Aryna Sabalenka

belarussische Tennisspielerin

Aryna Sabalenka (belarussisch Арына Сяргееўна Сабаленка; * 5. Mai 1998 in Minsk) ist eine weißrussische Tennisspielerin.

Aryna Sabalenka Tennisspieler
Aryna Sabalenka
Aryna Sabalenka bei den French Open 2021
Nation: BelarusBelarus Belarus
Geburtstag: 5. Mai 1998 (23 Jahre)
Größe: 182 cm
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Anton Dubrov
Preisgeld: 9.469.013 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 270:135
Karrieretitel: 10 WTA, 1 WTA Challenger, 5 ITF
Höchste Platzierung: 2 (23. August 2021)
Aktuelle Platzierung: 2
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 85:63
Karrieretitel: 6 WTA, 1 WTA Challenger, 1 ITF
Höchste Platzierung: 1 (22. Februar 2021)
Aktuelle Platzierung: 10
Wochen als Nr. 1: 3
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
20. September 2021
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

KarriereBearbeiten

Sabalenka, die im Alter von sechs Jahren mit dem Tennisspielen begann, debütierte 2012 auf der ITF Women’s World Tennis Tour. 2015 gewann sie ihre ersten Profititel, darunter einer bei einem Turnier der $25.000-Kategorie in Pune. Im Jahr darauf startete sie in Rabat erstmals in der Qualifikation eines Turniers auf der WTA Tour und schied in der zweiten Runde aus. Nach ihrem bis dahin größten Triumph bei einem Turnier der $50.000-Kategorie in Tianjin, trat Sabalenka bei den US Open erstmals in der Qualifikation eines Grand-Slam-Turniers an, verlor jedoch auch dort in der zweiten Runde. Gegen Saisonende kam sie in St. Petersburg bei einem ITF-Turnier der $100.000-Kategorie ins Halbfinale und gewann in Toyota anschließend ihren zweiten ITF-Titel der $50.000-Kategorie.

Anfang 2017 gelang Sabalenka in Dubai erstmals die Qualifikation für ein WTA-Turnier, zum Auftakt verlor sie jedoch gegen Kateryna Bondarenko scheiterte. Auf Rasen errang sie dann das Halbfinale beim ITF-Turnier der $100.000-Kategorie in Manchester, bevor ihr in Wimbledon erstmals den Sprung in das Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers gelang. Nach einem Erfolg über Irina Chromatschowa, zog sie dort auf Anhieb in die zweite Runde ein, in der sie Carina Witthöft unterlag. Durch das Erreichen ihres ersten WTA-Halbfinals in Taschkent, kletterte Sabalenka erstmals in die Top-100 der Weltrangliste. Noch im selben Jahr bestritt sie in Tianjin ihr erstes Endspiel auf der Damentour, das sie gegen Marija Scharapowa verlor. Zum Saisonabschluss gewann sie dann bei einem Turnier der WTA Challenger Series in Mumbai nach einem Erfolg im Finale über Dalila Jakupović ihren bis dahin größten Titel.

2018 folgte für Sabalenka der internationale Durchbruch. Nach verhaltenem Auftakt in die Saison mit einer dritten Runde in Indian Wells, erreichte sie im Anschluss in Lugano auf Sandplatz ihr zweites WTA-Finale, in dem sie sich Elise Mertens geschlagen geben musste. Beim Rasenturnier in Eastbourne konnte sie dann mit Karolína Plíšková erstmals eine Spielerin aus den Top-10 im Ranking schlagen und zog durch einen Erfolg im darauffolgenden Match gegen Agnieszka Radwańska zum ersten Mal in das Finale eines Premier-Turniers ein, in dem sie jedoch von Caroline Wozniacki besiegt wurde. In Montreal setzte sich Sabalenka zu Beginn der amerikanischen Hartplatzsaison gegen die Dänin durch und erreichte das Achtelfinale. Anschließend gelang Sabalenka in Cincinnati nach zwei weiteren Top-10-Siegen über Plíšková und Caroline Garcia das Erreichen des Halbfinals, in dem sie gegen Simona Halep ausschied, bevor sie in New Haven durch Erfolge über Julia Görges im Halbfinale sowie einem Endspielsieg gegen Carla Suárez Navarro schließlich ihren ersten WTA-Titel feiern konnte. Bei den US Open besiegte sie in der Folgewoche in der dritten Runde Petra Kvitová und kam damit erstmals in ein Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers, in dem sie der späteren Siegerin Naomi Osaka unterlag. Den größten Saisonerfolg konnte Sabalenka im Anschluss in Asien feiern, wo sie in Wuhan nach einem Sieg im Endspiel über Anett Kontaveit ihren ersten Titel bei einem Premier-5-Turnier errang, und danach in Peking eine weitere Viertelfinalteilnahme erzielte. Als Weltranglistenelfte qualifizierte sie sich 2018 zum ersten Mal für die WTA Elite Trophy in Zhuhai, schied jedoch nach einem Sieg über Ashleigh Barty sowie einer Niederlage gegen Caroline Garcia in der Vorrunde aus.

Zum Auftakt der Saison 2019 setzte sich Sabalenka im Finale von Shenzhen gegen Alison Riske durch und gewann damit ihren dritten WTA-Titel. Nach dem Einzug ins Halbfinale von St. Petersburg, in dem sie gegen Kiki Bertens ausschied, erzielte sie mit Platz Neun ihre bislang höchste Weltranglistenposition. Außerdem tat sie sich zu Beginn des Jahres im Doppel mit Elise Mertens zusammen und triumphierte an ihrer Seite bei den aufeinanderfolgenden Premier Mandatory-Turnieren in Indian Wells und Miami. Im Einzel hingegen verflachte die Form Sabalenkas, die bis zum Start der amerikanischen Hartplatzsaison nur ein Halbfinale in Straßburg erreichen konnte und in Paris in der zweiten, in Wimbledon bereits in der Auftaktrunde scheiterte, erst einmal, bevor sie in San José ihr zweites Saisonfinale erreichte, das sie aber gegen Zheng Saisai verlor. Den größten Erfolg ihrer Karriere landete Sabalenka dann mit dem Gewinn ihres ersten Grand-Slam-Titels in der Doppelkonkurrenz der US Open nach einem Sieg im Endspiel gegen Wiktoryja Asaranka und Ashleigh Barty. Da die Beiden davor auch bei den French Open das Halbfinale erzielt haben, kletterte Sabalenka im Anschluss bis auf Platz zwei der WTA-Doppelweltrangliste. In Asien konnte sie dann im Einzel ihre Erfolge aus dem Vorjahr bestätigen und verteidigte dabei ihren Titel in Wuhan, wo sie sich im Finale abermals gegen Alsion Riske durchsetzte. Dadurch gelang Sabalenka auch zum zweiten Mal in Folge die Qualifikation für die WTA Elite Trophy in Zhuhai. Nach zwei Siegen in der Gruppenphase gegen Maria Sakkari und Elise Mertens, rückte sie ins Halbfinale vor und schlug dort Karolína Muchová. Das Endspiel gewann sie schließlich gegen Kiki Bertens und beendete damit die Saison wie im Jahr zuvor auf Rang Elf. Mit Mertens zusammen nahm sie zum Jahresabschluss erstmals an der Doppelentscheidung der WTA Championships in Shenzhen teil. Dort kamen die Beiden trotz eines Sieges gegen Chan Hao-ching und Latisha Chan aufgrund zweier verlorener Partien gegen Tímea Babos und Kristina Mladenovic sowie Anna-Lena Grönefeld und Demi Schuurs jedoch nicht über die Gruppenphase hinaus.

Anfang 2020 erreichte Sabalenka nach einem Sieg gegen Simona Halep das Halbfinale von Adelaide, in dem sie sich Dajana Jastremska geschlagen geben musste. Nach einem Erstrundenausscheiden bei den Australian Open, kam sie in Dubai ins Viertelfinale und feierte anschließend in Doha durch einen Erfolg im Finale über Petra Kvitová ihren dritten Triumph bei einem Turnier der Premier-5-Kategorie, ehe die Saison coronabedingt abgebrochen werden musste. Nach Wiederaufnahme der Saison gewann sie in Ostrava gegen Wiktoryja Asaranka und in Linz gegen Elise Mertens im Einzel sowie gemeinsam mit Mertens im Doppel gegen Gabriela Dabrowski und Luisa Stefani. Sie beendete die Saison erstmals auf Platz zehn der WTA-Einzelweltrangliste.

Bereits im ersten Turnier der Saison 2021 konnte Sabalenka in Abu Dhabi ihren ersten Turniersieg des Jahres feiern, wo ihr Weronika Kudermetowa im Finale unterlag. Bei den Australian Open 2021 kam sie im Einzel zwar nicht über das Achtelfinale hinaus, konnte jedoch mit Elise Mertens das Turnier im Finale gegen Barbora Krejčíková und Kateřina Siniaková gewinnen. Damit erreichte sie ihren zweiten Grand-Slam-Titel im Doppel. Anschließend kletterte sie erstmals auf Platz eins der WTA-Doppelweltrangliste und erklärte, sich künftig mehr auf die Einzelkarriere konzentrieren zu wollen.[1] Im Mai gewann sie in Madrid ihr erstes Turnier der Kategorie WTA 1000 (ehemals Premier Mandatory) gegen Ashleigh Barty. Ebenso war es ihr erster Erfolg auf Sand.

2016 gab Sabalenka beim 3:2-Playofferfolg gegen Russland ihren Einstand für die weißrussische Fed-Cup-Mannschaft. Seitdem hat sie für ihr Land 21 Begegnungen im Einzel und Doppel bestritten, von denen sie elf gewinnen konnte (Einzelbilanz 10:6).

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 4. Oktober 2015 Turkei  Antalya ITF $10.000 Hartplatz Rumänien  Daiana Negreanu 6:3, 7:5
2. 11. Oktober 2015 Turkei  Antalya ITF $10.000 Hartplatz Rumänien  Nicoleta-Cătălina Dascălu 6:4, 6:74, 7:5
3. 26. Dezember 2015 Indien  Pune ITF $25.000 Hartplatz Russland  Wiktorija Kamenskaja 6:3, 6:4
4. 29. Mai 2016 China Volksrepublik  Tianjin ITF $50.000 Hartplatz Serbien  Nina Stojanović 5:7, 6:3, 6:1
5. 20. November 2016 Japan  Toyota ITF $50.000+H Teppich (Halle) Australien  Lizette Cabrera 6:2, 6:4
6. 26. November 2017 Indien  Mumbai WTA Challenger Hartplatz Slowenien  Dalila Jakupović 6:2, 6:3
7. 25. August 2018 Vereinigte Staaten  New Haven WTA Premier Hartplatz Spanien  Carla Suárez Navarro 6:1, 6:4
8. 29. September 2018 China Volksrepublik  Wuhan (1) WTA Premier 5 Hartplatz Estland  Anett Kontaveit 6:3, 6:3
9. 5. Januar 2019 China Volksrepublik  Shenzhen WTA International Hartplatz Vereinigte Staaten  Alison Riske 4:6, 7:62, 6:3
10. 28. September 2019 China Volksrepublik  Wuhan (2) WTA Premier 5 Hartplatz Vereinigte Staaten  Alison Riske 6:3, 3:6, 6:1
11. 27. Oktober 2019 China Volksrepublik  Zhuhai WTA Elite Trophy Hartplatz Niederlande  Kiki Bertens 6:4, 6:2
12. 29. Februar 2020 Katar  Doha WTA Premier 5 Hartplatz Tschechien  Petra Kvitová 6:3, 6:3
13. 25. Oktober 2020 Tschechien  Ostrava WTA Premier Hartplatz (Halle) Belarus  Wiktoryja Asaranka 6:2, 6:2
14. 15. November 2020 Osterreich  Linz WTA International Hartplatz (Halle) Belgien  Elise Mertens 7:5, 6:2
15. 13. Januar 2021 Vereinigte Arabische Emirate  Abu Dhabi WTA 500 Hartplatz Russland  Weronika Kudermetowa 6:2, 6:2
16. 8. Mai 2021 Spanien  Madrid WTA 1000 Sand Australien  Ashleigh Barty 6:0, 3:6, 6:4

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 3. Oktober 2015 Turkei  Antalya ITF $10.000 Hartplatz Slowakei  Vivien Juhaszová Turkei  Ayla Aksu
Bosnien und Herzegowina  Anita Husarić
6:1, 6:3
2. 19. November 2017 Chinesisch Taipeh  Taipeh WTA Challenger Teppich (Halle) Russland  Weronika Kudermetowa Australien  Monique Adamczak
Vereinigtes Konigreich  Naomi Broady
2:6, 7:65, [10:6]
3. 16. März 2019 Vereinigte Staaten  Indian Wells WTA Premier Mandatory Hartplatz Belgien  Elise Mertens Tschechien  Barbora Krejčíková
Tschechien  Kateřina Siniaková
6:3, 6:2
4. 30. März 2019 Vereinigte Staaten  Miami WTA Premier Mandatory Hartplatz Belgien  Elise Mertens Australien  Samantha Stosur
China Volksrepublik  Zhang Shuai
7:67, 6:2
5. 8. September 2019 Vereinigte Staaten  US Open Grand Slam Hartplatz Belgien  Elise Mertens Australien  Ashleigh Barty
Belarus  Wiktoryja Asaranka
7:5, 7:5
6. 25. Oktober 2020 Tschechien  Ostrava WTA Premier Hartplatz (Halle) Belgien  Elise Mertens Kanada  Gabriela Dabrowski
Brasilien  Luisa Stefani
6:1, 6:3
7. 19. Februar 2021 Australien  Australian Open Grand Slam Hartplatz Belgien  Elise Mertens Tschechien  Barbora Krejčíková
Tschechien  Kateřina Siniaková
6:2, 6:3
8. 20. Juni 2021 Deutschland  Berlin WTA 500 Rasen Belarus  Wiktoryja Asaranka Vereinigte Staaten  Nicole Melichar
Niederlande  Demi Schuurs
4:6, 7:5, [10:4]

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2016 2017 2018 2019 2020 2021 Karriere
Australian Open Q2 1 3 1 AF AF
French Open Q1 1 2 3 3 3
Wimbledon 2 1 1 n. a. HF HF
US Open Q2 Q1 AF 2 2 HF HF

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Runde der Qualifikation; n. a. = nicht ausgetragen

DoppelBearbeiten

Turnier 2018 2019 2020 2021 Karriere
Australian Open 1 AF VF S S
French Open HF 2 HF
Wimbledon 2 VF n. a. VF
US Open AF S VF S

WeblinksBearbeiten

Commons: Aryna Sabalenka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mertens, Sabalenka win Australian Open doubles title; claim second major as a team. In: WTA Tennis. WTA Tour, 19. Februar 2021, abgerufen am 7. Juni 2021 (englisch).