Barbora Krejčíková

tschechische Tennisspielerin
Barbora Krejčíková Tennisspieler
Barbora Krejčíková
Barbora Krejčíková 2015 bei den French Open
Nation: TschechienTschechien Tschechien
Geburtstag: 18. Dezember 1995
Größe: 178 cm
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Petr Kovačka
Preisgeld: 2.958.976 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 262:152
Karrieretitel: 0 WTA, 14 ITF
Höchste Platzierung: 74 (26. Oktober 2020)
Aktuelle Platzierung: 74
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 248:108
Karrieretitel: 6 WTA, 19 ITF
1 WTA Challenger
Höchste Platzierung: 1 (22. Oktober 2018)
Aktuelle Platzierung: 7
Wochen als Nr. 1: 12
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
2. November 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Barbora Krejčíková (* 18. Dezember 1995 in Brünn) ist eine tschechische Tennisspielerin und ehemalige Weltranglistenerste im Damendoppel. Ihr größter Erfolg war 2018 der Triumph bei den Doppelkonkurrenzen der French Open sowie in Wimbledon.

KarriereBearbeiten

Krejčíková, die im Alter von sechs Jahren mit dem Tennissport begann, feierte bereits als Juniorin große Erfolge. Die ehemalige Nummer Drei der Juniorenweltrangliste gewann 2013 zusammen mit ihrer Landsfrau Kateřina Siniaková die Nachwuchskonkurrenzen im Doppel bei den French Open, den US Open sowie von Wimbledon. Des Weiteren triumphierten die Beiden im selben Jahr bei den Tenniseuropameisterschaften der Junioren, bei denen Krejčíková zudem den Titel im Einzel holen konnte.

Bereits 2010 gab sie ihren Einstand auf dem ITF Women’s Circuit, auf dem sie bislang bereits 14 Einzel- und 19 Doppeltitel erringen konnte. Nach ersten Erfolgen auf der ITF Tour, trat Krejčíková 2014 bei den US Open erstmals in der Qualifikation zu einem Grand-Slam-Turnier an, verlor dort aber in der Schlussrunde. Im Anschluss qualifizierte sie sich in Québec erstmals für das Hauptfeld eines WTA-Turniers und zog nach einem Auftakterfolg gegen Sachia Vickery auf Anhieb in die zweite Runde ein, in der sie an Lucie Hradecká scheiterte. 2015 gewann sie bei einem Turnier der $50.000-Kategorie in Olmütz ihren bis dahin größten Einzeltitel. Gegen Saisonende gelang Krejčíková, abermals in Québec, gemeinsam mit An-Sophie Mestach nach einem Sieg im Endspiel über María Irigoyen und Paula Kania ihr erster WTA-Titel im Doppel, auf den in Limoges bei einem Turnier der WTA Challenger Series an der Seite von Mandy Minella ein zweiter folgen sollte.

Anfang 2016 tat sie sich mit ihrer früheren Juniorinnenpartnerin Kateřina Siniaková zusammen und spezialisierte sich fortan auf das Damendoppel. Bei den French Open erzielten die Beiden ihr erstes Grand-Slam-Halbfinale, in dem sie sich erst Jekaterina Makarowa und Jelena Wesnina geschlagen geben mussten. Nach einem weiteren Viertelfinaleinzug bei den US Open schloss Krejčíková die Saison erstmals unter den besten 30 der Doppelweltrangliste ab. Im Jahr darauf machte sie erstmals auch im Einzel auf sich aufmerksam, als sie beim Sandplatzturnier in Nürnberg aus der Qualifikation heraus in ihr erstes Einzelfinale auf der WTA-Tour vorstieß, in dem sie Kiki Bertens chancenlos unterlag. Allerdings gelang es Krejčíková nicht, im Einzel an die gezeigte Leistung anzuknüpfen, sodass sie sich 2018 wieder vermehrt auf das Doppel konzentrierte, ohne ihre Einzelkarriere je komplett ruhen zu lassen. Im Doppel startete Krejčíková 2018 nach einjähriger Pause wieder gemeinsam mit Kateřina Siniaková in die Saison. Nachdem sie in Miami noch als Verliererinnen vom Platz gingen, errang sie an der Seite ihrer Landsfrau bei den French Open nach einem glatten Endspielerfolg über Eri Hozumi und Makoto Ninomiya ihren ersten Grand Slam-Titel, auf den in Wimbledon der zweite folgte; dieses Mal nach einem Sieg über Nicole Melichar und Květa Peschke. Nach einem weiteren Halbfinaleinzug bei den US Open, wurde Krejčíková am 22. Oktober die 40. Nummer Eins der Doppelweltrangliste im Damentennis und bekleidete diese Position bis zum 13. Januar 2019 zusammen mit ihrer Partnerin Siniaková. Durch ihre Erfolge qualifizierten sich die beiden 2018 auch erstmals für die WTA Championships in Singapur, wo sie nach Siegen gegen Melichar und Peschke sowie Andrea Sestini Hlaváčková und Barbora Strýcová bis ins Finale kamen, indem sie Kristina Mladenovic und Tímea Babos unterlagen.

Anfang 2019 erreichte Krejčíková bei den Australian Open an der Seite von Kateřina Siniaková das Viertelfinale im Doppel und gewann zusammen mit Rajeev Ram nach einem Finalerfolg über Astra Sharma und John-Patrick Smith die Konkurrenz im Mixed. Mit Siniaková zusammen triumphierte sie auch beim Rogers Cup in Toronto sowie in Linz und stand in Wimbledon noch einmal im Halbfinale. Bei ihrer zweiten Teilnahme bei den WTA Championships der besten acht Teams in Shenzhen schieden sie nach nur einem Sieg zu zwei Niederlagen in der Gruppenphase aus. Im Einzel ging Krejčíková in der Saison 2019 hingegen nur sporadisch an den Start, doch konnte sie im Jahresverlauf drei ITF-Titel, darunter ihren bis dahin größten bei einem Turnier der $80.000-Kategorie in Palm Harbor.

2020 verteidigte Krejčíková nach einem weiteren Doppelerfolg in Shenzhen an der Seite von Siniaková mit Nikola Mektić zusammen zunächst ihren Mixed-Titel bei den Australian Open, nachdem sie sich im Endspiel gegen Bethanie Mattek-Sands und Jamie Murray durchsetzten. Im Doppel kam sie, erneut mit Siniaková, erstmals ins Halbfinale, in dem sie sich erst den Topgesetzten Hsieh Su-wei und Barbora Strýcová geschlagen geben mussten. Daneben gelang ihr in Melbourne im Einzel zum ersten Mal die erfolgreiche Qualifikation für ein Grand-Slam-Hauptfeld, bei dem sie nach einem Sieg zum Auftakt über Kaia Kanepi sogleich in die zweite Runde kam, in der sie an Jekaterina Alexandrowa scheiterte. Nach dem coronabedingten Saisonabbruch erzielte Krejčíková mit dem Einzug ins Achtelfinale der French Open ihr bisher bestes Karriereergebnis im Einzel und verbesserte sich damit in der Weltrangliste erstmals unter die besten 100. Im Doppel rückte sie mit Siniaková in die Runde der letzten Vier vor, in der sie den späteren Siegerinnen Mladenovic und Babos unterlagen.

2019 gab Krejčíková bei der 2:3-Viertelfinalniederlage gegen Rumänien ihr Debüt für die tschechische Fed-Cup-Mannschaft. Seitdem hat sie für ihr Land zwei Begegnungen im Doppel bestritten, von denen sie eine gewinnen konnte.

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 21. Oktober 2012 Kroatien  Dubrovnik ITF $10.000 Sand Russland  Polina Leikina 6:4, 6:1
2. 6. Oktober 2013 Kroatien  Solin ITF $10.000 Sand Tschechien  Tereza Malíková 6:2, 6:2
3. 27. Oktober 2013 Kroatien  Dubrovnik ITF $10.000 Sand Slowenien  Polona Reberšak 6:1, 3:6, 6:0
4. 3. November 2013 Kroatien  Umag ITF $10.000 Sand Ungarn  Ágnes Bukta 6:1, 6:4
5. 1. Dezember 2013 Kroatien  Bol ITF $10.000 Sand Kroatien  Ema Mikulčić 3:6, 6:0, 6:3
6. 22. Juni 2014 Tschechien  Prerov ITF $15.000 Sand Slowakei  Lenka Juríková 6:3, 6:4
7. 6. Juli 2014 Polen  Toruń ITF $25.000 Sand Griechenland  Maria Sakkari 6:4, 6:1
8. 2. November 2014 Turkei  Istanbul ITF $25.000 Hartplatz (Halle) Schweiz  Viktorija Golubic 6:1, 6:4
9. 19. Juli 2015 Tschechien  Olmütz ITF $50.000 Sand Tschechien  Petra Cetkovská 3:6, 6:4, 7:65
10. 1. Juli 2018 Polen  Toruń ITF $25.000 Sand Slowakei  Rebecca Šramková 7:5, 6:1
11. 7. April 2019 Vereinigte Staaten  Palm Harbor ITF $80.000 Sand Vereinigte Staaten  Nicole Gibbs 6:0, 6:1
12. 14. April 2019 Vereinigte Staaten  Pelham ITF $25.000 Sand Vereinigte Staaten  Caroline Dolehide 6:4, 6:3
13. 5. Mai 2019 Deutschland  Wiesbaden ITF $60.000 Sand Ukraine  Katarina Zavatska 6:4, 7:62
14. 23. Juni 2019 Tschechien  Staré Splavy ITF $60.000 Sand Tschechien  Denisa Allertová 6:2, 6:3

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 3. September 2011 Kroatien  Osijek ITF $10.000 Sand Tschechien  Aneta Dvořáková Ukraine  Diana Bogoliy
Russland  Alena Tarasova
7:5, 6:2
2. 29. Oktober 2011 Kroatien  Dubrovnik ITF $10.000 Sand Russland  Wiktorija Kan Tschechien  Martina Kubičíková
Bulgarien  Dalija Safirowa
7:63, 6:0
3. 1. September 2012 Kroatien  Osijek ITF $10.000 Sand Tschechien  Aneta Dvořáková Tschechien  Kateřina Kramperová
Tschechien  Petra Krejsová
6:4, 3:6, [10:8]
4. 13. Oktober 2012 Bosnien und Herzegowina  Sarajevo ITF $15.000 Sand Tschechien  Tereza Malíková Italien  Angelica Moratelli
Serbien  Milana Špremo
6:3, 6:2
5. 27. Oktober 2012 Kroatien  Dubrovnik ITF $10.000 Sand Tschechien  Tereza Malíková Slowakei  Lucia Butkovská
Deutschland  Christina Shakovets
7:5, 7:65
6. 12. April 2013 Kroatien  Bol ITF $10.000 Sand Russland  Polina Leikina Kroatien  Jana Fett
Vereinigte Staaten  Bernarda Pera
6:3, 6:3
7. 19. April 2013 Kroatien  Šibenik ITF $10.000 Sand Russland  Polina Leikina Niederlande  Cindy Burger
Deutschland  Anna Klasen
3:6, 6:3, [12:10]
8. 10. August 2013 Deutschland  Hechingen ITF $25.000 Sand Tschechien  Kateřina Siniaková Rumänien  Laura-Ioana Andrei
Frankreich  Laura Thorpe
6:1, 6:4
9. 19. Oktober 2013 Kroatien  Dubrovnik ITF $10.000 Sand Slowakei  Lenka Juríková Tschechien  Gabriela Pantůčková
Slowenien  Polona Reberšak
7:5, 3:6, [10:4]
10. 16. November 2013 Kroatien  Bol ITF $10.000 Sand Niederlande  Demi Schuurs Slowakei  Vivien Juhaszova
Tschechien  Tereza Máliková
6:2, 6:4
11. 30. November 2013 Kroatien  Bol ITF $10.000 Sand Rumänien  Ana Bianca Mihăilă Serbien  Bojana Marinković
Slowenien  Natalija Šipek
6:2, 6:2
12. 31. Mai 2014 Slowenien  Maribor ITF $25.000 Sand Tschechien  Kateřina Siniaková Niederlande  Cindy Burger
Chile  Daniela Seguel
6:0, 6:1
13. 7. Juni 2014 Bosnien und Herzegowina  Sarajevo ITF $15.000 Sand Bulgarien  Wiktorija Tomowa Deutschland  Carolin Daniels
Turkei  Melis Sezer
7:63, 6:2
14. 27. Juli 2014 Polen  Rokietnica-Sobota ITF $50.000 Sand Serbien  Aleksandra Krunić Ukraine  Anastasija Wassyljewa
Ukraine  Maryna Sanewska
3:6, 6:0, [10:6]
15. 13. Juni 2015 Italien  Padua ITF $25.000 Sand Argentinien  María Irigoyen Ungarn  Réka Luca Jani
Argentinien  Paula Ormaechea
6:4, 6:2
16. 20. Juni 2015 Frankreich  Montpellier ITF $50.000 Sand Argentinien  María Irigoyen Deutschland  Laura Siegemund
Tschechien  Renata Voráčová
6:4, 6:2
17. 8. August 2015 Tschechien  Pilsen ITF $25.000 Sand Schweden  Rebecca Peterson Tschechien  Lenka Kunčíková
Tschechien  Karolína Stuchlá
6:4, 6:3
18. 20. September 2015 Kanada  Québec WTA International Teppich (Halle) Belgien  An-Sophie Mestach Argentinien  María Irigoyen
Polen  Paula Kania
4:6, 6:3 [12:10]
19. 10. Oktober 2015 Mexiko  Tampico ITF $50.000 Hartplatz Argentinien  María Irigoyen Paraguay  Verónica Cepede Royg
Russland  Marina Melnikowa
7:5, 6:2
20. 15. November 2015 Frankreich  Limoges WTA Challenger Hartplatz (Halle) Luxemburg  Mandy Minella Russland  Margarita Gasparjan
Georgien  Oksana Kalaschnikowa
1:6, 7:5, [10:6]
21. 1. April 2017 Australien  Mornington ITF $25.000 Sand Israel  Julia Glushko Australien  Jessica Moore
Thailand  Varatchaya Wongteanchai
6:4, 2:6, [11:9]
22. 10. Juni 2018 Frankreich  French Open Grand Slam Sand Tschechien  Kateřina Siniaková Japan  Eri Hozumi
Japan  Makoto Ninomiya
6:3, 6:3
23. 14. Juli 2018 Vereinigtes Konigreich  Wimbledon Grand Slam Rasen Tschechien  Kateřina Siniaková Vereinigte Staaten  Nicole Melichar
Tschechien  Květa Peschke
6:4, 4:6, 6:0
24. 10. August 2019 Kanada  Toronto WTA Premier 5 Hartplatz Tschechien  Kateřina Siniaková Deutschland  Anna-Lena Grönefeld
Niederlande  Demi Schuurs
7:5, 6:0
25. 12. Oktober 2019 Osterreich  Linz WTA International Hartplatz (Halle) Tschechien  Kateřina Siniaková Osterreich  Barbara Haas
Schweiz  Xenia Knoll
6:4, 6:3
26. 11. Januar 2020 China Volksrepublik  Shenzhen WTA International Hartplatz Tschechien  Kateřina Siniaková China Volksrepublik  Duan Yingying
China Volksrepublik  Zheng Saisai
6:2, 3:6 [10:4]

MixedBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 26. Januar 2019 Australien  Australian Open Grand Slam Hartplatz Vereinigte Staaten  Rajeev Ram Australien  Astra Sharma
Australien  John-Patrick Smith
7:63, 6:1
2. 1. Februar 2020 Australien  Australian Open Grand Slam Hartplatz Kroatien  Nikola Mektić Vereinigte Staaten  Bethanie Mattek-Sands
Vereinigtes Konigreich  Jamie Murray
5:7, 6:4, [10:1]

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Karriere
Australian Open Q2 Q3 Q2 Q3 Q2 2 2
French Open Q2 1 Q1 AF AF
Wimbledon Q1 Q1 Q2
US Open Q3 Q1 Q1 Q1 Q2

DoppelBearbeiten

Turnier 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Karriere
Australian Open 2 2 AF VF HF HF
French Open 1 HF AF S 1 HF S
Wimbledon 1 1 S HF S
US Open VF AF HF HF

MixedBearbeiten

Turnier 2016 2017 2018 2019 2020 Karriere
Australian Open 1 S S S
French Open 1 1
Wimbledon 2 AF AF
US Open VF VF

WeblinksBearbeiten

Commons: Barbora Krejčíková – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten