Anna Wladimirowna Blinkowa

russische Tennisspielerin
Anna Blinkowa Tennisspieler
Anna Blinkowa
Anna Blinkowa (2019)
Nation: RusslandRussland Russland
Geburtstag: 10. September 1998
Größe: 177 cm
1. Profisaison: 2015
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Vladimír Pláteník
Preisgeld: 1.243.772 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 172:105
Karrieretitel: 0 WTA, 1 WTA Challenger, 3 ITF
Höchste Platzierung: 54 (3. Februar 2020)
Aktuelle Platzierung: 61
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 82:52
Karrieretitel: 1 WTA, 1 WTA Challenger, 10 ITF
Höchste Platzierung: 51 (21. Oktober 2019)
Aktuelle Platzierung: 63
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
16. März 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Anna Wladimirowna Blinkowa (russisch Анна Владимировна Блинкова, englische Schreibweise Anna Blinkova; * 10. September 1998 in Moskau) ist eine russische Tennisspielerin.

KarriereBearbeiten

Blinkowa machte bereits als Juniorin auf sich aufmerksam, als sie 2015 ins Finale der Juniorinnenkonkurrenz von Wimbledon einzog, das sie gegen Sofja Schuk mit 5:7 und 4:6 verlor. Dennoch rückte sie im Anschluss in der Juniorinnen-Tennisweltrangliste auf Platz drei nach vorne. Zudem konnte sie 2014 gemeinsam mit Fanni Stollar und 2015 an der Seite von Jewgenija Lewaschowa den Doppelwettbewerb des renommierten Juniorenturniers Abierto Juvenil Mexicano für sich entscheiden. Ihr größter Erfolg jedoch war der Sieg bei den ITF Junior Masters 2016 in Chengdu, bei denen sie sich im Endspiel gegen Katie Swan in drei engen Sätzen durchsetzte.

2015 begann Blinkowa, erste Turniere auf der ITF Women’s World Tennis Tour zu spielen, 2016 gewann sie in Stammheim aus der Qualifikation kommend ihren ersten Profititel. Ihren Einstand auf der WTA-Tour gab sie im gleichen Jahr in Rabat, wo sie mit einer Wildcard an den Start gehen durfte, in der ersten Runde aber gegen Timea Bacsinszky ausschied. Nachdem sie im August in Westende ihren ersten Titel bei einem ITF-Turnier der $25.000-Kategorie errang, erhielt sie für den Kremlin Cup 2016 in Moskau eine weitere Wildcard, dieses Mal für die Qualifikation, und kam nach einem Auftaktsieg gegen Anastasija Sevastova auf Anhieb in die zweite Runde, in der sie aber verletzungsbedingt nicht mehr antreten konnte.

Im Jahr darauf trat sie bei den Australian Open erstmals bei einem Grand Slam-Turnier der Damen an. Nach drei Erfolgen in der Qualifikation, errang sie in der ersten Runde gegen Monica Niculescu ihren ersten Sieg in einem Hauptfeld, bevor sie an Karolína Plíšková in der zweiten Runde chancenlos scheiterte. Auch in London und New York konnte sie sich jeweils fürs Hauptfeld qualifizieren, verlor dort aber in der ersten Runde. 2018 überraschte Blinkowa mit dem Einzug in die dritte Runde von Doha, in der sie erst von Caroline Garcia gestoppt werden konnte. Im Anschluss gewann sie in Croissy-Beaubourg ein ITF-Turnier der $50.000-Kategorie und errang in Rabat an der Seite von Raluca Olaru ihren ersten WTA-Doppeltitel. Im selben Jahr überstand sie in Wimbledon erstmals die zweite Runde und wurde Ende 2018 erstmals in den Top 100 der Weltrangliste geführt.

Nach einem durchwachsenen Start ins Jahr 2019, erreichte sie in Trnava bei einem Turnier der $100.000-Kategorie das Endspiel und anschließend als Qualifikantin die dritte Runde bei den French Open, wo sie sich Madison Keys geschlagen geben musste. Im September konnte sie bei einem Turnier der WTA Challenger Series in New Haven nach einem Endspielerfolg über Usue Maitane Arconada ihren bis dahin größten Titelgewinn feiern. Gegen Ende der Saison erreichte sie in Guangzhou ihr erstes WTA-Halbfinale, in dem sie der späteren Siegerin Sofia Kenin unterlag; einen Monat später stand sie in Luxemburg erneut in einem Halbfinale, wo sie von Jeļena Ostapenko geschlagen wurde. Zu Beginn der Saison 2020 konnte sie gegen Belinda Bencic ihren ersten Sieg gegen eine Top 10-Spielerin feiern und erzielte mit Rang 54 ihre bislang beste Weltranglistenplatzierung.

2017 kam Blinkowa im Viertelfinale gegen Taiwan zu ihrem Debüt für die russische Fed-Cup-Mannschaft. Seitdem hat sie für ihr Land drei Partien im Einzel und Doppel bestritten, von denen sie eine gewinnen konnte (Einzelbilanz 0:1).

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 17. Januar 2016 Deutschland  Stuttgart-Stammheim ITF $10.000 Hartplatz (Halle) Griechenland  Valentini Grammatikopoulou 7:64, 2:6, 6:2
2. 21. August 2016 Belgien  Westende ITF $25.000 Hartplatz Griechenland  Valentini Grammatikopoulou 7:5, 6:2
3. 31. März 2018 Frankreich  Croissy-Beaubourg ITF $10.000 Hartplatz (Halle) Tschechien  Karolína Muchová ohne Spiel
4. 8. September 2019 Vereinigte Staaten  New Haven WTA Challenger Hartplatz Vereinigte Staaten  Usue Maitane Arconada 6:4, 6:2

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 22. Februar 2015 Tunesien  Port El-Kantaoui ITF $10.000 Hartplatz Frankreich  Tessah Andrianjafitrimo Spanien  Arabela Fernandez Rabener
Niederlande  Eva Wacanno
6:4, 6:0
2. 17. Januar 2016 Deutschland  Stuttgart-Stammheim ITF $10.000 Hartplatz (Halle) Russland  Marija Marfutina Deutschland  Laura Schaeder
Deutschland  Anna Zaja
0:6, 6:4, [10:8]
3. 23. Dezember 2016 Turkei  Ankara ITF $50.000 Hartplatz (Halle) Weissrussland  Lidsija Marosawa Usbekistan  Sabina Sharipova
Russland  Jekaterina Jaschina
4:6, 6:3, [11:9]
4. 24. Juni 2017 Vereinigtes Konigreich  Ilkley ITF $100.000 Rasen Russland  Alla Kudrjawzewa Polen  Paula Kania
Belgien  Maryna Sanewska
6:1, 6:4
5. 22. September 2017 Russland  Sankt Petersburg ITF $100.000 Hartplatz (Halle) Russland  Weronika Kudermetowa Schweiz  Belinda Bencic
Tschechien  Michaela Hončová
6:3, 6:1
6. 10. März 2018 China Volksrepublik  Zhuhai ITF $60.000 Hartplatz Niederlande  Lesley Kerkhove Japan  Nao Hibino
Montenegro  Danka Kovinić
7:5, 6:4
7. 4. Mai 2018 Marokko  Rabat WTA International Sand Rumänien  Raluca Olaru Spanien  Georgina García Pérez
Ungarn  Fanny Stollár
6:4, 6:4
8. 28. Oktober 2018 Frankreich  Poitiers ITF $80.000 Hartplatz (Halle) Russland  Alexandra Panowa Schweiz  Viktorija Golubic
Niederlande  Arantxa Rus
6:1, 6:1
9. 4. Mai 2019 Deutschland  Wiesbaden ITF $60.000 Sand Belgien  Yanina Wickmayer Australien  Jaimee Fourlis
Liechtenstein  Kathinka von Deichmann
6:3, 4:6, [10:3]
10. 11. Mai 2019 Frankreich  Cagnes-sur-Mer ITF $80.000 Sand Schweiz  Xenia Knoll Brasilien  Beatriz Haddad Maia
Brasilien  Luisa Stefani
4:6, 6:2, [14:12]
11. 18. Mai 2019 Slowakei  Trnava ITF $100.000 Sand Schweiz  Xenia Knoll Schweden  Cornelia Lister
Schweiz  Renata Voráčová
7:5, 7:5
12. 7. September 2019 Vereinigte Staaten  New Haven WTA Challenger Hartplatz Georgien  Oksana Kalaschnikowa Vereinigte Staaten  Usue Maitane Arconada
Vereinigte Staaten  Jamie Loeb
6:2, 4:6, [10:4]

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2017 2018 2019 2020 Karriere
Australian Open 2 1 1 2 2
French Open 3 3
Wimbledon 1 2 2
US Open 1 1 1 1

DoppelBearbeiten

Turnier 2018 2019 2020 Karriere
Australian Open 1 1
French Open 1 1
Wimbledon 1 AF AF
US Open 1 1

WeblinksBearbeiten