Darja Sergejewna Kassatkina

russische Tennisspielerin
Darja Kassatkina Tennisspieler
Darja Kassatkina
Darja Kassatkina 2016 in Wimbledon
Nation: RusslandRussland Russland
Geburtstag: 7. Mai 1997
Größe: 170 cm
Gewicht: 62 kg
1. Profisaison: 2014
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Carlos Martinez
Preisgeld: 6.185.306 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 217:121
Karrieretitel: 2 WTA, 7 ITF
Höchste Platzierung: 10 (22. Oktober 2018)
Aktuelle Platzierung: 66
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 47:47
Karrieretitel: 1 WTA, 0 ITF
Höchste Platzierung: 43 (12. September 2016)
Aktuelle Platzierung: 126
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
20. Mai 2019
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Darja Sergejewna Kassatkina (russisch Дарья Сергеевна Касаткина, engl. Transkription Daria Sergeyevna Kasatkina; * 7. Mai 1997 in Toljatti) ist eine russische Tennisspielerin.

KarriereBearbeiten

Kassatkina, die im Alter von sechs Jahren mit dem Tennissport begann, war eine exzellente Juniorin. 2014 gewann sie mit einem Finalsieg über Ivana Jorović den Juniorinnen-Wetbbewerb der French Open und kletterte in der Junioren-Weltranglisteauf Position drei nach oben. Im Sommer vertrat sie Russland bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen 2014 in Nanjing, wo sie in der Einzelkonkourrenz ins Viertelfinale kam und im Doppel gemeinsam mit Anastassija Komardina Silber gewann. Im Finale unterlagen sie dort dem gemischten Duo Anhelina Kalinina aus der Ukraine und Iryna Schymanowitsch aus Weißrussland.

Bereits ein Jahr zuvor sammelte sie erste Erfahrungen auf dem ITF Women’s Circuit und erhielt aufgrund guter Leistungen auf der Juniorentour eine Wildcard für die Qualifikation zum Kremlin Cup in Moskau. Im Anschluss an ihren French Open-Erfolg gewann sie 2014 in Telavi ihren ersten ITF-Titel der $25.000-Kategorie und debütierte, dieses Mal mit einer Wildcard fürs Hauptfeld, in Moskau auf der WTA Tour, wo sie in der ersten Runde gegen Alison Riske jedoch chancenlos ausschied.

Nachdem sie auf der ITF-Tour Anfang 2015 vier weitere Titel gewinnen konnte, trat Kassatkina in der zweiten Jahreshälfte erstmals bei kleineren WTA-Turnieren in Erscheinung. In Gastein kam sie nach ihrem ersten WTA-Hauptfeldsieg gegen Aleksandra Krunić in der ersten Runde auf Anhieb das Viertelfinale, in dem sie Sara Errani in drei Sätzen unterlag. Bei ihrer ersten Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier in New York rückte sie als Lucky Loserin ins Hauptfeld nach, schaltete dort zum Auftakt Daria Gavrilova aus und stieß bis in die dritte Runde vor, wo sie von Kristina Mladenovic gestoppt wurde. Nach dem Gewinn ihres bis dahin größten Titels in Saint-Malo, erreichte Kassatkina beim Kremlin Cup als Qualifikantin nach einem glatten Zweisatzsieg über Carla Suárez Navarro erstmals das Viertelfinale, in dem sie sich Anastassija Pawljutschenkowa in drei Sätzen geschlagen geben musste. Anschließend gewann sie an der Seite ihrer Landsfrau Jelena Wesnina die Doppelkonkurrenz und gewann damit ihren ersten WTA-Titel. Am Ende der Saison, die Kassatkina jenseits der Top 200 begann, wurde sie auf Weltranglistenposition 72 geführt.

Zum Saisonauftakt 2016 konnte Kassatkina in Auckland mit Venus Williams ihren ersten Sieg gegen eine Top-10-Spielerin landen. Bei ihrer ersten Teilnahme an den Australian Open erreichte sie, wie auch später bei den French Open und in Wimbledon die dritte Runde. Anschließend erzielte sie in St. Petersburg nach einem Erfolg über Dominika Cibulková ihr erstes Halbfinale auf der WTA-Tour, in dem sie gegen Belinda Bencic verlor. In Indian Wells stand sie dann im Frühjahr erstmals im Viertelfinale eines Turniers der Premier-Mandatory-Kategorie. Auch beim Rogers Cup in Montreal erreichte Kassatkina die Runde der letzten Acht und errang im Achtelfinale gegen Roberta Vinci ihren zweiten Top-10-Erfolg. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro erreichte sie nach Siegen über Zheng Saisai und Sara Errani das Viertelfinale, in dem sie sich Madison Keys geschlagen geben musste. Am Ende des Jahres verbesserte sich Kassatkina so in die Top 30 der Weltrangliste.

2017 gewann Kassatkina in Charleston nach durchwachsenem Start ins Jahr ihren ersten WTA-Titel, wobei sie ihrer Finalgegnerin Jeļena Ostapenko keine Chance ließ. Zuvor hatte sie in der zweiten Runde von Sydney gegen Angelique Kerber ihren ersten Sieg gegen eine amtierende Weltranglistenerste erringen können. Bei den US Open erreichte sie nach einem weiteren Sieg über Ostapenko erstmals das Achtelfinale, in dem sie Kaia Kanepi unterlag. Dank eines starken Schlussspurts mit dem Einzug ins Viertelfinale von Peking, wo sie erst von Simona Halep geschlagen werden konnte, sowie ihrer ersten Finalteilnahme beim Heimturnier in Moskau, das sie glatt gegen Julia Görges verlor, beendete sie auch die Saison 2017 in den Top 30.

Im darauffolgenden Jahr gelang Kassatkina im Viertelfinale von St. Petersburg gegen Caroline Wozniacki ihr zweiter Erfolg gegen eine Nummer Eins-Spielerin, im Halbfinale unterlag sie Kristina Mladenovic. Daraufhin kam sie in Dubai zum dritten Mal in das Finale eines WTA-Turniers, das sie gegen Elina Switolina verlor. Ihre beste Saisonleistung erzielte sie jedoch in Indian Wells, wo sie mit Caroline Wozniacki, Angelique Kerber und Venus Williams drei Top-10-Spielerinnen in Folge bezwang, bevor sie im Endspiel von Naomi Osaka geschlagen wurde. In Madrid erreichte sie nach ihrem siebten Top-10-Sieg des Jahres über Garbiñe Muguruza das Viertelfinale, ebenso bei den French Open nach einem Achtelfinal-Erfolg über Wozniacki sowie in Wimbledon, wo sie erst gegen die spätere Siegerin Angelique Kerber ausschied. Kassatkina krönte ihre bislang stärkste Saison mit dem Titel beim Kremlin Cup in Moskau, nachdem sie sich im Finale in drei Sätzen gegen Ons Jabeur durchsetzen konnte. Durch den Erfolg rückte sie in die Top 10 der Weltrangliste vor und qualifizierte sich für die WTA Elite Trophy in Zhuhai, wo sie nach einem Sieg über Wang Qiang und einer Niederlage gegen Madison Keys in der Gruppenphase ausschied.

2019 konnte Kassatkina nicht ansatzweise an die Resultate des Vorjahres anknüpfen und fiel mit insgesamt neun Erstrundenniederlagen in der Weltrangliste weit zurück. Erst gegen Ende der Saison zeigte sie sich wieder in aufsteigender Form, als sie in Peking nach Siegen über Aryna Sabalenka und Jekaterina Alexandrowa zum zweiten Mal das Viertelfinale erreichte. Auch der Start in die Saison 2020 begann für Kassatkina zurückhaltend. Vor dem coronabedingten Saisonabbruch stand sie bei einem kleineren WTA-Turnier in Lyon wieder in einem Halbfinale, das sie gegen Anna-Lena Friedsam verlor.

Ihr Debüt für die russische Fed-Cup-Mannschaft gab sie im Februar 2016 in der Begegnung gegen die Niederlande; bei der 1:3-Niederlage gewann sie an der Seite von Jekaterina Makarowa ihr Doppel und damit den einzigen Punkt für das russische Team. Seitdem hat sie für ihr Land acht Partien im Einzel und Doppel bestritten, von denen sie fünf gewinnen konnte (Einzelbilanz 3:1). 2013 gewann sie zusammen mit Weronika Kudermetowa und Alexandra Pospelowa den Junioren-Fed-Cup. Im Endspiel schlugen sie das Team aus Australien mit 2:0.

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 2. Februar 2014 Agypten  Scharm asch-Schaich ITF $10.000 Hartplatz Tschechien  Pernilla Mendesová 6:3, 6:4
2. 22. September 2014 Georgien  Telawi ITF $25.000 Sand Italien  Jasmine Paolini 6:1, 4:6, [10:7]
3. 25. Januar 2015 Vereinigte Staaten  Daytona Beach ITF $25.000 Sand Belgien  Elise Mertens 6:2, 4:6, 6:0
4. 23. Mai 2015 Italien  Caserta ITF $25.000 Sand Turkei  İpek Soylu 7:64, 6:1
5. 14. Juni 2015 Weissrussland  Minsk ITF $25.000 Sand Ukraine  Ganna Posnitschirenko 4:3 Aufgabe
6. 21. Juni 2015 Weissrussland  Minsk ITF $25.000 Sand Weissrussland  Iryna Schymanowitsch 6:1, 6:1
7. 20. September 2015 Frankreich  Saint-Malo ITF $50.000 Sand Deutschland  Laura Siegemund 7:5, 7:64
8. 9. April 2017 Vereinigte Staaten  Charleston WTA Premier Sand Lettland  Jeļena Ostapenko 6:3, 6:1
9. 20. Oktober 2018 Russland  Moskau WTA Premier Hartplatz Tunesien  Ons Jabeur 2:6, 7:63, 6:4

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 24. Oktober 2015 Russland  Moskau WTA Premier Hartplatz (Halle) Russland  Jelena Wesnina Rumänien  Irina-Camelia Begu
Rumänien  Monica Niculescu
6:3, 6:77, [10:5]

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Karriere
Australian Open 3 1 2 1 1 3
French Open 3 3 VF 2 VF
Wimbledon 3 2 VF 1 VF
US Open 3 1 AF 2 1 AF

WeblinksBearbeiten

Commons: Darja Kassatkina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien