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Mona Barthel Tennisspieler
Mona Barthel
Mona Barthel 2015 in Rom
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag: 11. Juli 1990
Größe: 185 cm
Gewicht: 69 kg
1. Profisaison: 2008
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Christopher Kas
Preisgeld: 3.684.394 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 368:271
Karrieretitel: 4 WTA, 5 ITF
Höchste Platzierung: 23 (18. März 2013)
Aktuelle Platzierung: 101
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 72:94
Karrieretitel: 3 WTA, 1 ITF
Höchste Platzierung: 63 (14. September 2015)
Aktuelle Platzierung: 85
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
29. Juli 2019
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Mona Barthel (* 11. Juli 1990 in Bad Segeberg) ist eine deutsche Tennisspielerin. Auf der WTA Tour gewann sie bislang vier Einzel- und drei Doppeltitel.

Inhaltsverzeichnis

KarriereBearbeiten

Barthel begann im Alter von drei Jahren Tennis zu spielen. Ihr bevorzugter Untergrund ist der Hartplatz. Nach dem Abitur 2009 an der Klaus-Groth-Schule Neumünster startete sie im September desselben Jahres eine Profikarriere. Während ihrer Schulzeit erreichte sie im WTA-Ranking Platz 498. In der Tennis-Bundesliga spielt sie für den TC Blau-Weiss Bocholt, mit dem sie 2012 Deutsche Mannschaftsmeisterin wurde. Mona Barthel ist in Neumünster aufgewachsen und hat dort auch ihren Wohnsitz.

2009 bis 2011: Erste Erfolge auf der ITF TourBearbeiten

Ihr größter Erfolg im Jahr 2009 war der Einzug ins Halbfinale des mit 75.000 US-Dollar dotierten ITF-Turniers im britischen Shrewsbury. Als Qualifikantin besiegte sie im Hauptfeld die an Position eins gesetzte Tschechin Lucie Hradecká (WTA 60).

In der Saison 2010 gewann Barthel drei ITF-Titel. Im Januar gewann sie das Turnier im britischen Wrexham durch einen Endspielsieg über Anne Kremer (LUX). Den bis dahin größten Erfolg ihrer Karriere erreichte sie mit den beiden Turniersiegen im belgischen Torhout. Im Einzel setzte sie sich, als Qualifikantin gestartet, gegen die Kanadierin Rebecca Marino durch. Im Doppel besiegte sie zusammen mit Justine Ozga die tschechisch-russische Paarung Hana Birnerová und Jekaterina Bytschkowa.

Bei den French Open 2011 gelang ihr nach überstandener Qualifikation erstmals der Sprung ins Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers. In der ersten Runde besiegte sie Sybille Bammer mit 6:1, 7:5. Nur eine Woche später schaffte sie den Einzug ins Halbfinale des WTA-Turniers in Kopenhagen, wo sie der Weltranglistenersten Caroline Wozniacki mit 1:6, 2:6 unterlag.

2012: Erster WTA-TitelBearbeiten

Zu Beginn des Jahres 2012 gewann Barthel das Moorilla International in Hobart, ein Vorbereitungsturnier der Australian Open. Als Qualifikantin spielte sie sich mit Siegen u. a. über Anabel Medina Garrigues (WTA 27, an Nummer 2 gesetzt), Jarmila Gajdošová (WTA 33) und Angelique Kerber (WTA 32) bis ins Finale, wo sie sich gegen die topgesetzte Yanina Wickmayer (WTA 26) klar mit 6:1, 6:2 durchsetzte und ihr erstes WTA-Turnier gewann. Bei den Sony Ericsson Open in Miami konnte Barthel mit Jelena Janković (WTA 15), der ehemaligen Weltranglistenersten, erstmals eine Top-20-Spielerin besiegen (6:0, 6:3). In Stuttgart stieß sie, mit einer Wildcard ausgestattet, bis ins Viertelfinale vor. Dabei besiegte sie sowohl Ana Ivanović (WTA 15), eine weitere ehemalige Nummer 1, als auch Marion Bartoli (WTA 7) glatt in zwei Sätzen. Mit Bartoli schlug Barthel auch die erste Top-Ten-Spielerin. Im Viertelfinale musste sie sich mit 4:6, 7:63, 5:7 der Weltranglistenersten Wiktoryja Asaranka geschlagen geben. Nach den Australian Open, Doha und Indian Wells war es die vierte Niederlage gegen Asaranka in diesem Jahr. Beim WTA Turnier in Madrid unterlag Barthel in Runde zwei Caroline Wozniacki knapp mit 4:6, 6:72, nachdem sie in der ersten Runde Julia Görges besiegt hatte. Beim Turnier in Straßburg schied sie in der ersten Runde aus.

Bei den French Open 2012 war Barthel im Hauptfeld eines Grand-Slam-Turniers erstmals gesetzt.[1] Doch sie verlor bereits in der ersten Runde gegen die 18-jährige Qualifikantin Lauren Davis mit 1:6 und 1:6. In Båstad erreichte sie mit einem 6:3-, 6:4-Sieg über Sofia Arvidsson das Halbfinale, wo sie sich Polona Hercog mit 1:6 und 3:6 geschlagen geben musste.

Am Tag zuvor (19. Juli) bestätigte die ITF die Nachnominierung Barthels für den Einzelwettbewerb der Olympischen Spiele. Am Vortag war die Absage der verletzten Andrea Petković bekannt geworden. Barthel verlor ihr Auftaktmatch gegen die Polin Urszula Radwańska mit 4:6 und 3:6.

Am 9. November wurde Mona Barthel rückwirkend für 2011 die bronzene Sportplakette der Stadt Neumünster von deren Oberbürgermeister überreicht.[2]

Seit 2013Bearbeiten

Zu Beginn des Jahres 2013 stand Barthel erneut im Finale von Hobart. Die Titelverteidigerin unterlag Jelena Wesnina mit 3:6, 4:6. Bei den Australian Open 2013 schied Barthel bereits in der ersten Runde gegen Xenia Perwak mit 5:7, 6:2, 4:6 aus. Den größten Erfolg ihrer bisherigen Karriere feierte Barthel dann Anfang Februar in Paris, wo sie nach Siegen über Roberta Vinci, Marion Bartoli und Kristina Mladenovic im Finale stand. Sie bezwang auch die topgesetzte Sara Errani mit 7:5, 7:64 und sicherte sich ihren ersten Premier-Titel auf der WTA Tour.

Bei der Partie Deutschland gegen Serbien gab Barthel am 20. und 21. April ihr Fed-Cup-Debüt für die deutsche Mannschaft unter der Leitung von Barbara Rittner. Ihr erstes Match gegen Ana Ivanović verlor sie mit 6:75, 6:2 und 2:6, ihr zweites Match gegen Bojana Jovanovski gewann sie mit 6:1, 3:6 und 6:3. Insgesamt gewann Deutschland 3:2 und stieg in die Weltgruppe I auf. Am 18. November wurde Mona Barthel die silberne Sportplakette der Stadt Neumünster rückwirkend für das Jahr 2012 vom Oberbürgermeister Olaf Tauras überreicht.[3]

Bei den Australian Open und den French Open erreichte Barthel 2014 jeweils die dritte Runde. Im Juli gewann sie den WTA-Titel in Båstad.[4] Bei der Vorbereitung auf die neue Saison 2015 zog sie sich Anfang Dezember einen Bänderriss zu.[5]

Trotz der Verletzung vom Dezember war sie für die neue Saison 2015 rechtzeitig gesund geworden, schied jedoch bei den ersten beiden Turnieren, Auckland und Hobart, in der ersten Runde aus. Bei den Australian Open reichte es bis in die zweite Runde. Beim Turnier in Båstad erreichte sie wieder das Finale, verlor dieses jedoch gegen Johanna Larsson mit 3:6 und 6:72. Zum Saisonende stand sie in Luxemburg sowohl im Einzel- und Doppelfinale. Das Einzelfinale verlor sie gegen Misaki Doi mit 4:6, 7:67 und 0:6, gewann aber das im Doppel an der Seite von Laura Siegemund gegen die Paarung Anabel Medina Garrigues und Arantxa Parra Santonja mit 6:2 und 7:62.

Bei ihrem Saisonstart 2016, den sie in Auckland hatte, musste sie das Spiel im zweiten Satz gegen Swetlana Kusnezowa aufgeben. Einen weiteren Rückschlag gab es beim anschließenden Turnier in Hobart, als sie wegen Rückenproblemen zu ihrem Viertelfinalspiel gegen Alizé Cornet nicht antreten konnte. Nicht besser verliefen die Australian Open, hier schied sie in der ersten Runde gegen Vania King mit 6:3, 5:7 und 4:6 aus. Wegen Krankheit setzte Barthel danach einige Wochen aus,[6] spielte aber die restlichen Grand-Slam-Turniere, bei denen sie zweimal in der ersten und einmal in der zweiten Runde scheiterte.

Die Saison 2017 begann für Barthel erfolgreich. Bei den Australian Open erreichte sie erstmals in ihrer Karriere das Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers, in welchem sie Venus Williams unterlag. Als Qualifikantin gewann Mona Barthel im Mai 2017 beim WTA-Turnier in Prag ihren vierten Titel auf der WTA-Tour, durch einen Sieg im Finale über die Tschechin Kristýna Plíšková.[7]

AuszeichnungenBearbeiten

Mona Barthel landete bei der Wahl der Sportler des Jahres 2014 der Stadt Neumünster auf dem zweiten Rang hinter Kirsten Bruhn und wurde im Februar 2015 nachträglich von der Stadt mit einer Urkunde, einem Pokal und einer Medaille geehrt.[8]

ErfolgeBearbeiten

EinzelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 24. Januar 2010 Vereinigtes Konigreich  Wrexham ITF $10.000 Hartplatz Luxemburg  Anne Kremer 6:1, 6:1
2. 10. April 2010 Belgien  Torhout ITF $50.000 Hartplatz Kanada  Rebecca Marino 2:6, 6:4, 6:2
3. 23. Januar 2011 Frankreich  Andrézieux-Bouthéon ITF $25.000 Hartplatz Liechtenstein  Stephanie Vogt 6:3, 3:6, 6:4
4. 12. September 2011 Italien  Mestre ITF $50.000 Sand Spanien  Garbiñe Muguruza Blanco 7:5, 6:2
5. 18. September 2011 Vereinigtes Konigreich  Shrewsbury ITF $75.000 Hartplatz Vereinigtes Konigreich  Heather Watson 6:0, 6:3
6. 14. Januar 2012 Australien  Hobart WTA International Hartplatz Belgien  Yanina Wickmayer 6:1, 6:2
7. 3. Februar 2013 Frankreich  Paris WTA Premier Hartplatz (Halle) Italien  Sara Errani 7:5, 7:64
8. 20. Juli 2014 Schweden  Båstad WTA International Sand Sudafrika  Chanelle Scheepers 6:3, 7:63
9. 6. Mai 2017 Tschechien  Prag WTA International Sand Tschechien  Kristýna Plíšková 2:6, 7:5, 6:2

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Turniersiegerin Ergebnis
1. 19. Juli 2008 Vereinigtes Konigreich  Frinton-on-Sea ITF $10.000 Rasen Vereinigtes Konigreich  Tara Moore 5:7, 1:6
2. 26. Juli 2008 Norwegen  Gausdal ITF $10.000 Hartplatz Deutschland  Svenja Weidemann 2:6, 3:6
3. 6. Feb. 2011 Vereinigtes Konigreich  Sutton ITF $25.000 Hartplatz Frankreich  Kristina Mladenovic 3:6, 6:1, 2:6
4. 7. Aug. 2011 Vereinigte Staaten  Bronx ITF $50.000 Hartplatz Tschechien  Andrea Hlaváčková 6:78, 3:6
5. 12. Januar 2013 Australien  Hobart WTA International Hartplatz Russland  Jelena Wesnina 3:6, 4:6
6. 19. Juli 2015 Schweden  Båstad WTA International Sand Schweden  Johanna Larsson 3:6, 6:72
7. 24. Oktober 2015 Luxemburg  Luxemburg WTA International Hartplatz (Halle) Japan  Misaki Doi 4:6, 7:67, 0:6
8. 9. September 2018 Vereinigte Staaten  Chicago WTA Challenger Hartplatz Kroatien  Petra Martić 4:6, 1:6

DoppelBearbeiten

TurniersiegeBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 10. April 2010 Belgien  Torhout ITF $50.000 Hartplatz Deutschland  Justine Ozga Tschechien  Hana Birnerová
Russland  Jekaterina Bytschkowa
7:5, 6:2
2. 28. April 2013 Deutschland  Stuttgart WTA Premier Sand (Halle) Deutschland  Sabine Lisicki Vereinigte Staaten  Bethanie Mattek-Sands
Indien  Sania Mirza
6:4, 7:5
3. 24. Oktober 2015 Luxemburg  Luxemburg WTA International Hartplatz (Halle) Deutschland  Laura Siegemund Spanien  Anabel Medina Garrigues
Spanien  Arantxa Parra Santonja
6:2, 7:62
4. 8. September 2018 Vereinigte Staaten  Chicago WTA Challenger Hartplatz Tschechien  Kristýna Plíšková Vereinigte Staaten  Asia Muhammad
Vereinigte Staaten  Maria Sanchez
6:3, 6:2
5. 28. April 2019 Deutschland  Stuttgart (2) WTA Premier Sand (Halle) Deutschland  Anna-Lena Friedsam Russland  Anastassija Pawljutschenkowa
Tschechien  Lucie Šafářová
2:6, 6:3, [10:6]

FinalteilnahmenBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Siegerinnen Ergebnis
1. 26. Juli 2008 Norwegen  Gausdal ITF $10.000 Hartplatz Deutschland  Svenja Weidemann Sudafrika  Tegan Edwards
Niederlande  Marcella Koek
6:1, 4:6, [8:10]
2. 28. Februar 2010 Deutschland  Biberach ITF $50.000+H Teppich (Halle) Deutschland  Carmen Klaschka Frankreich  Stéphanie Cohen-Aloro
Tunesien  Selima Sfar
7:5, 1:6, [5:10]
3. 20. September 2014 Korea Sud  Seoul WTA International Hartplatz Luxemburg  Mandy Minella Spanien  Lara Arruabarrena Vecino
Rumänien  Irina-Camelia Begu
3:6, 3:6

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

angegeben ist die erreichte Runde

EinzelBearbeiten

Turnier 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 Karriere
Australian Open 3 1 3 2 1 AF 2 1 AF
French Open 2 1 1 3 1 1 1 1 1 3
Wimbledon 1 1 2 2 1 2 1 1 1 2
US Open 2 1 2 2 3 1 1 1 3

DoppelBearbeiten

Turnier 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 Karriere
Australian Open 1 1 1 2 1 2 1 2
French Open 1 2 1 1 2
Wimbledon 1 1 1 AF 1 2 AF
US Open 2 2 1 2 1 2 2

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mona Barthel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Barthel scheidet überraschend aus. In: Die Welt. 28. Mai 2012, abgerufen am 11. Juni 2012.
  2. Späte Ehrung für Mona Barthel. In: Holsteinischer Courier. 9. November 2012, abgerufen am 2. April 2017.
  3. „Die ganze Stadt zittert mit“. In: Holsteinischer Courier. 19. November 2013, abgerufen am 2. April 2017.
  4. Barthel jubelt in Bastad - Karlovic reichen 39 Asse nicht. In: Kicker. 21. Juli 2014, abgerufen am 2. April 2017.
  5. Bänderriss – Australian-Open-Start äußerst fraglich. In: tennisnet.com. Abgerufen am 4. Dezember 2014.
  6. Der Leidensweg der Mona Barthel. In: ln-online. 15. April 2016, abgerufen am 19. April 2016.
  7. Prag: Mona Barthel holt vierten Titel auf der WTA-Tour. Eurosport, 6. Mai 2017, abgerufen am 13. Mai 2017.
  8. Zwischenstopp in der Heimat. In: Holsteinischer Courier. 3. Februar 2015, abgerufen am 2. April 2017.