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Lisa Ryzih Leichtathletik

Lisa Ryzih by Augustas Didzgalvis.jpg
Ryzih bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 27. September 1988 (31 Jahre)
Geburtsort OmskSowjetunionSowjetunion Sowjetunion
Größe 179 cm
Gewicht 60 kg
Beruf Studentin der Psychologie
Karriere
Disziplin Stabhochsprung
Bestleistung Halle: 4,75 m/Freiluft: 4,73 m
Verein ABC Ludwigshafen, vorm.: LAZ Zweibrücken
Trainer Vladimir Ryzih
Status aktiv
Medaillenspiegel
Europameisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Hallen-Europameisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
U23-Weltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Juniorenweltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Jugendweltmeisterschaften 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Deutsche Meisterschaften 2 × Gold 3 × Silber 1 × Bronze
Deutsche Hallenmeisterschaften 4 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Logo der EAA Europameisterschaften
0Bronze0 Barcelona 2010 4,65 m
0Silber0 Amsterdam 2016 4,70 m
Logo der EAA Halleneuropameisterschaften
0Silber0 Belgrad 2017 4,75 m
Logo der EAA U23-Europameisterschaften
0Gold0 Kaunas 2009 4,50 m
Logo der IAAF Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 Grosseto 2004 4,30 m
Logo der IAAF Jugendweltmeisterschaften
0Gold0 Sherbrocke 2003 4,05 m
Logo des DLV Deutsche Meisterschaften
0Bronze0 Ulm 2009 4,40 m
0Silber0 Braunschweig 2010 4,60 m
0Silber0 Wattenscheid 2012 4,65 m
0Gold0 Ulm 2014 4,50 m
0Gold0 Nürnberg 2015 4,60 m
0Silber0 Kassel 2016 4,65 m
0Gold0 Erfurt 2017 4,70 m
Logo des DLV Deutsche Hallenmeisterschaften
0Bronze0 Karlsruhe 2010 4,55 m
0Gold0 Leipzig 2011 4,65 m
0Gold0 Karlsruhe 2015 4,55 m
0Gold0 Leipzig 2017 4,65 m
0Silber0 Dortmund 2018 4,46 m
0Gold0 Leipzig 2019 4,60 m
letzte Änderung: 19. Februar 2019
Lisa Ryzih 2012

Lisa Ryzih [rɨ'ʒix], auch: Elizaveta, Geburtsname russisch Елизавета Владимировна Рыжих / Jelisaweta Wladimirowna Ryschich, (* 27. September 1988 in Omsk, Russische SFSR, Sowjetunion) ist eine deutsche Stabhochspringerin russlanddeutscher Herkunft.

LebenBearbeiten

1992 kam sie als Aussiedlerin aus Sibirien mit ihrer Familie nach Ulm. Die Familie zog dann nach Zweibrücken, wo ihr Vater Vladimir Ryzih (russisch Владимир Рыжих / Wladimir Ryschich), ein früherer Stabhochspringer, ein Leistungszentrum für Frauenstabhochsprung aufbaute. Seit 2005 wohnt sie mit ihrer Familie in Sausenheim.

BerufswegBearbeiten

Seit 2009 studiert sie Psychologie an der Universität Koblenz-Landau in Landau.

Sportliche LaufbahnBearbeiten

Durch ihre Familie wurde sie wie ihre Schwester Nastja (heute Anastasija Reiberger) an den Stabhochsprung herangeführt.[1] Bevor sie sich aber voll auf den Stabhochsprung konzentrierte, betrieb sie als B-Jugendliche auch den Hürdenlauf.[1] Lisa Ryzih bestritt schon mit elf Jahren ihren ersten Stabhochsprungwettkampf und begann als Zwölfjährige mit speziellem Training.

Den ersten internationalen Erfolg verbuchte sie bei den Jugendweltmeisterschaften 2003 in Sherbrooke, als sie mit 4,05 m zum Titel sprang. Im Jahr darauf gelang ihr auch bei den Juniorenweltmeisterschaften in Grosseto der Sieg mit einer Steigerung ihrer Bestleistung auf 4,30 m.[2] Die Titelverteidigung im U-18-Bereich 2005 in Marrakesch glückte ihr nicht, mit 4,05 m blieb ihr Rang fünf. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2006 in Peking kam sie auf den für sie enttäuschenden vierten Rang und blieb mit 4,00 m deutlich unter ihrer damaligen Bestleistung von 4,35 m vom 7. Juli 2006 in Mannheim. 2007 bestätigte sie diese Höhe, und 2008 verbesserte sie sich erneut, diesmal auf 4,50 m bei einem Wettkampf in Regensburg, wobei sie in der Halle im Februar 2008 in Donezk schon zwei Zentimeter höher gesprungen war. Bei den Deutschen Meisterschaften sprang sie 4,40 m und wurde Fünfte, mit der gleichen Höhe gelang ihr bei den Deutschen Meisterschaften 2009 als Dritte der Sprung aufs Siegerpodest, 2006 und 2007 war sie noch bei den Deutschen Jugendmeisterschaften gestartet und hatte jeweils den Titel geholt. Mit dem Gewinn des U23-Europameistertitels 2009 gelang ihr auch auf europäischer Ebene der erste Sieg.

 
Ryzih (links) bei den Europameisterschaften 2010

Ihre persönlichen Bestleistungen sowohl in der Halle als auch im Freien konnte sie 2010 erneut verbessern. In Karlsruhe gelang ihr am letzten Februartag bei den Deutschen Hallenmeisterschaften ein Sprung über 4,55 m, damit wurde sie Dritte hinter Carolin Hingst und Kristina Gadschiew. Sie steigerte ihre Freiluftbestleistung im Mai 2010 im polnischen Sopot auf 4,60 m, nur geschlagen von der höhengleichen Weltmeisterin Anna Rogowska.[3]

Dieselbe Höhe übersprang sie bei den Deutschen Meisterschaften und sicherte sich damit die Vizemeisterschaft und gleichzeitig die Qualifikation für die Europameisterschaften in Barcelona, wo sie die Bronzemedaille mit ihrem persönlichen Rekord von 4,65 m gewann.[4][5] In der folgenden Hallensaison gewann sie zum ersten Mal den Titel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig und verbesserte dabei ihre Hallenbestleistung auf dieselbe Höhe.[6]

Bei den Europameisterschaften 2012 in Helsinki belegte Ryzih mit einer Höhe von 4,40 m den siebten Platz. Bei den Olympischen Spielen 2012 in London wurde sie mit 4,45 m Sechste[7], bei den Weltmeisterschaften 2013 in Moskau Achte. Bei den Europameisterschaften 2014 in Zürich verpasste sie nur knapp eine Medaille. Höhengleich mit der Zweiten und Dritten erreichte sie den vierten Platz.

2016 musste Ryzih die Hallensaison verletzungsbedingt vorzeitig beenden. Im Mai schaffte sie beim Diamond-League-Meeting in Rabat (Marokko) die Olympianorm für Rio 2016. Bei den Deutschen Meisterschaften in Kassel wurde sie mit 4,65 m Zweite. Bei den Europameisterschaften in Amsterdam wurde sie mit 4,70 m Vizeeuropameisterin. Am 19. Juli verbesserte Ryzih beim 22. Jockgrimer Stabhochsprung-Meeting ihre persönliche Bestleistung auf 4,73 m.

2017 wurde Ryzih in Leipzig mit 4,65 m Deutsche Hallenmeisterin und in Erfurt mit 4,70 m Deutsche Meisterin. International war sie in Belgrad mit persönlicher Bestleistung von 4,75 m Hallenvizeeuropameisterin geworden. Bei den Weltmeisterschaften 2017 in London verpasste sie dagegen knapp eine Medaille.

2018 holte sich Ryzih bei den Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund mit 4,46 m den Vizemeistertitel. Wegen eines Teilriss an der Achillessehne musste Ryzih auf die Sommersaison verzichten.[8]

Lisa Ryzih ist 1,79 m groß und hat ein Wettkampfgewicht von 60 kg. Sie wird von ihrem Vater trainiert.

VereinszugehörigkeitBearbeiten

Ryzih startet seit 2004 für ABC Ludwigshafen und war zuvor beim LAZ Zweibrücken.

EhrungenBearbeiten

Ryzih wurde zur Sportlerin des Jahres 2010 in Rheinland-Pfalz gewählt.

Persönliche BestleistungenBearbeiten

  • Freiluft: 4,73 m, 19. Juli 2016, Jockgrim
  • Halle: 4,75 m, 4. März 2017, Belgrad

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lisa Ryzih – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Daniela Städter: Familienbande – Die Ryzihs. In: leichtathletik.de. 11. Januar 2008, abgerufen am 3. August 2010.
  2. Ursula Kaiser: Lisa Ryshich – Sister Act in luftiger Höhe. In: leichtathletik.de. 20. Juli 2004, abgerufen am 3. August 2010.
  3. Christian Fuchs: Lisa Ryzih besticht mit 4,60 Metern. In: leichtathletik.de. 31. Mai 2010, abgerufen am 3. August 2010.
  4. Anja Herrlitz: Deutscher Doppelschlag im Stabhochsprung. In: leichtathletik.de. 30. Juli 2010, abgerufen am 3. August 2010.
  5. Marcel Friederich: Lisa Ryzih – Die Mama als Glücksbringer. In: leichtathletik.de. 31. Juli 2010, abgerufen am 3. August 2010.
  6. Christian Fuchs: Hallen-DM - Alle Entscheidungen der Frauen. In: leichtathletik.de. 28. Februar 2011, abgerufen am 28. Februar 2011.
  7. Endergebnis Stabhochsprung Olympia 2012, ARD, abgerufen am 7. August 2012.
  8. Thorsten Eisenhofer/sb: Lisa Ryzih fällt für EM-Saison aus, Verletzung, auf leichtathletik.de, vom 16. Juni 2018, abgerufen 2. August 2018