Wang Qiang (Tennisspielerin)

chinesische Tennisspielerin
Wang Qiang Tennisspieler
Wang Qiang
2017 in Wimbledon
Nation: China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China
Geburtstag: 14. Januar 1992
Größe: 172 cm
Gewicht: 60 kg
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Thomas Drouet
Preisgeld: 4.608.203 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 397:255
Karrieretitel: 2 WTA, 1 WTA Challenger, 13 ITF
Höchste Platzierung: 14 (15. Juli 2019)
Aktuelle Platzierung: 29
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 25:48
Karrieretitel: 0 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 118 (23. Juli 2018)
Aktuelle Platzierung: 512
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
16. März 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Wang Qiang (chinesisch 王蔷; * 14. Januar 1992 in Tianjin) ist eine chinesische Tennisspielerin.

KarriereBearbeiten

Wang, die im Alter von neun Jahren mit dem Tennissport begann, spielte 2006 erste Turniere auf der ITF Women’s World Tennis Tour. Im Jahr darauf trat sie in Peking erstmals bei einem WTA-Turnier an, nachdem sie von den Veranstaltern eine Wildcard für die Qualifikation erhalten hatte, schied jedoch in der ersten Runde aus.

Zum Abschluss der Saison 2010 gewann Wang ihren ersten Profititel, zwei Jahre später siegte sie erstmals bei einem Turnier der $25.000-Kategorie. In Baku konnte sie sich 2012 zum ersten Mal für das Hauptfeld eines WTA-Turniers qualifizieren und unterlag in der ersten Runde Mandy Minella. Anschließend errang sie in Peking bei einem Turnier der $75.000-Kategorie ihren bis dahin größten Titel, der ihr weitere Wildcards für die im Anschluss stattfindenden chinesischen WTA-Turniere einbrachte, aus denen sie jedoch keinen Nutzen ziehen konnte. 2013 startete sie bei den Australian Open erstmals in der Qualifikation eines Grand-Slam-Turniers, bei der sie in der zweiten Runde scheiterte. Im Anschluss gewann sie in Kuala Lumpur gegen die damalige Weltranglistenzehnte Caroline Wozniacki überraschend ihr erstes Match im Hauptfeld eines WTA-Turniers, bevor sie in Runde zwei gegen Patricia Mayr-Achleitner ausschied. Im Anschluss stand sie im Endspiel bei zwei ITF-Turnieren der $50.000-Kategorie, die sie aber beide verlor.

2014 gewann Wang nacheinander in Kurume und ihrer Geburtsstadt Tianjin zwei ITF-Turniere der $50.000-Kategorie, auf die wenig später ein drittes in Wuhan folgte. Bei den US Open konnte sie sich anschließend erstmals für die Hauptrunde eines Grand-Slam-Turniers qualifizieren und zog dort nach einem Auftaktsieg über Paula Kania sogleich in die zweite Runde ein, in der sie Casey Dellacqua unterlag. Trotz einer Niederlage beim WTA Challenger in Ningbo gegen Magda Linette, gelang ihr zum Saisonende der erstmalige Einzug in die Top 100 der Tennisweltrangliste. Bei den Asienspielen 2014 in Incheon gewann sie die Goldmedaille im Einzel, nachdem sie im Finale gegen Luksika Kumkhum in zwei Sätzen siegte. Im Jahr darauf stand Wang bei allen vier Grand-Slam-Turnieren im Hauptfeld, überstand aber erneut nur in New York die erste Runde. Außerdem erreichte sie bei den WTA Challengern in Dalian und Hua Hin jeweils das Halbfinale.

Zum Saisonauftakt 2016 kam Wang in Shenzhen erstmals ins Viertelfinale eines WTA-Turniers. Nach einer weiteren Viertelfinalteilnahme in Kuala Lumpur, gewann sie, zurück auf der ITF-Tour, 14 Matches in Folge und errang damit zwei Titel der $50.000-Kategorie in Quanzhou und Shenzhen sowie ein weiteres Endspiel bei einem Turnier der $75.000-Kategorie in Gifu. Bei den French Open rückte sie im selben Jahr erstmals in die zweite Runde vor und trat für China bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro an, wo sie im Einzelwettbewerb zum Auftakt gegen Swetlana Kusnezowa ausschied. 2017 gelangte Wang mit dem Einzug ins Achtelfinale von Madrid erstmals auch bei einem europäischen Sandplatzturnier ein gutes Ergebnis, dennoch feierte sie ihre größten Erfolge nach wie vor auf asiatischen Hartplätzen. So gewann sie in Zhengzhou nach einem Endspielerfolg über Peng Shuai ihr erster großer Titel. Gegen Saisonende folgten mit dem Erreichen der dritten Runde in Wuhan sowie ihrem ersten Auftritt in einem WTA-Halbfinale in WTA Hongkong weitere gute Resultate, sodass sie die Saison 2017 erstmals unter den besten 50 der Welt abschließen konnte.

Nachdem Wang 2018 zunächst in Indian Wells die vierte Runde erzielte, in der sie sich Simona Halep geschlagen geben musste, kam sie bei den French Open nach einem Auftaktsieg gegen Venus Williams, ihrem ersten Erfolg gegen eine Top 10-Spielerin seit Kuala Lumpur 2013, erstmals in die dritte Runde. In Nanchang konnte sie daraufhin durch einen Sieg im Finale über ihre Landsfrau Zheng Saisai ihren ersten WTA-Titel gewinnen, der den Auftakt zu Wangs internationalem Durchbruch markierte. Im Anschluss an eine Drittrundenteilnahme bei den US Open, kam sie in Hiroshima bis ins Halbfinale und errang in Guangzhou nach einem Sieg gegen Julija Putinzewa im Finale ihren zweiten Turniererfolg auf der WTA Tour. Dabei gab sie im gesamten Turnierverlauf keinen Satz ab und verlor in keiner der fünf Partien mehr als vier Spiele. Beflügelt durch ihre herausragende Form, erreichte sie sowohl in Wuhan, wo sie schließlich gegen Anett Kontaveit erschöpfungsbedingt aufgeben musste, als auch beim Premier Mandatory-Turnier in Peking das Halbfinale und besiegte dabei jeweils Karolína Plíšková. Die Saison beschloss sie mit einer weiteren Finalteilnahme in Hongkong, wo sie unter anderem Garbiñe Muguruza und Elina Switolina schlagen konnte, bevor sie im Endspiel Dajana Jastremska unterlag. Darüber hinaus konnte sie bei den Asienspielen 2018 in Jakarta nach einem Zweisatzsieg gegen Zheng Saisai ihren Titel im Dameneinzel verteidigen. Wegen der herausragenden Ergebnisse in Asien, erhielt sie eine Wildcard für die WTA Elite Trophy 2018 in Zhuhai. Dort genügte ihr ein Sieg gegen Madison Keys bei einer Niederlage gegen Darja Kassatkina, um aufgrund der besseren Satzdifferenz ins Halbfinale einzuziehen, in dem sie Garbiñe Muguruza deutlich schlug. Zwar musste sie sich im Endspiel Ashleigh Barty geschlagen geben, trotzdem beendete sie die Saison erstmals in den Top 20 im Ranking.

2019 hatte Wang Probleme, an die Leistungen des Vorjahrs anzuknüpfen und konnte ihre Klasse nur sporadisch unter Beweis stellen. So erreichte sie in Miami zwar das Viertelfinale, war aber bei der anschließenden Sand- und Rasenplatzsaison in Europa nur mäßig erfolgreich. Bei den US Open stand sie dann erstmals im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers, nachdem sie in der vierten Runde gegen die Weltranglistenzweite Ashleigh Barty ihren bis dahin größten Karrieresieg landen konnte; in der Runde der letzten Acht war sie gegen Serena Williams chancenlos. Im Anschluss erzielte sie mit Position zwölf ihre bislang höchste Weltranglistenplatzierung. Auch wenn Wang die Punkte bei den asiatischen Turnieren nicht verteidigen konnte, beendete sie auch diese Saison in den Top 30 der Welt.

In Melbourne rückte Wang zum Auftakt des Jahres 2020 nach einem Sieg über Serena Williams noch einmal ins Achtelfinale vor, in dem sie gegen Ons Jabeur ausschied.

2012 gab sie bei der 1:4-Playoff-Niederlage gegen Argentinien ihren Einstand für die chinesische Fed-Cup-Mannschaft. Seitdem hat sie für ihr Land 28 Begegnungen im Einzel und Doppel bestritten, von denen sie 18 gewinnen konnte (Einzelbilanz 16:6).

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 23. April 2017 China Volksrepublik  Zhengzhou WTA Challenger Hartplatz China Volksrepublik  Peng Shuai 3:6, 7:63, 1:1 Aufgabe
2. 29. Juli 2018 China Volksrepublik  Nanchang WTA International Hartplatz China Volksrepublik  Zheng Saisai 7:5, 4:0 Aufgabe
3. 22. September 2018 China Volksrepublik  Guangzhou WTA International Hartplatz Kasachstan  Julija Putinzewa 6:1, 6:2

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 28. Oktober 2010 Chinesisch Taipeh  Taipeh ITF $10.000 Hartplatz (Halle) Chinesisch Taipeh  Kao Shao-yuan Chinesisch Taipeh  Juan Ting-fei
China Volksrepublik  Zheng Saisai
6:3, 7:62

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Bilanz Karriere
Australian Open 1 2 1 1 3 AF 6:6 AF
French Open 1 2 1 3 2 4:5 3
Wimbledon 1 1 2 1 3 3:5 3
US Open 2 2 2 1 3 VF 9:6 VF

WeblinksBearbeiten

Commons: Wang Qiang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten