Jekaterina Jewgenjewna Alexandrowa

russische Tennisspielerin
Jekaterina Alexandrowa Tennisspieler
Jekaterina Alexandrowa
Jekaterina Alexandrowa (2018)
Nation: RusslandRussland Russland
Geburtstag: 15. November 1994
Größe: 175 cm
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Vojtěch Flégl
Preisgeld: 2.041.152 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 290:167
Karrieretitel: 1 WTA, 3 WTA Challenger, 8 ITF
Höchste Platzierung: 25 (17. Februar 2020)
Aktuelle Platzierung: 27
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 16:25
Karrieretitel: 1 WTA, 3 ITF
Höchste Platzierung: 89 (3. Februar 2020)
Aktuelle Platzierung: 101
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
16. März 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Jekaterina Jewgenjewna Alexandrowa (russisch Екатерина Евгеньевна Александрова; * 15. November 1994 in Tscheljabinsk) ist eine russische Tennisspielerin.

KarriereBearbeiten

Alexandrowa, die im Alter von sechs Jahren mit dem Tennisspielen begann, zog 2006 mit ihrer Familie nach Tschechien, wo sie seitdem ihren Trainingsmittelpunkt hat.[1] 2011 sammelte sie erste Erfahrungen auf der ITF Women’s World Tennis Tour, auf der sie Ende 2013 in ihrer neuen Heimat ihre ersten beiden Profititel gewann. 2014 errang sie in Wiesbaden ihren ersten ITF-Titel der $25.000-Kategorie und trat in Bad Gastein erstmals in der Qualifikation eines WTA-Turniers an, verlor jedoch in der ersten Runde.

2016 gelang Alexandrowa in Katowice erstmals die Qualifikation für ein Hauptfeld auf der WTA Tour. Nach einem Auftaktsieg über Klára Koukalová, erreichte sie auf Anhieb die zweite Runde, in der sie Camila Giorgi unterlag. In Wimbledon startete sie daraufhin zum ersten Mal in der Qualifikation eines Grand-Slam-Turniers und zog sogleich in die Hauptrunde ein, in der sie zunächst Ana Ivanović bezwang, bevor sie in der zweiten Runde gegen Anna-Lena Friedsam ausschied. Im Anschluss an eine Finalteilnahme bei einem ITF-Turnier der $50.000-Kategorie in Olmütz, versuchte sich Alexandrowa bei kleineren Turnieren auf der WTA Tour sowie hochdotierten ITF-Turnieren zu behaupten und erzielte zum Saisonabschluss beim WTA Challenger in Limoges, wo sie im Endspiel Caroline Garcia deutlich besiegte, ihren bis dahin größten Erfolg.

2017 gewann sie nach schwachem Start in Shenzhen und Croissy-Beaubourg zwei ITF-Turniere der $60.000 Kategorie in Folge, hatte anschließend auf der WTA Tour aber wenig Erfolg. Trotzdem überstand sie sowohl bei den French Open, als auch bei den US Open die erste Runde und schloss die Saison damit erstmals in den Top 100 der Tennisweltrangliste ab. Auch 2018 zeigte Alexandrowa, die sich zunehmend als Spezialistin für schnelle Beläge einen Namen machte, abgesehen vom Einzug ins Finale des $100.000-Turniers in Budapest, in dem sie sich Viktória Kužmová geschlagen geben musste, erst zum Jahresabschluss ihre besten Leistungen. So konnte sie in Seoul mit Jeļena Ostapenko erstmals eine Spielerin aus den Top 10 der Weltrangliste, rückte beim WTA-Turnier in Linz als Qualifikantin bis ins Endspiel vor, in dem sie von Camila Giorgi geschlagen wurde, und triumphierte anschließend durch einen Finalsieg gegen Jewgenija Rodina zum zweiten Mal nach 2016 beim WTA Challenger in Limoges.

2019 überraschte sie abermals vor allem auf Hallenbelag, als sie in St. Petersburg als Qualifikantin ins Viertelfinale einzog und danach in Budapest das Halbfinale der Einzelkonkurrenz erreichte, in dem sie der späteren Siegerin Alison Van Uytvanck unterlag, sowie an der Seite von Wera Swonarjowa im Doppel gewann und damit ihren ersten WTA-Titel überhaupt errang. Nach einer durchwachsenen Sandplatzsaison, in der sie lediglich bei den French Open mit ihrem erstmaligen Einzug in die dritte Runde eines Grand-Slam-Turniers überzeugen konnte, stieß sie auf Rasen in Eastbourne ins Viertelfinale vor und beim Rogers Cup in Toronto auf Hartplatz in die dritte Runde. Nach einem starken Saisonausklang mit zwei weiteren Halbfinals in Seoul und Linz, einem Achtelfinale in Peking, wo sie gegen Simona Halep den zweiten Top-10-Sieg ihrer Karriere landen konnte, ehe sie gegen ihre Landsfrau Darja Kassatkina verlor, sowie einem Viertelfinale in Moskau, in dem sie an Karolína Muchová scheiterte, gelang Alexandrowa der erstmalige Sprung unter die Top 50 im Ranking. Zum Jahresabschluss verteidigte sie dann noch durch einen Sieg im Endspiel über Aljaksandra Sasnowitsch ihren Titel in Limoges.

Zum Beginn der Saison 2020 zeigte sich Alexandrowa in exzellenter Verfassung und holte in Shenzhen ihren ersten WTA-Titel im Einzel, nachdem sie sich im Finale gegen Jelena Rybakina durchsetzte. Anschließend kam sie bei den Australian Open erstmals in die dritte Runde und erreichte in Sankt Petersburg das Halbfinale, in dem sie erst von der späteren Siegerin Kiki Bertens gestoppt wurde. In der Folge erzielte sie vor dem coronabedingten Saisonabbruch mit Platz 25 ihre bislang höchste Weltranglistenposition.

2020 gab Alexandrowa beim 3:2-Erfolg gegen Rumänien ihren Einstand für die russische Fed-Cup-Mannschaft, bei dem sie beide Einzelbegegnungen gewann.

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 23. Februar 2013 Schweiz  Kreuzlingen ITF $10.000 Teppich (Halle) Schweiz  Timea Bacsinszky 6:4, 6:3
2. 29. September 2013 Tschechien  Prag ITF $10.000 Sand Slowakei  Lenka Juríková 6:3, 3:6, 6:2
3. 8. Dezember 2013 Tschechien  Vendryně ITF $15.000 Hartplatz (Halle) Tschechien  Kateřina Vaňková 5:7, 7:60, 6:1
4. 4. Mai 2014 Deutschland  Wiesbaden ITF $25.000 Sand Osterreich  Tamira Paszek 7:64, 4:6, 6:3
5. 14. Februar 2016 Slowakei  Trnava ITF $10.000 Hartplatz (Halle) Tschechien  Karolína Muchová 6:1, 6:3
6. 20. November 2016 Frankreich  Limoges WTA Challenger Hartplatz (Halle) Frankreich  Caroline Garcia 6:4, 6:0
7. 11. November 2018 Frankreich  Limoges WTA Challenger Hartplatz (Halle) Russland  Jewgenija Rodina 6:2, 6:2
8. 22. Dezember 2019 Frankreich  Limoges WTA Challenger Hartplatz (Halle) Weissrussland  Aljaksandra Sasnowitsch 6:1, 6:3
9. 11. Januar 2020 China Volksrepublik  Shenzhen WTA International Hartplatz Kasachstan  Jelena Rybakina 6:2, 6:4

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 24. Februar 2019 Ungarn  Budapest WTA International Hartplatz (Halle) Russland  Wera Swonarjowa Ungarn  Fanny Stollár
Vereinigtes Konigreich  Heather Watson
6:4, 4:6, [10:7]

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2016 2017 2018 2019 2020 Karriere
Australian Open 1 2 1 3 3
French Open 2 1 3 3 3
Wimbledon 2 1 1 1 2
US Open Q2 2 1 2 2 2

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Miroslav Němý: V Česku je všechno krásné, říká Ruska, která chce být Češkou. iDNES.cz, 31. Mai 2017, abgerufen am 1. Juni 2017 (tschechisch).