Andrei Andrejewitsch Rubljow

russischer Tennisspieler
Andrei Rubljow Tennisspieler
Andrei Rubljow
Andrei Rubljow 2019 in Wimbledon
Nation: RusslandRussland Russland
Geburtstag: 20. Oktober 1997
Größe: 188 cm
Gewicht: 68 kg
1. Profisaison: 2014
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Fernando Vicente
Preisgeld: 6.057.494 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 120:86
Karrieretitel: 5
Höchste Platzierung: 10 (12. Oktober 2020)
Aktuelle Platzierung: 10
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 29:38
Karrieretitel: 1
Höchste Platzierung: 74 (6. Januar 2020)
Aktuelle Platzierung: 94
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
12. Oktober 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Andrei Andrejewitsch Rubljow (russisch Андрей Андреевич Рублёв; engl. Transkription Andrey Andreyevich Rublev; * 20. Oktober 1997 in Moskau) ist ein russischer Tennisspieler.

KarriereBearbeiten

Andrei Rubljow feierte in seiner Juniorenkarriere große Erfolge. So siegte er 2014 in der Einzelkonkurrenz der French Open. Im selben Jahr gewann er bei den Olympischen Jugend-Sommerspielen Bronze im Einzel sowie Silber im Doppel.

Er spielt hauptsächlich auf der ATP Challenger Tour und der ITF Future Tour. Er feierte bislang drei Einzel- und einen Doppelsieg auf der Future Tour. Auf der Challenger Tour gewann er einen Titel im Doppel. Sein Debüt im Einzel auf der ATP World Tour gab er im Oktober 2014 beim Kremlin Cup, wo er jedoch bereits in der Auftaktrunde gegen Samuel Groth in zwei Sätzen verlor. Im Doppel erfolgte beim selben Turnier der erste Auftritt auf World-Tour-Niveau. Hierbei bildete Rubljow ein Doppelpaar mit Jewgeni Donskoi. Sie gewannen die ersten beiden Doppelpartien und verloren erst im Halbfinale gegen Samuel Groth und Chris Guccione klar in zwei Sätzen. Gemeinsam mit Dmitri Tursunow gewann er 2015 die Doppelkonkurrenz von Moskau. Im Jahr darauf sicherte er sich in Quimper seinen ersten Einzeltitel auf der Challenger Tour.

Als Qualifikant unterlag er bei den Australian Open 2017 dem topgesetzten Andy Murray in der zweiten Runde glatt in drei Sätzen. Nach einigen ansprechenden Resultaten auf der Challenger Tour konnte sich Rubljow für das Hauptfeld der French Open qualifizieren, wo er Diego Schwartzman in fünf Sätzen unterlag. Der Viertelfinaleinzug bei den Gerry Weber Open hatte den erstmaligen Einzug in die Top 100 zur Folge. Rubljow konnte sich in Wimbledon als Qualifikant erneut in die zweite Hauptfeldrunde vorspielen, wo er Albert Ramos in einem Fünfsatzmatch unterlag. Beim Turnier in Umag gewann er als Lucky Loser seinen ersten Titel auf der World Tour, womit er im Ranking erstmals in die Top 50 vorstoßen konnte. Nach Siegen u. a. über Grigor Dimitrow und David Goffin kam Rubljow bei den US Open 2017 erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier bis ins Viertelfinale, wo er dem späteren Sieger Rafael Nadal deutlich in drei Sätzen unterlag.

Sein erstes Finale eines 500er-Turniers bestritt Rubljow bei den Hamburg European Open 2019: im Viertelfinale hatte er den topgesetzten Dominic Thiem besiegt, musste sich aber nach einem weiteren Sieg im Halbfinale im Endspiel dann dem Georgier Nikolos Bassilaschwili geschlagen geben. Bei den Western & Southern Open in Cincinnati etwa drei Wochen später gelang Rubljow 2019 im Achtelfinale eine große Überraschung, als er Roger Federer mit 6:3, 6:4 besiegte. Im Viertelfinale unterlag er dann seinem Landsmann Daniil Medwedew, der später das Turnier gewann, deutlich in zwei Sätzen. Bei den darauffolgenden US Open kam Rubljow bis ins Achtelfinale, dort unterlag er dem Italiener Matteo Berrettini. An seinem 22. Geburtstag holte er den Titel des ATP-250er-Turniers in Moskau, seinen zweiten Turniersieg. Beim zum Saisonabschluss erstmals im reformierten Modus ausgetragenen Davis Cup Ende November konnte Rubljow alle seine vier Einzelpartien gewinnen.

Im Jahr 2020 gelangen Rubljow insgesamt vier Turniersiege. Zu Beginn des Jahres 2020 war er beim ATP Cup nicht spielberechtigt, da er hinter Medwedew und Karen Chatschanow nur drittbester Russe in der Weltrangliste war. Stattdessen spielte er die parallel stattfindenden 250er-Turniere von Doha und Adelaide, die er beide gewinnen konnte. Bei den Australian Open kam er bis ins Achtelfinale, sodass er saisonübergreifend eine Serie von 15 gewonnenen Spielen in Folge aufstellen konnte. Auch bei den Turnieren von Rotterdam und Dubai im Februar kam er jeweils bis ins Viertelfinale. Bei den nach der Coronapause ausgetragenen US Open konnte er – im Gegensatz zum Vorjahr – den Italiener Berrettini bezwingen und kam wie drei Jahre zuvor erneut ins Viertelfinale, wo er seinem Landsmann Daniil Medwedew 6:7, 3:6, 6:7 unterlag. Eine Woche vor den in den Herbst verlegten French Open gewann Rubljow den Titel des 500er-Turniers von Hamburg, nachdem er dort im Vorjahr bereits im Finale stand. Obwohl sein Finalgegner Stefanos Tsitsipas beim Stande von 4:6, 6:3, 5:4 zum Matchgewinn servierte, konnte Rubljow den dritten Satz noch drehen und mit 7:5 gewinnen. Der Sieg in Hamburg war sein erster ATP-500-Titel. Die Revanche gelang Tsitsipas jedoch bereits knapp zwei Wochen später, als er im Viertelfinale der French Open den Russen in drei Sätzen besiegte. Seinen vierten Saisontitel konnte Rubljow beim einmalig als 500er-Turnier ausgetragenen Wettbewerb im heimischen St. Petersburg gewinnen. Nach zwei umkämpften Drei-Satz-Siegen gegen Ugo Humbert (Achtelfinale) und Denis Shapovalov (Halbfinale) gewann der Russe das Finale in zwei Sätzen gegen Borna Ćorić. Rubljow hat somit im Jahr 2020 zusammen mit dem Weltranglistenersten Novak Đoković die meisten Titel gewonnen.

Andrei Rubljow spielt seit 2014 für die russische Davis-Cup-Mannschaft.

ErfolgeBearbeiten

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
Next Generation ATP Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500 (2)
ATP World Tour 250 (5)
ATP Challenger Tour (3)
Titel nach Belag
Hartplatz (5)
Sand (2)
Rasen (0)

EinzelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

ATP World TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 23. Juli 2017 Kroatien  Umag Sand Italien  Paolo Lorenzi 6:4, 6:2
2. 20. Oktober 2019 Russland  Moskau Hartplatz (i) Frankreich  Adrian Mannarino 6:4, 6:0
3. 11. Januar 2020 Katar  Doha Hartplatz Frankreich  Corentin Moutet 6:2, 7:63
4. 18. Januar 2020 Australien  Adelaide Hartplatz Sudafrika  Lloyd Harris 6:3, 6:0
5. 27. September 2020 Deutschland  Hamburg Sand Griechenland  Stefanos Tsitsipas 6:4, 3:6, 7:5
6. 18. Oktober 2020 Russland  St. Petersburg Hartplatz (i) Kroatien  Borna Ćorić 7:65, 6:4
ATP Challenger TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 6. März 2016 Frankreich  Quimper Hartplatz (i) Frankreich  Paul-Henri Mathieu 6:76, 6:4, 6:4

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 11. November 2017 Italien  Mailand Hartplatz (i) Korea Sud  Chung Hyeon 4:35, 3:42, 2:4, 2:4
2. 6. Januar 2018 Katar  Doha Hartplatz Frankreich  Gaël Monfils 2:6, 3:6
3. 28. Juli 2019 Deutschland  Hamburg Sand Georgien  Nikolos Bassilaschwili 5:7, 6:4, 3:6

DoppelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

ATP World TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 25. Oktober 2015 Russland  Moskau Hartplatz (i) Russland  Dmitri Tursunow Moldau Republik  Radu Albot
Tschechien  František Čermák
2:6, 6:1, [10:6]
ATP Challenger TourBearbeiten
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 8. Februar 2015 Vereinigte Staaten  Dallas Hartplatz (i) Ukraine  Denys Moltschanow Mexiko  Hans Hach Verdugo
Mexiko  Luis Patiño
6:4, 7:65
2. 4. Juli 2015 Italien  Padua Sand Russland  Michail Jelgin Italien  Federico Gaio
Italien  Alessandro Giannessi
6:4, 7:64

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 31. März 2018 Vereinigte Staaten  Miami Hartplatz Russland  Karen Chatschanow Vereinigte Staaten  Bob Bryan
Vereinigte Staaten  Mike Bryan
6:4, 6:75, [4:10]
2. 3. November 2019 Frankreich  Paris Hartplatz (i) Russland  Karen Chatschanow Frankreich  Pierre-Hugues Herbert
Frankreich  Nicolas Mahut
4:6, 1:6

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2014 2015 2016 2017 2018 2019 Karriere
Australian Open 2 3 1 3
French Open Q2 1 1
Wimbledon Q2 Q2 2 2
US Open 1 Q1 VF 1 VF

WeblinksBearbeiten

Commons: Andrei Rubljow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien