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Laura Siegemund Tennisspieler
Laura Siegemund
Siegemund 2015 in Wimbledon
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 4. März 1988
Größe: 168 cm
Gewicht: 62 kg
1. Profisaison: 2006
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Markus Gentner
Preisgeld: 2.125.422 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 457:302
Karrieretitel: 2 WTA, 12 ITF
Höchste Platzierung: 27 (29. August 2016)
Aktuelle Platzierung: 82
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 217:138
Karrieretitel: 3 WTA, 20 ITF
Höchste Platzierung: 40 (25. April 2016)
Aktuelle Platzierung: 61
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
11. Juli 2019
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Laura Siegemund (* 4. März 1988 in Filderstadt) ist eine deutsche Tennisspielerin.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

2002 trat Siegemund im Alter von 14 Jahren in Darmstadt erstmals auf dem ITF Women’s Circuit an. In Horb stand sie im selben Jahr erstmals im Hauptfeld, scheiterte aber in Runde eins.

2003 feierte sie erste Erfolge; in Porto schaffte sie den Einzug ins Viertelfinale. In Garching und in Horb gelang ihr 2005 der Sprung ins Halbfinale.

In Berlin spielte sie 2006 ihre erste Qualifikation für ein WTA-Turnier, scheiterte jedoch in Runde eins an Jarmila Gajdošová. Auch in Stuttgart war bereits in Runde eins der Qualifikation Schluss. Im Oktober zog sie beim $25.000-Turnier in Lagos erstmals ins Finale eines ITF-Turniers ein, sie unterlag dort Magdalena Kiszczyńska mit 4:6, 2:6. Im November gewann sie schließlich auf Mallorca, wo sie im gesamten Turnier keinen einzigen Satz abgab, ihren ersten Titel. Sie erreichte noch mehrmals ein Halbfinale, ehe sie 2007 in Jounieh erneut in einem Endspiel stand, das sie jedoch verlor.

Im Oktober 2008 scheiterte sie beim WTA-Turnier in Luxemburg in Runde zwei der Qualifikation an Johanna Larsson. In Jackson stand sie 2009 erneut im Finale eines ITF-Turniers, auch hier musste sie sich klar geschlagen geben. In Indian Harbour Beach folgte ihre vierte Finalteilnahme, diesmal erwies sich Melanie Oudin als die Stärkere. In der Qualifikation für die US Open schied sie gleich in Runde eins gegen Klára Zakopalová aus.

Auch in Acapulco schaffte sie 2010 nicht den Sprung ins Hauptfeld. Im April bestritt sie in Charlottesville ein weiteres Finale, aber wieder musste sie eine Niederlage hinnehmen. In Båstad überstand sie schließlich die Qualifikation für das WTA-Turnier, unterlag jedoch in Runde eins Arantxa Rus mit 2:6, 3:6.

2011 gelang ihr in Florida nach einer Durststrecke von über vier Jahren der zweite ITF-Turniersieg. In Bogotá scheiterte sie erneut in der Qualifikation. Auch in Stuttgart, Estoril, Brüssel, bei den French Open und in Wimbledon schaffte sie es nicht ins Hauptfeld.

Im Juli 2014 gelang ihr beim Turnier von Bad Gastein zum zweiten Mal der Sprung ins Hauptfeld eines WTA-Turniers. Auch eine Woche später überstand sie beim Turnier von Båstad die Qualifikation; dort gelang ihr mit einem Sieg über Jaroslawa Schwedowa erstmals der Einzug ins Achtelfinale eines WTA-Turniers.

In Wimbledon gelang ihr 2015 zum ersten Mal der Sprung ins Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. Einen Monat später zog Siegemund in Florianópolis zum ersten Mal in ihrer Karriere bei einem WTA-Turnier ins Viertelfinale ein. Auch bei den US Open konnte sie sich für das Hauptfeld qualifizieren. Im September folgte beim ITF-Turnier von Biarritz ihr bis dahin wertvollster Titelgewinn. Im Oktober gelang ihr beim WTA-Turnier in Luxemburg zum zweiten Mal der Einzug in ein Viertelfinale.

Im Doppel war Siegemund bisher bei 20 ITF-Turnieren erfolgreich, einmal zusammen mit Julia Görges. Im Juni 2015 gewann sie beim Turnier in ’s-Hertogenbosch an der Seite von Asia Muhammad ihren ersten Titel auf der WTA Tour; ihren zweiten gewann sie Ende Juli 2015 in Florianópolis an der Seite von Annika Beck. Bei den US Open sicherte sie sich im September 2015 an der Seite von Mona Barthel ihren ersten Matchgewinn bei einem Grand-Slam-Turnier. Im Oktober 2015 gewannen sie zusammen das WTA-Turnier in Luxemburg. Anfang 2016 verbesserte sie sich in der WTA-Weltrangliste auf Platz 41.

Im Januar 2016 stand sie bei den Australian Open erstmals in der dritten Runde eines Grand-Slam-Turniers. Neben Kiki Bertens konnte sie dort auch die gesetzte Jelena Janković bezwingen. Im Februar erreichte sie beim WTA-Turnier in Sankt Petersburg als Lucky Loser das Achtelfinale. Im April erreichte sie beim Turnier von Charleston nach Siegen über Patricia Maria Țig, Madison Keys und Mirjana Lučić-Baroni zum ersten Mal das Viertelfinale bei einem Turnier der Kategorie Premier. Als Qualifikantin stieß Siegemund beim WTA-Turnier in Stuttgart durch Siege über die Top-Ten-Spielerinnen Simona Halep und Roberta Vinci ins Halbfinale vor. Dort besiegte sie die aktuelle Nummer zwei der Welt, Agnieszka Radwańska, bevor sie Angelique Kerber, der Nummer drei der Weltrangliste, im Finale mit 4:6, 0:6 unterlag. Durch den Finaleinzug erreichte sie in der Weltrangliste mit Position 42 eine neue Bestmarke.[1] Im Juli gewann sie mit einem Finalerfolg über Kateřina Siniaková beim Sandplatzturnier in Båstad ihren ersten WTA-Titel.[2]

Aufgrund ihrer Ergebnisse qualifizierte sie sich für die Olympischen Spiele in Rio. In der Einzelkonkurrenz erreichte sie das Viertelfinale, in dem sie der späteren Olympiasiegerin Mónica Puig unterlag. In der Doppelkonkurrenz schied sie dort an der Seite von Anna-Lena Grönefeld in der ersten Runde aus. Bei den US Open gewann sie mit Mate Pavić den Titel im Mixed. Die ungesetzte Paarung war dort erstmals angetreten; Pavić und sie hatten sich eher zufällig gefunden, da beide auf der Suche nach einem Mixed-Partner waren.[3]

Ausgerüstet mit einer Wildcard gewann Siegemund im April 2017 beim WTA-Turnier in Stuttgart durch einen Finalsieg über die Französin Kristina Mladenovic ihren zweiten Titel auf der WTA Tour.[4] Beim Turnier in Nürnberg im Mai stoppte sie ein Kreuzbandriss; sie musste ihre Achtelfinalpartie gegen Barbora Krejčíková beim Stande von 6:4 und 5:5 aufgeben.[5]

BundesligaBearbeiten

Laura Siegemund landete 2010 mit dem TC Zamek Benrath in der Tennis-Bundesliga auf dem dritten Platz. Von 2011 bis 2014 spielte sie dort für den Ratinger TC Grün-Weiß. In der Saison 2015 stand sie im Kader des TC Rüppurr Karlsruhe, für den sie mit zehn Siegen bei ebenso vielen Auftritten das beste Ergebnis aller Bundesliga-Spielerinnen erzielte.

ErfolgeBearbeiten

EinzelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 12. November 2006 Spanien  Mallorca ITF $10.000 Sand Frankreich  Gracia Radovanovic 6:4, 6:1
2. 23. Januar 2011 Vereinigte Staaten  Lutz ITF $25.000 Sand Vereinigte Staaten  Jessica Pegula 6:74, 6:1, 6:2
3. 22. Juli 2012 Deutschland  Darmstadt ITF $25.000 Sand Slowakei  Anna Karolína Schmiedlová 7:67, 6:3
4. 29. Juli 2012 Deutschland  Horb ITF $10.000 Sand Italien  Gaia Sanesi 6:3, 6:0
5. 19. August 2012 Deutschland  Ratingen ITF $10.000 Sand Vereinigte Staaten  Caitlin Whoriskey 6:2, 6:1
6. 7. April 2013 Vereinigte Staaten  Jackson ITF $25.000 Sand Argentinien  Florencia Molinero 6:4, 6:0
7. 23. Juni 2013 Schweiz  Lenzerheide ITF $25.000 Sand Brasilien  Beatriz Haddad Maia 6:2, 6:3
8. 30. Juni 2013 Deutschland  Vaihingen ITF $25.000 Sand Schweiz  Viktorija Golubic 6:2, 3:6, 7:64
9. 12. Januar 2014 Vereinigte Staaten  Vero Beach ITF $25.000 Sand Kanada  Gabriela Dabrowski 6:3, 7:610
10. 13. April 2014 Vereinigte Staaten  Pelham ITF $25.000 Sand Kasachstan  Julija Putinzewa 6:1, 6:4
11. 13. September 2015 Frankreich  Biarritz ITF $100.000 Sand Schweiz  Romina Oprandi 7:5, 6:3
12. 24. Juli 2016 Schweden  Båstad WTA International Sand Tschechien  Kateřina Siniaková 7:5, 6:1
13. 30. April 2017 Deutschland  Stuttgart WTA Premier Sand (Halle) Frankreich  Kristina Mladenovic 6:1, 2:6, 7:65
14. 5. August 2018 Deutschland  Bad Saulgau ITF $25.000 Sand Rumänien  Alexandra Cadanțu 6:4, 6:2

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Turniersiegerin Ergebnis
1. 24. April 2016 Deutschland  Stuttgart WTA Premier Sand (Halle) Deutschland  Angelique Kerber 4:6, 0:6

DoppelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 9. Juli 2005 Deutschland  Darmstadt ITF $25.000 Sand Deutschland  Vanessa Henke Russland  Wassilissa Bardina
Kasachstan  Jaroslawa Schwedowa
6:4, 6:2
2. 29. Juli 2006 Frankreich  Les Contamines ITF $25.000 Hartplatz Brasilien  Cristina Ferreira Australien  Christina Horiatopoulos
Belgien  Caroline Maes
6:4, 2:6, 7:5
3. 19. August 2006 Deutschland  Wahlstedt ITF $10.000 Sand Deutschland  Julia Görges Rumänien  Raluca Ciulei
Serbien  Neda Kozić
6:1, 6:3
4. 13. Oktober 2006 Nigeria  Lagos ITF $25.000 Hartplatz Rumänien  Magda Mihalache Schweiz  Lisa Sabino
Thailand  Montinee Tangphong
6:3, 6:3
5. 16. Juni 2007 Schweiz  Lenzerheide ITF $10.000 Sand Osterreich  Eva-Maria Hoch Schweiz  Amra Sadiković
Deutschland  Paola Sprovieri
6:4, 6:3
6. 5. Juli 2008 Deutschland  Vaihingen ITF $25.000 Sand Deutschland  Kristina Barrois Ungarn  Katalin Marosi
Brasilien  Marina Tavares
6:3, 6:4
7. 21. November 2008 Indien  Kalkutta ITF $50.000 Hartplatz Rumänien  Ágnes Szatmári China Volksrepublik  Lu Jingjing
China Volksrepublik  Sun Shengnan
7:5, 6:3
8. 28. November 2008 Frankreich  Saint-Denis ITF $25.000 Hartplatz Deutschland  Carmen Klaschka Sudafrika  Surina de Beer
Belgien  Tamaryn Hendler
6:3, 6:1
9. 20. Juni 2009 Frankreich  Montpellier ITF $25.000 Sand Ukraine  Julija Bejhelsymer Schweiz  Stefania Boffa
Vereinigte Staaten  Story Tweedie-Yates
6:4, 6:1
10. 4. Juli 2009 Deutschland  Vaihingen ITF $25.000 Sand Ungarn  Katalin Marosi Niederlande  Leonie Mekel
Deutschland  Kathrin Wörle
7:62, 6:76, [10:4]
11. 13. Februar 2010 Vereinigte Staaten  Laguna Niguel ITF $25.000 Hartplatz Russland  Anastassija Piwowarowa Vereinigte Staaten  Amanda Fink
Vereinigte Staaten  Elizabeth Lumpkin
6:2, 6:3
12. 5. Juni 2010 Tschechien  Brno ITF $25.000 Sand Deutschland  Carmen Klaschka Weissrussland  Darja Kustowa
Ukraine  Lesja Zurenko
kampflos
13. 19. Juni 2010 Frankreich  Montpellier ITF $25.000 Sand China Volksrepublik  Lu Jingjing Frankreich  Amandine Hesse
Ukraine  Ljudmyla Kitschenok
6:4, 6:2
14. 17. Juli 2010 Deutschland  Darmstadt ITF $25.000 Sand Russland  Witalija Djatschenko Rumänien  Irina-Camelia Begu
Japan  Erika Sema
4:6, 6:1, [10:4]
15. 5. Mai 2012 Deutschland  Wiesbaden ITF $10.000 Sand Vereinigte Staaten  Caitlin Whoriskey Russland  Alexandra Romanowa
Polen  Sylwia Zagorska
6:0, 6:0
16. 15. Februar 2013 Deutschland  Leimen ITF $10.000 Hartplatz (Halle) Deutschland  Carolin Daniels Deutschland  Antonia Lottner
Russland  Daria Salnikowa
6:1, 6:4
17. 30. Juni 2013 Deutschland  Vaihingen ITF $25.000 Sand Deutschland  Kristina Barrois Liechtenstein  Stephanie Vogt
Polen  Sandra Zaniewska
7:61, 6:4
18. 29. Juni 2014 Deutschland  Vaihingen ITF $25.000 Sand Schweiz  Viktorija Golubic Niederlande  Lesley Kerkhove
Niederlande  Arantxa Rus
6:3, 6:3
19. 8. November 2014 Agypten  Scharm El-Scheich ITF $25.000 Hartplatz Deutschland  Antonia Lottner Ukraine  Olha Jantschuk
Slowenien  Nastja Kolar
6:1, 6:1
20. 5. Juni 2015 Italien  Brescia ITF $50.000 Hartplatz Tschechien  Renata Voráčová Argentinien  María Irigoyen
Liechtenstein  Stephanie Vogt
6:2, 6:1
21. 13. Juni 2015 Niederlande  ’s-Hertogenbosch WTA International Rasen Vereinigte Staaten  Asia Muhammad Serbien  Jelena Janković
Russland  Anastassija Pawljutschenkowa
6:3, 7:5
22. 31. Juli 2015 Brasilien  Florianópolis WTA International Sand Deutschland  Annika Beck Argentinien  María Irigoyen
Polen  Paula Kania
6:3, 7:61
23. 24. Oktober 2015 Luxemburg  Luxemburg WTA International Hartplatz Deutschland  Mona Barthel Spanien  Anabel Medina Garrigues
Spanien  Arantxa Parra Santonja
6:2, 7:62
24. 19. Oktober 2018 Russland  Moskau WTA Premier Hartplatz Russland  Alexandra Panowa Rumänien  Raluca Olaru
Kroatien  Darija Jurak
6:2, 7:62

MixedBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 9. September 2016 Vereinigte Staaten  US Open Hartplatz Kroatien  Mate Pavić Vereinigte Staaten  Coco Vandeweghe
Vereinigte Staaten  Rajeev Ram
6:4, 6:4

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 Karriere
Australian Open Q3 3 1 2 3
French Open Q3 Q2 1 1 2 2
Wimbledon Q2 1 1 2 2
US Open Q1 Q2 Q3 1 3 1 3

DoppelBearbeiten

Turnier 2015 2016 2017 2018 2019 Karriere
Australian Open 1 2 1 2
French Open AF AF AF
Wimbledon 1 AF AF
US Open 2 1 AF AF

PersönlichesBearbeiten

2016 schloss sie ihr Bachelorstudium an der Fernuniversität in Hagen im Fach Psychologie ab.[6]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nach Stuttgart: Finalistin Laura Siegemund erstmals unter den besten 50. In: eurosport.de, 25. April 2016. Abgerufen am 26. April 2016.
  2. Laura Siegemund gewinnt in Bastad ihren ersten WTA-Titel. In: Eurosport.de, 24. Juli 2016, abgerufen am 24. Juli 2016
  3. US Open: Erster deutscher Titel bei den US Open – Siegemund gewinnt Mixed-Titel bei US Open. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 9. September 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 9. September 2016]).
  4. Siegemund stiehlt Kerber und Scharapowa die Show. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 1. Mai 2017, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 1. Mai 2017]).
  5. Kurz vor French Open: Siegemund mit Kreuzbandriss. In: focus.de
  6. Das späte Glück der Laura Siegemund. In: stuttgarter-nachrichten.de, 17. April 2016, abgerufen am 21. April 2016.