Bernarda Pera

US-amerikanische Tennisspielerin

Bernarda Pera (* 3. Dezember 1994 in Zadar[1], Kroatien) ist eine kroatisch[2]-US-amerikanische Tennisspielerin, die aktuell die Vereinigten Staaten repräsentiert.

Bernarda Pera Tennisspieler
Bernarda Pera
Bernarda Pera bei den French Open 2021
Nation: Kroatien Kroatien
2009–2013
Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten
2013–
Geburtstag: 3. Dezember 1994
Größe: 175 cm
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: Velimir Zovko
Preisgeld: 2.670.568 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 345:213
Karrieretitel: 2 WTA, 9 ITF
Höchste Platzierung: 42 (17. Oktober 2022)
Aktuelle Platzierung: 44
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 95:79
Karrieretitel: 1 WTA, 8 ITF
Höchste Platzierung: 35 (21. Februar 2022)
Aktuelle Platzierung: 97
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
7. November 2022
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

KarriereBearbeiten

Bernarda Pera, die mit fünf Jahren in Kroatien das Tennisspielen begonnen hat, zog im Alter von 16 Jahren mit ihrer Familie nach New Jersey. Schon vor ihrer Geburt lebte und arbeitete ihr Vater in den Vereinigten Staaten. Seit 2013 startet sie für den US-amerikanischen Tennisverband.[3] Sie hat auf der ITF Women’s World Tennis Tour bislang neun Einzel- und acht Doppeltitel gewonnen.

2011 sammelte sie dort erste Erfahrungen. Nach zuvor fünf verlorenen Finals, gewann sie 2013 in Alkmaar ihren ersten Profititel. Bei den US Open 2014 ging sie mit einer Wildcard erstmals in der Qualifikation eines Grand Slam-Turniers an den Start, verlor jedoch in der Auftaktrunde. Im Jahr darauf gewann sie in Imola ihren ersten Titel bei einem Turnier der $25.000-Kategorie. Erst 2017 gelang Pera der Aufstieg in der Tennis-Weltrangliste, als sie auf Sandplatz gleich sechs ITF-Finals erreichte und dabei zwei weitere Titel holte, darunter einen der $80.000-Kategorie in Olmütz.

Bei den Australian Open 2018 stand sie zum ersten Mal im Hauptfeld eines Grand Slam-Turniers. Nachdem sie bereits in der Schlussrunde ausgeschieden war, rückte sie als Lucky Loserin ins Hauptfeld nach und feierte in der zweiten Runde gegen Johanna Konta ihren ersten Sieg gegen eine Top 10-Spielerin, ehe sie in der dritten Runde Barbora Strýcová unterlag. Anschließend war sie vor allem auf Sand erfolgreich und kam in Charleston nach einem Erfolg über Sara Errani ins Viertelfinale, in dem sie an Madison Keys scheiterte. In Madrid schlug sie aus der Qualifikation kommend erneut Konta und Aryna Sabalenka, bevor sie im Achtelfinale von Carla Suárez Navarro gestoppt wurde. Durch den Einzug in die zweite Runde der French Open und US Open sowie den Sprung in ihr erstes WTA-Halbfinale in Guangzhou, konnte sie die Saison 2018 erstmals in den Top 100 der Weltrangliste abschließen.

2019 gewann Pera mit dem ITF-Turnier der $100.000-Kategorie in Trnava ihren bis dahin größten Titel. Zudem stand sie sowohl beim WTA-Turnier in Prag als auch in Lausanne und Jūrmala im Halbfinale. Bei den Grand Slam-Turnieren des Jahres schied sie in den Einzelkonkurrenzen jeweils in der ersten Runde aus, im Doppel kam sie dagegen an der Seite von Alexa Guarachi bei den US Open erstmals bis ins Achtelfinale. Nach dem Einzug in die zweite Runde von Doha erzielte sie mit Platz 59 ihre bislang beste Weltranglistenposition. Die Saison beendete sie jedoch wie auch die darauffolgende ohne eine Viertelfinalteilnahme in einem Einzelwettbewerb. Gleichzeitig gelangen ihr im Doppel zusammen mit Magda Linette nennenswerte Erfolge wie der Einzug in das Halbfinale der French Open sowie des WTA 1000-Turniers in Montreal.

Anfang 2022 gewann sie an der Seite von Kateřina Siniaková beim Melbourne Summer Set II ihren ersten WTA-Titel im Doppel.

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 23. Juni 2013 Niederlande  Alkmaar ITF $10.000 Sand Serbien  Natalija Kostić 6:1, 6:2
2. 30. Juni 2013 Niederlande  Breda ITF $10.000 Sand Bulgarien  Isabella Schinikowa 6:4, 4:6, 6:0
3. 1. September 2013 Niederlande  Rotterdam ITF $10.000 Sand Frankreich  Amandine Hesse 1:6, 6:3, 7:5
4. 12. April 2014 Vereinigtes Konigreich  Gloucester ITF $10.000 Hartplatz (Halle) Belgien  Klaartje Liebens 6:3, 6:1
5. 29. Juni 2014 Niederlande  Breda ITF $15.000 Sand Brasilien  Beatriz Haddad Maia 6:1, 7:68
6. 18. Juli 2015 Italien  Imola ITF $25.000 Teppich Frankreich  Sherazad Reix 6:2, 6:3
7. 2. Juli 2017 Deutschland  Stuttgart ITF $25.000 Sand Deutschland  Anna Zaja 6:4, 6:4
8. 23. Juli 2017 Tschechien  Olmütz ITF $80.000 Sand Tschechien  Kristýna Plíšková 7:5, 4:6, 6:3
9. 19. Mai 2019 Slowakei  Trnava ITF W100 Sand Russland  Anna Blinkowa 7:5, 7:5
10. 17. Juli 2022 Ungarn  Budapest WTA 250 Sand Serbien  Aleksandra Krunić 6:3, 6:3
11. 23. Juli 2022 Deutschland  Hamburg WTA 250 Sand Estland  Anett Kontaveit 6:2, 6:4

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 24. August 2013 Niederlande  Enschede ITF $10.000 Sand Belarus  Swjatlana Piraschenka Niederlande  Anna Katalina Alzate Esmurzaeva
Niederlande  Rosalie van der Hoek
6:2, 6:1
2. 14. Juni 2014 Niederlande  Amstelveen ITF $10.000 Sand Bulgarien  Wiktorija Tomowa Argentinien  Tatiana Búa
Brasilien  Beatriz Haddad Maia
6:0, 2:1 Aufgabe
3. 22. Juni 2014 Niederlande  Alkmaar ITF $10.000 Sand Brasilien  Beatriz Haddad Maia Niederlande  Charlotte van der Meij
Niederlande  Mandy Wagemaker
6:1, 1:6, [10:5]
4. 27. Juni 2015 Schweden  Helsingborg ITF $25.000 Sand Turkei  Pemra Özgen Georgien  Ekaterine Gorgodse
Schweden  Cornelia Lister
6:2, 6:0
5. 15. August 2015 Tschechien  Prag ITF $75.000 Sand Tschechien  Kateřina Kramperová Tschechien  Miriam Kolodziejová
Tschechien  Markéta Vondroušová
7:64, 5:7, [10:1]
6. 25. März 2016 Frankreich  Le Havre ITF $10.000 Sand (Halle) Vereinigte Staaten  Sabrina Santamaria Spanien  Georgina García Pérez
Lettland  Diāna Marcinkēviča
6:2, 6:2
7. 1. April 2017 Italien  Pula ITF $25.000 Sand Nordmazedonien  Lina Gjorcheska Indien  Prarthana Thombare
Niederlande  Eva Wacanno
6:2, 6:3
8. 15. April 2017 Italien  Pula ITF $25.000 Sand Spanien  Georgina García Pérez Italien  Cristiana Ferrando
Italien  Camilla Rosatello
6:4, 6:3
9. 9. Januar 2022 Australien  Melbourne WTA 250 Hartplatz Tschechien  Kateřina Siniaková Tschechien  Tereza Martincová
Agypten  Mayar Sherif
6:2, 6:77, [10:5]

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier201420152016201720182019202020212022Karriere
Australian Open311223
French Open212112
Wimbledon11 111
US OpenQ1Q1Q3212112

Zeichenerklärung: S = Turniersieg; F, HF, VF, AF = Einzug ins Finale / Halbfinale / Viertelfinale / Achtelfinale; 1, 2, 3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Hauptrunde; Q1, Q2, Q3 = Ausscheiden in der 1. / 2. / 3. Qualifikationsrunde; nicht ausgetragen

DoppelBearbeiten

Turnier201420152016201720182019202020212022Karriere
Australian Open12AFAFAF
French Open1HF1HF
Wimbledon11 111
US Open11AF12AFAF

MixedBearbeiten

Turnier2022Karriere
Australian OpenAFAF
French Open11
Wimbledon
US OpenAFAF

WeblinksBearbeiten

Commons: Bernarda Pera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Get to Know Lucky Loser Bernarda Pera. (Nicht mehr online verfügbar.) In: baseline.tennis.com. 18. Januar 2018, archiviert vom Original am 19. Juli 2020; abgerufen am 19. Juli 2020 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/baseline.tennis.com
  2. Iz HTS-a su nam obećavali brda i doline. In: sportnet.rtl.hr. 9. Februar 2021, abgerufen am 9. Februar 2021 (kroatisch).
  3. The 100 Club: Pera returns to roots at US Open. In: wtatennis.com. 28. August 2018, abgerufen am 19. Juli 2020 (englisch).