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Olympische Sommerspiele 2012/Leichtathletik – 3000 m Hindernis (Männer)

Wettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 2012

Der 3000-Meter-Hindernislauf der Männer bei den Olympischen Spielen 2012 in London wurde am 3. und 5. August 2012 im Olympiastadion London ausgetragen. 39 Athleten nahmen teil.

Olympische Ringe
Athletics stadium (7734094962).jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin 3000-Meter-Hindernislauf
Geschlecht Männer
Teilnehmer 39 Athleten aus 27 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion London
Wettkampfphase 3. August 2012 (Vorrunde)
5. August 2012 (Finale)
Medaillengewinner
Goldmedaille Ezekiel Kemboi (KeniaKenia KEN)
Silbermedaille Mahiedine Mekhissi (FrankreichFrankreich FRA)
Bronzemedaille Abel Mutai (KeniaKenia KEN)

Die Goldmedaille gewann der Kenianer Ezekiel Kemboi. Silber ging an den Franzosen Mahiedine Mekhissi, der Kenianer Abel Mutai errang Bronze.

Für Deutschland ging Steffen Uliczka an den Start, der in der Vorrunde ausschied.
Athleten aus der Schweiz, Österreich und Liechtenstein nahmen nicht teil.

Aktuelle TitelträgerBearbeiten

Olympiasieger Brimin Kipruto (Kenia  Kenia) 8:10,34 min Peking 2008
Weltmeister Ezekiel Kemboi (Kenia  Kenia) 8:14,85 min Daegu 2011
Europameister Mahiedine Mekhissi (Frankreich  Frankreich) 8:33,23 min Helsinki 2012
Zentralamerika und Karibik-Meister Luis Enrique Ibarra (Mexiko  Mexiko) 8:55,86 min Mayagüez 2011
Südamerika-Meister Hudson de Souza (Brasilien  Brasilien) 8:36,53 min Buenos Aires 2011
Asienmeister Abubaker Ali Kamal (Katar  Katar) 8:30,23 min Kōbe 2011
Afrikameister Abel Mutai (Kenia  Kenia) 8:16,05 min Porto-Novo 2012
Ozeanienmeister Theo Houdret (Neukaledonien  Neukaledonien) 10:13,80 min Cairns 2012

Bestehende RekordeBearbeiten

Weltrekord Saif Saaeed Shaheen (Katar  Katar) 7:53,63 min Brüssel, Belgien 3. September 2004[1]
Olympischer Rekord Julius Kariuki (Kenia  Kenia) 8:05,51 min Seoul, Südkorea 30. September 1988

Anmerkung:
Alle Zeiten in diesem Beitrag sind nach Ortszeit London (UTC±0) angegeben.

VorlaufBearbeiten

 
Der Deutsche Steffen Uliczka schied nach Platz dreizehn in seinem Vorlauf aus
 
Rang sieben in seinem Vorlauf reichte für den Kanadier Alex Genest nicht für die Teilnahme am Finale
 
Der Ungar Albert Minczér belegte Rang elf in seinem Vorlauf und schied aus

Es wurden drei Vorläufe durchgeführt. Für das Finale qualifizierten sich pro Lauf die ersten vier Athleten. Darüber hinaus kamen die drei Zeitschnellsten, die sogenannten Lucky Loser, weiter. Die direkt qualifizierten Athleten sind hellblau, die Lucky Loser hellgrün unterlegt.

Vorlauf 1Bearbeiten

3. August 2012, 13:00 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
0 1 Mahiedine Mekhissi Frankreich  Frankreich 8:16,23
0 2 Evan Jager Vereinigte Staaten  USA 8:16,61
0 3 Abel Mutai Kenia  Kenia 8:17,70
0 4 Tarık Langat Akdağ Turkei  Türkei 8:17,85 NR
0 5 Nahom Mesfin Athiopien  Äthiopien 8:18,16
0 6 Benjamin Kiplagat Uganda  Uganda 8:18,44
0 7 Amor Ben Yahia Tunesien  Tunesien 8:22,70
0 8 José Peña Venezuela  Venezuela 8:24,06 NR
0 9 Ali al-Amri Saudi-Arabien  Saudi-Arabien 8:26,22
10 Hicham Sigueni Marokko  Marokko 8:35,89
11 Ángel Mullera Spanien  Spanien 8:38,07
12 Alberto Paulo Portugal  Portugal 8:40,74
13 Steffen Uliczka Deutschland  Deutschland 8:41,08

Vorlauf 2Bearbeiten

3. August 2012, 13:15 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
0 1 Brimin Kipruto Kenia  Kenia 8:28,62
0 2 Yuri Floriani Italien  Italien 8:29,01
0 3 Brahim Taleb Marokko  Marokko 8:29,02
0 4 Jukka Keskisalo Finnland  Finnland 8:29,13
0 5 Nikolai Chavkin Russland  Russland 8:29,72
0 6 Youcef Abdi Australien  Australien 8:29,81
0 7 Jacob Araptany Uganda  Uganda 8:35,85
0 8 Vincent Zouaoui-Dandrieux Frankreich  Frankreich 8:36,96
0 9 Kyle Alcorn Vereinigte Staaten  USA 8:37,11
10 Artjom Kossinow Kasachstan  Kasachstan 8:42,27
11 Mario Bazán Puerto Rico  Puerto Rico 8:51,95
12 Abdelaziz Merzougui Spanien  Spanien 8:58,20
DNF Birhan Getahun Athiopien  Äthiopien

Vorlauf 3Bearbeiten

3. August 2012, 13:30 Uhr

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
0 1 Roba Gari Athiopien  Äthiopien 8:20,68
0 2 Ezekiel Kemboi Kenia  Kenia 8:20,97
0 3 Hamid Ezzine Marokko  Marokko 8:21,25
0 4 Donald Cabral Vereinigte Staaten  USA 8:21,46 NR
0 5 Ion Luchianov Moldau Republik  Moldau 8:22,09
0 6 Mohamed Khaled Belabbas Algerien  Algerien 8:22,32
0 7 Alex Genest Kanada  Kanada 8:22,62
0 8 Wadim Slobodenjuk Ukraine  Ukraine 8:23,35
0 9 Łukasz Parszczyński Polen  Polen 8:30,08
10 Weynay Ghebresilasie Eritrea  Eritrea 8:37,57
11 Albert Minczér Ungarn  Ungarn 8:40,74
12 Stuart Stokes Vereinigtes Konigreich  Großbritannien 8:43,04
DNF Víctor García Spanien  Spanien

FinaleBearbeiten

 
Szene aus dem Finale: ganz vorne Mesfin, Cabral und Akdağ gefolgt von Mutai, Gari, Jager und Kipruto, dahinter Mekhissi, Luchianov und Ezzine. Auf bzw. vor der Hürde Keskisalo, Kemboi, Taleb, Floriani und Kiplagat

5. August 2012, 21:25 Uhr

Für das Finale hatten sich alle drei Kenianer sowie zwei Äthiopier, zwei Marokkaner und zwei US-Amerikaner qualifiziert. Hinzu kamen jeweils ein Teilnehmer aus Finnland, Frankreich, Italien, Moldawien, der Türkei und Uganda.

Die Kenianer mit dem Olympiasieger von 2008 Brimin Kipruto, dem amtierenden Weltmeister Ezekiel Kemboi und Afrikameister Abel Mutai galten als die Favoriten.

Das Finale war anfangs kein schnelles Rennen. Der US-Athlet Donald Cabral leistete auf den beiden ersten Runden die Führungsarbeit. Seine 1000-m-Zwischenzeit lautete 2:52,70 min, was auf eine Endzeit von circa 8:39 min hinausgelaufen wäre. Drei Runden vor Schluss ging Mutai an die Spitze und forcierte das Tempo. Kemboi, Kipruto und der Äthiopier Roba Gari hielten Anschluss. Der zweite Kilometer mit Mutai an der Spitze war mit 2:50,56 min nur unwesentlich schneller als der erste. Zwei Runden vor Schluss musste Kipruto abreißen lassen, während sich der französische Europameister Mahiedine Mekhissi weiter nach vorne arbeitete und eingangs der letzten Runde zu Gari, Mutai und Kemboi aufschließen konnte. Mit ihm kam auch der US-Amerikaner Evan Jager nach vorne. Auf der Gegengeraden setzte sich Kemboi an die Spitze, Gari und Jager fielen jetzt zurück. Am letzten Sprung über den Wassergraben hatte Kemboi einen Vorsprung von zehn Metern vor Mutai und Mekhissi. Gari machte als Viertplatzierter die Lücke zu Mutai und Mekhissi wieder kleiner, während Ezekiel Kemboi das Rennen überlegen für sich entschied. Auf der Zielgeraden zog Mekhissi vorbei an Mutai und gewann Silber. Mutai konnte sich dem Angriff des wieder nach vorne gekommenen Gari erwehren. Kipruto wurde Fünfter, Jager Sechster. Den letzten Kilometer hatte Kemboi in 2:35,306 min zurückgelegt, war also um etwa fünfzehn Sekunden schneller gewesen als auf den ersten beiden 1000-Meter-Abschnitten. Nach dem langsamen Beginn war jedoch keine bessere Endzeit mehr möglich, der noch von 1988 stammende olympische Rekord seines Landsmanns Julius Kariuki war um mehr als dreizehn Sekunden schneller.

Ezekiel Kemboi lief zum zehnten kenianischen Olympiasieg in dieser Disziplin. Es war Kenias achter Sieg in Folge.

Platz Name Nation Zeit (min) Anmerkung
0 1 Ezekiel Kemboi Kenia  Kenia 8:18,56
0 2 Mahiedine Mekhissi Frankreich  Frankreich 8:19,08
0 3 Abel Mutai Kenia  Kenia 8:19,73
0 4 Roba Gari Athiopien  Äthiopien 8:20,00
0 5 Brimin Kipruto Kenia  Kenia 8:23,03
0 6 Evan Jager Vereinigte Staaten  USA 8:23,87
0 7 Hamid Ezzine Marokko  Marokko 8:24,90
0 8 Donald Cabral Vereinigte Staaten  USA 8:25,91
0 9 Tarık Langat Akdağ Turkei  Türkei 8:27,64
10 Ion Luchianov Moldau Republik  Moldau 8:28,15
11 Brahim Taleb Marokko  Marokko 8:32,40
12 Nahom Mesfin Athiopien  Äthiopien 8:35,12
13 Yuri Floriani Italien  Italien 8:40,07
DNF Jukka Keskisalo Finnland  Finnland
DSQ Benjamin Kiplagat Uganda  Uganda IAAF Rule 163.3 b – Übertreten der Begrenzungslinie[2]

WeblinksBearbeiten

VideosBearbeiten

  • Voräufe auf youtube.com, veröffentlicht am 3. August 2012, abgerufen am 12. September 2018
  • Finale auf youtube.com, veröffentlicht am 5. August 2012, abgerufen am 12. September 2018

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IAAF Statistics Handbook, Peking 2015 Seite 674 (englisch), abgerufen am 12. September 2018
  2. Wettkampfregeln der IAAF, Seite 73, abgerufen am 12. September 2018