Bernarda Pera

US-amerikanische Tennisspielerin
Bernarda Pera Tennisspieler
Bernarda Pera
Bernarda Pera 2018 bei den French Open
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 3. Dezember 1994
Größe: 175 cm
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: Guillermo Cañas
Preisgeld: 1.286.556 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 290:161
Karrieretitel: 0 WTA, 9 ITF
Höchste Platzierung: 59 (2. März 2020)
Aktuelle Platzierung: 60
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 73:62
Karrieretitel: 0 WTA, 8 ITF
Höchste Platzierung: 190 (6. Juni 2016)
Aktuelle Platzierung: 208
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
16. März 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Bernarda Pera (* 3. Dezember 1994 in Zadar[1], Kroatien) ist eine US-amerikanische Tennisspielerin.

KarriereBearbeiten

Bernarda Pera, die mit fünf Jahren in Kroatien das Tennisspielen begonnen, zog im Alter von 16 Jahren mit ihrer Familie nach New Jersey. Schon vor ihrer Geburt lebte und arbeitete ihr Vater in den Vereinigten Staaten. Seit 2013 startet sie für den US-amerikanischen Tennisverband.[2] Sie hat auf der ITF Women’s World Tennis Tour bislang neun Einzel- und acht Doppeltitel gewonnen.

2011 sammelte sie dort erste Erfahrungen. Nach zuvor fünf verlorenen Finals, gewann sie 2013 in Alkmaar ihren ersten Profititel. Bei den US Open 2014 ging sie mit einer Wildcard erstmals in der Qualifikation eines Grand Slam-Turniers an den Start, verlor jedoch in der Auftaktrunde. Im Jahr darauf gewann sie in Imola ihren ersten Titel bei einem Turnier der $25.000-Kategorie. Erst 2017 gelang Pera der Aufstieg in der Tennis-Weltrangliste, als sie auf Sandplatz gleich sechs ITF-Finals erreichte und dabei zwei weitere Titel holte, darunter einen der $80.000-Kategorie in Olmütz.

Bei den Australian Open 2018 stand sie zum ersten Mal im Hauptfeld eines Grand Slam-Turniers. Nachdem sie bereits in der Schlussrunde ausgeschieden war, rückte sie als Lucky Loserin ins Hauptfeld nach und feierte in der zweiten Runde gegen Johanna Konta ihren ersten Sieg gegen eine Top 10-Spielerin, ehe sie in der dritten Runde Barbora Strýcová unterlag. Anschließend war sie vor allem auf Sand erfolgreich und kam in Charleston nach einem Erfolg über Sara Errani ins Viertelfinale, in dem sie an Madison Keys scheiterte. In Madrid schlug sie aus der Qualifikation kommend erneut Konta und Aryna Sabalenka, bevor sie im Achtelfinale von Carla Suárez Navarro gestoppt wurde. Durch den Einzug in die zweite Runde der French Open und US Open sowie den Sprung in ihr erstes WTA-Halbfinale in Guangzhou, konnte sie die Saison 2018 erstmals in den Top 100 der Weltrangliste abschließen.

2019 gewann sie mit dem ITF-Turnier der $100.000-Kategorie in Trnava ihren bis dahin größten Titel. Zudem stand sie sowohl beim WTA-Turnier in Prag, als auch in Lausanne und Jūrmala im Halbfinale. Bei den Grand Slam-Turnieren des Jahres schied sie jeweils in der ersten Runde aus, ebenso bei den Australian Open 2020. Dennoch erreichte sie nach dem Einzug in die zweite Runde von Doha mit Platz 59 ihre bislang beste Weltranglistenposition.

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 23. Juni 2013 Niederlande  Alkmaar ITF $10.000 Sand Serbien  Natalija Kostić 6:1, 6:2
2. 30. Juni 2013 Niederlande  Breda ITF $10.000 Sand Bulgarien  Isabella Schinikowa 6:4, 4:6, 6:0
3. 1. September 2013 Niederlande  Rotterdam ITF $10.000 Sand Frankreich  Amandine Hesse 1:6, 6:3, 7:5
4. 12. April 2014 Vereinigtes Konigreich  Gloucester ITF $10.000 Hartplatz (Halle) Belgien  Klaartje Liebens 6:3, 6:1
5. 29. Juni 2014 Niederlande  Breda ITF $15.000 Sand Brasilien  Beatriz Haddad Maia 6:1, 7:68
6. 18. Juli 2015 Italien  Imola ITF $25.000 Teppich Frankreich  Sherazad Reix 6:2, 6:3
7. 2. Juli 2017 Deutschland  Stuttgart ITF $25.000 Sand Deutschland  Anna Zaja 6:4, 6:4
8. 23. Juli 2017 Tschechien  Olmütz ITF $80.000 Sand Tschechien  Kristýna Plíšková 7:5, 4:6, 6:3
9. 19. Mai 2019 Slowakei  Trnava ITF $100.000 Sand Russland  Anna Blinkowa 7:5, 7:5

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 24. August 2013 Niederlande  Enschede ITF $10.000 Sand Weissrussland  Sviatlana Pirazhenka Niederlande  Anna Katalina Alzate Esmurzaeva
Niederlande  Rosalie van der Hoek
6:2, 6:1
2. 14. Juni 2014 Niederlande  Amstelveen ITF $10.000 Sand Bulgarien  Viktoriya Tomova Argentinien  Tatiana Búa
Brasilien  Beatriz Haddad Maia
6:0, 2:1 Aufgabe
3. 22. Juni 2014 Niederlande  Alkmaar ITF $10.000 Sand Brasilien  Beatriz Haddad Maia Niederlande  Charlotte van der Meij
Niederlande  Mandy Wagemaker
6:1, 1:6, [10:5]
4. 27. Juni 2015 Schweden  Helsingborg ITF $25.000 Sand Turkei  Pemra Özgen Georgien  Ekaterine Gorgodse
Schweden  Cornelia Lister
6:2, 6:0
5. 15. August 2015 Tschechien  Prag ITF $75.000 Sand Tschechien  Kateřina Kramperová Tschechien  Miriam Kolodziejová
Tschechien  Markéta Vondroušová
7:64, 5:7, [10:1]
6. 25. März 2016 Frankreich  Le Havre ITF $10.000 Sand (Halle) Vereinigte Staaten  Sabrina Santamaria Spanien  Georgina García Pérez
Lettland  Diāna Marcinkēviča
6:2, 6:2
7. 1. April 2017 Italien  Pula ITF $25.000 Sand Nordmazedonien  Lina Gjorcheska Indien  Prarthana Thombare
Niederlande  Eva Wacanno
6:2, 6:3
8. 15. April 2017 Italien  Pula ITF $25.000 Sand Spanien  Georgina García Pérez Italien  Cristiana Ferrando
Italien  Camilla Rosatello
6:4, 6:3

WeblinksBearbeiten

Commons: Bernarda Pera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Get to Know Lucky Loser Bernarda Pera. In: baseline.tennis.com. 18. Januar 2018, abgerufen am 19. Juli 2020 (englisch).
  2. The 100 Club: Pera returns to roots at US Open. In: wtatennis.com. 28. August 2018, abgerufen am 19. Juli 2020 (englisch).