH 2:20:26,4
2 Kenji Kimihara Japan 1870  JPN 2:23:31,0
3 Mike Ryan Neuseeland  NZL 2:23:45,0
4 İsmail Akçay Turkei  TUR 2:25:18,8
5 Bill Adcocks Vereinigtes Konigreich  GBR 2:25:33,0
6 Gebru Merawi Athiopien 1941  ETH 2:27:16,8
7 Derek Clayton Australien  AUS 2:27:23,8
8 Tim Johnston Vereinigtes Konigreich  GBR 2:28:04,4

20. Oktober

110 m HürdenBearbeiten

Platz Athlet Land Offiz. hand-
gestoppte
Zeit
Inoffiz.
elek-
tron. Zeit
1 Willie Davenport Vereinigte Staaten  USA 13,3 s ORe 13,33 s
2 Ervin Hall Vereinigte Staaten  USA 13,4 s0000 13,42 s
3 Eddy Ottoz Italien  ITA 13,4 s0000 13,46 s
4 Leon Coleman Vereinigte Staaten  USA 13,6 s0000 13,67 s
5 Werner Trzmiel Deutschland BR  FRG 13,6 s0000 13,468 s
6 Bo Forssander Schweden  SWE 13,7 s0000 13,73 s
7 Marcel Duriez Frankreich  FRA 13,7 s0000 13,77 s
8 Pierre Schoebel Frankreich  FRA 14,0 s0000 14,02 s

Finale am 17. Oktober

Wind: ±0,0 m/s

400 m HürdenBearbeiten

Platz Athlet Land Offiz. hand-
gestoppte
Zeit
Inoffiz.
elek-
tron. Zeit
1 David Hemery Vereinigtes Konigreich  GBR 48,1 s WR 48,12 s
2 Gerhard Hennige Deutschland BR  FRG 49,0 s000 49,02 s
3 John Sherwood Vereinigtes Konigreich  GBR 49,0 s000 49,03 s
4 Geoff Vanderstock Vereinigte Staaten  USA 49,0 s000 49,07 s
5 Wjatscheslaw Skomorochow Sowjetunion 1955  URS 49,1 s000 49,12 s
6 Ron Whitney Vereinigte Staaten  USA 49,2 s000 49,27 s
7 Rainer Schubert Deutschland BR  FRG 49,2 s000 49,30 s
8 Roberto Frinolli Italien  ITA 50,1 s000 50,13 s

Finale am 15. Oktober

3000 m HindernisBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Amos Biwott Kenia  KEN 8:51,0
2 Benjamin Kogo Kenia  KEN 8:51,6
3 George Young Vereinigte Staaten  USA 8:51,8
4 Kerry O’Brien Australien  AUS 8:52,0
5 Alexander Morosow Sowjetunion 1955  URS 8:55,6
6 Michail Schelew Bulgarien 1967  BUL 8:58,4
7 Gaston Roelants Belgien  BEL 8:59,4
8 Arne Risa Norwegen  NOR 9:09,0

Finale am 16. Oktober

4 × 100 m StaffelBearbeiten

Pl. Land Athleten Offiz. hand-
gestoppte
Zeit
Inoffiz.
elek-
tron. Zeit
1 Vereinigte Staaten  USA Charles Greene
Mel Pender
Ronnie Ray Smith
Jim Hines
38,2 s WR 38,24 s
2 Kuba  Kuba Hermes Ramírez
Juan Morales
Pablo Montes
Enrique Figuerola
38,3 s000 38,40 s
3 Frankreich  Frankreich Gérard Fenouil
Jocelyn Delecour
Claude Piquemal
Roger Bambuck
38,4 s000 38,43 s
4 Jamaika  Jamaika Errol Stewart
Michael Fray
Clifton Forbes
Lennox Miller
38,4 s000 38,47 s
5 Deutschland Demokratische Republik 1968  DDR Heinz Erbstößer
Hartmut Schelter
Peter Haase
Harald Eggers
38,6 s000 38,66 s
6 Deutschland BR  BR Deutschland Karl-Peter Schmidtke
Gert Metz
Gerhard Wucherer
Joachim Eigenherr
38,7 s000 38,76 s
7 Italien  Italien Sergio Ottolina
Ennio Preatoni
Angelo Sguazzero
Livio Berruti
39,2 s000 39,22 s
8 Polen 1944  Polen Wiesław Maniak
Edward Romanowski
Zenon Nowosz
Marian Dudziak
39,2 s000 39,22 s

Finale am 20. Oktober

4 × 400 m StaffelBearbeiten

Platz Land Athleten Zeit (s)
1 Vereinigte Staaten  USA Vince Matthews
Ron Freeman
Larry James
Lee Evans
2:56,1 WR
2 Kenia  Kenia Charles Asati
Munyoro Nyamau
Naftali Bon
Daniel Rudisha
2:59,6000
3 Deutschland BR  BR Deutschland Helmar Müller
Manfred Kinder
Gerhard Hennige
Martin Jellinghaus
3:00,5000
4 Polen 1944  Polen Stanisław Grędziński
Jan Balachowski
Jan Werner
Andrzej Badeński
3:00,5000
5 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Martin Winbolt-Lewis
Colin Campbell
David Hemery
John Sherwood
3:01,2000
6 Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago George Simon
Euric Bobb
Benedict Cayenne
Edwin Roberts
3:04,5000
7 Italien  Italien Sergio Ottolina
Giacomo Puosi
Furio Fusi
Sergio Bello
3:04,6000
8 Frankreich  Frankreich Jean-Claude Nallet
Jacques Carette
Gilles Bertould
Jean-Pierre Boccardo
3:07,5000

Finale am 20. Oktober

20 km GehenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Wolodymyr Holubnytschyj Sowjetunion 1955  URS 1:33:58,4
2 José Pedraza Mexiko  MEX 1:34:00,0
3 Nikolai Smaga Sowjetunion 1955  URS 1:34:03,4
4 Rudy Haluza Vereinigte Staaten  USA 1:35:00,2
5 Gerhard Sperling Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 1:35:27,2
6 Otto Bartsch Sowjetunion 1955  URS 1:36:16,8
7 Hans-Georg Reimann Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 1:36:31,4
8 Stefan Ingvarsson Schweden  SWE 1:36:43,4

14. Oktober

50 km GehenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Christoph Höhne Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 4:20:13,6
2 Antal Kiss Ungarn 1957  HUN 4:30:17,0
3 Larry Young Vereinigte Staaten  USA 4:31:55,4
4 Peter Selzer Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 4:33:09,8
5 Stig Lindberg Schweden  SWE 4:34:05,0
6 Vittorio Visini Italien  ITA 4:36:33,2
7 Bryan Eley Vereinigtes Konigreich  GBR 4:37:32,2
8 José Pedraza Mexiko  MEX 4:37:51,4

17. Oktober

HochsprungBearbeiten

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Dick Fosbury Vereinigte Staaten  USA 2,24 OR
2 Ed Caruthers Vereinigte Staaten  USA 2,22000
3 Walentin Gawrilow Sowjetunion 1955  URS 2,20000
4 Waleri Skworzow Sowjetunion 1955  URS 2,16000
5 Reynaldo Brown Vereinigte Staaten  USA 2,14000
6 Giacomo Crosa Italien  ITA 2,14000
7 Gunther Spielvogel Deutschland BR  FRG 2,14000
8 Lawrie Peckham Australien  AUS 2,12000

Finale am 20. Oktober

Dick Fosbury blieb mit dem nach ihm benannten Flop fehlerfrei bis 2,22 m.

StabhochsprungBearbeiten

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Bob Seagren Vereinigte Staaten  USA 5,40 OR
2 Claus Schiprowski Deutschland BR  FRG 5,40 OR
3 Wolfgang Nordwig Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 5,40 OR
4 Christos Papanikolaou Königreich Griechenland  GRE 5,35000
5 John Pennel Vereinigte Staaten  USA 5,35000
6 Hennadij Blesnizow Sowjetunion 1955  URS 5,30000
7 Hervé d’Encausse Frankreich  FRA 5,25000
8 Heinfried Engel Deutschland BR  FRG 5,20000

Finale am 16. Oktober

WeitsprungBearbeiten

 
Bob Beamon, USA, bei seinem Siegsprung
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Bob Beamon Vereinigte Staaten  USA 8,90 WR
2 Klaus Beer Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 8,19000
3 Ralph Boston Vereinigte Staaten  USA 8,16000
4 Igor Ter-Owanesjan Sowjetunion 1955  URS 8,12000
5 Tõnu Lepik Sowjetunion 1955  URS 8,09000
6 Allen Crawley Australien  AUS 8,02000
7 Jack Pani Frankreich  FRA 7,97000
8 Andrzej Stalmach Polen 1944  POL 7,94000

Finale am 18. Oktober

Obwohl wegen der Höhenlage von Mexiko-Stadt ein Weltrekord erwartet wurde, rechnete niemand mit einem solchen Riesensatz, wie er Beamon im ersten Versuch gelang: zu weit für die fest installierten Messgeräte. Aus den Katakomben musste ein normales Maßband herbeigeholt werden. Beamon hatte den Weltrekord um 55 Zentimeter verbessert, und seitdem gelangen lediglich Mike Powell mit 8,95 m (WR) und Carl Lewis mit 8,91 m (windunterstützt) bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1991 weitere Sprünge.

DreisprungBearbeiten

 
Gold für Wiktor Sanejew aus der USSR, dargestellt auf einer Briefmarke
Platz Athlet Land Weite (m)
1 Wiktor Sanejew Sowjetunion 1955  URS 17,39 WR
2 Nelson Prudêncio Brasilien 1968  BRA 17,27000
3 Giuseppe Gentile Italien  ITA 17,22000
4 Art Walker Vereinigte Staaten  USA 17,12 w0
5 Mikalaj Dudkin Sowjetunion 1955  URS 17,09 w0
6 Phil May Australien  AUS 17,02000
7 Józef Szmidt Polen 1944  POL 16,89000
8 Mansour Dia Senegal  SEN 16,73 w0

Finale am 17. Oktober

Die ersten fünf des Weltkampfs übersprangen alle den bis dahin gültigen Weltrekord von Józef Szmidt (1960, 17,03 m). Insgesamt wurde der Weltrekord während des olympischen Wettkampfs fünfmal von den drei Medaillisten verbessert: Giuseppe Gentile 17,10 m (Qualifikation); im Endkampf: Gentile 17,22 m; 17,23 m Viktor Sanejew; 17,27 m Nelson Prudêncio und schließlich 17,39 m Sanejew.

KugelstoßenBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Randy Matson Vereinigte Staaten  USA 20,54
2 George Woods Vereinigte Staaten  USA 20,12
3 Eduard Guschtschin Sowjetunion 1955  URS 20,09
4 Dieter Hoffmann Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 20,00
5 Dave Maggard Vereinigte Staaten  USA 19,43
6 Władysław Komar Polen 1944  POL 19,28
7 Uwe Grabe Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 19,03
8 Heinfried Birlenbach Deutschland BR  FRG 18,80

Finale am 14. Oktober

In der Qualifikation stellte Randy Matson mit 20,68 m einen olympischen Rekord auf.

DiskuswurfBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Al Oerter Vereinigte Staaten  USA 64,78 OR
2 Lothar Milde Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 63,08000
3 Ludvík Daněk Tschechoslowakei  TCH 62,92000
4 Hartmut Losch Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 62,12000
5 Jay Silvester Vereinigte Staaten  USA 61,78000
6 Gary Carlsen Vereinigte Staaten  USA 59,46000
7 Edmund Piątkowski Polen 1944  POL 59,40000
8 Ricky Bruch Schweden  SWE 59,28000

Finale am 15. Oktober

HammerwurfBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Gyula Zsivótzky Ungarn 1957  HUN 73,36 OR
2 Romuald Klim Sowjetunion 1955  URS 73,28000
3 Lázár Lovász Ungarn 1957  HUN 69,78000
4 Takeo Sugawara Japan 1870  JPN 69,78000
5 Sándor Eckschmiedt Ungarn 1957  HUN 69,46000
6 Gennadi Kondraschow Sowjetunion 1955  URS 69,08000
7 Reinhard Theimer Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 68,84000
8 Helmuth Baumann Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 68,26000

Finale am 17. Oktober

SpeerwurfBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Jānis Lūsis Sowjetunion 1955  URS 90,10 OR
2 Jorma Kinnunen Finnland  FIN 88,58000
3 Gergely Kulcsár Ungarn 1957  HUN 87,06000
4 Władysław Nikiciuk Polen 1944  POL 85,70000
5 Manfred Stolle Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 84,42000
6 Åke Nilsson Schweden  SWE 83,48000
7 Janusz Sidło Polen 1944  POL 80,58000
8 Urs von Wartburg Schweiz  SUI 80,56000

Finale am 16. Oktober

ZehnkampfBearbeiten

Platz Athlet Land P – offiz. Wert. P – 85er Wert.
1 Bill Toomey Vereinigte Staaten  USA 8193 OR 8064
2 Hans-Joachim Walde Deutschland BR  FRG 8111000 8032
3 Kurt Bendlin Deutschland BR  FRG 8064000 7984
4 Mykola Awilow Sowjetunion 1955  URS 7909000 7841
5 Joachim Kirst Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 7861000 7702
6 Tom Waddell Vereinigte Staaten  USA 7720000 7620
7 Rick Sloan Vereinigte Staaten  USA 7692000 7553
8 Steen Smidt-Jensen Danemark  DEN 7648000 7507

18. und 19. Oktober

Gewertet wurde nach der 1962 entwickelten Punktetabelle, die auch bei den letzten Olympischen Spielen verwendet worden war. Zur besseren Einordnung der Leistung sind neben den offiziellen Punkten nach der Wertungstabelle von 1964 die nach dem heutigen Wertungssystem von 1985 umgerechneten Punktzahlen mit angegeben. Nach dieser heute gültigen Tabelle wäre die Reihenfolge der ersten Acht identisch mit dem Resultat von Mexiko-Stadt. Aber diese Vergleiche sind nur Anhaltswerte, denn als Grundlage müssen die jeweils unterschiedlichen Maßstäbe der Zeit gelten.

Resultate FrauenBearbeiten

100 mBearbeiten

Platz Athletin Land Offiz. hand-
gestoppte
Zeit
Inoffiz.
elek-
tron. Zeit
1 Wyomia Tyus Vereinigte Staaten  USA 11,0 s WR 11,08 s
2 Barbara Ferrell Vereinigte Staaten  USA 11,1 s000 11,15 s
3 Irena Szewińska Polen 1944  POL 11,1 s000 11,19 s
4 Raelene Boyle Australien  AUS 11,1 s000 11,20 s
5 Margaret Bailes Vereinigte Staaten  USA 11,3 s000 11,37 s
6 Dianne Burge Australien  AUS 11,4 s000 11,33 s
7 Chi Cheng Taiwan  TPE 11,5 s000 11,53 s
8 Miguelina Cobián Kuba  CUB 11,6 s000 11,61 s

Finale am 15. Oktober

Wind: +1,2 m/s

200 mBearbeiten

 
Olympiasiegerin Irena Szewińska, frühere Irena Kirszenstein
Platz Athletin Land Offiz. hand-
gestoppte
Zeit
Inoffiz.
elek-
tron. Zeit
1 Irena Szewińska Polen 1944  POL 22,5 s WR 22,58 s
2 Raelene Boyle Australien  AUS 22,7 s000 22,74 s
3 Jennifer Lamy Australien  AUS 22,8 s000 22,88 s
4 Barbara Ferrell Vereinigte Staaten  USA 22,9 s000 22,93 s
5 Nicole Montandon Frankreich  FRA 23,0 s000 23,08 s
6 Wyomia Tyus Vereinigte Staaten  USA 23,0 s000 23,08 s
7 Margaret Bailes Vereinigte Staaten  USA 23,1 s000 23,18 s
8 Jutta Stöck Deutschland BR  FRG 23,2 s000 23,25 s

Finale am 18. Oktober

Wind: +2,0 m/s

400 mBearbeiten

 
Überraschungsolympiasiegerin Colette Besson
Platz Athletin Land Offiz. hand-
gestoppte
Zeit
Inoffiz.
elek-
tron. Zeit
1 Colette Besson Frankreich  FRA 52,0 s ORe 52,03 s
2 Lillian Board Vereinigtes Konigreich  GBR 52,1 s0000 52,12 s
3 Natalja Petschonkina Sowjetunion 1955  URS 52,2 s0000 52,25 s
4 Janet Simpson Vereinigtes Konigreich  GBR 52,5 s0000 52,57 s
5 Aurelia Pentón Kuba  CUB 52,7 s0000 52,75 s
6 Jarvis Scott Vereinigte Staaten  USA 52,7 s0000 52,79 s
7 Helga Henning Deutschland BR  FRG 52,8 s0000 52,89 s
8 Hermina van der Hoeven Niederlande  NED 53,0 s0000 53,02 s

Finale am 16. Oktober

800 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Madeline Manning Vereinigte Staaten  USA 2:00,9 OR
2 Ileana Silai Rumänien 1965  ROM 2:02,5000
3 Maria Gommers Niederlande  NED 2:02,6000
4 Sheila Taylor Vereinigtes Konigreich  GBR 2:03,8000
5 Doris Brown Vereinigte Staaten  USA 2:03,9000
6 Pat Lowe Vereinigtes Konigreich  GBR 2:04,2000
7 Abby Hoffman Kanada  CAN 2:06,8000
8 Maryvonne Dupureur Frankreich  FRA 2:08,2000

Finale am 19. Oktober

80 m HürdenBearbeiten

Platz Athletin Land Offiz. hand-
gestoppte
Zeit
Inoffiz.
elek-
tron. Zeit
1 Maureen Caird Australien  AUS 10,3 s OR 10,39 s
2 Pam Kilborn Australien  AUS 10,4 s000 10,46 s
3 Chi Cheng Taiwan  TPE 10,4 s000 10,51 s
4 Patty Van Wolvelaere Vereinigte Staaten  USA 10,5 s000 10,60 s
5 Karin Balzer Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 10,6 s000 10,61 s
6 Danuta Straszyńska Polen 1944  POL 10,6 s000 10,66 s
7 Elżbieta Żebrowska Polen 1944  POL 10,6 s000 10,66 s
8 Tatjana Talyschewa Sowjetunion 1955  URS 10,7 s000 10,72 s

Finale am 18. Oktober

Wind: ±0,0 m/s

4 × 100 m StaffelBearbeiten

Pl. Land Athletinnen Offiz.
hand-
gestoppte
Zeit
Inoffiz.
elek-
tron. Zeit
1 Vereinigte Staaten  USA Barbara Ferrell
Margaret Bailes
Mildrette Netter
Wyomia Tyus
42,8 s WR 42,88 s
2 Kuba  Kuba Marlene Elejarde
Fulgencia Romay
Violetta Quesada
Miguelina Cobián
43,3 s000 43,36 s
3 Sowjetunion 1955  Sowjetunion Ljudmila Scharkowa
Galina Bucharina
Wera Popkowa
Ljudmila Samotjossowa
43,4 s000 43,41 s
4 Niederlande  Niederlande Wilma van den Berg
Mieke Sterk
Truus Hennipman
Corrie Bakker
43,4 s000 43,44 s
5 Australien  Australien Jennifer Lamy
Joyce Bennett
Raelene Boyle
Dianne Burge
43,4 s000 43,50 s
6 Deutschland BR  BR Deutschland Renate Meyer
Jutta Stöck
Rita Jahn
Ingrid Becker
43,6 s000 43,70 s
7 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Anita Neil
Maureen Tranter
Janet Simpson
Lillian Board
43,7 s000 43,78 s
8 Frankreich  Frankreich Michèle Alayrangues
Gabrielle Meyer
Nicole Montandon
Sylviane Telliez
44,2 s000 44,30 s

Finale am 20. Oktober

HochsprungBearbeiten

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Milena Rezková Tschechoslowakei  TCH 1,82
2 Antonina Okorokowa Sowjetunion 1955  URS 1,80
3 Walentyna Kosyr Sowjetunion 1955  URS 1,80
4 Jaroslava Valentová Tschechoslowakei  TCH 1,78
5 Rita Schmidt Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 1,78
6 Mária Faithová Tschechoslowakei  TCH 1,78
7 Karin Schulze Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 1,76
8 Ilona Gusenbauer Osterreich  AUT 1,76

Finale am 17. Oktober

WeitsprungBearbeiten

 
Viorica Viscopoleanu – Olympiasiegerin mit Weltrekord
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Viorica Viscopoleanu Rumänien 1965  ROM 6,82 WR
2 Sheila Sherwood Vereinigtes Konigreich  GBR 6,68000
3 Tatjana Talyschewa Sowjetunion 1955  URS 6,66000
4 Burghild Wieczorek Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 6,48000
5 Mirosława Sarna Polen 1944  POL 6,47000
6 Ingrid Becker Deutschland BR  FRG 6,46000
7 Berit Berthelsen Norwegen  NOR 6,40000
8 Heide Rosendahl Deutschland BR  FRG 6,40000

Finale am 14. Oktober

KugelstoßenBearbeiten

 
Margitta Gummel – Olympiasiegerin mit Weltrekord
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Margitta Gummel Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 19,61 WR
2 Marita Lange Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 18,78000
3 Nadeschda Tschischowa Sowjetunion 1955  URS 18,19000
4 Judit Bognár Ungarn 1957  HUN 17,78000
5 Renate Boy Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 17,72000
6 Iwanka Christowa Bulgarien 1967  BUL 17,25000
7 Marlene Fuchs Deutschland BR  FRG 17,11000
8 Els van Noorduyn Niederlande  NED 16,23000

Finale am 20. Oktober

DiskuswurfBearbeiten

 
Überraschungsolympiasiegerin Lia Manoliu
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Lia Manoliu Rumänien 1965  ROM 58,28 OR
2 Liesel Westermann Deutschland BR  FRG 57,76000
3 Jolán Kleiber-Kontsek Ungarn 1957  HUN 54,90000
4 Anita Otto Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 54,40000
5 Antonina Popowa Sowjetunion 1955  URS 53,42000
6 Olga Connolly Vereinigte Staaten  USA 52,96000
7 Christine Spielberg Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 52,86000
8 Brigitte Berendonk Deutschland BR  FRG 52,80000

Finale am 18. Oktober

SpeerwurfBearbeiten

 
Olympiasiegerin wurde Angéla Németh, spätere Angéla Ránky
Platz Athletin Land Weite (m)
1 Angéla Németh Ungarn 1957  HUN 60,36
2 Mihaela Peneș Rumänien 1965  ROM 59,92
3 Eva Janko Osterreich  AUT 58,04
4 Márta Rudas Ungarn 1957  HUN 56,38
5 Daniela Jaworska Polen 1944  POL 56,06
6 Nataša Urbančič Jugoslawien  YUG 55,42
7 Ameli Koloska Deutschland BR  FRG 55,20
8 Kaisa Launela Finnland  FIN 53,96

Finale am 14. Oktober

FünfkampfBearbeiten

Platz Athletin Land P – offiz.
Wert.
P – 81er
Wert.
1 Ingrid Becker Deutschland BR  FRG 5098 4584
2 Liese Prokop Osterreich  AUT 4966 4404
3 Annamária Tóth Ungarn 1957  HUN 4959 4394
4 Walentina Tichomirowa Sowjetunion 1955  URS 4927 4360
5 Manon Bornholdt Deutschland BR  FRG 4890 4354
6 Pat Winslow Vereinigte Staaten  USA 4877 4301
7 Inge Bauer Deutschland Demokratische Republik 1968  GDR 4849 4287
8 Meta Antenen Schweiz  SUI 4848 4312

15. und 16. Oktober

Gewertet wurde nach der 1962 entwickelten Punktetabelle, die auch bei den letzten Olympischen Spielen verwendet worden war. Zur besseren Einordnung der Leistung sind neben den offiziellen Punkten nach dieser Wertungstabelle die nach dem heutigen Wertungssystem von 1981 umgerechneten Punktzahlen mit angegeben. Nach dieser heute gültigen Tabelle hätte es bei den engen Abständen eine veränderte Reihenfolge ab Rang vier gegeben. Aber diese Vergleiche sind nur Anhaltswerte, denn als Grundlage müssen die jeweils unterschiedlichen Maßstäbe der Zeit gelten.

VideolinksBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 319 bis 403

WeblinksBearbeiten

Commons: Olympische Sommerspiele 1968 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1960, S. 17 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 24. Oktober 2017
  2. Olympia-Lexikon. Mexico City 1968 olympia-lexikon.de, abgerufen am 25. September 2021
  3. Der Spiegel 42/1968, 14. Oktober 1968: Höhne-Athleten, spiegel.de, abgerufen am 25. September 2021
  4. Spiegel Online, 19. August 2008: Zwei Fäuste, ein Skandal, abgerufen am 25. September 2021
  5. Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 325
  6. Zirkus oder Genickbruch: Fosbury wird 60, Kölner Stadtanzeiger, 2. März 2007, abgerufen am 25. September 2021
  7. RP Online, 29. August 2011: Bob Beamon wird 65. Jahrhundertsprung brachte ihm kein Glück, rp-online.de, abgerufen am 25. September 2021