Misaki Doi

japanische Tennisspielerin
Misaki Doi Tennisspieler
Misaki Doi
Misaki Doi 2019 in Wimbledon
Nation: JapanJapan Japan
Geburtstag: 29. April 1991 (29 Jahre)
Größe: 159 cm
Gewicht: 55 kg
1. Profisaison: 2006
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Trainer: Christian Zahalka
Preisgeld: 2.808.070 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 344:303
Karrieretitel: 1 WTA, 7 ITF
2 WTA Challenger
Höchste Platzierung: 30 (10. Oktober 2016)
Aktuelle Platzierung: 76
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 122:100
Karrieretitel: 2 WTA, 7 ITF
3 WTA Challenger
Höchste Platzierung: 78 (6. Oktober 2014)
Aktuelle Platzierung: 82
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox:
16. März 2020
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Misaki Doi (jap. 土居 美咲, Doi Misaki; * 29. April 1991 in Ōamishirasato) ist eine japanische Tennisspielerin.

KarriereBearbeiten

Misaki Doi begann im Alter von sechs Jahren mit dem Tennissport und feierte als Juniorin vor allem im Doppel Erfolge. 2007 erreichte sie gemeinsam mit ihrer Landsfrau Kurumi Nara in Wimbledon das Finale des Juniorinnenwettbewerbs, im folgenden Jahr bei den Australian Open an der Seite von Elena Bogdan. Bereits 2006 sammelte sie erste Erfahrungen auf der ITF Women’s World Tennis Tour, auf der sie 2009 ihr ersten Profititel erringen konnte. Aufgrund konstant guter Ergebnisse bei ITF-Turnieren in Japan, spielte sich Doi in der Weltrangliste schnell nach oben und beendete die Saison in den Top 200.

Dies berechtigte sie dazu, im folgenden Jahr in der Qualifikation zu allen vier Grand.Slam-Turnieren teilzunehmen, wobei ihr in Paris erstmals der Sprung ins Hauptfeld gelang; in der ersten Runde war sie gegen Polona Hercog jedoch chancenlos. Im Herbst erhielt sie erstmals eine Wildcard für die Qualifikationsrunde zum WTA-Premier-Turnier in Tokio und konnte im Anschluss beim ITF-Turnier der $75.000-Kategorie in Toyota nach einem Finalsieg über Junri Namigata ihren bis dahin größten Titel feiern. 2011 überraschte sie als Qualifikantin mit dem Erreichen der dritten Runde in Wimbledon, in der sie an Sabine Lisicki scheiterte. Im Jahr darauf stand Doi in Osaka zum ersten Mal ins Halbfinale eines WTA-Turniers, verlor dort jedoch gegen Heather Watson. Nach der Teilnahme an einem weiteren Halbfinale beim WTA Challenger in Taipeh wurde sie erstmals in den Top 100 der Welt gelistet.

2013 gelang Doi im Auftaktmatch gegen Varvara Lepchenko der erste Hauptfelderfolg in Tokio. Zuvor kam sie aus der Qualifikation heraus bereits in Peking in die zweite Runde, wo sie Sara Errani unterlag. Im Anschluss an eine schwächere Saison 2014, in der ihr bei vier Grand-Slam-Auftritten lediglich in London nach einem Erfolg über Elina Switolina, mit der sie davor zusammen in Istanbul ihren ersten WTA-Titel im Doppel errang, der Sprung in die zweite Runde gelang, präsentierte sie sich zum Ende der Saison 2015 in herausragender Verfassung, als sie nach zuvor fünf Niederlagen am Stück in Luxemburg nach Siegen über Andrea Petković und Jelena Janković gleich bei ihrer ersten Finalteilnahme auf der WTA Tour im Endspiel gegen Mona Barthel ihren ersten und bislang einzigen Titel holte. Der Triumph läutete die stärkste Phase in Dois Karriere ein, die noch am Ende der Saison beim WTA Challenger in Taipeh ein weiteres Finale erreichte.

Im Jahr darauf konnte sie erstmals auf allen Kontinenten und Spielbelägen Erfolge verbuchen. So erzielte sie zu Saisonbeginn 2016 in Kaohsiung ihr zweites WTA-Finale, das sie dieses Mal glatt gegen Venus Williams verlor, und gewann in San Antonio nach einem Erfolg über Anna-Lena Friedsam im Finale ihren ersten Einzeltitel auf der WTA Challenger Series. Beim Premier-Turnier in Rom überraschte sie erstmals auch auf Sandplatz und zog nach einem Sieg über Johanna Konta ins Viertelfinale ein, wo sie sich Irina-Camelia Begu in zwei Sätzen geschlagen geben musste. In Wimbledon erreichte Doi danach unter anderem nach einem Triumph über Karolína Plíšková ihr erstes Grand-Slam-Achtelfinale, in dem sie gegen Angelique Kerber chancenlos unterlag. Auch bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ging sie an den Start und kam dort im Einzel in die zweite Runde, in der sie gegen Samantha Stosur ausschied. Im Doppel trat sie zusammen mit Eri Hozumi an und setzten sich in der Auftaktrunde überraschend gegen die an Position zwei gesetzten Französinnen Kristina Mladenovic und Caroline Garcia durch, bevor sie in ihrem zweiten Match an Darja Kassatkina und Swetlana Kusnezowa aus Russland scheiterten. Im Herbst erreichte sie trotz einer Auftaktniederlage bei den US Open mit Platz 30 ihre bisher beste Karriereposition und beendete die Saison erstmals in ihrer Laufbahn unter den Top 40 der Welt.

Doi ist es seitdem nicht mehr gelungen, über den Verlauf einer gesamten Saison konstant gute Leistungen zu erbringen. Im Jahr darauf konnte sie ihre Punkte nicht ansatzweise verteidigen, verlor gar bei allen vier Grand-Slam-Turnieren in der ersten Runde und fiel zum Ende des Jahres aus den Top 100 der Weltrangliste heraus. Trotz des Siegs beim ITF-Turnier der $100.000-Kategorie in Vancouver, verpasste sie 2018 den sofortigen Wiedereinzug unter die besten 100 der Welt. Erst 2019 konnte sie auch auf der WTA Tour wieder mit Hauptfelderfolgen in Indian Wells und Miami überzeugen. Aufgrund guter Resultate wie des Triumphs beim WTA Challenger in Båstad, wo sie im Endspiel einen Zweisatzsieg über Danka Kovinić landete, sowie ihrer dritten WTA-Finalteilnahme beim Turnier im heimischen Hiroshima, wo sie gegen ihre Landsfrau Nao Hibino unterlag, mit der sie anschließend die Doppelkonkurrenz gewann, beendete sie die Saison 2019 als insgesamt fünftes Jahr in den Top 100 der Welt.

Vor dem coronabedingten Saisonabbruch im März, stand sie beim WTA Challenger in Indian Wells noch einmal in einem Endspiel, scheiterte dort jedoch glatt in zwei Sätzen an Irina-Camelia Begu. Bei den Australian Open stieß sie im Doppel an der Seite von Monica Niculescu erstmals ins Achtelfinale eines Grand-Slam-Turniers vor. Im Einzel hingegen erlitt sie gegen die Qualifikantin Harriet Dart ihre mittlerweile zwölfte Grand-Slam-Niederlage in Folge.

2011 wurde Doi erstmals für die japanische Fed-Cup-Mannschaft nominiert. Seitdem hat sie für ihr Land insgesamt 22 Partien im Einzel und Doppel bestritten, von denen sie elf gewann (Einzelbilanz 10:9).

TurniersiegeBearbeiten

EinzelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 28. März 2009 Japan  Kōfu ITF $10.000 Hartplatz Japan  Erika Sema 7:5, 6:2
2. 12. Juli 2009 Japan  Tokio ITF $10.000 Teppich Japan  Sachie Ishizu 6:1, 6:4
3. 28. November 2010 Japan  Tokio ITF $75.000+H Teppich (Halle) Japan  Junri Namigata 7:5, 6:2
4. 27. April 2014 Korea Sud  Seoul ITF $50.000 Hartplatz Japan  Misa Eguchi 6:1, 7:63
5. 11. Januar 2015 China Volksrepublik  Hongkong ITF $50.000 Hartplatz China Volksrepublik  Zhang Kailin 6:3, 6:3
6. 25. Oktober 2015 Luxemburg  Luxemburg WTA International Hartplatz (Halle) Deutschland  Mona Barthel 6:4, 6:77, 6:0
7. 19. März 2016 Vereinigte Staaten  San Antonio WTA Challenger Hartplatz Deutschland  Anna-Lena Friedsam 6:4, 6:2
8. 17. Juni 2018 Japan  Kōfu ITF $25.000 Hartplatz Japan  Lisa-Marie Rioux 6:2, 6:3
9. 19. August 2018 Kanada  Vancouver ITF $100.000 Hartplatz Vereinigtes Konigreich  Heather Watson 6:74, 6:1, 6:4
10. 14. Juli 2019 Schweden  Båstad WTA Challenger Sand Montenegro  Danka Kovinić 6:4, 6:4

DoppelBearbeiten

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Partnerin Finalgegnerinnen Ergebnis
1. 20. Juli 2008 Japan  Miyazaki ITF $25.000 Teppich Japan  Kurumi Nara Japan  Kimiko Date Krumm
Japan  Tomoko Yonemura
4:6, 6:3, [10:7]
2. 9. Mai 2010 Japan  Fukuoka ITF $50.000 Rasen Japan  Kotomi Takahata Australien  Marina Eraković
Russland  Alexandra Panowa
6:4, 6:4
3. 3. November 2013 China Volksrepublik  Nanjing WTA Challenger Hartplatz China Volksrepublik  Xu Yifan Kasachstan  Jaroslawa Schwedowa
China Volksrepublik  Zhang Shuai
6:1, 6:4
4. 23. November 2013 Japan  Toyota ITF $75.000+H Teppich (Halle) Japan  Shūko Aoyama Japan  Eri Hozumi
Japan  Makoto Ninomiya
7:61, 2:6, [11:9]
5. 20. Juli 2014 Turkei  Istanbul WTA International Hartplatz Ukraine  Elina Switolina Georgien  Oksana Kalaschnikowa
Polen  Paula Kania
6:4, 6:0
6. 27. Januar 2018 Vereinigte Staaten  Newport Beach WTA Challenger Hartplatz Schweiz  Jil Teichmann Vereinigte Staaten  Jamie Loeb
Schweden  Rebecca Peterson
7:64, 1:6, [10:8]
7. 18. Februar 2018 Vereinigte Staaten  Surprise ITF $25.000 Hartplatz Belgien  Yanina Wickmayer Vereinigte Staaten  Jacqueline Cako
Vereinigte Staaten  Caitlin Whoriskey
2:6, 6:3, [10:8]
8. 16. Juni 2018 Japan  Kōfu ITF $25.000 Hartplatz Japan  Misa Eguchi Japan  Megumi Nishimoto
Japan  Kotomi Takahata
6:3, 6:72, [10:8]
9. 15. Juli 2018 Vereinigte Staaten  Honolulu ITF $60.000 Hartplatz Vereinigte Staaten  Jessica Pegula Vereinigte Staaten  Taylor Johnson
Vereinigte Staaten  Ashley Lahey
7:64, 6:3
10. 20. Oktober 2018 China Volksrepublik  Suzhou ITF $100.000 Hartplatz Japan  Nao Hibino Thailand  Luksika Kumkhum
Thailand  Peangtarn Plipuech
6:2, 6:3
11. 13. Juli 2019 Schweden  Båstad WTA Challenger Sand Russland  Natalja Wichljanzewa Chile  Alexa Guarachi
Montenegro  Danka Kovinić
7:5, 6:74, [10:7]
12. 14. September 2019 Japan  Hiroshima WTA International Hartplatz Japan  Nao Hibino Vereinigte Staaten  Christina McHale
Russland  Walerija Sawinych
3:6, 6:4, [10:4]

Abschneiden bei Grand-Slam-TurnierenBearbeiten

EinzelBearbeiten

Turnier 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Karriere
Australian Open 2 1 1 1 Q1 1 1 2
French Open 1 1 1 2 1 1 Q1 1 2
Wimbledon 3 1 1 2 1 AF 1 AF
US Open 1 1 1 2 1 1 Q1 1 1 2

DoppelBearbeiten

Turnier 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 Karriere
Australian Open 1 1 1 1 AF AF
French Open 2 2 1 2
Wimbledon 1 2 2 2
US Open 2 1 2 2

Weltranglistenpositionen am SaisonendeBearbeiten

Jahr 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Einzel 613 200 158 106 97 89 122 60 38 119 139 74
Doppel 593 311 250 518 795 158 101 172 166 192 109 110

WeblinksBearbeiten

Commons: Misaki Doi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien