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Olympische Sommerspiele 1964/Leichtathletik

Wettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 1964
Leichtathletik bei den
XVIII. Olympischen Spielen
Olympische Ringe
Leichtathletik
Informationen
Datum: 14. Oktober bis 21. Oktober
Wettkampfort: JapanJapan Tokio
Austragungsort: Olympiastadion
Entscheidungen: Männer: 24/Frauen: 12[1]
Rom 1960 Mexiko Stadt 1968
Logo der Olympischen Spiele 1964
Olympische Spiele 1964
(Medaillenspiegel Leichtathletik)
Platz Mannschaft Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen Total
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 14 7 3 24
2 Sowjetunion 1955Sowjetunion Sowjetunion 5 2 11 18
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 4 7 1 12
4 Deutschland Mannschaft GesamtdeutschGesamtdeutsche Mannschaft Deutschland 2 5 3 10
5 Polen 1944Polen Polen 2 4 2 8
6 NeuseelandNeuseeland Neuseeland 2 2 4
7 Rumänien 1952Rumänien Rumänien 2 1 3
8 AustralienAustralien Australien 1 1 4 6
9 ItalienItalien Italien 1 1 2
10 Athiopien 1941Äthiopien Äthiopien 1 1
BelgienBelgien Belgien 1 1
FinnlandFinnland Finnland 1 1
13 Ungarn 1957Ungarn Ungarn 3 1 4
14 TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 2 2
15 Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago Trinidad und Tobago 1 2 3
16 FrankreichFrankreich Frankreich 1 1 2
KanadaKanada Kanada 1 1
18 KubaKuba Kuba 1 1
TunesienTunesien Tunesien 1 1
20 JapanJapan Japan 1 1
KeniaKenia Kenia 1 1
SchwedenSchweden Schweden 1 1

Bei den XVIII. Olympischen Spielen 1964 in Tokio fanden 36 Wettkämpfe in der Leichtathletik statt, die im Olympiastadion Tokio ausgetragen wurden.

Inhaltsverzeichnis

TeilnehmerBearbeiten

Wie auch bei den letzten Olympischen Spielen gab es einige Probleme und Sonderfälle im Hinblick auf die Teilnahme bestimmter Nationen. Gleich fünf Nationen wurden vom IOC nicht zugelassen:

Die Westindische Föderation von den Karibikinseln trat nicht mehr als gemeinsames Team auf.

Letztmals wurde Deutschland wie bereits 1956 und 1960 durch eine gesamtdeutschen Mannschaft, gebildet von Sportlern aus der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, vertreten. Verbunden war dieses Konstrukt inzwischen noch verschärft u. a. durch den Bau der Berliner Mauer mit vielen Auseinandersetzungen und Streitigkeiten zur Frage der Fahne, der Hymne, der offiziellen Bekleidung etc. Das IOC musste immer wieder vermitteln, bevor letzte Vereinbarungen getroffen waren. Wie in zahlreichen anderen Sportarten auch wurden Ausscheidungswettkämpfe zwischen den Sportlern aus Ost- und Westdeutschland ausgetragen, die über die Teilnahme an den Olympischen Spielen ausschlaggebend waren.[2] Natürlich mussten bei Meldung von mehr als einem Sportler in einer Disziplin alle betroffenen Athleten den Regeln entsprechend die Olympianorm erfüllt haben, damit sie teilnahmeberechtigt waren. Von 1968 an traten die Bundesrepublik Deutschland und die DDR dann als jeweils eigenes Land bei Olympischen Spiele an.

StadionBearbeiten

Das Olympiastadion Tokio verfügte über acht Bahnen, daher konnten erstmals in allen Laufdisziplinen acht Teilnehmer am Endlauf teilnehmen. In den Wurfdisziplinen sowie im Weit- und Dreisprung wurden hingegen nur jeweils sechs Sportler zu den letzten drei Finalversuchen zugelassen. Diese Ungleichgewichtigkeit wurde vier Jahre später in Mexiko-Stadt auch für die Springer und Werfer angepasst.

Eröffnet wurde das Stadion sechs Jahre zuvor zu den Asienspielen 1958. Es hatte eine Kapazität für knapp 60.000 Zuschauer und besaß eine ausgezeichnete Bahn mit der üblichen Rundenlänge von vierhundert Metern. Letztmals wurden die Laufwettbewerbe der Leichtathletik auf einer Aschenbahn ausgetragen, bevor von 1968 an Kunststoffbahnen zur Verfügung standen.

WettbewerbeBearbeiten

Im Wettbewerbsangebot gab es zwei zusätzliche Disziplinen im Frauenbereich: den 400-Meter-Lauf und den Fünfkampf. Beide Wettbewerbe hatten ihre Premiere bei internationalen Meisterschaften bereits hinter sich, und zwar bei den Leichtathletik-Europameisterschaften. Der 400-Meter-Lauf hatte dort seit 1958 und der Fünfkampf sogar schon seit 1950 auf dem Programm gestanden.

Ansonsten war das Angebot identisch mit dem der letzten Spiele in Rom. Es gab 24 Disziplinen im Männerbereich und zwölf für die Frauen, die nun fünf Einzellaufdisziplinen – 100 Meter, 200 Meter, 400 Meter und 80 Meter Hürden und als Mittelstrecke 800 Meter – im Programm vorfanden. Im Laufbereich wurde darüber hinaus nur noch die 4-mal-100-Meter-Staffel ausgetragen. Mit Hoch- und Weitsprung gab es weiterhin zwei Sprungdisziplinen sowie mit Kugelstoßen, Diskuswurf und Speerwurf drei Stoß- und Wurfwettbewerbe. Dazu gab es mit dem Fünfkampf erstmals auch einen Mehrkampf. Bis heute – Stand Oktober 2017 – hat sich im Bereich der olympischen Männerdisziplinen nichts mehr verändert. Bei den Frauen dagegen standen noch zahlreiche Ergänzungen für die Zukunft an.

Sportliche ErfolgeBearbeiten

Das Leistungsniveau war auch bei dieser Großveranstaltung sehr hoch. Es gab neun neue oder eingestellte Weltrekorde in neun Disziplinen und in einer Disziplin eine Weltbestleistung. In weiteren 21 Disziplinen wurde der olympische Rekord 22-mal verbessert oder egalisiert.

Erfolgreichste Nation waren wie bei allen Spielen in der Leichtathletik zuvor die Vereinigten Staaten mit vierzehn Goldmedaillen. Der Abstand zum Zweiten in dieser Rangliste, der Sowjetunion, die fünf Olympiasiege zu verzeichnen hatte, war wieder größer geworden. Dahinter lag Großbritannien mit vier Goldmedaillen, gefolgt von vier Nationen mit je zwei Olympiasiegen: Deutschland, Polen Neuseeland und Rumänien, wobei Deutschland und Polen deutlich mehr Silbermedaillen errangen als die beiden anderen Länder. Für alle weiteren Nationen gab es in der Leichtathletik höchstens einen Olympiasieg.

Eine Sportlerin und vier Sportler errangen je zwei Goldmedaillen in der Leichtathletik bei diesen Spielen:

Darüber hinaus sind weitere drei Leistungen besonders hervorzuheben:

Resultate MännerBearbeiten

100 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Bob Hayes Vereinigte Staaten  USA 10,0 WRe
2 Enrique Figuerola Kuba  CUB 10,2
3 Harry Jerome Kanada 1957  CAN 10,2
4 Wiesław Maniak Polen 1944  POL 10,4
5 Heinz Schumann Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 10,4
6 Gaoussou Koné Elfenbeinküste  CIV 10,4
Mel Pender Vereinigte Staaten  USA 10,4
8 Tom Robinson Bahamas 1964  BAH 10,5

Finale am 15. Oktober

Wind: + 1,03 m/s

200 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Henry Carr Vereinigte Staaten  USA 20,3 OR
2 Paul Drayton Vereinigte Staaten  USA 20,5
3 Edwin Roberts Trinidad und Tobago  TRI 20,6
4 Harry Jerome Kanada 1957  CAN 20,7
5 Livio Berruti Italien  ITA 20,8
6 Marian Foik Polen 1944  POL 20,8
7 Richard Stebbins Vereinigte Staaten  USA 20,8
8 Sergio Ottolina Italien  ITA 20,9

Finale am 17. Oktober

Wind: - 0,78 m/s

400 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Mike Larrabee Vereinigte Staaten  USA 45,1
2 Wendell Mottley Trinidad und Tobago  TRI 45,2
3 Andrzej Badeński Polen 1944  POL 45,6
4 Robbie Brightwell Vereinigtes Konigreich  GBR 45,7
5 Ulis Williams Vereinigte Staaten  USA 46,0
6 Tim Graham Vereinigtes Konigreich  GBR 46,0
7 Peter Vassella Australien  AUS 46,3
8 Edwin Skinner Trinidad und Tobago  TRI 46,8

Finale am 19. Oktober

800 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Peter Snell Neuseeland  NZL 1:45,1 OR
2 Bill Crothers Kanada 1957  CAN 1:45,6
3 Wilson Kiprugut Kenia  KEN 1:45,9
4 George Kerr Jamaika  JAM 1:45,9
5 Tom Farrell Vereinigte Staaten  USA 1:46,6
6 Jerry Siebert Vereinigte Staaten  USA 1:47,0
7 Dieter Bogatzki Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 1:47,2
8 Jacques Pennewaert Belgien  BEL 1:50,5

Finale am 16. Oktober

1500 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Peter Snell Neuseeland  NZL 3:38,1
2 Josef Odložil Tschechoslowakei  TCH 3:39,6
3 John Davies Neuseeland  NZL 3:39,6
4 Alan Simpson Vereinigtes Konigreich  GBR 3:39,7
5 Dyrol Burleson Vereinigte Staaten  USA 3:40,0
6 Witold Baran Polen 1944  POL 3:40,3
7 Michel Bernard Frankreich  FRA 3:41,2
8 John Whetton Vereinigtes Konigreich  GBR 3:42,4

Finale am 21. Oktober

5000 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Bob Schul Vereinigte Staaten  USA 13:48,8
2 Harald Norpoth Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 13:49,6
3 Bill Dellinger Vereinigte Staaten  USA 13:49,8
4 Michel Jazy Frankreich  FRA 13:49,8
5 Kipchoge Keino Kenia  KEN 13:50,4
6 Bill Baillie Neuseeland  NZL 13:51,0
7 Nikolai Dutow Sowjetunion 1955  URS 13:53,8
8 Thor Helland Norwegen  NOR 13:57,0

Finale am 18. Oktober

10.000 mBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Billy Mills Vereinigte Staaten  USA 28:24,4 OR
2 Mohamed Gammoudi Tunesien  TUN 28:24,8
3 Ron Clarke Australien  AUS 28:25,8
4 Mamo Wolde Athiopien 1941  ETH 28:31,8
5 Leonid Iwanow Sowjetunion 1955  URS 28:53,2
6 Kōkichi Tsuburaya Japan 1870  JPN 28:59,4
7 Murray Halberg Neuseeland  NZL 29:10,8
8 Tony Cook Australien  AUS 29:15,8

14. Oktober

 
Zieleinlauf: Mills vor Gammoudi und Clarke, innen der überrundete Deutsche Siegfried Herrmann

MarathonBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Abebe Bikila Athiopien 1941  ETH 2:12:11,2 WBL
2 Basil Heatley Vereinigtes Konigreich  GBR 2:16:19,2
3 Kōkichi Tsuburaya Japan 1870  JPN 2:16:22,8
4 Brian Kilby Vereinigtes Konigreich  GBR 2:17:02,4
5 József Sütő Ungarn 1957  HUN 2:17:55,8
6 Buddy Edelen Vereinigte Staaten  USA 2:18:12,4
7 Aurèle Vandendriessche Belgien  BEL 2:18:42,6
8 Kenji Kimihara Japan 1870  JPN 2:19:49,0

21. Oktober

110 m HürdenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Hayes Jones Vereinigte Staaten  USA 13,6
2 Blaine Lindgren Vereinigte Staaten  USA 13,7
3 Anatoli Michailow Sowjetunion 1955  URS 13,7
4 Eddy Ottoz Italien  ITA 13,8
5 Gurbachan Singh Randhawa Indien  IND 14,0
6 Marcel Duriez Frankreich  FRA 14,0
7 Giovanni Cornacchia Italien  ITA 14,1
8 Giorgio Mazza Italien  ITA 14,1

Finale am 18. Oktober

Wind: + 2,00 m/s

400 m HürdenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Rex Cawley Vereinigte Staaten  USA 49,6
2 John Cooper Vereinigtes Konigreich  GBR 50,1
3 Salvatore Morale Italien  ITA 50,1
4 Gary Knoke Australien  AUS 50,4
5 Jay Luck Vereinigte Staaten  USA 50,5
6 Roberto Frinolli Italien  ITA 50,7
7 Wassili Anissimow Sowjetunion 1955  URS 51,1
8 Wilfried Geeroms Belgien  BEL 51,4

Finale am 16. Oktober

3000 m HindernisBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Gaston Roelants Belgien  BEL 8:30,8 OR
2 Maurice Herriott Vereinigtes Konigreich  GBR 8:32,4
3 Iwan Beljajew Sowjetunion 1955  URS 8:33,8
4 Manuel de Oliveira Portugal  POR 8:36,2
5 George Young Vereinigte Staaten  USA 8:38,2
6 Guy Texereau Frankreich  FRA 8:38,6
7 Adolfas Aleksejūnas Sowjetunion 1955  URS 8:39,0
8 Lars-Erik Gustafsson Schweden  SWE 8:41,8

Finale am 17. Oktober

4 × 100 m StaffelBearbeiten

Finale am 21. Oktober

4 × 400 m StaffelBearbeiten

Platz Land Athleten Zeit (min)
1 Vereinigte Staaten  USA Ollan Cassell
Mike Larrabee
Ulis Williams
Henry Carr
3:00,7 WR
2 Vereinigtes Konigreich  Großbritannien Tim Graham
Adrian Metcalfe
John Cooper
Robbie Brightwell
3:01,6
3 Trinidad und Tobago  Trinidad und Tobago Edwin Skinner
Kent Bernard
Edwin Roberts
Wendell Mottley
3:01,7
4 Jamaika  Jamaika Lawrence Kahn
Malcolm Spence
Melville Spence
George Kerr
3:02,3
5 Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  Deutschland Jörg Jüttner
Hans-Ullrich Schulz
Johannes Schmitt
Manfred Kinder
3:04,3
6 Polen 1944  Polen Marian Filipiuk
Ireneusz Kluczek
Stanisław Swatowski
Andrzej Badeński
3:05,3
7 Sowjetunion 1955  Sowjetunion Grigori Swerbetow
Wiktor Bytschkow
Wassili Anissimow
Wadim Archiptschuk
3:05,9
8 Frankreich  Frankreich Michel Hiblot
Bernard Martin
Germain Nelzy
Jean-Pierre Boccardo
3:07,4

Finale am 21. Oktober

20 km GehenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Ken Matthews Vereinigtes Konigreich  GBR 1:29:34,0 OR
2 Dieter Lindner Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 1:31:13,2
3 Wolodymyr Holubnytschyj Sowjetunion 1955  URS 1:31:59,4
4 Noel Freeman Australien  AUS 1:32:06,8
5 Gennadi Solodow Sowjetunion 1955  URS 1:32:33,0
6 Ronald Zinn Vereinigte Staaten  USA 1:32:43,0
7 Boris Chrolowitsch Sowjetunion 1955  URS 1:32:45,4
8 John Edgington Vereinigtes Konigreich  GBR 1:32:46,0
9 Gerhard Sperling Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 1:33:15,8
12 Hans-Georg Reimann Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 1:34:51,0

15. Oktober

50 km GehenBearbeiten

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Abdon Pamich Italien  ITA 4:11:12,4 OR
2 Paul Nihill Vereinigtes Konigreich  GBR 4:11:31,2
3 Ingvar Pettersson Schweden  SWE 4:14:17,4
4 Burkhard Leuschke Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 4:15:26,8
5 Bob Gardiner Australien  AUS 4:17:06,8
6 Christoph Höhne Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 4:17:41,6
7 Anatoli Wedjakow Sowjetunion 1955  URS 4:19:55,8
8 Kurt Sakowski Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 4:20:31,0

18. Oktober

HochsprungBearbeiten

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Waleri Brumel Sowjetunion 1955  URS 2,18 OR
2 John Thomas Vereinigte Staaten  USA 2,18 OR
3 John Rambo Vereinigte Staaten  USA 2,16
4 Stig Pettersson Schweden  SWE 2,14
5 Robert Schawlakadse Sowjetunion 1955  URS 2,14
6 Ralf Drecoll Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 2,09
Kjell-Åke Nilsson Schweden  SWE 2,09
8 Ed Caruthers Vereinigte Staaten  USA 2,09
17 Wolfgang Schillkowski Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 2,06
19 Rudolf Köppen Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 2,00

Finale am 21. Oktober

StabhochsprungBearbeiten

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Fred Hansen Vereinigte Staaten  USA 5,10 OR
2 Wolfgang Reinhardt Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 5,05
3 Klaus Lehnertz Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 5,00
4 Manfred Preußger Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 5,00
5 Gennadi Blisnezow Sowjetunion 1955  URS 4,95
6 Rudolf Tomášek Tschechoslowakei  TCH 4,90
7 Pentti Nikula Finnland  FIN 4,90
8 Billy Pemelton Vereinigte Staaten  USA 4,80

Finale am 17. Oktober

WeitsprungBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Lynn Davies Vereinigtes Konigreich  GBR 8,07
2 Ralph Boston Vereinigte Staaten  USA 8,03
3 Igor Ter-Owanesjan Sowjetunion 1955  URS 7,99
4 Wariboko West Nigeria  NGR 7,60
5 Jean Cochard Frankreich  FRA 7,44
6 Luis Felipe Areta Spanien 1945  ESP 7,34
7 Mike Ahey Ghana 1964  GHA 7,30
8 Andrzej Stalmach Polen 1944  POL 7,26
10 Wolfgang Klein Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 7,15

Finale am 18. Oktober

DreisprungBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Józef Szmidt Polen 1944  POL 16,85 OR
2 Oleg Fjodossejew Sowjetunion 1955  URS 16,58
3 Wiktor Krawtschenko Sowjetunion 1955  URS 16,57
4 Fred Alsop Vereinigtes Konigreich  GBR 16,46
5 Șerban Ciochină Rumänien 1952  ROM 16,23
6 Manfred Hinze Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 16,15
7 Georgi Stojkowski Bulgarien 1948  BUL 16,10
8 Hans-Jürgen Rückborn Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 16,09

Finale am 16. Oktober

KugelstoßenBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Dallas Long Vereinigte Staaten  USA 20,33 OR
2 Randy Matson Vereinigte Staaten  USA 20,20
3 Vilmos Varjú Ungarn 1957  HUN 19,39
4 Parry O’Brien Vereinigte Staaten  USA 19,20
5 Zsigmond Nagy Ungarn 1957  HUN 18,88
6 Nikolai Karassjow Sowjetunion 1955  URS 18,86
7 Les Mills Neuseeland  NZL 18,52
8 Adolfas Varanauskas Sowjetunion 1955  URS 18,41
11 Rudolf Langer Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 17,29
12 Dieter Hoffmann Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 17,11

Finale am 17. Oktober

DiskuswurfBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Al Oerter Vereinigte Staaten  USA 61,00 OR
2 Ludvík Daněk Tschechoslowakei  TCH 60,52
3 Dave Weill Vereinigte Staaten  USA 59,49
4 Jay Silvester Vereinigte Staaten  USA 59,09
5 József Szécsényi Ungarn 1957  HUN 57,23
6 Zenon Begier Polen 1944  POL 57,06
7 Edmund Piątkowski Polen 1944  POL 55,81
8 Wladimir Trussenjow Sowjetunion 1955  URS 54,78
11 Hartmut Losch Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 52,08

Finale am 15. Oktober

HammerwurfBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Romuald Klim Sowjetunion 1955  URS 69,74 OR
2 Gyula Zsivótzky Ungarn 1957  HUN 69,09
3 Uwe Beyer Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 68,09
4 Juri Nikulin Sowjetunion 1955  URS 67,69
5 Juri Bakarinow Sowjetunion 1955  URS 66,72
6 Hal Connolly Vereinigte Staaten  USA 66,65
7 Edward Burke Vereinigte Staaten  USA 65,66
8 Olgierd Ciepły Polen 1944  POL 64,83

Finale am 18. Oktober

SpeerwurfBearbeiten

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Pauli Nevala Finnland  FIN 82,66
2 Gergely Kulcsár Ungarn 1957  HUN 82,32
3 Jānis Lūsis Sowjetunion 1955  URS 80,57
4 Janusz Sidło Polen 1944  POL 80,17
5 Urs von Wartburg Schweiz  SUI 78,72
6 Jorma Kinnunen Finnland  FIN 76,94
7 Rolf Herings Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 74,72
8 Wladimir Kusnezow Sowjetunion 1955  URS 74,26

Finale am 14. Oktober

ZehnkampfBearbeiten

Platz Athlet Land P - offiz. Wert. P - 85er Wert.
1 Willi Holdorf Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 7887 7960
2 Rein Aun Sowjetunion 1955  URS 7842 7677
3 Hans-Joachim Walde Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 7809 7666
4 Paul Herman Vereinigte Staaten  USA 7787 7651
5 Yang Chuan-Kwang Taiwan  TPE 7650 7539
6 Horst Beyer Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 7647 7488
7 Wassili Kusnezow Sowjetunion 1955  URS 7569 7454
8 Michail Storoschenko Sowjetunion 1955  URS 7464 7421

19. und 20. Oktober

Gewertet wurde nach der Punktetabelle von 1964, die das seit 1952 gültige Wertungssystem ablöste. Zur besseren Einordnung der Leistung sind neben den offiziellen Punkten nach der Wertungstabelle von 1964 die nach dem heutigen Wertungssystem von 1985 umgerechneten Punktzahlen mit angegeben. Nach dieser heute gültigen Tabelle wäre die Reihenfolge der ersten Acht identisch mit der Wertung von 1964. Die Punktedifferenz zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten wäre allerdings deutlich höher ausgefallen. Aber diese Vergleiche sind nur Anhaltswerte, denn als Grundlage müssen die jeweils unterschiedlichen Maßstäbe der Zeit gelten.

Resultate FrauenBearbeiten

100 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Wyomia Tyus Vereinigte Staaten  USA 11,4
2 Edith McGuire Vereinigte Staaten  USA 11,6
3 Ewa Kłobukowska Polen 1944  POL 11,6
4 Marilyn White Vereinigte Staaten  USA 11,6
5 Miguelina Cobián Kuba  CUB 11,7
6 Marilyn Black Australien  AUS 11,7
7 Halina Górecka Polen 1944  POL 11,8
8 Dorothy Hyman Vereinigtes Konigreich  GBR 11,9

Finale am 16. Oktober

Wind: - 1,25 m/s

200 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Edith McGuire Vereinigte Staaten  USA 23,0 OR
2 Irena Kirszenstein Polen 1944  POL 23,1
3 Marilyn Black Australien  AUS 23,1
4 Una Morris Jamaika  JAM 23,5
5 Ljudmila Samotjossowa Sowjetunion 1955  URS 23,5
6 Barbara Sobotta Polen 1944  POL 23,9
7 Janet Simpson Vereinigtes Konigreich  GBR 23,9
8 Daphne Arden Vereinigtes Konigreich  GBR 24,0

Finale am 19. Oktober

Wind: + 0,80 m/s

400 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Betty Cuthbert Australien  AUS 52,0 OR
2 Ann Packer Vereinigtes Konigreich  GBR 52,2
3 Judy Amoore Australien  AUS 53,4
4 Antónia Munkácsi Ungarn 1957  HUN 54,4
5 Marija Itkina Sowjetunion 1955  URS 54,6
6 Tilly van der Zwaard Niederlande  NED 55,2
7 Gertrud Schmidt Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 55,4
8 Evelyne Lebret Frankreich  FRA 55,5

Finale am 17. Oktober

800 mBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Ann Packer Vereinigtes Konigreich  GBR 2:01,1 WR
2 Maryvonne Dupureur Frankreich  FRA 2:01,9
3 Marise Chamberlain Neuseeland  NZL 2:02,8
4 Zsuzsa Szabó Ungarn 1957  HUN 2:03,5
5 Antje Gleichfeld Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 2:03,9
6 Laine Erik Sowjetunion 1955  URS 2:05,1
7 Gerda Kraan Niederlande  NED 2:05,8
8 Anne Smith Vereinigtes Konigreich  GBR 2:05,8

Finale am 20. Oktober

80 m HürdenBearbeiten

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Karin Balzer Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 10,5
2 Teresa Ciepły Polen 1944  POL 10,5
3 Pam Kilborn Australien  AUS 10,5
4 Irina Press Sowjetunion 1955  URS 10,6
5 Ikuko Yoda Japan 1870  JPN 10,7
6 Maria Piątkowska Polen 1944  POL 10,7
7 Draga Stamejčič Jugoslawien  YUG 10,8
8 Rosie Bonds Vereinigte Staaten  USA 10,8

Finale am 19. Oktober

Wind: + 2,23 m/s

Der Rückenwind war zu stark für eine Anerkennung der Zeiten in offiziellen Bestenlisten.

4 × 100 m StaffelBearbeiten

Finale am 21. Oktober

Nach einem Geschlechtstest vor dem Leichtathletik-Europacup 1967 wurde Ewa Kłobukowska als intersexuell eingestuft. 1969 strich der Weltleichtathletikverband Kłobukowskas erzielte Weltrekorde, darunter auch den von diesem Finale in Tokio. Die polnische Staffel blieb Olympiasieger, doch der Weltrekord wurde nun der zweitplatzierten US-Staffel zugesprochen, die wie auch die britische Staffel schneller als der damals aktuelle Weltrekord war.

HochsprungBearbeiten

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Iolanda Balaș Rumänien 1952  ROM 1,90 OR
2 Michele Brown Australien  AUS 1,80
3 Taissija Tschentschik Sowjetunion 1955  URS 1,78
4 Aída dos Santos Brasilien 1960  BRA 1,74
5 Dianne Gerace Kanada 1957  CAN 1,71
6 Frances Slaap Vereinigtes Konigreich  GBR 1,71
7 Olga Pulić Jugoslawien  YUG 1,71
8 Eleanor Montgomery Vereinigte Staaten  USA 1,71

Finale am 15. Oktober

WeitsprungBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Mary Rand Vereinigtes Konigreich  GBR 6,76 WR
2 Irena Kirszenstein Polen 1944  POL 6,60
3 Tatjana Schtschelkanowa Sowjetunion 1955  URS 6,42
4 Ingrid Becker Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 6,40
5 Viorica Viscopoleanu Rumänien 1952  ROM 6,35
6 Diana Jorgowa Bulgarien 1948  BUL 6,24
7 Hildrun Laufer Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 6,24
8 Helga Hoffmann Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 6,23

Finale am 14. Oktober

KugelstoßenBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Tamara Press Sowjetunion 1955  URS 18,14 OR
2 Renate Garisch-Culmberger Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 17,61
3 Galina Sybina Sowjetunion 1955  URS 17,45
4 Valerie Young Neuseeland  NZL 17,26
5 Margitta Helmbold Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 16,91
6 Irina Press Sowjetunion 1955  URS 16,71
7 Nancy McCredie Kanada 1957  CAN 15,89
8 Ana Maria Sălăjan Rumänien 1952  ROM 15,83

Finale am 20. Oktober

DiskuswurfBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Tamara Press Sowjetunion 1955  URS 57,27 OR
2 Ingrid Lotz Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 57,21
3 Lia Manoliu Rumänien 1952  ROM 56,97
4 Wirschinija Michajlowa Bulgarien 1948  BUL 56,70
5 Jewgenija Kusnezowa Sowjetunion 1955  URS 55,17
6 Jolán Kleiber Ungarn 1957  HUN 54,87
7 Kriemhild Limberg Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 53,81
8 Olimpia Cataramă Rumänien 1952  ROM 53,08

Finale am 19. Oktober

SpeerwurfBearbeiten

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Mihaela Peneș Rumänien 1952  ROM 60,54
2 Márta Rudas Ungarn 1957  HUN 58,27
3 Jelena Gortschakowa Sowjetunion 1955  URS 57,06
4 Birutė Kalėdienė Sowjetunion 1955  URS 56,31
5 Elvīra Ozoliņa Sowjetunion 1955  URS 54,81
6 Maria Diaconescu Rumänien 1952  ROM 53,71
7 Hiroko Sato Japan 1870  JPN 52,48
8 Anneliese Gerhards Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 52,37

Finale am 16. Oktober

FünfkampfBearbeiten

Platz Athletin Land Punkte
1 Irina Press Sowjetunion 1955  URS 5246 WR
2 Mary Rand Vereinigtes Konigreich  GBR 5035
3 Galina Bystrowa Sowjetunion 1955  URS 4956
4 Mary Peters Vereinigtes Konigreich  GBR 4797
5 Draga Stamejčič Jugoslawien  YUG 4790
6 Helga Hoffmann Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 4737
7 Pat Winslow Vereinigte Staaten  USA 4724
8 Ingrid Becker Deutschland Mannschaft Gesamtdeutsch  EUA 4717

16. und 17. Oktober

Erstmals fand bei Olympischen Spielen der Mehrkampf für die Frauen statt. Die fünf ausgetragenen Disziplinen waren: 80-Meter-Hürdenlauf, Kugelstoßen, Hochsprung, Weitsprung und 200-Meter-Lauf.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Offizieller Report der Olympischen Spiele 1960, S. 17 (englisch) auf library.la84.org (PDF), abgerufen am 24. Oktober 2017
  2. Elke Brick, Die gesamtdeutschen Olympiamannschaften – eine Paradoxie der Sportgeschichte?, Dissertation der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft an der Universität Bielefeld, Mai 2013, S. 168–183 (PDF), abgerufen am 24. Oktober 2017

LiteraturBearbeiten

Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 2: 1948–1968, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 1. Auflage 1969, S. 240–318

WeblinksBearbeiten

VideosBearbeiten