Coco Vandeweghe

US-amerikanische Tennisspielerin

Colleen „Coco“ Vandeweghe (* 6. Dezember 1991 in New York) ist eine US-amerikanische Tennisspielerin.

Coco Vandeweghe Tennisspieler
Coco Vandeweghe
Coco Vandeweghe 2015 in Madrid
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 6. Dezember 1991 (29 Jahre)
Größe: 185 cm
Gewicht: 70 kg
1. Profisaison: 2008
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Pat Cash
Preisgeld: 7.727.711 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 311:256
Karrieretitel: 2 WTA, 2 ITF
Höchste Platzierung: 9 (15. Januar 2018)
Aktuelle Platzierung: 173
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 118:106
Karrieretitel: 4 WTA, 6 ITF
Höchste Platzierung: 14 (29. Oktober 2018)
Aktuelle Platzierung: 156
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
22. November 2021
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

KarriereBearbeiten

Vandeweghe, die laut ITF-Profil Hartplätze bevorzugt, begann im Alter von elf Jahren mit dem Tennisspielen.

Am 7. September 2008 gewann sie den Juniorinnen-Titel der US Open; sie ging mit einer Wildcard an den Start und besiegte im Finale Gabriela Paz aus Venezuela mit 7:63, 6:1. An der Seite von Tetjana Luschanska aus der Ukraine gewann sie 2010 ihren ersten Doppeltitel auf dem ITF Women’s Circuit. Insgesamt gewann sie bei ITF-Turnieren sechs Doppel- und zwei Einzeltitel.

Im Jahr 2010 spielte Vandeweghe erstmals für die US-amerikanische Fed-Cup-Mannschaft; ihre Fed-Cup-Bilanz weist bislang 13 Siege bei 5 Niederlagen aus.

Bei ihrer sechsten Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier hatte sie 2011 bei den US Open erstmals die Auftaktrunde überstanden, bevor sie Samantha Stosur mit 3:6, 4:6 unterlag. Ihren ersten großen Erfolg verbuchte sie am 15. Juli 2012 mit dem Einzug ins Finale des WTA-Turniers von Stanford, das sie gegen Serena Williams mit 5:7 und 3:6 verlor. 2013 stieß sie als Qualifikantin erneut in die zweite Runde der US Open vor, diesmal unterlag sie Carla Suárez Navarro mit 3:6 und 4:6.

Im Juni 2014 sicherte sie sich schließlich ihren ersten Titel auf der WTA Tour. Mit einem glatten Endspielsieg über Zheng Jie beim Rasenturnier von ’s-Hertogenbosch verbesserte sie sich in der WTA-Weltrangliste auf Position 51; im Februar 2015 war sie die Nummer 32 der Welt. In Wimbledon bezwang sie nach Siegen über Anna Karolína Schmiedlová, Karolína Plíšková und Samantha Stosur die French-Open-Finalistin Lucie Šafářová in zwei engen Sätzen jeweils im Tiebreak und stand damit erstmals im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Dort musste sie sich Marija Scharapowa in drei Sätzen geschlagen geben. An der Seite von Anna-Lena Grönefeld erreichte sie in Wimbledon zudem das Achtelfinale im Doppel. In Flushing Meadows standen sie im Halbfinale, in dem sie gegen das kasachisch-australische Paar Schwedowa/Dellacqua knapp in drei Sätzen verloren. Damit verbesserte sich Vandeweghe im Doppel-Ranking auf Platz 55, im Mai 2016 wurde sie auf Position 19 notiert.

Bei den Australian Open erreichte sie 2017 mit Siegen unter anderem gegen die Weltranglistenerste Angelique Kerber und die an Position 7 gesetzte Garbiñe Muguruza das Halbfinale, in dem sich Venus Williams nach zwei knappen Sätzen als die Stärkere erwies. Mit Platz 9 der Einzelweltrangliste erreichte Vandeweghe im Januar 2018 ihre bislang beste Notierung.

Nach US Open 2018, wo sie im Single nur die erste Runde erreichte, begann für Vandeweghe eine zehnmonatige Verletzungspause,[1] so dass sie bis August 2019 auf die Position 467 der WTA-Weltrangliste im Dameneinzel abrutschte. Im Doppel hielt sie sich dank ihrem Finalsieg bei US Open 2018 zusammen mit Ashleigh Barty noch auf dem 24. Listenplatz. Beim Silicon Valley Classic in San José Ende Juli 2019 (nachdem sie für dieses Turnier eine Wild Card erhielt) verlor sie ihr Auftaktmatch gegen Aryna Sabalenka mit 3:6, 3:6.

PersönlichesBearbeiten

Ihre Mutter Tauna Vandeweghe nahm an den Olympischen Sommerspielen 1976 in Montreal im Schwimmen teil. Benannt wurde Coco nach ihrer Großmutter Colleen Kay Hutchins, der Miss America von 1952. Sowohl Großvater Ernie Vandeweghe als auch Großonkel Mel Hutchins spielten in den 50er Jahren in der National Basketball Association (NBA). Ihr Onkel ist der zweimalige NBA-All-Star Kiki Vandeweghe.[2]

ErfolgeBearbeiten

EinzelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1 30. Mai 2010 Vereinigte Staaten  Carson ITF $50.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Kristie Ahn 6:1, 6:3
2 13. Juni 2010 Vereinigte Staaten  El Paso ITF $25.000 Hartplatz Japan  Ryoko Fuda 6:2, 6:1
3 21. Juni 2014 Niederlande  ’s-Hertogenbosch WTA International Rasen China Volksrepublik  Zheng Jie 6:2, 6:4
4 12. Juni 2016 Niederlande  ’s-Hertogenbosch WTA International Rasen Frankreich  Kristina Mladenovic 7:5, 7:5

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1 15. Juli 2012 Vereinigte Staaten  Stanford WTA Premier Hartplatz Vereinigte Staaten  Serena Williams 5:7, 3:6
2. 6. August 2017 Vereinigte Staaten  Stanford WTA Premier Hartplatz Vereinigte Staaten  Madison Keys 6:74, 4:6
3. 5. November 2017 China Volksrepublik  Zhuhai WTA Elite Trophy Hartplatz (Halle) Deutschland  Julia Görges 5:7, 1:6

DoppelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 13. November 2010 Vereinigte Staaten  Phoenix ITF $75.000 Hartplatz Ukraine  Tetjana Luschanska Vereinigte Staaten  Julia Boserup
Vereinigte Staaten  Sloane Stephens
7:5, 6:4
2. 28. April 2013 Vereinigte Staaten  Charlottesville ITF $50.000 Sand Vereinigtes Konigreich  Nicola Slater Vereinigte Staaten  Nicole Gibbs
Vereinigte Staaten  Shelby Rogers
6:3, 7:64
3. 22. September 2013 Vereinigte Staaten  Albuquerque ITF $75.000 Hartplatz Griechenland  Eleni Daniilidou Vereinigte Staaten  Melanie Oudin
Vereinigte Staaten  Taylor Townsend
6:4, 7:62
4. 29. September 2013 Vereinigte Staaten  Las Vegas ITF $50.000 Hartplatz Osterreich  Tamira Paszek Vereinigte Staaten  Denise Muresan
Vereinigte Staaten  Caitlin Whoriskey
6:4, 6:2
5. 3. November 2013 Vereinigte Staaten  New Braunfels ITF $50.000 Hartplatz Georgien  Anna Tatischwili Vereinigte Staaten  Asia Muhammad
Vereinigte Staaten  Taylor Townsend
3:6, 6:3, [13:11]
6. 4. Juni 2015 Vereinigtes Konigreich  Eastbourne ITF $50.000 Rasen Vereinigte Staaten  Shelby Rogers Vereinigtes Konigreich  Jocelyn Rae
Vereinigtes Konigreich  Anna Smith
7:5, 7:61
7. 19. März 2016 Vereinigte Staaten  Indian Wells WTA Premier Mandatory Hartplatz Vereinigte Staaten  Bethanie Mattek-Sands Deutschland  Julia Görges
Tschechien  Karolína Plíšková
4:6, 6:4, [10:6]
8. 6. August 2017 Vereinigte Staaten  Stanford WTA Premier Hartplatz Vereinigte Staaten  Abigail Spears Frankreich  Alizé Cornet
Polen  Alicja Rosolska
6:2, 6:3
9. 1. April 2018 Vereinigte Staaten  Miami WTA Premier Mandatory Hartplatz Australien  Ashleigh Barty Tschechien  Barbora Krejčíková
Tschechien  Kateřina Siniaková
6:2, 6:1
10. 9. September 2018 Vereinigte Staaten  US Open Grand Slam Hartplatz Australien  Ashleigh Barty Ungarn  Tímea Babos
Frankreich  Kristina Mladenovic
3:6, 7:62, 7:66

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Turniersiegerinnen Ergebnis
1. 21. August 2016 Vereinigte Staaten  Cincinnati WTA Premier 5 Hartplatz Schweiz  Martina Hingis Indien  Sania Mirza
Tschechien  Barbora Strýcová
5:7, 4:6

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 Karriere
Australian Open 1 1 Q1 1 Q1 3 1 HF 1 1 HF
French Open 1 Q2 1 2 1 2 1 2 Q2 2
Wimbledon 1 1 1 2 VF AF VF 1 n. a. 2 VF
US Open Q1 1 Q1 1 2 1 2 2 2 1 HF 1 1 HF

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Runde der Qualifikation; n. a. = nicht ausgetragen

DoppelBearbeiten

Turnier 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 Karriere
Australian Open 1 VF 2 1 VF
French Open 1 1 2 1 1 1 2
Wimbledon AF 1 n. a. 1 AF
US Open 1 2 2 2 HF HF 1 S 1 S

MixedBearbeiten

Turnier 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 Karriere
Australian Open F F
French Open VF 1 1 VF
Wimbledon 2 2
US Open 1 F HF F

WeblinksBearbeiten

Commons: CoCo Vandeweghe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Stephanie Livaudais: Sabalenka grounds Vandeweghe to reach San Jose quarterfinals, [1], 31. Juli 2019
  2. With new coach and NBA DNA, Vandeweghe rolls. In: espn.com. 31. August 2011, abgerufen am 21. Dezember 2017 (englisch).