Aljaksandra Sasnowitsch

weißrussische Tennisspielerin
Aljaksandra Sasnowitsch Tennisspieler
Aljaksandra Sasnowitsch
Sasnowitsch 2015 in Wimbledon
Nation: WeissrusslandWeißrussland Weißrussland
Geburtstag: 22. März 1994
Größe: 174 cm
Gewicht: 60 kg
1. Profisaison: 2009
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Vladimír Pláteník
Preisgeld: 3.312.829 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 302:195
Karrieretitel: 0 WTA, 11 ITF
Höchste Platzierung: 30 (10. September 2018)
Aktuelle Platzierung: 92
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 87:67
Karrieretitel: 0 WTA, 7 ITF
Höchste Platzierung: 43 (12. Oktober 2020)
Aktuelle Platzierung: 44
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
26. Oktober 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Aljaksandra Sasnowitsch (weißrussisch Аляксандра Сасновіч; englische Schreibweise Aliaksandra Sasnovich;22. März 1994 in Minsk) ist eine weißrussische Tennisspielerin.

KarriereBearbeiten

Sasnowitsch, die im Alter von neun Jahren unter der Anleitung ihres Vaters mit dem Tennisspielen begann, gewann bislang elf Einzel- und sieben Doppeltitel auf dem ITF Women’s Circuit. Als Juniorin war sie vor allem im Doppel erfolgreich. 2011 und 2012 gewann sie an der Seite ihrer Landsfrau Ilona Kramen jeweils den Doppeltitel bei den Tenniseuropameisterschaften der Junioren.

Bereits 2010 gab sie ihren Einstand auf der Itf Tour und errang im Jahr darauf ihren ersten Profititel. Nach drei weiteren Turniersiegen auf der ITF Tour Anfang 2013, debütierte Sasnowitsch in Brüssel erstmals in der Qualifikationsrunde eines WTA-Turniers, wo sie jedoch in der Abschlussrunde scheiterte. Ende des Jahres machte sie auf sich aufmerksam, als sie zunächst beim großen ITF-Hallenturnier der $100.000-Kategorie in Poitiers triumphierte und in der Woche darauf auch den Titel beim $50.000-Turnier in Nantes holte.

Aufgrund ihrer verbesserten Weltranglistenposition konnte Sasnowitsch zum Beginn der Saison 2014 bei den Australian Open zum ersten Mal in der Qualifikation zu einem Grand-Slam-Turnier an den Start gehen, verlor aber in der Auftaktrunde. Bei den US Open im selben Jahr gelang ihr dann der erstmalige Sprung ins Hauptfeld. In der ersten Runde bezwang sie anschließend Anna Karolína Schmiedlová, ehe sie der späteren Finalistin Caroline Wozniacki klar in zwei Sätzen unterlag. Die Saison beendete Sasnowitsch im Anschluss erstmals unter den besten 100 der Weltrangliste. 2015 erreichte sie beim Hartplatzturnier in Seoul aus der Qualifikation heraus ihr erstes Endspiel auf der WTA Tour, war dort jedoch gegen Irina-Camelia Begu chancenlos. 2016 konnte sie mit Karolína Plíšková in der zweiten Runde der Toray Pan Pacific Open ihren ersten Erfolg gegen eine Spielerin aus den Top-10 der Weltrangliste erzielen.

Anfang 2018 gelang Sasnowitsch, die in den zwei Saisons zuvor zumeist schon in der Qualifikation zu größeren WTA-Turnieren ausschied, der internationale Durchbruch, als sie in Brisbane aus der Qualifikation kommend bis ins Finale vorstieß, in dem sie sich Elina Switolina geschlagen geben musste. Bei den anschließenden Australian Open zog sie zum ersten Mal in die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers ein, ebenso auch bei den US Open. In Wimbledon rückte sie nach ihrem zweiten Top-10-Erfolg gegen Petra Kvitová in der ersten Runde bis ins Achtelfinale vor. Nach dem Einzug ins Viertelfinale des Moskauer Kremlin Cup, schloss sie das Jahr auf Position 30, ihrer bis dahin besten Weltranglistenplatzierung, ab.

Ihre gute Form brachte Sasnowitsch über die Winterpause und errang zum Beginn der Saison 2019 in Brisbane nach einem Erfolg über Elina Switolina das Viertelfinale, in Sydney noch einmal ein Halbfinale sowie erneut die dritte Runde bei den Australian Open. Darauf folgten jedoch bis zum Saisonabschluss insgesamt zwölf Erstrundenniederlagen im Einzel, sodass Sasnowitsch in der Weltrangliste aus den besten 50 der Welt herausfiel. Im Doppel hingegen konnte sie bei den US Open zusammen mit Viktória Kužmová ihren bis dahin größten Karriereerfolg feiern. Die Beiden kamen als ungesetzte Paarung bis ins Halbfinale, in dem sie Ashleigh Barty und Wiktoryja Asaranka unterlagen. Zum Abschluss des Jahres stand sie in Limoges bei einem Hallenturnier der WTA Challenger Series noch einmal in einem Endspiel, verlor aber deutlich gegen Jekaterina Alexandrowa.

Zum Beginn des Jahres nicht mehr in den Top-100 der Tennisweltrangliste geführt, gelang Sasnowitsch 2020 nach der coronabedingten Saisonunterbrechung mit dem Erreichen der dritten Runde in New York der Wiedereinzug unter die besten 100 der Welt. Bei den French Open kam sie zusammen mit Marta Kostjuk im Doppel bis ins Viertelfinale, in dem sie an den späteren Siegerinnen Tímea Babos und Kristina Mladenovic scheiterten.

Im April 2012 trat Sasnowitsch bei der 1:4-Playoff-Niederlage gegen die Schweiz erstmals für Weißrussland im Fed Cup an. Sie gehörte zum Team, das 2017 zum ersten Mal in der Geschichte des Landes das Finale des Wettbewerbs bestritt.[1] Im Endspiel gegen die USA vor heimischer Kulisse verlor Sasnowitsch zunächst gegen Coco Vandeweghe, errang aber bei ihrem zweiten Auftritt einen Sieg über Sloane Stephens. Im entscheidenden Doppel musste sie sich aber an der Seite von Aryna Sabalenka den Amerikanerinnen Coco Vandeweghe und Shelby Rogers geschlagen geben. Bisher bestritt Sasnowitsch für ihr Land 38 Begegnungen im Einzel und Doppel, von denen sie 23 gewinnen konnte (Einzelbilanz 17:11).

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 15. Oktober 2011 Italien  Cagliari ITF $10.000 Sand Deutschland  Anne Schäfer 6:4, 6:3
2. 13. April 2012 Italien  Pomezia ITF $10.000 Sand Rumänien  Raluca Olaru 0:6, 6:1, 6:1
3. 1. September 2012 Russland  Sankt Petersburg ITF $10.000 Sand Russland  Polina Vinogradowa 1:6, 6:3, 6:0
4. 10. November 2012 Weissrussland  Minsk ITF $25.000 Hartplatz (Halle) Ukraine  Ljudmyla Kitschenok 6:0, 7:64
5. 9. März 2013 Israel  Netanja ITF $10.000 Hartplatz Frankreich  Amandine Hesse 6:2, 7:5
6. 16. März 2013 Israel  Netanja ITF $10.000 Hartplatz Russland  Polina Vinogradowa 6:3, 3:6, 6:4
7. 30. März 2013 Estland  Tallinn ITF $25.000 Hartplatz (Halle) Ukraine  Nadija Kitschenok 6:3, 7:63
8. 27. Oktober 2013 Frankreich  Poitiers ITF $100.000 Hartplatz (Halle) Schweden  Sofia Arvidsson 6:1, 5:7, 6:4
9. 3. November 2013 Frankreich  Nantes ITF $50.000 Hartplatz (Halle) Polen  Magda Linette 6:1, 6:2
10. 23. Februar 2014 Russland  Moskau ITF $25.000 Hartplatz (Halle) Estland  Anett Kontaveit 6:3, 6:2
11. 6. Juni 2014 Italien  Brescia ITF $25.000 Sand Tschechien  Renata Voráčová 6:4, 6:1

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 25. Februar 2012 Estland  Tallinn ITF $10.000 Hartplatz (Halle) Frankreich  Lou Brouleau Russland  Olga Kalyuzhnaya
Niederlande  Jaimy-Gayle van de Wal
6:3, 6:2
2. 9. November 2012 Weissrussland  Minsk ITF $25.000 Hartplatz (Halle) Weissrussland  Kazjaryna Dsehalewitsch Ukraine  Ljudmyla Kitschenok
Ukraine  Nadija Kitschenok
1:6, 6:2, [10:3]
3. 8. März 2013 Israel  Netanja ITF $10.000 Hartplatz Russland  Polina Leikina Russland  Natela Dzalamidze
Russland  Aminat Kushkhova
2:6, 7:64, [10:8]
4. 15. März 2013 Israel  Netanja ITF $10.000 Hartplatz Russland  Polina Monowa China Volksrepublik  Lu Jia Xiang
China Volksrepublik  Lu Jiajing
6:1, 6:2
5. 27. April 2013 Schweiz  Chiasso ITF $25.000 Sand Lettland  Diāna Marcinkēviča Italien  Nicole Clerico
Italien  Giulia Gatto-Monticone
6:72, 6:4, [10:7]
6. 15. November 2013 Weissrussland  Minsk ITF $25.000 Hartplatz (Halle) Weissrussland  Ilona Kremen Kasachstan  Anna Danilina
Russland  Olga Doroschina
7:63, 6:0
7. 28. Februar 2015 Russland  Sankt Petersburg ITF $50.000 Hartplatz (Halle) Schweiz  Viktorija Golubic Frankreich  Stéphanie Foretz
Kroatien  Ana Vrljić
6:4, 7:5

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Bilanz Karriere
Australian Open 2 1 3 3 1 5:5 3
French Open 1 2 2 1 2 3:5 2
Wimbledon 2 2 1 AF 1 5:5 AF
US Open 2 1 1 2 3 2 3 7:7 3

DoppelBearbeiten

Turnier 2018 2019 2020 Bilanz Karriere
Australian Open AF AF 4:2 AF
French Open AF 1 VF 5:3 VF
Wimbledon 1 2 1:2 2
US Open 1 HF 1 4:3 HF

WeblinksBearbeiten

Commons: Aljaksandra Sasnowitsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Fed Cup rewind: Sabalenka, Sasnovich seal history for Belarus. In: wta.com. 15. April 2020, abgerufen am 30. Oktober 2020 (englisch).