Hauptmenü öffnen

Jennifer Capriati

US-amerikanische Tennisspielerin
Jennifer Capriati Tennisspieler
Jennifer Capriati
Jennifer Capriati 2004 in Wimbledon
Spitzname: Jenny-Baby
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 29. März 1976
Größe: 170 cm
1. Profisaison: 1990
Rücktritt: 2004
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Preisgeld: 10.206.639 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 430:176
Karrieretitel: 14
Höchste Platzierung: 1 (15. Oktober 2001)
Wochen als Nr. 1: 17
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 66:50
Karrieretitel: 1
Höchste Platzierung: 28 (2. März 1992)
Grand-Slam-Bilanz
Olympische Spiele
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Jennifer Marie Capriati (* 29. März 1976 auf Long Island, New York) ist eine ehemalige US-amerikanische Tennisspielerin.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Capriati wurde schon früh von ihrem Vater Stefano Capriati trainiert. In ihrer Jugend wurde sie von Jimmy Evert (dem Vater der Tennisspielerin Chris Evert) gecoacht. Am 5. März 1990 nahm sie im Alter von 13 Jahren zum ersten Mal in Boca Raton an einem WTA-Turnier teil. Kurze Zeit später war sie die jüngste Spielerin, die jemals ein Endspiel im Profitennis erreichte. Beim Turnier von Hilton Head schlug sie mit Arantxa Sánchez-Vicario die damalige Nummer fünf der Welt und scheiterte erst im Endspiel an Martina Navrátilová. Zu diesem Zeitpunkt war Capriati 13 Jahre und 11 Monate alt. Am 9. April 1990 erschien sie als Nummer 25 erstmals in der WTA-Weltrangliste.

Ihren ersten Titel gewann sie in Puerto Rico, als sie im Finale Zina Garrison besiegte. Capriati war damit die viertjüngste Spielerin, die einen Titel gewinnen konnte. Dieser führte sie erstmals in die Top Ten der WTA-Rangliste. Das Jahr 1990 beendete sie als Nummer 8 der Welt. 1991 erreichte sie in Wimbledon und bei den US Open jeweils das Halbfinale. 1992 folgte dann ein Höhepunkt ihrer Karriere, als sie bei den Olympischen Spielen in Barcelona Steffi Graf besiegte und die Goldmedaille gewann.

Es folgten etliche Tiefpunkte. Im Dezember 1993 wurde sie bei einem Ladendiebstahl erwischt und 1994 in Miami wegen Besitz von Marihuana inhaftiert. Erst 1996 kehrte sie auf die Tour zurück, erst im Jahr 1999 gewann sie das erste Turnier nach ihrer Rückkehr. 2001 gewann sie dann in Melbourne und in Paris ihre ersten Grand-Slam-Titel. Im selben Jahr wurde sie zudem von Associated Press als Sportlerin des Jahres geehrt. 2002 konnte Capriati ihren Triumph in Australien wiederholen. Im selben Jahr wurde sie als Weltsportlerin des Jahres ausgezeichnet. In ihrer Karriere erspielte sie sich ein Preisgeld von über 10 Mio. US-Dollar.

Vor allem bei ihrem Lieblingsturnier, den US Open, unterlag Capriati mehrfach auf dramatische Art und Weise. Beim einzigen Grand-Slam-Turnier, bei dem im entscheidenden Satz ein Tie-Break gespielt wird, unterlag sie viermal im Halbfinale, davon dreimal im Tie-Break des dritten Satzes – 1991 gegen Monica Seles, 2003 gegen Justine Henin und 2004 gegen Jelena Dementjewa.

Ab November 2004 spielte Capriati aufgrund anhaltender Rückenprobleme kein Turnier mehr. Ihr letztes Profimatch bestritt sie in Philadelphia, wo sie im Viertelfinale mit 0:6 und 1:6 gegen Wera Swonarjowa ausschied.

2012 wurde sie in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen.

2013 wurde sie von einem Ex-Freund wegen Körperverletzung und Stalkings angezeigt. Eine Verhandlung fand nicht statt, Capriati akzeptierte 30 Stunden Sozialdienst und eine Antiaggressionsberatung.[1][2]

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 28. Oktober 1990 Puerto Rico  Dorado WTA Tier IV Hartplatz Vereinigte Staaten  Zina Garrison 5:7, 6:4, 6:2
2. 4. August 1991 Vereinigte Staaten  San Diego WTA Tier III Hartplatz Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Monica Seles 4:6, 6:1, 7:62
3. 11. August 1991 Kanada  Toronto WTA Tier I Hartplatz Bulgarien  Katerina Maleewa 6:2, 6:3
4. August 1992 Spanien  Barcelona Olympische Spiele Sand Deutschland  Steffi Graf 3:6, 6:3, 6:4
5. 30. August 1992 Vereinigte Staaten  San Diego WTA Tier III Hartplatz Spanien  Conchita Martínez 6:3, 6:2
6. 17. Januar 1993 Australien  Sydney WTA Tier II Hartplatz Deutschland  Anke Huber 6:1, 6:4
7. 22. Mai 1999 Frankreich  Straßburg WTA Tier III Sand Russland  Jelena Lichowzewa 6:1, 6:3
8. 7. November 1999 Kanada  Québec WTA Tier III Teppich (Halle) Vereinigte Staaten  Chanda Rubin 4:6, 6:1, 6:2
9. 1. Oktober 2000 Luxemburg  Luxemburg WTA Tier III Teppich (Halle) Bulgarien  Magdalena Maleewa 4:6, 6:1, 6:4
10. 27. Januar 2001 Australien  Australian Open Grand Slam Hartplatz Schweiz  Martina Hingis 6:4, 6:3
11. 22. April 2001 Vereinigte Staaten  Charleston WTA Tier I Sand Schweiz  Martina Hingis 6:0, 4:6, 6:4
12. 9. Juni 2001 Frankreich  French Open Grand Slam Sand Belgien  Kim Clijsters 1:6, 6:4, 12:10
13. 26. Januar 2002 Australien  Australian Open Grand Slam Hartplatz Schweiz  Martina Hingis 4:6, 7:67, 6:2
14. 23. August 2003 Vereinigte Staaten  New Haven WTA Tier II Hartplatz Vereinigte Staaten  Lindsay Davenport 6:2, 4:0 Aufgabe

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1 12. Mai 1991 Italien  Rom WTA Tier I Sand Jugoslawien Sozialistische Föderative Republik  Monica Seles Australien  Nicole Provis
Sudafrika 1961  Elna Reinach
7:5, 6:2

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 Karriere
Australian Open VF VF 1 2 HF S S 1 S
French Open HF AF VF VF 1 AF 1 S HF AF HF S
Wimbledon AF HF VF VF 2 2 AF HF VF VF VF HF
US Open AF HF 3 1 1 1 1 AF AF HF VF HF HF HF

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Jennifer Capriati won't face charges. ESPN, abgerufen am 25. Oktober 2014.
  2. Körperverletzung: Anklage gegen Ex-Tennisstar Capriati. Spiegel online, abgerufen am 22. März 2013.